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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 9.

Einzelpreis: JSorfjentagS 1(1 Pfennig

Freitag, 1L Januar 1929.

19 ^ahraang

CrintelyretS: Sonntage 20 Dünnig

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Das Elsaß läßt sich nicht schrecken.

Grippe eucftkn und grimmiger Frost / Sparer als Opfer der Spekulation.

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Durch faifne Dokument» beröflehtigt

London, 10. Januar. SBie auS Washington verlautet, hat der Tenatsausschuß nach der Un­tersuchung von Dokumenten, aus denen hervor­gehen sollte, daß Senator Borah und Senator RorriS se 100 000 Dollar von der Sowjetregie- rung erhalten hätten, diese Dokumente als Fälschungen erklärt. Von den beiden Sowjet­freunde« war behauptet worden, beide seien von dem russischen Propagandadienst bestochen.

Kiesenbetrug an Sparern.

Verkrachte Industrie- und Spargesellschaften. Selbstmorde von Verarmten.

Paris, 10. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) itn ® t r a 0 6u r g wurde einer der Gründer der Gesellschaft Kaolin-Ost verhaftet und gegen acht leitende Personen Anklage wegen Betruges er­hoben. Es sollen Passiven in Höhe von fünfzehn Millionen Jrancs bestehen, d-e Ber lüfte der Gläubiger sich bis zu vierzehn Millio-

rrbebung und die Entlassung der fremden Auf- sschtsbeamten. DaS Reich der Mitte hat aufge- hört. der Tummelplatz der machtbungrigen impe­rialistischen Mächte zu sein. Ihr vorsichtiges und nachgiebiges Verhalten ist der Ausdruck einer grosszügigen Umstellung ihrer Poli­tik, die durch die Ereignisse des euroväischen Krieges vorbereitet wurde. Die .Westmächte- haben ibre bisherige machtvolitische und mili­tärische Ueberleaenbeit über China endgültig ver­loren und versprechen stch jetzt durch Anerken­nung der Unabhängigkeit und des Selbstbestimmungsrechtes der Ehine-

Die Mutier der Heilsarmee."

Ihr Verdienst ging aber wett über das Berk des Salutismus hinaus. Nicht minder bedeu­tungsvoll ist das, was diese Frau im Kampfe um die Rechte ihrer Schwestern tat, als Rednerin und Predigerin, die Menschen aller Btldungsschtchten zu zehntausenden glühend be­geisterte, wie als Schriftstellerin, deren Schriften die Welt aufhorchen ließen. Daß eine Frau aktiv, auch als Predigerin, im kirchlichen Leben stand, war damals noch unerhört. Catharine Booth er­kämpfte in der Heilsarmee der Frau ihren Platz neben dem Manne. Ihr Leben lang kämpfte sie gegen die .Herrenmoral" Europas, die von ge­fallenen Frauen, aber nicht von gefallenen Män­nern spricht. Catharine Booth war zu frauen- iaft als daß ihr nicht jede ihrer öffentlichen Rie- enversammlungen harten Entschluß gekostet hätte. Aber sie war auch stark genug, ihrer in­neren Berufung Folge zu leisten. Sie war ihren

scn eine Besserung ihrer wirtschaftlichen Bezie­hungen zu diesem Lande. Man hofft, bei der zunehmenden Befriedung und dem sozialen und ökonomischen Ausbau der chinesischen Republik, gut zu verdienen. Selbst Japan hat sich nun nach langem Zögern entschlossen, die chine­sische Unabhängigkeit zu achten und Schantung zu räumen; außerdem will es seinen Widerstand gegen die Vereinigung der Mandschurei mit dem übrigen China aufgeben. China erntet jetzt den Lohn für seine entschiedene Absage an die russischen Bolschewisten. Es hat im Lande die Einigung erreicht und die innere Ruhe wieder- hergestellt. Die Gefahr der Spaltung innerhalb der Kuomintang ift behoben. Die nächste Auf­gabe, an der die Nankingregierung ihre Fähig­keit beweisen muß, ift die Erneuerung des chi­nesischen Wirtschaftslebens u. der Ausgleich der sozialen Spannung. Da Deutschland sich als erste Macht bereit erklärt hatte, auf alle seine Vorrechte in China zu verzichten, hat es das ran; besondere Vertrauen dieses großen Volkes gewonnen. Diese Tatsache wird stch in Zukunft auf die beiderseitigen Handelsbezie­hungen noch weit günstiger auswirken, als das bis jetzt schon der Fall ist. China hat durch den Weltkrieg sehen gelernt, wo eS seine wahren! Freunde zu suchen hat.

Das Glfasi bleibt sich treu.

Man rechnet mit dem Wablkig der Autonomisten Paris, 10. Januar, lieber den Ausgang der elsässischen Kammerersatzwahlen am kommenden Sonntag ist sich ein Blatt klar, daß zwei Autono­misten anstelle der ihrer Mandate beraubten Av- geordneten R i ck l i n und R o s s e e in die Kam­mer einziehen werden. Und zwar werde der Au­tonomist Stürmet, für den Ricklin eine sehr aktiv« Propaganda führte im ersten Wahlgang gegen den Nationalisten Silbermann gewählt werden. Dagegen werde es in Kalmar höchstwahrschein­lich zu einer Stichwahl kommen, da stch dort die Stimmen auf vier Kandidaten verteilten.

Für -en nächsten Krieg-

Englands Landarmee im Kriegsfall.

Soldaten Gottes.

Die Mutter der HeUSarmee. Zum 100. Geburtstag Catharine Booth'S. Bau Karl Götze

Alle Kirchen geschloffen.

Die Sowjets machen daraus Lokale und Wohnungen.

Kowno 10. Januar. Die Sowjetbehörden haben in Arfeihedschan gestern 74 mohamedani- ftfie, neun orthodoxe Kirchen und vier Synagoge« geschlossen. Die Gebäude werden als kommuni- stische Klubs und auch zu Wohnzwecken benutzt.

Der unsüv ae Äileskt vielvi also.

Warschau, 10. Januar. Amtlich wird erklärt dass alle Gerüchte über den bevorstehenden Rück­tritt Zaleskis und seine Ersetzung durch Fürst Radziwill, Knoll oder Patsk vollkommen anS der Luft gegriffen seien. Das Ministerkabinett bleibe unverändert.

«tappen ist die erste mit der Eroberung des Nordens und der Einigung ganzChinas bereits abgeschlossen. Sunyatsens Ideen der nationalen Unabhängigkeit, des Selbstbestim- mungsrechtes und der sozialen Gerechtigkeit tri­umphieren.

Der erste Schritt zur Neuorganisation, zur Durchführung des SunyatsenSschen Testamentes ist getan. Die Kuomintang hat einen Regie­rungsorganismus geschaffen, der die Befrie­dung des Landes, die Neuorganisation der Ver­waltung und den Wiederaufbau der chinesischen Wirtschaft sichergestellt. Der »Zentrale Vollzugs­ausschuß" der Partei ist zugleich die ober­ste Instanz des S'aates, ihm untersteht der .Nationale Rat der Regierung", bestehend aus den Chefs der einzelnen Kommissionen. Die wichtigste dieser Kommissionen stellt die .Ver­waltungskommission" dar, weil ihr die eigentli­che Regierung mit sämtlichen Ministerien unter­steht. Für den Wiederaufbau, die mandschuri­schen, mongolischen und tibetanischen Angelegen- beiten, für die Auslandschinesen und Personal­fragen bestehen besondere Kommissionen. Der General Chiangkaischek hat im Regie­rungsapparat die wichtigsten Stellen inne, er ist Präsident des Rationalen Rates der Regierung und als solcher Vertreter Chinas gegenüber den ausländischen Mächten, sondern auch Chef der Verwaltungskommission. Der ehemalige Rivale Chiangkaischeks, der .christliche" General Feng- vusiang ist mit dem wichtigen Posten des Krieasministers zufriedengestellt. Tschangtsolins Sohn und Nachfolger, Tschanghsüliang sitzt im Großen Rat der Nankingregieruna und verwal- tei die Mandschurei in ihrem Auftrag.

Die zweite RevolutionS-Etavpe: Volle Un­abhängigkeit vom Ausland, Befreiung von den Bindungen, die die .ungleichen Verträge" dem Lande auferlegen, ist jetzt durch die neue Zoll- und Handelsverträge mit Japan, England, Ame­rika usw. so weit erreicht, daß man China heute schon wieder alS einen souveränen Staat betrachten darf. Vor allem verlangt eS jetzt ge- 1 bieterisch die Rückgabe der Pachtländer, Aufhe- bung der Erterritorialität der Ausländer, Auf­lösung der Konzessionen. Neuordnung der Zoll-

Juugchina hat den jahrhundertelangen Be­freiungskampf vom Austandsjoch, das man -da­für auf Deutschlands Nacken gepreßt hat, so gut wie gewonnen. Diesem weltgeschichtlichen Ereig­nis trägt unser Mitarbeiter mit folgenden Be­trachtungen und Ausblicken Rechnung: Die frü­heren Reformen in China beschränkten sich nur auf das Militärwesen. Man .importierte" ein­fach das Heeressystem Europas und sah nicht, daß diese Nennungen ohne gleichzeitige Re­formen auf wirtschaftlichem und innerpoliti­schem Gebiet zum Scheitern verurteilt sein muß­ten. Erst der Arzt Dr. Sunyatsen erkannte das Leiden seines Volkes. Durch die Gründun­gen der .Sin-Chung-Hui" (Vereinigung zum Wiederaufbau Chinas) und nach Rückkehr von seiner Studienreise über die ganze Welt der revolutionären .Tung-Men-Uui", brachte er ei­nen vollständigen Wandel des Geistes in sein Volk. Ein feingegliedertes Netz von gleich­gesinnten Unterführern und Helfern sicherte die Verbreitung seiner Ideen. Stuf ein gegebene Zeichen wurde die Monarchie beseitigt und die Republik an seine Stelle gesetzt. Nun war bie Zeit gekommen, um sich von der leblosen Tra­ditionsanbetung freizumachen. Tas alte AuS- bildungssystem mit dem steten Blick nach der Vergangenheit wurde über Bord geworfen. Eine neue Literatur entstand aus der jungen Quelle der Umgangssprache. Die Gelehrten nahmen die europäische wissenschaftliche Arbeitsmethode an. So schuf sich I u n g - C h i n a die G r u n d- lage zur freien Auseinandersetzung mit den Probelmen der Zeit, der Wirtschaft und der Po­litik. Von den vorgesehenen drei RevolutionS-

rebungc« mit Mellon und Kellogg erklärt haben, daß Poinears zu gegebener Zeit die R a t i s i - zierung des französisch-amerikanischen Schul, denabkommens beschleunigen würde. Das Blatt ügt hinzu, Parker Gilbert sei in beständiger telephonischer Verbindung mit Paris geblieben. Für Amerika fei die Kriegsschulden- und Repa- ationsangelegenheit sehr heikel, sodaß an- cheinend Parker Gilbert ganz im Hintergründe bleiben soll. Seine Besprechungen umgebe das "rengste Geheimnis.

Dieses Kind war Catharine Mumford, die Tochter eines schlichten Wagenbauers. Si« wurde die Mutter jener weltumfassenden Seine- Sung brüderlicher und schwesterlicher Hilfsbereit- haft, deren Mitglieder hingingen und hingshen an die Stätten des Elends, des Lasters und der Verworfenheit, um zur Umkehr zu mahnen, um zu helfen und aufzurichten, trotz herben Spotts und erhabenen Lächelns, als ;»env.ütgt ten ber Heilsarmee. Catharine Mumford, vor genau hundert Jahren geboren, kam aber schon mit fünf Jahren mit ihren Eltern nach Boswn in Lincolnshire, die Heimat Cromwells und Wesleys. Ihr Vaterhaus war eine Stätte nüch­terner Enthaltsamkeit. Mit zwölf Jahren orga­nisierte sie bereits einen I ug e n b b u n b für Mäßigkeit, in bcm sie regelmäßige Vorträge hielt. In den enblosen Monaten, in betten sie durch em Rückgratleiden ans Krankenlager ge­bunden war, rang dieses Kind schon mit den tief­sten Fragen des Lebens. Sie kämpfte stch zu sei- teuer innerer Tiefe durch, ohne einen umfassen­den nüchternen Weitblick darüber zu verlieren. Für sie bedeutete Religion vollste Aktivität des Herzens, sittliche Tat- und Hilfsbereitschaft alle­wege. So war es nicht verwunderlich, daß sie

die Worte eines jungen Predigers fesselten, der jahrelang freiwillig nach fast zwölfstündigem Tagewerk in seinem Beruf als Kaufmann mit einem Freunde unter den Verkommensten in den Gassen der Armut missioniert hatte. Es war William Booth, 1855 wurde Käthe Mumford seine Frau. In den Pfarrhäusern zu Brig- huose und Gateshead hätte das junge Paar sich Utz die heimliche Behaglichkeit einer idyllischen Häuslichkeit hingeben können. Aber sie verzich­teten und zogen in die Entbehrung und Armut unter die Aermsten, weil sie überzeugt waren, dag dort ihre Arbeit mehr vonnöten sei. Und sie brachen langsam, unter härtesten Enttäuschungen Breschen in den Sumpf ber Großstadt. Etwas von ihren Worten, von ihren Liedern klang in den düsteren Spelunken leise nach. Es erwuch- en ihnen Helfer ans den Menschen im Dunkel. Es wuchs in Jahrzehnten härtester Arbeit und Entsagung eine Armee von Soldaten der Näch­tenliebe. Heute arbeiten 31 840 Offiziere, Sa- betten und Angestellte und über 100 000 Lokalof- hätere (die keinerlei Vergütung erhalten) mit einem Heer von selbstlosen Soldaten von 15146 Mlisionsstationen aus in 82 Ländern. William Booth fügte den äußeren Aufbau dieser ganz militärisch organisierten Armee; Catharina Booth, die ihr Mann selbst alsbie treibende und gestaltende Kraft in der Geschichte der Heils­armee bezeichnete, arbeitete in Wort und Schrift am stetigen inneren Ausbau des Werkes. Mit Recht stand auf ihrem Sarge:

Furchtbare Minuten.

Wie bie Ueberlebenden derMalakoff" sich retteten.

Marseille, 10. Januar. (Eigener Drahtbe­richt.) Hier find drei Ueberlebende des Dampfers Malakoff" eingetroffen, der an den Balearen­inseln ausgelaufen und so rasch gesunken ist, daß von den etwa 33 Mann an Bord 27 sich nicht retten konnten. Wie sie anSsagten, ift das erste Rettungsboot, das den Dampfer verließ, mit zwanzig Personen gleich daraus gekentert. Der Kapitän und ber erste Offizier find an Bord geblieben und mit untergegangen. Sie selbst hatten sich einer kleinen an Bord be­findlichen S p o r t s j a ch t bemächtigt, als ihnen die Insassen beS überfüllten zweiten Rettungs­bootes die Aufnahme verweigerten. I« diesem Fahrzeug trieben sie mehrere Tage, bis fie von ber Bille be Paris ausgenommen wurden.

London, 10. Januar. (Eigene Drahtmel­dung.) Der Chef des britischen Generalstabs führte gestern auS, falls die Mobilisierung noch der gegenwärtigen Generation notwendig werde, waS er trotz der allgemeinen Friedensreden ürchte, so müsse Großbritannien in der Lage ein, aus den territorialen Streitkräften eine große Anzahl von Offizieren herauszu­ziehen. Die territorialen Streitkräfte sollten den Krieg nur unmöglich machen. Nur eine gerüstete Nation könne sicher fein, dßa sie in Zukunft nicht angegriffen werde.

An geheimen Fäden.

Gilbert hält sich im Hintergrund.

Paris, 10. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Nach Gerüchten aus Washington soll ber Repa­rationsagent Parker Gilbert bei seinen Unter.

, Der Erbk-Iaestreit in der Heilsarmee kalt teber die Auge« der Welt auf das viel besvottelte, iu iewer Art «»»«raleichliche HUfs- werk der Heilsarmee. Ueber tbre klakssfchcu Gründer roeitz unser Mitarbeiter wie folgt zu vlauderu:

Zu Boswn, in ber englischen Grafschaft 8in- colnihire, konnte man vor knapp hundert Jahre« des öfteren beobachten, daß ein blasses, schwäch­liches Mädchen hinter einen Mauleseltreiber her­lief um ihn mit innigsten Bitten ober mit ihren letzten Sparpfennigen zu veranlassen, gut zu sei- nem Tier zu fein. Ober sie durchdrang eine Schar johlender Jungens, bte hinter einem Trun­kenbold spotteten, nahm diesen voll wehen Mit­leids an der Hand und blieb an seiner Seite.

nen belaufen. Gleichzeitig wird aus Metz ge- : meldet, daß dort bei dem Leiter einer Sparge- 1 sellschaft, dem bereits vorbestraf.en Bankier Öliger, eine Haussuchung vorgenommen > wurde. Die Verluste belaufen sich auf zwölf Millionen Flaues Die Geschädigten sind fünf zehntausend Sparer des Moselgebietes, von de nen bereits mehrere Selbstmord verübten.

Kätte-Kekor-e im Lüben.

Fünfundzwanzig Grad im Alpengebiet.

Im Freien erfroren. Bereifte Wasserfälle.

Mailand, 10. Januar. In ganz Oberitalien herrscht seit einigen Tagen eine ganz ungewöhn­liche Kalte von durchschnittlich zehn Grad. AnS versch-edeilen Städten werden daher E r s r i e - mngssälle von Leuten gemeldet, bie im Freien übernachtet haben. Aus den Dolomiten wird eine sibirische Kälte von fünfund­zwanzig Grad gemeldet. Die Alpenseen und Waffersälle in den Dolomiten sind eingefroren.

Australien siedet, wir frieren.

! Busch- und Häuserbrände bei der Hauptstadt.

Ein schneidiger Kavallerieritt.

Sidney, 10. Januar. Die gegenwärtig herr­schende furchtbare Hitze hat eine Anzahl von Buschbränden in der Umgebung der Stadt ver­anlaßt. Ein Dutzend Häuser und mehrere tau­send Stück Geflügel fielen den Bränden zum Opfer. In Liverpool (Reu-Süd-Wales geriet das vormalige deutsche Kriegsgefangenenlager in Brand. Die Familien von zwei Soldaten, die in dem Lager wohnten, wurden durch Kaval­leristen gerettet, die auf ihren Pferden durch die Flammen jagten und zwei Frauen und vier Kin­der, nahezu unverletzt in Sicherheit brachten.

wie die Grippe um sich greift

Drüben fast 200000 neue Fälle.

Washington, 10. Januar. Der Gesundheits­ausschuß teilt mit, daß in der letzten Woche sich die Grippe-Epidemie in den südlichen Staate« weiter ausgedehnt habe. ES wurden 196 009 Fälle neu gemeldet. Todesfälle sind rund 15 000 zu verzeichnen. (Vergleiche auchAus aller Welt". D. Red.)

Eh na am 3kl.

Fast frei vom Auslandsjoch. Nationale Einigung. . on Dr. i.eni Penzel.

TRorfouo SileOencfan oren in JJarK

Paris, 10. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Ein Blatt glaubt zu wissen, daß der Sowjetbot- chafter Dowgalewskj gestern den französischen Außenminister Briand über den russischen Bor- schlag unterrichtet hat, den Kelloggpakt für Ost­europa sofort i« Kraft zu setzen.