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Mckr Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

19. r anq

Dienstaa, 8. Zanuar 1929

Nummer 6

Einzelpreis: SonnwgH 20 Ptennig

EinzelprerS WochentaaS 10 Pfennig

Alle drangen sich M Reparalisnsnaps

Schon 136 Stunden in der Luft

Halten die Motore noch länger durch?

in Berlin die Zeit bis Dezember umfasse.

Schnee auf den Strassen und Dächern durchs schnittlich einen halben Meter hoch. Mit allen verfügbaren Arbeitskräften wird die Be­seitigung der Schneemrngen von insgesamt ca. einer halben Million Tonnen etwa zehn Tage in Anspruch nehmen. Der Osten Polens wird zur Zeit neuerdings von einer strengen Kälte heim- gesucht.

wirtschaftlichen Verhältnissen eine ungerechtfer­tigte Ueberschätzung zuteil werden lassen. Man hört solche Fanfaren in Frankreich sehr gern, und man sagt sich in Deutschland zu wenig, daß man keine Veranlassung hat, sich vor seinen Gläubigern als reicher erscheinen zu lassen, als man in Wirklichkeit ist,

Das Flugzeug ..Qucftion Mark" hatte gestern nachmittag bereits hundertsechsunddreitzig Flug­stunden hinter sich Die Flieger meldeten jedoch, daß die Moto re, bereits Stärungen zeigten. Gestern abend war man zu einer Rotlandung von viertausend Meter Höhe ent-

Berarmvng des Mittelstandes, dem die Bildung von neuem Kapital noch nicht

Gin grimmigerIanuarfonntag

Zwölf Menschen in Paris erfroren. DaS Dorf in der Schneewüste.

Paris, 7. Januar. Dem starken Frost sind gestern zwölf Personen zum Opfer gefallen. Eine Gemeinde wurde durch ungeheure Schnee­fälle völlig von oer Aussenwelt ab geschnit­ten. Die Behörden trafen Vorkehrungen, um

is.hru TtSä?"**-**1* sind, zahlreiche Revnlner und ar> -roeni Glückspielappärale in so grosser Anzahl, dass zur Fortsclmffung drei Lastautos be­nötig« wurden.. Der Schlupfwinkel wies ein weitverzweigtes Reh unterirdischer Gänge mit gcheinicn Ein- und Ausgängen aus, das den Alkoholschleichhändlern und Verbre­chern als Zuflucht diente. Von hier aus wurden auch Raubzüge organisiert, bei denen auf den durch ausgedehnte Sumpfgeb ete führenden ein­samen Landstrassen der UmUgebung aus Kanada kommende Alkoholsendungen angehalten und geraubt wurden.

De Slvr-Gcv ffod't mn.

Lauenburg, 7. Januar. (Privattelegramm.) Tas starke Treibeis auf der Elbe hat die Schiff fahrt lahmgelegt. Im Laurnburger Hasen ha ben fünfzehn Dampfer und siebzig Schleppkähne Notquartier beziehen müssen.

D eie örter im 'tönte vercuaven

Madrid, 7. Januar. Aus vielen Teilen Spa­niens werden bei achtzehn Grad Kälte starke Schneefälle gemeldet. In zahlreichen Dötfern. die durch den Schnee, der stellenweise eine Höhe von vier Metern erreicht, von der Welt abge schnitten sind, mangelt eS au Lebens- Mitteln. In Asturien sind Wölfe in die Ge­höfte eingedrungen. Mehrere wurden von den Bauern getötet. In der Provinz Alava wur­den zwei Schäfer erfroren anfgefunden.

Am Reparationsnapf.

Italiens Appetit wächst. Erst am 5. Februar.

London, 7. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Ein diplomatischer Korrespondent rechnet da­mit, dass der Zusammentritt deS Reparations- Komitees kaum vor dem ä. Februar stattfinden kann. Der britische Botschafter in Washing- ton verhandelt dort immer noch über dir Me­thode der Ernennung der amerikanischen Sach­verständigen. Italien soll sich bemühen, einen erhöhten Anteil au den deutschen Repa­rationsleistungen zu erhalten, worüber der De­legierte Ttrelli verhandelt. Auch die kleineren Mächte kommen mit Ansprüchen. In der Frage hrr Ernennung durch die Reparationskommiffion habe England nachgegeben, um den wei­teren Austausch von Noten über rein juristische Spitzfindigkeiten zu vermeiden.

Ine Raflcln ttteuefte» tiuchnchlro «nche-nen m6<6eniltd> 'edjemal nadjmittiigi Der äbunncaietiteprce berrägr füi ben Monat 2.2t Jt bei kreier Aufteilung neJ'aue tu 6et (8tid>attelteUe abgebolt t.-J Dur» btt lioft moMtlfrb 2.2(i Ji 4U<fd)lfeftttd) .lüften unabuebtibt fteinivrecher Ml unb *52 rtih unuerlangr etnaei.mbtt tietträge kann bte üebaftron eine tienntroortune ober Gewäbr m fernem *ul]e fibertrebmen rHüdwblnngen bei Bemglaelbe? »bei flnlnrütbe wegen etmjtget nitbf orbnunabmUßlger Steferung rfl eebae'tblnflen - Postfibeikkonto ,>r tnffnn n M e?nm-nrr W* fftnielnnrnmet m * Sonnrialnnmmet in *

Lieber Nein sagen!

DaS Zentrum und der Reparationsagent. Vorbedingungen für die Grosse Koalition.

Rüdesheim, 7. Januar. (Privattelegramm.) In einer grossen Programmrede erklärte sich hier der neue Zrntrumsführer Prälat K a a S zur Grossen Koalition bereit. Da jedoch für viele Fragen noch keine geeigneten Lösungen vorliegen, wäre es von der ZentrumSpartei ge­radezu unverantwortlich, wenn sie in die Koa­lition eintreten wolle, ohne vorher zu fragen, wohin der Weg gehen soll. Zur Aussenpolitik äußerte er sich, dass er keineswegs Gegner der Locarnopolitik sei.34 verspreche mir nichts von der demonstrattven Weiterbehandlung der Räumungspolitik in der Oeffentlichkeit, und vor allem, das deutsche Volk hier am Rhein ist g a r nicht so ungeduldig, wie mancher an an­derer Stelle. Die Dinge stehen doch so, dass nach den Erklärungen der Gegenseite ein wirkliches Vorwärtskommrn in der Räumungsfrage gar nicht zu erwarten ist, wenn nicht in der Rcpa- rattonSfrage greifbare und abschließende Lösun­gen erzielt werden. Im Interesse unseres Vol­kes und Landes und darüber hinaus im Inter­esse einer vernünftigen und gesunden weltwirt­schaftlichen Zusammenarbeit müssen wir jeber Forderung, bei der unsere Leistungsfähigkeit überschritten wird, ein klares und männ­liches Rein entgegensetzen.

Stäben d?s Lüfters.

Warum Naturschutzgebiete für Verbrecher?

Eine Streif« durch di« schlimmsten Viertel Ber­lins. Die .Helden" der Berliner Strnssen- schlacht. Nu den Echluvfwinkeln der Unange­meldete». Must das sei» und wie lauge «och?

In der Gegend rings um den Schlesischen Bahnhof tu Berlin ist wieder Ruhe eingekehrt. Doch nach dem Silvestermord an den »Hambur­ger Zimmerleuten" ist die ungeheure Spannung geblieben, die in der Frage gipfelt: Wird die Polizei dieses Mal aufräumen In der Bevöl- kerung des Nordens hofft man und hofft man nicht. Die Jasager sind ausnahmelos polizei­lich angemeldet, die Neinsager können das in tausenden Fällen von sich nicht behaupten. Die niedrigste Ziffer von Nichtangemeldeten, die ja selbst von sehr genau unterrichteten Polizeibe- amien nur geschätzt werden kann, wurde mir für zwei Polizeibeztrke mit zweitausend.angegeben, die höchste war fünftausend. Hier gibt es Schlupf­winkel

verkommener und verdächtiger Art, in die ohne starke Polizeibedeckung selbst ein peinlich gewissenhafter Volkszähler niemals Vor­dringen würde, ganz abgesehen davon, daß die Leute hier um Ausflüchte niemals verlegen sind. Rings um den Schlesischen Bahnhof wohnt ein hartes, verdrossenes und mißtrauisches Ge­schlecht. Die Berliner Bahnhöfe teilen mit allen mrnfrftahtbnbnböfep die Erscheinung, daß sich um sie leuiei immer ~iu>e; a.Ü Po­

lizei, die nach veralteter Anschauung bestimmte Verbrccherschiupfwinkel für die leichtere Aufdek« kung von Kapitalverbrechen nötig zu haben glaubt nicht mehr fragwürdige, sondern höchst eindeutigeEristenzen sammeln. Davon werden sämtliche Bahnhöfe betroffen. Vergleichs­weise am meisten krankhaft und ungesund ist aber doch bei weitem die Gegend rings um den Schlesischen Bahnhof. Darin sind sich Sachverständige und ganz besonders die dienst­tuenden Schupowachtmeister, die ja engste Füh­lung mit dem Leben der Unterwelt nehmen müs­sen, vollkommen einig und diese Ueberzeugung drängt sich auch bei einer Streife durch diese Ge­gend auf, die sich nicht nur auf die Vorderfron­ten beschränkt. Hier trifft man besttmmt auf die verkommenste Prostitution; schlimmer als in der Kleinen Markusstratze mit dem Gannovenlokal und der noch schwereren »Goldenen Acht" im Herzen und vor den Lokalen an der Straße am Schlesischen Bahnhof

sieht man ste nirgends in Berlin!

Das nennt manunparteiisch"

Gilberts Rücksprachen im Weißen Haus.

Washington, 7. Januar. (Funktelegramm.) Rach den gestrigen Besprechungen des Repara- tionSagenten mit Krllog, Schabsekretär Mellon usw. verlautet, Gilbert verspreche sich z. Zt. kei-

flnjeiflenptette: tihnbetmtltbe Seitbäfteaneetgcn bte mm-detle w 4 auswärtige Leichäft«a»zeigen bte tum teilt 10 4 Famittenan^igen bte mui-.lctle 10 4 «lerne «nqergeu au« »allel bue «on 6 4 auswärtige «lerne «ntetgen bte mm- teile 1<> T -JlefUmen die mm .«eile «n 4 Cffertgebübt 35 4 ibei .Suftellung « 4i Rechnungsbeträge tnnerbalb 5 tagen Stilbn itüi bte Rtchngken aller butch Rernforetbet aMgegtbenen finnigen loroie fflr Nufnabmebaten unb vlatze kann nichi gatanNert werben ftflr tlnrttgen mn betonber« ftbrotenaem sav Hf Sroient flulftblae T ruderet Sifilirfithpfftr "SSO «MrbiHtMtcne- «bin Sn 5

Der Griff zur Surgki

Klotzgeist beherrscht Paris.

Pariser Brief unseres Mitarbeiters.

Paris, 5. Januar.

Die Franzosen haben den früheren Finanz- ininister Klotz wegen arger Scheckfchwindeleien in der Versenkung verschwinden lassen, aber der Geist dieses Herrn Klotz ist auf der Bühne ge­blieben und spielt weiter mir, wie unser Mitar­beiter in solgenden Bildern von der Habgier der Wellkriegsgewinnler nach'wcist. die wirklich an der Quelle geschöpft sind. Gerade dieser Mann ist es nämlich gewesen, der als Finanzmtntster das Wort ausgesprochen hat: »Der Boche zahlt alles!" Der Autor des Wor­tes ist verschwunden, gerade so wie auch in Deutschland die Leute verschwunden sind, die einstmals dem deutschen Volke vorgeredet haben, die Feinde würden alles bezahlen. Das ist na­türlich auf beiden Seiten nur eine Illusion ge­wesen, die vielleicht während des Krieges ent­schuldbar war, die aber nach dem Kriege unheil­voll wirkt. Das Wart von Klotz ist nicht während der Feindseligkeiten, »ondern nach dem Frie­de n s s ch l u ß ausgesprochen worden, und bann liegt seine Bedeutung und der unheilvolle Ein­fluß, den es auf die französische Politik ausge­übt hat und noch heute ausübt. Das kommt einem gerade jetzt lebendig zum Bewußtsein, wen» man die Artikel der französischen Presse über den Bericht des Reparationsagenten Par­ker Gilbert liest. Man regt sich in Deutschland darüber auf, daß französische und nichtfranzösi­sche Blätter, die den Ententekreisen nahestehen, jetzt sogar von einer Haftung Deutschlands für die Schulden seiner Verbündeten sprechen. Man hat unrecht, nickt etwa, weil ein moralisches Recht der Ententeländer auf eine solche Haftung bestünde, sondern weil man einfach

vor einem verlorenen Prozeß steht. Das Urteil dieses verlorenen Prozesses ist und bleibt derVerfailerVertrag, und man muß leider seststeüen, daß man in Deutsch­land sich, mit Ausnahme einiger weniger Spezia­listen, kaum Mühe gibt, diesen Vertrag, dieses deutsche Schicksalsbuch genau zu lesen. Es ste­hen furchtbare Dinge in diesem Buche, aber man wiegt sich in Deutschland leider zu sehr in der Illusion, daß alles das ja nicht so buch­stäblich genommen werden müsse Aber nur die allertollsten Bestimmungen des Vertrages, wie etwa die der Auslieferung der Kriegsverbrecher an die Gerichte der Entente haben keine prakti­sche Wirkung geäußert, weil daran nichts zu verdienen war und es um die Beweismittel doch sehr schwack stand. Aber dort, wo der Ver­trag an den Geldbeutel geht, ist bisher noch nicht ein einziges Nachlassen der Energie zur Durchführung dieser Bestimmungen zu bemerken gewesen Daran hat

weder Locarno noch Thoiry, noch der Völkerbund

wirklich etwas geändert. Jedesmal, wenn in ei­ner Besprechung zwiscken Stresemann und Briand von Verständigung die Rede war, hat man in Deutschland geglaubt, es werde irgend­einer der harten Artikel des Versailler Vertra­ges falletu Man hat sich jedesmal getäuscht, und es ist vorauszusehen, daß man sich noch einige Male täuschen wird Aus dem Berichte von Parker Gilbert pickt die sranzöstschc Presse natürlich die Rosinen heraus und stellt die Sache Wohl gegen die Absicht des Repara­tionsagenten so dar, als ob Deutschland jetzt ei» Land von unbegrenzter Zahlungs­fähigkeit wäre Man hört eben nur immer. lt>Q6 man hören will. Darstellungen unpartei­ischer und ehrlicher französischer Beobachter wer­den nicht gelesen, wenn sie nickt ein Deutschland darstellen, das im Reichtum schwimmt. So ist jetzt ein Buch »Deutschland von heute" erschienen, das ausnahmsweise nickt von falschem Wohl­stand phantasiert. Das Titelbild zeigt eine große Handelshafenstadt mit Ozeanschiffen, Kranen, Ricsenspeichern. Flugzeugen. Es ist so anlockend gestaltet, daß eigentlich jederFran- zosedasBuchkausen sollte, weil er ja ver­muten muß, daß dieses neue Deutschland ein im­mens reiches Land sein muß. Wer es liest, wird durch die wohltuende Nüchternheit des Verfas­sers angenehm enttäuscht, wenn er ein deutscher Leser ist, unangenehm freilich, wenn er ein französischer Leser ist. Denn Pernot stellt zwar einen ungeheuren Unterschied der Straßenlebens der großen Städte zwischen 1919 und 1926 fest, aber er läßt sich nicht täuschen. Hinter all dem Treiben sieht er die

Newyork, 7. Januar. (Durch Funkspruch.)!schlossen, aber später ist man davon wieder ab­gekommen» nachdem am Abend ca. 170 Gallonen Benzin getankt wurden, setzte der Apparat seinen Flug kort. Unzählige Zuschauer wohnten dem eigenartigen Schauspiel der Auffüllung bei. Die Flieger leiden unter der Kälte, da die Fenster ausgebrochen find.

Unter Schneebergen vergraben.

Wie Ost und West unter dem Winter leiden.

Warschau, 7. Januar. (Eigene Drahtmeldung.)Ivie zweiunddreißig Einwohner auS ihrer fchwie- Wie aus Lemberg gemeldet wird, liegt dort der rigen Lage zu befreien.

Sie Berbrecherhölle unter Wcago

Ein Griff inS Wespennest. Drei Lastautos voll Werkzeug.

Newyork, 7. Januar. (Durch Funkspruch.) v Nach der Ermordung des Poltzeichefs eines i Chicagoer Vorortes, Gilbert, die infolge der NamenSgleichheit zu dem Gerücht Anlaß gab, daß der Polizeipräsident von Chicago ermordet worden sei, wurde gegen die Verbrecherorgani- 1 sationen, der im übrigen noch sechzig a n - i dere Morde zur Last gelegt werden, eine Razzia unternommen, bei der 25 Personen ver­haktet waren sind. Man fand über hundert abgesägte Lchrotslintrn, die wegen ihrer großen Streuung und der damit verbundenen tödlichen Wirkung eine beliebte Waffe der amerikani

Aber in dieser Gegend starten auch die Besuche­rinnen des Kurfürstendamms vom Schle­sischen Bahnhof oder vom Bahnhof Jannowitz- brücke aus nach ihren eelganten Jagdgefilden, wenn sie nicht überhaupt schon über einen Taxen­chauffeur verfügen, der sie zu bestimmter Stunde aus dem Osten nach dem Westen, dem »Wilden Westen" fährt.

Der Osten im weitesten Sinne beherrscht hier das Feld. Hauswirte aus Budapest sind dicht gesät. Dichter noch Chinesen, Japaner und Sia­mesen, die über sämtliche genannten Straßen verstreut zu fünfen und oft mehr in einem Hause wohnen. .Ihr" Lokal haben sie verlassen, als der Wirt verstarb. Als Ersatz dient ihnen der »Chinesische Geschtrrladen" Er ist für sie Wärmehalle, Speise- und Trinklokal und ein wenig auch wohl Gelegenheit für eine Opium­pfeife. Geschirr gibt es hier auch! Fünfzehn bis zwanzig Chinesen trifft man hier fast zu je­der Stunde. Blitzsauber, bescheiden, fast wohl­habend muten sie an. Händler mit Geschirr unb Buddahs und Götzen, aber auch mit anderen Sachen. Lokale! Sie nennen sich Amorsäle, Molle und funken mit Heimat, Einheit, Deutscher Treue und vielen anderen Werten, die ihnen doch niemand glaubt. Läden! Hier bekommt der Mensch wirklich was er braucht. In einem Schaufenster der Langestratze hängen ein paar Gummihandschuhe. »Für Haus und Beruf" steht dabei. Jawohl, der Beruf! Besonder- wenn ihm die Daktyloskopie nicht in die Berufs­geheimnisse leuchten soll. Eigentlich müßten die Händler und Geschäftsleute hier polnisch können. Bet den gelegentlichen Menschenansammlungen kann man diese Sprache immer wieder hören. Die polnischen Schnitter sind denn auch der Hauptnährboden der hier ihr Gewerbe aus­übenden Protistution. Spielend wird ihnen, aber auch anderen Provinzlern hier das Geld und den besonders Vorsichtigen auch der Gepäck­schein über ihr Hab und Gut auf dem Schlesi­schen Bahnhof abgenommen. Vom Standpunkt dieser Gegend sind st« ja sooo dumm! Dar wis-

möglich ist. Er siebt auch, daß eS an Mitteln für ne« Nutzen von einer öffentlichen Erörterung die Wissenschaft und überhaupt die g e i st i g e der Aufgaben des Sachverständigrnausschuffes. Fortbildung fehlt. Er stimmt nicht ein in Sein Jahresbericht fei vollkommen unparteiisch die Fanfaren, die man so häufig auch in Deutsch- (!) abgesaßt und begünstige weder die eine noch land hören kann, und die ganz entschieden den die andere Seite (?). Sein Bericht reiche le- ------ - - viglich bis September 1928, während

der Bericht des amerikanischen Handelsattaches