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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Einzelpreis !0 $fenntg

Sonnave b, 5. Januar 1929

19. Jahrgang

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig

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WkNiÄften trofo Antikriegspakt.

Ein Sliegtraufruf für den Döikerbund / SozlaMen-Atlmtat im polnischen Naihauö.

nächsten Mittwoch wird kein neues Flug­zeug nach Kabul gesandt werden. Die russischen Frauen und Kinder sind nach Norden abtrans- portiert worden.

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Paris, 4. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Wie halbamtlich verlautet, wird sich die Repara- tionskommission mit der Ernennung der Sach­verständigen wahrscheinlich erst im Laufe der nächsten Woche beschäftigen.

Sie sehen unser Glend nicht.

Deutschland als R-.pnrationS-Mclkkuh.

London, 4. Januar (Eigener Draht bericht.) Einem Blatt zufolge wird Frankreich nicht auf Forderungen bestehen, die eine endgültige Re- parationsregelung gefährden oder die wirt- tchaftliche Lage Europas erneut in Verwirrung bringen könnten. Soweit scheine die Lage ge­klärt zu sein, daß Deutschland voll in der La­ge (!) sein werde, die Forderungen seiner Gläu. bigcr zu erfüllen, wenn diese verständig seien. DaS Sachverstände gen Komitee habe zu ent­scheiden, welche Summe man von Deutschland verständigerweise ohne den Schuh der lieber- Weisung des Dawesvlanes (Transfer) als Zah­lung erwarten könne.

Rftie fremden Frau m Ä'but

London, 4. Januar AuS Lahore verlautet« Der Abtransport der Frauen und Kinder aus den Gesandtschaften in Kabul ist beendet. Bis

Was Englands König fehlt.

Eine bösartige Bkreiterung. — Sein Lebens­wille der beste Arzt

London, 4. Januar. Rach einer aus dem Butkingham Palast stammenden Darstellung, hat es sich bei dem König nicht um eine Rippen­fell- und Lungenentzündung gehandelt, sondern um eine ernstere Form der Blutvergiftung. Diese habe glücklicherweise lokalisiert werden können. ES habe sich ein eitriger Abszess zwi- schien dem Bauchfell der unteren Seite und Lun­ge entwickelt. Diese Entzündung Fi im Rück- gang begriffen. Da der König den Willen zum Leben hat, besteht die Hoffnung, ihn der Ration zu erhalten.

Evangelium Les Wettrüstens. Wie sich die Seerivalen fürchten. — Amerika baut gegen England.

Washington, 4. Januar. Senator Hake, Borsttzruder des Marineausschusies wies int Senat darauf hin. daß Amerika infolge des Washingtoner Abkommens von 1921 in Bau be­findliche Kriegsschiffe von insgesamt 465 C00 Tonmn, für die bereits 150 Millionen Doll ausgcgeben waren, abgewrackt habe und das die Genfer Konferenz 1927 an Englands Wider­stand gescheitert sei. Amerika brauche große Kreuzer, da es nur wenige auswärtige Stütz­punkte habe. England dagegen beherrsche durch seine Flottenstationen die Wiltmeere; cs habe sogar Stützpunkts in Südamerika und in Nord­amerika, durch die es die ganze Dstküs-e Nord­amerikas beherrsche. Amerika brauche daher große Kreuzer, um seinen Handel schiitz».n zu lönnen, denn die Erfahrung haben gelehrt, daß die Wahrung der Rechte Neutraler in Kriegs- zeitrn von der Stärke des neutralen Landes abhinge.

Achtzehn Tote im Omnibus.

Absturz in den reißenden Fluß.

Brüssel 4. Januar. (Eig. Drahtbericht) Im Bezirk von Lüttich stürzte ein Kraftverkehrs­wagen mit achtzehn Personen in die reißende Courthe. Der Wagen mit den Insassen ver­schwand in den Fluten. Alle Personen fanden de» Tod.

Nopfgel- auf Len Prinzen.

England sucht nach dem Afghanensprotz.

London, 4. Januar. Die Regierung in In­dien hat an der afghanischen Grenze Aufrufe verbreite« lassen, in denen für die Zurück- bringung des kürzlich in Alahabad ver- chwiindencn Prinzen, eines Mitgliedes deS af­ghanischen Königshauses, Belohnungen ausgefetzt werden. In Indien befinden sich ca. zwölfhundcrt afghanische Flüchtlinge, die von der Regierung überwacht werden.

Fromme FrieLenswünfche.

Wie Borah den Kclloggpakt empfiehlt.

Washington, 4. Dezember. (Funktelegramm, Nachdem Senator Haie den Kclloggpakt emp­fohlen hatte, der aber Rüstung zu Verteidi- gungszweckcn nicht entbehrlich mache, wandle sich Senator Borah gegen die Ansicht, daß aus Grund der Vorbehalte Englands Amerika eben­falls Vorbehalte über seine Fernhaltung von den Pflichten des Völkerbundes beschließen solle Borah entgegnete, daß nud> Amerika

genau wie England und Deutschland und die anderen Mächte das Recht auf Selbst­verteidigung für sich in Anspruch nehme, daß England bezüglich seiner Interessensphären le­diglich dieses Recht betont habe und daß die Monroedoktrin auch ohne besondere Er­wähnung ebenfalls nicht berühr« werde. Der zweite Einwand behauptet, daß der Vertrag Amerika zur Teilnahme an Sanktionen und Anerkennung von Blokaden, die der Völkerbund durchführe, verpflichte. Auch dies verneinte Borah, der Vertrag ändere nichts an Amerikas traditioneller Politik. Er solle zur Organi- ierung des Weltfriedens dienen. Ter vertrag werde allmählich eine Atmosphäre des Vertrauens schassen, in der Abrüstung möglich ei. Bis dahin sei auch er für eine angemessene Flotte.

Dame und Boheme.

Der Roman eines Grafengeschlechts.

Bon

Luise Freifrau von Reibnitz-Maltzan.

Ja der grobe« Welt Nudel mnn selten «Ren» ich«» »ns der Boheme und in der Boheme fall nie grobe Damen oder Herren. Beide Welten schneiden sich eigentlich niemals, ftnd krage Gegensätze. Eine Ansnahme bildete die Gräfin Srauziska Reventlo». die im Jnli 1918 verstorbene Schriftstellerin. Ihre Schwie­gertochter. Else Reventlo«, hat ihre Tagebücher and fetzt anch ihre Briefe berauöneaeSen. die ein romantisches Lebensschicksal enthüllen, wie unsere Mitarbeiterin in folgenden Skirren nachzeichnet:

WasZadlkn t nihü f!en

Auswandetctschicksal und Schnapsverbot.

Von Tr. Paul Rohrbach.

Die amertianischen Jahresberichte über Die Einwanderung uns über die Prohibition ent­halten iniereifante <jayleu. Im verfloisenen Jayre sino rund eine halbe älhUton Ausländer nach den Vereinigten S.aalen eingrwanoert und runü 275 000 Haven das Land verlassen; die Einwanderung hat also Die Auswanderung um rund 225 000 Personen übertroffen. Wer Diese Zaylen lieft, wird zunächst darüber erstaunt fein, oatz hiernach die Einwanderung viel gro­ßer gewesen zu jein scheint, als die gesetzlich überhaupt zugelassene Jayresquote. Der schein­bare Widerspruch erklärt sich dadurch, daß die Einwanderung aus den Ländern der westlichen Halbkugel nach den Vereinigten Staaten über­haupt nicht beschränkt ist. So sind z. B. aus Kanade 73000, aus Meriko 60 000 Personen gekommen. Außerdem fallen — das gilt auch für die europäischen Länder — die zugelaffenen nahen Angehörigen, die n a ch k o m m e n zu las­sen solchen Personen erlaubt ist, die bereits in den Vereinigten Staaten ihren gesetzlichen Wohnsitz habn, nicht unter die Quote. Die größte Einwanderungszahl aus Europa, bei» nahe 46 000, to’n aus Deutschland, das damit seine Quote voll erschöpft hat. Den zwei­ten Platz nimmt Irland mit über 24 000, den dritten England mit rund 20 000 Köpfen ein. Großbritannien und Irland haben ihre gemein­same Quote damit nicht voll ausgenutzt, und das trotz der in England herrschenden Arbeits­losigkeit, die mehr als eine Million Menschen zu UnterstützungSempsLngern macht, ungerech­net die Familienmitglieder. Man steht daraus, wie in England das System der Arbeitslosen­unterstützung wirkt, und welchen inneren Wider- ständen das Bemühen der englischen Regierung begegnen wird, Arbeitslose aus England in die Kolonien zu verpflanzen. Die Leute ziehen es bei weitem vor, Unterstützung in der Heimat zu erhalten, als in ein überseeisches Land auszu­wandern.

In der Vorrede der Briefe nennt Else Re- 1 ventlow die Schwiegermutter .Abenteuerin des 1 Lebens, Tänzerin des Geistes, ein Liebling der Götter". Das alles ist vielleicht etwas zu viel, jedenfalls war die Gräfin eine der interessan­testen Gestalten der Vorkriegszeit, eine Vor- fühlerin des vielen Neuen und Freien, das die Staatsumwälzung der deutschen Frau brachte. Das heißt, nicht sie allein ist interes- lant, ihre beiden Brüder Ludwig und Ernst sind cs nicht minder. Ihr ältester Bruder, Gras Ludwig Reventlow. kaufte sich ein Gut in Hol­stein, heiratete eine zehn Jahre ältere Cousine, bte Gräfin Benedicta Revenilow und stavv 1906, erst einundvierzig Jahre alt Er Wurde schon Anfang der neunziger Jahre von Da- maschke für die Bodenreform gewon­nen und

Vereiste FjorLs.

Die Dampfer kommen nicht mehr durch.

Kopenhagen, 4. Januar. (Eig. Drahtbericht) Die strenge Kälte behindert bereit« die Scklff knhrt. In Skiofford hat sich eine starke Eis Schicht gebildet Außerdem ist der Masserstand einen halben Meter unter normal gesunken, so daß ein deutsches Motorschiff auf fflrunb gera- ‘cn ist Kleinere Fahrzeuge »ft-nen fi-*i n1*’ mebr den Wen durch toa* «ts bahnen. Auch im Jffefjord ist bedeutende Eisbildung aufgetreten.

beteiligte als erster und einziger deutscher Santo, edelmann seine Arbeiter,

die er in einem Verein zusammenschloß, am Ertrage seines Gutes; ja, er wollte ihnen dieses vermachen, doch kam fein Tod zu früh und plötzlich. Fünf Jahre jünger als er ist der jetzt beinah sechzig Jahre alte Graf Ernst Revent- low. Als junger Kapitänleutnant quittiert er den Marinedienst, wird Journalist unb gehört bald zu den bekanntesten politischen Schrtftstel- lern Deutschlands. Er holt sich seine Frau, noch vor dem Kriege, aus einem alten französischen Lrasengeschlecht. Rach dem Kriege steht er als völkischer Reichstagsabgeordne­ter in der vordersten Kampslinie. Als führen­der Nationalsozialist scheint er jetzt die Wege seines älteren Bruders zu gehen. Wieder ein ganz anderer TYP ist die Schwester dieser beiden Grasen, die genannte Gräfin Franziska Reventlow, ein richtiger Hopphoppmensch, wenn man der primitiven Einteilung Wedekind's in Hopphoppmenschen und Etepetetemenschen folgt Ihr Leben ist eine

ununterbrochene Rutschbahnfahrt.

Hinauf, hinab, und wieder hinauf, hinab. Sie schreibt selbst von sich: „Ach, ich bin gelaufen, gelaufen und htngefallen, wieder aufgestanden, umgeworfen, wieder aufgesammelt, bis ich da angekommen bin, wo mein Ziel anfängt. Aber immer dahinter das Gefühl, ich muß noch etwas Großes zusammenbrtngen.* Schon früh erwacht in Franziska Reventlow der Drang zur Selb- ständigkeit. Statt ihr Leben mit allerlei geschäf­tigem Müßiggang und Geselligkeit auszufüllen und als Mädchen tr guter Familie auf den Mann zu warten, 1/ sie trotz aller elterlichen Widerstände ihre Lehrerinprüfung ad. Kaum mündig geworden, entflieht sie der Enge ihres Elternhauses. Vater und Mutter sagen sich los von ihr. Nun steht sie dem Nichts ge­genüber, und was ihr einst als höchster Traum erschien, frei zu fein und aus eigenen Füßen Zu stehen, ist jetzt wirtschaftliche Notwendigkeit. Sie geht nach München und verdient sich ihr Brot als Malerin und Schriftstellerin Ihr Leben aber wird ein bunte« Durcheinander von Malerateliers und Kaffeehäusern, verkannten Genies und wirklichen Talenten, Liebe, Freund­schaften und Festen. Es ist das Schwabing der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Dazwischen heiratet sie einen Jugendfreund, Gerichtsassessor Walter Lübke und spielt ein Jahr lang Asseflorgattin in Hamburg. Doch ist er ihr unmöglich, sich an einen Mann zu bind-n. In hemmungslosem Rausch taumelt sie zwischen Genuß und Begierde. Erst al« sie einen Sohn gebiert, wird ihr Leben zielbewuß- t.r. Sie muß sauer arbeiten, um ihr Kind durchzubringen und macht nun die zahlreichen Uebersetzungen von Prevost und MauPassaut, die der Verlag Langen vor ungefähr dreißig Jahren in großer Zahl herausbrinqt. Angeregt durch diese Uebersetzungen schreibt sie dann selbst Romane. Mitunter sind die Hororarzah- (ungen etwas größer als die schon erhobenen Vorschüsse. Dann geht ei nach Konstontinop.s!

geben einen Begriff davon, was an verbotenem Dchnaps und Bier im Lande selbst hergestelli wird, natürlich meist von minderwertiger uno gefundheiisschädllcher Qualität. Wer die Ver­hältnisse kennt, weiß auch, daß die Zahl der entdeckten unb aufgehobenen illegalen Brenne­reien und Brauereien nur einen kleinen Bruch­teil der nichtentdeckten ausmachi. Ein Haupt­argument. das stets von den .Nassen" gegenüber den „Trockenen* in Amerika ins Feld geführt ivird, ist übrigens dies, daß durch die weitgrei- fenbe Umgehung des Prohibitionsgesetzes bie Achtung vor dem Gesetze überhaupt ins Sinken kommt. Die Verletzung der Prohibi­tionsvorschriften ist bei der Halste oder beim größeren Teil der amerikanischen Bevölkerung der Vereinigten Staaten etwas Selbstverständ­liches. Gesellschaftliche Veranstaltungen, ein­schließlich der Jugend, und bei dieser sogar ohne Unterschied der Geschlechter, gelten als mangelhaft, wenn es bei ihnen keinen Alkohol zu trinken gibt.

MorL im Rathaus.

Blutige Dozialistenfehtoe um Pilsudski

Warschau, 4. Januar. (Eig. Drahtverichi.) Ein eifriger Anhänger der Pilsudskitreuen So­zialisten, Wenzel Kajdzinski drang in das Rat- Haus von Petrikau ein und streckte den ruhig am Schreibtisch arbeitenden Beamten Jasz- kowski, der oppositioneller Sozialdemokrat ist, durch drei Revolverschüsse nieder. Jaszkowski war sofort tot. Dann ging der Mörder zu dem gerade abwesenden Bürgermeister, gab einen Schuß auf einen dort hängenden Mantel ab und entfloh. Er konnte jedoch festgenommen werden. Er gibt an, daß er den oppositionel­len Sozialisten einen Denkzettel verabfolgen wollte.

„Silberflügel Les MeLeirs".

Eine Flieger-Elite für den Völkerbund?

Paris, 4. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Im „Matin" macht der Vorsitzende des Inter­nationalen Fliegerbundes, Clisfon Hor­mon, den Vorschlag, bie besten Flieger aller Länder tn den Dienst des Friedens zu stellen. Es handelt sich darum, diese Flieger im Falle iine« Streits dem Völkerbund zur Ver­fügung zu Kellen, damit sic dessen Botschaften rasch den betreffenden Mächten übermitteln könnten, um den Ausbruch von Feindseligkeiten zu verhindcrn. Hormon will diese Elite „Silberflügel des Friedens" nennen.

An vierter Stelle steht Italien, an fünfter stehen die drei skandinavischen Länder; es fol­gen Rußland, Polen und bie Reihe der übri­gen „minder erwünschten" Länder Bekanntlich soll am 1. Juli 1929 ein neues Einwande­rungsgesetz in Kraft treten, das dazu bestimmt ist, auch bte bisher relativ begünstigte Einwan­derung aus Deutschland, Jrrland und Skandi­navien noch weiter zurück;udrängen unb England allein zu bevorzugen. Der neue Prä­sident Hoover hat ober den Widerruf des Ge­setzes befürwortet. Sehr merkwürdig sind bie Zahlen zur Pr ohibition. Die verbotene Schnapseinsuhr in Kanada wird sür da- abge­laufene Jahr auf mehr als 24 Millionen Dol­lar geschätzt. Die nichtgebuchte, ohne Anmel­dung über die Grenze geschmuggelte Ausfuhr ist natürlich gar nicht zu schätzen. Mau nimmt an, daß sie der gebuchten kaum nachsteht und sie möglicherweise noch übertrifft. Zu der Ein­fuhr aus Kanaan kommt die von den beiden englischen Jnselkolonien, den Bermudas und den Bahamoinseln. und endlich die Einfuhr aus Mexiko. Wahrscheinlich sind 100 Millio- nen Dollars für die Gesamteinsuhr, trotz Prohibition, keine übertriebene Schätzung. Da­zu kommt die gewaltige Menge von alkoholi­schen Getränken, die gegen das Prohibitions­gesetz in den Vereinigten Staaten selbst herge- stellt werden Laut Statut sind in diesem Jahr über 16000 größere und beinahe 19 000 kleinere illegale S ch n a p s b r e n n er e i e n und über 217 000 häusliche Brauereien und Wein­keller ausqehoben worden. Beschlagnahmt mür­ben gegen fünf Millionen Liter verbotener Schnaps, zirka 20 Millionen Liter verbotenes Bier und über Wt Millionen Liter Wein, sowie 5000 Automobile und 81 Motorboote, die dem Transport verbotenen Alkohols dienten. Zirka 16 000 Personen wurden zu insgesamt 5400 Jahren Freiheitsstrafen verurteil« und für 7 Millionen Dollars wurden Geldftra fett verhängt. In den Bundesgefängnissen muß­ten neue Gebäude errichtet werden, um die ver­urteilten Sünder gegen die Prohibition unter­zubringen. Der Etat des amerikanischen Schatz amts enthält einen Posten von 13, 5 Millionen Dollar für die Kosten des Prohibition« büro und einen weiteren von 19 Millionei Dollar für die Bewachung der Küsten

Im allgemeinen läßt sich zur ProhibitionS- fraae in den Vereinigten Staaten nur sagen, daß eS lediglich eine Geldfrage ist, wieviel Alkohol von jender Sorte femand zu trinken wünscht. Die oben angeführten Zahlen i