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IS. Jahrgang. 9t. I

Aus Politi^m^ Wirtschaft.

Kommt der König d«E, D« letzteLondon« ArztLericht besagt: Der Kö5^t emen^ruhigen Tag verbracht. Es ist feine'9$eTanbcnme tm 58e*

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llianäre. Laut Sta-

mal mit, und es war famo

über alle> Kellner n

Scyirtzt England auf Stamamenoräber?

London, 31. Dezember, «ns Johannisburg verlantet: Für de« 7. Januar werden in Na- maqualand ernste Ereigniffe befürchtet, da die Diamantengrüber von denjemgen Diamanten- eldern Besitz ergreifen wollen, deren Erschlie­ßung die Regierung vorläufia verboten hat. Die Diamantengräber erklären, sie würden unbe­waffnet kommen und würven eS der Polizei überlassen, auf sie zu feuern. Polizeikräfte wer den zusammengezogen.

»rhinirrfieei geht in ein vornehmes Restaurant. Er iänat schien bei der Speisekarte an zu schim- »tfiov itftOT hflS

Fall Schwertfeger.

Kein Attentat, sondern ein Roheitsakt.

In Marburg wurde auf den Student Erich Schwertfeger ein Mordanschlag verübt. Ein jüngerer Mann brachte ihm in der elterli­chen Wohnung einen Schutz in die Brust bei. Sein Befinden ist in Anbetracht der Schwere

was uns China lehrt.

Die Mandschurei hält $ur Fahne von Nanking. Offene Absage an die japanischen Bedrücker.

London, 31. Dezember. Rach langwierigen Verhandlungen zwischen Mulden und Nanking über die Kontrolle der Tschili-Provinz, hatte der Sohn Tschangtsolins angeordnet, daß überall in der Mandschurei nationalistische Flaggen ge­hißt werden. Es wurde in Mukden ein nationa­listischer öffentlicher Feiertag begangen, wobei die Polizei natwnalistische Flagge« und Photographien »on Sunjatsen verteilte.

ie er mit all den Holländisch da- ii. Er stand sich

Kabul noch imntr unfldtri

London, 31. Dezember. Nach Meldungen aus Kabul wurden durch englische Flugzeuge wei­tere Flüchtlinge aus Kabul nach Peschawar ver­bracht, wodurch sich die Zahl der geflüchteten Frauen und Sinder auf rund achtzig erhöht.

Glimpflich weggekommen.

Wie Polen das Sowjetattentat sühnt.

Warschau, 31. Dezember. Der russische Stu­dent Wojciechowski, der das Attentat auf den Leiter der Sowjethandelsdelegation, Lizarew, verübt hatte, wurde zu zehn Jahren schweren Kerkers verurteilt. Die Verteidigung legte Be­rufung ein.

Der Verteidigung gelang es, nachzuwersen, daß Lizarew keineAmtspersonim eigeni- lichen Sinne des Wortes war. Der Staatsan­walt hob hervor, daß es das zweite russische At­tentat gegen Sowjetvertreter in Polen sei und erinnerte daran, daß nach dem ersten Anschlag alle russischen Emigranten verwarnt worden waren. Der Verteidiger betonte, daß die Tat in der Erregung über das in Rußland erlittene Unrecht und aus Rache für die Erschießung des Vaters verübt worden sei.

*

Eie versagen immer noch Neuliche

Verdächtige Zeitungsgefchäfte

Frau Hanau undBankier" Amard.

Paris, 31. Dezember. Im gestrigen Verhör behauptete Frau Hanau, daß der Makler Amard von ihr für zwei Zeitungen je 150 000 und eine Mill. Franken alg Schweigegeld erpreßt habe. Die Direktoren AnquetU und Mouthon dagegen behaupten, überhaupt nichts erhalten zu haben. Amard seinerseits bestritt, überhaupt eine MU- lion Franks von Frau Hanau erhallen zu haben. Seine Aussagen erschienen dem Untersuchungs­

richter fe widerspruchsvoll, daß er seine Ver­haftung anordnete.

* * *

Der plötzlich in den Vordergrund gerückte Amard rst geborener Türke, aber bereits feit Jahren als Werbeagent im Dienste von Frau Hanau tätig. Vor zwei Jahren soll er Frau Hanau mit Enthüllungen gedroht haben, da mehrere Kunden ihn auf den schwindelhaften Charakter des Zeittmgs-UnternehmenS auf­merksam gemacht hätten. Frau Hanau soll es dann gelungen sein, zunächst diese unzufriede­nen Kunden zu beschwichtigen und dann auch Amard, dem sie seither eine monatliche Sine­kure von 800 Franken ausbezahlen ließ. Als Amard aber neue Forderungen stellte, habe sie ihn entlassen und er habe Rache geschworen.

Entweder... oder

Poincars pellt seine Polllik zur Wahl.

Paris, 31. Dezember. Rach einer nächtlichen Aussprache mit verschiedenen Abgeordneten teilte Poinearv mit, daß er schon in der nächsten Par- larnentssttzung durch eine politische Debatte Klar­heit schaffe« und genaue Aufklärung darüber finden wolle, was die Kammer für Absichten habe. Er werde daher die verschiedenen Punkte präzisieren, auf die sich die Tätigkeit der Regie­rung in völliger Uebereiustimmung mit der Kammer sowohl ans inner- wie außen­politischem Gebiete richten müßte. Wahrscheinlich wird die Diskussion am 10. Januar beginnen. Unmittelbar darauf will Poincars die Interpel­lation über die Elsaß - Politik zur Beratung stellen lassen.

und sicht endlich auf. .Ich bin selten so gut be­dient worden, und das Essen war schmackhaft." Staunt ein Freund:Aber Schlauchet!, warum haben Sie denn dann so geschimpft?" Lacht Schlaucherl schlau:Ja, wissen Sie, weil ich hier öfter Herkommen will. Biel Geld ausgeben kann ich nicht, um aufzufallen. Andererseits habe ich es aber gern, wenn die Kellner mich schon das nächste Mal kennen. Da schimpfe ich halt.

In der Kürze liegt die Würze.

Mister Misterling ist kein Freund von vie­len Worten. Vor allem daheim nicht. Er wünscht alles mit einem Wort zu sagen.Frühstück!" ruft er am Morgen.

Da bringt man ihm sofort das Frühstück, die Zeitung, den Anzug, der Friseur wird bestellt, daS Auw fährt vor, die Post wird geöffnet und das Kragenknöpfchen angewärmt.

Eines Morgens erwacht Mister Misterling. Krank!" ruft er diesmal. Der Diener ver­schwindet. Eine volle Stunde bleibt er weg. Wo waren Sie so lange?" fragt Mister Mister- ling streng.Arzt bestellt, Medizin geholt, Bo­tenfrau angerufen, Grab gekauft, Kränze aus­gesucht, Todesanzeige aufgegeben."

Späte Erkenntnis.

Unser Gärtner ist ein alter Junggeselle, der seit langem seine Hoffnungen auf das weibliche Geschlecht aufgegeben hat. Neulich traf ich ihn beim Holzhacken, als er plötzlich einen kräftigen Flmh ausstieß.Was ist denn ws, August? Warum wirst Du denn plötzlich so wütend?" fragte ich ihn. Er sah mich groß an:Erinnern Sie sich noch an die Grete, Herr, das hübsche Hausmädchen, das vor 20 Jahren da war?" Ja".Nun denken Sie: Eines Abends war ich mW ihr im Garten, gerade hier an der Stelle. Da sagte sie zu mir:August mir ist kalt." Und ich gab ihr meinen Mantel. Und denken Sie, jetzt ist mir eben ein Licht aufgegangen; sie wollte damals sicher einen Kutz von mir!"

Kinder sagen die Wahrheit.

Was ist denn eigentlich artig?" fragt der kleine Bruder den älteren.Das ist, wenn man nein, danke" sagt, wenn man eigentlich sagen mödjteja bitte!"

prosit Neujahr!

Kleines Allerlei zur Jahreswende.

Im Krematorium bet Zeit hat sich heute das alte Jahr 1928 aufgelöst. Latzt's fahren oahin. Ern neues Jahr ist da, jung, hoft- nnngsfroh und, wie es scheint, voller lieber- mut Schon klingelt's von Prinz Karnevals bunter Schellenkappe. Maskenmodeschau ist an den Jahresbeginn gestellt, es kichert bereits die Freude am lachenden Leben. Maas! H>e Not und Elend wie nie zuvor, hie Tand und Spiel. Es ist wie draußen in der Natur. Sehen wir uns bloß das Wetter an, von dem ja bekannt­lich auch die Menschenstimmung abhängen soll. Es schlackerte,halb war es Schnee, halb Wasser und aus der Verbindung mit Mutter Erde wurde Schmutz, aber... oben aus den Bergen leuchtet der schönste Schnee. Ein Schneetreiben, das gestern abend einsetzte, hielt die ganze Nacht über an uno am Morgen von St. Silve­ster lagen auf dem Hohen Gras beispielsweise 7 Zentimeter Neuschnee, sodaß dort eine Gc- samtschneehohe von 15 Zentimetern bei 2 Grad Kälte zu weißer Neujahrsbegrühung mit oder ohnehalbierten Bügelbrettern" einlabet. Nun trete bei neue Kalender in Funktion. Möge zwischen seinen Blätern mehr Glück verborge« sein, als, wie behauptet wird, dem alten Jahr zu eigen war Möge... es ist das alte Lied, das wir immer zum neuen Jähr singen. die Hoffnung auf bessere künftige Zeiten! Also hoffen wir und daraus ein kräftiges Prosit Neujahr! -h

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Neujahrskonzert der JLgertapellc.

Bei günstiger Witterung spielt am Neujahrs' tag bie Kapelle des 3 < Jägers Bataillons 15, I. R. unter Leitung von Obermusikmeister Steinkopfs von 11,3012,30 Uhr auf bei Schö­nen Aussicht.

Silvesterdienst der Straßenbahn.

Die Große Kaflelei Straßenbahn und die tbr attgeschloflene Kasseler Omnibusgesellschaft ha- ben für bie Silvesternacht einen Sonderveikehr eingerichtet. Der Fahrplan wirb im heutigen An­zeigenteil veröffentlicht. Nach dem bereits am , heutigen Tage bei Tagesverkehr verstärkt wor­den ist, wird auch am Neujahrstage selbst ein bedeutend erweiterter Tagesverkehr . abewickelt.

nicht stumm wäre, ihr würdet staunen übet mei­ne Abenteuer. Ja, glotzt nur", und er be­schrieb einen kunstvollen Bogenes lohnt sich schon, zu leben."

Stolz wiegte er de« wohlgeratenen, glänzen­den Körper im ebenen, wellenlosen Rund seines Gewässers, in dessen Oberfläche er ein Lob des Lebens in schnörkelreichen Zügen etngrub in einer Schrift, die nur zu schnell erlosch . . .

Plötzlich geschah ein Rauschen in der Luft wie von den mächtigen Fittichen eines großen Vogels. Ein Reiher schwebte spähend über dem Teich. Und ehe der Karpfen auch nur den Schat­ten weitgebreiteter Flügel wahrgenommen bat­te, schwebte er selber, im scharf zupackenden Schnabel des Räubers vergeblich zappelnd, auf und von bannen.

Nun kenne ich auch noch die Lust", wat sein letzter Gedanke . . .

Denn da war seinem Glauben an bie guten Absichten des Schicksals und ihm selber bei krachenden Gräten ein Ende gesetzt.

Künstler - AneL-oten.

Neue Geschichten von Liebermann.

Der Düsseldorfer Maler Helmuth Liesegang, bei kürzlich seinen 70. Geburtstag feierte, ist feit feinen ersten Studienfahrten in Holland öfters mit Mai Liebermann zufammengetroffen und veröffentlicht nun Erinnerungen an ge­meinsame Erlebnisse im neuesten Heft von Kunst und Künstler". Im Jahre 1882 trafen sie sich zuerst in einem Dörfchen in der hollän­dischen Provinz Drenthe. Liebermann lief in Holzschuhen und in einem blauen Kittel umher, die anderen Maler hielten ihn zuerst für einen Viehhändler. Liebermann arbeitete unaufhör­lich. Er malte damals an feinerWeberstube": Wir trafen ihn einmal sonntags bei der Ar­beit. Er hatte die ganze Familie hinausgefetzt, um in Ruhe das Interieur und die Webestühle malen zu können." Später waren sie dann in Katwvck on Zee zusammen. Liebermann konnte sich garnicht genug tun an Bewegungsstudien von der Fran, bie bie Ziegen zieht. Auch eine Unmenge Zeichnungen unb Studien zu den Netzflickerinnen entstanden. Ei nahm mich ein*

Die Schienen als Autofalle.

Wieder zwei erschütternde Unglücksfälle.

Newyork, 31. Dezember. Ein Automobil fuhr bei einem Bahnübergang in einen Schnell­zug. Sechs Mitglieder derselben Familien wur­den getötet und eins verletzt.

Brüssel, 31. Dezember. In der Nähe von Havre ist ein Automobil bei einem Bahnüber­gang in einen Zug hineingefahren. Drei der Insassen wurden auf der Stelle getötet, der vierte schwer verletzt.

Mafland, 31. Dezember. Infolge des dichten Nebels ist ein Verkehrs-Autobus über eine Bö­schung gefahren und umgekippt. Der Wagen­führer und drei Insassen erlitten ernste Ver­letzungen.

ißncherl schimpft über dies, über das, s Die Pikkolos müssen flitzen. Die sssen fbringen. Der Geschäftsführer muß antam^n. Unb alles um ein Menü zu zwei «fuluftbe Trinkgeld.

JgfuSf gezeichnet war es hier," sagt Schlaucherl

finden zu verzeichnen. .(l .

Keine neuen RussenkrrdNE- Ww hMbanttltch ungeteilt wird ,ist in den jetzEN^^nen Ver­handlungen der beutsch-rusflschen Delegattoneu bie Kreditfrage nicht erörte0 ?°,ne;nj auch von russischer Sette «$ ,etne neuen Kreditforderungen geste «oen.

Klei«,,,- Komöftkn.

je obates Mittel.

«rs der Heim* Hans hingefallen ist unb sich angAchZen brummt ihn Großpapa au, den Arm und fugt b ß^b ich eine« Kuß ttitf hi? stirt' "Und bei Dchmerz ist weg." Am näckssen Tagest'ürzt Hänschen in bie Stube unb ruft aufgeA-Großpapa, komm schnell in die Küche die hat Zahnschmerzen."

schlaucherl ißt zu Abend.

1914 nur siebentausend be r .. ~ ,

Sie lynchen nicht me * 0ohjSuftti

1926 zählte man 34 Fällt.

Amerika, 1927 noch 21 FälO' ""Segen int ^ahre

Sei heiter!

Es ist gescheiter Ms alles Gegrübel. Gott hilft weiter. Zur Himmelsleiter Werben bie liebel.

Schon dreitzigtausend °nare^ uaut tistik gibt es in den $er*-*-ten Staaten 30 000

Hinter den Lorvjetkulisien.

Schwere Mißstände in den Gewerkschaften.

Arbeiterstreiks.Wo wirb gestohlen? Ueberall wirb aeilnblett." Handel mit Mitgliedskarten.

Scharfe Gegensätze.

Moskau, 31. Dezember. Der Vorsitzende des Zentralrats, Tomsk, gab kürzlich offen zu, daß zahlreiche wilde Arbeiterstretls zu verzeichnen sind. Ferner wies er auch auf die fehl ge­spannten Beziehungen zwischen de« Ge­werkschaften und den Betriebsräten hin. Toms- ki erklärte ferner, daß die Sowjetregierung Streiks an sich nicht verbiete unb diese sogar als gesetzliche Kampfmittel" anerkenne, im Rah­men der proletarischen Dittatur aber wären Streikseine unerwünschte Form des Kampfes". Allein im ersten Halbjahr 1928 sind mehr als 400 000 Rubel in ven Gewerkschafts-

Voravel vom Karpfen.

Von Will Scheller.

Es freute sich einst ein Karpfen sehr des Le­bens, weil er gut gediehen war nnd in feinem Teiche fand, wessen er nur bedurfte, nm daS Fischsein loben zu können. Fröhlich umher- schwimmend, war er von den guten Absichten des Schicksals im Bezug aus ferne Person fest überzeugt. Er hatte so seine eigenen Gedanken darüber, deren Leichtigkeit ihn denn auch manchmal bis an die äußerste Grenze des Was­serspiegels heiter hinaufhob.

Eines Tages nun, als er wieder einmal, beinahe unbewußt, daß er es tat, hinansgeglit- ten war in die Zone des Lichtes und der Aben­teuer, konnte er nicht wieder zurück: die Ma­schen eines Fischernetzes versperrten ihm den Heimweg in die Tiefe. Und bald sah er sich mit anderen zappelnden Fischen ans Land gezogen, nnd ihm wurde auf einmal recht eng zumute, seine Kiemen schlugen, sein Maul Gaffte unb feine Augen weiteten sich schmerzhaft.

Ach, was, buchte er bei sich, ach was. Es wirb schon fein Gutes haben."

Ms der Fischer ben stattlichen Karpfen unter den wimmelnden Gründlingen entdeckte, war er vergnügt und griff ihn mit harter Hand heraus kaum konnten feine Finger den starken Leib des Tieres umspannen, das heftig mit dem schweren Schwänze schlug, denn der Menschengrifs schuf ihm Unbehagen.

Mit einem kräftigen Ruck, den er sich unver­mutet gab. entschlüpfte da der Karpfen peinli­cher Gesangenfchaft und sprang in das offene Netz hinein, und das plötzliche Freiheitsgefühl, das ihn dabei durchbebte, gab ihm einen solchen Schwung, daß er augenblicks aufschnellte unb klatschend ins freie Wasser zurückfiel.

Triumphierend zog er feine Kreise, und em leichter Schaumstreifen lief, die Oberfläche des Teiches kräuselnd, hinter ihm her.

Dachte ichs mir doch", sagte er zu sich selbst, dachte ichs mir doch, daß es zu etwas gut fein würde! Jetzt kenne ich" und hochmütig schiel­te er zu den übrigen Fischen hinüber, die ihm glotzend begegnetenmehr als ihr alle, z;ch kenne das Land, das tödliche, unb wenn ich

600 Millionen fehlen.

Das Reich sorgt rechtzeitig für Deckung

Beilin. 31. Dezember. (Funktelegramm). Laut Pressenotiz wirb na® bet Rückkehr des Reichstages das Kabinett einen bestimmten Vorschlag zur Deckung des Haushalts-Defizits machen. Dadurch werden Verhanblungen über die Deckungsfrage mit ben Parteien keineswegs ausgeschlossen. Ter Reichsrat wird den Haus­halt für 1929 so schnell erledigen, daß für die Beratung im Reichstag noch genügend Zeit bleibt. Die Vorlage eines Notprogramms ist deshalb auch noch nicht vorgesehen.

Vis zue Silvesteestunde.

Frankreichs fleißige Bolksväter.

Paris, 3L Dezember. Das Budget schließt mit einem Einnahmeüberschuß von 44 Millionen Franken ab. Es wurde in einer Nachtsitzung der Kammer mit 460 gegen 112 Stimmen gutge- heitzen. Ferner wurde auch die Vorlage über die Erhöhung der parlamentarischen Diäten mit 287 gegen 234 Stimmen angenommen, ebenso die VorUtge, die den Abgeordneten die Ausübung gewisser Nebenberufe verbietet. Die endgüttige Einigung zwischen Kammer- und Senat durfte erst heute Abend vorliegen.

Das Fußballspiel in der politlf.

London. 3L Dezember. Die englische Ableh­nung der deutschen Einladung zum Fußballspiel führt man auf den unmittelbaren Einfluß des Außenministeriums zurück, dessen Ver­halten ein Blatt scharf kritisiert. Es habe sich mit dieser Entscheidung ebenso lächerlich ge­macht, wie der bekannte Junge, der nicht mitspie­len wollte, weil er nicht gewinne.

)n-ien macht sich frei.

Ein Verfassungs-Ultimatum an London.

verbänden unterschlage« worden. Wo wird gestohlen?" fragte TomSki unb beantwor­tete feine Frage selbst:Ueberall wird gestohlen in ben Betriebsräten, in den Hilfskassen, in ben lokalen Gewerkschaftsverbänben". DenEhren­platz" nehmen böbei bie Vorsttzenben ein. Von der Gefamtzahl der DefrauDanten waren 31 Prozent Kommunisten. Die Defraudanten wer­den nach Tomskis Darlegungen oft gar nicht als Verbrecher, sondern alsPechvogel" be­handelt unb entspreche»!, milde bestraft Tomski forderte Todesstrafe für Defraudanten. Die Mitgliedskarten der Gewerkschaften ist eine Bescheinigung über die Zugehörigkeit zur herr­schenden Arbeiterklasse Dieübrigen" wollen aberauch leben, au® Staatsbürger 1. Klasse sein. Infolgedessen werden Mitgliedskarten der Gewerksche^en wie Börsenpapier gehandelt.

Berlin, 31. Dezember. Ans Kalkutta wird bekannt, daß der indische Rationalkongreß eine von Gandhi entworfene Entschließung anneh­men wird, was einen Sieg der Extremisten be­deute. Und zwar wird ter britischen Regierung eine Frist von zwölf Monaten ge­währt. um Jndikp die Verfassung eines Domi- e.un» 5u Gie.^z^g (jct» öta Mvtzug

zu Gunsten völliger Unabhängigkeit weiter.

Personen, die ein VermöGrüft°" ZL Mil­lion Dollar besitzen, währMru^^^ ' a$ im '-sa^re

Weibern umging, trotzdem.

Mritt und Tritt aIte Häuser mit schwarzer und weißer Kr?'"<n-f grauem Pa­pier. Ich erinnere mich, ^-°runSeinst einem Spaziergang war fabelhaft amü- nach Nordwhck abholte, er .

fant, begeistert bet jeder "»dz^ch

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männerhaus zu Katwyck V?? c.1 s»ar6t er uralte ober zeichnete, gestorben; da war er fcfcJ menten

die Alten waren .tun m^ttamsch und meinten, sie müßten auch sterbw-w^ »Er

Nnn den alte Meistern war außer Rem- biaL Fr^ HlS L« Sttb^g; auf^einige ifi ÄW, »letea b=" Wel «n bann ihr famose * ' daumschlag heraus. Eine sehr vrodicktive S( chastSmaler-Familte traf fein ganzer Ha' .a,\ wüßte der ganzen -ra- milie die Klar' Zacken!

1928 nur noch neun Personen gelyncht w'<rdeu, darunter 8 Neger und 1 Mexikaner.

Der Wclsenschatz geht verloren. Auf eine Aw- rage erwiderte Ministerpräsident Braun, daß ton einer käuflichen Erwerbung des Welfen« chatzes, der sich übrigens seit 1867 int Aus­lande befinde, abgesehen werden müsse, da Mit­tel hierfür bet der Finanzlage Preußens nicht vorhanden seien

Die Kugel für bett Chinesengeneral. Der chtt nesische General Wu Schien, bei gegen die Re­gierung gemeutert hat, ist in Peking standrecht­lich ersckossen worben.

Keine heimlichen Waffenlieferungen. Zu den Veröflenttichungen berWeltbühne" über ille­gale Waffenherstellung in ber Münchener Firma Maffei erklärt der Bettiebsrat ber Firma, baß bie Arbeiter bie Herstellung solcher Ausrüftungs« gegenstände unter allen Umständen ablehnen würden unb zu verhinbein wüßten.

Neues aus Kassel.

Berlin, 31. Dezember. Wie die Blätter berich­te«, ist dem kaufmännischen Leiter der gesamten Pleß'schen Gruben, T r e i t s ch k e, ohne Angabe non Gründen bitte weitere _

gunst in Polen mrwetgerr Mkif,u,RUs

Beschwerdeklage schwebt noch. Aber es wurde ihm aus Warschau mitgeteilt, daß über den 31. De - z e m b e r hinaus eine Verlängerung der Aufent­haltsgenehmigung nicht erfolgen würde. Die deutsche Gesandtschaft in Warschau hatte gleich­falls vergebliche Vorstellungen erhoben.

DienStag, 1. Januar 1929.

los dahintändeln. Sondern still und stark, deS Zieles wie des Weges bewußt, ben uns vorge­schriebenen Weg gehen. Tapferkeit verleiht zu­gleich bie Heiterkeit, ohne bie das Leben so schwer und so schal ist. Deshalb sei unser Neu­jahrsgebet: Ein weises unb ein tapferes Herz, das froh unb bankbar in guten Tagen, stark unb geborgen in bösen bleibt, die Menschen nicht fürchtet und Gott vertraut.