Kasseler Neueste Nachrichten
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Nummer 302 ein*elb«i6: Wochentags 10 Pfennig Sonnabend, 22. Dezember 1928. Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig 18. Aabraang
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Das Reich will de» höchsten Richter versöhnen.
Reichsgerichtsvrafident abgewiesen
Hindenburg stellt sich hinter das Reichskabinelt. — Reichsbahn und Staatsgerichtshof.
erachte ich mich aus verfas- »den nicht für zuständig."
sungsrcchtlichen Gründen
Berlin, 21. Dezember. (Funkdienst.) Bor et
wa zehn Tagen wurde in Sliven (Rumänien)
„ X ' -l er Man» er grau ««• daß ein deutscher Flüchtling namens
im Walde em etwa 45 Jahre alter Alan« et- g<öcr um ße vergeblich gefreit habe
mordet und beraubt aufgefunden. Die Nachfor
neu Orte Sliven und sperrte sie in das Keller-
r.
endlich befreit.
Tätigkeit des Staatsgerichtshofes, noch irgend eine Minderung der Autorität seiner Gerichts-
una gliche»
bekindlrche.
Immer füh?
fragte. Er hatte versucht, zu schießen, doch haue anscheinend der Schuß versagt. Der andere Räu- der erschoß sich, wie get eldet, selbst.
del war. Beide gaben nur unartikulierte Laute von sich. Nach ein paar Tage gab dann dir
Weiner m Orr ei iioiufcftenmorötr
Kulmbach, 21. Dezember. (Privattelegramm.) Der zweite Stationskaffenräuber Werner legte nach einem eingehenden Verhör ein umfaffen- des Geständnis ab. 8uS seinen Aussagen ging hervor, daß er nicht nur den Raub auf die Stationstaffe in Kulmbach, sondern mehrere derartige Verbrechen verübt hat, so z. 8. den Neberfall auf die Bahnstationskasse in Ober- hald bei Bambe'g.
Kaum zu ertragm.
Kann man aus der Strafkolonie entfliehen?
Nach dem Kriege tauchte Fellers plötzlich in Charkow auf, um sich an Ihr zu rächen. Er schleppte sie und ihr Töchterchen nach dem klei-
barkeil vorliegt. Zu einer örtlichen Entscheidung über die Beschwerde' erachte ich mich aus verfas-
Der Blick nacb drMn'
Wie stellen wir uns zum Weißen Haus?
Lützi sich Simons umiimwen ‘
Berlin, 2L Dezember. (Privattelegramm.) Amtlich wird mitgeteilt: Der Reichspräsident hat »em Reichsgerichtspräsidenten gebeten, in Berlin .der sein Rücktrittsgesuch zu verhandeln. Der Relchsgerichtspräfident Dr. SimonS hat zugesagt.
London, 21. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Die Gasexplosionen, di« seit gestern früh die Londoner Bevölkerung beunruhigten (siehe auch Bericht 1. Beilage 4. Spalte. Die Red.) haben sich auch in der Nacht noch fortgesetzt. Um 2,30 Uhr morgens waren noch immer unterirdische Explosionen zu vernehmen. Die Fundamente mehrerer Häuser gellen als gefährdet. Man befürchttr, daß sich unter dem Straßenniveau zahlreiche Ansammlungen beträchtlicher Gasmengen gebildet haben, aus denen das GaS allmählich in die Keller und anderen Räumlichkeiten der Häuser, eindringen wird. Kleinere Explosionen können also noch wochenlang andauern. Die Gasgesellschaft lehnt die Verantwortung mit dem Bemerken ab, die Explosion sei in einem unterirdischen Tunnel des Postamtes erfolgt, während dort Angestellte des Postamtes mit Reparaturen beschäftigt waren.
3eyn Fahre lang angeschmiedet
Grausame Rache eines Verschmähten.. — Ei« Mord befreit zwei Unglückliche.
20 Grob Kälte in «Soitza
Gotha, 21. Dezember. (Privattelegramm.» Wie in ganz Thüringen, so hat hier die Kälte dauernd zugenommen. Man verzeichnete in der vergangenen Nacht in de« Außenbezirken bis zu zwanzig Grad Kälte.
Explofionöheröe unter London
Das ausgeströmte Gas zieht in Keller und Häuser. — Noch wochenlange Explosionen?
schnngen brachten'ein von ihm verübtes Verbrechen an das Tageslicht. Die taubstumme Magd in seinem Hause wies die Beamten auf
--Erdbo> - --- -- --- b.--— ----- -----
Wir halten es aber trotzdem für bedeutsam, daß durch seinen Mund Deukschland ausdrücklich an die Seite Amerikas geruken wird
Das geschieht in dem Augenblick, wo die Amerikaner gegen Frankreich und gegen E«ä land den Vorwurf einer abrüstungsfetndlichen den Frieden gefährdenden Politik erheben, und wo Frankreich versucht, uns in der Frage unserer Tributzahlungen an die Alliierten in eine gegen Amerika gerichtete Front hineinzumanövrieren Die gewöhnliche Redensart in Deutschland ist. wir dürsten keine Oft» und keine Westvolitik, sondern nur eme Politik zwischen Ost und West treiben. So oft diese For mel auch wiederholt wird, so wenig erschöpfend und richtig ist fie Das eigentlich kritische Problem in der Weltpolitik ist gegenwärtig dar Verhältnis Englands zu Amerika und ,u Frankreich. Der eine Teil der Engländer will das Bündnis mit Frankreich, um mit seiner Hilf' unbeirrt englische imveriale Politik weiterzu treiben Der andere Teil fürchtet, ans die ®e’r' könnte es eines Tage? einen für England verhängnisvollen Konflikt mit Amerika geben. Es ist Sache der Engländer, wie sie sich in Bezug aus Amerika entscheiden wollen F'ch uns bandelt es «<* i grum. in den gegenwärtigen B->--bgndl«noen mit unteren Geonern nim-t zitzugesteben. was- -n8 nachher in ttaffen schwierig oder unmöglich würde Daß wir dabei ein von England unterstütztes Frankreich uns ge»
Man wird sich noch ver Aufregung entsinnen, tue vor einiget Zeit die Gemüter bewegte, als man in Mar,eilte in einem Raum neuen dem Arbeitszimmer des Arztes Dr. Bougrat eine Leiche fand, die sich in voller Verwesung befand. Die Üdentität ließ sich schnell seststel- len: es war ein Kassierer, der drei Mona-e vorher verschwunden war und tieften Spur sich bei den Nachforschungen hier im Hause des Arztes verloren hatte. Dr. Bougrat behauptete, sein Patient sei an der Folge einer Reihe von Einspritzungen verstorben, die er ihm regelmäßig im Verlauf einer bestimmten Kur verabreicht hatte. Aus Furcht vor einer Mordanklage habe er beschlossen, den Leichnam zu verstecken. Nur dieser beständig wiederholten Behauptung verdankte es der Angeklagte, daß er anstatt zum Tode „nut* zur
Deportation nach Guyana
verurteilt wurde. Vor Gericht verteidigte et selbst seht geschickt seinen Kops. Allem et wollte noch meyt, nämlich oie Freiheit. An ver Straf, rolonte gewann er durch gutes Benehmen und seine höhere Intelligenz das Vertrauen feiner Wärter. Er olieb nicht lange unter den gemeinen iberbredwn k>fei;srtwü—cj x.,
Berlin, 21. Dezember. Die Beschwerde des Vorsitzenden des Staatsgerichtshoses, Reichsge- richtsprästdenten Dr. Simons in der zurzeit vor dem Staatsgerichtshof schwebenden Streitsache wegen der Besetzung der Stellen im Reichsbahn-Verwaltungstat hat der Reichspräsident dahin beantwortet, daß er den Sachverhalt im allgemeinen und die Entscheidung der Reichsregierung über die Wiederbesetzung der freigewor- denen Stellen vom 14. Dezember im besonderen eingehend nachgeprüft hat. „Ich bin der Auf faffung, daß die Reichsregierung versaffungs und pflichtgemäß verhandelt hat, daß insbesondere weder ein Eingriff in die verfassungsmäßige
40 Jahre alte Frau war durch eine zwei Meter lichtest des Raumes, sonst c lange Kette an die Wand geschmiedet, an das Tageslicht.^Nach 10 während an der gegenüberliegenven Wand ein etwa läjähriges Mädchen ebenfalls angeschmie-
London schlugen um Mitternacht an einer Straßenkreuzung noch immer bis zwei Meter l)of$ Flammen aus einem der beiden Krater, die a den Asphalt gerissen worden sind. Verschiedentlich sind noch kleinere unterirdische Explosionen von „Gastaschen" vernehmbar, die sich unter dem Straßenpflaster gebildet haben. Die Gefahrenzone ist streng abgesperrl. An den Zugängen halten noch eine ganze Anzahl Feuerspritzen, um sofort eingreifen zu können. In der
Luft ist noch starker Gasgeruch wahrnehmbar. An den Straßenlaternen hängen Schilden mit der Aufschrift „Rauchen verboten«. Ungefähr 400 Familien haben ihre Häuser geräumt. BiS nach Mitternacht standen dichte Menschenmassen an den Zufahrtsstraße« des Viertels, das in Ermangelung des Gaslichtes durch transportable elektrische Lampen erleuchtet ist. Die Verkehrsstörungen sind sehr groß. Von den 15 mit Verletzungen oder wegen Gasvergiftung ins Krankenhaus gebrachten Personen konnten sieben wieder entlassen werden. DaS Weihnachtsgeschäft hat stark gelitten. Der den Straßen selbst zuge- fügte Schaden wird auf etwa eine Million Mark geschätzt, der an den Häusern nicht eingerechnet
Noch in der Gaswolke.
Die Feuerwehr steht bereit. — Geräumte Häuser. Verkehrs- und Geschästsstörungen.
Loudon, 21. Dezember. (Eigene Drahtmol- dung.) In dem Explofiousgebiet in Zentral
ehe .Häuftetfuaem waren ivkmcy
Bayreuth, 21. Dezember. (Privattelegramm. Der von einem der beiden Kulmbacher Räuber durch Bauchschüsse schwerverletzte Gendarmerie- kommandant Krauß von Neueumartt ist heute morgen seinen Verletzungen erlege«.
^TrIM?^n ote^WaW'Mmietiele^Zwargab er ihnkn reich- Eine etwa lich zu essen und sorge auch für die «ötiae Rein ~ lichkeit des Raumes, sonst aber durften sie nie T______2) Jahre langer Ker
kerhaft wurde die Frau mit ihrer Tochter nun
genübersehen, darf uns nicht irre macken England ist in einer Zwangslage, aus ver es schwerlich den Weg anders als durch Nachgiebigkeit gegen Amerika herausfindcn wird Darum ist für unS die von Shurmann angedeutete Politik der aemeinfamen beutfdteit und amerikanischen Ideologie auch die am meisten gebotene praktische Politik. Wenn wtr konsequent bleiben, so werden wir uns schließlich auch mit derjenigen Macht zusammensehen, die mit der Uebersetzung ihrer Jdeo logie in der Praxis den Sieg Debatten wird.
Auch -er zweite Bandit gefaßt
Der Polizeihund setzt ihn matt.
Nürnberg, 21. Dezember. Der zweite Kulmbacher Stationskaffenräuber wurde, als er gestellt wurde, von einem Polizeihund angefallen und kam nicht mehr zum Schießen. Es ist der 30sährige Wilhelm Werner aus Westfalen. Er ist bereits wegen Raubes mit acht Jahren Zuchthaus vorbestraft. Werner hat ein Geständnis abgelegt. Seine Festnahme erfolgte abends in der Streitmühle bei Marktschorgast. Die dortige Bevölkerung verständigte die Polizei in Bayreuth, die alsbald zur Stelle war. Die ^eftnahme wurde durch einen Polizeihund, der dem Räuber stark zusetzte, erleichtert. Werner hatte sich ver- dächtig gemacht, alS er nach einer Erfrischung
Der ärztliche Dienst der Strafkolonie nutzte seine Fähigkeit aus. So kam es denn, vaß Dr. Bougrat aus dem Lazarett zu Saint-Laurent-tiu- Äaroni, wo er ,ick) einer gewißen Freiheit erfreute, eines Tages öle Flucht ergriff. Dabei erhoffte sein Verteidiger immer noch auf em milderes Urteil. Saint-Laurent-du- Maroni, das kleine Städtchen von zweitausend Einwohnern auf Guyana, liegt etwa vierzig Kilometer von der Küste entfernt, und -nahe an der Grenze von Hollänoisch-Guyana. Saint- Laurent ist sozusagen das Gehirn der Strafkolonie. Die offiziellen Gebäude sind tn der Mehrzahl neu und in gutem Zustand. Die alte Stadt hingegen bietet einen verkommenen Anblick. Ein chinesischer Stadtteil reiht sich an die Viertel der Freigelassenen, die mangels Arbeit nut zu oft in die alten Gleise des Verbrechens zurück- !allen. Von allen Seiten umschließt diesen fluchwürdigen Ort die Pflanzen- und Tierwelt der Tropen, und an drückenden Abenden mischt sich das
Geheul der roten Affe«
in das Lachen und Lärmen, das aus den Lasterhöhlen von Saint-Laurent schallt. Fliehen ... Von der Idee der Flucht ist jever Sträfling vom ersten Augenblick an besessen, da er den Fuß aus den Boden Guyanas setzt. Allein der Verwirklichung dieses Wunsches, den Tropensonne und Fieber. Gemütskrankheit unb Heimweh bis zur Siedehitze steigern, stellen sich unendliche Hindernisse entgegen. Es gehören zur Flucht Körperkräfte, wie sie sich selten bei einem Sträfling finden, eine genaue Ortskenntnis uns ganz ungewöhnliche Entschlußkraft. In Hollän- oisch- und Engltsch-Guyana zu landen, wäre völlig sinnlos, denn die holländische wie die englische Volnei '.st aut vraanisiert und wird von den französischen Behörden beim geringsten Alarm benachrichtigt. Nur Venezuela bietet Flüchtlingen eine schwache Möglichkeit, 'ich bte Freiheit zu erhalten. Und doch ist bei den Sträflingen der Drang nach Freiheit so stark, daß sie alles unternehmen, um aus der Hölle von Guvana zu entkommen. Die Chronik der Strafkolonie ist überreich an berühmten Episoden. Verfehlte Fluchtversuche bilden natürlich die Regel. Ta waren drei Sträflinge, die sich
mit unerhörter Mühe ein Floß gebaut
hatten, mit dem sie eines Tage- in See stachen. Im entscheideitden Augenblick aber brach ein Sturm los — die Flüchtlinge mutzten ans Ufer schwimmen und sich freiwillig wieder bei den Wachen melden, bte auf sie lauerten Ein Sträfling hatte sich eine Attillerieuniform verschafft und schiffte sich nach Brest ein. So lebte er einige Wochen auf dem Schiff unter den Militärvassagieren. ohne das jemand seine Ruhe störte. Bielletchi wäre er unbemerkt nach Frankreich entkommen, hätte et nicht eine große Schwäche für den Wein befeffen So aber geriet er bet der Verteilung der Ratton mit einem Soldaten in Streit und wurde entlarvt. Er flüchtete sich in den Schiffsraum, wo er nach hartnStfiaem Kampfe überwältigt wurde. Die letzte aufsehenerregende Flucht war die deS .Raubmörders* Dieudonnö. Der zum Tod 93er*
Ehrendoktorhutes an ihn und Stresemann tn Heidelberg. Das Entscheidende in seinen Ge- dattkengängen sind die „internationalen Ideale" von denen nach der Meinung des Redners die beiden Völker und Regierungen, in Deutschland und in den Vereinigten Staaten, durchdrungen sein sollen. Es ist sicher kein Zufall, daß immer •• iWöc Ausd- 'vxaucht
um eine r .TQnU«ng _ ':
heutigen Ser* erftp . heutig betonen, indemetnsamkett der Politischen Ideologien beiden Seiten verkündet wird. Die amerikanische Ideologie ist alt.
Der „Vormarsch für die Sache der menschlichen Kultur" wird schon in der Geburtsstunde der Vereinigten Staaten als das ideale Ziel ihrer Politik verkündet. Die Amerikaner haben in den anderthalb Jahrhunderten, die thr Staat besteht, vier auswärtige Kriege geführt und zwar gegen England, Mexiko, Kuba und gegen Deutschland. Dazu kommt bet große Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Südstaaten der Union in den 60er Jahren. Die meiften dieser Kriege waren — nach amerikanischer Aufsaffung — Kriege, die wegen einer Idee oder einer Ideologie geführt wurden, wobei für den an- neftierten Besitz freiwillig eineEntschädigung gezahlt wurde. Natürlich wäre es nicht schwierig, auf die materiellen Gründe hinzuweisen, die jedes Mal neben der Ideologie wirksam waren Für daS amerikanische Gefühl aber sind ntdit Liese ausschlaggebend, sondern die Ideologien, und wenn man diese im amerikanischen Sinne in Rechnung zieht, so sind e8 Kriege „für bte Sache der menschlichen Kultur* gewesen. Auch der Bürgerkrieg, der für die Befrei, ung der Sklaven geführt wurde, war es, und wenn ein amerikanischer Politiker vom Ratzgc des Botschafters Shurmann sich so auSdruüt, wie er es beide Male in Heidelberg getan hat, so heißt das: Wir begrüßen eS. daß auch Deutschland in denselben Weg emgelentt ist. Der Botschafter ist sicher nicht im Unklaren darüber, daß die Politik die Deutschland jetzt im Völkerbund, in der AbrüstungSkommiffton unb bei anderen Gelegenheiten bekennt und verfolgt, ein Ergebnis seiner Bergewalti- g ung durch daS Versailler Friedensdiktat ist.
Von Dr. Paul Rohrbach.
Nachdem durch das Verlegenheitsbekenntnis der drei auswärtigen Minister in Lugano vorläufig eine Brücke über die Zeit bis zur nächsten Iachbesprechung geschlagen worden «st. wird es angebracht sein, in by Zwischenpause das Gebiet zu untersuchen, auf dem deutscherseits per Hauptbrückenpfeiler gegründet werden mit6, wenn der ganze Sjau für die Zukunft tragfähig sein soll. Der amerikanische Botsch astet Shu r mann hat bei der Ueberrcichung der 500 000 Dollar-Stiftung an die Heidelberger Universität aus die gemeinsamen Ideale der Wirtschaft. Kultur und des Friedens hingewie- fen Vielleicht könnte man geneigt sein, solche Worte mehr als eine unverbindliche, dem Augenblick angepaßte Liebenswürdigkeit des Redners anzusehen — wenn nicht gerade dieser in Deutschland beglaubigte amerikanische Diplomat auch bei anderen Gelegenheiten ähnliche Gedanken, in noch etwas bestimmterer Form, ausgesprochen hätte. Das tat er in einer großen Rede in Newyork auf das Deutschtum in Amerika. Das tat er bei bet Ueberreichung des