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Kasseler Neueste Nachrichtm
Aesfische Abendzeitung
Kaffeler Abendzeitung
18. Iahraang
Nummer 301
Freitag, 21. Dezember 1928.
Einzelpreis: ®cnntng8 20 Pfennig
Einzelpreis; Wochentags 10 Pfennig
der Gesundheitskommiffar Semesch, daß die
Ingenieure und Techniker ausbilden und die Arbeitslosigkeit bekämpfen.
»irminftrantrnmarsch über den Bru evard
Paris, 20. Dezember. Gestern boten Royall- stentrupps auf dem Boulevard Vorübergehenden ihre Zeitung an und stießen aufrührerische Rufe aus. Sie wurden durch die Polizei zerstreut. Wegen der Demolierung des Landwirt- schaftsministrriums wurde ein gerichtliches Verfahren eingeleitet.
Schon ziemlich hod? „Rrkgero en«
Genf, 20. Dezember. Abgesehen von den bereits verursachten direkten Kriegsschäden hat der telegraphische Notenwechsel zwischen dem Völkerbundsrat, Bolivien und Paraguay und den übrigen Mitgliedstaaten des Völkerbundes schon 140000 Schweizer Franken oek"»et. Diese Summe überschreitet weit die jährlichen Beiträge Boliviens und Paraguays zum Völkerbundsbudget.
Friede mit dem Vatikan.
Italien läßt den Papst wieder regieren.
Paris, 20. Dezember. Nach einer Meldung aus Rom steht ein Abkommen zwischen dem Vatikan und der italienischen Regierung vor dem Abschluß, das den mehr als 60 Jahre alten Konflikt zwischen Kirche und Staat beilege. Es würden danach im grwisien Maße die weit- lichen Machtbefugnisse des Heiliges Stuhles wieder hergestellt werden. Italien werde die Existenz eines Kirchenstaates anerkennen und sich bei ihm durch einen Botschafter vertreten lassen. Auch kann sich der Vatikan auf internationalen Konferenzen vertreten lassen.
de für eine Lösung seien jedoch günstig. Wei- tere Erklärungen lehnte er ab. Diese Worte lösten stürmischen Protest auf den Bänken der Arbeiterpartei aus. Die Abgeordneten fragten mit lauter Stimme, ob ihnen die gewünschten Informationen verweigert werden könnten. Chamberlain versuchte noch einmal das Wort zu ergreifen, nahm jedoch wegen des fortdauernden Tumults seinen Platz wieder rin.
Sie schießen rvilö um sich.
Feuergefechte mit den Stationsräubern.
Lichtenfels, 20. Dezember. (Funkspruch.) Nach einem Ueberfall auf die Stätionskaffe in Kulmbach, bei dem neuntausend Mark, die Tageseinnahme erbeutet wurde, fuhren die beiden Täter mit einem Mietsauto nach Lichtenfels, wo sie am Stadteingang von der verständigten Gendarmerie angrhaltcn wurden. Während der Chauffeur bremste, schossen die beiden Räuber auf die Beamten und verletzten einen am rechten Arm. Die Gendarmerie nahm sofort die Verfolgung auf. Gendarmerie und Landespolizei ha ben das Gebiet umzingelt.
Lichtenfeld, 20. Dezember. (Privattelegramm.) Aus einem Personenzug auS LichtenfelS stiegen auf der verkehrten Seite zwei verdächtige Personen aus, auf die die Personalbeschreibung der Kulmbacher Räuber zutraf. Die Verdächtigen sollten festgenommen werden. Hierbei entspann fich ein lebhaftes Feuergefecht, bei dem der Stationskommandant von Neuenmark durch drei Bauchschüsse schwer verletzt wurde. Einer der Räuber verübte Selbstmord, der andere flüchtete. Bei dem Toten wurden AusweiSpapiere auf de« Namen Johann Brauer gesunden.
bei der Sowjetregierung und nicht, wie manche ihrer Presseorgane glauben machen wollen, bei der deutschen Industrie, die mehr denn je bestrebt ist, mit Rußland einen solide fundierten Geschäftsverkehr zu pflegen. Daneben hat aber auch die deutsche Politik alles Interesse daran, mit Rußland aus gutem Fuße zu stehen, und lehnt es ganz entschieden ab, bei einer ins Auge gefaßten antirusslschen Blockbildung mitzutun. Alle derartigen Ausstreuungen sind reine Erfindungen, die entweder auf bloße Sensarionsmacherei oder auf böswillige Absichten zurückzuführen sind. Mag es auch in Deutschland einzelne Phantasten geben, die sich mit solchen Plänen befassen, ernst sind sie wirklich nicht zu nehmen. Die politische Bühne im Westen sieht gar nicht danach aus, daß man sich ihr auf Gedeih und Verderb verschreiben würde. Gewiß kann sich die deutsche Außenpolitik nicht den Luxus leisten, sich einseitig nach Osten zu orientieren. Ihre Aufgabe erblicken wir darin, als Mittler zwischen Ost und West aufzutreten, dessen erstes Gebot strikte Neutralität nach beiden Seiten hin bleiben muß. Möge Herr Tschitscherin, der seinen Kuraufenthalt in Wiesbaden zur Informierung seiner Regierung schwerlich unge-
Tumult im Unterhaus.
Weil Chamberlain fich auSschweigt.
London, 20. Dezember. Anfragen im Unterhaus über die von Frankreich geforderte Dauer- kontrolle am Rhein, die Ergebnisse von Lugano usw. wich Chamberlain mit dem Hinweis auf das nichtssagende Schluß-Communiquö in Lugano aus. Reue Entscheidungen seien weder angestrebt noch getroffen worden. Di- Minister hätten darin übereingrstimmt, daß zuerst die Einsetzung des Sachverständigen-Kvmi- teeS flchergestellt werden müsse. ES sei zu hoffen, daß dieses schon bald nach Beginn des neuen Jahres seine Arbeiten aufnehmen könne. Die Unterredungen hätten mrr den Charakter von Erläuterungen gehabt. Die Umpän-
Die Raffelet Neuesten Nnidrlcht-a erftbe'nen milche nUtch ied)8mal nachmittag». Der ilbvnnemenl,preis beiräet füt ben Monat 2.90 Ji bei freier riufteHung tue s>au8 in bei ISeftbäheiteUe abgebolt 2.— * Durch bie t<ufi monatlich 2.20 Jt ausichlieblich Suftedunaenebübr freinfprecbet 051 anb 052 ftür unverlangt etnaeianbte Beitrüge kann bie Redaktion eine Verantwortung ober Gewähr in keinem -lalle übernehmen Rückwälungen beS Be,ugSatlbeS ober Änforüche wegen etwaiger nicht orbnungsmäbiger Lieferung ill ausgt'chlollen. — Postscheckkonto Srinffart a M Rummn WO Ilfnielniiminer' IN J TonntagSnummer 20 A
Obkljchlesien unter Holens Knute.
Kritische Zustände im Gowsetreich / Das Ende der Gtationskassenräuber
I Kämmen habe. Die Gewerkschaften wurde >„zu Gegeninatzilahmen aufgeforveri. Der Arb,;- kommiflar will zur WirtschaftSh-bung tüchtige
Trübe Weihnachten.
Was das lustige England bedrückt.
Anlchwelleubes Arbeitsloseuelenb auch am »anal. Dazu bet todkranke König. — Sie werde» bie Arbeitslosen nicht mehr los. — Die Kolonien sperren sich ab. — Der Geist beute ei» anderer.
London, 19. Dezember.
Es scheint diesmal kein fröhliches Weihnachten für London und für das ehemals als so lustig berühmte Alt-England bcvorzustehen. Die Zahl der Arbeitslosen ist wieder ganz unheimlich gewachsen, sie beträgt mindestens eine Million, und alle Sammlungen, die veranstaltet werden und die wirklich große Summen einbrt.i- gen, verdampfen doch nur wie der Tropfen auf glühendem Stein. Dabei mutz man es den Engländern lassen, daß sie das Geben verstehen. Beim großen Bergarbeiterstreik wurde für die Familien der Bergarbeiter gesammelt. Damals gab der Prinz von Wales eine sehr grotze Summe und schrieb dazu einen Brief, in welchem er betonte, daß man es die hungernden Kinder nicht entgelten lassen dürfte, wenn die Väter für einen höheren Lohn kämpften. Damit hat sich der Thronfolger natürlich viele Arbeiterherzen erobert. Sie stimmen freilich für ihre Arbeitervertreter, aber es herrscht
kein Haß gegen die königliche, FswM -
zeig! stcy auch setzt bet der Kru Staates Mä- mgs, die wirklich viel aufrichtige Lr. Zu diesem allen Volkskreisen erregt. König G e t^ig «st gewiß nicht ein Mann, der durch geistige Befähigung oder durch Rednergabe imponiert. Aber er hat das, was die Engländer am höchsten schätzen: er läßt allen fair play, und man hat es ihm seinerzeit hoch angerechnet, daß er den Arbeiter Mac Donald als seinen Ministerpräsidenten mit denselben Ehren empfing, mit denen er irgendeinen hochgeborenen Lord zu empfangen pflegt. Diese Anhängigkeit des Publikums an die Krone läßt die schweren Tage des Arbeitslosenelends leichter ertragen. Die Arbeitslosigkeit ist mit der Zeit schon zu einer chronischen Krankheit geworden, und es bat fast den Anschein, als könne sie England überhaupt nicht mehrloswerden. England hat schon solche Zeiten durchgemacht, in denen das Elend der Massen gewissermaßen zu den stabilen Einrichtungen des Landes gehört hat. Man findet tn den Romanen von Disraeli, die in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erschienen sind, grausige Schilderungen des Arbeiterelends. Dann ging das Massenelend zurück und zwar tn der Zeit als England die wirklich leeren Räume wie Südafrika und Neuseeland und Westaustralien mit arbeitenden Engländern füllte. Warum hat diese Kolonialpolitik jetzt aufgehört? Warum ist es nicht mehr möglich, Massen der Arbeitslosen in den englischen Kolonien unterzubringen? Das hängt mit der Entwicklung dieser Kolonien zusammen. Die dort herrschenden Ge- werkschaften
verhindern mit aller Macht die Einwanderung englischer Arbeiter, weil diese die Löhne drücken könnten. Die Uebersiedlung von Engländern in die großen leeren Räume von Kanada, wo noch ungeheure Strecken fruchtbare« Landes urbar zu machen sind, scheitert daran, datz die englischen Industriearbeiter lieber tn die Fabriken von Ford gehen, als datz sie fich mit bäuerlicher Arbeit abplagen. Der Engländer ist eben heute so verstädtert, daß er nicht mehr die Wendigkeit hat, die der Kolonist des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte, der sich in alle Lebenslagen zu schicken, alle Handwerke zu treiben wußte und der auch zur Axt und zum Pfluge griff, um auf jungfräulichem Boden sein und seiner Familie Brot zu erwerben. Der englische Mensch hat sich in de«
letzten fünfzig Jahren total verändert.
Nur eine grotze geistige Krisis, die die richtigen Führer finden würde, könnte das gegenwärtige englische Elend beseitigen. Die großen soziale« Ideen gingen ehemals in England von der konservativen Seite aus, und es ist Disraeli gewesen, der als Führer der Konservativen einmal das Wort gesprochen hat, eS komme darauf an, eine Regierung zu haben, in der das Volk Trost und Hilfe und Freude fände. Den heutigen konservativen Führern Englands ist ein solches Wort ganz fremd, und den liberalen und Arbeiterführern ist es vielleicht noch fremder. Die Arbeitslosenkrisis, die nun schon acht Jahre dauert, wird mit einem unglaublichenFatalis- mus hinaenommen und eS hat fast den Anschein, alS fände man sich damit ab, daß der
Mil kenn Koffern.
. . . kehrt Hoover aus Südamerika heim.
Die Reise des zukünftigen Dollarpräsidenten Hoover durch Südamerika hat deutlich gezeigt, daß sie mehr als politische Demarche Washingtons zu deuten ist, als eine diplomatische Höflichkeit. Man hörte, daß aus Hoovers Leben von Fanatikern ein Komplott geschmiedet war, nahm von allerlei Demonstrationen tn verschiedenen Städten Kenntnis, woraus sich immerhin schließen läßt, daß zwischen dem Weißen Haus und einem Großteil der Nationen Südamerikas, gelinde gesagt, nicht alles in Ordnung sein kann. In der Tat sind auch diese Beziehungen der letzten Zeit gewissen Belastungen ausgesetzt gewesen, die bis jetzt noch nicht beglichen werden konnten. Man hat im Kapitol nicht zuletzt deshalb seine Finger möglichst aus dem europäischen Spiel gelassen, um sich um die „lateinischen Schwestern- im Süden zu bemühen. Am gespanntesten ist zurzeit das Verhältnis zu Argentinien. Der wirtschaftliche Gegensatz wird bedingt durch die vor kurzem beschlossene Zollerhöhung der Washingtoner Regierung für argentinisches Getreide unter dem Vorwand, daß dieser Getreideimport die Landwirtschaft der Vereinigten Staaten stark beeinträchtigte. Es ist begreiflich, daß diese Maßnahme in Argentinien eine ungeheure Aufregung auslöste, ist doch diese Zollerhöhung gleichbedeutend mit einer fast restlosen Unterbindung des argentinischen Getreideexporis nach den Vereinigten Staaten. Argentinien hat sogar mit einem Handelskrieg gedroht, der die Geldbeutel in U. S. A. erheblich schmälern würde mtb Argentiniens neuer Präsident Jrigoyen ist der letzte, der vor Onkel Sam zurückweichen wird.
Aber auch politisch liegt man sich tn den Haaren und zwar geht es dabei um eine Funkanlage Argentiniens auf den O r k n e y i n s e l n, wogegen London aus begreiflichen Gründen Protest eingelegt hat. Es ist hier zu beachten, datz Argentinien feit jeher das Besitzrecht Englands auf die Orkney-Inseln abstreitet. Begründet wird diese Auffassung mit den Erklärungen der sogenannten Monroe-Doktrin, die bekanntlich festlegen will, datz AmerikadenAmerikanern gehört und amerikanische Gebietsteile nicht der Oberhoheit von Staaten anderer Kontinente übertragen werden dürfen. Argentinien hatte um den Beistand der Vollblutvankees um Coo- lidge ersucht, war aber abgewiesen worden mit dem Befcheid, datz die Monroe-Doktrin erst nach der Besitzergreifung der Inseln durch Grotzbri- tannien proklamiert wurde, sie demnach keinesfalls auf diefen Streitfall abzuleiten sei. Mit dieser Auslegung hat sich Argentinien nicht zufrieden gegeben. So trug auch dipser Gegensatz dazu bei, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiterhin zu verschärfen. Die Reise Hoovers hat nun den Zweck, neben der Bereinigung anderer Fragen mit den übrigen südamerikanischen Staaten auch diesen schärfsten Konfliktstoff zwischen Washington und Buenos Aires zum mindesten zu mildern. Da jedoch allem Anscheine nach Hoover nicht in der Lage sein dürste, Argentinien oder auch den anderen südamerikanischen Ländern bestimmte wirtschaftliche Konzessionen zu versprechen, so wird man schwer daran glauben können, datz «S dem zukünftigen Sternenbannerführer gelingen wird, Wesentliches von den bestehenden Gegensätzen beiseite zu schaffen. Auch die sehr unliebsamen Erinnerungen an die Okkupation Nicaraguas, wogegen sich die Empörung in wilden Demonstrationen Luft machte, wird ihm den Aufenthalt im heißeren Süden nicht gerade versützt haben, sodaß es der Herr über die Krösusschätze DollarienS jetzt vorgezogen hat, auf dem kürzesten Wege Wie« der den heimischen, schützenden Penaten entgegenzueilen.
Brennende Fabriken.
Fast wie in der Schönleinstraße.
Berlin, 20. Dezember. (Fupkspruch.) Heute morgen um 5 Uhr, kaum zwei Tage nach der furchtbaren Brandkatastrophe in der Schöulein- straße, hat Berlin bereits wieder einen fast ähnlichen Fabrikbrand erlebt, der erfreulicherweise keine Opfer gefordert hat. Und zwar brannte eine Fabrik in einem Gebäudekomplex, in dem vier Betriebe, nämlich eine Sieb-, eine Typen-, eine Mützen- und eine Schilderfabrik untergebracht find. Die drei oberen Stockwerke gingen in Flammen aus. Ter Sachschaden ist beträchtlich. Die Feuerwehr, die sofort mit acht Zügen erschienen war, konnte mit einem großen Aufwand von Schlauchleitungen innerhalb zwei Stunden das Feuer Niederkämpfen. Ein Mann, dem der Weg ins Freie durch Rauch verlegt worden war, konnte über eine Hakenleiter gerettet werden. (Siehe auch „Aus aller Welt-. D. Red.)
Rußland- Außenminister Tschitscherin Wird auf der Rückreise von Wiesbaden, wo er Heilung suchte, auch Dr. Stresemann feine Aufwar. tung macken. Hierbei wird sicherlich die Rede auf die Wirtsckaftsverhandlungen kommen, die ein baldiges Abkommen auch hinsichtlich der Kreditsrage erwarten lassen Die Moskauer Re- gierung scheint tatsächlich entscklossen zu sein, künftig stärkere Garantien bezüglich des Schutzes der deutschen Industrie-Interessen in Rußland zu bieten. Rach der höchst unersteu- lichen Sckachty-Astäre war dies auch wirklich nötig. Auch Sttefemann wird, Wie es schon geschehen ist, kein Zweifel daran lassen, daß eine Wiederholung solcher Vorkommnisse untragbar wäre. Die Entscheidung liegt jetzt in erster Linie
Moskaus Sorgenkinder.
Großbauernterror gegen die Behörden.
Kowno, 20. Dezember. (Eigene Drahtmeld.) Wie aus Moskau gemeldet wird, haben Großbauern das kommunistische Klubhaus des Dorfes Sorez an gezündet. Sie erklärten, die Kommunisten sollten das Dorf verlassen, weil sie zum Bürgerkrieg zwischen den reichen und den armen Bauern ausforderten. Mehrere Kommu nisten wurden verjagt. Der Polizei gelang es, d^e Ruhe int Dorfe wieder herzustellen. Aus Msokan wurde die schärfer Bekämpfung der politischen Bandenbildung angeordnet.
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Kowno, 20. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Wie aus Moskau gemeldet wird, erklärte
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seligen Gefühlen Deutschlands gegen morde-e/^nkfucht katastrophale Formen in Rußland an- rußland keine ^kede sein kann. t B-idc ' ' ' ' ----------- ' ........
Rache an Gberschlesien.
Polen macht die deutsche Mehrheit mundtot.
Kattowitz, 20. Dezember. Die WojewodschastS- polizei hat sämtliche in Kattowitz und KöuigS- bütte erscheinenden deutschen Blätter beschlagnahmen lassen und zwar wegen des gestern ver Sssentlichten offenen Briefes des Deutschen Bolksbundes an Zaleski, in dem die Irrtümer des polnischen Außenministers richtig gestellt und seine in Lugano vorgebrachten Vorwürfe zurückgewiesen werden. Die Polizei soll auch alle reichsdeutschen Blätter dieses Inhalts beschlagnahmen. Der Wojewode Dr. Graszinsky Wird in Warschau über die Tätigkeit deS Deutschen Bolksbundes berichten, vor allem über die Zahlung von GehaltSzuschüffen durch den Deut- schen Bolksbund an die an den Minderheitsschulen beschäftigten deutschen Lehrer.