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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Dieni tag, 11» Dezember 1928.

Nummer 292 Einzelpreis WochemaaS 10 Pfennig

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig

18. Iahraarrg

Der erste Tag des Ministerduellö.

Rock ein Fiasko.

Der Völkerbund versagt. — Die Spitzel am Rhein

Vergeblich hat man sich bisher um eine Kontrolle der privaten Waffenindustrie bemüht. Natürlich sind alle internationalen Abmachuu- gen über Rüstungsbeschränkungen illusorisch, wenn man es der privaten Industrie überläß: so viel Kriegsmaterial herzustellen, als sie ilup hat. Sie produziert natürlich so viele Waffen, als sie verkaufen kann. Letder sind aber di. Käufer für Waffen aller Art in unseren pol.« lisch unsicheren Zeiten leicht zu finden. Frei­gabe der privaten Kriegsmaterialherstellung würde also einfach Verzicht auf durchgret- fewde Abrüstungspolitik bedeuten. Wenn die Herstellung der Waffen unbegrenzt freigegeben wird, daun entwickelt sich auch der Wassea- handel. Man würde ihn höchstens aus illegi­time Bahnen drängen, wenn man ihn ohne Einschränkung der Herstellung verbieten wollte Die Sachlage ist also überaus einfach und klar Der Völkerbund ist dazu di, um die interna­tionale Friedenspolitik zu fördern. Den wei teren Schritt von der Wancnbandelskonnention zur Kontrolle der Herstellung hat aber jetzt Bel­gien vereitelt, indem es in Genf die ganze An­gelegenheit vertagen lieh. Die belgischen Waffensabrikanten wollen natürlich weiter verdienen, einerlei ob sie durch ihre Mord- Werkzeuge den Frieden der Welt gesährdeu oder nicht. Geschäft ist nun einmal Geschäft Aber der Völkerbund, in dessen Auftrag die Kommission arbeitet, soll doch kein Jrncrcsscn- virtreter der Kriegsmaterial'ndustrie, sondern des Völkersriedens sein. Das aber tst die Tra­gik der Sache, die wieder einmal die ganze Ohnmacht des Völkerbundes erschüt­ternd ins Licht treten läßt, daß auch in Genf vor der Anmeldung derartiger rein privater Geschäftsinteressen sofort kapituliert wird Der Präsident der Kommission Bernstorfs, bemühte sich vergeblich, den Ernst der Situation klar zu machen. Deutschland. Amerika und Holland weisen energisch aus die verhängnisvollen Fol­gen hin, die eine Freigabe der privaten Kriegs- maierialindustrie für die ganzen Abrüstungs­verhandlungen haben würde Von den übri­gen Staaten wird die Diskussion überhaupt gar nicht erst eröffnet. Die Rolle, die England und Frankreich, die beiden großen Kultur­mächte Europas, bei dieser Gelegenheit wieder spielen, ist kläglich. Die heimlichen Militär abmachungen, über dte sie seit Jahr und Tag verhandelt haben, liegen ihnen mehr am Her­zen, als jede Frage, die wirklich der Ford rung des Friedens dienen könnte. Diese beiden Staaten sind es gewesen, die während des Weltkrieges die größten Töne gegen den deu>- schen Militarismus und für den ewi gen Frieden riskiert haben Heute betreiben si> mit eherner Stirn die gefährlichste Wieder aufrüstung und lasten alle ernsthaften Frie densbemühungen kalt ablaufen. Man darf wohl sagen, daß die Entwicklung der Abrii stungssrage durch den Völkerbund einfach tröst las ist. Vor derartigen Tatsachen verblassen alle die schönen Vereinbarungen von Locarno, verblaßt der Kelloga-Pakt. Verblasten die feier lichen Friedensdeklamationen der Diplomaten in den Parlamenten. Die brutale Realität, die die betrogenen Völker feststellen, ist die, daß überall fieberhaft gerüstet wird und daß auch die wenigen Widerstände dagegen die der Völkerbund, bezw. die Internationale Was- fenhandelSkommistion schuf, wie nach einem ge­heimen Abkommen unter den maßgebenden Mächten stillschweigend wieder beseitigt werden

Der kürzlich in Ludwigshafen aufyerollte Industriespionageprozeß hat unsichtbar auf der Anklagebank eine weitverzweigte und mit allen Mitteln arbeitende französische Organisation ge­sehen. die im Anschluß an den berüchtigten Poli­zei» und Spitzeldienst der .Suretee" alle Mög­lichkeiten im besetzten Gebiete ausnutzt, um die deutsche Fabrikat ions- und Lrganisationsge- heimniste auszuspionteren. Erst kürzlich wieder hat der französische Außenminister Briand die kühne Behauptung aufgestellt, daß als Ergebnis der Locarnoabmackungen die Besatzung so grundlegend umgestaltet worden ist, daß sie kaum mehr zu fpüren sei. Wenn heutzu­tage die Bewohner des Rheinlandcs auch nid)* mehr täglich mit Kolben und Reitpeitsche auf of­fener Straße behandelt werden, so vergeht doch kein Tag. daß auch heute noch Uebergrisse unv Vergewaltigungen brutalster Art sestzustellen sind. Unter der Oberfläche des Tages spielt sich aber der Spitzel - und Spionagedienst der französischen ,Sicherbeits"-Bchörden ab, der einen unerträglichen Mißbrauch der militäri­schen Besetzung darst-llt Unter dem Schutz der Befatznngbebörden arbeitet dieser Spitzeldienst auch bis ins unbesetzte Gebiet hinein.

khamberlaia deckt sich den Rücken.

Briand ist in Lugano der Bösewicht.

London, 10. Dezember (Eig. Drahtbericht.) Ein diplomatischer Korrespondent schreibt. Chamberlain habe bej der Abreise erklärt, das Reparationsproblem werde in Lugano nicht behandelt. Man müsse es vielmehr in den Hän­den der Sacl)verftändigen belassen, da die zu erörternden Fragen in diesem Augenblick haupi- ächlich technischer Natur seien. Es könne sich höchstens um Meinungsverschiedenheiten über das einzuschlagende Verfahren handeln Nur Briand wolle die Frage der Reparation mit derjenigen der Rheinlandräumung z u - sammenbringen. Im Uebrigen meint der Korrespondent, Deutschland müsse sich über­spannten Forderungen widersetzen.

Lugano, 10. Dezember. (Eigene Drahtmedung.» Die Völkerbundstagung wird heute durch eine Geheimsitzung eröffnet werden, in der die Tages­ordnung endgültig festgesetzt sowie Verwaltungs­und Perfonalfragen erledigt werden. Alsdann dürfte Briand kurz auf die Verlegung der Rats­tagung nach Lugano Hinweisen. Der Nachmittag wird dann für einen Pers inlichen Meinungsaus­tausch der Delegierten freibleiben. Man will jetzt u. a. die Beschlüsse der Vollversammlung vom September ausführen, sowie den inneren Aus bau des Völkerbundes durch Schaffung neuer Organe und Kommissionen betreiben.

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Locarno oder nicht?

Briand eröffnet den Reigen von Lugano. Geht Stresemann aufs Ganze?

Lugano, 10. Dezember. Eiq Drahtberichi.l Stresemann hatte gestern bereits mit Briand eine Unterredung, die fünf Mertel Stunden dauerte und in sehr freundschaftlicher Form vor sich ging. ES wurden außer der Ta- gesordnung des Völkerbundsrates, dem Briand präsidieren wird, auch politische Fragen bespro­

chen. Alsdann stattete Briand dem englischen Minister des Aeuhcren Chamberlain, einen kurzen Besuch ab.

Paris, 10. Dezember. (Eig. Drahtbericht.) Die Morgenblätter sind der Ansicht, daß die ge­strige Besprechung Briand-Stresemann sich nicht aus die Sachverständigenkonferenz bezog, son­dern auf einen allgemeinen Meinungsaustausch und eine Wiederaufnahme der Fühlungnahme zwiscl»» den beiden Staatsmännern beschränkt hat. Vor allem hätten sich die beiden Minister gegenseitige Aufkläruttgen zu ihren unlängst gehaltenen Parlamentsreden gegeben Stresemann habe von Briand Zusicherungen hinsichtlich der Fortsetzung der Locar­no p o l i t i l verlangt, worauf Briand zweifel­los in seiner gewohnten Laune geant­wortet und die von deutscher Seite geäußerten Befürchtungen und Uebertreibungen (!) richtig gestellt habe.

« mmt man sich „privat" näh rk

Lugano, 10. Dezember. (Eig. Drahwericht.! Heute um 10 Uhr erschien im Palasthotei Briand in Begleitung des französischen Gene­ralkonsuls in Gens, um die Aussprache mit Chamberlain sortzusetzen. Ferner suchte der italienische Staatssekretär Grandn den rumäni- schen Gesairdten auf. Heute nachmittag wer­den Besprechungen Stresemnnns mit den alliier­ten Außenministern erwartet.

O fterreliy« pol arbeitet w eder.

Wien, 10. Dezember. (Privattelegramm.) Auf Grund der Vereinbarungen mit der General­direktion beschlossen die Postangestellten die pas­sive Resistenz sofort aufzugeben und an die Ver­arbeitung der Rückstände zu gehen. Von morgen an wird die Post wieder in gewohnter Weife funktionieren.

Sauernterror gegen Moskau.

Auch in Sibirien gärts unter den Kulaken.

Moskau, 10. Dezember. In Sibirien stehen die Großbauern (Kulaken) in offenem Gegensatz zur Wirtschaftspolitik der Sowjetregierung. Im­mer wieder erfolgen Brandstiftungen bei den armen Kleinbauern, soweit diese zur Sow­jetregierung stehen, und diese Brandlegungen, deren Urheber selten ermittelt werden, gelten all­gemein als Terrorakte der „Kulaki". Auch die von der Sowjetregierung geförderten Kollek­tivwirtschaften werden "))>fcr solcher Brandstif­tungen. Die Großbauern entfalten auch eine starke organisatorische Tätigkeit. Mehr als einmal haben sie bereits Delegierte nach

Moskau entsandt. Man will jetzt energischere Maßnahmen zu schärferer Bekämpfung der Groß­bauern ergreifen.

Boienjigb out Wtainer

Warschau, 10. Dezember. (Eigener Drahtbe­richt.) Die polnischen Behörden haben im Zu­sammenhang mit den angeblich von ukrainischer Seite verübten Bombenanschlag auf polnische Zeitungen in Lemberg Massenverhaftungen un­ter der Bevölkerung vorgenommen. Im ukrai- Nischen Studentenheim wurden fünfzig Perso­nen verhaftet.

Scheußliche Sonntags-Verbrechen.

Ein gemarterter Bauerngreis. — Der Graukopf ein rabiater Liebhaber.

Paris, 10. Dezember. Im Dorfe Avrilly bei La Palice drangen Banditen in ein einsam gelegenes Gehöft ein und marterten den 81- jährigen Besitzer, nachdem sie dessen 75jährige Gattin getötet halten, solange bis er ihnen den

Aufbewahrungsort seiner Ersparnisse angclü. In Nancy schlug ein 60jährigkr Mau­rer seine 35 Jahre alte Geliebte in Gegenwart ihres Kindes mit einer Lampe nieder und be­arbeitete die Schwerverletzte solange mit Fuß­tritten, bis sie verschied.

Glücklich vereint.

Hamburg geht aber nicht in Preußen auf.

Von unserem Hamburger Mitarbeiter.

Sabre hindurch haben zwischen Preube» und Hamburg wegen der sogeuaunteu Grotz-Ham- bnrg-Frage gespannt« Veziebnnge« bestanden, die ietzt anlätzlich des Besuches des vrcutzische« Miuistcrpräsidcntcn in Hamburg beigeleal sind. Dieses gigantische Eiuiguugswerk bedeutet (leibet) noch keinen Schritt zum Einheitsstaat, wie unser Mitarbeiter nun Schluss sehr ener­gisch o «beutet.

In Verfolg verhältnismäßig kurzer, aber energisch durchgefuhrter Vorverhandlungen ist das die Groß-Hamburgfrage ersetzende Nieder­elbeproblem einer No.lösung zugeführt. Ham­burg und Preußen haben sich zu einer Ar­tz e i t s g e m e i n s ch a s t für das gesamte Nie­derelbegebiet zttsammengeschlossen. Das Abkom­men greift weit über das eigentliche Gebiet der vier großen Städte Hamburg, Altona, Wands- beck, Harburg-Wilhelmsburg hinaus und um­faßt ein Siedlungsgebiet bis tief in die an Hamburg grenzenden preußischen Provinzen. Dazu erfolgt eine Regelung der Verkehrs­beziehungen über das Vier-Städtegebiet und dessen Hinterland. Die Wasserpolizei ist halb einheitlich geregelt, sodaß Unzuträglichkei- en, wie unlängst bei dem schweren Schiffsun­glück bei Blankenese abgeholfen wird. Nach dem Itaatsvertrag der noch der Ratifizierung durch die Landesparlamenle bedarf, werden künftig auch die preußischen und hamburgichen Poli­zeibehörden im beiderseitigen benachbarten Hoheitsgebiet Zusammenwirken. Eine besonders bei kommunistischen Unruhen längst vermißte Notwendigkeit. Das Kernstück des Vertrages bildet aber die H a f e n f r a g e. Durch den Ver­trag sollen die Grundlagen für einen

neuen Riesenhasen geschaffen

werden, wenn dieser Zukunftshafen auch statt wie jetzt in drei, sogar in vier verschiedne Zonen aufgeteilt wird; jeder in eigener Regie, dazu ein neuer vierter Ge- meinschaftshasen, der den ganzen Teil der noch zu erschließenden Hafengelände im hamburgischen wie im preußischen Gebiet um­faßt. Für diese getrennt verwalteten vier Hafenzonen bestehen künftig gleiche Hafen­tarife, gleiche Kai-, Umschlags- und Lagergebüh­ren. eine einheitliche Hasenordnung und Hafen- polizei, eine gemeinsame Schiffs- und Güter­verkehrsstatistik und schließlich eine wirtschaft­liche Zusammenarbeit der Fischereihäfen. Ein gemeinschaftlicher, paritätisch eingesetzter Hafen­beirat soll für den Ausgleich der Interessen wirken. Wenn nicht bürokratische Engherzigkeit die jetzt theoretisch geschaffenen Voraussetzun­gen für die äußere Einheitlichkeit der nieder­elbischen Häsen hemmt, sind tatsächlich neue große Entwicklungsmöglichkeiten der Schiffahrt wie berhouvt der Wirtschaft gegeben. Beide Partner haben in dem Vertrag auch materielle Lasten übernommen; Hamburg allein eine Bar­leistung von fünfzig Millionen Mark, die aller­dings durch Auslandsanleiben aufgebracht wer­den soll. Die neue Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Hafenzonen mag sich zunächst zu Ungunsten von Hanckurg auswirken, dafür sind aber Hamburg auch Ausbaumöglichkeiten des eigenen Hafengebietes durch preußisches Ent­gegenkommen zugesichert. Das preußisch-ham­burgische Abkommen läßt also die

LandeSgrenzen bestehen.

Betrogene und Betrüger.

Offiziere und Geistliche im Pariser Zeilungs- Panama.

Paris, 10. Dezember. (Eig. Drahtbericht.) Laut Pressenotiz waren an den Unternehmun­gen der Gazotie du Franc zahlreiche aktive und frühere Militärpersonen beteiligt, und zwar nicht nur in Verwaltungsräten, sondern

auch für die Werbetätigkeit; auch Geistliche sol­len daran beteiligt gewesen fein. Den Agenten soll es in einer Stadt gelungen fein, einen Priester sowie 35 Offiziere einschließlich des Obersten zur Hergabe ihrer Ersparnisse — ins­gesamt 800 000 Franken — zu bewegen.

Seine Organisation tst so durchgeführt, seine Mittel sind so groß, seine Methoden sind so au­ßerhalb von Reckt und Gesetz stehend, daß es heute für diesen französischen Spitzeldienst und seine industriellen Hintermänner einfach kein deutsches' Betriebs- und Geschäftsgeheimnis mehr gibt. Die moralischen Auswirkungen die­ser Korruptionsorganisation sind ebenso schwerwiegend wie die materiellen. Man erinnert sich, daß die französische Automobilin- buftrie seinerzeit aus geschäftlichen Konkurrenz- arfinben tm Falle Rüsselsheim versucht hat, den Opelwerken die Entwicklungsmöglichkeit

abzuschneiden, indem sie durch die Besatzungsbe­hörden die Bahnhofserweiternng verhindern ließ. Wenn im Innern Frankreichs die Ver- auickung von Polizei und Geschäft auch an der Tagesordnung ist, wie der Fall der .Gazette du Franc" wieder gezeigt hat. so kann man es Deutschland doch nicht verdenken, wenn es sich die Anwendung dieser üblen Methode auf sei­nem Hoheitsgebiet per bittet Auch diese Zustände beweisen die unbedingte Notwendig­keit schleunigen Abbaues der längst überalterten Krieasbesetzung zehn Jahre nach dem Frieden- schluß.

Daher ist dem Optimismus, daß die Notlösung der preußisch-hamburgischen Frage der erste Schritt zum Einheitsstaat wäre, nicht ohne wei­teres zuzustimmen. Hamburg denkt nicht daran, in Preußen aufzugehen. Nicht ohne Absicht hat bei den feierlichen Wechselreden del regierende Bürgermeister von Hamburg aus­drücklich erklärt: .Den Hamburgern ist die staatliche Selbständigkeit ein hohes Gut, das treu zu bewahren sie verpflichtet sind." Selbst die demokratische hamburgische Presse erklärt in Erinnerung an ein Wort des verstorbenen De­mokraten Hugo Preuß, daß die Hansestädte auf Grund ihrer Eigenart die Letzten fein müß- ten, die im Einheitsstaat aufgehen.

Müllers Weihnachtswunsch.

Die große Koalition wieder im Zuge.

Berlin, 10. Dezember. Reichskanzler Müller wird, laut Montagspost, noch in dieser Woche die Verhandlungen über die Bildung der Großen Koalition wieder aufnehmen, die wegen beS Nuhreisenkonflikts vertag» werden mutzten. Am Mittwoch findet eine interfraktionelle Besprechung