Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Nummer 291
Einzelpreis Wochentag« 10 Pfennig
Sonntag, S. Dezember 1928
'8. Jahrgang
Einzelpreis: Sonn«agS SO Pfennig
Ein böser Stern über Lugano
Stresemanns Herkulesarbeit in Lugano. Die Auspaffer fehlen uns noch Dle Irrungen, Wirrungen der Wiener Briand-Zaubertränkletn für Lugano. — Nur keine Kontrolle für Frankreich
- Nur keine Kontrolle für Frankreich!
aus-
telegraphierte... Seilungen
Maschinen drucken von selbst. - Aber ein Feind der Setzer.
Die Irrungen, Wirrungen der Wiener Wahlkomödie waren ein immerhin dramatisches, bezeichnenves und beinahe heiteres Intermezzo in der niederdrückenden Stickluft des letzten politischen Wochensilms. Denn alle Gruppen,
Liebeewerben um die lolainlsche Schwerer.
Washington, 8. Dezember. (Privatte«egramml Em grosses amerikanisches Geschwader wird nach der Beendigung der Lateinamerikafahrt Hoovers gle,chfalls lateinamerikanische Häfen Gesuchen. Wegen eines Erdrutsches in de« Anden wird Hoover vielleicht die Ueberland- fahrt aufgebrn und aus dem Linienschiff Pp-
Prag 8. Dezember. Bei der Durchsuchung der durch leichtsinnige Kreditgewährung und Veruntreuungen in Schwierigkeiten geratenen ersten bürgerlichen Vorschutzkasse in Prag deren beide Direktoren durch Selbstmord geendet haben, fand man verschiedene Erprefferbrirfe. Der Fabrik-Ingenieur Beck verlangte unter der Drohung, die illegalen Geschäfte der Borschutzkaffr mit der Firma Heil Hammer aufzudecken, den Betrag von 750 000
und es wurde m Aussicht gestellt, daß binnen kurzem von einer Zentrale in Newuork aus gleichzeitig 500 oder mehr Zeitungen im ganzen Lande gesetzt worden könnten, ohne Inanspruchnahme von Setzern oder Ferndruk kern, also eine llebermittlung von Rachrich ten und sogenannten Maternmaterial unter be- deutender E r f p a r n i s von Zeit und Arbeitskräften.
Washington, 8. Dezember. Bei einer Zeitung in Rolltester (Rewyork) wurde gestern eine Teletypemaschine vorgeführt, die statt durch einen Trucker durch Telegraphie betrieben roirg W«e beim tyernbrutfer wurde rin punktierter Streifen in dir Maschine cingefühn, und diese setzte alsbald die Typen ohne menschliche Hilfe Dir Maschine arbeitete vorzüglich,
Kronen, den er auch erhielt. Beck wurde ver- haftet und die Verhaftung des Fabrikanten Ze ith am wer, der ebenfalls in einem Er presserbrief 1250 000 Kronen Schweigegelder verlangt harte, sowie des belasteten Architekten Vlach wurde angeordnet. Zeithammer und Vlach w<zren mittels gefälschter Pässe nach Oesterreich geflohen. Die Frau des Fabrikanten Zeithammer wurde ebenfalls in Haft genommen. u
Nun ist die äußerliche Wiedervereinigung mir den verkümmerten und kraftlos dahinsiechenden Stammlanden an der Donau für bie deutsche Nation kein Gebot der Stunde. Sie wird sich organisch und von innen heraus durch Angleichung aller rechtlichen, oerwaltungs und handelsiechnischen. sowie kurlturellen Wiri- schafts-. und Lebensverhältnisse von selbst voll ziehen und die Neider und Widersacher eines Tages einfach vor vollendete Tatsachen stellen. Beängstigend und undurchdringlich türmen sich dagegen Nebel- und Sturmgewölk an den blutenden Grenzen im Westen und Osten auf, die man für ewig unfrei und unter Kon- krolle halten möchte, um den fronenden, deutschen Massen jederzeit die Blutegel unerfüllbarer Reparationen ansetzen und seiner sich ausrichtenden lästigen Wirtschaftskonkurrenz und Unternehmungslust nach Herzenslust zur Ader lassen zu können Wir wissen, daß Stresemann, der Unentwegte, diesmal nicht bloß zum abermaligen Begräbnis der polnisch-litauischen Wil- nafehde, an der nichts mehr zu retten oder zu verderben ist. oder zur Schlichtung oberschlesi- schen Schul- und Minderheiienelends nach Lugano fährt, so rief gerade auch das letztere Hebel jedem Deutschen ins eigene Fleisch schneiden mag Wir wissen und haben hier schon angedeutet. daß sich in diesem Winter des Unbeils und Mißvergnügens, in dem die kargen Pfänder aus den Akten von Versailles. Locarno und den übriaen Völkerbimdssakramenten auch für «ns rechtskräftig werfen sollen, sich der »Sicher- heitskordon" der Entente-Nutznießer rings um die schwarz-rot-aoldnen Grenzvtähle wieder so eng und kesi zusamntenzteht wie in den Tagen der letzten Ruhr- und Rbein-Sanktionen Jedes Echo aut unsre vor dem Weltforum der Gerechtigkeit anaemelde'en Rechtsansprüche macht es uns deutlicher, daß man Ruhr wie Saar ent-
Apropos, Anschlußwillen! Unser Locarnoge- datter B r i an d hat uns neuerdings auch ve> diesem Thema die Zähne gezeigt. Sein hysterisches Gezeter gegen dieses selbst Negerstämmen und vor allem den getreuen Kumpanen in Warschau und Prag zugebilligte, geheiligte Selbstbe- stimmnngsrecht überbietet tatsächlich alles, was wtr von dem bezaubernden Tremolo seines Fric densbaritons bisher gewohnt waren. Dieser heute noch von allen eurvpäisch Gesinnten als Versöhnungsmessias verehrte Schönredner und -Färber wagt es. auch den von der Mehrheit gewollten Anschluß als politischen Selbstmord zu verbieten Sein unverhülltes Buhlen um Gunst und Vertrauen unserer Donaubrüder, die er scheinbar immer noch für ein Balkanvolk hält gehört offensichtlich in dieselbe Linie wie die grobe und plumpe Täuschungstaktik von Locarno und Thoirv überhaupt. Vielleicht drängen diese Mausefall enliedel nun auch das letzte Zehntel noch schwankender Anschlußskeptiker in bie Arme der bluts- und stammesverwandten großdeutfchen Familie.
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Noch ein papierener Protest.
Wir können für die Verhafteten nicht mehr tun.
'■Berlin, 8. Dezember. Gegen das Vorgehen der französischen Polizei im Mainzer Reichs- vermögensamt wird taut Pressenotiz die deut-
Klubs und Kliquen, die ausgegangen waren, einen über und ne b en dem Parteigehudet stehenden unpolitischen Mann des Volkes, wie es der stille, rechtschaffene, keinen Sonderinier- cssen dienstbare Gelehrte und Landw.ci Hainisch war. auf den Präsidententhron zu heben, brachten schließlich den stärksten Parteimaun, das christlich-soziale Haupt des Nationalrats, M i k l a s, heim, dem dazu noch die Sozialisten durch Stimmenthaltung in den Sattel halfen Letztere hatten sich zu spät zur Wiederwahl Hai- nisch's durch Verfassungsänderung entschlossen und nahmen darum lieber den vertrauenswürdigen, bescheidenen katholikengläubigen Schuldirektor in Kauf, als daß sie sich den seit den Juli-Ereignissen bestgehaßten und für sie schwer belasteten Polizeipräsidenten Schober gefallen ließen. Nur arbeiteten sie so auch unfreiwillig ihrem überlegenen Antipoden und stärksten Gegner Bundeskanzler Seipel in die Hände, der nun das Ziel seines Ehrgeizes erreicht und den Mann seines Herzens an die Spitze des Staates gestellt hat, der uns Reichsdeutschen und seinem halbverzagten Lande aber leider einstweilen keine sichere Gewähr für einen heißeren An- schlußwitlen zu bieten scheint als sein Gönner und Busenfreund Seipel selbst.
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deutschen oder imndestens aus unbegrenzte feu internationalen Aufpassern unterstellen und ebenso den Wahnwitz des Weichselkorridors uns per Abdrosselung Ostpreußens verewigen möchte. wahrend Polen sich natürlich selbst mit den letzten deutschen Kornkammern des Ostens mä- ten will. Stresemann wird also gegen- eine kompakte Maiorilät der Unvernunf und der Scheinheiligkeit anntrcnnen haben wie wir sie feit den verzweifelten Friedensrufen Ra. tbenaus nicht mehr vor uns hatten Mit sehr seinen, behutsamen Fingern wird et die völlig
ÄmvomkhmenBofton
Die reiche Stadt der Rafierkllngen.
Von
Prinz Wilke m von Schweden
1 Es gibt auch Dollarkultur. — Sie lesen gerne, namentlich wenn es regnet. — Ein vietbegebrter Psim. — jlte Galt der Großindustrie. — Sin Mtllionen-Einlall. — König Gillette'S Rus en die Frauen.
Regen und Schmuddelwetter. Das vornehme Boston liegt in einem Schleier kleiner nadel- feiner Wasserparttkel eingehüllt. die für Augen- blicke fast zu Schneekriftallen werden. Vom Hotelfenster dringt der Turm der Dreifaltigkeits- kirche durch den Dunst und Wetter in der Ferne eine imponierende Masse: der harmonische Komplex der gewaltigen Stadtbiliothek. Hinter ihren Mauern stehen Buchrücken zu hunoert- laufenbeu und in den weiten Sälen ist fast jeder Stuhl von bildungsdurstigen Menschen besitzt, Vie ihren Rücken über mehr oder weniger wertvolle Literatur beugen. Denn der Amerika- ner hat einen erfreulichen Bilvungsdrang und eine ganz zur Gewohnheit gewordene Lust zu lesen. Gewiß ist er in der Auswahl der Bücher nicht so wählerisch, aber anderersetts muß man die Energie uno das Interesse bewundern, womit er sich dem gedruckten Wort widmet. Und diesem Streben nach Kenntnis ist in bester Weise gedient. Jedes größere Thema Hai seine besondere Abteilung mit gemeinsamen und Einzelsälen und hinter den Buchausgahetischrn steht ein ganzer Stab geschulter Beamt q mit unermüdlicher Schnelligkeit, Sicherhäw und Höflichkeit den kleinsten Wunsch eines jeden tn zuvorkommender Weise erfüllen. In dem ganzen großen Gebäude ist kein Platz leer. Diese Frequenz zeugt von der großen Beliebtheit, die es auch bei den bretteren Schichten hat..
Es war eine der wenigen ruhigen Stunden, während meines Boston-Besuches Sonst war jede Stunde mit so uno so vielen Interviews, Besuchen beim Gouverneur und Bürgermeister, mit etlicyen Essen, Empfängen und Vorträgen ln Anspruch genommen. Kaum eine Atempause, schon beginnt der nächste Punkt des Programms. Tas aristokratische Boston und seine Menschen haben etwas Verfeinertes an sich, eine gewisse vornehme Zurückgezogenheit in Art und Wesen, die man sonst nicht gewohnt ist in der Parvenu-Gesellschaft Amerikas. Und eine 'Atniofböäre liegt über Boston gegen die alle Rasterklingen König Gillettes glücklicherweise vergebens schrapen...
verhedderten Locarnosäden aufknoten müssen, da er >a fein Alexanderschwen schwingen kann, um ne zu durchhauen Was er aber in die Wagschale werfen kann, das ist der berqeversetzende. zent- uerichwerwiegenoe E i n h e i t s w i'l l e eines immer wieder genarrten Volkes das lieber in chweigendem Trotz die klirrenden Ketten der Besatzung u Zinstribute weiterschleppt, als sich ?as Morgenrot der Freiheit mit neuen Entbehrungen und Demütigungen erkauft, die nicht "nmal die berutale Siegerwillkür im Schloß zu Versailles über es zu verhängen wagte. F. R.
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- Paris, 8. Dezember 'Gigene Drahtmeldung.) In einer Vorschau für Lugano hält ein Blatt die Ueberbrüdung her noch sehr tiefen Gegen- l^e für wahrscheinlich. Die Feststellungskom- mtssion. die nach der Räumung des Rheinlan- des ihr Amt antreten soll, habe für Frankreich nur mäßigen Wert. Briand werde sich bemühen die Weigerung Deutschlands, die
Feststellungskommifsion über 1935 hinaus verlängern, gu erschüttern. Allerdings werde sich Brtand nicht dazu hergeben, Deutschland Garantien über die zweiseitigen Zugeständnisse der Kommission zu bieten. (!) Das wurde nur darauf hinauslaufen, eine Art französischer entmilitarisierter « oj*» W schaffen. Besser wäre es dann, eine Auffassung preiszngeben, die nach allem nur diner fehr nebelhaften Wahrung der französischen Interessen führen könne.
■ . Und nun wartete ich auf den Besuch der Gillettefabrik Ra, besondere Sensationen konnte bet wohl nicht bringen. Eine Industrieanlage wie so viele andere, eine Menge surrender Rader, klatschender Treibriemen, bleicher Meuchen in öligen Kleidern. Ein Heu King Gi- lette hatte sich eines Tages über sein Rasier- messet geärgert und zwar eines Morgens, als es stumpfet als gewöhnlich wat. Et setzte sich also in den Kops, ein bequemeres Instrument ju erfinden. Gesagt, getan! In Kürze hatte er me xsoee mit dem Hobel und der losen Klinge, uno zusammen mit ein paar Freunden beschloß et, eine Gesellschaft zu gründen. Mit 5000 Dollars Kapital fing man an und die Lage sah drohend genug aus. Der Absatz betrug 51 Apparate und 14 Dutzend Klingen. Aber bereits im nächsten Jahr waren die Ziffern auf 90.844 bezw. 10.304 gestiegen.
1917 wurde bereits die erste Million Apparate erreicht, während an Klingen schon über 115 Millionen abgesetzt waren. Und heule ist die Jahresproduktion 15 Millionen Apparate unb 590 Millionen Klingen. Das Aktienkapital ist inzwischen auf 200 Millionen Dollar gestie- gen. Wir verließen die Fabrik mit Maschinen- wrten m den Ohren uno die Taschen voll von Rasierklingen, wie sie gewöhnlich zur Erinnerung und zum Abschiedsgruß überreicht werdet. Gott weiß, wie viele Pakete es waren! Aber etliche Iahte werden sie sicherlich vothal-
Millionen verdient also Herr Gillette an un- ^ren^artitobpeln. d. h. nicht an uns allein, «ui der Rückseite der Packung steht nämlich der bedeutsame -atz: „Frauen aller Länder, gebraucht Gillette im Kampf um bie Erhaltung der Schönheit!" So ist es... 8
Sie haben Poincar« zu viel verfprocheu.
London, 8. Dezember. (Gig. Drahtbericht.) Stu Blatt äußert sich zur Völkerbundtagung: Die völlige Räumung sei wünschenswert, aber in Berlin wisse man sehr wohl, daß eine Ein- bcr britischen Regierung Deutschland nicht reifen werde. Die gesamten Vereinbarung gen über die Rheingtenzen hätten die Natur eines Kompromisses gehabt. In einigen Punk
,!yt,c der vollständigen Trennung .......,uuu ,u„, Prenenorir Die vent-
«M-tftnwr ^^'""kers von Deutschland und der sche Regierung Protest bei der französischen Re- Berlangerung über einen Zeitraum von 15 gicrung einlegen, mit der Betonuna dasi hie
r<”.(bfr französische Standpunkt Verhaftungen im Rcichsvermögensamt H dE England abgelehnt worden. In anderen friedensbruch darstelltc«.
1 Fragen habe Großbritannien zugestimmt. 7a= I ber fei es durch seine Ehre gebunden. (!) in vollem Ausmaße zu diesen vertraglichen Verpflichtungen zu stehen.
Der Maulkorb für -en Rhein.
Räumungsplakate „gefährden" die Besatzung.
Ludwigshafen, 8. Dezember. (Privaitele- larmm. Die vom Stadtrat erlassene Räu- nungskundgebung anläßlich der zehnjährigen Besetzung der Stadt wurde nicht nur in der Presse, sondern auch an den Plakatsäulen veröffentlicht. Die Rheinlandkommiffion hat jetzt auf Grund der Ordnung 208 die Entfernung der Plakate bis heute mittag 2 Uhr ungeordnet. Der Bürgermeister hat die Besatzungsbehörde aus die rechtliche Unlialtbarteit dieses Befehl^ fUHreroiefen und den Protest gegen diese Maß- ’ ute aufrecht erhalten.
Mordet -en Glauben nicht!
Letzte Mahnungen für Lugano.
London, 8. Dezember. (Eigene Drahtmeldung. > In einem langen Artikel der Times wird noch einmal auf die Verpflichtung Englands hinge- wiesen, den L o r a r n o z u s a g e n zu entsprechen. Frieden und Freundschaft könnten nicht bestehen, solange dPitfches Gebiet besetzt bleibe. Dann,a^ müf , die Zurückziehung aller ..rupp.'., qib nicht nur einer Liacht erfolgen.
Doch nur ein schöner Traum.
Amerika zur See-Abrüstungskonferenz bereit.
Washington, 8. Dezember. (Durch Funk- pruch,. Im Marineministerium erklärt man, daß bie amerikanische Regierung einen etwaigen eng lachen Vorschlag für die Einberufung einer neuen Flottenabrüstungskonferenz anzuneh men geneigt wäre, allerdings nur wenn sämtliche «eemächte der Welt eingeladen würden.
(SiWfffrbriefe an öle Direttoeen
Int Korruptionssumpf bet Prager Vorfchutzkaffe
Sic schm jeden neue Fesseln.
Die Schnufflerkommifsion über 1935 hinaus
London, 8. Dezember. (Eigene Trahtmel- dung) Aus der Tatsache, daß sich die juristischen Berater des Grotzm».chte in Genf versammeln schließt ein diploinatifcher Mitarbeiter, daß einige ichweirige juristische Fragen, wahrscheinlich die Auslegung des Artikels 431 und anbererLguf die Be,atzung des Rheinlandcs tzezügl'chc --estftn mnngen des Versailler Vertrages eingehend er örtert werden Daneben werden die Juristen vermutlich aufgefordert werden, einen P^an für dtk vorgesehene Feststettungs- und Versöhnungs kommiffion zu entwerfen.
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Chamberlain gebnn-en.