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Kasseler Neueste Nachrichten

18. Iahraairg

Mittwoch, 5. Dezember 1928

Einzelpreis: Sonntags 20 Mennig

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig

Kasseler Abendzeitung «as Hessische Abendzeitung

Nummer 287

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Die »adelet Neuesten Rächtlchten erscheinen wöchentitch 'echsmal nachmittag». Der äbonnementepreie tfeträgi füx den Monat 3.90 4 bet fretei Zustellung ne Haue in »ei iSeichaiieltelle abeebolt 3. * Durch die Poft monatlich 2.20 Jt ausichljeklich Zuftellunaeaebüdr sierntvrechet 951 und 953 ftflr nnoerlangi etnflcianbte BettrSge kann die Redaktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem *aCe übernehmen RScknihlungen d«» UezugSaelde» oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnnngSmSfttger -ieterung ift «uSae'ckloftrn Poftimeakonto >tr inffnn <1 M iftimmn W* fflnwlnnmmer IN 4 SnnntaaSnnmmer 90 »

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Auch Ehambeflum Vereitelt öieJtäumung

Ohne feste Sand. !

Auch Weihnachten noch leine Koalition?

Bekanntlich hatte man die kaum in Fluß ge­kommenen Koalitionsverhandlungen sofort wie­der ausgesetzt, weil man zunächst die Ruhrkrise beendet zu sehen wünschte. Das Hindernis ist nun beseitigt und mann könnte eigentlich damit rechnen, daß diese Verhandlungen setzt ihren Fortgang nehmen. Ein Umbau' der Regie­rung Hermann Müller in dem Sinne, daß diese Regierung aus eine breitere und tragkräf­tigere Grundlage gestellt wird, wäre da­bei aus außenpolitischen Gründen, wie an dieser Stelle wiederholt betont wurde, dringend zu wünschen. Die Entwicklung, die die Repara­tionsfrage genommen hat, ist alles andere als erfreulich, auf den deutschen Schritt zur In­gangsetzung der in Gens in Aussicht genomme­nen Verhandlungen über das Reparationspro­blem ist bis heute eine offizielle Antwort der fünf Reparationsmächte noch nicht eingegangen, obwohl dieser Schritt, der am 30. Oktober er­folgte, nunmehr über einen Monat zuruck- licgt. Man kennt ja aber die Schwierigkeiten, die sich hier aufgetan haben, und man weiß, wie sehr Poincarö bemüht ist, die Entwicklung rückwärts zu revidieren und die Reparattons- kommission, die seit der Inkraftsetzung des Da­wesplanes erfreulicherweise nur noch eine ganz untergeordnete Rolle gespielt hat, in die neuen Verhandlungen einzuschalten Es wäre Dr. Stresemann sicherlich nicht unerwünscht, wenn er bei der Zusammenkunft mit Briand und Chamberlain in Lugano darauf Hinweisen könnte, daß er Außenminister einer Regierung mit breiter parlamentarischer Grundlage ist, em Hinweis, der die deutsche Position bei diesen zu erwartenden Kuliflengesprächen sicherlich stär­ken würde.

Wie liegen aber nun innenpolitisch die Din­ge? Die Beendigung des Ruhrkampfes ist nicht ohne gewisse Verstimmung im sozialdemokra­tischen Lager erreicht worden und au» die Ver­öffentlichungen der freien Gewerkschaften lassen erkennen, daß man in diesen Kreisen keines­wegs von der angewandten Methode sonoer- lich erbaut ist. Es gewinnt nun den Anschein, als ob diese Verstimmung der Linken für die künftigen Koalitionsverhandlungen nicht ohne Bedeutung sein wird, obwohl sie sich z. T auch gegen den sozialdemokratischen Reichskanzler richtet, den man vorwirft, daß er in dem Ruhr­konflikt genau wie in der Panzerkreuzerfrage eine Entscheidung getroffen habe, ohne sich ge­nügend mit seinen Parteikollegen in rnas Be­nehmen zu setzen. Wie in der Panzer- kreuzersrage bei dem sozialistischen Finanzmini­ster die Entscheidung lag, so jetzt im E'senkon- flikt beim Reichskanzler. Er hätte, nach Auf­fassung der Linkspresse und insbesondere der freien Gewerkschaften, seinen Parteigenossen den Reichsarbeitsminister, decken müssen, der den jetzt unter den Tisch gefallenen Schieds­spruch tätigte. Innerhalb der Sozialdemokra­tischen Partei wird es anläßlich dieser zweiten Differenz zwischen Regierungsgenossen und Ge- werkschastsgenossen ohne Zweifel zu neuen Aus- einandersetzunoen kommen. Und Severing wird alle Mühe haben, den neuen Bruch wieder aus- zuhetleu.

Zugleich aber macht sich links auch noch eine gewisse Verstimmung gegen die Volks Partei bemerkbar, und es scheint, als ob nach der volksparteilichen Aktion in der Unterstut- znngssrage die Stimmung für eine festere Bin­dung an die Vollspartei im sozialdemokrattf-beu Lager nicht ser günstig ist. So läßt si ein unterrichtetes Berliner Blatt -heute dann auch dahin aus. es könne kaum noch die Rede davon fein, daß man zuerst die Koalitionsregie­rung schasst und sich danach im Kabinett über die akuten Streitfragen verständigt. Der Wunsch, die fluanj», Wirtschafts- und sozialpo­litischen Probleme vorher zu bereinigen, wird sehr viel stärker werden, und das würde auf eine sehr lange Dauer der Vorverhandlungen hinauslaufen. Man schließt daraus, daß die Sozialdemokratie jetzt gewisse Garantien auf sozialpolitischem und steuervolittschem Gebiet zu erhalten wünscht, wenn sie nicht gar mit neuen Forderungen hervorzutreten aebe-ih Das würde allerstinoz in der Tat bed.uten, ditz die Koalitionsverhandlungen geraume Zeit in Anspruch nehmen. Dazu k.immt. daß man zunächst auch einmal b'n Parteitag des Zentrums, am 8. und 9. ds in Köln ab- toarten wird, und es kommt i:rncr hinzu daß der volksparteiliche Führer Dr. Strefemann schon am Freitag Berlin verläßt, um sich nach Lugano zu begeben. Alles das spricht da­für, daß mit irgend einer schnellen Entscheidung jedenfalls nicht zu rechnen ist, und ^tan wird ohne Uebertreibuitg sagen können, daß cs mehr als zweifelhaft ist, ob etwa das WeihnachtS- fest dem deutschen Volle die Große

Vier Deutsche am Oranger.

Jndustriespione in Frankreichs Sold. Wie sie die I. G. Farbenwerle schädigten.

Ludwigshafen, 4. Dezember. (Privattele­gramm.) Der Werkspionage-Fall in der I. G. Farbenindustrie (heute begann der Prozeß) stellt einen der umfangreichsten Versuche dar, wichtigste Gebiete der chemischen Industrie Deutschlands auszukund schäften und den Franzosen auszuliefern. Die Auftraggeber, dieSicherheits-Beamten", die sich der auf der Anklagebank sitzenden deutschen Staats­angehörigen für ihre Zwecke bedient ha­ben, sind als Besatzungsangehörige der deutschen Justiz entzogen.

Angeklagt sind der 28 Jahre alte Isolierer Schwarzwälder, die Laboranten Hell­mann, Müller und Michael M a g l n. Der Angeklagte Schwarzwälder hatte beim passiven Widerstand einen Posten in der französischen

Rheinschifsahrtskommission angenommen. Spä­ter war er als französischer Dolmetscher tätig, und wurde bann Sepera 1 ist. Nach der Separatistenpleite lernte er in einer fran­zösischen Maschinenfabrik in Straßburg den Si­cherheitsbeamten Stössel kennen. Durch diesen wurde Schwarzwälder, der inzwischen bei der I. G. Farbenindustrie in Ludwigshafen angekommen war, für den Spionagedienst zum Auskundschaften von Betriebsgeheimnissen angeworben, wobei er wertvolles Material an Frankreich auslieferte. Schwarzwälder warb dann auch die übrigen Angeklagten an. Für ihre Dienste wurden sie reichlich bezahlt. Hellmann hatte auch versucht, einem früheren Militärveamten wichtige militärische Ge­heimnisse zu entlocken. Dieser Versuch ist aber fehlgeschlagen.

Grausige Massacre-Z-ffern.

Eine halbe Million Chinesen abgeschlachtet? Hungersnot und Pest.

London, 4. Dezember. (Eig. Drahtbericht.) Nach einem Bericht des Missionars Simpson, aus Nordchina bestätigt es sich, daß sich die To­desfälle in der Kansu-Provinz während der dor­tigen Aufstände der Mohammedaner aus min­

desten 200 000 Menschenleben, wenn nicht gar auf eine halbe Million belaufen. Der Bericht bringt weitere Einzelheiten über die Belagerung von Städten, den Ausbruch von Hungersnot u. Pest, sowie Massakres der Chinesen durch die Mohammedaner.

®erfcbu1öete Bauern.

Minister Dietrichs Notprogramm. 100 Millio­nen auf 5 Jahre. Der Reichstag hat das Wort

I« Reichstag begann gestern die grobe Ans- fvrache über die Rot der Landwirtschaft. Richt weniger als 137 Anträge und Jnterveüationen stnd w dieser Frage von den verschiedenen Parteien eingebracht worden. Die Debatten ergaben das folgende Bild:

Berlin, 4. Dezember.

Die Beantwortung der Interpellationen gab dem Ernährungsminister Dietrich Gelegenheit, ein Hilfsprogramm zu entwickeln, das den Bei­fall der Mehrheit sand. Der Minister stellte zu­nächst fest, daß das vom letzten Reichstag be­schlossene Notprogramm erst zu einem kleinen Teile ausgeführt sei. Er bedauerte vor allem den langsamen Fortgang der Meliora­tionsarbeit wegen des langwierigen Jnstanzen- zuges, den er zu vereinfachen hoffe. Als sehr be­denklich bezeichnete er die wachsende Verschul­dung der Landwirtschaft, die jetzt schon ohne Rentenbankgrundschuld auf

113 Milliarden geschätzt werde, wofür die Zinslasten mehr als eine Milliarde

betragen. Nur eine vernünftige Lösung der Re­parationsfrage könne einen kräftigen Anstoß zur Kapitalbildung geben und die Landwirtschaft entlasten. Bet der Besprechung der Rettungs­vorschläge lehnte der Minister eine Heraufsetzung des Roggen- und Weizenzolls mit der Begrün­dung ab, daß dann Deutschland mit Mehl über­schwemmt wurde, eine Erhöhung der Mehlzölle sei aber wegen der Bindung durch den französi­schen Handelsvertrag nicht möglich. Das Gette.- deproblem sei nicht durch Zollerhöhungen zu lo-t

Deutschland vor der Räumung erst feine sämt­lichen Reparationsverpflichtungen erfüllen müsse, äußert sich ein diploma.ischer Mitarbeiter: Schatzttinzler Churchill hat kürzlich ausdrücklich die Auffassung abgelehnt, daß die Räu­mungsfrage mit der Reparationsfrage irgend- ie zuammenhänge. Die Auffassung des Außen­ministers wird von den französtschen Juristen einmütig unterstützt, während die Mehrzahl der britischen Juristen die Ansichten des Schatz­kanzlers teilen, dessen Urteil auch durch die von Lord George, Wilson und Klementeau unter­zeichneten Friedensdokumenie unterstützt wird.

* * *

Noch in 50 Jahren besetzt?

Mit Advokatenkniffen kommt man nicht weiter.

London, 4. Dezember. (Eig. Drahtbericht.) Ein Blatt äußert sich zur Rede Chamberlains: Wenn man bedenkt, daß Deutfchlands Repara­tionsverpflichtungen, von denen Chamberlain sprach, niemals voll formuliert wor­den find, bann braucht man sich nW zu wun­dern, daß eS sie noch nicht erfüllt hat. Nach die­ser Methode ist keine Aussicht darauf, daß sich die Lage in den nächsten 50 Jahren ändert Wir werden dieses Problem niemals lösen, so­lange wir es im Geiste von Advokaten behau- dein. Wenn Chamberlain aber politisch die bal­dige Räumung begrüßt, dann besteht der einzige Weg zur Räumung darin, daß man die Trup­pen zurückzieht.

6ine furchtbare Krdbeben-Ernte.

221 Tote in Chile. Die brennende Stadt ohne Wasser.

London, 4. Dezember. (Eig. Drahtbericht.)! Rach einer Meldung aus San Diago de Chile werden jetzt die Gesamtverluste an Menschen leben durch das Erdbeben mit 221 Toten u. 535

Verletzten angegeben. Sie verteilen sich auf fünf Städte. Eine Feuersbrunst ist in Talea ausge- brochen, jedoch liegt die Stadt z. Zt. stark unter Wind und Regen. Auch hier macht sich großer Wassermangel bemerkbar.

8u der eigenen Wohnung gefangen.

Das Opfer ihres Untermieters. Wie er die Gelähmte zur Bettlerin machte.

Berlin, 4. Dezember. (Funkdienst.) Hausbe­wohner teilten der Polizei mit, daß die 62jäh rige Witwe I e n n y des früheren Landtagsabge- ordneten und Stadtverordneten Goldschmidt von ihrem Untermieter Sadowsky in ihrer im eigenen Hause gelegenen Wohnung gewalt­sam zurückgehalten werde. Man fand die Anga­ben zum Teil bestätigt. Sadowsky wird auch beschuldigt, die Frau, die gelähmt und hilflos ist um ihr gesamtes

Hab und Gut in arglistiger Weife gebracht zu haben. Der zunächst unauffindbare Sadowsky wurde später in der Stadt aufgespürt

und wird heute dem Untersuchungsrichter vorge­führt. Er hatte von der Frau folgendes zu er­langen verstanden: Einen Erbvertrag, in dem ihm die Frau zum Universalerben macht und ihm 10 000 Mark zur Pflege ihres Grabes zur Verfügung stellt, zweitens einen Kaufvertrag durch den Sadowsky in den Besitz der Wohnung und ihrer gesamten Einrichtung gelangt ist und schließlich vier Blanko-Unterschriften, durch die er sich die gesamte bewegliche Habe der Frau ver­schaffte. Sadowsky wird sich zu verantworten haben wegen Freiheitsberaubung, Nötigung, Drohung, Erpressung, Betrug, Urkundenfälschung und falscher eidesstattlicher Versicherung.

Koalition bringen wird. Es ist nun einmal nicht mit schönen grunbfcn,tit »ekcinnissen der Partei zur Koalition getan, sondern dieser Wille muß sich auch bekunden In Zurückstellung eigener parteipolitischerZiele. Auch hier gilt das Wort Maul spitzen allein hilft nichts cs muß gepfiffen werden.

Chamberlain gegen uns.

Räumung erst nach dem letzten Reparattons- heller.

London, 4. Dezember. Aus eine Anfrage er­widerte Chamberlain im Unterhaus, daß feine juristische Grundlage für die Behaup ung be­stände, daß Deutschland allen Verpflichtungen nachgekommen fei, sodaß es nunmehr berechttgt sei, die vorzeitige Zurückziehung der Besatzungs­truppen zu verlangen Das könne erst dann der Fall fein, wenn Deutschland feine

gesamten Reparativnsverpflichtungeu voll­kommen erfüllt

habe. Es genüge nicht, wenn Deutschland feinen laufenden Reparationsverpflichtungen Nachkomme. Vom politifchen Gesichts­punkt auS würde die englische Regierung eine vorzeitige RheinlandrSumnng willkommen hei­ßen. Die Beantwortung der Frage, ob England Reparations- und Räumungssrage verguicken wolle, lehnte Chamberlain ab.

Auf tolfther Führte

London, 4. Dezember. (Eigener Drahtbericht.) Zu den Erklärungen Chamberlains, daß

sen, sondern durch eine Stabilisierung der Marktverhällnisse. Die Regierung fei dagegen bereit, die Frage einer

Zollerhöhung für lebendes Vieh

zu prüfen. Sie habe auch dem Reichsrat eine Vorlage überwiesen, wonach der Zoll für Ver- brauchszucker um zehn Mark erhöht werden soll unter energischer Wahrung der Konsurnentenin- tcressen. Er wolle auch den deutsch-polnischen Handelsvertrag fördern, wenn Polen sich zu den nötigen Zugeständnissen bereit finde. Das einmalige Notprogramm solle durch ein laufen« des Produktions- und Absatzförderungspro- gramm ersetzt werden, daß vor allem auf die Absatzverbesserung für Vieh und auch die Urnge- ftattung des Milch- und Molkereiwesens einge­stellt sein werde. Ein Milchgesetz werde baldigst borgelegt werden und die Reichsregierung wolle hundert Millionen für die nächsten fünf Jahre zu diesem Zweck bereitstellen. Der Minister trat schließlich für die Reorganisation des landwirt­schaftlichen Genoffenschaftswefens ein.

* * *

Der Landwirt steht schlecht. Verlustbetriebe, Verschuldung, Auslandskon­kurrenz.

Vor der Ministerrede hatte Abg. Dr. Her. mes (Zeutr.) die Wiederherstellung der Ren- tabilitätsmöglichkeit der Landwirtschaft gtfot. dert. Nach den Feststellungen des Engneteaus- schusses seien im Wirtschaftsjahr 1926=27 42 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe Ver. lustbetriebe gewesen, im Äayernlande sogqr 53 Prozent. (Hört, hört). Die Verschuldung der Landwirtschaft habe den Vorkriegsstand schon wieder erreicht, die jährliche Zinslast ihn sogar um über ein Drittel überschritten. Die Preise der landwirtschaftlichen Produkte decken heute nicht entfernt die Produktionskosten. Die Ein- fuhr von Fleisch und Fleischwaren hat sich ge­genüber der Vorkriegszeit vervierfacht, die Ein- fuhr von Milch verzehnfacht (hört, hört.) Die erforderliche schleunige Staatshilfe muß vor al. lern in einem stärkeren Schutz gewisser Erzeug, nisse der deutschen Landwirtschaft vor der über- mächtigen Auslandskonkurrenz bestehen Abg. Bachmann (Dntl.) forderte Heraufset­zung des Roggen- und WeizetnollS Bei der Verteil"- der öffentlichen Lasten werde die Landwirtschaft in ungerechter Weiss benachteiligt

Die Kleinbauern zuerst.

In die Debatte, die heute fortgesetzt wird, griff der Ernährungs-Minister noch einmal ein, um in Zurückweisung kommunistischer Angriffe nachdrücklichst zu betonen, daß die Regierung be­strebt sei, besonders der Rot der Kleinbauern und Landarbeiter zu steuern.

Deomtenwünftde für Severing.

Berlin, 4. Dezember. Der freigewerkschaftliche Beamtenbund beschloß, dafür einzutreteu, daß in den Laufbahn-Richtlinien der Ausstieg in die mittlere und höhere Deamtenlaufbahn nicht künstlich erschwert wird. In der Dienst- zeitsrage der Beamten soll das Reichsinnen.