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Sonntag, 2. Dezember 1928.

Kasseler «tnefft Machrichte»

18. Fahrgang. Nr. 285.

Handel und Detkeht

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Berliner Börse vom Sonnabend

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Pfandbriefe und Schuldverschreibungen.

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Rund um die Wlrt'chattswoche.

Wirtschaftslage und Kreditschwierigkeiten. Die Aushebung der amerikanischen Anti- dumpingverordnung gegen deutsche» Roheisen.

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»Baoer Motoren«. 34*.

» Do8 Gternche» bezeichnet die Snrlr d,e Term «nnottervnaeo fta» tut» na «n Media oder Ultimo gehanlelr werden.

SiS-Dessau »Tenilche Erdü' »Teich Sin -Werke »Tentlche Malchin Tnnemii Nobel »Elektr. Slelernnz

«urveistslve gieckv ebzucv'

verlaus der Bullenversteigerungen.

Der Verband Kurhesstscher Fleclvrehzüchter veranstaltete in Fulda, Bebra und Treysa unter der Leitung von Herrn Landwirtschaftsrat Wal­ter je eine Bullenversteigerung. Dieselben nah­men in Fulda und Bebra einen guten, in Treysa infolge des starken Bullenangebois und des während der Versteigerung herrschenden Schneegestöbers einen schleppenden Verlauf. In Fulda wurden 57 Bullen vorgeführl, von denen 84 gekört wurden. Von den gekörten Bullen wurden 27 zum Durchschnittspreis von 725 Mk. verraust. Die beiden teuersten Bullen kosteten 1070 bezw 1020 Mark. In Sebra waren 42 Bullen anwesend, von denen 26 gekört worden sind. Auch hier kamen nur die gekörten Bullen zur Versteigerung. Es wurden von ihnen 23 zum Durchschnittspreis von 667 Mark cwgefttzt. In Treysa wurden 45 Bullen vorgeführt, von denen 37 gekört wurden. Bon letztern wurden einschließlich derjenigen, welche nach der Ver­steigerung noch verkauft worden sind, 27 Stück zum Durchschnittspreis von 249 Mark verkauft. Das beste, vor allen Dingen ausgeglichenste Material wurde in Treysa vorgeführt. SS war bedauerlich, daß für diese guten Tiere keine höheren Preise erzielt werden konnten. In Fulda wurde gute- Material in der Jungbnl- lenklafse gezeigt. Prämiiert wurden in Fulda die Bullen von Karl Kohlhepp, Schwarzenfels. K. Schlott-Weichersbach, A. Ztumpf-Brembach, A. Schützler-Sandbrrg, I. Simon-Schachen, in Bebra die Bullen von 0. Reinhardt-Landers- Hausen und O. Hollstein in Hornel, in Treysa die Bullen von Bürgermeister Heß-Todenhau- sen, ®. Pfaff-Todenhausen, I. Völler-Verna, I. Ritter-SalmShausen, H. Riedemann-Heflerode und I. Geisel-SpeckSwinkcl. -wp.

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Lerne freiwillig.

Dar Abendgymnafium zu Kassel.

« bttfe8, Wahres wurde in Kassel bai

ö n a f1 u »t eröffnet, um für iunae Leute, die bereits in der Berufsarbeit sieben ^enn sie das energische Streben nach geistiaer Z5Uerbtlduna besitzen, die Möglichkei? J B Berufsarbeit sich planmäkt-i bis ramen' a?l-aen^?"^ unb baä Abiturient"

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Sem««L*"' bi< Z««un« 5er

3e lefe m «Mer Abendgymnasien, die En- Vertretende». ?. £at!no,?er im Beisein von r»id5»rtCr?i5 beA Kuftusministeriums, sowie iahl- re^er Oberschulräte und Stadtschulräte statt-

wendet sich in erster ^ni- an Volks- und Mittelschüler und sieht bi. »,r V^n * bts 6jährigen Bildungsgang ter #h.IatAnlo.rienIe5re,'e yot Ehemalige Zchü- ^^?"N Tagesschule, die die Oberse- £ » und darum nur einen Zjäh.

durchmachen brauchen, kom. men erst in 2- 8m le in Betracht. 'Vunoe »eute 0?k.»etgenen Beruf werden nicht aufgenommen &mn9« im tev^n Fahre Ler entstanden in Köln, Essen, Hannover Bochum-Gelsenkirchen; geplant und wettere Gründungen in Halle, Buer Ma<nr M vergrößern. Ihre hoZ« soziale Bedeutung von br'"- daß sie eine wirkliche Elite

toer »8 fer^, f., 8Iefen und erziehen. Tenn MSb^n S ? ""ch r>es Tages Last und Saf.;.. M J? hahre lang allabendlich alS m ae£« irnh"0.» ?tnmaI tre,totni« ?ur Schule wo^»^nigen, die diesen Bildungsgang wagen daher von vornherein über mebr Durchschnittsintelligen, und über mebr als Durchschnittsenergie und -Streben verfügen Fübrer"u»s^» "ußten gerade die Männer und ESgJj« f?*« Wirtschaft, denen Zu- d^-.«,u"d Le stungSkraft ihrer AngesttL- n*m^uptsache ist. und auch sein muß. es 2?ute«1 hu hA*ew^C1l et>e J1* diesen jungen hnUn?:,br.e rb J Abendgymnasium besuchen wol- KfA1, besuchen, aus bloßem Neid oder Ver- Äe?"rMen^' ®te'ne unb Hindernisse in Ben

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Satten werk Laroiii

vereine.) Schon fe't längerer Zeit Plänen samt» liche Gesangvereine des Untergerichts einen Zu­sammenschluß. Lus diesem Grunde fand hier eine Versammlung statt, zu der die einzelnen Vereine ihre Vertreter entsandt hatten. Rach längerer Aussprache wurde ein Ausschuß ge­wählt und mit der Ausarbeitung von Richt­linien beauftragt, die den Vereinen zur aus­giebigen Beratung zugesaildt werden sollen. In einer noch in diesem Winter stai findenden neuen Vertreterversammlung soll die Gründung eines Sängerbundes beschlossen werden, -g.

Lobenhaufen. Kreis Melsungen, L Deznn- ber. (»euer Bürgermeister.) Hier wurde der Landwirt Heinrichch Möller I. zum Bürger­meister gewählt. Seine Wahl wurde vom Land- rai bereits bestätigt. =l

* Malsfeld, L Dezember. (So ein Schwein!) Metzgermeister Euler hierfelbst schlachtete dieser Tage ein Schwein im Lebendgewicht von über sieben Zentnern. Ausgeschlachtet wog das edle Borstentier noch über fünfeinhalb Zentner, -l.

* Frielendorf, 1. Dezember. (Silbernes Ge- schästsfubtlSum.) Friseur Otto Orlowski konnte sein silbernes Geschästsjubiläum begehen. Der Jubilar ist auch alS Züchter edelster Kanarien und rassereinen Geflügels im Hessenlande weit bekannt.

Oberaula, 1 Dezember. (Auflösung der Basal industne G. nt b. H.) Die Generälver- & r^6 iot,bte Auflösung des Unternehmens »Hessische Basalttndustrte G. m. b H, Ober- aufa, beschlossen. Zu Liquidatoren wurden die Herren Hermann Keller in Minden und August Quackernack in Brackwede bestellt. Jr.

* Uslar 1. Dezember. (Som Starkstrom ge- to et.) Infolge deS letzten orfanartiyn Slur- wes war ein Draht der elektrischen OrtSleiiuna gerissen und auf die Dorfstraße gefallen. Sin ?°r Elnen Molleretwagen gespanntes wertvol- les Pferd des Hofbesitzers Kirchner trat auf den Draht und wurde durch den Strom auf der ® rlle getötet Der Gespannführer bemerkt- die MtJ. Ä ^enug, sodaß noch größeres Uv- heu verhütet wurde.

^8 solche Doppelbelastung lei und eines von beiden not- r. «?<,?tr^iv^,a.8e36etul oder Abenvgymnaflum siuhholitg. Was in Amerika geht. vaS llL unserem arbeitstüchtigem Fanoe eist i»> rs immer junge Leute,

Bau« f* Ober Wre s«lische Aus-

und die das Rennen Bann au soeben müssen; es gibt aber gottlob viel mehr, die es schaffen können. Und b efe iutUn£m der Bildungsgang

^us d«M Abendgymnastum den notweno.gen Ausgleich bildet für da» eintönige Allerlei, wcl- r6! ^ogesberuf heute nun einmal meistens mu sich bringt, und dadurch Geist und Seele aglich zu neuer Frische und BerufSfreuv'akei« am kommenden Tage stärkt. H L

nta«if<5ett Wen ein treffend SenBunoen mutzte Äantion erlegt werden. Bi8 in jede» einzelnen Kalle Sur® lanaandauernde Berbandlungen kektsestellt wer- de« konnte, ob ein Iii!Llas»oll iu «heben fei unb, wenn beiadl, in welcker Höbe. Beftanb doS in ame- rikantfchen DirtschaktSkrelfen. durL Sie amerikanische Konknrren, geschürt, die Meinung, die deutsche Kudu- ftrte verkaufe Roheisen unter dem Jnlanisvreise. wo­durch noch die weitere Boransietzung für Anwen­dung der. Antioumpsngverordnung gegeben war, batz die amerikanische önSuftrte, die an sich schon teurer vroduziere als der deutsche JnlandSvreiS plu» ame- rikani'cher StngangSzölle, geschädigt werde. ®8 hat bald danach etne mfitoe Seit gegeben, in der die »nWtfntung der Antidumvingmatznahmen der Union auf WalzwerkSvrodukie erwogen rontle. zufolge von Anträgen der amerikanischen staSlinduftrte. Sie be- hauvtete. die deutsche Industriedumve" durch Ge­währung von Ervonvergütnngen. was 6er Deutsche Ltablwerksverband in Abrede stellte. Erhebungen der amerikanischen Zollbehörden stellten schlieftlich fest. Latz der deutsche Jmvort von Stahl und Eisen- vrodukteri nicht umfangreich genug fei. um die hei- mifche Industrie irgendwie schädigen zu können. $ro66em bat Schatzsekretär Mellon die Entscheidung 8 Schatzämter langt hlnausgezögert. bi» man sic ich ließ lich emfchlotz. das Untersuchungsmaterial un damit den Antrag der amerikanischen Stahlindustrie ad acta in legen. Auch vor der fetzt erfolgten Auf­hebung der Antidumoingverordnnng gegen deutsche» Roheiten bedurfte es langer Verhandlungen, «fangt. f*mierigfett war. dah da» Gesetz von ISA keine Zu- rückziebting einmal trlasstner Verordnungen vorstebt. Venn da» hier gelingen sollte, fo nur dadurch, dah rS bas Recht ihrer Erneuerung ieberieit vorBekält, für den Kall datz die Einfuhr demfcken Robeisen» wieder in grotzen Mengen erfolgt, was nach den Kestftellungen d-r Zollbehörden letzt nicht ge- ,£6,e6t. und »war als Kolge d« unbeanemen und erfchwerenden Matznahmen. denen die deutfchen Ein- mhren unterworfen stob.

Kasseler Wochemnarkt vom L Dezember.

Sie amUiche« mittlere« Durchfchutttsvreii».

SitTDuen 710, AvieMnen 10$0, Bananen 40 b » M, Seofti 1540, «ochävfel 1220. Birnen 25 bis 40, Weintrauben 5070. Walnüsse 6080, Hasel- Nüsse 5070, Schlehen 1520, Hagebutten 1520, Erdnüsse 5080, Sanbbutter 200210, Sührahmbut- ter 220280, «ter 1618. veterMie 810. Lauch 2080, Unterkohlrabt 10-12, LberkoblraLi 1215, Blumenkohl 4080, Wirsingkohl 1215, Weitzkraut 812, Rotkraut 1215, Rosenkohl 4050, Grünkohl 1520, Rützche» 6080, Svinat 1215. Winter- cnfttBien 1520, Salat 10, Möhren 1216, Sa- latgurken 5070, Dörrobst 8040, eingemachte Boh­nen 8095. Sellerie 8540. Schwarzwurzeln 8560, Meerrettich 1. Sorte 8070, 5. Sorte 40-50. Rettiche 1020. Radieschen 1215, Rote Rüben 1215, Zwie- bei» 1520. Tomaten 5060. Kartoffeln 56, Sauerkraut 1520. BirnenmnS 2580, Zwetschen- mns 8540, Schmand lauer 75, sÜtz 80, Kochkäse 60 bis 70, «äsematte 8540, Rehwild im Kell 105. Reh­wild <Koch^> 50-50, Rehwild (Blätter) 120140, Rehwild (Rücken und Keulen) 150170, Hasen im Kell 8590, Gänse 90110, Enten 110130, Hübner 100-110. Hahnen 100110, Tauben 70-00. Kleischpreise: Rindfleisch 80110, Rouladen

120180, RindSleber 80100, Nierenfett 50. Rinder- talg 60. Gefrierfleifch 75-90, Hammelfleisch 80 bi« 100. Kalbfleisch 90110. Kalbsleber 180140. Schwei- neNeisch 100120. Kotelett 120180, Bratwurst 120 bis 180. Flomen 90-100, Schmal, 120130. frischer Sveck 100110, geräucherter Sveck 120130. Wecke- werk 3040, Leber- und Blutwurst 120140. Sui- perknochcn 4060, Ziegenfleisch 4550. Fisch- markt: Fnliafische 4060, Heringe 1012. erüne Heringe 8032, große SchelllilS- 4043, 'leine Schellfische 8085, Seelachs 4045, Goldbarsch 40 bis 45 Aale 180150. Seehecht 65, -Vlutzhecht 110 6 8 120. Kabeljau 45-^50. Barben 80100, Barsch 90 bl» 100.

** UeBertriebene Befürchtmlge« vor brat neuen spanische« Zolltarif. Die an der AuSfnbr nach Sva- nie» beteiligten «reife find üb« bie tm Gang befind­liche Tarifreform beunruhigt. Nach einer dem Nutzenbanoelrverbanb zugegangenen Mitteilung ssnd indessen die Besorgnisse Übertrieben, ba die von der spanischen Industrie beantragten Zollerböbungeu vielfach als eigene Pläne der spanischen Regierung betrachtet werben, was keineswegs ben Tatsachen entspricht. Der Termin für da« Inkrafttreten der neuen ZEatze steht noch nicht fest. Im allgemeinen soll die Wertbelastung der Einfuhr 1050 »/. betra­gen. Die Tarifrevisson dürfte eine weitere Berstär- ntttg de» Protektionismus Bringen. Allerdings bat der spanische ArbeitSminift« kürzlich «klärt, datz die Überwiegend agrarischen Interessen Spaniens eine weitere Erhöhung der Industrie,ölle auSscklössen. Die ------,ei sfch klar darüber, datz die spanische in Agrarerzeugnissen Bei weiterer Er- t. der ausländischen ®infu6r "r.wignfffen nicht aufrecht erhalten - - - - Er dürfe daher die Versicherung ab­aeben, datz eine weserttliche Aenüeruug bet fetzigen Sage nicht in Aussicht genommen sei. I» gleichem

L-baben ssch verschiedene maßgebende Stellen gegenüber Vertretern amtlicher deutscher Stellen auSgeivrochen.

% Pr.ilentt.Stadlsch Berlin 26 Gotdvfdbr.R.S 95.50 Wn Hess. SandeSbank Goldviandbr 28 R 9 . 97. 8% Vr Landesoidbr An» Galdvidbr 18 98,25 *% Gotboer Grnnbkred Goldvidbl Abi. 5. 5a 97.25. 8% Meininger Hnv. Bank Golüvsdbr. Em. 17 98.

Metntnger Vnv Bank Komm Anl Em ----

8% Norddeutsche Grundkr ®olb»fbbr (Sm 85!, Rorddt ®runbfrebft Komm Aul Em Prratz Eentralbvdenkr Goldviddr v 1927 98.

8% Pr. Eentralbodenkr. «omm. Anl. v. 1927 95.

D« Sohnkonilikt in der (Siientniuftrie ist seiner Beilegung noch immer nicht näh« gekommen. Ar- beitgebcr unb Arbeitnehmer kämvien erbittert, well es bet liefern Lohnkonflikt im Grunde genommen um das Prinzrv des SchlichtungswefenS geht. Außerdem ist eS sicher, datz eine Lösung nur auf 6er BastS ernes neuen langfristigen TarnvertrageS ge­funden werden kann. So schwer und verhängnisnoll dieser LohnkEikt auch ist: er wird in allen Indn- ftrien zum Abschlun längerer Tarifverträge führen U"d damit die Bisherige Unsicherheit in der Kalkula­tion beenbigcn.

Das Wirtschaftsleben leidet schwer unter den Folgen des Lohnkonflikts. In allen Industrien und Geichaftsziveigen, die auf den Maffenkonkum ange­wiesen sind, gestaltet ssch das Weihnachtsgeschäft tm Zusammenhang mit den großen SobnauSfällen in der Eisen- und Tertilindustrie ungünstig. Sveztell tm ^EkleidungSgeiverbe Baien sich tn den letzten Wochen dte Zghlungsschwterigktittn und Insolvenzen gehäust. ES Kigt ssch dabei, rote schwach in vielen Fällen die KavttalbastS selbst alter, angesehener Firmen ttt. Das Verhältnis zwischen dem eigenen Kapital und dem in Anspruch genommenen Kredit, allo dem fremden «avltal, ist in vielen Fällen über.

ungesund. ES zeigt stch dabei bie Sehr jette be» kurzfristigen. AuSlandSkvebiteS: manche Firmen .habe» sich aus biesen ÄuSlanbskrebit. ber mitunter ihr eigenes, Kapital um baS Dreifache überstieg, ein- gerichtet: eine plötzliche Krebitkündigung schafft bann sofort unüberwindbare Zahlungsschroiertgkeiten.

Ungeachtet dieser Schattenseiten ist die Gesamt- roirtsch-ftslage durchaus nicht krisenhaft. Man kann die Diagnose deS Institutes für Konjunkturforschung durchaus unterschreiben, die einen ..verlangsamte» «onfunfinrabftteg bet einem noch immer recht hohen Stand der Produktion und der Beschäftigung kon- (rattert. -1

Seit Januar 1927^unterlag deutsches Roheisen bei Einfuhr nach den Bereinigten Staaten den Vor- Minnen der Antidumoing-Berordnung. Für tn ame-

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11»

* Bollmarshausen, 1. Dezember. (Selbstmord einer Frau.) Hier hat sich dte Ehefrau cineS Landwirtes nachts in ihrem Zimmer erhängt. Seit einiger Zeit machten stch Bel ber Unglück- lrchen Zeichen einer wachsenden Gemütskrank- heil bemerkbar. Am Tage nach ihrem freiwtlli. gen Tode sollte bie Kranke einer Anstalt zuge- führt werden. -l.

* Guxhagen, 1. Dezember. (Goldene Hoch­zeit.) Dieser Tage konnten di- Eheleute M. Katz hier die goldene Hochzeit begehen. Bürgermeister Döring überreichte aus diesem Anlaß bett Jubi- laren im Beisein von Vertretern der Gemeinde ein wertvolles Geschenk sowie eine Geldgabe der Regierung. Vom Vorsitzenden des Kriegervor- eins, dem der Jubilar über ein halbes Jahrhun­dert angehött, wurde Herrn Kotz ein Ehren­diplom überreicht. Während die Jubilarin vom israelitischen Frauenverein, deren Vorsitzende sie lange Jahre war, durch ein Geschenk beehrt wurde, überreichte be* israelitische Männerge- fangverein dem Jubilar einen silbernen Pokal. »L

Hann. Münden, 1. Dezember. (Vorsicht beim Heberttfireiten ber Fuldabrücke.) Bei dem Entrostungsversahren, welches augenblicklich bei ben ErneuerungSarbeiten an der hiesigen Suldabrücke angewandt wird, werden durch ein ^bläse Sandteilchen in ziemlich weite Entfer­nung verstreut. Dabei flog einer Dame,, welche die Brücke übrrfchrttt, ein solche» Sandteilchen in» Auge. Die Verletzung erwies sich als so er- hebNch, daß bie Dame sich in die Göttinger Augenklinik begeben mutzte. -g.

Niederscheden, Kreis Münden, 1. Dezent, ter. (Zusammenschluß der ländlichen Gesang-

von ^aftwerke» errichten. Auch (ollen btt Chrom- erzgruben von Eskischehir auSgebeuiti werben. Zwei totrfe 8ergm«rfiugen!eu« stnl Bereit» von ber sckweblscheu Gesellschaft gewonnen worbe», ba sse lsit mehreren Jahrra mtt 1« Untersuchung unb guäBcmung bet türkischen Gruben beschäftigt stnl. Dine btttte Schwebenge'ellsch-ft will bie Bleigruben unb StlBerlager von Manga auSbeuten.

_ 3« Bet Hausse b« eieftroroerte. Bor einigt»

lagen ist, rote rotr erfahren, ein grosses Paket Sie- mens n Hairke-Aktien nach SmeAka verkauft rovr- den. uub zwar zum Kurs von 406%. ES «hält ssch di-,B«rssou. baß auf dem Umwege ÜBer bie Elektr. dlKt u. «raft St ®. foäter eine engere B-rblnbung zwischen biefer Gesellschaft nnb Diemens tt. SalSke «nd schnckert hergestellt merben (oll. bie auf bleiern ©tat tütt Art Slektrotruft auf lern V-biet ber F°- Brtfatiott nnb gleich»ttig 1er Finanzierung werben Ion.

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Die Krankiurker Börse notierte iOr: 8% Frankfurt« Hnv. Bank VollvIlBr. R. 8 . 97,75, 8% Nass, LanleSBank Gollantelht v. 26 A. 8 . 95JK).

Aus Orr öetmai.

yuiung Der ect)o|räuOe Wie das neue Mittel wirkt.

Der letzten Statistik zufolge wurden 1927 in Vreutzen in 17 Regierungsbezirken Heilverfah­ren gegen die Schäfräude zur Anwendung ge- bracht. Dabei wurden 177 Bestände mit 14374 Schafen behandelt, sodaß gegenüber dem Vor­jahre 384 Bestände mit 19 713 Schafen em erfreulicher Rückgang der Räude zu verzeichnen ist, obwohl mehr als früher unvermutete Revisi­onen der Schafbestände stattgesunden haben. Bei diesen Untersuchungen wurden 134 (gegen 246 tm Vorjahre)' Bestände als räudig ermittelt Darunter waren allein 72 Bestände Gemein­deherden im Regierungsbezirk Wiesbaden, 15 im Bezirk Osnabrück (14 im Regierungsbezirk Kassel) Utto 11 tm Bezirk Arnsberg. Sehr bemerkenswert ist es daß dte Badebehandlung mit Schwefelkalkbrühe sich alS am erfolgreichsten und sichersten, daneben aber auch als am unge­fährlichsten erwiesen hat, während tm Jahre zu­vor noch mit der Gasbehanvlung die relativ besten Erfolge erzielt waren. 1926 waren die Schwefelkalkbäder noch nicht eingeführt. Von den mit Schwefelkalkbädern behandelten 28 Be­ständen mit 4831 Schafen insbesondere m den Regierungsbezirken Osnabrück, Stade, Kassel und Schleswig sind 26 Bestände mit 4631 Schafen geheilt Nur bei einem Bestand mit 140 Schafen wurde anscheinend ohne Erfolg das Schwefelkalkbad angewandt. Gute Erfolge wur­den auch mit Kreoltnbädcrn erzielt, so insbeson­dere bei 32 kleineren Beständen im Regie­rungsbezirk Wiesbaden. In geringem Umfange und mit wechselnden Erfolgen gelangten außer­dem noch Karboxal-, Kresol-, Kremulston Röro- linger-, Sulfoliquid- und Lysolbäder zur An' Wendung. Die

Gasbehandliing wurde nur noch in Ostpreußen idtb Stettin angewandt. Von 34 Beständen wurden 32 geheilt, aber 28 Schafe sind infolge der Begasung verendet. Bemerkenswert ist, daß ein Bestand mit 116 Schafen zweimal erfolglos begast wurde, die nachfolgende Behandlung mit Schwefelkalkbrühe aber Heilung brachte Durch Schmierkur wurden 18 Bestände mit 1844 Scha­fen geheilt, während 3 Bestänve mit 548 Schafen noch nicht geheilt wurden. Aitch hier sühnen Schwefelkalkbäder balo zur Heilung Der Land- wlrtschaftsmintster hat vermehNe unvermutete Untersuchungen der Bestände angeordnet.

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Die Börsen-Stimmung am Sonnabend. Weit« aufwärts.

An 1« heutigen Torinabsul-BSrse blieb 1er Gruutton wett« feit. In Svezlalwerten traten er. nent Kaufe auf, Bie la» «urintneau weiter hoben, »egen Ile loben gestrigen Frankfurter Ab-nlkurfe waren bie Steigerungen aber nicht mebr bcbeutcnb Karbe» würbe» beute bevorzugt, wäbrenb ber Siek- frontartt teilweise unter Realisationen »n leiben hatte ®elbmar!t wenig verändert. TageSgelb 8 bi« 8% Prozent Mrt grotzen Beränberunge» fielen auf Norbwolle vlus Prozent. SSallooff plus 7% Pro­zent. Sellmiühle plus VA Prozent. Reichsbank Im «erlaufe vro»ntimife höher (plu« 254 Prozent An. fangrgewin», Karben plus VA ufro.