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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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18. Ia^raang

Nummer 282 Etnretpreii Wochentag» 10 Pfennig. DvNNerötag, 29» Noj-SUt^Kß' 1.928. ElnzelvreiS: Sonntage 20 Pfennig

Amerika hält das See-Wettrüsten auf.

Hermes will Volen umsttmmen / Schwere Parteikrawalle in Bochum.

6in böfer Rückfall.

Poincarö schiebt die Repko vor.

Die DaweS-Reviston sollte durch rein sachliche Behandlung des Reparationsproblems die Stick- luft von Versailles etwas reinigen. Der Name Reparation ist unglücklich, weil er noch gapz aus der Zeit der Kriegspsychose stammt. Nach dem Versailler Diktat sollte Deutschland wieder gutmachen, als ob nicht auch die anderen am Kriege beteiligten Mächte dazu verpflichtet wären. Im Grund« genommen liegt schon bei dem Namen Reparation die Voraussetzung vor, als habe Deutschland allein am Kriege schuld, als habe es deshalb auch allein für die Kriegsschäden zu büßen. Ein ganzes Jahr- zehnt ist inzwischen dahingegangen. Deutsch­land ist in den Völkerbund eingetreten. Deutsch­land sitzt gleichberechtigt mit anderen Großmäch­ten im Rate dieses Völkerbundes. Deutschland hat byi Frieden an der Westgrenz« freiwillig weitgehend gesichert. So ist die ganze Welt doch allmählich aus dieser ganz einseitigen Einstel- lung der KriegSzeit herausgekommen. Nur un­ter dieser Voraussetzung konnte auch Deutsch­land die schweren materiellen Lasten aus sich nehmen und die moralisch schwerwiegenden Zu­geständnisse machen, wozu eS sich wahrlich nicht leichten Herzens entschloß. Deutschland hat Opfer der Entsagung und der ArbeitSfron ge- bracht wie noch nie ein Volk der Erde. Da bestände wabrlich auch auf der Gegenseite die dringendste Pflicht, guten Willen zu erwei- fett und vor allem Deutschland zu ermutigen, in- dem man eS fühlen ließe, daß sein Entgegen­kommen nicht umsonst ist. Würde man Deutsch- land erfahren lassen, daß sein Entgegenkommen durch entsprechende Rücksichtnahme von der anderen Seite beantwortet wird, dann wär« die Entspannung der internationalen Situa- tton erreicht.

Nun geschieht leider das Gegenteil. Wieder einmal lädt die französische Regierung schwere Verantwortung auf sich. Schon so mancher Frie­densschritt ist an ihr gescheitert. Auch der Be­ginn der neuen ReparationSverhandlungen wurde schon in Genf durch di« französische Ver- quicküng mit der Räumungsfrage erschwert. Run aber hat uns PoincarS die selbst von Pessimisten kaum für möglich gehaltene schwere Ent­täuschung bereitet daß er bie Ernennung deS Reparationssachverständigen an die Repara- tionskommisston verweisen ließ. Damit taucht diese Körperschaft wieder auS der Versenkung auf, die man nachgerade doch in der ganzen Welt für erledigt hielt. Sie war ein Organ des Kriegsbündnifles gegen Deutschland. Sin trau­riges Giftgewächs von Versailles. Der Stempel der Kriegspolttik gegen Deutschland ist ihr weit- hin erkennbar auf die Stirne geprägt. Warum sie als Zwischenglied zwischen bte französisch« Regierung und die Sachverständigenkommission eingeschaltet werden soll, wird kein vernünftiger Politiker, der daS letzte Jahrzehnt einigermaßen bewußt miterlebt bat. begreifen. Wenn die ande- ren alliierten Regierungen — schon dieses Won alliier, erinnert wieder so peinlich an eine krie- gerisch« Situtation — sich nach dem Beispiel Frankreichs richten, dann ist die ganze Kluft zwischen der damaligen Entente und Deutschland von neuem aufgerissen; dann ist Europa, um dessen Einigung und Verständigung man sich nun so eifrig und feierlich seit einem yahrzebnt bemüht hat, wieder um Meilen zu- rückgeworfen. Es ist nur aus der absolut ego- zericischen Haltung der ftanzösiscken Politik zu erklären, daß ein so schwerer Rückfall tn di« KriegSpolitik fetz« noch erfolg«» konnte.

Man mußte zwar immer wieder spüren, daß Frankreich sich nie vom Geist der völkerliebe lei­ten lieft, mit dem e» an allen politischen Bör­sen spekuliert, sondern immer nur von schlecht verhülltem grobem Eigennutz. Aber auf diese neue BrüSkiening wor man nicht gefaßt. In der RevarationSkommlsston ist Deutschland nich' vertreten; el kann vor diese Kommission nur voraeladen werden, um gehört zu werden Glaubt man denn wirklich In Paris, daß man das noch einer Großmacht zumuten dürfe, mit der man zusammen im Rate des Völkerbundes sitzt? Die man zu den weitgehenden -iuaeständ- nissen von Locarno veranlaßt bat? Will man die ganzen Fragen der Kriegsschuld und der Kriegsschulden In dem Sinne neu gufrollen. daß Deutschland von neuem al» bet Angeklagte vor dem Weltgericht zu erscheinen habe’’ Aber daS Gericht der ehemaligen Alliietteu wird heute auch in anderen Ländern als tn

Deutschland längst nicht mehr als kompetentes Weltgericht empfunden. Die Reparatlonskom- mission ist eine überlebte Einrichtung aus der Zeit des ersten Siegesrausches. Die nüchternen Aufgaben, vor denen die Welt heute steht, können mit solchen Mitteln wirklich nicht gelöst werden. Hoffentlich führt der unverständ­liche Schritt Frankreichs letzten Endes nur dazu, die Unmöglichkeit einer solchen Auffassung recht deutlich in Erscheinung treten zu lassen. In der Wilhelmstraße ist man allerdings um des lieben Friedens willen geneigt, der These Poin- caröS nur formale Bedeutung beizulegen, da die „Repko" auch am Dawesplan bereits beteiligt war. Man hofft ihren Einfluß aus den Sach- versiändigenauSschuß ausschalten und eine freie Vereinbarung erzielen zu können. Trotzdem mutzte man aber auch in Paris zu verstehen ge­ben, datz diese abgerissenen Kriegsdrahtverhaue nicht geeignet sind, dem Winderaufbau und der Sicherung des europäischen und Weltfriedens eine Gasse zu bahnen.

Halt mit -em Wettrüsten r Amerika lädt London zur Aussprache ein.

Wasbington, 28. November. Der Vorsitzende deS Marineausschusses, Britten, hat bei dem britisckien Premierminister Baldwin eine ge­meinsame britisch-amerikanische Konferenz ange­regt, um die Frage der G l e i ch h e i t der S e e- streitkräfic beider Staaten in allen KriegS- schiffSNaffen, die vom Washingtoner Vertrag nicht berührt worden sind, zu prüfen. DaS Te- legramm schlägt vor, daß die Konferenz nach dem 3. März in Canada zusammentreten sollte. Den Regierungen wären Berichte vorzu- legrn. Britten äußerte sich, er sei durch den Wunsch BaldwinS nach häufigeren persönlichen Unterredung zur Förderung deS gegenseitigen Verständnisses zu dem Schritt bewogen worden.

Snglknds QlritDort fthon fertig.

London, 28. November. (Eigene Drahtmel- dung.l Die britischen Botschafter in PariS und Rom hoben gestern die Hauptrichtlinien des bri­tischen Entwurfs auf die deutsche Denkschrift vom 30. Oktober über die Ernennung eines Re­parationssachverständigen ■ Ausschusses bekannt - gegeben.

Belgien iflfit reinen vlenn'g ab

London, 28. November. (Eigene Drahtmel- dung s Bei einem Geburtstags-Festessen für den belgischen König, fügte gestern der belgische Bot- chafter Baron Moucheur, die Steuerzahler in Belgien seien dreimal so schwer belastet als vor dem Kriege, und Belgien habe ein «m- angreicheS Programm öffentlicher Arbeiten Daher könne Belgien keinen neuen Opfern zu­stimmen und hatte auch an seiner Auffassung über die deutschen Mark-Bestände fest. Belgien messe letzterer Frage die größte Wichtigkeit bei.

Unter vomcorss Softehen

Paris, 28. November. (Eigener Drahtbe­richt.) In Brüssel war man gestern überrascht, daß Ministerpräsident Ja spar in Begleitung von Francgui in Paris mit Poincart eine Un­terredung über die ReparationSsrag« und die Bildung deS SachverständigenauSschufleS hatte, deren Ergebnis für die Vertreter Belgiens befriedigend gewesen sein soll.

Wer wir- PrSsi-ent?

Seipel für Volksabstimmung.

Wien, 28. November. (Privattelegramm.) Bundeskanzler Dr. Seipel sprach sich gestern in einer Parteiversammlung für eine Bolksab- timmung über die Wahl des BundeSprästden- en aus. DaS Volk müsse erstmalig über die Rrogc eines Ausbaues der Demokratie durch Einführung der Bolkswahl bei Bestellung deS Staatsoberhauptes und die Frage einer Er­weiterung feiner Befugnisse entscheiden.

Schneestürme in -en Bergen«

Hochwasser in den Harzflüssen.

Berlin, 28. November. AuS dem Oberharz wird ein starker Schneesturm gemeldet. Der Schnee liegt teilweise fünfzig Zentimeter hoch bei einem Grad Kälte Auch auf dem Brocken dauern die Schneefälle an. Im Harzvorland ging am Montag ein kurzer Schneesturm nieder. Der Schnee wurde jedoch sofort zu Wasser. Auch

in Thüringen und in der Rhön fiel Neu­schnee, besonders stark auf den Rennsteighöhen, wo er bis zwanzig Zentimeter hoch liegt Tie Harzflüffe und -Bäche find so hoch angeschwol- len, wie sonst nur zur Zeit der Schneeschmelze. Die Helme ist vielfach über die Ufer getreten und hat weite Wiesenslächen überflutet An der Zorge mußten die Schutzwehre gezogen werden. Die Wipper hat ihre Ufer überflutet

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Tlucy 'm Süden noch wüstes Wetter.

Rom, 28. November. (Eigene Drahimcl- dung.) DaS Unwetter in Mittel- und Süditalien hat noch immer nicht nachgelassen. Auf den Bergen um Genua herum ist der erste Schnee gefallen. Im Hafen von Neapel mußten die Schifte ihre Verankerung verdoppeln. Der Ber- kehr mit den umliegenden Inseln ist z. T. ein­gestellt

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D"S Unwetter Bär im Wellen on

Paris, 28. November. Sturm, Regen, Schnee, Ueberschwemmungen halten noch überall an. Man glaubt nicht, daß im Kanal vor drei bis vier Tagen eine Besserung zu erwarten ist.

* * *

Die Ltaöt im Wasser.

Flucht aus dem Hafenviertel.

Kopenhagen, 28. November. (Eigene Draht­meldung.) Die Hafenstadt Randers ist vom Hochwasser heimqefucht worden. DaS Wasser stehtx im Hafen anderthalb Meier über normal. Besonders find die tiefer gelegenen Stadtviertel heimgesucht. Sämtliche Kellerwohnungen muß­ten geräumt werden, aber auch au6 den Par­terrewohnungen mußten die Bewohner flüchten.

polen williger?

Hermes knüpft die Handelsfäden neu.

Warschau, 28. November. (Privatmeldung.) Der deutsche Handelsbevollmäch igtt, Dr. Her­mes, t>at sich mit der polnischen Regierung über die Erneuerung der Warschauer Handelsver­tragsverhandlungen mit Polen geeinigt Her­mes trifft schon Ende der Woche ein, um festzu­stellen, ob und in welchem Matze di« Forderun­gen beider Staaten in Uebereinstimmung gebracht werden können. Die unmittelbare Aus­sprache zwischen den Vorsitzenden der beiden Delegationen ist ungefähr auf zwei Wochen vorgesehen. Bon dem Ergebnis dieser Be- sprechungen wird die Frage der W i e d e r a u f - nähme der Kommissionsarbei.en abhängen.

Line „saubere" wurstfabrik.

AuS den Eingeweide« der... Abdeckeret

Warschau, 28- November. (Eigene Drahtmel- düng.) Die Geheimpolizei stellte fest, datz eine Posener Wunttfabrik in großem Umfange Wurst­waren herstell»« und zum Versand brachte, die auS den Eingeweiden verendeter Tiere hergestellt waren. Die Fabrik erfreute ich eines großen Absätze« in polnischen Städten Ihr Hauptlieferant waren die städtischen Ab­deckereien, die die Eingeweide von Hunden, Katzen, krankem Vieh und anderen Tie­ren an dir Firma verkauften. In Zcenstochau und Posen sind bereit» zwölf beteiligte Perso­nen verhaftet.

wüste Rrawalle im Saal.

Der Gummiknüppel trennt die Parteifanat'ker Bochum, 28- November. Zu einer national­sozialistischen Versammlung, in der Abg. Stube prach, hatten sich starke Kommunistentrupvs eingefunden, sodaß die Polizei weitgehende Si­cherungen getroffen hatte. Während der Dis­kussionsrede des Abg. D u d d t n S (Komm.) ent­wickelte sich eine schwere Schlägerei, bei der mehrere Teilnehmer z. T. schwer verletzt wurden. ES wurde mit Gläsern, Flaschen, Stüh­len und Steinen geworfen und geschlagen. Die Polizei griff unter Anwendung deS Gummi­knüppels energisch durch, trennte die Kämpfen ben und räumte schnell den Saal. Im Saal wurden u. a. eine Pistole, Eisen stücke Flaschen und Steine vorgefunden. Starke Polizeistreifen schafften auch vor dem Lokal und in den angrenzenden Straßen Ruhe und Ord nung. Polizeipräsident Stieler verbot auf Grund des allgemeinen Landrechtes für den Stadtbezirk Bochum jede Demonstration, Um­züge und Versammlung unter freiem Himmel.

loooo Vermißte.

Aber niemand geht der Polizei verloren.

Die 8ermi6te##ene« stark beschäftigt. — Wie es manchmal bar« kommt. — Versetz»»gstermi»e eine kritische Zeit. — Jugendliche Ausreiber auis Land. — Die schmierigste Arbeit des Krimiua- l»üe«. — Das Heer d« unbekannte» Tote«.

Ein volles Armeekorps von Menschen aller Lebensalter wird in Deutschland alljährlich bet oer Zentralstelle in Berlin als v er m i ß t ge­meldet. Und zwar handelt es sich um das Ver­schwinden von Personen, bei dem mit Verbre­chen ober Unglücksfall zu rechnen wäre. Die Polizei wird allerdings in zahllosen Fällen auch mit ihren Fahndungseinrichtungen für Vermißte und unbekannte Tote mißbräuchlich bemüht. Beispielsweise kommt es nicht feiten vor, daß ein Ehemann seine Frau buchstäblich aus dem Hause hinauswirft, das gewollte und erzwungene Alleinsein ungemütlich findet und dann die Vermißtenstelle seines Wohnortes we­gen der »geliebten Frau" in Bewegung setzt. Manchmal melden auch Arbeitgeber ihre plötzlich ausgebliebene „Minna" oder „Marie" als ver­mißt und machen dann die Erfahrung, daß die verlorene tt. gesuchte Perle auietschlebendig sich einem Kavalier anvertraut hat, der dann die Dienstherrschaft vielleicht noch um wertvolle Kleinigkeiten erleichtert. Das ist ein garnicht seltener

AnSNang der Zügellosigkeit,

die nun einmal vorläufig noch sehr mißverständ­lich als „Freiheit" angesehen wird. Eine wet- tere Zeiterscheinung ist. datz der Landauf­enthalt von Grotzftadtkindern heutzutage im­mer wieder Jugendliche zur Flucht aufs Land verleitet. Die halbwüchsigen Jungen, aber auch Mädchen, sind sogar so überlegend, nicht in die Dörfer ihres Ferienaufenthaltes zu entlaufen, sondern bieten ihre Arbeitskraft, nur um auf dem Lande zu leben, in anderen Orten an Aus­nahmslos mit Erfolg. Wenn dann der Winter kommt, finden sich die Verlorenen oftmals wie­der selbst zuhause ein, bringen Wurst und Schinken und sogar auch etwas Bargeld mit und werden dann nicht allzu stramm angefatzt. Auch die Polizei ist ja froh, wenn sie auf so einfach« Weise eine Sorge los wird. Es gelingt ihr zwar, selbst in den ernsten Fällen von Vermiß­ten, so gut wie restlos eine befriedigende oder auch eine sehr traurige Aufklärung zu schaffen. Es bleiben ungefähr nur soviel nicht Wiederge­fundene,

wie eS unbekannte Tote gibt

oder aber eS gelingt oft erst nach Jahren unb Jahrzehnten die Wiederauffindung. In einer norddeutschen Großstadt meldete sich bei der Vermitztenslelle ein B ä ck e r me i st e r a u 8 Amerika, der im Alter von vierzehn Jahren spurlos verschwunden war, sich als der damals gesuchte Vermißte meldete und nun die Polizei bat, seine vermißten Verwandten aufstöbern zu hclfkn In einem anderen Falle gelang die Wie­derauffindung eines in Süddeutschland entslo« denen vermißten Vierzehnjährigen nach sie­ben Jahren tn Innsbruck, wo er wegen einer Sttaftat ergriffen wurde und dann Heim­weh bekam Ein merkwürdiger Fall von Gedan­kenübertragung ereignete sich ganz kürzlich in Königsberg. Dort hatte jemand etwas über die Vermitztenzentrale gelesen und wandte sich nach Berlin um Wiederauffindung seines 1919 ver­schwundenen Bruders. Ihm konnte postwen­dend geantwortet werden, daß sein Bruder zu­fällig am gleich en Tage sestgenommen worden war. und daß er sich auf den KöniaSber- qer Bruder als Ehrenmann berufen habe. Ei­nen feltfamen Gebrauch machen zuweilen

Lebensmüde von der vermißtenzentrale.

Sie schreiben dem Leiter einen Brief, daß man sie da oder dort tot auffinden würde und Pak­ten andere Briefe an Angehörige bet. Erfah­rungsgemäß gewinnen solche Selbstmörder in­zwischen wieder die Lust am Leben und melden sich dann bei der Polizei, beschämt, aber auch soraenerfüllt, daß man die peinlichen Briefe wirklich abaeschlckt haben könnte. Glücklicher­weise ist das dann meist unterblieben. Ernst­hafte Selbstmordfälle machen den Vermißtenstel- frn schwerste kriminalistische Arbeit. ~te haben Immer wieder die Aufgabe, unbe- 'annte Tote zu identifizieren Frauen machen iaS leicht; denn sie folgen meist einer augenblick­lichen GemütSstimmnnq und verwischen niemals die untrüglichen Erkennungszeichen Ander» ist eS bei den Männern. Ste gehen auS wirtschaft-