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9?r. 280.

Achtzehnter Jahrgang.

Meier Neueste Nachrichten

1. Beilage.

Dien-Iaz, 27. November 1928.

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werden könnten, doch wisse er nicht, wohin gekommen seien. Im übrigen befasse er hauptsächlich mit dem Handel alter Möbel.

durch dich habe ich Peter und schließlich seinen Entführer entdeckt."

"'-iT? in deiner Schuld." Klaus entaeanete fröhlich:

die sich

* TtaatSkontrolle für stillende Mütter. Wie aus Budapest gemeldet wird, bereitet das In­nenministerium eine Verordnung vor, wonach künftighin nur diejenigen Mütter ihre Säug­linge an Ammen geben dürfen, die nachweislich nicht in der Lage sind, das Kind selbst zu näh­ren. Im Zusammenhang damit wird eine be­sondere Registrierung der Ammen durchgeführt.

* Dcheidungsfieber in Japan Japan macht in der europäischen Kultur rasche Fortschritte. Nach der offiziellen Statistik des Völkerbundes steht in Ehescheidungen Japan für >927 an erster Stelle; ihm folgt Deutschland.

* Ein Dinosaurier-Fund in England. Bei

.Bist ein Mordskerl, Klans! Wie hast du nur fertig bekommen? Ich stehe bis zum

.Später, später, lieber Peter. _ _____

kleine Ueberraschung erschrick nicht Gussy

Aus aller Welt.

Äie amerikanische Musern betrogen wurden

Die amerikanischen Behörden schätzen die Schäden, die die Museen in Boston, Eleveland und Rewyork durch Ankauf von Fälschungen des Italieners Dossena erlitten haben, provisorisch auf fünf Millionen Dollar. Die Nachforschungen nach weiteren Fälschungen werden fongesetzt. Die Affäre erregt in der amer.konischen Öffent­lichkeit das größte Aufsehen. Italienische Zei- tungen betrachten den Antiquitätenhändler Palessi von Bologna nebst dem Bildhauer Doffena als die Hauptpersonen der großen Kunstfälschungsasfäre. Palefst habe die Skulp- turen in Auftrag geben lassen, die dann als Werke berühmter Meister der italienischen Renaissance an amerikanische Museen verkauft wurden. Palessi bewohnt außerhalb Bolognas die prachtvolle Villa .Elisa". Den Journalisten gegenüber zeigte er sich ziemlich zugeknöpft. Er übergab ihnen nur eine hektographierte Erklä­rung deS Inhalts, die italienische Presse sei von interessierten Leuten irregeführt worden. Er habe nur italienischen Händlern fturrftgegen» stände verkauft, solche aber nicht auS Italien ausgeführt. Der letzte Verkauf liege einige Jahre zurück. Das übrige würden feine Rechts­anwälte zur Fftstellung der wahren Tatbestan­des besorgen. Palessi erklärte nachher in einem Gespräch, er habe prachtvolle Kunstwerke ver­kauft, die als Werke großer Meister angesehen

(em Augenblick erhob der Schiffbrüchige den Arm. Ich ließ die Maschinen fwppen, wir war­fen einige Rettungsringe und eine Tonne ins Wasser und machten eine Schaluppe loS. Bei­nahe hätten wir die Tonne aus den Augen ver­loren. Endlich aber entdeckten wir sie wieder Der Schiffsjunge hatte sich darangeklammert und er wurde von uns inS Boot gezogen, gerade in dem Augenblick, als er das Bewußtsein verlor Zwei Tage lang kam er nicht wieder zu sich und lag in hohem Fieber. Sein Gesicht war vollstän­dig verbrannt. Staunt war er wieder zu sich ge­kommen, verlangte er nach Wasser. Aber wir ga­ben es ihm nur in kleinen Schlucken."

Ms wenige Tage nach derLianna" die RheinfelS" im Hafen von Kalkutta eintraf, wurde er wieder an Bord seines Schiffes ge­bracht, wo er von der ganzen Bemannung ver­hätschelt und mit bester Verpflegung versehen seine baldige Genesung erwartet.

Der Schiffsjunge.

Abenteuer eines jungen Deutschen.

ßi.toimmtnti im (xjoHe eee «de» zugebrachi bet. bring-- «»»lp-dk Ciettnygen ausiübrliche «e- richte. Rach bitfett, ans bester Ltullt (tarn-

beten alkoholhaltige Getränke verschenkt werde» dürfen, ebenso mit Bezug auf die Zulassung von Nichtmitgliedem. ES hat sich heranSgestellt, daß, soweit bisher bekannt, wenigstens in eini­gen Fällen die Polizeibeamten von den Kludve- siyern bestochen worden sind. Bei einem Polizi­sten hatte man die Summe von 240000 Mark gefunden Es scheint, daß diese Mißstände wei­teren Umfang angenommen haben, alS man bisher wußte, und eS wird berichtet, daß die Bestrafung und Ausweisung von mindestens 200 Ausländern bevorsteht, darunter vielen sehr schnell reich gewordenen Leuten. Die Klubs be­finden sich meist im Besitz von Franzosen. Bel­giern und Italienern.

* Rom bekommt eine Filmstadt. Der Ber- walwngsrat des neuen Instituts für die För­derung der Kinematographie hat die Schaffung einer Filmstadt in Rom in bet Nähe des neuen Flughafens Litorto beschlossen. Es wurde ein umfassendes Arbeitsprogramm für die im ersten Halbjahr 1929 zu drehenden Filme aufgestellt. Der Präsident gab auch Aufschluß übet die Tragweite deS AuStauschverttageS mit der Ufa In Berlin.

Wo man das Fischen lernt. Die erste preu- ßiscke Fischereischule wird in Lötzen in Ostpreu­ßen eröffnet werden. Es sollen nur junge Fi­scher die wenigsten- zwei Jahre praktisch gear­beitet f-Ation, aufge""mnten werden. Die Schü­ler erhalten Wohnung und Verpflegung für 10 Mark monatlich.

* Der falsche Hebel. Ein Auto, das von einem Fahrschüler gesteuert wurde, neben dem der Fachlehrer saß, geriet auf einer Straße in Mün­chen ins Schleudern und fuhr ganz in da» Schaufenster eine» großen Delikatessengeschäfts hinein. Der Fahret hatte in der Angst statt auf den Brems- auf den Gashebel getreten.

folgenbcrinaben «,getragen:

Gegen zwei Uhr morgen» erhielt der 19jäh- rige Schiffsjunge Spitz den Auftrag, ein Tau, das am Bug seines Schiffes, derRheinfels" ins Wasser hing, zu entfernen; er verlor bei die- S: Arbeit das Gleichgewicht und stützte ms eer. Niemand hatte etwas von dem Vorfall bemerkt. Als Mfted Spitz wieder aus dem Wasser auftauchte, wat das Schiff schon so weit entfernt, daß er es nicht mehr erreichen konnte Da et ein sehr guter Schwimmer wat, verlor er den Mut nicht, sondern er machte sich daran, nach bet Richtung hinzuschwimmen, wo nach seiner Annahme bte Küste lag. Einige Schiffe fuhren an ihm vorüber, aber übersahen ihn und hörten auch nichts von seinen Hilferufen. Gegen Morgengrauen erkannte Spitz, daß die Sttö- mung ihn nicht nach der Küste zu, sondern ins offene Meer getrieben hatte. Die Sonne tauchte über dem Indischen Ozean auf und je höher sie am Horizonte stieg, um so schrecklicher wurden die Qualen für den unglücklichen Schiffsjungen Der Kopf brannte ihm wie Feuer, ein unstillba­rer Durst folterte feinen Gaumen. Er versuchte sich das Hemd über den Kopf zu ziehen, um sich vor den sengenden Strahlen der Sonne zu schützen, aber es glückte ihm nicht. Die Haut schalte sich ihm vom Körper. Seine Kehle trock­nete aus und schwoll an, daß sie so hart wurde, wie ein Stück Holz.

Jetzt bemerkte Alfred Spitz auch noch zu fei­nem Schrecken, daß er nicht allein war; eine Reihe riesiger Haifische umschwammen ihn von allen Seiten. Es dürfte wohl bekannt fein, daß di« Haifische nicht alle Menschen angreifen. Die einen werden von den Untieren verschont, wäh­rend sie die anderen sofort mit thren unheimli­chen Gebissen Überfällen und in Stücke reißen. Alfred Spitz hat später gesagt:Die Haifische griffen mich nur an, wenn ich vom Schwimmen ausruhie. Sobald sich eines von den Unge­heuern mir näherte, schwamm ich aus Leibes- kräften weiter und es ließ mich unbehelligt. Ader wenn er auch so durch einen glücklichen Zufall der schlimmsten Gefahr entgangen war, vermehr­ten sich feine Qualen noch auf andere Weise. Hungrige Waflervögel setzten sich auf seine Schul­tern und pickten ihm gierig in Kopf und Arme. Spitz war so erschöpft, daß eS ihm kaum gelang, die Tiere fernzuhalten.Nur eine Möwe", ha, er später erzählt,zeichnete sich von der Rotte der übrigen vorteilhaft aus. Sie tat mir nichts Seide. Blieb immer in meiner Nähe und setzte

manchmal auf meine Schulter. Sie hiell gute Kameradschaft mit mir."

Endlich kam ein italienisches Schiff, dieLi­anna", in Sicht, und der Schiffsjunge winkte ver­zweifelt mit den Armen. Zuerst erschien eS ihm so, als habe auch die Bemannung dieses Schis fes ihn nicht bemerkt. Dann aber setzte ihm fast das Herz au8 vor freudigem Schreck. Er sah, wie man eine Schaluppe losmachte.Was bann Passiert ist, weiß ich nicht mehr", äußerte er einem Pressevertreter gegenüber;Ich tarn erst wieder in dem Bett eines italienischen Schiffes zu mir."

Der Kapitän Mazzella, der Kommandant der Lianna", hat in einer Kalkuttaer Zeitung über die Rettung deS Schiffsjungen folgendermaßen berichtet:Es war gegen 17,30 Uhr, wir befan­den uns 30 Meilen von Perim entfernt, als mit der erste Offizier, der sich auf der Kommando­brücke befand, mittetlte, daß er einen im Meer schwimmenden Gegenstand bemerkt hätte. Als ich die Stelle aufmerksam mit dem Glase nachprüfte, stellte es sich zu meiner Ueberraschung heraus, daß es sich um einen Menschen handelte. In die-

Meter bet Ausschachtungsarbeiten Skelett-Teile eines Dinosauriers gesunden worden. Der Pa- läontologe > Woodward vom Britischen Museum charakterisiert die Fund« al» Brust, und Rück- gracknochen eines Jguanodon Sehnliche Funde sind schon einmal 1822, nicht weit von der letz­ten Fundstätte entfernt, gemacht worden.

Die Garage unter der Straße Rach ame- rikanischem Muster wird jetzt auch in Paris eine Garage unter der Straße gebaut, und zwar un­ter dem Platz an der Börse. Der unterirdische Bau wird sechs Stockwerke umfassen; die Auto- Werden mittels Fahrstühlen befördert.

Per Eisenbahn nach Uebersee. Aus einer englischen Schiffswerft ist ein neuartiges Eisenbahnschiff fertiggestellt worden, da» eine Art Frachtdienst nach Uebersee aufnehmen soll DaS Schiss, das von der Oversea Railway Cor­poration Newyork bestellt ist, wird in vier Etagen gebaut sein und soll etwa 100 Güter­wagen aufnehmen. Die Waggon- werden zu einem Güterzug bei der Landung zusammenge- stellt. und sind sofort zur Landfahrt in- Jn- nere bereit. Das neuartige Trajektschiff wird zunächst auf der Route New Orleans und Ha­vana in Dienst gestellt werden.

* Eine Beruhigungspolizei in Paris. Der Pariser Polizeipräsident Ehiappe hat einen be­sonderen Kursus für Polizeimannschaften ein- gerichtet, die in Theatern, Warenhäufern und ähnlichen Orten verwendet werden sollen, wo die Gefahr einer Panik besteht. Der Ausbil­dung dieser Trupp« liegt die Erfahrung zu Grunde, daß durch Besonnenheit Einzelner die aufgeregte Menge leicht gelenkt werden kann. DieBeruhigungspolizei" stützt sich auf die Beobachtungen bei dem Madrider Theaterbrand

* Eine Expedition in den malayischen Ur­wald. Eine der wenigen Gegenden aus unserer Erde, die bisher keines Weißen Fuß betreten hat, sind die fast undurchdringlichen Dschungeln Malakkas und Sumatras. In den Jahren 1924/25 wagte ein deutscher Gelehrter, Paul Schebesta, das Abenteuer, in diese Urwälder nur von einem malayischen Diener begleitet, vorzustoßen Sein ErpeditionSbericht ist soeben bei Brockhaus.Leipzig, unter dem TitelCranti- Utan* bei den Urwaldmenschen Malakka» und Sumatras erschienen.

* Ein neunjähriger Eifenbahnattentäter. Vor einigen Tagen wurde bei Schonungen in der Nähe von Würzburg ein eiserner Radschuh auf dem Bahugleise gefunden. Die Ermittlun­gen haben nun ergeben, daß al» Täter ein neunjähriger Knabe aus Schonungen in Be­tracht kommt.

* Eine seltsame Einbruchsaffäre, lieber eine seltsame Einbruchsaffäre wird folgendes berich­tet: Früh gegen 3 Uhr drang ein Mann in der Mommfenstraße in Charlottenburg in eine Wohnung ein, begab sich zu dem Dienstmädchen und schloß es unter Liebkosungen ein. Dann überftei er die Inhaberin der Wohnung, kigtie Witwe von 45 Jahren in ihrem Schlafzimmer. Schmucksachen im Werte von etwa 10000 Mark, die auf dem Nachttisch tagen, ließ er unberührt, stahl aber dem Küchenmädchen 25 Mark uno verschwand.

* Feldzug gegen die Londoner Nachtklubs. Die Londoner Polizei hat einen Feldzug gegen die Nachttlub» eröffnet, die, wie verschiedene

Gussy! Ist sie da? Wie? DaS meinst du doch?" Er sah sich mit feinen kurzsichtigen Augen spähend um. Ah, da kam etwas gerannt Und schon flog die blonde, kleine grau, die sich von Ines nicht hatte halten lassen, in Pro- fessor Sanders ausgebreitete Arme.

Klaus drehte sich um, das Wiedersehen der beiden brauchte keinen Zeugen. Er blickte Gravesham nach, der den verhafteten Japaner nach dem Ausgang eskortierte.

Nach einer Weile hörte er seinen Namen. Es war Peter, der ihn anrief.

Du, Klaus, soeben sagt mir Gussy, du ha- beft dich verlobt, mit Fräulein de Castro Mei- nen Glückwunsch, meinen herzlichsten Glück­wunsch, alter Junge!" Und Peter schüttelte dem Bruder die Hände.

Sieh, Peter, da kommt Ines!" sagte Klaus mit strahlenden Blicken und ging ihr entgegen

Seine Aufgabe war gelöst, er durste an sein eigenes Glück denken . .

Auf den Fliesen des Rewhorker Staatsge- fängnisseS hallten Tritte von vier Männern. Der Aufsichtsbeamte, der wie die Spinne im Netz von feinem zentral gelegenen Platze aus sämtliche Gänge überschauen konnte, grüßte stramm, als die Gruppe an ihm vorüberfchritt. Er hatte zwei seiner Vorgesetzten, den Chef der Geheimpoli- zei und den Gefängnisdirektor, erkannt.

Als die Herren vor der Einzelzelle 444 stan­den, meldete der Direktor:

Hier, wenn Sie belieben, Mr. Kellog!" Dann sperrte et eigenhändig die Türe auf.

Auf einer hölzernen Pritsche lauerte ein Mann. Als er aufsah, rasselten die Ketten, mit denen er an die Mauer gefesselt war. Es mußte ein für die Behörde wichtiger und zudem ge­fährlicher Mensch fein.

Mr. Kellog wendete sich an einen der Herren:

Erkennen Sie in diesem befangenen Ihren Entführer. Professor Sander?"

Ja!" erklärte Peter mit leidlich fester Stimme. Er ertrug nur schwer das schillernde, nackte Grau der auf ihn gezückten Augäpfel Devils. Obwohl er dem Panker die furchtbarste Zeit seines Lebens verdankte, konnte er dem Un­

waren ihr nahe. Klaus schob seinen Arm un­ter ihren und raunte ermunternd:

Kopf hoch, Gussy!"

Am Eingang zur Wartehalle begrüßte sie Inspektor Gravesham, den Verhaftungsbefehl für ben Japaner in der Tasche. Er paffte ge­waltige Rauchwolken aus seiner Stummelpfeife und sagte:Ich bitte auf das Gesicht von die- fern Kamura zu achten, wenn ich den Kerl hoch, nehme. Ich persönlich bin gespannt wie ein Regenschirm".

Endlich, nach fast zweistündigem Warten während dessen Frau Professor Sander fast verging vor Unruhe, tauchte am Horizont ein kleiner Punkt auf, der aus Südwesten kam und zusehends großer wurde. Es konnte das Flug­zeug KamuraS fein. Kurze Zeit später konnte Klaus mit Sicherheit sagen, daß eS sich tatsäch­lich um denKondor" handle. Er kannte doch die Bauart der Maschine! Dann ging der sil­berne Riesenvogel in eleganten Kurven zu Bo­den, der Pilot verstand feine Sache.

Klaus riet seinen Begleiterinnen, in der Halle zu warten. Er selbst stürmte mit dem In­spektor auf die Landungsstelle zu und sah schon von weitem zwei vermummte Gestalten auS der Maschine tletern.

Peter, Peter!" brüllte KlauS und stob auf feinen Bruder zu. Im nächsten Moment warf er ihm die Arme um den Hals.

Kamura aber machte ein unbefchreibliches Gesicht, weil er sich die Ablieferung des Pro­fessors anders vorgestellt hatte. Dieses Gesi-t" wurde noch dümmer, al» ihm der Inspektor die Hand auf die Schulter legte und gemütlich ex klärte:

.Sie sind verhaftet, Mr Samurai"

Peter sah nur den Bruder rnb hatte Wasser n den Augen Erst jetzt glaubte er an die Voll- ommenbeit feiner Rettung. Er hatte den einen Arm um die Schulter des Jüngeren gelegt und Mte mit beweoter Stimme:

glücklichen einen Rest von Mitleid nicht ver­sagen. Denn niemand konnte so gut wie Peter die Höhe ermessen, aus der dieses Genie in die Tiefe gestürzt war.

Kellog trat einen Schritt vor.

Ihr Schuldkonto hat eine beträchtliche Summe erreicht. Mr. Devil. Wenn ich ei durch­blättere, finde ich so ziemlich alle gangbaren Verbrechen darin. Beginnen wir mit dem Mord vor zehn Jahren. Sie erschossen damals einen Ihrer eigenen Kollegen in Philadelphia auf offener Straße"

Der Gefangene unterbrach ihn mit einer wü­tenden Gebärde. Das Eisen an seinen Händen klirrte unheimlich. Er fletschte die Zähne:

Verschonen Sie mich mit diesen aufgewärm­ten Geschichten, ich bin kein altes Weib! Habe ich denn die Absicht irgend etwas zu leugnen? Fällt mir nicht ein. Ich gebe zu, was sie wollen, die Sache mit dem Hohlkopf damals, die Sache mit Professor Sander, mit Tommy Angel und mit der Isla bei biablo. Also lassen Sie diese stupide Aufzählung. Ich bin kein feiger Hund wie dieser Red Carpenter, der um fein bißchen Leben winfelt!" Seine Stimme überschlug sich.

Klaus Sander wechfelte ein paar leise Worte mit dem Polizeichef, dann übernahm er die Fortsetzung des GefprächS.

Sie haben einige frijr große Schnitzer ge­macht, Mr. Devil, wissen Sie das?"

Leider, fonff würben mich bte Herrschaften kaum hier begrüßen können," knurrte der Ban- kee.Ich habe xin Frauenzimmer für unwichtig gehalten habe einem feinen Aas vertraut, und habe mich von einem Dutchman düpieren lassen, ha? rächt sich jetzt."

KlauS zuckte die SchulternDas läßt sich nun nicht mehr ändern, Mr Devil. Etwas an­deres woll-n S>e mir foaen, welchen Zweck Sie mit der Gründ"»--, jener Minik in der 5. Avenue verfolgten? Ick kann Sie natürlich nicht zwin­gen Aber offengeftanben wäre es für mich von Fnteresse"

Der Amerikaner schlaf bi° Augen ein wenig und antwortete: .Dos will ich Ihnen gerne betraten ich wollte Geld machen."

(Schluß folgt.)

Vorkommnisse der letzten Zeit gezeigt haben, sich _ nicht an die Vorschriften der Polizei halten, be»

Ridgewood in Süsser sind in einer Tiefe von 121 sonder- mit Bezug auf die Stunden, innerhalb

Ines zog ein braunes Marot inlederetui auS ihrem Handtäschchen. Es enthielt den .Anhän­ger". Sie reichte das Etui ihrem Verlobten und fetzte hinzu:

Nimm das Ding an dich, Klau». Ich kann es nicht mehr sehen, aeschweige denn tragen Tue damit, was du willst".

Sander ließ das <5tut in seine Tasche glei­ten und fragte:

Wie hat Maria die Nachricht ausgenom­men?"

Sie trägt eS mit Würde, mit einer flaglo- fen Ruhe, die rührender ist als Jammer Ich glaube nicht, daß sie Sur noch liebt, aber die Enttäuschung zehrt an ihr", erwiderte Ines

Sie wird den Schlag überwinden, aber man muß ihr Zeit lassen", tröstete Sander

Frau Gussy wurde immer unruhiger, le näher sie dem Ziele zujagten Ein Schock Zwei­fel durchtobte sie. Würde Peter kommen? War Nichts passiert? Wie sah er auS? die Tränen

Schiffe im Sturm.

DaS deutsche SchulschiffPommern" gesunken.

Das deutsche Schulschiff .Pommern" beruh- tete Sonntag nachmittag, daß es sich 25 Meilen westlich von Guernjey (England) im Sinken be­findet. Nach einer später abgesandten Meldung sind 84 Mann Besatzung durch einen deutschen Schleppdampfer gerettet worden. DerPom­mern" standen mehrere Schisse bet. Ein Minen­leger, der sich auf der Fahrt von Portland nach Devonpott befindet, wurde von der englischen Admiralität beordert, gleichfalls Hflfe zu lei­sten. Wie auS Brest gemeldet wird , hat der französische DampferAdmiral Ponty" (6000 t) einen SOS-Ruf ausgesandt. Der Dampfer teil­te mit, daß er 30 Meilen von der französischen Küste entfernt leck geworden fei. Ein Schlepper ist von Brest zur Hilfeleistung ausgelaufen. Wie au» Le Havre gemeldet wird,hat sich der Sturm noch nicht gelegt Viele Schisse suchen in der Seinemündung Schutz. Drei Dampfer haben ihre Abfahtt verschoben. Mehrere Amerikadampser werden mit Verspätung eintreffen. Die bttti- schen Kanalinseln hatten besonders viel zu lei» oen. Die Inseln sind zu einem allgemeinen Zu­fluchtsort der in der Nähe befindlichen Schiffe geworden. In den Hafen der Inseln befinden sich bereits über 50 Schifte verschiedener Natio­nalität und immer noch laufen stündlich neue, Schutz suchende Fahrzeuge ein.

Ter griechische DampferEugenie" ist bei Helder (Holland) gescheitert. Man befürchtet, daß die 25köpfige Besatzung verloren ist. Der deutsche DampferHeinrich Pofens" hat sich von seiner Ankerkette losgeriffen uno treibt in der Nähe von Scheveningen ab. Auch in Kopenha­gen wurde eine ganze Anzahl von SOS-Ruscn von Schiffen aufgefangen. Unter den hilfesu­chenden Schiffen scheinen besonders zwei Damp­fer, ein deutscher und ein schwedischer, in großer Gefahr zu sein, da sie mit gebrochenen Masten fahren. Eines dieser Schiffe befindet sich in sinkendem Zustand.

(Siehe a. Bericht 3. Seite, 2. Beilage.)

Luzifers Ende.

52 Roman von W. Klöpffer.

Du hast recht, JneS. ES ist schade um die Werte in diesem Mann. Ein groß angelegter Mensch, Von fast überirdischem Format aber mißleitet und von niedersten Trieben erfüllt, das ist Devil. Luzifer! Ein leuchtender, aber böser Geist . . . Daß er damals deine Äeglei- tung nach Lugano angenommen hat, entsprang sicher nur egoistischen Motiven. Kann fein, daß er Peter mit dir zu ködern gedachte, daß er dich als Lockvogel benützen wollte. Man wird diefen Mann nie ganz erforschen. Nun wird dir auch klar fein, wenAngel" mit feinem Pa­tienten in Lugano meinte: Peter. Und warum er strengstes Stillschweigen zur Bedingung machte. Um seine Pläne nicht zu gefährden.

Aber gerade die anscheinend harmlose Tai- fache, daß er dich auf die Reife mitgenommen hat, wurde ihm zum Verhängnis. Denn nur