Stoffele» Neueste Nachrichten
DienStag, 6. November 1928.
rjRt. flß. — 18. Jahrgang.
Zwei Krauen können sich glühend beneiden, iger Angehöriger des Reserve-Jnfanterie-Regi-ITHeater. Tausende Menschen, die um Tage eil heute die, morgen jene eleganter angezo-1 ments Nr. 83 zusammengeschlossenen alten Feld- um ihre Existenz ringen, opfern einen Teil oer
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Kleine Flasche = i« Liter Große Flasche = 2/s Liter
Carl Zöllner.
Bremen
ä 25 Pfg.
ä 50 Pfg.
Bildungshunger in U. S. A.
Richt zu beanstandende Nachtlokale in Amerika.
In dem neuen Gesellschaftssaal der Gaststätte „GUdehaus“ traf sich am Sonnabend abend eine stattliche Zahl der in der Vereinigung ehemali-
Kliege wieder Kaffee Hag gibt, nur diesen, fluch in Gates und In der Sommerfrische halten wir daran fest. Sie mühten gerade den Bade« und Kurgästen dringend ans Herz legen, nur noch Kaffee Hag zu verlangen, denn was nützt eine Bade« und sonstige Kur, wenn sie durch den Senuh coffeinhaltigen Kaffees illusorisch gemacht wird. Wir haben uns in diesem Sommer so gut erholt, wie in keinem 3ahre vorher und haben dies in hohem Muhe 3hren> Kaffee Hag zu verdanken. Zeder magenkranke sollte unbedingt das Coffein
Unterhaltungsabend des M. G. B. Harmonie 1844".
Vaterlandes auf.
«tte Soldaten.
Zöpfe, Saarteile, «nieriignna and) von gelieferten Haare«. Wir :a«fe« itändig Frauenhaar. Haarzentrale. E^Marlwsv Io.’
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besitzt den bewährten Vorzug der Zeilengrad- heit durch Verwendung des für die »ADLER“ sprichwörtlich gewordenen »Stoß-Systems*. Einfache Umschaltung. Ausgeprägtes Tastfeld. Geringes Gewicht Bequem tragbar.
[950] 3di habe ein nervöses magenleiden und mir wurde vorn Arzt als Kaffeegetränk nur Kaffee Hag verordnet 3di bin an diesen wunderbaren Kaffee nun so gewöhnt, dafj ich ohne ihn nicht
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1683] Iflehie Fnm-tratHdi sind starke Kaifeetrinker und versuchten Im vorigen Satire bei einer Freundin Shren coffein- freien Kaffee Hag. Seitdem verbrauchen wir nur Shren Kaffee, der uns gut schmeckt und tatsächlich keinerlei Beschwerden, weder vor noch nadnlem Schlafengehen, verursacht Hugo Btoiter.
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Man lernt nie ans. <
Aus dem Schatzkästlein des Wissen».
Anfang des Jahres 1927 erzeugten 13 .amerikanische Automobilfabriken in einem Monat so viel Auwmobile als 91 deutsche Automobilfabriken in einem ganzen Jahre.
In Georgien ist es Brauch, daß ein junges Mädchen, das die Ehe eingehen will, ihren neuen Verwandten zunächst eine Probe ihrer Kochkunst gibt, denn Mädchen, die nicht kochen können, heiratet der Georgier nicht.
Auf der kleinen Insel Bornholm (580 Quadratkilometer) könnte man die gesamte Menschheit der Erde (1700 Millionen) bequem unterbringen.
Der Küchenhaß.
Ein Bild aus dem Leben. — Ms Frauen nie verzeihen.
Es war einmal ein Alt-Frauenstift — ivahrscheiulich ist es noch vorhandemJn einem uralten Häuschen war es untergebracht. Sehr hübsch und freundlich wohnten die alten Weiberchen darin. Hatte jedes zwei Stübchen und ein Liliputgärtchen, darin es ein paar Blumen hegen uno ein bißchen Grünzeug für die Küche ziehen konnte „Wie reizend es hier ist“, sagten die Leute, die zu Besuch kamen, und soweit war auch wirklich alles recht nett und gut.
Aber die Küchen! I Die Küchen waren auf einer Art Diele untergebracht, die sich zwischen je zwei Wohnungen hinzog. Im Hintergründe war sie geteilt, und wie in einer Höhle waren zwei Herde eingemauert. Herde, wie man sie heute gar nicht mehr findet, aus Ziegeln geschichtet, mit übeichängendem Rauchfang und großem Feuerwch. Je eine Herdstelle und die anschließende Wand gehörten einer Partei. Wohnen arbeiten, sich amüsieren konnte jedes tugendsame Fräulein, jelde ehrbare Witfib für sich — in der Küche aber trafen sie alle zusammen. Es hätte das eigentlich ein recht unterhaltliches Kochen werden können, sollte man meinen; aber weit gefehlt. Mit den lodernden Flammen, die zwar nicht „himmelwärts“, aber doch gegen Töpfe und Pfannen schlugen,loderte in den Herzen auch der Grimm empor. Heute bei Fräulein XY, morgen bei Frau M.
Also: Warum nahm die andere zum Braten so Viöl Zwiebeln? Die ganze Küche roch danach. Nein, sie roch nicht nach Zwiebeln, sie roch nach dem Talg, den die Nachbarin selber brauchte. Hat man überhaupt schon mal so etwas erlebt? Beefsteaks in Talg zu braten! t— Sie selber nahm natürlich immer nur Naturbutter. Und dann war mal der Kohl angebrannt oder die Milch und dann lag ein abgebranntes Streichholz umher. Wer hatte es hingeworfen? Oder es staubte, wenn „die von drüben“ die Asche hermisnahm. Und immerzu plantschte sie Wasser über. Deren Wirtschaft! Überhaupt, wo hatte „die“ bloß Kochen und Reinmachen gelernt?
Sie waren alle so um die Siebzig herum und noch etwas älter, in den Jahren, wo man von der abgeklärten Ruhe des Alters spricht, aber der Küchenhaß brannte trotzdem in ihnen und wenn Fräulein TB heute den seligen Mann der anderen bedauerte, daß er solche Frau gehabt, so pries morgen Frau $3E die Jünglinge, die Fräulein X. Y.--nicht ge
heiratet hatten.
richten, bin aber zu der Ueberzeugung (ekommen, dafj dies innerhalb einer !ulhirgemeinsdiaft eine Unmöglichkeit ist. 3hr Erzeugnis entspricht also elinm wirklichen Bedürfnis. Seinen Wert w'.'t vor allem der Herz« und Nervenkranke richtig etazusdtäfcen wissen.
Walter Klinge.
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stunden nicht allein dem Vergnügen sondern teilweise dienen dieselben der _ oung der Bevölkerung. Newyork allein besitzt zweimal soviel Lehranstalten, in denen nachts unterrichtet wirb, als KlubS, Kabaretts und
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soldaten mit ihren Angehörigen, um das diesjährige Stiftungsfest der Vereinigung zu feiern. Schlicht und einfach, wie es dem Kämpfer im feldgrauen Rock zukommt, war auch diese Feier. Neben musikalischen Darbietungen eines vorzüglichen Hausorchefters erntete der Männergesangvereine „Arion“ für seine stimmungsvollen Männerchöre reichen Beifall. In seiner kurzen Ansprache streifte der erste Vorsitzende, Ingenieur Mündner, die Geschichte der Vereinigung und betonte, daß alle Arbeit innerhalb der Vereinigung vom Geiste der alten Feldka- meradschast getragen sein solle. Daß der Geist der alten Feldsoldaten auch in unserem jungen Heere gepflegt wird, bezeugte die rege Anteilnahme der Angehörigen der Traditionskompagnie des hiesigen Jageabataillons. Und wie sehr sich die „jungen“ und „alten“ Soldaten verbunden fühlen, bewies die echt kameradschaftliche Stimmung, die das gemütliche Fest beherrschte.
nen Abend.
Stiftungsfest im Technikerverband.
Am Sonnabend feierte im kleinen Stadtpark- saal der Technikerverband sein 44jähriges Bestehen. Die Mitglieder des Verbandes warut recht zahlreich mit ihren Angehörigen erschienen In einer recht bunten Programmfolge kam jeder auf seine Kosten. Neue und alte Tänze wechselten mit gemeinsam gesungenen Liedern, ernsten und heiteren Darbietungen einzelner Mitglieder. Besondere Heiterkeit erregte Gustav Pickert vom Staatstheater Kastel mit seinen ausgelassenen Vorträgen. Seine „sächsische Geschichtsstunde“ und daS „Loblied der Frauen“ fanden lebhaften Beifall.
In den Vereinigten Staaten sind die Nacht- .. - • - -----"— geweiht,
: Fortbil
gen ist oder bester zu wohnen vermag. Sobald cs der einen von ihnen schlecht geht, wird die anoere in Mitleio zerfließen. Tenn: wenn man es erst „so“ gewöhnt war und sich nun „so“ einrichten muß! Ach, lieber Himmel, die Aermste! Zwei Frckuen können sich um eines Mannes willen bis auf das Blut hasten. Sobald er mit ihnen fertig ist und sich einer dritten zuwendet, finden sie sich in schöner Gemeinsamkeit und hacken zu zweien auf ihm herum. „Dieser Elende! Nun, Sie haben ihn ja auch kennen gelernt, teuerste Freundin. Nein, er ist wirklich keine Träne toert*.
Zwei Frauen können sich um die unglaublichsten Dinge in die Haare geraten, sich ewige Feindschaft schwören und doch eines Tages Freundinnen sein. All' das ist möglich, aber daß zwei Frauen in derselben Küche kochen und Frieden halten, das ist unmöglich, und daß sie — wenn der Friede erst gebrochen ist, sich jemals wieder zusammenfinden, das gehört zu den Dingen, von denen der Berliner so geistreich sagt: „Jiebts ja janich.“ Denn: KLchcnhatz ist der bitterste, der unversöhnlichste Hatz. Dr. Goebler.
Aus dem Vereirrsleben.
Im „Königin Luise-Bund".
Der „Königin-Luise-Bund veranstaltete im geschmückten großen Saal der Gaststätte „Bürgersäle“ einen wohlgelungenen Festabend, der sich eines sehr guten Besuches erfreuen konnte. Flotte Marschmusik einer kleinen Streichkapellc unter Leitung von Herrn Wallbaum bereitete den Boden für die rechte Feierstimmung. Die Vorsitzende Frau Oberstleutnant Rothmaler begrüßte die Festversammlung, besonders auch die Vertreter der mit dem Bund in enger Verbindung stehenden Organisationen, des „Stahlhelms“, Bismarckordens und Deutschbundes. Dem von Fräulein Schneider vorgetragenen Vorspruch folgte der Feswortrag der Gauvorsttzenden des Gaues Brandenburg, Freifrau von Hadeln. Frau von Rofal erfreute mit einigen wohlklingenden Liedern, ebenso wurden die beiden vom Ehor dargebrachten Lieder dankbar ausgenommen. Recht nett wirkten auch die Tanzvorführungen der Jungmädchengruppe. Zwischendurch ließ die Musik ihre Weisen ertönen. In seiner Ansprache ries sodann Oberstleutnant von Buch zur Sammlung und zum Mut im Kampfe für die Freiheit des
Nachtruhe, um sich weiter fortzKbilden.
Als vor 10 Jahren das Gunther College seine ersten nächtlichen Unterrichtskursc ankündigte, meldeten sich nur vier Schüler, heute besuchen viele tausenoe diese Fortbildungsanstalt. In den Newyorker Hochschulen finden nachts gleichfalls Vorträge für Leute statt, die am Tage nicht die notwendige Zeit für ihre Fortbildung aufbringen können. Man trifft in den Hörsälen Ingenieure neben Handwerkern, Anwälte sitzen an der Seite von Börsenbesuchern. Die Psycho-analytischen-Kurse des Dr. Fc- cenzi besuchen Nervenärzte, Advokaten, Kellner, Handlungsgehilfen und Arbeiter. Profeffor Martin, der über dasselbe Thema liest, hat neben zahlreichen Hörern einen 84jährigen Stubenmaler zu seinen Füßen sitzen. Zur Zeit finden 4000 Nachtvorlesungen in oer Metropole statt. Viele Kurse werden von Arbeitern, und Angestellten besucht, für die ihre Brotgeber die Hörergeld« bezahlen. M. L.
Der Männergesangverein „Harmonie 1844“ hatte seine Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins zu einem Unterhaltungsabend in die Bürgersäle eingeladen. Die, Gesangsvorträge unter Leitung Herrn H. Greves standen auf beachtlicher Höhe. Das reichhaltige Progr---
war dazu bestimmt, die Sorgen des Mi „ vergessen zu machen. Ein Tänzchen nach den Klängen der fleißigen Tanzkapelle Kullmer-Loh- mann>-Knautz beschloß den sehr gut gelunge-
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für den Beamten für den Geschäftsmann für den Reisenden für den Arzt für die Dame für den Privatmann für Vereine iflr den Handwerker für den Gelehrten für Sie
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— Sektion Kassel Stadt —
Die von den landwirtschaftlichen Unterneh- rnern für das Jahr 1928 einznziehenden Bei« tragsvorschüss« jur Unfall- und Haftpflichtversicherung sind jetzt endgültig festgcstellt.
Di« Heberolle liegt vom 5. November 6. IS. ab 2 Wochen lang werktäglich von 8—12 Uhr in der Siadthauvtkafse — Buchhalterei IV — Zimmer 35 des Rathauses zur Einsichtnahme der Beteiligten aus. Di« Beiträge für 1928 sind innerhalb der gleichen Frisi einznzahle». Eine besondere, schriftliche Benachrichtigung erhalten die Zahlungspflichtigen nicht. Alle nicht eingezahlten Beträge werde« kostenpflichtig eingezoge«.
Beitrittserklärungen zur Haftpflichtversiche- rungsanstalt werden im Rathaus, Zimmer 188 — III. Stock — entgegcngenommen. Hier sind auch Einsprüche gegen di« Einschätzung und Veranlagung der Betriebe gemäß §§ 999 «nd 1000 der Reichsversicherungsordnung in« nerhalb eines Monats nach Ablauf der Auflegungsfrist anzubringen.
Kassel, den 80. Oktober 1928.
___________________Der Magistrat.
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