Einzelbild herunterladen
 

Meler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kaffeler Abendzeitung

18. Iahraang

Einzelpreis. Sonntage 20 Pfennig

Sonnabend, S. November 1928.

Nummer 261.

(SinielpreiS: Wochentag« 10 Pfennig

Großkampf um den ^räsidentenstuhl.

ist

<1

Betracht. Polen!

Berlin, 2. November. Nach Meldungen aus dem Aussperrungsgebiet ist die Stimmung der Ruhr-Arbeiterschaft bisher durchaus leideu- fchaftslos. Die Belegschaftsversammlungen ver­liefen in vollkommener Ruhe. Die Ausführun­gen der Vertrauensleute der Metallarbeiter und ebenso die Diskussionen trugen einen durchaus a ch l i ch e n Charakter. Die Generalstreik- und Putsch-Parolen der Kommunisten finden keinen Boden. Die graste Revierkonferenz der Metall­arbeiter-Geschäftsführer beschloh nach eingehen­der Aussprache, entgegen der kommunistischen Parole, Notstandsarbeiten nicht zu verweigern, zumal die Wcrksdirektionen

chen wir uns nicht zu fürchten. Wer die Po­len noch die Franzosen besitzen ein Mittel, uns zu diesem Zugeständnis zu zwingen, wenn wir uns weigern, den Punkt mit in die Verhand­lungsbasis aufzunehmen. Auch den Han­delsvertrag so erwünscht er uns ist, ha-

eine berittene PolizeiabteUung wurde angegrif­fen. Schließlich aber konnte die Menge zerstreut werden. Eine Gegendemonstration polnischer S t u d en t e n wurde in den von Ukrainern be­wohnten Straßen von den Balkons der ukraini­schen Gesellschaft Proswito aus mit Revol- verschlissen empfange«. Der Pöbel zerstörte einige ukrainische Geschäfte und Lüde«. Insge­samt wurden bei den Zusammenstößen fünszehn Personen verletzt. Abends war die Ordnung wieder hergestellt.

die RotstandSarbeiten auf ein Mindestmaß be­schränken. *

Wer besamt d-e Arbeitslosen;

Esten, 2. November. Rach einer Funktionär­versammlung forderte der Christliche Metallar beiterverband die Mitglieder auf, sich bei den Werken zur «roeit unter den Bedingungen des Schiedsspruchs einzufinden. Werde Arbeitsauf­nahme seitens der Werke verweigert, so sollen sich die Arbeiter als erwerbSlos anmelden. Der Metallarbeiterverband erhebt für seine Mit- glieder Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung und gibt an, den Arbeitgeberverband regreß­pflichtig machen zu wollen.

die Ukraine spekuliert, hat ein Loch. DaS Ukrai- nertum ist gegen die Polen so unversöhn­lich. wie es die Iren gegen England waren. Der Haß gegen Polen gehört zur Natur ves Ukrainers, und darum könnte jeder Ver­such, den großpolntschen Traum aus diesem Wege zu verwirklichen, nur zu einer polnischen Katastrophe führen. (Die in der heutigen Mor­gendepesche verzeichneten blutigen Ukrainerkra­walle in Lemberg find dafür ein schlagender Beweis. D. Red.) Auch vor den Polnischen Pres­sionen in der Richtung auf ein Ostlocarno brau-

rika Bereinigung der Her,em ES schwer, heute ein friedlicheres und frtedenlleben­deres Volk als das deutsche Boll zu finden.

wieder aus 12 Prozent zur Folge haben. Roch schwerer als die finanzielle würde aber die geistige Schädigung KastelS wiegen, da der Aufsaugungsprozetz durch Frank« furt nicht in Bockenheim Halt Mdchen würde, der schon jetzt bekanntlich aus den Behörden- apparai übergreift und damit den Charakter Kassels als Provinzialhauptstadt be - droht. Diesem unaufhaltsamen Hinüberdrän­gen Bockenheims zur Mainmetropole (im An- schluß an die kommunale Eingliederung) ist der Landeskirchentag durch Bildung einer SchiedS- kommisfion entgegengekommen, die Kassel ein« Entschädigung von 180000 Mark für die Ab-

Warschau, 2. November. In Lemberg forder- trn nach amtlichem polnischen Bericht bei einer T o t e n m e f s e für die Opfer der polnisch-ukrai­nischen Kämpfe vom Jahre 1918 zwei ukrainische Abgeordnete die Gemeinde zu feindlichen Hand­lungen gegen die polnischen Behörden auf. Die Kirchenbesucher verließen darauf unter Kundge­bungen gegen Polen die Kirche und griffen die Polizei mit R e-v o l v e r s ch ü f s e n an. wobei zwei Polizeibeamte verwundet wurden. Auch

Hoover wir- es schaffen.

Rekord-Aufmarsch für die Dollarwahlen.

Newyork, 2. November. (Funkdienst.) Zu den amerikanischen Wahlen am 6. November haben sich bisher dreiundvierzig Millionen eingeschrie­ben, was eine Rekordziffer bedeutet. Dte in den wichtigsten Städten bisher abgeschlossenen Wetten lauten 3:1 für Hoover. Eine Probeab­stimmung brachte 1% Million für Hoover und nicht ganz eine Million für Smith. Hoover wird sich nach Kalifornien und Smith nach Newyork begeben, um dort den Abschluß der Wahlen in seinen stärksten Stadien mitzumachen. Die Pa­role ist nur noch die R e l i g i o n s f r a g e, bei der sich beide Kandidaten Unbeugsamkett vorwerfen. Selbst die Prohibition«- und die Farmer-Frage treten gegenüber der Religions­frage in den Hintergrund. Außenpolitische Fra­gen spielen keine Rolle mehr^

Abscheu vor dem Arieg.

Houghton rührt stch für den Frieden.

Newyork/ 2. N^ember. (Funkdienst.) Der zurückgetretenc B.^ hafter Ho,,ghton empfahl in einer Wahlrede dS Einführung des Volks- entscheids für KriegserNärungen anstelle des Kongreßbeschlusses. Die Kosten, die den Ver­einigten Staaten aus ihrer Teilnahme am Weltkriege erwachsen seien, würden, so sagte Houghton, voraussichtlich die Hälfte des Ra­tionalreichtums Amerikas von 1917 erreichen. Es überschreite die Grenzen des Vorstellungs­vermögens, wenn man ermessen wolle, was ein künftiger Krieg kosten könne. Amerika könne we­der in seiner sozialen noch in seiner wirtschaft­lichen Struktur eine derartige Katastrophe über- Istehen, die das Ende der Zivilisation i überhaupt bedeuten könne.

schwerlich mehr andeuten, und wenn er es wollte, so dürfte er es doch nicht. Die Ausdeh­nung nach Osten und Südosten, auf Kosten der Sowjetunion, ist aber bis heute ein fester, ja der behrrschende Punkt in seiner auswärtigen Politik geblieben. Diese Politik geht nicht nur auf die Annektion Litauens und des Restes von Weißrußland aus, sondern auch aus die Bil­dung einer von Moskau getrennten Ukraine unter polnischem Protektorat. Pil- sudski war im Herbst längere Zeit in Rumänien, und dort ist es kein Geheimnis geblieben, was er gewollt hat: rumänische Wafsenhilfe gegen Sowjetrußland für den Fall, daß der große ukrainische Plan in Angrisf genommen wird. Daß Frankreich zugestimmt hat, kann daraus geschlossen werden, daß unmittelbar hinter Pil- sudski, vielleicht noch mit ihm zusammen, auch der große polnisch-französische militärische Ver­trauensmann General Le Rond in Rumä­nien war. Es ist derselbe Le Rond, der die pol­nische Armee französisch organisiert und bewaff­net hat. und der in Ost-Oberschlesien vor der Abstimmung die Aufgabe hatte, die Polen zu stützen und die Deutschen zu terrorisieren.

Man Wirtz scbwerlich fehlgehen mit der An­nahme, daß auch die großpolnischen Pläne in Osteuropa eine Rolle bei der neuen französisch- englischen Entente spielen. Schon vor längerer Zeit erschien eine pseudonyme, offensichtlich aus dem engeren Kreise Pilsudskis stammende pol­nische Schrift, worin der Vorschlag gemacht war. gegen den Erwerb von Litauen und Weiß­rußland (und vorläufig auch von Ostpreußen!), Wolhynien und Ostgalizien (ohne Lemberg na­türlich) sreizugeben und beide mit der jetzigen Sowjet-Ukraine zu einem gesamtukraini­schen Staat unter polnischer Führung sich vereinigen zu lassen. Zu diesen Stimmen ist die vermehrte Aufmerksamkeit zu vergleichen, die der ukrainischen Frage in Paris und Lon­don jetzt wieder geschenkt wird. Jede polnische Rechnung aber, die auf ein Dominium über

den die Polen nötiger als wir, denn für den deutsch-polnischen Handel kommen noch nicht acht Prozent der deutschen Ausfuhr gegen mehr als vierzig Prozent der polnischen in Darum: kalt Blut auch gegen Groß-

Rach derTolenmeffeSttaßenschlachten

Blutige Krawalle zwischen Ukrainern und Pole n. Revolverschüsse und demolierte Läden.

Hoch hinaus.

Polen will auch die Ukraine einstecken.

Von Dr. Paul d.ohrbach

Polen hat die Verhandlungen über einen Handelsvertrag brüsk mit der Anmeldung un- uchtzlicher Forderungen abgebrochen. Natürlich fc^^t es nahe, die Ursache dazu in den beginnen* v Besprechungen über die Endsumme der deut­schen Schuld und übet den Abzug der französi­schen Truppen aus dem Rheintande zu suchen. Die Polen wollen erzwingen, daß sie mindestens zu der zweiten Konferenz mit yerangezogen wer­den. Geschähe das, so würden sie versuchen, da­bei ihr O st- Locarno durchzudrücken. Ost-Locarno ist auch eine sranzösische Forderung. Nicht nur, daß Deutschland zugemutet wird, aus das Korridorgebiet, auf Danzig und auf Ober­schlesien den gleichenfreiwilligen" Verzicht aus­zusprechen, wie auf Elsaß-Lothringen, sondern dieser Verzicht soll auch unter ähnlich- Garantien gestellt werden, für die sich England allerdings trotz der neuen Entente bedanken wird. Die öf­fentliche Meinung und dir Dominions sind zu strickte dagegen. Der entscheidende Garant würde also Frankreich sein. Das genügt! Da Polen gar keinen Vorwand hat, seine Zuziehung zur Räumungskonferenz zu fordern, so kann es hier­auf, trotz aller polnischen Druckversuche, von un­serer Seite nur ein entschiedenes Nein geben. Ebenso wegen des Ost-Locarno und zwar vor allem , weil keine Gewähr für eine loyale und vorbebaltwse Einhaltung derartiger Zusagen durch die Polen besteht. Auch der jetzige Schutz- bertrag für die Minderheiten wird von ihnen nicht gehalten siehe Ost-Oberschlesien! und auch die vertraglichen Rechte Danzigs werden weder dem Sinne noch den Buchstaben nach re­spektiert trotz Völkerbund.

Ost-Locarno ist aber nur das eine Ziel der polnischen Politik, ein defensives in ihrem Sinn. Es gibt aber auch noch ein offensives, das heißt:Großpolen",Polen von Meer zu Meer!" Das eine Meer ist das Baltische, das andere das Schwarze. In dieser Richtung gibt es Verbindungslinien zwischen der polnischen Politik aus der einen, der englische» und sran- zösischen auf der anderen Seite. England hat em Interesse daran, daß die sowjetrusstsche Gefahr aufhört Es ist auch weiter daran interessiert, daß danach kein Rußland entsteht, das so stark wäre, daß die russische Gdsahr in Asten auch unter einem veränderten Regime stch erneuern könnte. Frankreichs Interesse besteht einfach in einem Polen, das möglichst stark und möglichst ausgedehnt ist fei es als Ausbeutungsobjeft oder als Käufer für die Rüstungsindustrie. Pilsudski wollte einst in Versailles die Weichsel internationalisieren lassen. Heute würde er das

Die Kirche und wir.

Das werdende Konkordat. Eine hessische Grotzkirche?

Aufklöruugeu für die «alleler Prelle. Ra» de« «aibolikea die Protestante«. Skrli« Ichwetg, plötzlich. - Fällt der «ircheubei.rk Bockeabei« a« Frankfurt? A«S fünf Landes­kirche« ioll eine werden.

Der christlichen Kirche ist es heute nicht nut um die Vertiefung religiösen Erlebens und um das Seelenheil der breiten Massen zu tun. Sie muß auch danach trachten, die ihr verfassungs­mäßig zugestandenen Rechte staatsgesetzlich zu verankern (Konkordat). Die evangelischen Ge­meinden ringen darüber hinaus genau wie Staat und Wirtschaft überhaupt um die innere Ausgestaltung, Erneuerung und stärkere Verein­heitlichung ihrer heute noch vielfach zersplitter­ten Existenzgrundlagen. Mit diesen alle Gläubi­gen und Ungläubigen angehenden Lebensfragen christlicher Gemeinschaftsarbeit machte gestern abend im Nordischen Hos der Evangelische Presseverband für Hessen-Kassel die Presse näher vertraut. Nach einem kurzen Hinweis auf den Sinn und Zweck der Aussprache durch den Vorsitzenden des evangelischen Presseverban­des, Generalstaatsanwalt Rasch, zergliederte Landeskirchenamtspräsident Dr. Bähr in kur­zen markanten Strichen zunächst den lebenswich­tigen Fragenkomplex der vom römischen Stuhl erstrebten staatsrechtlichen Kirchenbindungen Konkordat), wobei der Staat sich vor allem ein

Mitwirkungs- und Streichungsrecht bei der vom Tvmkapitel

(in Fulda 4, in Limburg 5 Domherrn) zu voll­

ziehenden B i s ch o f s w a h l sichern will. Die Bischöfe sollen deutscher Reichsangehörigkeit sein. Obwohl die Reichsversassung und der päpstliche Kodex diese Befugnisse ausschließlich der Kirche selbst übertragen, ist schon seit den Tagen Eberts eine Abgrenzungsaktion der Macht- und Interessensphären in Fluß. Und nach dem Beispiel Bayerns hat auch Kultus­minister Dr. Becker schon vor Jahresfrist ein Konkordat für Preußen zugesagt, bei dem eine

Verständigung mit sämtlichen Religionsgesell­schaften

voraufgehen soll. Den Katholiken ist dabei auch an einer Neuabgrenzung der Bischofsbezirke und an einem Bischofssitz in Berlin ge­legen, ebenso wie sie gerechterweise auf eine Erhöhung ihrer hinter denen der evangeli­schen Synodet^zurückgebliebenen staatlichen Zuwendungen (Dotationen) hinarbeiten. Auch die Schulfrage harrt nach dem Scheitern des Reichsschulgesetzes noch immer der Lösung, da ja konfessionelle Schulen in Weimar vorge­sehen wurden. Die evangelische Kirche hat mit Recht bei den neuerdings plötzlich zum Still­stand gekommenen Verhandlungen volle Parität verlangt, da sie natürlich mit ihrem zwei Drittel Bestand an Seelen in Preußen

in nichts hinter der katholischen zurückstehen

will. Da heute jeder Steuer- und Umlagebe­schluß von der behördlichen Genehmigung ab­hängig ist, steht die eigene Kirchenverwaltung ohnehin nur auf dem Papier. Dotations- und Psarrerbesoldungsgesetz sind bereits Etappen zu einem Konkordat, bei dem der Staat auch auf dem Verfassungeid besteht. Einst­weilen ist die evangelische Christenheit nur in dem Maße an einem Vertragsabschluß in­teressiert, wie er der Kurie gewährt werden würde.

Metropolitan D. Dittmar gab alsdann einen fesselnden Einblick in die Kämpfe um die Abtretung des Kirchenkreises Bockenheim, der mit seinen acht Gemeinden und Fechen­heim zur Frankfurter Landeskirche geschlagen werden soll. Der Verlust dieser Sprengel würde für die Landeskirche Hessen-Kassel eine empfind­liche Steuereinbuße bedeuten und auto­matisch die

I Erhöhung der Kirchensteuern

Auzeigenpreii«: Einheimische <S«ichäft»anzeigcn Me mm-3etle 10 J GeWtsameisen die mm .-teile 10 4. jVamiltenunjetaen die mm-steile 10 4 »fein# flM#iaen a«8 »anel« Son 6 4. auswärtige «leine «n,eigen die mm- slfh io TlR?fUmen Me mm..Wk * 4. Oflertgebübr 35 4 ibei .-Zustellung K Rechnungsbeträge innerhalb 5 Tagen wblbit P°ab<

durch Fernsprecher autgegebenen «n^tgen foiote für «utnadmedaten und Piave kann nicht garantiert werden. Für Antigen mit beionderS schwierigem Latz 100 Pro«nt Aufschlag Druckerei- LchlachiboNtr 20130 Geschäftsstelle: Köln -N 5

Kühle Vernunft an der Ruhr.

Noistandsarbeiten werden verrichtet. Abgewiesene Kommunistenparolen.

Schurmann hat uns erkannt.

Amerikas Botschafter knüpft die Herzensbande fester. Der Dollar In Deutschland gut aus­gehoben. - Er bürgt für unsere Friedensliebe.

Die Salleler Neuesten Nachrrchleo eriche'nea wöchentlich iechsmal nachmittags. Der Sbonnementsprei» beträgt iüi den Monat 3.20 * bei freier stuuellung ins Haus in bei ISclchäiköftelle abgebolt 2 * Durch die Pot monatlich 2.20 Jl ausschließlich stusrellungsoebübr Fernsprecher 951 und 952 Für unverlangt eingewndie Beiträge kann die Redaktion eine Verantwortung oder «eroatrc in keinem Falle übernehmen Rückzahlungen des Ue,ngs»eldes oder itnwrüche wegen etroafaet nicht orbnungSmäßigei Lieferung ist ansgeichlollen Postscheckkonto Frankfurt a M Nummer R8so fftnielnnmmeT IO 4 EonniagSnummer ro »

Newyork, 2. November. Der amerikanische Botschafter in Berlin Schurmann bezeugte bei einem Frühstück der Handelskammer seine Be­wunderung und Freundschaft für Deutschland und betonte: Wir sind uns nicht immer bewußt, wie nahe Deutschland Amerika steht. Wenn drei Sechstel des Blutes amerikanischer Ration heute englisch und schottisch sind, so ist wenigstens ein Sechstel deutsch und die Deutschen und die Engländer waren von Anbeginn hier. Selbst Frankl- n befürchtete Pennsylvanlen könnte einstmals ein deutscher Staat werden. Vier grotzeDeutsche, Friedrich der Große, Kant, Goethe und Bismarck waren warme Freunde Amerikas. Der Weltkrieg war ein b ö - er Traum. Das deutsche Bo» wünscht aus­richtig die Herstellung der alten Beziehun­gen der Freundschaft. Das amerikanische Volk

erwidert aufrichtig diese Gefühle.

Trotz vereinzelten Weiterlebens der Kriegspsy­chose in beiden Ländern war der Fortschritt in der Erneuerung der alten Freundschaft groß und gründlich. Dieses glückliche Ergebnis sehe ich als Beweis des Grundsatzes an, daß die zivili­sierten Menschen dazu bestimmt sind, gute R o ch- barn und Freunde zu sein. Möge unsere Freundschaft mit Deutschland weiterhin wachsen und gedeihen. Deutschland benützt sie, um sie zu pflegen. Zu diesem Zweck ist nichts nützlicher als persönlicher, gesellschaftlicher Verkehr, durch gegenseitige Besuche. Von den neuen deutschen Dampfern erwarte ich eine

Touristenwelle unmittelbar von Newyork nach Deutschland,

wo das deutsche Bo» die amerikanischen Reisen­den des herzlichen Empfangs versichern. Zwei­fellos erwartet Deutschland auch weiterhin finan­zielle Hi l f e ans Amerika Wenn die Zeit da­für gekommen ist, wird es nicht vorteilhaft für uns sein, Anlagen in Aktien und anderen Wer­ten Deutschlands zn machen? Das deutsche Volk sucht Frieden mit allen Ländern, aber mit Arne-