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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer Z59

Donnerstag, 1. November <928.

18. Jahrelang

(HttidVrelfr Sonntag# 20 Pfennig

Einzelpreis- WschentagS !# Sfenntg.

Dee Nückslug schon saft geglückt!

Das Wetter

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Eckener wecv'«U den Kurs.

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63,20

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lichen Kurs bei nördlichen Winden, ist schön.

Friedrichshafen, 31. Oktober, gramm.) Nach einer Funkmeldung

LLuber

Preußen

Batzern

Smhsen Württemberg

London, 31. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Nach einem Dampfer-Funkspruch befand sich Gras Zeppelin um 12,15 Uhr nachts Greenwicher Zeit etwa tausend Kilometer westlich von der Süd­westspitze Irlands. Das Luftschiff hatte südöst-

Xietz sichert sich den b-möen Vasiogter.

Aachen, 31. Oktober. (Privattelegramm.) Die Zweigstelle Aachen der Firma Leonhard Tietz A.-G- hat dem blinden Passagier des »Gras Zeppelin", Clarence Terhune, in einem Tele­gramm sofortige Anstellung in ihrem Geschäft angeboten.

Friedrichshafen, 31. Oktober. Rach den Mel­dungen von heute nacht hat derGras Zeppelin" ein« überraschende Route eingeschlagen, indem er zwischen dem 40. und 30. Grad westlicher Länge nach Norden abgebogen ist. statt, wie bisher angenommen wurde, den Kurs nach Süd­osten zu halten. Tatsächlich scheint dar

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befand sich Graf Zeppelin gestern abend 10 Uhr auf 26 Grad 25 Minuten West und 50 Grad 20 Minuten Nord. Das bedeutet also, daß Dr. Ek- kener tatsächlich auf der letzten Hälfte der Fahrt die kürzeste Strecke gewonnen hat und jetzt wahr­scheinlich südlich von Irland vorbei den direkten Kurs aus Friedrichshafen hat. Es ist anzunehmen, datz l »s Eintreffen des Luftschiffes in Friedrichshafen schon am Mittwoch abend er­folgt, wenn der starke Mitwind weiter so anhält.

Wien, 31. Oktober. (Eigener Drahtbericht) Wie ein Blatt meldet, hat sich die Mutter de# Primaners HuSmann während des Prozesses in Wien aufgehalten.Ein Mitarbeiter d«S Blat­tes hat ihr die Mitteilung von dem Freispruch ihre# Sohnes überbracht. Fra« HuSmann hat diese Nachricht unter Lach en n und $Bei neu entgegengenommen und versichert, datz sie immer an die Schuldlosigkeit ihres SohneS

geglaubt habe. Frau HuSmann eine Deutsch-Amerikanerin, die ausgedehnte Kasfee- Plantagen in Zentral-Amerika besitzt. Sie hat sich nach Esten begeben, um ihren Sohn abzu- holen, um dann zunächst nach Wien zurückzu- kehren Sie will die Ermordung DanbeS selbst durch einen Detektiv untersuchen lassen, um ihren Sohn vollkommen zu rehabilitieren.

'Die auch Berichte 3. Seite, 1. Beilage. D. Red)

Paris, 81. Oktober. Zur Frage der französi­schen OrdenS- und Misstonsgesvllschaften, die im heuttgen KabinettSrat verhandelt werden wird, verlautet halbamtlich, datz Artikel 71, der die Zulassung der Misfionsgesellschasten in Frankreich betrifft, auf den lebhaften Widerstand von links stötzt. Die Lösung dürfte jedoch eine Formel bringen, die die Zahl der Misstonsgesellschaften für Frankreich b«. chränkt, um durch gegenseitigen guten Wil­len am Borabend der parlamentarischen Ser»

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Husmanns Mutter überglücklich.

Nie hat sie an die Schuld ihres Sohnes geglaubt. Uebersiedlung nach Wien. Reue Ausrollung des Prozesses?

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Bayern trägt danach also nur halb so viel zur Steuerkrasi dieser vier großen Länder bet, als eS am Gesamtaufwand dieser Länder teil hat. In einer Gesamtausstellung für alle Länder zeigt sich, daß Preußen, Sacksen, Würt­temberg, Oldenburg und Anhalt das ausgegli­chenste AnteilSverhältniS an der Steuerkraft und am Gesamtaufwand ausweisen. Preußen trägt in weit höherem Matze zur Steuerkrast bei. als eS am Aufwand teilnimmt. .Bet allen ande. ren Ländern ist der Anteil amAufwandbe- deutend höher als ihr Beitrag zur Steuer­kraft. WaS dabet herauskommt, wenn die klei­nen Länder sich bemühen, den Anforderungen ei­nes modernen Staatswesens gerecht zu werden, zeigen Mecklenburg-Schwerin, Braunschweig u. Mecklenburg-Strelitz. Während Mecklenburg. Schwerin mit 104,26 Reichsmark aus einen Ein. wohner saft genau den doppelten Staatsauf- wand pro Einwohner hat wie Preutzen mit 52,76 Reichsmark und Braunschweig beinahe mit 98,37 Reichsmark den doppelten, hat Meck- lenburg-Strelitz mit 112.64 Reichsmark Sraatö- auswand pro Einwohner

weit mehr als den doppelten StaatSaufwand wie Preutzen

auf den Kopf des Einwohners gerechnet. Roch entscheidender ist, daß Mecklenburg-Schwerin über das dreieinhalbfache, Braunschweig über das zweifache und Mecklenburg-Strelitz fast das fünffache von dem zur Erfüllung ihrer Staatsausgabe« ausgeben, was innerhalb ihrer Landesgrenzen insgesamt an Einkommen­steuer auftommt. Das Verhältnis zwischen Lei- slung und Staatsaufwand ist also völlig unge­sund. Das preußische Staatswesen, das für die typischen Länderausgaben, das Bildungswesen und die Justiz die höchsten Leistungen aufweist, hat den verhältnismäßig

rationellsten StaatSverwaltungSapparat.

Bayern hat eine verhältnismäßig teuere Staat-- Verwaltung. Dieses Land dürste von allen gro­ßen Ländern das geringste Interesse an eurer Rückübertragung der vollen Finanzhoheit auf die Länder haben, da sein Staatsaufwand 1927 fast zweieinhalb mal so groß ist, wie das gesam­te Steueraufkommen innerhalb seiner Grenzen in demselben Jahre. Sein Riesendeftztt findet aus der Steuerkrast nicht bayerischer, sondern vreußischer und sächsischer Retchsbezirke sein« endgültige Deckung. Sachsen weist, abgesehen von Preußen, das b e st e V e r h ä l t n i s von Staatsaufwand und Steuerkrast seiner Bevöl­kerung auf. Die badische Staatsverwaltung hat pro Einwohner einen fast ebenso hohen Auf- wand wie die bayerische, jedoch ein besseres Der« hältniS zu der Steuerkrast ihrer Bevölkerung. In Mecklenburg-Schwerin, Braunschweig und Mecklenburg-Strelitz sind die VerwaltungSkosten im Verhältnis zur Steuerkrast der Bevölkerung unverhältnismäßig hoch. Die kleinen Länder Anhalt, Lippe und Schaumbilrg-Lippe sind nicht in der Lage, den Anforderungen einer Staats­verwaltung aus eigener Kraft zu genügen.

Berufsbeamte unentbehrlich.

Wunschzettel der Postbeamte«.

Berlin, 31. Ostober. In der wegen Fern­bleibens dez Poftmtnister« Schätze! leicht erreg« re« Postbeamtentagung sprach der Vorsitzende

Handlungen eine schwere minisierlelle Verwicklung zu vermeiden.

Paris, 31. Ostober. Unterrichtsminister Her- rioi hat sich im gestrigen Ministerrat laut Presse­notiz in schärfster Weise nicht nur gegen Poin- cat6 und Briand, sondern auch gegen seinen Parteigenossen Sarraut gewendet, der sich öffentlich für di« Artikel ausgesprochen hat. Er werde unter keinen Umstanden diese Ar­tikel annehmen. Poincart werd« jedoch durch Zugeständnisse eine Krise abwenden.

Luftschiff die Route auf Irland einzuschlagen. Dr. Eckener hat also offenbar den Versuch gemacht, doch auf den kürzesten Weg zu kommen, der bekanntlich über Irland führt. Der Luftschiffbau scheint selbst durch den M a n- gel an Standort-Nachrichten irrege- führt worden zu sein.

wie schnell sie fliegen.

Roch immer Tagesgespräch in Dollarie«.

Rewyork, 31. Oktober. (Durch Funkspruch.) Die Blätter heben die Schnelligkeit de» Zeppelin hervor. Die Fahrt sei in Anbetracht der zunächst wenig günstigen Wetterlage eine erstaunli­che Leistung. Weiter erwartet man, datz sich der blinde Passagier Clarence Terhune durch seinen Streich eine schöne Zukunft geschaffen ha­be. Die Marinefunkstationen haben gestern nach­mittag den Kontakt mit dem Luftschiff verloren. Nachrichten über den Verlauf der Fahtt treffen jetzt aus Europa ei«.

Nahe an Irlands Rüste.

Wo der Dampfer den Zeppelin traf.

London, 31. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Nach einem Preffetelegramm sichtete der Dampfer Westerdik" um 1 Uhr 15 mitteleuropäischer Zeit nachtS das Luftschiff auf 48 Grad 47 Minuten Nord und 22 Grad 3 Minuten West, wobei der Zeppelin südöstlichen Kurs steuerte. Es herrschte Nordwind-Stärke 3. Das Wetter war gut. Diese Position ist ungefähr 560 Meilen von der äußersten Südwestecke der irischen Küste entfernt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wird auf sechzig Seemeilen in der Stunde berechnet.

Berlin, 31. Oktober. (Funkdienst). Der Standort des Graf Zeppelin war um 5 Uhr morgens Greenwicher Zeit 48 Grad 4g Minuten nördlich und 15 Grad 5 Minuten westlich.

Sinh-ingen zieht es nun einmal zahllos« Zeit-l Irrationalen und Mvsttschen, in denen auch genossen und durchaus korrekte Bürger mit! sehr beachtliche Produkte moderner Dichter- und strengster LebenSmoral hinab in di« dunkleren I Künstlerphantasie« ihre grotesken Blüten romantischen Zwischen- und Abgründe deS'treiben. - F» R.

ethon südlich von Irland.

Lnodon, 31. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Eine englische Küpenfunkstelle meldet, potz sich Graf Zeppelin" um 10 Uhr vormittags mittel­europäischer Zeit auf 10 Grad westlicher befand. Damit hat sich das Luftschiff um die angegebene Zeit bereits südlich der irischen Westküste befun­den. Die Entfernung zur Südwestspitze Eng­lands beträgt von dort noch etwa 330 Kilometer.

* * *

Landung bei Nacht?

fturS auf Frankreichs Küste.

Friedrichshafen, 31. Oktober. (Privattelegr.) Beim Luftschiffbau in Friedrichshafen ist heute vormittag 10 Uhr vom Grafen Zeppelin folgen­der Funkspruch eingegangen. Standort: 6 Uhr mitteleuropäischer Zeit 48.40 Minuten nördlicher Breite und 15,20 Grad westlicher Länge. Man glaubt hier immer noch, daß das Luftschiff um 10 Uhr in Friedrichshafen eintieffen wird. Ob allerdings Dr. Eckener eine

Landung in der Nacht vornehmen wird, ist bei den schlechten Wetterverhältniflen noch sehr fraglich. Jedenfalls steht eine Reihe von Scheinwerfern zur Verfügung und alle Vor­bereitungen ftnbn getroffen. Bei der Fahrige- schwindigkeit des Schiffe- (etwa 180 Km pro Stunde) wird es unter diesen Umständen noch am frühen Nachmittag die Küste der Gi­ronde erreichen. Da westlich von Irland ein äutzerst starkes Tiefdruckgebiet liegt, wird das Luftschiff etwa- südöstlicher abweichen und die Girondemündung ansteuern.

Krisenstimmung um Poincare

Ein bedenklicher LirchenarMel. Herriot lehnt schroff ab.

Der Freispruch.

Final« zum Hutzmannprozctz.

lieber einem der an Spannungen, Widersprü­chen, juristisch-kriminellen Halbheiten, unersorsch- ren Zwischenreichen der Seele und dramatischen Zwischenfällen reichsten Prozesse der letzten Jahre senkt sich der Vorhang. Und was schon nach den ersten unzulänglichen Momenten der Be- wei-ausnahme an leidenschaftlicher Erregung durch die tausend Pressekanäle in die Oesfentlich- leit lieferte und zur Parteinahme drängte, nahm immer festere Formen an, bis es in dem allent­halben erwarteten Urteil Ereignis ward: Hus» mann geht frei aus. Der Mordverdacht läßt sich durch schlüssige Beweise nicht zur unent­rinnbaren Schuld verdichten. Eines der scheuß- lichsten Verbrechen der Kriminalgeschichte bleibt ungeklärt und ungesühnt. Ob sich die Unter­suchungsbehörden von vornherein auf eine falsche Fährte locken ließen, ob der Staatsanwalt in fie­berhaftem Eifer allzu gewagte Kombinationen in seine Indizienbeweise knüpfte, Wird sich vermut­lich nie mehr feststellen lassen, da keine der leider zu spät intensiv verfolgten Nebenspuren auch nur die leisesten Anhaltspunkte für die Beteiligung unbekannter Täter bot.

Die sorgsam wägenden Richter haben sich nach wochenlangen Durchsuchungen aller gebeimften Seelenfältchen des vielleicht zu Unrecht Gemar­terten allerdings nicht von seiner absoluten Un­schuld überzeugen können, und ihn nur wegen mangelnder Beweise freigesprochen. Man wird also doch schärfer unter den Verantwortlichen nach den Ursachen für diesen umsonst vertanen Riesenauswand an Kosten, Zeit und Rerven- krast forschen müssen. Es fragt sich, ob nicht der suggestive Zwang, mit dem die kriminalistischen Organe gleich di« ersten Zeugenaussagen in die Richtung der unumstößlichen Schuldbeweise drängten, schon auf den Gang der Vorunter­suchung drückte. Es fragt sich, ob man nicht beim Zusammentragen des Schuld Materials sich von vorgefaßten Vermutungen, unkontrollierba­ren Gerüchten und ungeklärten Eindrücken leiten ließ, anstatt die offenen Beweislücken mit streng sachlichen, stichhaltigen Belegen auSzufüllen. Die subtile Auffassung und Zergliederung von Hus­manns Trieb- und Seelenleben konnte freilich erst durch die peinlich strengen RechtSmethoden des ProzeßführerS selbst erfolgen. Und vor den Schranken des Gerichtssaals glätteten sich bann doch erheblich die düster - verzerrten Züge im Gesicht deS Beschuldigten, mit denen man die ungeheuerliche Tat der sadistischen Ermordung seines besten Freundes zu motivieren versucht hatte. Und selbst die Gutachten der Sachverstän­digen kamen über ein unbestimmte- Achselzucken nicht weit hinaus, da aus dem verwirrten Schü­ler- und Stadtklatsch feste Urteilshandhaben kaum zu gewinnen waren. Tatsächlich stellt sich das in allen Instinkten und Handlungen durch­röntgte Bild des etwa- rauhbeinig, frömmelnd und mystisch-schwärmerisch veranlagten, körper­lich stark entwickelten Westfalenburschen sehr viel harmloser dar, als di« unter dem falschen Ein­druck der Uebersührung erfolgten Anschwärzun­gen glauben machen wollten, wenn wir die Mehrzahl unserer Primaner auch aus eine hö­here, sittlich und geistig vollendetere Stufe stellen

Der Anklagevertreter hat dann auch nur einen einzigen erschwerenden Fall sowie eine dunkle Tagebuchnotiz zum Angelpunkt oer Begründung für das Kapitalverbrechen machen können und im übrigen die Schuldschlinge aus immerhin an* zwetselbaren Delikten wie ungewissen Zeitan­gaben, sehr verschieden gedeuteten »tut. spuren und so weiter geknüpft, die ihm die Verteidigung wieder aus den Hän­den wand und die auch für den unbefangenen Laienverstand nicht ausreichen, um das Brand­mal der Kainsfchuld auf eine Jünglingsstirn zu pressen, die nun erst durch ein Leben der Arbeit, Zucht und Ehrenhaftigkeit beweisen kann, daß hinter ihr Fehl, Arg und Sündengier keine Heim­stätte haben. Die Presse konnte und durfte an diesem gewiß nicht sonderlich appetitlichen und bekömmlichen Dingen nicht mit dem Finger am Mund vorübergehen, da hier ein zweites Men­schenleben auf dem Spiel stand und sich auch die breitere Oeffentlichkelt ein Urteil über das Auf- und Ab. das Für und Wider der verschlungenen Tatsachen- und Gefühlskomplere bilden wollte Autzerdem müssen auch die führenden, seriösen Weltstadtoraane dem Zug der Zeit und der Leser­massen Rechnung tragen, für den sie nicht ver­antwortlich sind und ohne der Sensationsgier oder animalischem B-baaen frönen zu wollen. Denn au« der fitfrtarelten, nüchternen Helle der AlltagSpflichten und ihrer streng-gesetzmäßigen

Teure Wirtschaft.

Was die Länder leisten und .. . kosten.

gebet bte teeren, allzu teuren 88ubertiet»el- tennett, heue« letzt end»» die Reicksreterm ,» Leibe gebe» will, buben bte Jubuitrie-Svitzeu- durch berufene Fachleute interclfante jvettfteUunnen treffen lüften, die folgende un­leugbare Tatfacken auteae förderten.

Die Vergleiche mit anderen Staatshaushalten ergeben wieder, daß der bayerische Staatsauf­wand außerordentlich hoch ist. Obwohl man annehmen müßte, daß Preußen einen höheren Aufwand pro Einwohner hätte als Bayern, weil der preußische Staatsapparat den komplizierte­sten Anforderungen gerecht werden mutz, so ist in Wirklichkeit doch der

bayerische Staatsaufwand höher, auch wenn mau sämtliche Unterschiede lu der Aufgabenverteilung zwischen diesen beiden -Staaten und ihren Gemeindeverwaltungen aus- schließt. Vergleicht man einmal den Anteil der Steuerkraft und des Staatsaufwandes der größ- ten vier Länder, so ergibt sich folgendes Bild:

Prozentualer Anteil an ber Steuerkrast bem Gesamtaufwanb 73,27 9,70 12,47 4,56

Nachtlandung in Friedrichshafen?

Noch ein paar hundert Meilen von Irland entfernt Mit Wind im Rücken. Ankunft heute abend.