Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
18. Jahrgang
Mittwoch, 31. Oktober 1928.
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Nummer 258
Einzelpreis Wochentag« 10 Pfennig
Sie werfen die Daweönetze aus
NacWug über Neufundland
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Newyork, 30. Oktober. (Durch Funkspruch.- Es Wird hier angenommen, daß der Graf Zeppelin etwa 6 Uhr früh mitteleuropäischer Zeit ungefähr ein Drittel der Gesamtstrecke nach Fne- drichshafen zurückgelegt hat. Die Fahrtgeschwindigkeit in der Nähe der Neufundlandküste wird auf zeitweilig 160 Kilometer geschätzt, wobei man den starken Rückenwind in Rechnung stellt. Aus den zum Teil widerspruchsvollen Positionsund Kursmeldungen schlietzt man, daß der Gras
Paris, 30. Oktober. (Eigener Drahtbericht.» Nach der bevorstehenden Rücklehr des deutschen Botschafters von Hösch auf feinen Pariser Posten erwartet man hier, daß in kurzem dem Quai d' Orsay ein deutscher Vorschlag über die Bildung des S achverständigen - Aus. f ch u f f e s überreicht wird und daß ein ähnlicher Schritt gleichzeitig in London, Rom. Brüssel und Tokio erfolgen wird. Es ist noch nicht bekannt, ob die deutsche Anregung einen Ausschuß un> abhängiger Sachverständiger zu bilden, von den alliierten Regierungen angenommen werden wird. Es scheint vielmehr auf den ersten Blick, daß eine so bedeutende Frage, wie die endgültige Festsetzung der deutschen Schuld an die Z u st a n- digkeit der Regierungen fallen und daß die Finanzsachverständigen nur Berechnungen vornehmen und Ziffern Vorschlägen konnten.
den Katholizismus eingestellte Vereinigungen im Süden sich sehr heftig für Hoover, den hunderr- prozentiaen Amerikaner, einsetzen. Man ersieht also, daß schon allein aus rein religiösen Erwägungen eine starke Abwanderung der Stimmen sich ergeben kann, deren Ausmaße sich heu.e noch gar nicht einschätzen lassen. Wenn man amerikanische Wetten, oie ja in Wahlzeiten sehr beliebt sind, zur Grundlage von Prophezeiungen
Zeppelin über dem Ozean.
mit, daß es mit dem Graf Zeppelin etwa eine Stunde lang in drahtloser Verbindung gestanden habe. Aus den verstümmelten Berichten habe man entnehmen können, daß an Bord alles wohl und auch die Wetterlage günstig sei.
Newyork, 30. Oktober. (Funkdienst.) Das hiesige Büro der Hamburg Amerika Linie teilt mit, daß der Dampfer „Deutschland", der sich südlich von Säble Island befand, mit dem Graf Zeppelin um 4 Uhr nachmittags Greenwicher Zeit in drahtlosem Verkehr gestanden hat.
Ls steht alles gut.
Im Funkverkehr mit Schiff und Küste.
Newyork, 30. Oktober. (Durch Funkspruch.) Nach einer Presse-Meldung teilte das technologische Institut in MaffachusettS um 7,30 Uhr
machen will, so müßte man dem republikanischen Kandidaten Hoover eine gewisie Chance ge- ben. Solche Kombinationen haben ab» für das Ausland wenig Interesse, weil ja schließlich die außenpolitische Haltung der Vereinigen Staaten weniger von der Wahl des neuen Präsidenten bedingt wird. alS mehr von der Zusammensetzung, die dasneueKabinett nach der Wahl auszuweisen hat.
tung für die gesamte Laufzeit des britischen Abkommens mit Amerika, d-h- 62 Jahre gerechnet wird. Rach Artikel 234 deS Friedensvertrages habe der Reparationsausschutz das Recht, den Schlutztermin für die Reparationszahlungen auszudehnen und die Zahlungsform abzuändern. Deutschland k^be überdies auf Grund des Dawesplans in Falle der Eisenbahn- und Industrie-Obligationen zugestimmt,
Dl- Staffelei Neuesten Nachnchlen erich-'aen roödjentlid) '«chsmai nad)mittag6. Der Äbonnementsvreis be.iägi üit den Monat 2.2U X bet tretet SnfteUung •n< Haus in bet iAeichaltsftkUe abgebolt i.~ Jt Durtd bte poft monatlich ‘2.20 Jt ausichlieklich 3uftellu,iasa-bubi sietnfvtechei 951 und 952 ftüi unverlangt eiitaeianbte Beiträge kann bte Rebaktion eine Verantwortung ober Wewain in keinem ftade übernehmen :Hüdtah!ungen beb 8etugSgejbe| obei an*t'r“*e J”t8‘n etwaiger nicht orbnttngbmüfttger Lieferung ift ausge'chloflen — Pofiichecikonto .>r inffiin n M Nnmm-r ’tW fflntetnummet m J DvnntagAnummer 20 »
Zahlungen
über die Zeit von 30-37 Jahren hinaus tu leisten. Ein außenpolitischer Mitarbeiter setzt auseinander, daß nach seinen Informationen die von der französischen Presse genannten Jah- res Anuitäten von z «et Mllliarden Mark oon britischen Sachverständigen alS beträchtlich zu hoch angesehen werden. Rach Ansicht des Schatzamtes sei eine Festsetzung der JahreSlei- stungen unter zwei Milliarden wegen der Auswirkungen ans nett deutschen Kredit als et Vorzug anzusehen. Ein Blatt betont, daß Deutschland bisher durch Aufnahme von « n - leihen die notwendigen Mittel für seine Zahlungen erhalten habe. Es sei offensichtlich, daß . ? m_____..... hör rinhrpatnhlunflen etn-
3n Sturmflug vorwärts.
Aber keine Standortmeldung.
Newyork, 30. Oktober. (Funktelegramm.) Der Hapagdampser „Deutschland", mit dem Graf Zeppelin in Funkverkehr getreten war, konnte das Luftschiff nicht sehen. Die Flottenfnnksta- tion von Canso stand ebenfalls einen Augenblick lang mit dem Luftschiff in Verbindung, wobei jedoch schlechter atmosphärischer Bedingungen wegen eine Pofitionsangabe nicht zu erhalten war. Die Wetterberichte besagen, daß der Graf Zeppelin zwar eine Zone stürmischen Wetters werde durchfahren müssen, doch werde die Windrichtung seine Fahrgeschwindigkeit erhöhen.
Mädchen heraus!
Auch in der Ferne blüht das Glück.
Deatich« Art «nd deutsches Volkstum wird in der weite« Fremde immer am belle« bei de«t- sche« Mütter« a«sgebobe« sei«, lodaß mau von Südamerika sehr ernftbalt aus die Notwendig» kett diuwcill. bei ieder Forderung des deutsche« Auswandererweseus vor allem auch die Beteiligung der Frau nicht ,« vergessen, wie aus der folgenden Zuschrift deutlich bervorgebt:
Santiago (Chile), im September.
Es ist oft geradezu erschreckend, wenn man etwa in Santiago oder Buenos Aires einen deutschen Landsmann kennen gelernt hat, dessen Heimattreue, Gesinnung und vielseitige deutsche Interessiertheit höchst erfreulich hervortreten, und dann in seinem Hause wohl Frau und Kinder begrüßen mutz, die überhaupt kein Wort Deutsch verstehen und in ihrem ganzen Gebühren zeigen, daß sie bereits einem fremden Volks- tum angehören. Das Arbeitsleben in diesen neuen Ländern ist meist für den Deutschen, der vorwärts kommen will, recht hart, und besonders m den Großstädten kommt er Wohl abgespannt und müde erst am Abend nach Hause, wenn die Kinder schon im Bett sind, sodaß sie seiner deutschen Einwirkung, auch wenn diese ehrlich erstrebt wird, so gut wie gänzlich entzogen bleiben. Hinzu kommt die große Schwierigkeit der veutschen Sprache für fast alle Ausländer, und für die Heranwachsenden Kinder die Gewohnheit der Straße und überhaupt die selbstverständliche Anpassung an die aü gemeine Umgebung. Ganz anders, wenn die Hausfrau und
Mutter selbst deutsch ist.
gen Meldungen sollen gar rollende oder zirkulierende Bewegungen des Luftschiffes festgestellt sem. Marineflugleiter Warner äußerte sich ledoch, daß das Luftschiff nach den Reparaturen durchaus flugtüchtig sei. Die Rückfahrt könne höchstens durch widrige Winde verlangsamt werden. 4-en Wetterberichten zufolge wird das Luftschiff mindestens vierhundert Meilen von der Stufte ozean- wärts Sturmwetter haben. Es wird vielfach er- wartet, daß das Luftschiff sich dem
Zentrum konvergierender Stürme nähert.
Die Blätter behandeln den Flug ausführlich und auch den Ruhm de? ersten blinden Passagiers Terhune. World bringt eine ausführliche Lebensgeschichte und schildert die früheren Er- lebuisse Terhunes als blinder Passagier.
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Und recht oft, wie absichtlich hier verraten Wersen soll, sind deutsche Mädchen, die aus oft traurigen häuslichen Gründen den Mut aufgebracht und irgendeine Stelle in diesen Ueberseelanden angenommen haben, rasch zu prächtigen deutschen Hausfrauen in angenehmsten, oft großzügigsten Verhältnissen gediehen. Zugleich eben bester Gewinn für die deutfche Sache im allgemeinen. Von solchen Mädchen mit leidlich guter Kinderstube und taktvoller Tüchtigkeit gilt uneingeschränkt das lapidare Wort, das kürzlich hier in einer deutschen Vereinsrunde fiel: „Die gehen weg wie warme Semmel!" Dabei kann man natürlich noch die verschiedenen Unterschiede und sozialen Bedürfnisse durchaus berücksichtigen. Die besten Aussichten hat heute vielleicht der Typus des unkomplizierten, in ländlicher Umgebung aufgewachsenen Mädchens mit gesunden Gefühls- und Verstandeskräften und daneben in freilich geringerer Anzahl die ganz moderne, körperlich und seelisch durchtrainierte Frau, die sich ohne überflüssige Hemmungen
jeder Situation anzupaffen
weiß und dem paffenden Mannpartner in jeder Weise eine wertvolle Lebensgefährtin werden kann. Der deutsche Diplomat hat also vollkommen recht, wenn er deutsche Mädchen zum Heiraten heraushaben will. Wobei von anderen, mehr sentimentalen und etwas altmodischen Gesichtspunkten hier nicht gesprochen werden soll. Denn daß jedes Mädchen einmal Kinder haben will, was in dem übervölkerten Deutschland doch auf so manches berechtigte Aber stößt, während hier in verhältnismäßig menschenleeren Gebieten immer noch von einem Kinder f e - gen gesprochen werden darf, ist einmal wohl selbstverständlich, kann aber doch wohl nicht recht als Auswanderungsargument benutzt werden. Natürlich wird jede Art von reklamehafter Ermunterung, wahrscheinlich ganze Armeekorps mehr ober minder wünschenswerter Weiblichkeit mobil machen. Das beste wäre natürlich, wenn einmal bei der methodischen Organisierung der deutschen Auswanderung, wie sie zum Beispiel jetzt für Chile von verschiedener Seite betrieben ober boch vorbereitet wird, gleich von Anfang an bte gesamte weibliche Verwandtschaft der Kolonisten mit in Betracht gezogen würde. Dabei soll nebenbei schon hier darauf hingewiesen werden. wie wünschenswert ein landsmannschaftlicher Zusammenschluß bei solchen Siedlungsversuchen ist. Das neue Einlebe« auf fremdem Boden geschieht schneller und reibungsloser. Und auch die Brücke zur alten Heimat, die doch fast immer nach dem alten Dorf oder Stammesland führt, bleibt dauerhafter,
i Viel mehr auf die eigene Initiative sind jene anderen Mädchen angewiesen, die den modernen ; Lebenskampf anf den verschiedensten Gebieten : auch im fremden fernen Lande auf eigene Faust . führen und dabei nur noch die besseren Chancen , geringerer Konkurrenz und des eigenen verhältnismäßigen Seltenheitswertes ausnutzen wol.
' len. Auch für diese gilt:
I Unter keinen Umständen auf den bloßen Zufall hin und ohne genügende Geldmittel herauskom-
gend ist.
Erhöht schon dieses Gleichgewicht der beiden Parteien bie Intensität bes Kampfes, so muß er zur alle Volksmassen ergreifenben Leiden- ( schäft werden, wenn er wie jetzt auch gewisse । Weltanschauungen des amerikanischen Volkes, entscheiden soll, die allerdings denen anderer; europäischer Völker nicht vergleichbar sind Im- । merhin könnte man vielleicht sagen, daß es ( sich durch bie amerikanischen Wahlen entfdjei* , den soll, ob in Zukunft das demokratische Prin- . zip oder bas rein aristokratische Prinzip den. innen- und außenpolitischen Kurs der Washingtoner Politik tragen soll. Unter dem aristokratischen Prinzip -stelle man sich die amerikant- sche Weltanschauung vor, die alle, Fragen des Tages, bie wirtschaftlichen und die politischen Probleme nur aus dem Gesichtswinkel einer rein hundertprozentigen amerikanischen Denkart gelöst haben will, unter dem demokratische!' eine mehr kosmopolitische Denkart, die auch Gedanken und Empfindungen anderer Nationen Raum geben will. Da diese amerikanischen Weltanschauungen sich in der Hauptsache nur an Fragen klammern, bie als rein innerpolitische Angelegenheiten zu werten sind, ober keineswegs geeignet sind, bie außenpolitische Haltung der Regierung selbst irgendwie zu verändern, so wird ihnen das Ausland nur ein bedingtes Interesse zuwenden. Der anfangs vorherrschende, für den einzelnen Amerikaner sehr wichtigen Streitpunkt, über die
Prohibition ist allmählich von beiden Parteien aleich bewußt stark in den Hintergrund gerucki worden. Weder die Republikaner noch die Demokraten weder Al Smith noch Hoover haben klivp und klar Farbe bekannt, wie sie sich zum Prohiditionsgesetz verhalten, wenn auch jedermann itt Amerika weiß, daß die Republikaner eine angeblich ideale Seite des Prohibl- tionsgefetzes betonen, bie Demokraten bagegen bas Älkobolverbot als eine undemokrati» schc Maßnahme aufgehoben sehen wollen. Die Prohibitionsfrage allein konnte auch niemals zum entscheidenden Faktor des amerikanischen Wahlkampfes werden, weil neben dieser Frage noch eine Menge anderer Probleme herlaufen, die wiederum die lediglich „tret, lenen" ober „nassen" Amerikaner unter sich spa len ober zu neuen Gruppierungen fuhren müssen Da gibt es bie Agrarfrage, da bie Fragen der Zollpolitik, die „trockene" Amerikaner gerne Dem 'ben Demokraten und „nasse" Amerikan« von ben Republikanern gelöst feben mochten
Schließlich spielt noch bas religiöse Moment eine sehr wich'ige Rolle, bie insofern entscheidend werden kann, als diesmal die a m er Ha n i - schen Frauen sich stärker an ben Wahlen zu beteiligen scheinen als früher Al Smith ist bekanntlich Katholik Daß daher gerade die katho lifche Kirche sich mit einer besonderen Energie des bemokratifchen Kanbibaien anntmmt. bars nickt wunder nehmen. Ebenso wenig wie es begreiflich ist, baß gewisse sehr einflußreiche gegen
Noch 62 Jahre Dawestribute?
Was England uns zmnutet. — Roch ungeklärt.
London, 30. Oktober. (Eigener Drahtbericht.)
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streben daß ans eine deutsche Zahlungsverpflich-1 treten müsse. _________________________
Zeppelin mehrfach
Intensiveren Sturmzonen auswich, und durch Zick-Zackkurs günstigere Winde suchte. Offenbar litt das Luftschiff in der Höhe von Neufundland unter Sturmwetter, das tn der Presse als „Wilde Nacht" beschrieben wird. Nach eint-
Der DoNar wählt.
Aufmarsch der Massen und Weltanschauungen.
Die Intensität des amerikanischen Wahlkampfes und bte nach europäischen Messungen gerade.t gigantische Wahlpropaganda in den Bereimgien Staaten machen es schwierig, sich em einigermaßen klares Bild über die wirklich entscheidenden Fragen zu machen, die schon in einigen Wochen gelöst werden sollen. Daß es sich bet dieser Präsidentenwahl in Amerika um mehr handelt als um die Nominierung eines neuen Staatsoberhauptes, das gehl schon aus den Mtl- lionenziffern der Eintragungen tn den Wahllisten hervor, die jetzt schon mehr als das Doppelte der Zahl von 1924, also der letzten Präsidentenwahl, beträgt. In der Tat steht im Mittelpunkt des ganzen Wahlkampfes nicht so sehr bie Frage, wer von ben beiden Kandidaten als Sieger ins Weiße Haus einztehen wird, als mehr bie Ungewißheit, ob bie Republikaner oder die Demokraten ihre parlamentarische Mehrheit sich sichern können.. Wesentlich ist, daß die beiden großen Parteien fast gleich stark sind, daß zum Beispiel das Mehrheitsverhälinis im amerikanischen Senat schon von dem Wegfall oder dem Gewinn eines einzigen Mondats bedingt wird. Wie die heutige Mehrheit der Republikaner im Senat bestellt ist, das lehrt die partei- mäßigemätzige Zusammenstellung mit 48 Republikanern, denen 47 Demokraten und 1 Farmer gegenüberstehen. Wenn trotz dieser einzigartigen „Ausgeglichenheit" die Republikaner heute noch nta bie parlamentarisch regierende Partei anzu- fprechen sind, so verdanken sie dies den für sie etwas günstigeren Verhältnissen im Repräsentantenhaus. Dort führen sie mit einer Mehrheit von 39 Stimmen, die aber auch hier angesichts der 198 Opposttionsstimmen nicht allzu überwälti-
Wer bestimmt die Endsumme?
Die Sachverständigen sollen nur BorarbeU letsten.
Ak WM 6IIHIIM M trll.
Mit Rückenwind In höchster Fahrt heimwärts. — Wilde Gerüchte über die Sturmnacht. Zickzackkurs des FlugkünstlerS Eckener.
Die neuesten Funksprüche unseres
Hamburg, 30. Oktober (Durch Funkspruch.) Der Dampfer „Westfalia" per Hapag hat gestern abend um 6 Uhr drahtlose Verbindung mit dem Luftschiff „Graf Zeppelin". DaS Luftschiff teuerte direkten Kurs auf bie Südostecke Don Neufundland. Das Wetter war sehr regnerisch, die See sehr unruhig.
St. Johns, 30. Oktober. (Funktelegramm.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" überflog um 7,05 Uhr amerikanischer Zeit bie Trinity-Bucht in östlicher Richtung. Das Wetter war klar bei heftigen südwestlichen Winden.
Newyork, 30. Oktober. (Funkdienst.) Ein tn Portland (Maine) um 2 Uhr mittags (8 Uhr mitteleuropäischer Zeit) aufgefangener Funk- sprnck besagt, daß der „Gras Zeppelin" etwa 200 Kilometer südöstlich von Cap Sabie und etwa 1800 Kilometer von Lakehurst entfernt fei. Er flog In etwa dreihundert Meter Höhe und hatte eine Geschwindigkeit von 120 Kilometer.