Mckr Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 252
18. Iahraang
Mittwoch, 24. Oktober 1928
Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig
Einzelpreis- Wochentags 10 Pfennig.
Das Weißbuch belastet Varis-London
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Eine tolle Berbrecherflucht
Diese Vermutung gründet sich auf die Klaffen» frequenzen der Schulen. Daß nur ein kleiner
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Teil dieser Mafien eine der akademischen Vor'
find über die Ufer getreten. Ein Damm ist ge>
erschaffen. --- Der zweite gegen das
Köln, 23. Oktober. (Privattelegramm.) Der Kriminalpolizei gelang es gestern abend, das Mörderpaar Heidger (das auch in Kassel nicht unbekannt, wenn auch nicht hier gebürtig ist D. Red.) das der Ermordung eineS Polizeibeamten in Gladbeck beschuldigt wird, ausfindig zu machen. Es kam zu einer Schießerei, in deren Verlauf der jüngere Heinrich Heidger erschossen wurde, während eS dem älteren Johann Heidger gelang, fich der Verhaftung zu entziehen.
In der Umgebung steht das Waffrr fünfzig Zen- brachen und das Wasser hat die Felder weithin timeter hoch über den Felder«, zahlreiche Fabri- überschwemmt. Mehrere Scheunen wurden weg- ken mutzten ihren Betrieb einfteklen, sodatz gerissen. Ein Fabrikgebäude ist eingestürzt. Der tausend Personen entlassen werden mutz. Schaden beträgt mehrere Millionen Franken.
Südfrankrrich leidet unter Hochwaffer. In Grenoble stehen sämtliche Keller unter Wasser.
btldung entsprechende Berufsstellung finden wird, ist ebenso wahrscheinlich; darüber sollte sich jeder, der heute zur Hochschule drängt, klar sein.
Das rabiate Mörderbrüderpaar rast aus der Straßenbahn davon. — Einer im Feuergefrcht --- * — Uebersallkommando verbarrikadiert.
Deutschland führt in den Lüsten.
Paris, 23. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Die Zeitungen geben offen zu, daß Frankreich auf der Luftfahrt-Ausstellung in Berlin sehr viel lernen könnte. Ein Blatt kommt bei einer längeren Bilanz zu dem Schluß, daß Deutschland die augenblicklichen Probleme viel besser ersaßt habe als Frankreich. Es habe begriffen, daß die Zukunft dem Großflugzeug ehört, es besitze diese Flugzeuge schon heute, oder doch die notwendigen technischen Unterlagen dazu. Die äronautischen Studien seien in Deutschland weiter vorgeschritten wie in Frankreich. Deutschland stehe heute auf einem Scheidewege. Es muffe sich die Frage stellen, ob es den Krieg oder den Frieden vorbereiten (!) wolle. Wenn es in der Abrüstungs- srage in Europa vorwärts gehe, so sei zu erwarten, daß Deutschland eine große militärische Luftslotte schaffen würde. (!)
Hinter -em Rücken -es Volkes
Englands Presse verurteilt das Geheimabkommen
London, 23. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Die Morgenblätter verurteilen auf Grund des Weißbuchs die Verhandlungsmethoden über das englisch-franzöflschr Flottenabkommen durchaus.
Studium überfüllt!
Schlechte Aussichten für die Musensöhne.
Alles dräogt aet Universität. — Schon über eine Viertel Million. — Bernachlässtgt« Fächer. Der Zag a«t Elektrotechnik. — Masienandran« «mch der Frane«. — Wo wolle» st« all« «nt«r< komme«?
Nach amtlicher Mitteilung kommt man mit Einschluß aller beurlaubten und ExamenSstuden- ten auf die ungeheuerliche Zahl von 129 540, also auf rund 130 000 Hochschulbesuchern, und zwar ergibt sich an den Universitäten eine Steigerung um 11057 Studierende im letzten Jahre, an den technischen Hochschulen um eine solche von knapp tausend, während die Landwirtschaftlichen, Forstlichen und Handelshochschulen und die Bergakademien teilweise empfindliche Rückgänge aufzuweisen hatten. Diese Zahlen gewinnen jedoch erst besondere Bedeutung, wenn man sie zu der Vorkriegszeit in Beziehung bringt. Setzt man den Hochschulbesuch 1911 gleich 100, so ergeben sich für den gegenwärtigen Hochschulbesuch folgende Indexzahlen: Universitäten 151, Technische Hochschulen 187, Landwirtschaftliche Hochschulen 125, Forstakademien 98, Tierärztl. Hochschulen 47, Bergakademien 79 und Handelshochschulen 190. Wäh. rend also die Universitäten, Technischen Hochschu- len, Handelshochschulen und Landw. Hochschulen gegenüber der Vorkriegszeit teilweise sehr starke Zunahmen zu verzeichnen haben, ist der Besuch der
welches ist -er beste?
„Rur" 26 Vorschläge zur Reichsreform.
Berlin, 23. Oktober. Im Verfassungsaus- schuß der Länderkonferenz bezogen sich gestern die drei Referenten Ministerialdirektor Dr. Brecht- Preußen, Dr. Poetzsch-Sachsen und Ministerpräsident Dr. Held-Bayern auf ihre bereits bekannten Denkschriften. Brecht will bekanntlich durch Einbeziehung der norddeutschen Länder ein erweitertes Preußen schaffen, das zwar noch einen .Zentrallandtag" aber keine Regierung mehr haben solle und im wesentlichen
vom Reiche mitverwaltet würde. Dabei wünscht er, ähnlich wie Dr. Poetzsch, daß man durch weitgehende Dezentralisierung die Selbstverwaltung der jetzigen Provinzen, die man hernach »Länder' nennen solle, stärke. Beide wollen also erst das Problem der
Zeichen der Zeit.
Die große Mauserung in de» Parteien.
Seit den letzten Wahlen hat man sich in breiteren Kreisen Deutschlands zu überlegen ent- schlofien, ob unsere heutigen Parteien wirklich in ihrer Zusammensetzung und Haltung ein Ausdruck der im Volke vorhandenen weltanschaulichen politischen und wirtschaftlich sozialen Strömungen sind, oder ob nicht eine Vereisung, eine Erstarrung des Parteiwesens stattgesunden hat, die den lebendigen Strömungen der Gegenwart einen Panzer auferlegt und die- sen Strömungen elastischer angepaßt werden muß, wenn der Panzer nicht eines Tages gesprengt werden soll. Gerade in der politischen Praris haben die Parteien so oft in fataler Weise versagt. Zunächst einmal ist es die besonders tragisch genommene Gegensätzlichkeit zwischen dem politisch weltanschaulichen Programm und den zum Kompromiß drängenden Forderungen des Tages. Es ist überall und im besonderen Maße auch in Deutschland so, daß die Uebernahme politischer Verantwortung im Staate einen gewissen Mut zur Unpopularität erfordert. Das haben die Links- wie die Rechtsparteien besonders in den Auswirkungen der einer Regierungsspanne folgenden Wahlergebnisse zu spüren bekommen. In Deutschland ist der ungünstige Wahl rückschlag auf eine Zeit der Regierungsmitarbeit immer besonders deutlich fühlbar, weil Deutschland als geschlagener Staat naturgemäß nur sehr langsam wirkliche Erfolge in der Außenpolitik wie auch in der wirtschaftlichen Gesundung erringen kann und weil alle Erfolge immer sehr weit hinter den Versprechungen und Zielsetzungen der Parteiprogramme zurückblei b-e n müssen.
Sehr stark äußern sich namentlich die dynamischen Spannungen in den Parteien selbst über die Stellungnahme zum Staat, d. h. zur StaatSform und ihrer Weiterentwicklung, die grundsätzliche Einstellung zu den wirtschaftlich sozialen Strömungen, zum Staatssozialismus, zur Svndikatsbildung und Vertrustung, zur Handelspolitik und damit zur Agrar- und Ernährungsfrage, neuerdinas auch zur grundsätzlichen Haltung in der Wehrfrage Inner- halb der verschiedenen Parteien bestehen fast durchweg Strömungen verschiedener Art, die diese wichtigsten Fragen der Entwicklung verschiedenartig beantworten. So ist denn nicht nur ein Kampf der Parteien untereinander um die Macht entstanden. Auch innerhalb der Parteien kämpfen die verschiedenen Richtungen, die über die Parteigrenze hinweg wiederum starke Sympathieverbindungen zu verwandten Richtungen in anderen Parteien aufrechterhalten. So kommt es. daß in zunehmenden Maße die Parteimaschinen Störungen und Hemmungen und Funktionsunsälle aufweisen. Besonders bei den RechtSgruppen haben neue Organisationen, die sogenannten Bünde, versucht, über die Parteien hinweg Einfluß auf die politische Entwicklung zu gewinnen bisher allerdings ohne besondere praktische Erfolge.
> Das kürzlich an dieser Stelle schon behandelte fehlgeschlagene kommunistische Volksbegehren gegen den Panzerkreuzerbau, daS in Vorbereitung befindliche Volksbegehren der Stahlhelmbewc- gung, das noch keine feste Formulierung gefunden hat, der Rücktritt des früheren Reichs- kanzlerS Marx von der Parteiführung im Zentrum, endlich dieSchilderhrbungHu- genbergs in der deutschnationalen Volkspar- tei mit Anschluß an eine ganze Kette von Krisen und Mißstimmungen sind der Ausdruck dieser Spannungen innerhalb der Parteien. DaS Kommunistenfiasko hat nur den Sozialdemokraten genützt. Das Stahlhelm-Volksbegehren hat die Vollspartei, die zum Eintritt in eine große Koalition auch in Preußen bereitsteht, zum Abbruch der Beziehungen veranlaßt und auch bei den Deutschnationalen ist man nicht ganz glücklich Und Marx legte das Zentrumsszepter nieder, weil er einer ganz engen und stabilisierten Bindung seiner Partei an eine formelle große Koa- lition im Reich wie in Preußen ablehnend gegenüberstand. Mit der Berufung Hugenbergs haben die Deutschnationalen schärfste Opposition «- st e l l u n g zur RegierungspolitU und zum Staate eingenommen. Hugenberg, der e8 verstanden hat, seiner politischen Richtung durch Ankauf und Zusammenfassung von großen Zeitun- gen, Prefieorganisationen, Filmunternehmungen eine sehr starke Propagandawaffe zu schaffen, wird wirtschaftspolitisch als Vertreter des Grotz- unternehmertumS, politisch als Exponent der alldeutschen und monarchistischen Richtung angesehen. ES ist kein Geheimnis, daß er In seiner eigenen Partei starke Geanerschaft besitzt, hauptsächlich in der christlich-sozial gerichteten Arbei
ter- und Angesteütenbewegung. Der Name des Abgeordneten Lambach spielte eine Zeitlang in einer Auseinandersetzung über den monarchischen Standpunkt der Partei eine Rolle. Sein Programm hat immerhin daS Verdienst, daß es zur klaren Entscheidung drängt und die Kompromißlösung eines Parteidirektoriums auS verschiedenartig eingestellten Mitgliedern abgelehnt Daß die inneren Spannungen der Partei damit beseitigt sind, wird Wohl auch kein Anhänger der
Änzetseaoietle: Ein beim ische GelchStrSaazetgen die mm-Setle 10 A. auSwLtttae (Sef6äft8ana«ia«n die mm Heile 10 A. Familtevavzeiaen die mm-Seile 10 A. Kleine Anzeigen au« (Tafle! da» Wort 6 A. auswärtige «leine Anzeigen die mm- Seile 10 A Reklamen die mm-Seile 88 A. Cff«rtaebü6r 35 A (bei Zustellung 85 4» RechnungSberrSge Innerhalb 5 Tagen wblb.ir Für die Ri-bttgke» aller durch Fernlorecher auffleeebentn Antigen sowie kür Änfnabmebaten und Platze kann nicht garantiert werden. Fsir Antigen mir besonder» schwierigem Gab 10p Prozent Aufschlag Druckerei: Stblathtbofftr 2fV30 GekchSsisftelle: Köln Str. 6.
Forst- und Bergakademien und der Tierärztlichen Hochschulen zurückgegangen.
Wichtiger noch als diese Gesamtzahlen ist eine Betrachtung darüber, welche Entwicklung die wesentlichsten Studienfächer nach Gruppen zusammenqefaßt in diesem Zeitpunkt genommen haben. Dabei ergeben sich folgende Indexziffern: Evangelische Theologie 127, Kacho- lische Theologie 104, Rechtswissenschaften 215, Medizin 103, Zahnheilkunde 307, alte und neue Philologie und Geschichte 101, Mathematik und Naturwissenschaften 153, Chemie 176, Kameralia, Landwirtschaft 302, Pharmazie 73. Mit AuS. nähme der Pharmazie haben mithin alle Stu- dtenfächergruppen der Universitäten den Vorkriegsstand überschritten. Bei den Technischen Hochschulen ergaben sich folgende Indexziffern: Allgemeine Wissenschaften 531, Architektur 90, Bauingenieurwesen 97, Maschineningenieurwesen 214, Elektrotechnik 1056, Schiffbau 68, Chemie und Hüttenkunde 149, Pharmazie 145, Landwirtschaft und Forstwissenschaft 78. Das Studium der
Elektrotechnik hat fich z. B. mehr als verzehnfacht.
Ein starkes Wachstum hat endlich das Frauen- st u d t u m aufzuweisen, bei dem wir erst am Anfang einer rapiden Aufwärtsbewegung stehen. Gegenwärtig sind unter den 112 315 immatrikulierten Studierenden aller wiffenschaftlichen Hochschulen 13087 Frauen, also 11,7 Prozent. 1911 waren unter den 55118 Studierenden nur 2464 Frauen, 1928 unter 83 322 Studierenden bereits 12 052. Der Anteil der Frauen am Uni- versitätsstudium hat sich mithin in dieser Zöit von 4,5 Prozent auf 14,5 Prozent gehoben, also
mehr als verdreifacht.
Der Ausländerbcsuch hat noch immer nicht den Vorkriegsstand erreicht. Der stürmische Andrang zum Hochschulstudium wird sich sicher während der nächsten fünf Jahre noch verstärken.
getroffenen Entscheidung behaupten. Die durch daS letzte Retchstagswahlergebnts eingeleitete neue Phase einer Politik bet Zusammenfassung aller Parteienkräfte, die den neuen Staat bejahend oder doch zu uneingeschränkter Mitarbeit bereit gegenüberstehe.', und ihre Abgrenzung hat nunmehr einen klaren Ausdruck gefunden. ES wird sich erweisen, wie Regierung und Oppo- litten mit den neuen Problemen sowie gegensei- tig miteinander fertig werden.
— Paris fühlt fich bedroht.
die selbst den gewiffenhafteften Beobachter enttäuschten. Es bestehe allerdings kein Geheimabkommen, Bündnisse, Verschwörungen oder irgend welche jener Vereinbarungen, die geeignet wären, dem Frieden int Wege zu stehen. (?) Die englischen Zugeständnisse seien nicht gen* klar. Lord Cushendun spreche davon, daß keine weiteren Schritte in der Frage der Landabrüstung möglich seien, solange dieser Stein des Anstoßes (nämlich die Einbeziehung der ausgebildeten Reserven in die Landstärke) bestehe. Ein Blatt meint, jedes Land müsse seinen Rüstungsstandart bis zum Aeußersten verteidigen, da ein Abweichen vom Sicherheitsstandart für jede Ration eine Niederlage und den Ruin bedeuten könne. Ein liberales Blatt betont, daß Frankreich die militärische Diktatur
in Europa bewilligt werde und auf die militärische Abrüstung mit einem Strich verzich- t e t werde. Es kommt die allgemeine Anficht zum Ausdruck, England den Locarnopakt ernstlich gefährd-u habe. Bestenfalls habe Frankreich die britische Reoierung irregeführt. Eine Regierung, die sich zu einem solchen Geschäft hergebe, stelle eine öffentliche Gefahr dar.
(Siehe auch Depeschen 2. Seite.)
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Wenn das Hochwaffer elndricht.
Keller und Felder unter Wasser. — Verlassene Fabriken. — Die eingeschlossene Stadt.
z in gelt und von anderen Beamten wurden die
Straßen von den Stratzengängern geräumt. Das Feuergefecht nahm jetzt an Heftigkeit zu. Der jüngere der beiden Banditen wurde durch zwei Schüsse nieder gestreckt. Bei dem weiteren Kugelwechsel wurde auch noch ein P o - lizeibeamter verletzt. Der ältere Verbrecher flüchtete in einen Garten, der von einer hohen Backsteinmauer umgeben ist und verbarrikadierte sich dort. Die Belagerung hat begonnen. Das Kampffeld gleicht einem Schlachtfeld. Hinter den Bäumen haben sich die Beamten mit Pistolen postiert. Sogar
in den Bäumen fitzen Kriminalbeamte und halten Ausschau. Um Mitternacht wurde das Gelände von fünf Beamten durchsucht. Em Automobil hat seine Scheinwerfer auf das angrenzende Gebäude gerichtet. Auf eine verdächtige Gestalt in der Fensternische gaben die Beamten etwa zwanzig Schüsse ab. Das ganze Viertel ist in heller Aufregung.
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Der Raubmör-er entwischt.
Fieberhafte Suche deS Polizei-Massenaufgebots.
Köln, 23. Oktober. (Privattelegramm.) Die Polizei konnte des flüchtigen Raubmörder« Johann Heidger noch nicht habhaft werden. Als fein Bruder Heinrich aus der Flucht tödlich getroffen zusammenbrach, sank auch Johann Heidger für einen Augenblick in die Knie, raffte fich aber wieder auf und raste weiter. Es ist also anzunehmen, daß auch er verwundet worden ist Ein gewaltiges Ausgebot von Kriminal- und Polizei bmmien ist fieberhaft auf der Suche. Der Häuserblock wo der Verbrecher zuletzt auf seiner Flucht gesehen wurde» ist dicht umstellt. Einzelne Häuser werden abgesucht. Ob fich Heidger überhaupt noch dort befindet, ist ganz ungewiß.
Köln, 23. Oktober. (Privattelegramm.) lieber die Mörderjagd berichtet ein Blatt weiter: Ein Polizeibeamter glaubte in zwei jungen Leuten, die ein M o t o r r a d stehlen wollten, die beiden Heidger zu erkennen und verfolgte sie. Die Verbrecher begannen sofort zu schießen, konnten aber das angeschlossene Motorrad zur Flucht nicht benutzen. Der Beamte feuerte gleichfalls und lief den Fliehenden nach. Es kam zu einer Schießerei, an der sich auch ein Radler beteiligte. Der junge Radfahrer wurde durch zwei Schüsse in den Unterleib und Oberschenkel erheblich verletzt. Bei der weiteren Flucht schwangen sich die Verbrecher auf einen Straßenbahnwagen, zwangen mit vorgebaltenem Revolver Fahrer, Schaffner und Fahrgäste den Wagen zu verlassen,
löschten sämtliche Lichter und rasten dem Zoologischen Garten zu. Fast alles hatte sich in wenigen Minuten abgespielt. In wenigen Minuten war da« Uebersallkommando zur Stelle, das den Wagen anhielt. Aber die Ban- diten ergaben sich noch nicht. Sie verließen im schnellen Lauf den Wagen und eilten, feuernd, den Anlagen am Rheinufer zu. Leider erschwerte eine große Menge Neugieriger das Werk der Beamten und begab sich unnütz in Gefahr. Die ganze Anlage wurde jetzt um«
Paris, 23. Oktober. (Eigener Drahtbertcht.) ten. Die Stadt Brianeon ist auf allen Seiten " ‘’ ---- ” - i vom Wasser eingeschlossen. Verschiedene Flüsse