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Mckr Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kaffeler Abendzeitung

18. Jahrgang

Einzelpreis: Sonntag« 20 Pfennig.

Donnerstag, 4. Oktober 1928

Wir sollen doch den Mein zmückkaufen

Zn den Lüften voran

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:. ihm langweilig gewesen und so habe er es , einmal brennen lassen wollen (I). Er ist

verurteilt. weil er im Januar drei Besitzungen

in «ltfchönau und RöderSdors in Brand gesteckt

hatte, die vollkommen eingäschert wurden. Als fetzige Zuchthausstrafe ist die vierzehnt Grund für fein Treiben gab Franke an, eS sei des Franke.

Uhr zu erwarten.

* * *

Mit donnernden Motoren.

Das Nachtgespenst über England.

Hirschbrrg im Rirsengebirge, 3. Oktober. (Privattelegramm.) Der Haushalter Franke aus Wogau wurde zu acht Jahren Zuchthaus

schon mehrfach vorbestraft, auch mit ZuchthauS. Seine Mutter endete im Zuchthaus, ebenfalls wegen Brandstiftung. Sein« drei Brü. der sind ebenfalls schon vorbestraft. Die

London, 3. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Graf Zeppelin" überflog heute morgen die Stadt L o w e S t o s t in geringer Höhe mit mäch­tigen Buglichtern. DaS riesige Luftschiff, das von vorn bis hinten erleuchtet war, bot einen feffelnden Anblick. Das Motorengeräusch war in der ganzen Stadt vernehmbar. Hunderte beobachteten den schnellen Flug.

etwaiger nicht ordnungSmStziger vicici-una in «niBwuiwn«*. ~

Krankfun a M Nummer ßSRfl Sinhelnummer 10 4 SonntaaSnummer 20 Jl

mündlicher Form. Es handele sich ja nur um eine Mitteilung, ob Deutschland juristisch den Artikel 431 des Versailler Vertrages anrusen und die Räumung als ein Recht verlangen will, daß keine Gegenleistungen einschlietzen werde, oder ob es in politischem Sinne einwil­ligen will, daß al8 Gegenleistung

für Vie Räumung finanzielle Abmachungen

Mer Streitigkeiten in der entmilitarisierten Rheinlandzone eingerichtet werde. Auf alle Fälle dürfe die französische Regierung nicht von ihrem bekannten Standpunkt abgehen.

Nummer 235 Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Anzeigenpreise: einbetrnitoe <Seichäft»an»eigen die mm-Seil« 10 J. auSroörttae leik 10 T Km«n bi« mm-Seik 88 4. Oiiertsebühr «ib-i Zu ellu»- c i Rechnungsbeträge innerhalb 5 Tagen zahlbar silir die Richtigkeit aller durch fzernivrecher ankaegebenen Anzeigen foroie für Auinahmedaten und P b

lvlc otlltu*. ... Redaktion eine Verantwortung oL- -------

j^alle übernehmen Rückzahlungen des Bezugsgeldes ober «nivriiche wegen c nick» -rdnunaSmäbiger Lieferung ift -«Äe'chlollen - ¥oftf*edfonto

germeister Böß funkte dem .Zeppelin" herzliche Grütze der Reichshauptstadt, ihrer Bevölkerung und ihrer Verwaltung. Das neue deutsche Lust- - schiss möge als willkommener Gast bei ihnen einkehren. ,

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Lieber Riel, Hamburg nach Bert n

Friedrichshafen, 3. Oktober. (Sonderbericht.) Nach einem Funktelegramm befand sichGraf Zeppelin" um 12 Uhr nachts über Borkum.

Kiel, 3. Oktober. (Privattelegramm.) Graf Zeppelin überflog heute früh kurz nach 6 Uhr Kiel. Das Luftschiff bot an dem klaren Morgen- Himmel einen prächtigen Anblick. Durch das Surren der Propeller wurde die Einwohnerschaft aus dem Schlaf geweckt, doch war das Luftschiff, noch ehe die meisten zur Besinnung kamen, nach Süden verschwunden.

Hamburg, 3. Oktober. (Privattelegramm, i Gras Zeppelin traf, nachdem er gegen 5 Uhr mor­gens Flensburg, die Vaterstadt Eckeners und später Kiel überflogen hatte, um 6,45 Uhr früh über Hamburg ein. Ein Flugzeug gab ihm über die Stadt, in der sich auf Dächern und in den Straßen schon ein zahlreiches Publikum an- ,gesammelt hatte, das Geleit.

Witterberge, 3. Oktober. Graf Zeppelin hat um 8 Uhr W i t t e n b e r g e passiert in Richtung Berlin.

* * *

Schon auf dem Rückmarsch.

Ueber Leipzig zum Heimathafen.

Leipzig, 3. Oktober. (Privattelegramm.) Um 10,30 Uhr überflog Graf Zeppelin von Berlin kommend Leipzig, nachdem er Bitterfeld und Delitzsch rechts hatte liegen lassen.

Ra« Tokio im Leichtflugzeug.

Moskau, 3. Oktober.. Der deutsche Pilot Winterfeld, der mit einem Klemm-Daimler- Leichtflugzeug einen Flug nach Tokio unter­nimmt, hat die Strecke Charkow-Rostow in fünf Stunden zurückgelegt. Winterfeld sprach sich zu Sowjetvertretern über den ihm in der Sowjetunion zuteil gewordenen Empfang be­friedigend auS. Er fliegt heute nach Suchum.

keine Armeeflugzeuge besitzen darf. So ist es nicht mehr als recht, daß auf der großen in­ternationalen Ausstellung in Berlin die von an- nähernd zwanzig Staaten beschickt wird, die deutsche Luftschiffahrt ihrer Bedeutung entspre- ' i einen breiten Raum etnnimmt, und aller so nochmals kundgetan wird, daß Deutsch-

' dem Gebiet« des Luftverkehrs

Nachdem die Kasseler Neuesten Nachrichten noch gestern Mittag den plötzlich wegen der Wet­terlage nach Westen abgedrehten Kurs des Luftschiffes bekanntgeben konnten, nahm der Zeppelin auf der großen Probefahrt für Ame­rika seinen Weg am Rhein entlang über Köln- Düsseldorf und überflog schon bei tiefer Dunkel­heit Rotterdam (Holland). Die weitere Route bezeichnen folgende Morgendepeschen:

Wittenberge (Bezirk Potsdam), 3. Oktober. (Privattelegramm.) Luftschiff Graf Zeppelin hat punkt 8 Uhr Wittenberge mit Richtung Ber­lin überflogen. Die Ankunft über Berlin ist gegen

Brandstifter aus... Vergnügen

Der Sproß einer Zuchthäuslerfamilie. Seine virrzehnte Zuchthausstrafe.

Gehr zu begrüßen.

Aus Reisen jetzt besser versorgt.

Wichtig« 3?cMtttt«een für Jedermann. Erwel-

Die Reichsbahn ist heute in bezug auf Haft« pflicht für Sach- und Personenfreiheit schon ehr viel entgegenkommender als früher. Bei der Reichspost gibt es immer nur erst schwache Has- tungsansätze; in Wirklichkeit haftet sie für kaum einen einzigen, noch so eindeutig und klar auf Mängel ihres Betriebes zurückzuführenden Schaden. Vielleicht wird dieser nicht ganz tour« dige Zustand bessernd beeinflußt durch das neue stärkere Bekenntnis zur Haftpflicht, das die Reichsbahn in der neuen Eisenbahn-Verkehrs­ordnung, die am 1. Oktober in Kraft getreten ist, zugunsten der Bahnbenutzer infolge betriebs­technischer Fehler abglegt. Da ist zunächst da« viel umstrittene Recht auf den Sitzplatz. ES wird durch die neuen Vorschriften nicht mehr abhängig gemacht von dem Wohlwollen eineS Beamten, sondern die Bahn verpflichtet sich, den Benutzern einen Sitzplatz, auch in einer höheren Wagenklasse, zu verschaffen, und

zahlt den Fahrpreisanteil zurück, wenn der Sitzplatz nur in einer niedrigeren al­ber bezahlten Wagenklasse eingenommen wer­den kann. In der Rückzahlung des Fahrgeldes hat die Reichsbahn überhaupt jede Aengstlichkeit abgelegt. Der Reisende hat jetzt einen unbeein­trächtigten Rechtsanspruch auf Rückerstat- tung von Fahrpreis und Geväckfro.cht, wenn er die Ausweise nicht benutzt, also die bcabsichiig«. Reise nicht angetreten hat. Die Rückerstattung ist gebührenpflichtig nur, wenn der Fahraus­weis nicht am gleichen Tag« und nicht an der Ausgabestelle zurückgereicht wird. Diese entge­genkommenden Bestimmungen gelten ausdrück­lich auch für den Fall einer schuldhaften Versäumnis des Reisenden, während bis­her die Rückerstattung bei Versäumnis der Ab­fahrt durch den Reisenden ausdrücklich ausge­schlossen wurde. Wenn die Reise einmal ange­treten ist, wird der Preis für den nicht be­nutzten Streckenteil ebenfalls zurückerstattet, wenn Tod, Krankheit, Unfall oder andere wirklich zwingende Gründe dafür geltend ' gemacht werden können. Eine ebenso erfreuli- 1 che Verbesserung der Lage d«S Publikums tritt auch bei der

Haftung für Verlust oder Minderung des Reisegepäcks

ein. Und zwar ist für die deutschen Bahnen jede Beschränkung in der Höhe der Entschädi­gungen aufgegeben worden. Unsere Bahnen haf­ten für den vollen Wertverlust nach dem ge­meinen Wert oder dem Marktwert, wobei dem

Von Millionen begrüßt.

Alle Augen hängen amZeppelin". Rote Rosen als Ehrengrutz.

Berlin, 3. Oktober. (Durch Funkspruch.) Schon lange vor Ankunft desZeppelin" waren die Dächer der Stadt dicht von Menschen besetzt. Bei dem klaren Welter konnte man das Luft- chiff mit einem Glas schon bald, nachdem es Staaken passiert hatte, sehen. Fünf Flug­zeuge begleiteten es auf seinem Rundflug über Berlin. Ueber dem Reichskanzlerpalais ange- langt. warf das Luftschiff in einem

Fallschirm einen Strauß toter Rosen ab, der sich aber in dem Dach eines Häuser­blocks verfing. In niedriger Höhe zog das Luft- Ätlne Schleife über der Stadt, von enge begeistert begrüßt.

Berlin, 3. Oktober. (Funkdienst.) Oberbür-

PariS, 3. Oktober. Außenminister Briand empfing gestern den niederländischen Vorsitzen­den des Abrüstungsausschusses, L o u d o n, sowie den Besatzungskommandanten, Guillaumat. Einem offiziös beeinflußten Blatt zufolge will die Regierung die vorzeitige Rheinlandräumung in technischen und politischen Besprechungen so­weit klären, daß bei den Verhandlungen eine Verzögerung nicht eintrete. Nachdem Berlin die Haltung der Völkerbunds-Delegierten gebilligt habe, werde wahrscheinlich Der deutsche Botschaf­ter gegen Ende der kommenden Woche ein M e. morandum überreichen, das gleichzeitig in Paris, London, Rom und Brüssel übergeben werden wird, letzteres vielleicht auch nur in

Die Staffelet Neuesten Nachrichten ericheinen wüchenrlich

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DerZeppelin" weicht aus. Zukunftsmusik.

Berlin hat gestern unter seinem Regenschirm vergeblich auf den .Zeppelin" gewartet, der wegen des ungünstigen Welters die Reise ge­rade umgekehrt machen mußte und erst heute früh Millionen Berliner Augen und Herzen ent­zückt. Mit seinen fast 3000 PS. und seinem stabilen Gerippe könnte ein Schiff wie der .Graf i Zeppelin" es so ziemlich mit jedem Wind und 1 Wetter aufnehmen. Er würde es tun, wenn ein ! bestimmtes Ziel zu einem bestimmten Zeitpunkt . zu erreichen wäre. Schon vor zwanzig Jahren i und erst recht später im Kriege haben vrel 1 schwächere Schiffe erfolgreiche Sturmfahrten ge- 1 macht. Aber bei dem gegenwärtigen Flug Han- 1 beit es sich ja nicht darum, ein gewisses Pro­gramm zu absolvieren. Die Schiffsleistung han­delt klug, wenn sie einem unnötigen Risiko ausweicht. Und wenn die Chancen Wie neunundzwanzig zu eins für ein Gelingen stehen warum soll sie daS Schicksal heraus- f ordern? Warum sollen die Motoren über Ge­bühr angestrengt, warum soll die ftione Hülle über Berlin naß werden, wenn sie über Amster­dam Sonnenschein findet? Ein Flugzeug muß mit seinen begrenzten Brennstoffvorräten ent­weder durchkommen oder notlanden. DerZep­pelin" schlägt einen weiten Bogen. Ihm kommt es auf ein paar Stunden nicht an. Er rechnet mit Tagen... Die Flugzeuge rechnen mit jeder Flugstunde und mit jedem Kilometer. Bet den Ozeanflügen mußte der kürzeste Weg ge­flogen werden, auch wenn eine Wolkenwand tm Wege lag. Das Gelingen war dann zum guten Teil Glücksache. DaS Luftschiff aber verfügt über eine Leistunqsreserve, die es ihm gestattet, die Flugstrecke, wenn eS sein muß, auch um das Doppelte zu verlängern. Ein Luftschiff wird niemals eine festgesetzte Route einhalten. Es wird den Kurs nach den Wetterberichten, die es dauernd empfängt, dauernd ändern und im­mer die günstigen Flugverhältnisse aufsuchen. Der ,Z. R. 3" stieß bekanntlich auf seiner Ame- rikatfahrt auch westlich der Azoren auf ein Sturmgebiet und bog wett nach Süden aus. Bei dem kommenden Ozeanverkehr mit Luftschiffen wird auch immer nach Maßgabe der je­weiligen Wetterlage geflogen werden. Seine hohe Eigengeschwindigkeit gestattet es dem Schiff, auch schnellen Stürmen .davonzu­laufen". Vorbedingung ist natürlich eine hohe Leistungfähigkeil der Funkanlage.

Tatsächlich sind heute wieder die Augen der ganzen Welt auf Friedrichshafen gerichtet. In einem ungeahnten Maße sind in dem Luftriesen Schnelligkeit, Sicherheit, Bequemlichkeit und äußerste technisch ökonomische Leistungsfähigkeit vereinigt. So ist denn unsere Luftschiffahrt dank dieser technischen Leistungen in der Lage, Plane ins Auge zu fassen, wie sie sonst noch nirgends in Angriff genommen werden können. Die re­gelmäßige Verbindung weit entfernter Konti­nente ist in unmittelbare Nähe gerückt und es wird wohl in wenigen Jahren möglich fein, in ebensoviel Stunden über den-Ozean zu flie­gen, wie man noch vor einigen Jahrzehnten auf rem Dampfschiff Tagebrauchte. Doch nicht allein im Luftschiffbau ist Deutschland führend, ebenso hat der F l u g, e u g b a u eine Entwick­lung genommen, wie sie saft einzigartig dasteht. 1914 besaß Deutschland noch keine große, moderne und leistungsfähige Flugzeugfabrik, und heute sind die Werke von I u n k e r s, R o h r b a ch und Dornier, jedes von ihnen ein gewaltiges Un­ternehmen, bekannt in aller Welt. Nicht nur für Deutschland werden hier Flugzeuge verschieden­ster Typen erbaut, sondern auch für viele fremde Staaten und Regierungen. Die neu herausge­brachten Flugzeugarten erregen immer wieder allgemeines Staunen. Bald sind es Riefenboote, von Ausmaßen, wie man sie noch vor einem Jahrzehnt kaum geträumt hat, bald wieder kleine Verkehrsflugzeuge die selbst für Private dem Preis nach erschwinglich sind. Diesen technischen Erfolgen und Leistungen entsprechen aber auch die Fortschritte im deutschen Flugverkehr und besonders die hervorragenden Leistungen einzel­ner deutscher Luftpiloten.

Ueber ganz Deutschland erstreckt sich ein schon recht engmaschiges Flugnetz, das auf allen Sei­ten Welt über Oie Reichsgrenzen hinauSgretft und stellenweise sogar den Verkehr mit anderen Kontinenten vermittelt. Roch erfreulicher aber sind die Rekordleistungen deutscher Flieger, Wie der große Rekordflug im Sommer dieses Jahres und vor allen Dingen di« Ueberquerung deS At­lantischen OzeanS in ostwestlicher Richtung. Auch der mit eiserner Energie Weiter getragene Ost- asienflug von Hünefelds spricht mit allen diesen heroischen Leistungen für die deutsche Flugttth- nik und ihre internationale Bedeutung, Uber

Berlin schon überflogen!

Eine N *it über der Nordsee und England. Schon 23 Stunden glückliche Luftreise.

Berlin, 5. Oktober (Durch Funkspruch). Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist um 9.02 Ahr über Berlin eingetroffen.

Reisenden der Nachweis des entstandenen Scha­dens zufällt. Aber auch ohne Nachweis eines Schadens kann er von der Bahn immer noch zehn Mark für das Kilogramm Rohgewicht als Entschädigung verlangen. Bei dem Güterver­kehr bestanden bisher schon ähnliche HaftungS- grundsätze, Weil ja auf dem Frachtschein der Inhalt des Gepäcks angegeben ist. Neu ist aber für den Güterverkehr der Verzinsungs- anspruch für fällig« Entschädigungsbeträge, sofern sie für den Frachtbrief zehn Mark über­steigen. Die

Verzinsung erfolgt auf Verlangen vom Tage des Entschädigungsantrages ab zu fünf Prozent. Durch diese interessante Neue­rung Wird naturgemäß ein Druck auf die Bahn zur schnellen Erledigung der Entschädigungs­forderungen ausgeübt. Die Reichsbahn kann aber sogar bei Nichtinnehaltung von Liefer­fristen haftpflichtig gemacht Werden. Auch hier tritt eine Haftpflicht der Bahn selbst für ben Fall ein, in dem der Schaden auS der Nichtinnehaltung der Lieferfrist nicht nach- geWiesen werden kann. Diese ebenfalls völ­lig neue Bestimmung der Eisenbahn-VerkehrS- ordnung gilt für den Güter» und Gepäckverkehr. Bet Nachweis des Schadens hastet di« Bahn mit vierzig Pfennig, bei NichtnachtoeiS mit zwanzig Pfennig für daS Kilogramm des Roh­gewichtes des verspätet auSgelieferten Gepäcks für jede angefangenen vierundzwanzig Stun­den von bet Abforderung an gerechnet bis zu einer Woche. Für alle derartigen Forderungen und Rückvergütungen an die Bahn gibt eS nm1 turgemätz Verjährungsfristen. Dies« sind als sehr wichttge Neuerung aber auefl vorgesehen bei allen Forderungen der Bahnest gegen das Publikum, insbesondere gegen di« Verfrachter, bei denen sie die Wichtigste, praktst sche Rolle spielen. Mit diesen und anderen «er> befferunaen sind die Bahnen auf dem richtiges Wege, Nun kommt es darauf an, ähnliche ve»

auch der Segelflug und der Bau motorwser Flugzeuge schreitet von Jahr zu Jahr fort ttttb die großen Flugkämpfe auf der heimatlichen Rhön-Wasserkuppe und auf den ostpreutzischen Sanddünen stellen schon geradezu eine natio- deutsc nale Angelegenheit dar. Da» alles ist umso be- chend wundernSwerter als in Deutschland der ganze Welt Flugdienst in privaten Händen liegt und auf- land auf dem gründ des Versailler Vertrages Deutschland heute führt.

Briand IW sich ans nicht» ein.

Scheinköder für das Räumungsgeschäft. Ohne Geld und Schnüffelkommission sehen wir da« Rheinland nicht wieder.