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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 227.

Dierrstag, 25. September 1928,

@ime!»rei8: ®?0(firntnq6 10 Pfennig

18. Jahrgang

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

Wie können wie 32 Milliaeöen zahlen!

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Von Vermutlich viele Hundert Tote in Madrid. - Auch ein Stadtteil in Flammen. Die Ka-

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Staatssekretär Frhr. v. Rheinbaben, M. d. R.

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iat heute wieder,

ßten Schiffsverkehr

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mit denen er ins Theater gegangen war, weil seine Frau gerade ihren Namenstag feierte. Aehnliche tragische Szenen haben sich in sehr gro­ßer Zahl abgespielt.

Für de« RieseuverkeHr viel jn klein. Wie man die trtet6ofe«io«e vergröbert. Preußens Wider- itaad «acht el«e« Eis-»bah«tan«el lioue« nötig. Kostenanschlag 1

Volk als Ganzes zu einer realpolitisch denkenden Ration zu erziehen be« stimmt ist. _____

Der Rock wirb zu eng

Hamburg muß den Welthafen ausbauen.

Die Toten noch nicht zu zählen

Grausige Funde unter den Trümmern.

Madrid, 24. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Ministerpräsident Primo de Rivera hat den Brandplatz aufgesucht und vorbeugende Maßnahmen angeordnel. Pioniere stellten große elektrische Scheinwerfer ain Schauplatz auf, da die Gas- und die elektrische Beleuchtung abge- schnitten sind. Die Nntersuchungsbchörden fan-

Madrid, 24. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Das alte Theater Novedades war das größte Theater Madrids. Es war ein sechsstök- kiger Bau, in dem sich zur Zeit der Katastrophe dreitausend Personen befanden.

Neapel «m Wolkenbruch.

Mailand, 24. September. (Eigene Drahtmel­dung.) In Neapel verursachte ein starker Wol­kenbruch überall Ueberschwemmungen. In einem Neubau ereignete sich ein Erdrutsch, bei dem drei Arbeiter schwer verletzt wurden. Der Straßen- bahnverkehr war einige Stunden lang unter­brochen.

den auf den Treppenabsätzen zum ersten Rang etwa fünfundzwanzig Leichen, die hoch aufeinander getürmt waren. Da kei­nerlei Beleuchtungsmöglichkeit mehr vorhanden ist, mutzten die Untersuchungsbehörden bei Fak- lellicht arbeiten. Es ist deshalb auch noch nichi möglich, bestimmte Angaben über die Zahl der Toten zu machen, die sich noch aus den Treppen und in den Foyers befinden können. Man ist der Ansicht, daß im unteren Zuschauerraum nur noch eine geringe Zahl von Toten liegt, daß aber in den oberen Stockwerken eine weit erheblichere Zahl von Todesopfern aufge­funden werden wird. Dir Zahl der Verletzten wird auf zwei- bis dreihundert beziffert.

wir liefern für 100 Millionen

Ein Riesengrschäst mit Südslavieu.

Berlin, 24. September. Zu dem Vertrag der Stahlunion-Export G. m. b. H. mit der jugo- Ionischen Regierung auf Lieferung von Eisen­bahnmaterial im Gesamtbetrag von hundert Millionen Mark werden folgende Einzelheiten bekannt: Die Vereinigten Stahlwerke tdie Mut- tergefellschast der Stahlunion) werden auf Kre­dit liefern und von der jugoslavischen Regierung 7prozentige EtaatSpapicre erhalten, die in zehn Fahren eingelöst werden. Zugleich mit dem Stahltrust hatten sich der A. E. G.-Konzern und eine amerikanische Gruppe beworben, deren

Der Riefenbrand gelöscht.

Verzweiflungsszenen und stilles Heldentum.

Madrid, 24. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Der Brand im Theater Novedades und dem angrenzenden Häuserblock ist vollständig ge­löscht. Das Theater-Gebäude sowie die Haus- Dächer sind zerstört. Die Feuerwehr konnte nur Sser angrenzenden Stadtteil retten. Die Zahl Der Opfer wird erst heute festgestellt, da fast bei sämtlichen Rettungsstellen in Madrid Verwun­dete eingeliesert worden sind. Augenzeugen be­richten, daß, als der Theatersaal bereits ein ein­ziger Brandherd war, noch etwa dreißig Perso­nen in F l a m m e n g e h ü l l t sich zwischen den Sitzreihen den Weg zum Ausgang zu erkämpfen suchten. Von den zahlreichen, furchtbaren Episo­den wird der Fall eines Zuschauers hervorgeho­ben, der unzählige Verletzungen erlitt, weil er stürzte und Hunderte von flüchtigen Zuschauern über ihn hinwegströmten. Ohne sich um feinen eigenen besorgniserregenden Zustand zu küm­mern, erkundigte er sich bei seiner Rettung in

höchster Besorgnis nach seiner Frau und seinen fünf Kindern,

kampf soeben noch eine so entscheidende Rolle gespielt haben, nur dann gemildert und er- leichtert werden können, wenn uns die Herab­setzung der Kriegsentschädigung im Rahmen der Entlöfung in absehbarer Zeit gelingt. In dem geschaffenen Zustand »paralleler Verhandlun. ;en" liegen also zum mindesten positive Möglichkeiten dafür vor, sie auf dem nun eingeschlagenen neuen Wege herbeizuführen. Und eines wollen wir uns doch von vornherein agen: Ebensowenig, wie es mit deutscher Zu- ttmmung zum Verbleiben eines einzigen frem­den Soldaten oder irgendeiner noch so harmlos begründeten zivilen Kontrollorganisation auf deutschem Boden nach dem 10. Januar 1935 kommen kann, ebenso undenkbar ist eine Neuge­staltung der deutschen Reparationslasten ohne reiwilltge Zustimmung und Mitarbeit ei- ner großen Mehrheit unseres Dol- teil Daß diese Nur dann erfolgen wird und erfolgen kann, wenn wir endlich ein freies, eine volle Souveränität wieder ausübendes Volk werden, darin wollen wir den Verhand­lungsgegnern von Anfang ankeinenZwet- 'el lassen. Ein Letztes: Ebensowenig, wie die Mitwirkung unseres volnischen Nachbarn an den kommenden Verhandlungen in Frage kommen konnte ebenso sehr liegt es selbstverständlich im deutschen Interesse, die möglichst baldige Mitwirkung Amerika- zu wünschen, bezw. jeden Deg dafür offen zu lassen! Wir tehen, so .scheint es, in der deutschen NachkriegS- politik erst jetzt vor einer Epoche, die unser

«nzeisenvreite: Linde,mU-de ®eftbäft8an«tgen die wm-Zeil« 10 A. auswärtig« GeichastSan^igea M« mm-äetlt 10 A. Kamittenanzeigen die mw-Zetl« 10 A. Klein« Anzeigen aus »afiel das «ort 6 A. auswärtige Kleine Anzeigen di« mm» Zeel- W A Reklame« die mm-Setle 88 A Offcrtgebüdr 35 A (bei Zustellung 85 Ai SieLnunasdettäg« woerdalb 5 tagen wblbur ftü» die Richtigkeit aller durch Aerntorecher autaegebenen An,eigen towie ffli Auinabmedaten und Plätze kann nicht garantiert werden fkstt Anzeigen mit LeiondetS ichwierigem Satz 100 Srownt kluklchlag Druckerei: Schlachiboistr 98/80. Geichäitsftelle: Köln Stt. 5.

lieber eine Tatsache kann nach der letzten Genfer Tagung gar kein Zweifel beste­hen: Offizielle Verhandlungen über eine Räumung des besetzten Rheinlandes vor dem im Versailler Vertrag vorgesehenen Endtermin. 10. Januar 1930 und 1935, sind mit allen be­teiligten Mächten begonnen und die Ansprüche Polens nach Hinzuziehung zu diesen Verhand­lungen ab gelehnt worden. Nach zweijäh­rigem Halbdunkel sind wir somit einen erheb­lichen Schritt vorwärts gekommen. Freilich, das erzielte Resultat ist trotzdem in hohem Matze un befriedigend. Die deutsche These, daß wir längst die Beweise für unser politisches Recht auf völlige und sofortige Befreiung gege­ben haben, wurde von Frankreich verworfen. England hatte in weltpolitischer Schwenkung gegenüber seiner Haltung im Jahre 1925 keine klare eigene Meinung und Italien schwieg wie bisher stets in wichtigen internationalen Ver­handlungen, die Deutschlands Interessen betra- sen. Aber mit Deklamationen, einseitigen an­geblich juristischenFeststellungen" und Aehn- lichem komnmen wir praktisch keinen Schritt Weiler. Tas deutsche 63 Millionenvolk verlangt mit Recht von den zu solchen Verhandlungen Berufenen und Beauftragten, daß jede solche Ak­tion seine Lage verbessert. Wir wissen, daß dies in erster Linie aus den beiden Gebieten, Befreiung des deutschen Boden und Er­leichterung der Dawes-Lasten, geschehen muß. Ich stehe für meine Person nicht an, in dem jetzigen Zufammenhang zu wiederholen, ich schon früher erklärte: Ich halte die Re-

kehrs entsprechen. Allerdings ergeben sich bei einem Ausbau des Hamburger Hafens außer den riesigen Baukosten noch große Schwierigkei­ten durch die bisher ungelöste Ländersru»-/ Hamburg ist heute noch ein

Staat für sich im Deutschen Reich

und mit recht vielen guten Gründen glaubt Hamburg seine Stellung als Welthafenplatz nur dadurch behaupten zu können, daß es weiter diese Eigentümlichkeit bewahrt. Preußen an­dererseits, das Hamburg rings umschließt, ist zu Gebietsabtretungen wenig geneigt, die preu­ßischen Städten zweifellos Zukunftsmöglichkei- ten nehmen würde. Nun ist aber das gesamte Freihäfengebiet, das bei der Zollvereinigung mit dem Deutschen Reiche geschaffen wurde, längst ganz ru Hafenzwecken ausgenutzt. Hier ist es nur noch möglich, technische Verbesserungen anzubrtngen und dadurch die schon bestehenden Hafenbecken in größerem Maße auszunutzen. Die neue Hamburger Hafenvorlage sieht auch ei­nen anderen Ausbau innerhalb der schon beste­henden allen Häfen vor. So soll der sogenannte Vulkanhafcn so vertieft und erweitert werden, daß die großen Dampfer der Hamburg-Amerika- Linie und des Norddeutschen Lloyd hier docken und laden können. Diese eine Erweiterung würde aber durchaus nicht genügen, und deswe­gen muß man auch an die bedeutende Vergröße­rung der Waltershofer Häfen denken. Diese Hafenbecken, die nur zu Zeiten der Ueberfüllung in Benutzung genommen wurden, und vor allem dem örtlichen Verkehr dienten, sollen nunmehr dieselbe Bedeutung erhalten, wie die längst in Betrieb befindlichen Hafenanlagen. Das bedingt aber nicht nur eine Vergrößerung der jetzigen zweiten Freihafcnzone, sondern auch einen An­schluß der neu zu errichtenden Kaianlagen an das Jndustriebahnnetz des alten Hamburger Ha- fenS. Hier stellten sich zunächst große Schwie­rigkeiten ein, da Preußen eine Führung der Ha­fenbahn von einem Freihafengebiet zum ande­ren durch preußisches Gebiet nicht gestatten will und man so gezwungen ist, den tiefen Köhl- brand durch einen großen Eisenbahntun­nel zu überwinden. Allein diese

Tunnelanlage wird auf vierzig Millionen

Baukosten geschäht und insgesamt betragen die Kosten der Hafenerweiterung nicht weniger als hundertzwanzig Millionen Mark. Trotzdem ist anzunehmcn, daß der Hamburgische Senat diese ungeheuren Mittel bewilligen und aufbringen wird, da nur auf solcke Weise der Hamburger Hafen modern und leistungsfähig bleiben kann. Denn nach dem Ausbau der Waltershofer Häfen würde das Hamburger Hafenaebiet etwa 1800 Hektar betragen, doppelt so viel wie 1910.

Madrid, 24. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Es war zehn Minuten vor neun Uhr abends am Ende der letzten Pause, als auf der Bühne im Theater Novedades Feuer ausbrach. Tie Besucher im Parkett und in den ersten Rang­logen waren in der Lage, den Zuschauerraum zu verlassen, bevor die Flammen diesen ergriffen Das Feuer verbreitete sich jedoch m;t großer Ge­schwindigkeit, da die Baulich'eiten sehr alt wa­ren und aus Holz bestanden. Eine furchtbare Panik brach sofort unter den Besuchern aus, während das Orchester vergeblich versuchte, durch Weiterfpielen dieMenge zu beruhigen. Ein wildes Rennen nach den Ausgängen

setzte ein. Dabei wurden viele Menschen zu Bo­den geworfen und auf ihnen herumgetreten. Autos wurden sofort zur Fortschaffung der Ver letzten nach den Hospitalen requiriert. Die ge­samte Polizei und ein Infanterieregiment wurde zu Rettungsarbeiten ausgerufen. Es wird be­fürchtet, daß mehrere hundert Menschen beim Feuer ums Leben kamen. Mehr als zweihundert Verletzte werden in den Ambulanzstationen be­handelt.

Madrid, 24. September. 12,45 Uhr früh. Drei der Verletzten sind gestorben. Tie Zahl der fef gestellten Toten hat sich auf zwanzig erhöht. Die Zahl der Opfer unter den Trümmern kann nicht festgestellt werden. Viele Kinder warten auf ihre Eltern. Es hält schwer, die Menschenmaffen außerhalb des Theaters in Schach zu halten.

Madrid, 24. September. (1 Uhr früh). Das Feuer hat sich auf den benachbarten Häuserblock ausgedehnt, der in einem der dichtbevölkertsten Viertel der Stadt liegt. Die Feuerwehr hat schwere Arbeit, da die

alten Gebäude wie Zunder brennen. Achtzig der Verletzten sind in ernster Lebensge­fahr. Zwei von ihnen sind in den Ambulanz- stationen gestorben. Unter den Toten, die unter den Trümmern liegen, befinden sichvieleKin- d e r. Die Zahl der Toten kann noch nicht abge­schätzt werden. Aber man weiß, daß mehrere hundert Zuschauer in den oberen Rängen des Theaters eingefchloffen waren, die sich nicht mehr ins Freie retten konnten.

Die Äafleter Reuesten Rachrichien erscheinen «öchenillch sechsmal nachmittags Der AbonuemeuiSprei» bcträgi iür Den Mona» 1.90 A bet tretet Zustellung !ttÄ 1" «ekchattsitelle abgebolt 1.- X Dur» die Po» monatlich 3.» X ausichtießlich .HnfteUungMebübt Aernwrechei 951 und 061 ftftr ui,verlangt eingefaniite «hrräae kann die Redaktion eine Berantwortung oder DewSln in feinem Kalle übernehmen RSck.ablnng be, ve,nae,gelbe» oder «ninrücke wegen orbnungtmäfttger tft »n,aef»Tnflen - PoMckeckkonio

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3m $ornaöoge»tft schon fast zweitausend

West Palm Beach, 24. September. Funkte­legramm). Nach Auffindung von 200 Toten int Pelicanbaydistrikt wird die Gesamtzahl der sestgestellten Toten auf 1950 angegeben.

Vision des Dawesplanes in der Richtung au endgültige Begrenzung und Herübsetzung der deutschen Zahlungen für mindestens so wichtig, als eine vorzeitige Räumung. Nach wie vor bleibt daneben die Tatsache richtig, daß schlimmstenfalls, d. h. unabhängig vom Aus­gang und Erfolg der Reparationsverhandlun- Sen spätestens am 10. Januar 1935 der letzte iranzose den Rhein, verlassen muß, sollen Ver­träge zwischen uns und den Siegern des Welt- krieges überhaupt noch Wert haben. Eine Aner­kennung der These Poincarös, daß die Rhein­landbesatzung ein .Pfand für die Reparationen" sei, ist und bleibt von deutscher Seite unmöglich. Daß wir am Beginn einer langen und außer­ordentlich schwierig durchzuführenden neuen außenpolitischen Aktion größten Ausmaßes ste­hen, sollte alle politisch denkenden deutschen Men­schen zur Vorsicht in ihrem Urteil und zu dem Bestreben veranlassen, vor endgültiger Stel­lungnahme sich genügende sachliche Unter- lagen zu verschaffen. Es ist doch nur eine Binsenwahrheit, auszusprechen, daß in und während dieser Aktion die Ausnutzung der auch für uns vorliegenden Möglichkeiten einer günstigen Gestaltung der Dinge wiederum eben­so wie zur Zeit der DaweS-Verhandlungen und der Vorstufe zu Locarno, im höchsten Maße da­von abhängig wird, ob eine Mehrheit unse­res Volkes unbeirrt um Tagesstimmungen und parteipolitische- Gerede hinter einer deut­schen Regierung steht, die auf . dem einzig mög­lichen Wege die Wiedererlangung der Freiheit erstrebt. Jedenfalls schiebt sich Die französische Forderung nach einer Kontrollkommission im Rheinland allzu sehr in den Vordergrund. Noch­mal sei es gesagt: Es war und ist an den maß- genbenden Stellen keine Rede davon, über den Termin des 10. Januar 1935 hinaus irgend eine Art von Kommission oder Kontrolle über das bisher im Versailler Vertrag und dem berühm­ten Dezemberprotokoll 1926 Festgelegte hinaus auf deutschem Boden zuzulassen. Je mehr und je deutlicher die deutsche öffentliche Meinung in allen Parteien diese Forderung in Den kom­menden Wochen unterstreicht, umso eher werden sich die Franzosen davon überzeugen, daß dieser von ihnen übrigens bisher ganz vage und in allgemeinen Redensarten vorgebrachte Wunsch niemalSverwirklicht werden wird. Was sie in Wahrheit wollen und was ihnen bei wei­tem die Hauptsache ist, ist Geld und Er­leichterung ihrer Schuldenzahlung an Amerika durch für die Zeit ihrer ganzen eigenen Schuld- krist (zweiundsechzig Jahre) laufende deutsche Dawesannuitäten!

Zweifellos wird sobald nickt wieder die These Anhänger finden und geglaubt werden, als habe eine Linksregierung bessere Ver- handlunaSckanc-n als eine an der die Linke we­nig oder gar nicht beteiligt ist. Aber unter al­ler Kritik und berechtigter Enttäuschung wollen und dürfen wir nicht vergessen, daß die un­endlich vielen materiellen Sorgen unse­res Volkes, die in dem zurückliegenden Wahl-

Der Hamburger Hafen hi wie vor dem Kriege, den größten Schis... unter allen festländischen europäischen Häfen. Obwohl seit einem halben Jahrhundert unun­terbrochen an der Vergrößerung der Kaianlagen und an einer Vermehrung der Lagerhäuser ge­arbeitet wird, herrscht heute schon oft eine be­ängstigende Enge und zu Zeiten großen Ver­kehrs muß schon heute eine Ueberfüllung be­fürchtet werden. Das bedingt natürlich eine Verlangsamung in der Abwicklung des Lade- Verkehrs und wenn diese Schwierigkeiten nicht beseitigt werden können, so müßten natürlich manche Reeder andere Häfen aufsuchen, wo der Umschlag leichter vonstatten gehen könnte. Wenn es auch noch nicht so weit kam, so ist es doch ver­ständlich, daß sich der Hamburger Senat und die gesamten Hamburger Hafenbehörden mit aller Macht für eine Weiterentwicklung der Ham­burger Hafenanlagen einsetzen, damit sie in allen Punkten Den Bedürfnissen modernen Weltver-

Doch 32 Milliarden?

Wie hoch sie unsere Reparationsschuld treiben.

Paris, 24. September. (Gig. Drahtbericht.) Ein Blatt fußt bei Betrachtungen über die Re­parationsschuld auf Dem Gutachten des DaweS- mitarbcitcrS George P. Auld. Dieser geht von der normalen JahreSzahlung von 625 Millionen aus, beziffert den Jahresertrag der Eisenbahn- und Jnduftrieobligation auf 240 Millionen Dol­lars und weist auf den im Versailler Vertrag vorgeschlagenen Zinssatz von 5 Prozent für Die Reparationszahlungen hin, um fortzufahren: Wenn man 25 Jahreszahlungen von 625 Mil­lionen Dollars (einschließlich der Herabsetzung Der ersten 4 JahreSzahlungen) und 40 Jahres Zahlungen von 240 Millionen Dollars Der Be­rechnung zu GrunDe legt, erkennt man. Daß un. ter Berücksichtigung DeS 5prozentigen Zinssatzes Dies einem Kapital von etwa 8 Milliarden Dollars gleichkonnnt. Man kann also den un­gefähren Betrag. Den Der DaweSausschntz von DeutschlanD als Beitrag für Den Wiederaufbau Europas hat erhalten wollen, auf 8 Milliarden Dollars beziffern. Das würde bedeuten, so fügt Da» Blatt hinzu. 200 Milliarden Francs; Der französische Anteil würde sich auf 106 Milliar- den Francs belaufen. Festzustellen wäre noch, was Frankreich an Kriegsschulden noch zu be- zahlen haben wird.