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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

18. Jahrgang

Mittwoch, 19. September 1928.

Nummer 222

Einzelpreis Sonntag- 20 Pfennig.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Wechsel in der Neichsmarineleitung

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Wer ölt Jteparoilorgrätfel iS

teils bei den letzten Startvorbereitungen in Bal-

Berlin, 18. September. lFunkdienst.) Wie

donnel geholfen hat. Der Flug stellt ein völlig

Bordmonteur L 8 n g c r i ch angetreten, der b.c

' grüße.

Alles um Las Panzerschiff.

Zenker geht. Raeder als Marinechef.

Berlin, 18. September. (Funkdienst.) Der Ches der Marineleitung Admiral Zenker, hat sein Rücktrittsgesucht eingereicht, das genehmigt worden ist. Admiral Zenker verläßt sein Amt Ende September. Als Nachfolger ist der bishe­rige Chef der Marinestreitkräfte der Ostsee Admi­ral Raeder in Aussicht genommen. Admiral

Dar Geschäft steht schlecht.

WaS werden Müller und Kabinett ausbrüten?

Berlin, 18. September. (Durch Funkspruch.) Bei der heutigen Rückkehr de- Reichskanzler« Müller hatten sich auf dem Bahnhof einige Mi­nister und höhere Beamte eingefunden. Für heute vormittag findet eine Kabinettfitzung un­ter dem Vorsitz deS Reichskanzlers statt ,ln der dieser über die Genfer Ergebnisse Bericht erstat­ten wird. Das Kabinett dürfte sich mit der Frage beschäftigen, welche Schritte ange­sichts der neuen Lage getan werden sollen.

entgegenkommenderweise von der Deutschen Luft- Hansa zur Bersügung gestellt worden. An Herrn Köhl sandte Hünefeld telegraphische Abschieds-

die Abnahme neuer ntt2 rsu chd i' 'stult

<£r fliegt dock)!

Die Behörden und der Bolkszeppelin.

* * *

Deute W ii g destlmmt.

Friedrichshafen, 18. September. (Privatte­legramm.) Wie Dr. Eckener der Preffe mitteilt, wird derGraf Zeppelin" nunmehr heute seine erste Probefahrt machen. Die Windverhältniffe haben sich so gebessert, daß Tr. Eckener damit rechnet, das Schiff gegen Mittag aus der Halle ziehen zu können. Ez würde dann den ganzen nachmittag über in der Luft bleiben.

Wo trän nt<t)i m»tr atmen lann

Madrid, 18. September. (Eigene Drahtmcl- dung.) Ein Luftballon, der mit Major Benito Mola aufgeftiegen war, um den Höhenrekord zu brechen, wurde heute morgen in der Provinz Murcia aufgefunden. Der Ballon war zerstört im Korb fand man Major Mola als Leiche. Man vermutet, daß er in zu große Höhen hinausge- flogen ist und den Erstickungstod gesunden hat.

Guter Rat teuer.

WaS wird aus dem Genfer Geschäft-

London, 18. September. (Eigene Drahtmel­dung.) Ein diplomatischer Korrespondent bc- zeichnet die Meinungen über die letzten Genfer Bereinbarungen als skeptisch. Man glaube nicht, daß das Reparationsproblem ohne Mithilfe Amerikas gelöst werden könne und daß Deutsch­land zustimmen werde. Die Ueberwachung des Rheinlandes über 1935 hinaus auszudehncn. Man leugnet nicht ab, daß das Marineabkom­men zwischen England und Frankreich in feiner gegenwärtigen Form tot sei.

Was Italien nicht patzt.

Schweizer Beschwerde über Rossis Verhaftung.

Rom, 18. September. (Eigene Drahtmeldung.) Die Morgenblätter berichten, daß die Schweiz wegen der Verhaftung des italienischen Presse­chefs Rossi durch italienische Agenten auf Schweizer Gebiet eine Note an Italien richten werde und daß mehrere Italiener aus der Schweiz ausgewiesen feien. Ein Blatt deutet schon jetzt an, daß kein Rechtsbruch und keine Rechtswidrigkeit von Seiten Italiens geschehen sei. Das Blatt glaubt, daß man es mit einer antifaschistischen Mache zu tun habe. Ein ande­res Blatt ist besonders darüber verärgert, daß die Schweiz, den Vorfall an die große Glocke hänge und ihn der breiten Oeffentlichkeit mitteile. Der Kommentar enthält stark ironische Spitzen gegen die Schweiz.

Hümfeids zweiter Wettflug.

Heute nacht mit zwei Begleitern nach dem Fernen Osten gestartet. Diesmal ohne Köhl.

Auflockerung der Großstädte

anstreben müssen. Das wird um so leichter sein, als bet unseren heutigen Verkehrseinrichtungen die Entfernungen nur noch eine sehr untergeord­nete Rolle spielen. Vor allen Dingen aber wird man dafür sorgen müssen, daß nach Möglichkeit die großen Jndustrieunternehmungen aus der Nähe der Wohnstädte zum mindesten aus der Wohngegend selbst entfernt werden. Zogen doch noch kürzlich aus den Braunkohlen­werken von Brackdorf so starke Schwefelgase über Halle, daß die Kinder in der Schule er­krankten und die Schulen geschlossen werden mußten. Es handelt sich in diesem Fall um eine neue Braunkohlenschwelanlage, die schon seit einiger Zeit mit ihren Abgasen eine schwere Ge­fahr der Halleschen Südstadt darstellt. Diese Vergasung har sich nun schließlich so weit gestei­gert, daß nach den Berichten die Bevölkerung förmlich die Flucht ergreifen mußte. Die fei Fall zeigt deutlich, wie groß die Gefahr sol­cher Industrieanlagen in der Nähe großer Städ'? ist. Man wird nun in diesem einzelnen Fall no türlich schleunige Abhilfe schaffen, aber man sollte dabei nicht vergessen, daß neben dieser aku-

Dte Raffelet Neueste» Nachrichten en »et ne» wScheultlch «»«mal na» mittag«. Der Sbounemeutsprets beträgt für de» Monat MO X bet freier Zustellung ins Hau«, in bei lSefchSfWstelle abgebolt 1 X Durch bte Post monatlich 3.90 X ausfLlteßlich ZustellungSgebllbr Fernfvrecher 961 und 969 Für unverlangt eingefandte Beträge kann die Redaktion eine Verantwortung oder SewSbr t» keine« Kalle übernehmen >Hüd«abInne de« BemaeSaelde» oder Aninrstche wegen etwaiger nicht orönunaSmStziger fff au««efchloffen Bofffckteckkomo

Frankfurt a. M Nummer ftnrlitiinmn 1<1 A SonntaaSnummer 90 4

Driand ist ihnen noch zu zahm.

Paris, 18. September. (Eigene Drahtmel- oung.) Ein Blatt behauptet, Briand habe in Gens die französischen Interessen geschädigt. Die Regierung müsse die weiteren Verhandlungen genauestens überwachen. Bei der Räumung des Rheinlandes müsse auch die Saarfrage auf­gerollt werden, da das Saargebiet nur für die Dauer der Besetzung für Frankreich von Bedeu­tung sei.

Friedrichshafen, 18. September.

Die leitenden Herren der Werft, Eckener und der Stab der Konstrukteure, drücken sich sehr vornehm und zurückhaltend auS. Sie wol­len insbesondere von dem Auslande nicht den Schein aufkommenlassen, als ob zwischen ihnen und den Behörden irgend welche Differenzen beständen. Der Zeppelmbau hat ja auch keinen Grund, dem Reich nicht Wohl gesinnt zu sein. Das Reich dagegen . . . Man sollte meinen, daß das Reich, in diesem Falle das Reichsver- kehrsministerium, auch nichts gegen den neuen Zeppelin hat. Man sollte er meinen: denn em Zeppelin ist längst nicht mehr das Fabrikat einer beliebigen Firma; er ist ideelles, i» die- fern Falle sogar tatsächlicher Eigentum des ganzen deutschen Volkes. Aber das hindert die Behörden nicht, dem Luftschiffbau Steine in den Weg zu werfen.

AlS am Sonnabend bekannt wurde, daß der Bürokratismus den ersten Aufstieg deSGraf Zeppelin" verhindert habe ging ein Sturm der Entrüstung durch die ganze deutsche Preffe mit dem Erfolg, daß sofort die Fahrterlaub- niS erteilt wurde, ohne daß jedoch die For­malitäten, die am Sonnabend gefordert wur- den, inzwischen erfüllt worden wären. In­zwischen sind weitere bezeichnende Einzelheiten bekannt geworden. Die zuständige Stelle für 'tfahrzeuge, das ist die - -n Adlershol suchte tkümpfhaft -rach einem Sachverständigen. Es war ein schwieriger Fall, denn die wahren Sachverständigen sitzen natürlM in Friedrichs­hafen und nicht in Berlin. Aber man verfiel

schließlich auf den Chefingenieur, der augen­blicklich in Amerika weilt (!) Er wurde ge­beten, nach Deutschland zurückzukehren. Das Ministerium wäre vor den Kosten dieser Reise nicht zurückgeschreckt, wenn «z dafür nur die Genugtuung gehabt hätte, das Schiff durch einen eigene Sachverständigen abneh­men zu lassen. Im letzten Augenblick wurde eine Blamage verhindert. ES stellte sich näm­lich heraus, daß Dr. Arnstein noch Angestellter der Zeppelinwerst ist und von dieser nur beur. laubt worden war. Es hätte sich so der merk­würdige Fall ergeben, daß ein Angestellter der Werke im Auftrage der Behörden die Arbeit seiner Vorgesetzten kontrolliert hätte. Die' Ver­suchsanstalt mußte nun wohl oder übel auf dic Abmchme durch einen eigenenSachverstandi- fien* verzichten. ES Wird deshalb niemand Gewissensbisse bekommen. Denn die Erben des alten Grafen verstehen von der Sache sicherlich mehr, als die Herren in Berlin.

Aber so ganz glatt durste die Angelegenheit natürlich auch jetzt ni*t verlaufen. Die Fahr« erlaubnis würd'- wobl erteilt, asicr e? darf nur mit flüssigem Brennstoff, also mit Benzin, geflogen werden. Seit Jahr und Tag spricht jedes Kind von dem neuen Trieb­gas des Zeppelins. Nur die Versuchsanstalt hat erst im letzten Augenblick davon erfahren, früh genug, um rasch mit einer kleinen Schi­kane herauszukommen. In längstens einem Tag wird auch diese Schwierigkeit behoben sein, der Protest des ganzen Landes wird dem Amtsschimmel in die Flucht treiben. Aber man hat wiederum gezeigt, wer der Herr im Lande . . . Hinter diesem seltsamen Gebahrrn der Behörden steckt natürlich auch ein beson­derer Grund. Das Reich ist dem Ze^f-lin von jeher nicht wohlgesinnt gewesen, eS hat auch die notwendigen Unterstützungen nur wider­willig und unter dem Druck der Oef­fentlichkeit gegeben. Die Ursache ist leicht entdeckt. Der Zeppelin ist für die Pläne de- vom Reich subventionierten großen Luftver­kehrsgesellschaften eine schwere Konkur. renz. Da man nichts gegen ibn unternehmen kann, betreibt man die Politik der kleinen Na­delstiche.

Stomp und McKenna als britische Mit- glieder des Sechsmächte-FinanzausschusseS vor­geschlagen werden, der den endgültigen Repara­tionsplan einschließlich der Festsetzung der deut­schen Gesamtverpslichtung ausarbeiten soll.

Vergiftete Luft.

Eine neue Großstadt-Gefahr.

Von Dr. Franz Hochberg.

BIS letzt keine Abbilfe. Ausvufis-ie in bee «ntotnnnels. Keine Wolkenkratzer, sonder» Anilockernng der Grotzstadt. Halle alS war­nendes Beispiel.

In Amerika 'ft das Problem der schlechten Lustverhältntsse in den Großstädten seit einigen Jahren schon dringender geworden als bei uns, ohne das man bisher eigentlich ein rechtes Mit­tel gefunden hat, um dem Nebel abzuhelfen. Auch die neugeschaffenen sanitären Organisationen haben es dabei bewenden lassen, daß sie zunächst einmal Untersuchungen über die Zusammenset­zung der Lust angestellt haben. Besondere Luft­erforschungswagen patrouillieren ständig die Straßen Chikagos und entnehmen überall in den einzelnen Stadtteilen Luftproben, die dann aufs Genaueste auf ihre Zusammensetzung un- tersucht wurden. Dabei ergaben sich im allge­meinen keine sehr erfreulichen Resultate und es zeigte sich, daß in den meisten Stadtteilen Chi­kagos die Luft eine Zusammensetzung aufwtes, die für die Gesundheit der Bevölkerung als höchst bedenklich bezeichnet werden mutzte. Ganz besonders akut wurde das Lustproblem, als man den großen Hudson-Tunnel in Newyork baute, der zur Entlastung der Brücken vom Au- toverkehr dienen sollte. Dieser Tunnel b-rvtete. nämlich insofern den Konstrukteuren autzeror- deutliche Schwierigkeiten, als sich plötzlich her­ausstellte, daß er für Menschen überhaupt un­passierbar war, wenn man nicht für besondere Lüftungsanlagen sorgte. Es ergab sich nämlich, daß selbst bei nur mittelmäßiger Be­nutzung der Tunnel durch die Auspuffgase der Automobile in kurzer Zeit so stark mit K o h l e n- oxydgasen durchsetzt sein mutzte, datz niemand sich in ihm ohne schwere Schädigung seiner Ge­sundheit und ohne Lebensgefahr aufhalten konnte. Erst ein außerordentlich kompliziertes System von Luftschächten konnte schließlich diese Gefahr beseitigen. Aus dieser Erfahrung er­kannte man, datz auch in den Straßenschächten der Großstädte, die von starkem Automobilver­kehr heimgesucht waren, sich allmählich solche

Mengen von Kohlengasen ansammeln mußten, datz sie, wenn auch nicht lebensgefähr­lich, so doch außerordentlich schädlich auf die Gesundheit der Anwohner und Passanten ein« wirken mußten. Man hat, wie gesagt, auch in Amerika noch keine Hilfsmittel gefunden. Sie wird aber ständig wachsen mit dem steigen­den Automobilverkehr, und es wäre an der Zeit, datz man sich in Europa rechtzeitig mit diesem Problem beschäftigte. Wahrscheinlich wer­den technische und physikalische Hilfsmittel über­haupt nicht ausreichen, um die Gefahr der Luft­vergiftung zu befeitigen. Wahrscheinlich wird das einzige Mittel in der Aenderung der Bebau­ungspläne liegen. Es ist deshalb durchaus wünschenswert, datz man sich in Deutschland so lange tote nur irgend möglich gegen die Gefahr der Hochhäuser und Wolkenkratzer sträubt. Diese riesigen Steintoände erschweren nicht nur die Entlüftungsverhältnifle der Stra­ßen, sie konzentrieren auch solche Menschenmen­gen und mit diesen solche Automobilmengen in verhältnismätzig engen Stadtvierteln, datz da­durch die Luftverhältnisse in höchst gefährlichem Maße verschlechtert werden. Man wird deshalb im Gegenteil die

Obkrschleflen, fei gegrüßt!

Der Reichspräsident geitzell unvergeßliches Unrecht. Deutschlands Bollwerk im Süd- osten. Die Minderheiten find in guter Hut.

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Der Teich als Waffenversteck.

Schon jahrelang bei Pirna versenkt.

Dresden, 18. September. (Privattelegramm) DaS Polizeipräsidium teilt mit: Auf Grund einzelner Waffenfunde wurden bei einer ge- neuen Durchsuchung ans dem Lug-Teiche bei Pirna 54 Jnfanteriegewehre und Karabiner, ein leichtes Maschinengewehr mit zwei Ersatz- lSufen, 3 Kästen Munition, eine große Anzahl Gewehrschlösser, Seiten gewehte, Stiel-Hand­granaten usw. gefunden. Es steht jedoch schon jetzt fest, daß die Waffen schon vor mehreren Jahren in den Teich Versen» worden find.

Oppeln, 18. Oktober. (Privattelegramm.) Aus die Ansprache des Oberpräfidenten (stehe auch Depeschen 2. Seite. Die Redaktion.) erwi­derte der Reichsprästdent: Ich fasse diese Kund­gebungen auf als das kraftvolle Bekenntnis treuer Anhängigkeit zum deutschen Vaterlande, als die freudige Betonung der Zugehörigkeit der Bevölkerung dieses Landes zur deutschen Bolks- und Kulturgemeinschaft. Trotz aller Bedrängnis und auch ungeachtet aller trügerischen Verlok- kungen hat in dieser schwersten Notzeit die ober- schlesische Bevölkerung ihre Treue zum ange­stammten Vaterlande gehalten und ihre Ver­bundenheit mit dem deutschen Volksganzen vor aller Welt bekannt, als sie bei der Abstimmung sich mit einer Mehrheit von sechzig Prozent sür daS Verbleiben bei Deutschland aussprach. ES wird unS Deutschen immer unbegreislich bleiben, daß dem Abstimmungsergebnis zum Trotz Ober- schlefien zu einem großen Teil Polen zugespro- chen und jeder wirtschaftlichen Vernunft entgegen ein einheitliche» in seiner Bevölkerung wie in seinen Anlagen fest zusammengewachsenes Indu­striegebiet in

zwei ungleiche Teile zerrissen werd»« konnte. Trotz der späten, Rückgabe des uns zugesprochenen Gebiets, trotz der ungeheu­ren wirtschaftlichen Schwächung in wenigen Jahren ist aber gewaltige Neuausbauarbeit ge­schaffen worden. Mit besonderer Befriedig^ erfüllt mich auch der nationale Wieder­aufbau in Oberschlesien. Ich freue mich, daß der polnisch sprechende Teil der Bevölkerung sich innerlich mit der überwiegenden Mehrheit der oberschlestschen Bevölkerung auch national wie­der vereinigt hat. Dieser Teil kann versichert sein, datz die deutsche Regierung eS als ihre Pflicht betrachtet, nicht nur die gesetzlich garan- tierten Minderheitsrechte, sondernalles, was die heutige Kuliurwelt als allgemeine Menschheitsrechte anerkennt, stets zu achten, zu schützen und die Minderheit mit

allen anderen Staat bürgern gleichberechtigt zu behandeln. DaS, waS uns entrissen war, kann nicht vergessen und nicht verschmerzt werden, aber das, was wir behalten haben, wol­len wir weiter fördern und ausbauen. Vieles bleibt noch zu tun übrig. Aber daS bisher hier Geschaffene gibt uns die Zuversicht, datz dieses Gebiet noch weiter ausgebaut und entwickelt werden wird zu einer Burg deutschen Schaffens im Osten, zu einem wichtigen Pfeiler der deutschen Volkswirtschaft. Die beste Grundlage für die Erreichung dieses Zieles ist

einiges Wollen und einmüstges Zusammen, arbeiten

aller. Mit den besten Wünschen für eine neue Zukunft der jungen Provinz und das Wohler­gehen ihrer Bewohner grüße ich Oberschleflen von ganzem Herzen! Vor dem RegierungS- gebäude wurden dann HuldigungSchöre vorge­tragen.

London, 18. September. (Eigener Drahtbe­

richt.) Ein Blatt berichtet, datz Sir Josiah Zenker hat der Marine 39 Jahre angehört.

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