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Kasseler Neueste Nachrichten

Kaffeler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 174.

Mittwoch, 25. Juli 1928

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

18. Jahrgang

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

Anzeigenoretle: (frinttttmiftbe <Set<dSir»an«rioen in« mm-Setk W 4. answärrig« Äeschaftsaa^ig«« die mm-detl« 10 4. Fumiltenanzetge» die m zn-Seile 10 4- Kleine Anzeigen ans Kastel das Wort 6 4. auswärtige kleine Anzeigen dir mm- Sette 10 4. ReNamen die mm»3ttte *8 4 Olienaebübr SS »l ibei Zustellung L »k>. RecknnngSdeiräg« innerhalb 5 Tagen mblbnr Kür dte Richttgkeii aller durch Kernsprecher aufgegebeuen Anzeigen sowie kür Äutnabmedaten und Plätze kann nicht garantiert werde». Kür Anzeigen mtt besonders schwierigem Satz 100 droxni Ausschlag Druckerei: Scklachiboistr 38'8n. SeichäsiSstelle: Sölnischeitr. 6.

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Dawes-Revision erst nach den Dollar-Wahlen.

Franzofenwut über die Sroßdeutschiandfront / Amerika setzt sich für China ein.

Rudyard Kivlin,

hoben Postament herab die Schicksalsfäde» der Völker durcheinander schlingt.

Am Aanöe der Giswelt.

Zwei Schiffe suchen nach Amundsen.

Tromsoe 24. Juli. (Durch Funkspruch.) Der Direktor des Meteorologischen Institutes hat den wahrscheinlichen weiteren Kurs des Flugzeuges Latham" berechnet, falls eS bei der Bäreninsel gelandet sein sollte. Ausgrund dieser Berechnung wird der Meteorologe Dewold in Begleitung von fünf Fischern mit dem MotorschiffTernin- gen" von Tromsoe nach Grönland fahren, um alle Lebensmitteldepots auf der Ostküste Grön­lands aufzusuchen. Das französische Schiff Pourauo, pas" forscht gleichfalls an der ganzen Küste Grönlands und eventuell am Rande deS Eises nach den Verschollenen.

warum sollten diese Eigenschaften auf der ande­ren Seite der Grenze zu Lastern werden? Aber es handelt sich garnicht um Nationalismus, die Deutschen wünschen den Anschluß säst einstim- mig. Der Fall ist denkbar normal; denn zu den vierzehn Punkten Wilsons gehörte auch das Selbstbeftimmungsrecht der

verwandt mit dem bekannten Schriftsteller 16. Selten läßt er eine Gelegen» seine» geliebte« Klassiker-

Das größie Liebel

Das Wohnungselend frißt weiter.

Von Stadtbaurat Figge.

, Ich möchte im Folgenden die Sorgen eines Premierministers mit einigen Worten eiläu-

1 lern. Es ist immer die einsamste Arbeit der

! Welt, und zwar aus dem Grunde weil der Pre Mjfo, mierminister die letzte Verantwortlichkeit mit niemandem teilen kann. Er nimmt die Stell« des Schiffskapitäns aus der Kommandobrücke ein und hat die Fahrtrichtung Schiffes vor Augen. Er muß trachten, in weite Ferne Aus­schau zu halten, mit vielem Wissen beschwert, das den meisten verborgen ist. Der oberfläch­lichen Tageskritik ist es unmöglich zu sagen, ob er seine Arbeit gut oder schlecht geleistet habe. Die Zeit allein kann Richter sein über sein Werk, denn nicht eher, als bis die Arbeit seiner Regierung sich von den Blättern der Geschichte klar abhebt gegenüber den Ereignissen, die die Bildung eben dieser Regierung herbeiführten, und im Verhältnis zu der darauf folgenden Geschichte nicht eher können sich die Menschen ein richtiges Urteil darüber bilden, ob der in dieser oder jener Krise gefaßte Entschluß der richtige war oder nicht. Hierin liegt der Grund weshalb der Premierminister vor allen übrigen seine Seele in Geduld halten und sich gewöh­nen muß, der täglichen Kritik gegenüber

hart und gleichgültig zu werden

Mag sein, daß das im Augenblick als töricht erachtete Vorgehen sich durch spätere Gescheh­nisse als gut und richtig erweist. Ein oder zwei oder drei Jahre später mag das Gegenteil wahr sein. Das allererste Erfordernis ist Ge­duld, und William Pitt, der im Amte eines Premiers längere Erfahrung besaß als irgend­ein Engländer der letzten anderthalb Jahrhun­dert«, setzte die Geduld an die erste Stelle der einem Premierminister notwendigen Tugenden Es gebärt zur Stellung des Premierministers nicht allein jene Torheiten zu sehen die im eige­nen Lande zu Schwierigkeiten führen, sondern auch jede Torheit, die in irgendeinem Winkel der Erde auftaucht. London ist gleichsam der Mittelpunkt eines riesigen Spinnennetzes, und von Kamtschatka bis Patagonien wird niemals je eine unsinnige Rede gehakte«, ohne daß man die Gewebe dieses Netzes in Schwingungen ge­raten steht, die vielleicht Kämpse

gungsornung dem Volke Aufschluß darüber, was der Konsument an den Produzenten be­rappen muß, damit dieser, nämlich der Produ­zent, leben kann. (Ein Schlußartikel folgt.)

Endsumme und Revision.

Gilberts Vorarbeiten in Paris. Aber erst nach den Dollarwahlen.

Paris 24. Juli. (Eigener Drahtbericht.s Ein Blatt spricht von einem reinen Höflichkeitsbesuch deS Reparationsagenten Parker Gilbert bei Poincars. Gilbert habe auch mit dem Gouver­neur der Bank von Frankreich und mit anderen Finanzleuten verhandelt. Er werde in Kürze von Paris abreisen. Es seien Verhandlungen über die Festsetzung der deutschen Schuld und die Revision des Dawesplanes in Aussicht genommen, denn diese Fragen seien mit anderen Problemen verknüpft, an deren Lösung man erst nach den Präsidenten- und Senatswahlen in den Vereinigten Staaten Herangehen könne.

Ariegsverbot erst im Oktober.

Hoffnungsanker für China.

Folgen die Mächte Amerikas Beispiel?

London, 24. Juli. Wie aus Washington ver- hat sich Staatssekretär Kellogg bereit er- über die Vertragsrcvision mit den chinesi­schen Nationalisten zu verhandeln. Wie es heißt sollen bereits Vorbereitungen für eine ameri- kanlfch.chineflfche Konferenz ge- Euff en werden, an der sich auch die anderen auswärtigen Mächte beteiligen könnten.

Streik-Attentat auf Züge.

Katastrophentage in Indien.

Madras, 24. Juli. (Funktelegramm.) Strei- E EisenbahiZÜge zum Entglej- mcIbet Tote und Verletzte. Einzelheiten fehlen. s

» 24$uli (Durch Funks»rstch.s Die

Nachforschungen nach der Ursache der Eilen- bahnkatastrophe bei Belur am ^d Mts bei Ad-Jonen tödlich verunglückten, ergäben, daß tue Eisenbahnlinie von Bvbrecherhand be- schtwigt worden war. Bier Verdächtige wurden

Darunter drei Angestellte der Ostin­dischen Eisenbalmwerkstätten.

lebensfähig ist: Oesterreich. Grenzrevision lut not. Wenn man die Kundgebungen nicht wollte, durste man das Selbstbeftimmungsrecht der Völ­ker nicht verletzen.

beit aus, oo« feinen geliebten Klassikern zu sprechen. Seine schlichten Herzensergüsse oerüb- ren biet sebr viel menschlicher, als wen« er vo«

Autor Japans Faust.

Chinas Lage wieder verschlechtert.

London, 24. Juli. Nach Meldungen aus Schanghai soll Japan die Verhandlungen über die Beilegung der Zwischenfälle in Tsinanfu abgebrochen und die Z u r ü ck z i e h u n g seiner Truppen aus der Mandschurei und Nordchina verschoben haben. Wegen der bei Tschifu andauernden Kämpfe zwischen chinesischen Rord- und Südtruppen sind britische und japani­sche Zerstörer im Hafen von Tschifu eingetroffen.

Bluttat eines Zuchthäuslers. Der fremde Gast im Schlafzimmer. Feuer­gefecht mit der Polizei.

Berlin, 24. Juli. (Funkdienst.) Heute nacht bat tn der Wohnung der Frau Emma Flatau ihr geschiedener Ehemann, der aus dem Zucht­haus entsprungene Arbeiter Flatau um Einlaß. Als er Einlaß erhalten hatte, drang er tn das Schlafzimmer seiner Fran rin, wo " Iah" alten Monteur Martin von Raldern im Bette liegend vorfand und gab auf diesen mehrere Revolverschüffe ab. Auf die Hil­ferufe der Frau eilten Leute von der Straße und^aus^dem Hanfe herbei. Ein Mann, der sich dem Täter entgegenwarf, wurde ovr* einen a" de* Schulter verletzt. Während man den Monteur unb den anderen Verletzten nach dem Krankenhause schaffte, flüchtete Zlatan auf drn. «loden des Hauses. Mit der alarmierten Polizei setzte Flatau daS Feuergefecht fort, das diese mit Revolverschüssen beantwortete. Erst nachdem Flatau durch Mei Schüsse verletzt worden war, ließ er sich verhaften. Der Mon- tveur hat elf Schutzverletzungen. Sein Zustand ist bedenklich.

Ms vor zehn Jahren zum ersten Mal der Schrei aufsprang: Volk in Wohnungsnot, Da klang er wie ein Fanfare. Men, die pH /bei. anrwortlich fühlten für Die Wohlfahrt ihres »oncä hntrben hingerissen. War das ein fri- Ues Wagen und Wirken, Planen und schaffen! Die Manner vom Bau streiften die Aermel und spuckten in die Hände. Prometheus- Geist ging um. Die altgewohnten Baumateri­alien gab es nicht mehr. Sie waren verbraucht oder zu teuer. Es machte nichts aus: wir er­sannen neue. Neue Techniken wurden erfun­den, versucht, verbessert, verworfen, durch neue­re ersetzt. So kam es mich zu Versuchen mit puderen Wirtschaftsformen. Wir können heute feststellen, daß die sozialen Baubetriebe ebenso teuer gebaut haben wie die freien Unternehmer Denn verdienen wollen und müssen alle. Und noch gewaltiger als das Müssen treibt dasWol- len alle. Wie ist es heute? Der Ruf Volk in Not ist schon lange keine Fanfare mehr. Er tst ächzende Klage eines schwer ringenden Volkes geworden, weckt in der Seele eine Wei­se wie das Wolgalied, das die Don-Kosaken stngen. Der frische frohe Wettbewerb der er- sten «ahre hat längst aufgehört. Der Lauf nach dem Ziel, neue technische Methoden der Bau­herstellung und damit auch neue, dem Bedarf angepaßte wirtschaftliche Verfahrensweisen zu erreichen, ist zusammengebrochen. Jene bewuß­te, hoffnungsfrohe, ehrgeizige, herrisch den Er­folg fordernde Arbest an bei Refoim bei Bau- Wirtschaft steht still. Mi inneihalb bei ge- J$foffenctt Werkftätte bei Forschungsgesellschaft sur Sauwirtschaft rühren noch einige unverbes­serliche Idealisten die Hände. Sie bemühen sich, die Idee am Leben zu erhalten, doch ist dafür gesorgt, daß sie nicht wieder allzu leben­dig wird. Man hat sich auch von staatswegen die größte Mühe gegeben, sie abzumurksen.

Es ist eine Stadt im Industriegebiet. Rund 2300 Familien leben in ihr, die keine Woh­nung haben. Di« .Hausen" sozusagen unsicht­bar als Beiwohner anderer Familien, sind bei FreunDen und Verwandten untergekommen, ge­gen schweres Geld'bei Fremden. Immer mehr oder minder geduldet und bei längerer Dauer des Zustandes immer in Unfreude und Un­friede, immer in Spannung und Unruhe. Das ist nicht mehr äußerliche Not, das ist zugleich schlimme Seelennot. Nicht nur für 2300 Fa­milien, sondern auch für die fte Beherbergenden Wie hier, so ist es mehr oder weniger über­all im Reiche. Je größer die Stadt, desto schlimmer ballt sich das Leid zusammen. 51000 Familien bewohnen in Berlin nur ein Zim­mer. Darum mahnt und warnt und drangt immer wie,der der bekannte Bodenreformer Adolf Damaschke ht seinen Vorträgen, di« wie Bußpredigten wirken, wie eine Prophetie vom Antichrist und vom Untergang. Rund 600 000 Wohnungen fehlen in deutschen Landen. Das ist eine Zweimillionenstadt. Hätten wir die Macht, sie an einer Stelle auszurichten, dann hätte alles Leid ein Ende. Wir bauen

London, 24. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Wie aus Woodriver gemeldet wird, stehen dort acht Oeltanks mit einem Fassungsvermögen von einer halben Million Barrels in Flammen. DaS Riesenfeuer, daS durch einen starken Wind unterstützt wird, bringt die Städte Hartford, Woodriver und East Alten, wo sich die riesigen Raffinerien der Oelgefellfchaflen befin- den, in große Gefahr. Zahlreiche Freiwillige leisten der Feuerwehr bei den Löfcharbeiten Hilfe.

Spotten ihrer selbst ...

Pariser Anschluß-Gezeter. Die Sozialisten inb ehrlicher. Unmögliche Grenzen. Wilsons Schuld.

Paris, 24. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Im usammenhang mit dem Wiener Sängerfest er- klärt ein Blatt zur Anschlußfrage: Die geräusch­vollen Kundgebungen können im übrigen Euro­pa nur nationalistische und kriegerische Gegen- kundgebungen Hervorrufen. Wir müssen die deut­schen Republikaner warnen (!). Für ein eini­geres Europa find wir alle. Ein größeres Deutschland lehnen wir ab. Gegenüber diesem in den Rechtsblättern noch schärfer betontem Standpunkt schreibt ein Sozialistenorgan: Wenn Nationalismus und Patriotismus die ersten Tugende« des französischen Bürgers sind,

und hauen. Bauen nun schon zehn Jahr« lang itrtb kommen doch kaum weiter. Zwei mamhes Tüchtige geschah und wird sicherlich weiter ge­schehen. Wir haben uns längst daran gewöhnt, nur noch Häuserzeilen zu denken, nur block­ober baufeldweise Wohnungen zu bauen, sind ungeahnt großzügig geworden den kleckerhaften Dtethoden der WohnungSproduktion der Vor­kriegszeit gegenüber und müssen doch scheu, wie täglich neue Not heranwächst, wie gleich­zeitig der alte Wohnungsbestand durch Verfall sich mindert. Ich bin verdammt kein Schwarz* scher, denn Gott gab mir das Herz voll Freude und immer frischem Mut. Aber ab und zu, wenn ich, vom Ernst der Lage gepackt, den Weg zurückschaue, den wir hinter uns haben und dann gewahre, wie seit zehn Jahren das Ziel vor uns wie ein Irrlicht mit uns weiterwan­derte, in die Ferne glitt und weitergleitet, dann tritt Me Versuchung heran an den Glauben, den ich an die geistig-seelischen Kräfte meines Volkes habe. Dennoch! Allen Gewalten zum Trotz sich erhalten, rufet die Arm« der Gotter herbei.

AIS man die HauszinSsteuer erfunden hatte, ist jener Wettbewerb endgültig abgebla- fen worden. Die Stürmer und Dränger, die wirtschaftlichen und technischen Revoluzer und Neuerer kamen nicht mehr zu Wort. Auch je­ne, die sonst wohl im Lande sich hatten von ihnen anstecken lassen, kehrten bald zum .gesun­den bewährten' Alten zurück. Es wurde tote-

vielleicht auch Blutvergießen

in einem zehntausend Meilen weit entfernten Ort verursachen. Und diese unsichtbaren Bür­den müssen ohne Unterlaß von jenen getragen werden, die heute für die Regierungen deS Sandes und der Erde verantwortlich sind. Dies sind die Lasten, von denen es keine Befreiung gibt, aber sie können erleichtert werden, und in meinem Falle werden sie es in der Tat durch die Großmut und di« Zuneigung, denen ich in meiner Heimatprovinz Worcestershire beaegne. Es vergeht kaum je ein Tag, sei es in Dow- ningstreet oder im Parlament, wo ich nicht gleich einer Vision die Hügel von Malvern oder Abberlev und Woodbnrv auftauchen sehe, daS Teme-Tal, die Shropshiregrenze und die Ka­thedrale von Worcester. Ich weiß, sie sind alle da, still und beständig, und ich weiß, daß die Menschen, di« dort leben, ebenso beständig und verläßlich sind. Es

stärkt und hält einen aufrecht

zu wissen, daß wenn einmal die Zeit kommt wo man nicht mehr seine ganze Kraft und Fähig- leit feiner Arbeit widmen und wieder nach Woroestershire zurückkehren kann, daß ich dann, wenn ich heimkehre mag meine Lauf­bahn von der großen Welt und in anderen Ge- bieten Englands wie immer beurteilt werden, nichts anderes wiederfinden werde, als was ich mein ganzes Leben lang dort fand: die he­

bet weitergebaut, wie früher auch gebaut wür­be, wie vor 1928 Jahren! Wir waren ja über Nacht wieber unglaublich reich geworben. Der Pott mit bett Hauszinssteuern schien uner- grünblich. Von oben herab wurde dringlich em­pfohlen, aus diesen unerschöpflichen Mitteln dem Baugewerbe als dem Schlüsselgewerbe, _ v. M ..........,

neue Auftrage zuzuführen. Da Wirtschaft nicht Völker. Allerdings wurden die Grenzen so ge- Verantworwng bedeutet, sondern Anspruch so zogen, daß außer den Siegerstaaten niemand schien nichts natürlicher als diese Maßnahme, damit zusrjeden ist. Man hat einen ganz

1 e?e ""der« unmöglichen Staat geschaffen, der nicht Wirtschaft nicht des Volkes wegen da ist, son- --- ----- - ~

bern das Volk der Bauwirtschaft wegen, so war wiederum auch das natürlich, daß das Volk die Preise weiterbezahlte , die die Bauwirdschast forderte. Damit man nicht zu wenig bezahlte und bezahlt, gab und gibt die Reichsverdin-

Der Unterzeichnungstermin noch ungewiß.

London, 24. Juli. Neueren Meldungen zu­folge dürfte die feierliche Unterzeichnung des Kriegsächtungspaktes nicht vor Oktober statt­finden und man könne auch noch nicht mit Si­cherheit sagen, ob als Ork der Unterzeichnung Washington oder eine europäische Hauptstadt gewählt werde.

Priisi-entenmorö noch dunkel

Mexiko verdächtigt die Sozialisten. Ein geheimnisvolles Geständnis.

Mexiko, 24. Juli. Die Polizei misst nunmehr die Verantwortung für die Ermordung Obre­gons sozialistischen Kreisen zu. Der beschuldig- te katholische Klerus hat eifrig an der Aufklä­rung des Attentates gearbeitet und den Mör­der zu einem Geständnis veranlaßt, über das die Polizei jedoch keine näheren Angaben machj Der neue Polizeichef teilt mit, daß der zurück­getretene Arbeitsminister sich verborgen halte, do er für fein Leben fürchtet. Ein gewisser Manuel Frejo, der dem Mörder die Pistole beschafft hat, sei nach Amerika entkom­men.

Drei Gelstadte in Gefahr.

Acht amerikanische Tanks in Flammen.

DleZkit wird richten.

Unsichtbare Ministerbürden.

Bon

Stanley Baldwin.

Premierminister von Großbritannien.

We«« der heutige Premier auch nicht jene glän­zende« Eigenschaften besitzt, die de« g««iale« Politiker a«smache«, fo tut er sich doch i« dem, was man in Englandteam-work" «cnnt, her­vor ,d. i. i« einer Zusammenarbeit, die es allen feinen Kollegen gestattet, i« Rabme« ihrer Fädigkeiten ihr Möglichstes zn leisten. Einer der besonderen Cbarakterzüge Baldwins ist seine Vorliebe für K««ft und Literatur. Er ist