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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

! Anzeigen auS Kassel 10 4. Reklame» Me

Mittwoch,. Juli 1928

Nummer 168

18. Jahrgang

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

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Beller als nichts.

Der Kriegsächtungspakt ein Notbehelf. Don Staatssekretär z. D. Frhr. v. Rheinbaben.

wer will noch beitreten?

Das Kriegsverbot für alle Länder offen.

Washington, 17. Juli. Im Staatsdeparte­ment ist man von der Bereitwilligkeit der

enthalten ist.

folterte« und

V' -nweiser Zusammenbruch in den Ford- und anderen Fabriken. Somerville (Massachusetts), 17. Juli.

Also Ilodtte allein Oer SHuldwe

Moskau, 17. Juli. Der tschechische Gelehrte Dr. Behounek, teilte einem Presse-Korrespon­denten mit, Malmgren habe ihn kurz vor dem Absturz der Italia auf die Mißstände in der Leitung des Luftschiffes aufmerksam gemacht. Die Ursache der Katastrophe liege in dem Wun­sche Nobiles der unbedingt ein Gebiet erforschen wollte zu einer Zeit, wo das Luftschiff hilflos im Sturm getrieben wurde.

Mächte zum Beitritt für den Pakt sehr befriedigt. Spaniens

(Massachusetts), 17. Juli. (Funk­telegramm.) In mehreren größeren Fabriken der Stadt und der Umgebung entstand gestern eine ernste Panik, als nachmittags plötzlich die Arbeiter und Arbeiterinnen mafsenweis zusammenbrache« und in Ohnmacht fie­len. In den hiesigen Fordwerken, wo alle n 150 Arbeiter schwer erkrankten, mußte der B e t r i e b

und Gefangenen. Deshalb hatte Fach sich schlossen, die Schlacht von Reims zur <£nt_ lung gelangen zu lassen um dann, wenn sie ihren Höhepunkt erreicht hätte, die westliche Flanke der Deutschen durch einen Gegenschlag einzudrücken.

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Was dem Kriegsächtungspakt fehlt

Massenvergiftungen in den DoNarfabriken / Nobiles EchM erkannt.

geschlossen werden, da die gesund gebliebe­nen Ardener mit dem Fortschaffen der Erkrank­ten nach den Krankenhäusern beschäfttgt waren. Man vermutet eine Maflenvergiftung, da sämt­liche Betroffenen von dem gleichen Bostoner jÄroftunternehmen mit der MittagSmahl- z e i» versorgt worden waren.

was Aorbpolwüsten verraten Schwede« über Nobiles Begleiter außer sich. Weil sie den Verletzten ziehen u. sterben ließen

London, 17. Juli. Nach Berichte« au« Stock­holm will der schwedische Premierminister über die Umstände, die zu Dr. Malmgrens Tode führten, volle Klarheit fordern. Es werde in

Sie will Amunbsen retten.

Die letzten Hoffnungen einer Dollarabenteuerin

Mailand, 17. Juli. (Eig. Drahtbericht.) Das ExpeditionsschiffHobby" ist gestern nach einer ergebnislosen Erkundigungsfahrt nach Amund- sen im grönländischen Meer nach Kingsbay zu­rückgekehrt. Der Wind hat zwar nachgelassen, dafür aber schneit es reichlich. Die unterneh­mungslustige Amerikanerin Miß Boyd will mit der von ihr geretteten Hobby mit Larsen und Holm an Bord eine neue Erkundungssahrt nach der Spitzbergrnküste vornehmen, wo die letzten Hoffnungen für ein Auffinden Amundsens zu erwarten sind.

Der russische EisbrecherMaligin" wurde nach Archangelsk zurückberufen und soll unter­wegs Amundsen suchen.

Kries ist Krieg.

Der Aechtungspakt noch sehr unzulänglich.

London, 17. Juli. Lord Cecil antwortete auf die Frage, wie die Rechtslage sein würde in einem Falle, wo Großbritannien im Verfolge seiner Berpslichtungen gegenüber dem Völker­bunds-Statut gegen ein Land Krieg führen woll- te, mit dem dieBereinigtenStaatendie Handelsbeziehungen aufrecht zu er- halten wünschten, daß kein Lantz mit Ausnahme des kriegführenden bu-S Recht abk, sich in den Handel eines anderen einzumischen. Das krieg­führende Land habe jedoch das Recht der Blockade oder von Unterbindungs­maßnahmen. Die genaue Rechtslage sei noch ungeklärt. Der Kellogg-Vertrag, so schloß Lord Cecil erklärte die Einmischung in den neutralen Handel nicht für ungesetzlich, und im Kriegsfälle sollen die neutralen Staaten kein Recht auf Aufrechterhaltung des Handels mit dem den Vertrag brechenden Staat genießen.

Während solcher Vorbereitungen zur Schlacht ist hinter der deutschen Front der Kaiser im Hofzug in einer abgelegenen Station angekom­men, zur Konferenz mit den obersten Generä­len. So steht der Kaiser, nach vierjähriger Ent­täuschung merklich gealtert, im Morgengrauen des 15. Juli auf seinem Horst inmitten der Baumwipfel. Unten in Avesnes, die Nerven zum Zerreißen gespannt, disponiert

Ludendorsf unaufhörlich ins Telephon.

Gegenüber, in der Franzosenfront, krampft sich Petains ganze Aufmerksamkeit nach vorne, von wo der sturm losbrechen soll, und nach We­sten auf das wie vor vier Jahren bedrohte Pa­ris. Die Metropole liegt kaum neunzig Kilo» meter entfernt und wird, über die Front hin­weg vom deuffchen Ferngeschütz gequält. Oest- lich von Reims aber, verdeckt durch eine täu­schend vorgebaute Scheinfront, wartet der fran- zöstsche General Gouraud, kriegSerprobt, listen­reich, verläßlich informiert; er weiß auf d ie Minute genau, wann der deutsche Angriff beginnen soll. Und drei Stunden vor Er­öffnung des feindlichen Artilleriefeuers er­dröhnt planmvßig Gourauds Feuerüber­fall auf die eng massierten Batterien der Deuffchen. In den Wäldern von Viller-Cotte» rets lauert inzwischen jene Armee, die Fachs Prankenschlag in die deutsche Westflanke führe» soll, achtzehn französische und zwei starke amerikanische Divisionen und erspähen eine unerhört günstige Gelegenheit, die sich nä­hert und mit ungeschützter Flanke südwärts strebt genau wie vor vier Jahren der lau­ernde Gallieni die Kolonnen Klucks im Ostge­lände von Paris südwärts streben sah! Jen^ seits der deutschen Brustwehren schießt ein Ka­tarakt von Feuer und Stahl auf. Tausende Ge­schütze und Maschinengewehren peitschen mit ihre« TodeSgrüßen die Wasser des Marneflus- seS. Und schon brechen die Sturmtruppen der siebenten Armee vor. kriegsgestählt, unbezwing. bar.

Die besten Soldaten der Welk,

auch das Moment derFriedensgeste als Wahlhelfer der herrschenden republikanischen Partei in Amerika" etwas mit der ganzen Ak­tion zu tun. Aber trotzdem ist es vom deut­schen Standpunkt aus zu begrüßen, daß Ame­rika sich überhaupt der europäischen Politik, wenn auch summarisch und keineswegs etwa einseitig zugunsten deutscher Ziele, wieder zugewandt hat und daß in der zunehmenden Verknüpfung von Weltpolitik mit Weltfinanz Deutschland nicht einseitig daraus angewiesen bleibt, auf dem Gebiet der Abrüstung und Offenhaltung des Revisionsgedankens ganz allein dagegen anzukämpfen, was französische Hemmnisbestrebungen in Europa unter engli­scher Duldung und Ermittlung an Hindernis­sen für deutsche Freiheit und Gleichberechti­gung aufgerichtet haben und erst nach weiterem deutschen Ringen ganz allmählich und gegen neue eigene Vorteile abzubauen bereit scheinen!

Unheilvolle Reisetage.

In Frankreich drei Unfälle o« einem Tag. Und die Schuld i« München?

Paris, 17. Juli. (Eig. Drahtbericht.) Ge­stern ereigneten sich drei Eisenbahnunfälle. Bei Lyon wurden bei einem Zusammenstoß fünf­zehn Reisende eines Schnellzuges leicht verletzt. In dem Bahnhof von Lificux stieß ein Perso- neuzug mit einem Güterzug zusammen, wo­bei 14 Reisende Verletzungen davontrugen. Bei Beauvais überrannte ein Güterzug einen Prell

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Der äbonnementSprtU beträgt r den Monat 8.30 Jt bet fielet Aufteilung ins Haus, in der Geschäüsftelle ebolt Jt. Dur» bte Poft rnonatlt» 2.20 Jt ausf»ltefcltdi sluftellnnasaebübr, i ore»er 051 und 052. Äftr unverlangt eingesandt« iBeiträg« kann bte Stete ft ton ein« Verantwortung ober Gewähr in keinem Aalke übernehmen Rückzahlung bei vvmalaelbel ober Ankvrück« wegen etwaiger nicht orbnnnglmäktger Stefemng ift auSaelchlofien. Postscheckkonto «ranffnrt e M Nummer 63sn Einzelnummer 10 4 SonntagSnummer 20 4.

Schweden nicht verstanden, wie General No­bile einem verletzten Manne erlauben konnte, die Hauptgruppe zu verlassen. Die Stimmung sei sehr gereizt. Major Zappis Beschreibung, wie er und Major Mariano Dr. Malmgren zurückgelaffen haben, habe eine schreckliche Wir­kung gehabt. Die schwedische Expedition hat bisher 150000 Kronen gekostet. Man erwägt, ob Italien die Ausgaben tragen soll oder nicht.

Der Fund im Bärenmagen.

Furchtbare Erlebnisse der Geretteten.

Rom, 17. Juli. Rach Berichten aus Kings- bay fand die Robilegruppe, als sie einen von Malmgren getöteten Bären ausweidete, in des­sen Magen Zeitungsrefie und Stoffftücke und waren erstaunt, als sie seststcllten, daß das Pa­pier mit italienischer Schrift bedruckt war. Man glaubt, daß es sich um Fetzen der Luftschiffhülle handelt, die beim Ausstößen der Italia auf den Boden sich losgelöst hatten. beim zweiten Rettungsslug festgefahrenen Schwedenflieger Lundborg erzählte: Ich konnte mich nur mit Viglieri auf englisch unterhalten. Da es uns an Brennmaterial mangelte, brateten wir das Fleisch mit Hilfe eines Petroleumofens, aber das Petroleum war auch bald verbraucht. Wir hatten jedoch andere Vorräte. Die Leidenstage nach dem Italia-Absturz wurden durch das äußerst schlechte Wetter, das fast eine« Monat andauerte, noch unerträglicher. Nobile mutzte schließlich seine« Photographenapparat und so- gar seinen Rock zum Verbrennen hergeben.

muß diese Deuffchen sogar Eburchill nennen, der scharfsichtise Beobachter auf Seiten des Gegners. Sie bringen leichtgebaute Pontons und Flöße inmitten der heulenden, pfeifenden, dröhnenden Hölle ins Wasser, Überaueren den Fluß, erklimmen das jenseitige Ufer, ringen mit den Franzosen und Amerikanern, die zabl- reich, frisch und kalten Blutes kämpfen. Sie werfen diese unter schweren Verlusten zurück. Schlagen alle ihre Brücken und bei Einbruch der Nacht haben sich 50 000 Deutsche in einer vier Meile« breiten Front südlich der Marne eingegraben, um Atem zu

Der Wendepunkt.

Von der Marne ab ging es 1918 rückwärts. Henle vor »ebn Jahren würbe die Marne znm «tratege eines auswärtigen Blattes Iaht das Marnedrama für alle Front- nnd Heimat- kampser gleich packend vor uns abrollen.

Seit 21. März 1918 hatte in drei Monaten verzweifelter Riesenschlachten die Offensive Ludendorffs zwar kein einziges der strategischen Ziele erreicht. Dagegen hatten diese Offensiven Deuffchlands letzte Hauptkrast schwer verbraucht. Aber Ludendorff erwies sich als Vabanquespieler, der sich nicht zurückzog, so lange es noch einen Einsatz zu machen galt. Er hatte, was ihm übrig geblieben, für einen allerletzten Schlag gesammelt: zum Vor­marsch aus Parbs und dann wenn die Reserven der Alliierten zur Verteidigung der Hauptstadt ausgeboten waren ein plötzlicher Ansturm «ach Nordwesten gegen die Briten und Kanalhäfen. Der deutsche Stratege plante auch jetzt die gleich« Zangentaktik wie am 21. März gegen Amiens: zwei getrennte An- griffe zu beiden Seiten von Reims in 70 Kilo- meter Frontbreite. Und zwar mit der sieben­ten Armee westlich von Reims an der Marne östlich von Reims aber mit der ersten und drit­ten Armee je fünfzehn deutsche Divisionen als erste Welle jodes dieser Angriffe. Oben in Flandern aber sollte indes der Satter Rupp­recht mit einundreißig Divisionen zum Sprung auf den Engländer Haig ansetzen. Aus Seite der Franzosen organisierte, unter Fochs Lei­tung, Petain die Reimsfront mit wohldurch­dachter Sorgfalt. Beide Generale wußten viel durch Aussage« von Deserteuren

Um den zuerst von uns endgültig ar.genom­menen und jetzt auch von den Hauptmächten allmählich gebilligten Antikriegspakt, von des. fen Bedeutung bte Oeffentlichkeit noch unvoll­kommen unterrichtet ist, hat monatelang ein zu zähes diplomatisches Ringen stattgefunden, an dessen Ende die amerikanische Politik in der Form Entgegenkommen zeigte, d. h. den Krets der ursprünglich für die Zeichnung ins Auge eten Hauptmächte (Amerika, Frankreich, and. Italien, Japan und Deutschltnd) so- wohl nach dem Vorschläge Frankreichs (Bel- gien, Polen, Tschechoslowakei) als nach den Wünschen Englands erweiterte, in der Einlei­tung des Vertrages, dessen Unwirksamkeit im Falle des Vertragsbruches durch irgendeine der unterzeichnenden Mächte vorsah, dagegen in der ursprünglichen klaren und einfachen Vertrags­idee selbst fest blieb. Die von Paris aus be­reiteten Schwierigkeiten rührten wie üblich von dem seine bisherige europäische Hegemonial­stellung und den statnS quo mißtrauisch vertei­digenden Frankreich her, wahrend bte englische Politik unter der Führung Ehamberlains ängstlich bemüht bleibt, keinen Frankreich un­angenehmen Schritt zu tun. Es ist unschwer zu ahnen, worin diese Schwierigkeiten liegen. Die einfache, klare amerikanische Formel von der .Aechtung des Krieges als Mittel für bte Lö­sung internationaler Streitfälle und bte feier­liche Verpflichtung die Regelung und Entschet- düng aller Streitigkeiten und Konflikte, welcher Art ober welchen Ursprungs sie auch sein mo- aen, niemals anders als durch friedliche Mittel vorzunehmen,' stößt in der französischen Poll- tik weniger in Bezug auf den Wortlaut ihrer europäischen Bündnisverträge, als m Bezug auf Sinn und Hintergedanken der gesamte« französischen Vertrags- und Volker- bundspolitik auf gewisse Widerstände So ist der Quai d'Orsay zuguterletzt auf dar bewahrte Mittel verfallen, durch S o n d e r P r o t o k o Ile oder dem Vertrag beizufugende Reservate die französische Rechtsauffaflung in dem Pakte selbst zu verankern'. Sicher hat dabei bte deutsche Initiative einen wohltätigenEinfluß aus dteBe- schleunigung der ganzen Aktion ausgeubt

Fragt man nun nach der Gesamtbe­deutung deS Kelloggpaktes für Deutschland (die Bereitwilligkeit Frankreichs, Englands und Japans ihn zu unterzeichnen, steht schon heute fest und alle übrigen Partner waren dann so- fort zur Unterzeichnung bereit), dann konnte man folgendes sagen: Daauch in.dem Kellogg- pakt der Krieg zur .Selbstverteidiguna ausdrücklich erlaubt sein soll und da im We- fentlichen sämtlicbe Kriege der Vergangenhett für sämtliche beteiligten Machte angeblich solche der .Verteidigung' waren, so ergibt sich ohne weiteres, daß in dem materiellen Inhalt des Paktes eigentlich grundlegend Neues nicht

" ' Im Vergleich mit dem berftau-

......... .... der Oeffentlichkeit aller Völker mehr und mehr als .Buch mit sieben Siegeln erscheinen VertragsmechamSmuS von Gens er­scheint fteilich der amerikanische Vorschlag rein völkerrechtlich genommen, als der unter heuti­gen Verhälttiissen bisher beste Vorschlag, einen Zukunftskrieg unmöglich »n machen - so- weit völkerrechtliche Mittel dazu überhaupt imstande sind. Höher aber alS diese völlerrech^ lidje Seite, muß die moralische und P»lt- tische Bedeutung gewertet werden. G'n Kriegsächtungspakt, der zunE von 14 Swa- ten feierlich unterschrieben wird, bem in Zu­kunft sicherlich eine Reihe weiterer Mächte, bar­unter hoffentlich auch Rußland, anhangen wer­den, ist etwas, was bei der heutigen außeror­dentlichen Bedeutung der öffentlichen Meinung in der Welt Von keinem auf Friedensstörung ausgehenden Staat SAng geschätzt werden wird. Und daß die schlechthin stärkste Macht dieser Welt, die Vereinigten Staaten von Ame­rika, führend an diesem Pakt beteiligt sind, ist <1waS gegenüber der Vergangenheit völlig Neues und Eigenartiges .

Gewiß wäre eS ein törichter Gedanke, des­wegen die heutigen Schwierigkeiten.Deutsch kands gegenüber Frankreich und England ir­gendwie geringer einschätzen zu wollen. Gewiß bleibt in Bezug auf die Verwirklichung der nächsten außenpolitischen Ziele Deutschlands zur unveränderten Skepsis mehr als genügen­der Raum. Gewiß zeigen die glatten diploma­tischen Noten über den Kelloggpakt in Wahrheit die Kreuzung großer politischer Li­nien und Machtbestrebungen der einflußreich- ften Staaten der Welt und hat schließlich wohl

Mitgefangene mitgehangen.

Sie müsse« sich ins Kriegsverbot fügen.

London: 17. Juli. Wie ein diplomatischer Korrespondent erfährt, hat bas Kabinett de« Entwurf der britischen Antwortnote aus den Kelloggpakt gebilligt. Die Frist der Uebergabc bis morgen sei nur für den Fall gestellt, daß eine oder mehrere Dominion-Regierungen den Wunsch haben sollten» ihre Meinung zu der bri­tischen Rote zu äußer«. Japans Zustimnmng steht gleichfalls bevor.

örterte gestern.den eventuellen Beitritt Spa­niens zum Pakt. Hierzu wird von zuständiger Seite erklärt, daß selbstverständlich jeder Staat als Mitglied willkommen sei, daß man jedoch die Verhandlungen jetzt als abgeschlossen be­wachte und Aenderungen des Vertrages nicht mehr in Frage kämen. Bei der Unterzeichnung des Vertrages könnten auch die übrigen Mächte gleichzeitig mit unterzeichne«.

war das Arbeiteressen giftig?

bock und fuhr aus die Straße, Lokomotivführer und Heizer wurden verletzt.

Geheimnisse der Lanbruvilla.

Wo lieft er die vierte Frau? Wie er die Lei che« verschleppte.

Paris, 17. Juli. (Eig. Drahtbericht). In der Laubru-Affäre sagte ein Nachbar aus, daß Rey in der Mordvilla Besuche von vier Frauen er­halten hat, von denen zwei als Leichen aufge­funden wurden. Die dritte hat sich beim Unter- suchungsrichter gemeldet, während der Verbleib der vierten Frau noch nicht aufgeklärt ift. Ein Zeuge hat bemerkt, daß Rey eines Tages mit einem schwere« Sack auf dem Rücke« die Billa verlieft und daß dieser Sack die Leiche einer Frau enthielt. Der Unteffuchungsrichter hat daher neue Nachgrabungen in der Billa, in den in der Nähe gelegene« Steinbrüchen angeordnet Rey lehnt nach wie vor die Aufnahme fester