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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Dl* Raffelet Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich rechsmal nachmiitagS. Der abonnementeprelB beirägi für den ifionat 8.2U Jl bei freier Zustellung ins Haus te bet »efdiätteueUe abaebolr *. Jl Durch gte Poft monatlich 2.90 Jl ausschließlich Sufteünnaegebübi fternfprediet 661 und 669. Wüt unverlangt eingelandt* Beiträge kann die Redaktion eine «eraniwortung oder «ewäbi in keinem Aalle Obernebmen. Rückzahlung be8 Bezugsgeldes oder Anlvrüche wegen etw-tiger triefet orbnnng8m«ßiger Viefernng fff auSgelchlofien, Postscheckkonto Frankfurt a M Nummer R8*i Sinzelnummer 10 4 EontttagSnummer 90 4

Hessische Abendzettung

Nummer 164.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig

Freitag, 13. Zull 1928.

EinzclpreD: LonntagS 20 Pfennig.

18.

polen will sich mit uns einigen.

Mussolinis Todesurteil für Südtirol / Spanien fängt die Verschwörer ein.

heilen einer befreundeten Macht, der Vorrcd-

jetzt auch durch, daß das Parlament aufgelöst

fünlichkeiten in die Verschwörung verwickelt seien.

den bedeutend verstärk.

Neukonstruktion zur Prüfung vor. Sie ist also der gegebene Ort für Spionagemaßnahmen gro­ßen Stils. Ob es Ludwig gelungen ist, sich wirk­lich in den Besitz wertvollen Materials zu setzen und ob dieses Material auf russischer Seite Ver­wendung finden konnte, das steht noch nicht fest. In diesem Fall ist die deutsche Flugzeugindustrie um viele Millionen geschädigt wor­den. Die Aufrollung dieser Affäre entbehrt ge­rade jetzt nicht eines pikanten Beigeschmacks, da der russische sogenannte Schachtyprozeß zu Ende ging und an fünf Verurteilten das gefällte

Pflichtungen. Lord Cushendun entgegne te, e8 handle sich hier um eine unberechtigte

Ein Kompromiß für den Reichstag fertig.

Berlin, 12. Juli. Der Rechtsausschuß beriet über das Amnestiekompromiß der Mehrheiispar» feien, das bestimmt, daß Straferlaß gewährt wird für die beim Inkrafttreten des Gesetzes rechtskräftig erkannten und noch nicht verbüßten Strafen, die wegen politischer Straftaten ver­

winden, aber der ganze Prozeß hatte offenbar doch nur den einen Zweck, jedem Versuch der Behinderung der russischen Industrie mit einem abschreckenden Beispiel entgegen zu tre­ten. Und zu gleicher Zeit, da dieser Prozeß durchgeführt wird, läßt die gleiche Regierung, die ihn betreibt, im befreundeten Deutschland Werkspionage durchführen. Fabriken schä­digen, mit deren Hilfe der Aufbau einer russt- chen Luftflotte überhaupt erst möglich gewesen st! Das ist wahrlich ein interessantes Gegen- iück zum viel erörterten Schachtyprozeß, in dem, wie der Staatsanwalt betonte, vor allem die Moral der Angeklagten verurteilt und ge- branntmarkt werden sollte . ..

Wetterloch Balkan.

Krisenzeichen in Athen und Belgrad.

lieber den Balkan gehen wieder einmal nicht nut wie bei uns und jenseits des großen Teichs die klimatischen, sondern auch die politischen Hitzewellen, deren Rückwirkungen und Auswir­kungen auf die Großmächte selbst noch unüber­sehbar sind. Hinter den großen und kleinen Bal­kanstaaten steht bekanntlich jeweils eine Groß­macht, die teils durch Verträge, die beim Gen­fer Völkerbund hinterlegt sind, leils auch durch Geheimabkommen mit den einzelnen Staaten verbündet sind. Die italienfreundliche Außen­politik Griechenlands ist seit dem Wiedererschei­nen von Venizelos völlig in Frage gestellt. Der franzosenfreundliche alte Kreter hat es in wenigen Monaten verstanden, sich nicht nur wie­derum an die Spitze feiner alten Partei zu stel­len, sondern auch den Ministerpräsidenten Zai» m i s abzulösen und damit die politische

Die für die Seife des Königs und Regierung«» hängt worden sind oder die wegen Zuwider Hand» ChefS vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen wur- lungen gegen das Militärstrafgesetz biS zum L

' ' " Oktober 1520 rechtskräftig erkannt worden sind.

Die Sünden an Südtirol.

England ist für die Leiden haftbar. Amtlich läßt man Südtirol sollen.

London, 12. Juli. Im Oberhaus trat Lord Parmoor für baldige Abänderung des Min- derhe-tenrechts ein. Die Schutzfragen sollten

polen hat ihn nötig.

Die ersten Schritte zum Handesvettrag.

Warschau, 12. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Der deutsche Gesandte Rauscher hatte am Mitt­woch mit dem polnischen Ministerialrat Limski eine erste Vorbesprechung über die Wie­deraufnahme der Handelsoertragsverhandlungen. Ein offiziöses Blatt bezeichnet es als notwendig daß die Verhandlungen nicht nur formell erneu­ert werden. Beiden Parteien müsse daran ge­legen fein, daß die Unterhandlungen zu einem für beide Staaten erwünschten positiven Ergeb­nis führten. Es fei deshalb erwünscht, daß vor­erst alle früheren Schwierigkeiten beseitigt wür­den, damit dann beide Parteien die Verhand­lungen sachlich auf dem Boden der früher gelegten Grundzüge führen könnten. Wenn diese Sicherheit geschaffen fei, so stunde nicht« e'"vi rafchen Fortsetzung und Beendigung der Ver­handlungen entgegen. Der polnische Unterband- ler von TwardowSki erwartet, wie er sich äußerte daß sich die neue Reichsregierung rasch mit den Problemen des neuen polnischen Handelsvertra­ges bekannt machen wolle, spdatz eine Verständi­gung dann in Kürze möglich sein werde, da die Unterzeichnung de» Vertrages für beide Staaten von bedeutendem Interesse fein werde.

Dickkopf Mussolini.

Für Südtirol nichts zu hoffen.

Berlin, 12. Juli. (Funkdienst.) Einem durch Europa fliegenden Berliner Pressevertreter ge­genüber bezeichnete Mussolini den Danziger Korridor als eine in der Tat sehr ernste Ange­legenheit für Deutschland. Zur Frage von Süd­tirol erklärte Mussolini u. a.: Nicht mehr al8 ein Dutzend Namensänderungen sind vorgenommen worden. Ich will keine Märtyrer schaffen. Es sind nur die Gesetze durchgeführt, die auch für ganz Italien gelten. Ich will nicht, daß Süd­tirol leidet, aber ich lasse mir nicht von den Feinden meiner Selbstanschauung Schritte auf­drängen und lasse mir von ihnen keine For­derungen stellen. Ich gestehe ihnen das Recht zu, ihr Deutschtum zusammenzufaffen, wie eS ihre nationale Aufgabe erfordert. Für Ita­lien gibt «S ernstere Probleme als Südtirol, die noch unerledigt sind. Meinen Freunden will ich freiwillig Gutes tun, aber vor Gewalt schrecke ich nicht zurück.

Macht im Lande an sich zu reißen. Er setzte es Todesurteil bereits vollstreckt wurde. Die Schuldfrage ist in diesem Prozeß nicht geklärt

Wer macht'? besser?

Eine Umfrage zur Krise des Parlamentarismus« Von Dr. Theodor Heuß, ehern. M. d. R.

Wir hab*« gelegentlich »er Wochenlang*« Re» gicrnugskomöbic den Eiertanz ber Parteien gez biihreud gekennzeichnet ««» daraus biugewieie«. daß die Lckroierigkciten sich namentlich daranS ergebe«, datz einesteils der Reichspräsident nicht die Beingnis besitzt, keinerseits ei« Kabinett yt bilden, wahrend andererseits jede Regier««« ans da» Bertranensootum der Fraktionen aase» wiese» ist. Wen» es auch übertriebe« ist, schon von einer Krise des Parlamentarismus zn reden, so mnß doch znaegebe« werden, daß Her rechtzeitig Wandel geschaffen werbe« mntz. Ei« Umfrage bei Heroorragcade« Sachkennern.

UnS dünkt, daß man eS sich zu billig macht, mit dem hämischen Hinweis auf die bereits er­reichte Zahl 16 der Reichskabinette und mit den unerfreulichen Begleiterscheinungen, die für die deutschen Regierungskrisen charakteristisch sind, dasSystem" als solches bekämpfen und ab­lehnen zu wollen. Das alte System krankte an der schlechten Führerauslese welche Ga­rantie aber bot das neue? Das Mißtrauen stellte sich auf, man bot Rätewesen, Ständekammer, Diktaturen in allen Formaten, wirtschaftliche und militärische, aus. Zwischen all dem hat sich der Parlamentarismus behauptet, nicht bloß als Wirklichkeit, sondern er war auch darum bemüht, mußte darum bemüht sein, das eigentümliche Wesen seiner Herrschaftsform auch in feste For­me» zu gießen. Er hatte damit, wie jedermann steht, nicht sehr viel Glück geheckt. Der Parla­mentarismus ist keine absolute Größe, fondern sehr zeithistorisch, sehr national bedingt; er ist auch

keine Heilswahrheit, und kein AllerwettSrezept, sondern eine der möglichen Formen, einen Füh­rerwillen zu gestalten und ihn tu Kontakt nut dem Volksbewußtsein zu halten. Wie dies ge­schehe, ist eine Frage der Technik, noch mehr: eine Frage der Persönlichkeiten, die dem parla­mentarischen Betrieb den Zusatz von mechani­schem Betrieb dann nehmen können, wenn sie ihre Aufgabe mit Eigenwillen und Eigenverant­wortung auszufüllen vermögen. Dar ist in Deutschland offenbar schwieriger, heute noch schwieriger als anderwärts wir haben immer nur Koalitionsregierungen aus wechselnden Gruppen, die durch den Wechsel ihr Sonderfor- dern und ihr Sondermißtrauen schleppen müs­se»; die Türen der Fraktionsstuben und der Ministerzimmer liegen näher bei­sammen, als eS unbedingt notwendig ist. Es bedarf noch der stärkeren Distanz zwischen Re­gierung und Parlament, nicht im Inhaltlichen natürlich, aber im Funktionalen, das wird beiden Teilen gut bekommen. Aber wer wagt es denn eigentlich, ernsthaft zu sagen, daß in der großen Linie Regierung und Reichstag ihren Aufgaben nicht gewachsen gewesen! Der sagt eS, ber nur in die Taschen zu greifen hat, um jene Patentlösungen" herauszuziehen, die, wenn nicht die Welt, fo doch ihn glücklich machen. DaS ist gewiß eine tausendmal ausgesprochene Bana­lität; die Aufgaben, vor die Regierungen und Parlamente sich gestellt sahen, waren nicht der­art, daß angenehme und erfreuliche Lösungen den Betrieb als solchen hätten populär machen können. Die Aufgaben, sozial, geistig, wirt­schaft-- und staatspolitisch sind berat, wie sie

noch fein Zeitabschnitt zu meistem

hatte; vor ihnen hätte jede zu einem absoluten ybel erhobene Herrschaftsform ihren Glanz ver­lieren müssen. Man kann in der Handhabung des Verfahrens in Deutschland Viele- besser machen, leichter, loyaler; man kann e8 nidjt nun sondern man muß eS tun. Aber kein Verstäubte ger, der die Bedingtheit des politischen Han­delns in einem so geschwächten Staat und s» zerrissenen Volk erkennt, wird sich dem Modege- schwätz unterwerfen, daß die Form ber parla. menlari schen DemokratieSchuld" trage, an die­sem, an jenem sie ist, in Vermögen und Un­vermögen, nicht Ursache, sondern Reflex und Symptom berParlamentskrise".

Rlarheit über die Amnestie.

Gegen König und Diktator«

Massenverhaftungen in Spanien. Höhere Militärs mit Kommunisten im Bunde?

Madrid, 12. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Die Regierung teilte der Presse die Entdeckung einer Verschwörung mit, die darauf gerichtet ge­wesen fei, gelegentlich der Reife des Königs und de« Generals Primo de Rivera nach Cansrac die Monarchie zu stürzen. Die Rote kündigt die euergifche Unterdrückung derartiger Bestrebungen an. Die Zahl der Verhafteten, die den kommu­nistischen und syndikalistischen Kreisen entstam­men, soll über hundert betragen. Aus einem Satz des Kommuniguees will man schließen, daß höhere politische oder militäri fche Per»

und Neuwahlen auf den 19. August ange« fetzt wurden. DaS geschah nicht ohne einen klei­nen Staatsstreich. Der gerissene alte Routinier kümmerte sich um die staatsrechtliche Frage, ob er als Nichtmitglied der Kammer überhaupt re­gierungsfähig sei, überhaupt nicht. Er ergriff die erste Gelegenheit und nahm das Staatsruder fest in seine Hände. Die Macht, die er damit be­saß, genügte ihm aber nicht, denn er verfügte im Parlament keineswegs über eine zuverlässige Mehrheit. Diese will er sich jetzt durch Neuwah­len schaffen. Um aber ganz sicher zu gehen, ließ er vorn Staatspräsidenten mit wenige» Feder­strichen das bestehende Wahlgesetz ausheben und das Majorzsystetn mit seinen Einmänner­wahlkreisen einführen. Gleichzeitig mußte Kon- duriotis den Diktator PangaloS, den die letzte griechische Regierung monatelang auf Kreta und in Aegina gefangen gehalten hatte, freilas- fen. So sucht Venizelos sich auch die Pangalisten zu Freunden zu machen. Unter den Oppositions­parteien ist dagegen eine Bewegung im Gange, die eine Einheitsfront aller Oppositionsparteien gegen Venizelos herzustellen versucht. Man be­fürchtet allgemein, daß Venizelos dem Beispiele feines Freundes Pangalos folgen und sich zum Diktator Griechenlands machen wird.

Im benachbarten Jugoslawien scheiterten bis jetzt alle Versuche des Königs Alexander, die akute Staatskrisis beizulegen. Radiisch und Pribttschewüsch lehnen es ab, in eine Koalitionsregierung mit den Altserben eiuzu- tretettz sie Weigern sich, selber ein Kabinett zu bilden und erklären offen, die Mörder- Skupschina, das gegenwärtige Parlament in Belgrad, so lange sie besteht, nicht mehr be- besuchen zu wollen. Der angeschossene Kroaten­führer Stephan Radiisch aber wurde dieser in Agram, der Kroaten-Hochburg wie ein Fürst empfangen. Und wenn die Erntezeit vorüber ist, stehe» Radiisch die kroatischen Bauer» zu Jedem StatS st reich zur Verfügung, den urchzuführen er für zweckmäßig erachten sollte. Die Befürchtungen in Belgrader politische» Kreisen, daß Radiisch tatsächlich mit unheilvol­len Plänen für Südflawien Belgrad verließ, find außerordentlich groß. In größter Sorge st begreiflicherweise König Alexander, der sich in einer außergewöhnlich schwierigen politischen Lage befindet. Die Altserben, die Majorität in der gegenwärtigen und Wohl auch in der kom­menden Kammer, darf er nicht vor den Kopf stoßen, und di« Kroaten, die von einem gerade­zu tödlichen Hatz auf die Altserben erfüllt sind, kann er nicht gewinne». Mit allen diploma­tischen Kniffen versucht er, die Raditschanbeter gnädig zu stimmen und tut alles, was in seinen Kräften stehl, um daS Auseinandersallen seines Reicher zu verhindern. Dennoch zeigt sich noch kein Silberstreifen am Horizonte.

* * *

Bel ber Berliner Versuchsanstalt für Luft­fahrt hat man endlich den Regierungsbaumeister Ludwig als Moskaus Spion dingfest gemacht, dessen Geständnis den Verrat von Konfiruk- tionsgeheimniffen deutscher Flugzeugwerke offenbart. Ein längerer Aufenthalt in Moskau scheint dem Bedauernswerten auf die schiefe Bahn gedrängt zu haben. Ob er nun in die Hände von Erpressern geriet, so daß el für ihn kein Zurück gab, ob er aus freien Stücken bei der Sache blieb das mag für die rein mensch­liche Beurteilung deS Falles von Bedeutung fein. Tatsache ist, datz er bis zu seiner Verhaf­tung Werkspionage getrieben hat. Ludwig ar­beitete zunächst zwei Jahre lang im Konstruk­tionsbüro der Junkerswerke in Dessau. Die Vermutung liegt nahe, daß er schon damals

anstatt für Luftfahrt zu übersiedeln. Offenbar

verblieb er überall solange, bis er sich im Besitz w ..... --------

des entsprechenden Materials gesetzt hatte. In Einmischung in die inneren Angelegen- Adlershos schöpfte man gegen ihn Verdacht, als heften einer befreundeten Macht, der Vorrcd- das VersiPvinden wichtiger Zeichnungen be- »er habe nicht den leisesten Beweis erbracht, nertt wurde. In der Versuchsanstalt liegt jede datz die Minderheiten Betträge unzureichend ------ --- - - stnd! Lord Cee11 betonte darauf: Wenn

ein Land von den Mächen im Vertrauen auf feine Zusicherungen den Gebietsteil eines an­deren Landes überwiesen bekommt, dann ha­ben die Mitunterzeichnenden des Vertrages, die dem betreffenden Land das Gebiet über» wiesen haben, wenigstens während einer be­stimmten Periode das Recht zusagen:Run hattet eure Verpflichtungen jetzt ein. Wir sind der Ansicht, daß dies ein unbefriedigender Zu» stand ist."

Noch kein^lriegsverbot.

Paris antwortet wieder mit Vorbehalten.

Patts, 12. Juli. Die morgen nach Washing­ton ab gehende Antwort auf die Antikriegspakt, note wird nächsten Montag veröffentlicht wer­den. Die früheren Vorbehalte hinsickrtich der Verpflichtungen Frankreichs auS dem Bülker- bnndspakt, ans den Bündnis-Verträgen und hinsichtlich drs Verteidigungskrieges werde» unverändert aufrecht erhalten. Frankreich will sie in einer Präambel zusammenfaffen und nä­her definieren. Staatssekretär Kelogg muß bann zunächst die Antworten der übrigen Mächte, vor allem Englands, abwarten.

Glückstag für Aor-polopfer.

Der Russenflieger entdeckt die MÄmgreengrup-

pe. Der Eisbrecher dampft auf sie zu.

Berlin, 12. Juli. (Funktelegramm.) Heber die gestrige Entdeckung der Malmgreengruppe durch den russischen Flieger Tschuchnowskl mel­det ein Blatt folgende Einzelheiten: Der Flieger umkreiste die Gruppe fünfmal und suchte nach einer günstigen Landungsstelle. Es gelang ihm jedoch nicht, eine zur Landung geeignete Stelle in der Nähe der Gruppe ausfindig zu machen, worauf er wieder nach dem EisbrecherKrassin" zurückkehrte. Auf die Meldung Tschuchnowskis hin hat der Eisbrecher mit Volldampf die Fahrt zur Malmgreengruppe ausgenommen. Der Ka­pitän des Schiffes hofft, wenn nicht die Eismas­sen ganz undurchdringlich werden sollten noch heute nacht oder morgen früh die Gefährdeten zu erreichen. Der Krassin läuft zur Zeit drei See­meilen in der Stunde.

* * * was haben sie ausgehalten r

41 Hungertage aus der Eisscholle.

Mailand, 12. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Nach dem Bericht Tschuchnowskis befindet sich die Gruppe Malmgreen südöstlich der Insel Karl XII, Es konnten weder Kleider noch Lebens­mittel für die Gruppe abgeworfen werden, da die Eisscholle, auf der die Gruppe sich aufhält, einen zu geringen Umfang hat. Die Leute ber Gruppe Malmgreen müssen ungeheure Ent­behrungen ausgehallen habe», da sie unge­nügend ausgerüstet waren und nicht einmal ge­eignetes Schuhwerk und Feuerwaffen besaßen. Sie sind bereits einundvierzig Tage auf dem Eise unterwegs und hatten nur fünfzig Kilo Lebens- mittelkonserven bei sich.

Konstruktionsgeheimnisse an Rußland verraten'direkt dem Internationalen Gerichtshof vor hat. Später ging er zu den Friedrichshafener gelegt werben und die unzufriedene Mlndcr- Dornier-Werken und kündigte auch dort heft sollte als Partei erscheine». Bezüglich seine Stellung, um nach Berlin zur Versuchs- Südtirols habe Italien inoralif4c Ver-