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Kaffeler Abendzeituna

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Hessische Abendzeitung

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18. Iahrgsmg

Sonntag, 8. Juli 1928.

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig

Nummer 160

Ein^lprei«: Wochentag« 10 Pfennig

Amerika drangt aus Räumung und Revision.

Der Anfang ist schwer. Agg BersSUNMK Wird sich rSchkN

Löst Müller den Locarnowechsel ein? nirfit räumt (Sine unwiderbringliche EriedenSaeleaenheii.

ISenn Frankreich nicht räumt. Eine unwiderbringliche Friedensgelegenheit.

Die Junkersflieger trotzen Sturm und Wetter Schon dicht am Weltrekord.

Ittet kommt zu spät

ölt schlagen den Weltrekord sicher

Expedtton des deutschen Fliegers Übet zu spät

zerstört worden, als eS infolge RMels mit

konnte.

ger eine Flugbafis errichtet haben. Es besteht nunmehr die Abficht, die Mitglieder der Bi- glierie-Gruppe einzeln mit einem kleinen Fahr- Jn diesem Falle würde die

den Vereinigten Staaten. Die vom Kanzler ge- äutzerten Wünsche bezüglich der Endsumme der Reparationszahlungen und der R ä u m u n g des Rheinlandes stellten ein vernünftiges Verlangen dar, zu dessen Erfüllung Ame­rika seinen Einfluß einsetzen sollte.

Schwedeuflieger retten Nobiles Mannschaften.

Oslo, 7. Juli. (Funkdienst.) Die Rettung des Schwedenfltrqcrs Lundborg (s. u. Meldun­gen auf der 2. Beilage, 3. Seite. Die Red.) erfolgte, wie von Svitzbergen gemeldet wird, von Rordostland aus, wo die schwedischen Flie-

Die ersten Reichstagsgewitter find harmloser und sanfter am Juli-Wetterhimmel votbeige- rauseht als die Schwarzseher und Kolkraben auf allen Parteizäunen geweissagt hatten. Gewiß stehen die im Regierungskränzchen vertretenen Parteien immer noch Gewehr bei Fu int An­blick des gelobten Landes, in das Moses Müller mit feurigem Finger weist. Gewiß haben die Zentrumslohgerber, denen mit Wirth's Vize­kanzlerschaft viele Felle fortgeschwommen sind, ihren einzigen Verbindungsoffizier v. Guerard mit streng gebundener Marschroute ins Manö­vergelände geschickt. Kühler und skeptischer als ihr rechter Nachbar und Freund von vorgestern, die Volkspartei, gestrenger und sachlicher als selbst die zu wohlwollendem Abwarten ermutigenden Gruppen und Grüppchen der Mit» und Nachläu­fer blättern sie im Katechismus der ungläubigen Regierungsgenossen. Und wie die katholischen Gottesstteiter mit den Kindern der Welt von links im Herbst ihre unreifen Schulgesetztrauben ohne Familienkrach keltern wollen, was nicht ein­mal mit den allerchristlichsten Bekennern von rechts möglich war, ist beiden heute Wohl noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Aber wenn sich auch der etwas sehr gewalt­sam zusammengekoppelte Regierungskonzern selbst manche Disteln und Dornen schon beim Einbringen deS Verfassung-- und Amne­stie-Getreides in den Erntekranz winden wird; wenn die Sturmpanther der extremen Rechten und Linken auch Müller- hart schlin­gernden Regierungszeppelin von allen Seiten a«springen werden; wenn auch die große Welt­reise nur mit einem halben Ja und ohne das volle Vertrauen der Volksboten angetre­ten wurde: Tatsächlich scheint doch die Zuversicht aller mitverantwortlichen Parteikapitäne auf ein glückliches Erfliegen aller Nord- und Südpolziele zu wachsen. Und wenn man schon nach den er* ften Fußball-Läufen auf dem Reichstagsrasen mit Ueberrgschung sah, wie sorgsam und ein­trächtig sich die Elitemannschaft die Bälle zu­spielte, wenn den drei Verwaltern der Wirt- schaftS-, Arbeits- und Ernährungsämter, Cur- tius, Wissel, Dietrich, denen sämtlich der beruhigende Ruf weiser Mäßigung und fast überparteilicher Besonnenheit vorausgeht, wirk­lich die Vereinheitlichung und Zusam - menfaflung der vielfach auseinanderstrebenden Wirtschaftskräfte zu konzentrischer Stoßkraft ge» lingen sollte; wenn man unter manchem Schweiß­tropfen vielleicht auch bis zum Winter die Eisen­gerüste zum unaufschiebbaren Wohlfahrtsbau des Arbeitsschutzes, des Achtstundentages, der Zoll- und vor allem der Lohnsteuersenkung er-

Sie fliegen schon 56 Stunden

Untergang eines LuMchiffs

Ein zweiter Japan-Zeppelin im MeereSgrab. Offiziere ertrunken, Mannschaft lebt.

London, 7. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) zu großer Geschwindigkeit auf die Wasser- «Ni. ha Oberfläche schlug. Drei Ofiiziere et.

Wie aus Tokio gemeldet wird, ist das japanische t r a f'e n, während der Rest der Mannschaft Marinelustschifi F. 5 in der Nähe von Yokosuka au§ vier Mann bestehend, gerettet werden

Dessau, 7. Juli. (Privattelegramm.) Die Junkers-Flieger teilten mittags mit, daß an Bord alles wohl sei. Die Maschine fliegt be­reits über 56 Stunden. Wenn die Piloten noch bis heute michmittag Uhr durchhalten, so , wird der Dauerflugrekord wieder in deutschem zeug zu retten. Besitze sein. Wahrscheinlich wird die Maschine sogar erst gegen abend landen. «kommen.

Deflau, 7. Juli. (Privattelegramm.) Die Junkersslieger befinden fich trotz des schlechten Wetters noch immer in der Lust. Sic haben Mn Sonnabend um 7 Uhr die 51. Stunde erreicht.

Paris, 7. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Der Außenpolitiker Gustav Hervet fordert die so­fortige Räumung des RheinlandeS ohne Kuh handel und ohne Kompensationen. Es sei zu befürchten, daß die ftanzösische Regierung aus übergroßer Vorsicht und Mangel an Kühnhei diese gute Gelegenheit zur völligen Aussöhnung mit dem neuen Deutschland verpaffe... Die politische Athmosphäre in Europa würde bann augenblicklich gereinigt werden. Dagegen ris­kiere man absolut nichts, weder vom Stand­punkte der Sicherheit noch von den Reparati­onszahlungen auS.

Amerika hilft nach.

Endsumme und Räumung sind erstes Gebot.

Rewyork, 7. Juli. Vor dem Institut für In­ternationale Beziehungen hob Profeffor Robert Mao re von der Colgate-Univerfität In einem Vortrag über Deutschland die Besserung der Wirtschaftslage in Deutschland seit Schaffung des DaweSPlanes hervor und führte aus, er habe in Deutschland weniger wirkliche Ar-, beitslosigkeit und Armut gesehen als in

Selbst ist der Mmm.

Paris hält nicht viel vom Völkerbund. MilUSrüündnifle bester als Schiedsverträge.

Paris, 7. Juli. Ein Blatt übt nach dem Ab- schlutz der Beratungen des Genfer Sicherheits- ausschnstes heftige Kritik an den Einrichtungen des Völkerbundes. Gleichzeittg bezeichnet das Blatt alle Nichtangrifss-Unterstützungs- unb Schiedsgerichtsverträge als grundsätzlich zwei­deutig. Als einziges Mittel zur Abwehr eines Angriffes könnten neben der militärischen Vorbereitung der einzelnen Staaten, von I langer Hand vorbereitete Bündnis* vertrage in Betracht kommen. Leider sei der Völkerbund aber nur schwer mit diesen Bünd- 1 nisten in Einklang zu bringen.

richtet haben sollte, dann wird auch der jetzt noch den Regierungspalast umlauernde Krisenspuk in nichts zerflattern. Dann wird und muß in un­gestörtem Genesungsprozetz auch die WirtschaftS- und Arbeitskurve allmählich wieder ansteigen, allerdings nur wenn die Besatzungs- und Da» weSpfähle uns aus dem Fleisch gezogen werden. Denn mit abgebundenen Lebensadern sieben Millionen Goldmark täglich für fremde Blutsauger sich abzukargen, dürfte auch bei vier­undzwanzigstündiger Arbeitszeit dem bienenflei­ßigsten Sklavenvolk der Welt nicht möglich sein. Darin besteht jedenfalls der unlösbare Bewn der Regierungskommandos nach innen und seine granitene Wurfkraft vor allem nach außen, daß von Severing bis Stresemann jeder maßgebliche Mann von ehrlichem Friedens-, aber auch glühenden Befreiungswillen beseelt ist, und daß auch Müller bei seiner Abschüttelung Westarps keinen Zweifel daran ließ, daß er n i e » mals feine Hand für ein Ostlocarno bieten würde, womit er zugleich Polens Großmanns­sucht im Rhein-Räumungshandel ein- für alle­mal in die Schranken wies.

Fast amüsant wirkte der Schreck, der den Chauvinisten an der Seine und den Reitpeit­schenhelden an Rhein und Saar in die Glieder fuhr, als der friedfertige Unterzeichner von Ver­sailles, Müller, wuchttger als ein Erznationalist bte Einlösung des längst verfallenen Locat - nowechselS forderte und den Wortbruch der Genfer Locarno- und Völkerbundpartner auch in Punkto Abrüstung vor aller Welt festnagelte. Aber wenn die schreibseligen Federhelden und geschwätzigen Volksblender der Lichlstadt den deutschen Masten so geflistentlich alles Heil der Verständigung und Erlösung nach einer über­wältigenden LinkSwahl in Aussicht stellten: Jetzt ist der durch tausend Ausreden und Vee- tröstungen immer wieder hinauSgezögerte Mo­ment der Abrechnung gekommen. Und wenn die Herren vom Boulevard unb im Ouai d'Orsay an chronischen Gedächtnisschwund leiden sollten, so

Die Welt vor Moskau gewarnt.

Lehren aus Freispruch und Todesurteilen.

Berlin, 7. Juli. (Eigener Informationsdienst.) I

Der Moskauer Schachtyprozeß hat die Tat­sache bestätigt, daß Sowjet-Rußland noch immer] eine fremde Welt ist, die man außerhalb nicht- verstehen kann, und daß die herrschenden Sow­jet-Kreise auch garnicht da- Bedürfnis haben, sich der nichtrussischen Mitwelt anzupassen, son­dern die Kluft möglichst nach vertiefen wollen. Hinter der Diktatur des Proletariats muß eben alle- zurücktreten, wa- wir als »RechtSgaran- tien* zu bezeichnen pflegen. Die Rechte der 'Ser* teitigung, Beweiserhebung und Zeugenverneh­mung zugunsten der Angeklagten treten hierbei völlig in den Hintergrund, und Verfahren und Urteü werden lediglich dadurch bestimmt, was daS Gericht all im politischen Interesse bei Staates gelegen ansieht.. Die terroristischen To­desurteile (wenn die Begnadigung nicht durch­geht, fallen am Montag fünf Häupter) sind vor allem darauf berechnet, bie in der russischen In­dustrie beschäfttgten Geistesarbeiter mehr alS dies bisher der Fall war, den Gedankengängen des Sowjet-Systems zu unterwerfen. Die mei- ften der von Eingeschüchterten abgelegten Sabo- tage-Geständnisse" wurden in der Verhandlung glaubhaft widerrufen und einer der Kronzeugen verübte im Untersuchungsgefängnis in

offenbaret Nervenzerrüttung Selbstmord.

Wie dem aber auch fei, das Gericht nahm, was von vornherein beabsichtigt war, Spionage und Wirtschaftsschädigung als bewiesen an und konnte so zu keinem änderet. Urteil gelangen, tn

dessen Beurteilung sich das Ausland dahin be­scheiden mutz, datz es ein Teil und Ausfluß des inneren Kampfes ist, den die Sowjet-Herrschaft zur Festigung ihres Systems gegen die Reste der allen Bourgeoisie führt. Der Freispruch der deut­schen Ingenieure ist allein darauf zurückzufüh­ren, datz man ihre Sache 'als die des ganzen Volkes betrachtete und über die Rückwirkun­gen eines ungerechten Urteilsspruchs keine Zwei­fel ließ. Damit können die drei ihr russisches Abenteuer als abgeschlossen betrachten, das sie allerdings mit mehrmonatlicher Untersuchungs­haft und mit ihrer Nervenkraft bezahlt haben. Ein bittrer Rest aber bleibt für- die Völker selbst zurück. Das Gericht hat es als erwiesen ange­sehen, daß auch einige

deutsche Firmen mit Provisionen sich an der Finanzierung der Spionageorgani­sation beteiligt hätten, lietz aber die Frage offen, ob die Firmen die Verwendung dieser Provision kannten. Die beteiligten deutschen Firmen, dar­unter die A. E. G. haben bekanntlich diesen Vor­wurf als unsinnig zurückgewiesen. Die Folge dieses bolschewistischen Denkens wird natürlich zum mindesten die einer noch gröberen Zurück­haltung und Vorsicht sein, sich ohne genügende Garantien, auch personeller Art, in russische Ge­schäfte einzulassen. Die deutsch-russischen Wirt­schaftsverhandlungen wurden bekanntlich wegen des schwebenden Prozesses unterbrochen. Bei ihrer Wiederaufnahme werden die Erfahrungen dieses Prozesse- eine ausschlaggebende Rolle spielen.

sind deutsche Arbeiter- und Gelehrtenköpfe umso fester, klarer und unnachgiebiger. Hofienflich laffen sich Müller-Stresemam die-mal nicht mehr mit leerem Stroh abspeisen und stellen auf dem

großen Sölterbunbtreffen im Herbst den welschen Fuch- in der Falle, dem ja auch Amerika mit sei­nem Kriegsverbot und der Schukdenschlinge auf der Spur ist. K, R.

Unsere Fünfziger, x

Die Herren unb Damen des neuen Kabinetts»

Der B««ia«iu ttt diesmal Dietrich. - ««« ®ne» ' rard bet «eltefte. äÄiuitteribeUe im Allgäu. Vizekanzler" Stresemann. Seine Fran lvielt i bie erste Geige. Bei Fran Hilferbing i# es nach interessanter. Von Marbnrg nach Berlin.

Fran Minister Koch eine Kasselanerin.

Vierundfünfzig Jahre ist das Durchschnitt»- atter der deutschen Kabinettsmitglieder von heute. Kein Dreißiger wie der verflossene Graf Kanitz oder Pater Reinhold, welch letzteren das zum zweiten Mal erstrebte Portefeuille der Reichsfinanzen wegen der Phoebus-Afiäre wohl für immer in die Binsen gegangen ist. Benja­min des Reichskabinetts ist diesmal der gesetzte, etwas behäbige Ernährungsminister Dietrich, der auch schon dicht an die fünfzig ist. Sein« et­was älteren Kollegen haben fast alle in der zwei­ten Hälfte der siebziger Jahre das Licht der Welt erblickt, der Reichskanzler 1876, Severing unb Koch-Weser ein Jahr früher, Hilserding unb Cur- lius ein Jahr später. Stresemann, der kühne Schütze von der Bühlerhöhe, ist Jahrgang 1878. Senior des Kabinetts ist von Guerard, der fünfundsechzig wird, ihm folgt im Lebensalter Groener, der kürzlich sechzig wurde, Wissel, der es im nächsten Jahre soweit bringt, und der Reichspostminister Schätze!. »Heinrich der Wert­beständige", der gerade acht Jahre Reichsarbeit»« Minister war, wird sich nun auf seinen Landsitz in dem

Ministerstädtchen Lindenberg im Allgäu, wo schon Geßler und Fehr wohnen, zurückziehen. Dort kann er seine langbewährte Freundschaft mit Gehler pflegen, wie dieser seine Memoiren schreiben und nebenbei als Steckenpferd sein klei­nes Auto fahren. Denn dieser grundgelehrte katholische Priester ist, was sich selten zusammen« findet, ein passionierter Techniker, der nicht nur fein Examen als Chauffeur, sondern auch als Motorbootssteuermann gemacht hat. Dienstältestes Kabinettsmitglied unb als solches tatsächlich also Vizekanzler, ist nun S tre- femann, der in wenigen Wochen ein halbes Dezennium Mitglied des Reichskabinett» ist. Er wird freilich nicht allzu oft Vertreter von Her­mann Müller-Franken sein; denn dieser, kernge­sund unb arbeitsfreudig, wird nicht soviel auf Urlaub gehen wie der dreizehn Jahre ältere kränkliche Marx, und dem Beifpiel seines Vor­gängers nur in einer Beziehung folgen: er wird alles Repräsentative oft und gern dem Kollegen vom Auswärtigen Amt überlaffen. Auch Frau Muller-Franken wird sich wie Frau Marx nicht allzu viel aus dem anstrengenden Rummel der Reichshauptstadt machen, sodaß Frau

Käthe Stresemann wie bisher die erste Rolle in ihm spielen wird. Freilich hat sie Konkur­rentinnen in dem jetzt gebildeten Kabinett. Sind doch einige der neuen Reichsministerinnen ge­sellschaftlich außerordentlich gewandt, ehrgeizig und auf einem Gebiete führend, das der tanzlu­stigen Frau Sttefemann nicht liegt, dem der klu­gen, anregenden Unterhaltung und de» geistrei­chen Salonmachens. Frau Rose Hilserding zum Beispiel, die jetzt Cheseuse der ReichSst- n a n z e n wird, machte fchon in ihrer ersten Ehe mit dem bekannten Leipziger Verlagsbuchhändler Thesing einen bekannten Salon in der Pleiße- stad t. Die Abende in den behaglichen Räumen deS Hauses Hilserding in Berlin, an denen sich häufig im Winter auserlesene interessante Men­schen versammelten, zählten zu den geistigen Er, eigniffen der Reichshauptstadt. Uebrigen» ist

Frau Hilserding Doktorin der Nattonalökonomie. Die Gattin de» neue« ReichSernährungsminifierS, Ftm Auguste Dietrich, geborene von Calker, die Schwester des bekannten Staatsrecht-lehrer- und Politikers hat ebenfalls schon in ihrer ersten Ehe einen Sa­lon gemacht. Ihr verstorbener Gatte war der Religions-Philosoph und Historiker Troeltsch, Demokrat wie Dietrich, und nach der Revolution parlamentarischer Staatssekretär im Kultusmt- nisterium. Fran Dietrich, Mne außerordentlich kluge und belesen« Frau, war als

Frau Troeltsch sowohl in Marburg wie auch später in Berlin Mittelpunkt eines gei« S sehr hochstehenden Kreises. Dame von Welt, et und liebenswürdig, wird fie zweifellos auch als Reichsministerin ein Haus machen, umso­mehr, als ihr jetz.ger Gatte von seiner ersten Fran ein größeres Vermögen ge röt hat unb ho­her das begütertste Mitglied de» neuen Kabinetts ist. Doktorin der SlaatSwissenschast, wie Frau Rose Hilferbing ist auch Frau Reichs­justizminister Irmgard Koch, gebotene

von vlanyuet, eine Kasseler Generalstochter. Gesellschaftlich außerordentlich gewandt wird