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V Sh. 158. -- 18. Jahrgang.

Kasseler Neueste Viachrkchtta

Frelkag, 8. Zu« 1925.

Spieler-Aberglaube.

Die Frau mit dem ^ösen" Blick.

Wohl nirgends findet der Aberglauben ein so günstiges Feld wie beim Kartenspiel. Das ist immer so gewesen und wird immer so blei­ben. und wenn ein Spieler es leugnet, so kann man annehmen, daß er ganz besonders vom Aberglauben besessen ist. Diese Tatsache beleuch­tet ein englischer Beobachter an einer Reihe neuer Beispiele. »Ich bin nicht abergläubisch, ich lasse mich nur von der Aufeinanderfolge der Karten leiten 1 erklärt mit scheinbarer Sachlich­keit ein Spieler. Aber auch dieser Glaube an die Aufeinanderfolge der Karten ist ein bloßer Aberglaube; denn es kommen natürlich biswei­len solcheSerien* einer regelmäßigen Aufein­anderfolge vor, aber mit ihnen zu rechnen ist lächerlich. Viele Spieler gestehen offen ihren Aberglauben ein, der sich oft in den seltsamsten Spielarten äußert. Manche glauben, daß ihnen das Glück nur an gewissen Tagen der Woche getreu, an anderen ihnen feindlich gesinnt ist. Bulwer Lytton war überzeugt, daß er stets am Whisttisch verlieren mußte, wenn ein bestimmter Mann daran Platz genommen hatte, ja, wenn er nur in demselben Raume oder auch in dem gleichen Hanse weilte.

Dieser Glaube, daß bestimmte Personen Glück oder Unglück mit sich bringen, ist wohl der ver­breitetste Spieleraberglaube. So gilt die Begeg­nung mit einem Buckligen, bei der es gelingt, den Höcker des Krüppels zu berühren, als be­sonders glückbringend, während in den Spiel­sälen von Monte Carlo das Erscheinen einer unter dem NamenKönign von Italien* be­kannten Frau, der man denbösen Blick* nach­sagte, ebenso gefürchtet war, wie das einer verschleierten Dame, die wie ein Gespenst zwi­schen den Tischen hinwandelte. Bekannt ist auch, daß man keinem Spieler gutes Glück wün­schen darf.

Eine besondere Schattierung des Aberglau­bens hat sich upter den Bridge-Spielern ausge­bildet: diese würden nie etwas, sei es nun eine Zigarette ober ein Streichholz oder ein Getränk, von einem Spielgegner annehmen, während sie es aus der Hand des Partners ruhig in Em­pfang nehmen.Ich weiß, daß ich heute kein Glück beim Spiel haben werde!* sagte ein Spie­ler.Ich habe meinen Unglücksanzug an.* Und der Erfolg bestätigt seinen Aberglauben.

Reisebekanntschaften.

Freunde, die man schnell verliert.

Nie machen sich Bekanntschaften so leicht wie auf der Eisenbahn, es stellt sich heraus, daß man das gleiche Ziel hat, und schon ist Bekanntschaft geschlossen. Reisebekanntschaften beginnen auf einem Dampfer, beim Mittagessen in einem schat­tigen Wirtshausgarten, auf einem Berge, bei einem Ausflug, in einer alten Schloßruine, in der Pension, bei einem Gespräch, das ganz gleich­gültig beginnt, bei einem Ball und noch bei an­deren Gelegenheiten. Was zunächst nur ein vor­sichtiges Vorfühlen war, wird schon nach einigen Tagen zu einem näheren Kennenlernen, man be­spricht das Programm der nächsten Tage, schlägt Partien in die Umgebung vor, hält eng zusam­men und ist bald so miteinander verbunden, als datiere die Bekanntschast schon seit uralten Zei­ten. Selbst die Familienverhältnisse kennt man gegenseitig schon so, wie man sie einem anderen nicht offenbaren würde.

Dann kommt eines Tages das Auseinander­gehen. Die eine Familie muß eher wieder heim als die andere. Die Abreifenden werden zum Bahnhof geleitet, es gibt ein langes Abfchiedneh- men,'man wünscht sich alles Gute und verspricht, sich recht oft zu schreiben. Bald gehen auch die ersten Briefe und Karten hin und her, man teilt sich gegenfeitig mit, glücklich wieder nach Hause gekommen zu fein, frifcht in den Korresponden­zen Erinnerungen an die gemeinsam verlebte Zeit auf, macht auch Mitteilungen über die Kin­der und über fonstiges, wofür man auf der an­deren Seite Interesse voraussetzt. Einige Zeit ist so der Karten- und Briefwechsel im Gange. Dann treffen beide spärlicher ein und werden spärlicher abgeschickt.

Schließlich aber wird die Korrespondenz von der einen Seite ganz unterbrochen, der Mei­nungsaustausch hört auf. Jeder ist wieder in die alte Tretmühle gekommen, die Erinnerungen an den vergangenen Sommeraufenthalt verblassen immer mehr, und damit läßt auch das Interesse an der Reisebekanntschaft nach bis zum näch­sten Jahr von neuem eine solche Bekanntschaft gemacht wird. A.M.

Verwandelte Vanknoten.

Bor einem Fälscherprozetz in Wien.

Opawskh ist ein Wiener Chemiker, Techni­ker, Maler, Gefchästsmann so von allem ein bißchen. Es gibt viele Chemiker, Techniker,-Mo- ler, Geschäftsmänner, es ist schwierig vor der großen Konkurrenz erfolgreich zu bestehen. Die Chemiker bauen Stoffe auf, die Techniker kon­struieren, die Maler malen, die Geschäftsleute machen Geschäfte sie haben ein Gemeinsames das Positive Vorzeichen ihrer Arbeit. Sie schts- fen, sie erzeugen, sie bauen auf. Opawskh muß will er vor der Konkurrenz bestehn, eine andere Richtung finden. Er ist Chemiker, Techniker, Maler, Geschäftsmann. Aber mit negativen Vorzeichen. Das ist fein Patent, damit totff er zu Geld und Ruhm kommen. Als Chemiker zersetzt er vorhandene Stoffe, als Techniker macht er Konstruktionen rückläufig, als Malet sucht er hinter dem Bilde die glatte Fläche, alS

Erstaunliche Experimente mit dem deutschen Gedächtniskünstler Osfig. Von Dr. Paul Plaut

Dee Gedächtniskünstler Ossig

Eigenartig sind die Leistungen des erst 25- jährigen BreSlauerS Hellmut Ossig, mit dem wir längere Zeit ausführlich experimentierten und über den wir hier schon einiges berichteten. Er lernt beliebig lange Zahlenreihen in kurzer Zeit, er lernt auch Zahlen- und Buchstabenqua­drate, potenziert, quadiert usw. Eine Beson­derheit fällt bei ihm schon darin auf, daß er auch beliebige Zeichen sehr schnell lernen und behalten kann; so ließen wir ihn 40 Zeichen: Sterne, Kreuze, diagonale Striche usw. in wir­rem Durcheinander lernen, was ihm auch mühe­los gelang. Hier liegt also schon nicht mehr ein reines Zahlengedächtnis vor, wenn dieses auch bei Ossig in geradezu erstaunlicher Weise aus­gebildet ist, und er durch dessen Umfang alle bis­her bekannten Rechen- und Gedächtniskünstler übertrifft. Ossig hatte als Schuljunge ein be­sonderes Interesse für Geschichtszahlen, und die­ses Interesse baute er systematisch auch gedächt­nismäßig derart aus, daß er heute etwa

20000 Geschichtsdaten kennt;

ein Demonstrationsabend, der kürzlich in der Berliner Gesellschaft für Psychologie und Cha­rakterologie stattfand, erwies dies ohne jede Zweideutigkeit. Sein Gedächtnis zeigte sich auch in Folgendem: Er kennt tatsächlich sämtliche in Breslau lausenden Straßenbahnwagen, insge­samt 800. Dabei kennt er nicht nur die verschie­denen (5 oder 6) Anstrichfarben von jeder ein­zelnen Nummer, fondern auch jede Einzelheit des betreffenden Wagens. Fragt man ihn z. B. nach dem Wagen Nr. 397, so berichtet er: An­strich elfenbeinfarbig, Motorwagen Langsttzer,

20 Sitze, 5 Seitenscheiben, 4 Lampen, elektrische Kraftbremse, 10 240 Kilogramm Gewicht, Linie 2 E der Wagen trägt die Reklame: Engelhardt- Biere, ist lackiert am 5. 3. 26, untersucht am 4. 8. 27, Motor von Siemens-Schuckert. Der Wa­gen ist umgebaut aus dem früheren Schienen­schleifer Nr. 281. Ferner beherrscht Ossig die Linienführungen sämtlicher Berliner Straßen­bahn- und Autobuslinien. Wir heben diese Beispiele aus folgenden prinzipiell sehr wichti­gen Momenten hervor: Einmal sieht man sehr deutlich,

dass das Gedächtnis übbar ist, d. h. man kann es nach bestimmten Richtungen hin erweitern. Bei Ossig sahen wir, daß nicht nur Zahlen, sondern auch Zeichen und derglei­chen in Betracht kommen, aber diese Zeichen müssen offenbar in irgendeiner Beziehung zur Zahl stehen. Tatsächlich ist dies auch bei Ossig der Fall. . llnb damit kommen wir zu dem psychologisch und auch allgemein interessantesten Problem der Rechenhilfen, d. h. zu der Frage, wie sich der Gedächtniskünstler solche Dinge überhaupt merken kann. Von Diamandi wissen wir, daß er für alle Zahlen ein bestimmtes Ge­dächtnisschema hatte: er sah die Zahlen in be­stimmter Reihenfolge in einer Zickzacklinie an­geordnet, und wenn er Zahlen lernte, übertrug er diese auf seine Linie. Andere verbinden mit den Zahlen bestimmte Farben. Der Mathema­tiker zerlegt sich die Zahlenkomplexe in arithme­tische Komplexe. So merkte sich Rückle z. B. die Zahl 52 740 folgendermaßen: 24057600; das Quadrat der drei letzten Ziffern der genannten Zahl beginnt mit den beiden ersten Zahlen des Komplexes. Ossig ersetzt, wenn er eine Zah­lenreihe lernt, diese durch ihm bekannte Ge­schichtszahlen, Telephonnummern usw.

Mit welcher Schnelligkeit dieser Umsetzungs- Prozeß vor sich gehen mutz, kann man daraus ersehen, daß zum Erlernen auch langer Zahlenreihen immer nur Sekunden ge­braucht werden.

Noch etwas muß betont werden: auch der ab­norme Gedächtnismensch muß natürlich das, was er produzieren will ober soll, vorher erst gelernt haben; man kann von ihm nichts aus bloßem Wissen heraus verlangen und erwarten. Ferner aber kann man auch nicht erwarten, daß er das Erlernte auf unbegrenzte Zeit behält. Gerade der Gedächtniskünstler muß sich einer besonderen Arbeitsökonomie bedienen; er muß, nm fein Gedächtnis nicht zu überlasten und für Varianten fähig zu fein, auch das Gelernte mit einer gewissen Willkürlichkeit aus feinem Ge­hirn ausschalten können. Immerhin bleibt na­turgemäß das einmal Gelernte verhältnismäßig lange haften, auch sinnlose Zahlenreihen; einmal gelernte Geschichtszahlen, wie bei Ossig, be­stehen selbstverständlich, auch ohne übungsmätzi- ges Wiederholen, auf unbegrenzte Zeit fort; sie bilden ja bei Ossig die natürliche Hilfe zum Lernen. Schließlich möchten wir auf eine wei­tere interessante Tatsache aufmerksam machen: Wenn man Rechenkünstler vor die Aufgabe stellt, einen Text, ,. B. eine kleine Erzählung schnell auswendig zu lernen, so versagen sie in erstaunlicher Weise. Hieran erkennen wir mit boller Deutlichkeit, daß wir es bei den meisten Rechen -und Gedächtniskünstlern mit einseitig begabten Zahlenmenschen zu tyn haben, nicht aber mit allgemein befähigten Menschen.

Zurück zur Natur!

Kundgebung bet Kasseler Kleingarten- und Schrebergarten-Bewegung.

Der Gemeinnützige GartenbauvereinOst­end* hatte, wie schon kurz berichtet wurde, seine Mitglieder mit Familien und Freunden, nebst den dem Regierungsbezirks-Verbände Kassel an- geschlossenen Vereinen zu einem Sommerfeste, verbunden mit Hallenweihe auf feinem Gelände an der Nürnbergerstraße und Waldauerfußweg eingeladen. Biele waren dieser Einladung ge­folgt. Nachmittags eröffnete Kapellmeister Kerstings Musikkapelle den Reigen. Der Vor- sitzende des festgebenden Vereins, Kellner, dankte u. a. allen, die durch Schmückung und saubere Instandsetzung der Gärten zur Verschönerung des Festes beigetragen haben. Hieran anschlie­ßend begrüßte der Vorsitzende die zahlreich er­schienenen Mitglieder des Regierungs-Bezirks- VerbandesRothenditmold*,Goldberg*, Nordorst*,Volkswohl*,Kl. Müncheberg* u. a. m so auch die zahlreich erschienen Mit­glieder des RasensporwereinsRotweiß*. Die­ses Fest möge dazu beitragen, daß

die ethischen und soziale« Gedanken

der Kleingarten- und Schrebergarten-Bestrebun­gen immer weiter hinausgetragen würden in alle Kreise der Bevölkerung zum Wohle des ge­samten deutschen Volks. Er hob ganz besonders hervor, daß man solch eine soziale und starke Bewegung mit rund 650000 Mitgliedern und annähernd 8000 000 Anhänger nicht mehr aufhal­ten könne. Eine solche Bewegung marschiere und

auch die Behörden seien gezwungen, einer sol­chen sozialen und ethischen Bewegung endlich jene Bedeumng belzumeflen, als welche diese im wahren Sinne zum Wohle des deutschen Volkes wirke. Dann weihte der Vorsitzende die Halle. Der Kassierer des Regierungs-Bezirks-Ver- bands-Vorstandes, Kaufmann Franz Sellhast, ging noch in besonderen Worten auf die Hohe Bedeutung der Kleingarten- und Schrebergar­ten-Bewegung ein wobei er darauf hinwies, daß schon vor 4000 Jahren diese Bewegung er­kannt worden fei. Er weist dabei ganz beson­ders auf die Tore und Berge CalimäaS, in dem die Kleingarten-Bewegung schon in Blüte ge­standen hätte, hin. Bereits in jener Zeit habe man die wahren ethischen und sozialen Werte der Natur erkannt und sich daran ergötzt. Unsere heutige Kleingarten- und Schrebergarten-Bewe­gung wolle seine Mitglieder und Anhänger ebenfalls hineinführen in jene erhabenen Sun» der der Natur und

nur Liebe und Gemeinsinn

unter feinen Anhängern zum Wohle der Gesamt- heit des deutschen Volkes Pflegen. Nach weiteren Begrüßungen verlies das Fest in harmonischer Weise. Ganz besondere Anerkennung sanden die bei Beleuchtung in Szene gesetzten Blumen- und Kinderreigen, sowie die rhythmischen Vor­führungen «Das Heidenröslein* der Kinder und bergl. mehr. Auch eine Brezel-Polonaise sand bei Kindern und Alten guten Anklang, «er.

Geschäftsmann nun, hier ist die Sache schHist riger: er wendet hier das negative Vorzeichen nur bei den lieben Mitmenschen an.

Opawskh nimmt sich eine Dollarnote her» entfernt mit den Mitteln des Chemikers de« Aufdruck, schafft mit den Mitteln des MalerS einen neuen (von höherem Wert) praktiziert ihn mit Hilfe des Technikers auf das leergeworde- ne Notenpapier, will dar so gewonnene als gu­ter Kaufmann entsprechend verwerten...

Die Idee ist gut, denn bisher erkannte man falsche Noten am Papier und Opawskh verwen­det garantiert echtes. Aber auch die beste Idee will finanziert werden, und er hat das Pech, an einen Mann zu geraten, der so skeptisch ist, daß er zur Polizei geht. Opawskh wird ver­haftet. Darf man es ihm verübeln, wenn er entrüstet ist? Gewiß nicht! Denn er er­klärt: Ich habe das ganze großartige Verfahren ganz uneigennützig zugunsten der Vereinigten Staaten ausgebaut, es ist nicht auszudenken, welche Summe sie ersparen können, wenn sie aus alten Noten neue machen.

Man wird jetzt die Stellungnahme der D.rn- kees abwarten müssen. Wer ihre Psyche kennt, wird nicht auf Opawskh tippen. Die Amerika­ner sind so großzügige Leute, daß sie für eine neue Note auch gleich ein neues Papier nehmen Ihnen wird jedes Verständnis für die Idee des uneigennützigen Mannes fehlen, dessen Lebens­werk jetzt ernstlich bedroht ist. Wieder einmal wie fo oft, ist die Welt daran, einen ihrer Gro­ßen ju verkennen . . .

Kleine Rundschau.

Der größte Meteorstein der Welt.

Der größte Meteorstein, der je aus dem Weltenraum auf unserer Erde gelandet ist und der gerade jetzt vor zwanzig Jahren niederging, ist glücklicherweise in der entlegenen und menschenleeren Einsamkeit der sibirischen Pro­vinz des Jenissei herabgefallen. Seine einzigen Opfer waren einige Millionen Bäume und eine Herde von 1500 Renntieren.Wo der Meteor niederfchlug,* so berichtet die dahin entsandte russische Expedition,war die Erde in einem Umkreis von mehreren Meilen im Durchmesser ausgerissen und wie von einer riesenhaften Egge um- und umgewühlt. Rund um diesen Kreis lagen diametral geschichtet Millionen toter Bäu­me des früheren Waldes flach und ihrer Zweige beraubt, alle vom Zentrum nach außen hinwei­send wie ein ungeheurerAlle-Neun-Wurs* beim Kegelspier. In der am nächsten gelegenen 50 Meilen entfernten Ansiedlung wurden zwei Menschen durch die gewaltige Erschütterung des Meteorfalles zu Boden geworfen und durch sei­ne Glut versengt. Sowohl die Hitzwelle wie auch die Explosion wurden an der Eisenbahn­strecke, 400 Meilen entfernt, Wahrgenommen. Von einer Herde von 1500 zahmen Remitieren, die sich in ber Nähe der Unheilsstelle aufgehal­ten haben, ist nie wieder auch nur die geringste Spur gefunden worden. Hätte der Zufall die­sen gigantischen Sendling aus dem Weltenraum in einer Siadt ober einer dicht bevölkerten Ge­gend niederfallen lassen, so wäre ein Unglück ohne gleichen entstanden, ein Unglück, das sich bei der Ankunft eines anderen großen Meteor­steins ereignen kann.*

Hvvenrekoioe Oer Alpenpflanzen.

Wenn der Alpenwanderer die Gürtel der Zwergsträucher und der alpinen Matten hinter sich hat, so liegen die oberen Schuttfluren und die Felsfluren scheinbar ohne jedes Pflanzen­leben vor ihm dar. Bei näherem Zusehen er­kennt er jedoch zwischen den Blöcken und in den Fugen und Ritzen noch immer Gruppen von Enzianen, Steinbrechen und anderen Alpen­pflanzen. DenHöhenrekovd* aber hält unter ihnen wie in der ZeitschriftDer Naturforscher* ausgeführt wird, ein weißblühender Hahnenfuß, der Gletscher-Hahnenfuß, RanunÄus glacialis. Auf dem Monte Rosa gedeiht dieser noch in 3630 Meter Höhe, auf dem Großglockner dicht unterhalb deS Gipfels in 3780 Meter Höhe, am Matternhorn kann er bis zu 4200 Meter aufstei­gen »und am Gipfel der Finsteraarhorn erreicht er mit 4275 Meter den höchsten Stand, den eine Blütenpflanze in den Alpen besitzt. Am Fin­steraarhorn erreichen zahlreiche Alpenpflanzen Höhere Standorte als an anderen Stellen. Nur wenige Meter tiefer findet man den Gletscher- Mannsschild, die schwarze Schafgarbe, verschie­dene Steinbreche und den kurzblättrigen Enzian. Natürlich werden die Höhengrenzen durch un­günstige Faktoren die Nordlage oder Nähe grö­ßerer Eis- und Schneeflecke stark beeinträchtigt, während die Nähe der Gletscherzungen manche alpine Pflanze noch in tieferen Lagen gedeihen läßt als eS ihrer Art entfpricht.

Humoristische Ecke.

Einfach.

Gnädige, wenn Sie ins Wasser fielen und ich zöge Sie heraus, würden Sie mich mit Ihrer Hand beglücken?*

Gott, welche Umstände! Wenn Sie eine Frau tote mich über Wasser halten können, dann erreichen Sie Ihr Ziel bei mir auch auf trode« nem Wege!*

Eine sobald nicht wiederkehrende sCaufgelegenhelt / Besichtigen Sie bitte meine Schaufenster

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