Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
ftneetgeevretle: Dtndeirmsche Vetchäsrsaneeige» die mtn-SeUe 10 M, auSwärrt« Geschäfts«nnrgen die mw-Zeile 10 J. ftämtlienanzeigeu die mm-Zeile 10 A. Kleine Anzeigen aus Raffel daS Won 6 A. auswärtige kleine Anzeigen die nun» Seile 10 A. Reklamen die ww-Zetle 88 A. Offerwbflbr 86 A (bet Zustellung 85 Ak Rechnungsbeträge inner bald 5 lagen zablbat ft 6t die Richtigkeit aller durch fterntvrecher aufgegebenen Anzeigen tonne für Atrtnabmedaten und Plätze 1 kann nicht garantiert werden, ftür Anzeige» mit besonders tortnmaem Latz 100 Prozent Aufschlag Druckerei: Schlachtootttr SW). Geschäftsstelle; Älntschestr. 6.
Nummer 157.
Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.
Donnerstag, 5. Juli 1928.
Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.
18. Jahrgang
pariser Alpdrüüen um Müllers Programm.
aller im Wein
er befind " ’ Schiffe haben 85 Millionen Dollar betragen. Levathan" (ehe- Man rechnet damit, daß sie weniger als 25 Mil
lionen Dollar einbringen werden.
malS Vaterland), der 23000 Tonnen Dampfer
Die Urteilsverkündung wird erst für Donnerstag erwartet.
George Washington und der 13000 Tonnen- Dampfer Rosevelt. Die Baukosten für die "Dionen Dollar
Washington, 4. Juli. Das LchiffSamt stimmte gestern dem Verkauf von 13 Paffagierda t der Handelsflotte zu, darunter befind"" ' der 80 000 Tonnen-Dampfer „f
)m Dienst öer Gesamtheit.
Wie Wien daS Kabinett beurteilt.
Wien, 4. Juli. Die Wiener Presse schreibt zu Müllers Regierungserklärung, sie sei interessant durch ihre Farblosigkeit. Das neue deutsche Kabinett habe den ersten Versuch von einer großen Koalition gemacht, d. h. eines Zusammenarbeitens der Klassen im Dienste der Bolksgesamtheit. Ein solches Bündnis sei noch nicht zusammenge-
* * *
Die goldene Mitte.
Auch München hat Müller verstunden.
München, 4. Juli. Ein Blatt bezeichnet di; siegierungserklSrung als Werberede. Sehr ge- chickt habe jede Partei zu hören bekommen, was durchaus ihrem Programme entspräche. Der Bayerische Kurier spricht von einem Programm auf lange Sicht. DaS Kabinett halte sich auf längere Zeit hinaus gesichert. Man glaube Zeit zu haben, um die Dinge in Ruhe nachzuprüfen, und sich vor jeder Ueberstürzung zu hüten.
Stärker als das Nordpoleis.
Der „Krassin" arbeitet sich mühsam vorwär ts. — Die Nobilegruppe noch nicht erreicht.
Bedürfnis zu einer grundlegenden Reichsreform wird zwar bejaht und eine starke Reichsgewalt als Richtung dieser Reform gefordert. Als reife und positive Neuregelung wird jedoch nur die Schaffung eines Reichsverwaltungsgerichtes angekündigt, wozu bekanntlich bereits die Zustimmung Preußens vorliegt. In den Steuer- und Finanzfragen beschränkt sich die Regierungserklärung auf die Betonung sparsamster Haushaltsführung, ohne einzelne gesetzgeberisch« Maßnahmen anzukündigen. Der Reichstag wird zweifellos in seiner Mehrheit zu einem Votum kommen, welches das Programm der Regierung billigt. Müller hm mit einem .Noch nicht* angekündigt, daß sein Kabinett noch z. T. in der Luft hängt, daß man aber im Herbst an eine bessere und festere Fundamentterung des Kabinetts herantreten will.
Ozeankolofle zu verkaufen.
Amerika will die Riesenkäften los «ein. — Auch unsere „Vaterland" schon zu langsam.
Mailand, 4. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Der russische Eisbrecher „Krassin" ist jetzt auf der Höhe von Kap Plate» angekommen. Er kommt nur zirka anderthalb Meilen in der Stunde vorwärts. Tie vorgeschobenen Eismas- en erreichen oft s i e b e n bis acht Meter Höhe, sodaß der Dampfer immer wieder einen neuen Anlauf nehmen mutz. Oft steht er vor ast unüberwindlichen Hindernissen.
Leider nur vhantasten um Amundsen.
Tromsoe, 4. Juli. (Funktelegramm.) Die Gerüchte, daß Amundsen in einem südlichen
Moskau erftvießt Spione.
Moskau, 4. Juli. Der Militär-Gerichtshof verurteilte ben finnländischen Staatsangehörigen Huettiuen wegen Spionage zum Tode und einen änderen wegen Schmuggels zu 4 Jahren Gefängnis.
Spione bei der «üstenwehr,
Paris, 4. Juli. In Lille wurde ein Soldat der französischen Küstenwehr, der sich im Besitz eines Geheimschlüssels befand, bei der Entzifferung militärischer Dokumente betroffen, die nur Offizieren zugänglich stnd. Er soll für die Kommunisten Nachrichten beschafft haben.
MoSkau, 4. Juli. (Eig. Drahtbericht.) Stal- lin äußerte sich vor den kommunistischen Jugend- verbänden: Sowjetrutzland müsse gegen alle Feinde des Kommunismus mit den schärfsten Mitteln vorgehen, denn der Krieg mit den Westmächten sei nahe. Die britischen Vorbereitungen liehen einen Entscheidungskampf um die Ber nichtung deS Sowjetstaates innerhalb zwei Jahren erwarten.
kommen. Das Programm trage jedenfalls hinsichtlich der wesentlichen innenpolitischen Fragen einen... Charakter.
w * *
Müllers Sieg sicher.
Wieviel Stimmen Mehrheit?
Berlin, 4. Juli. (Privattelegramm). Im Reichstag errechnete man heute eine Mehrheit von vierzig Stimmen für das neue Kattnett. Bon sozizalistischer Seite will man bis achtzig Stimmen annehmen. Für die Berakung der Amnestie-Vorlage in kommender Woche erwartet man die erste Trennung der in der Koalition vereinten Geister.
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Das schlechte Gewissen.
Wie sich Paris zu Müller stellt.
Paris, 4. Juli. Ein Blatt billigt in der deutschen Regierungserklärung besonders den Verzicht auf Revanchepolitik. Müller bestehe nicht auf der möglich raschen Räumung der noch besetzten Gebicle. Aber er unterstreicht ganz besonders, welcl-e Bedeutung es für dieVerftän- digungspolitik haben könne, einen Entscheid über die Räumung der Rheinlandzone zu treffen. Er habe Forderungen gestellt, die man erwartet hat. Die rechtsstehende Presse findet, daß der sozialdemokratische Reichskanzler ge- svrochen habe als ein bürgerlicher Reichskanzler, Sein Außenprogramm sei dasselbe wie das alle' anderen Parteien. Die minitzerille Erklärung Hermann Müllres bestätigt, daß, wenn die Sozialdemokraten an der Macht stnd, sie dieselbe Taktik gegenüber dem Auslande verfolgten, wie die Volkspartei.
Die Linkspresse äußert sich dahin, daß baS Kabinett seinen Willen zur Verständigung anf- rechterhalten und friedliche Ziele verfolgen werde. Das Oeuvre weist daruf hin, daß daS Rheinlandpsand für Frankreich mit jedem Tage mehr an Wert verliere und Frankreich keinen Nutzen daraus ziehen könne, wenn eS nicht zur rechten Zeit in Verhandlungen eintrete.
Frei werden und abrüsten.
Der Kanzler spricht unS allen aus der Seele.
Die vom Reichskanzler verlesene Regierungs- erklärung besagt u. a.: Nur entschiedene Weiter- arbeit auf dem Wege des sozialen und politischen Fortschritts entspreche dem Willen, den daS deutsche Volk bei der ReichStagswahl bekundet hat. Einem solchen Ziele dient die Zusammen- fetzung der Reichsregierung. Die klar vorge- zeichnete deutsche Außenpolitik verfolgt ihre Ziel« tn dem Willen zur friedlichen Verständigung und unter Verzicht auf den Gedanken der Revanche. An dieser Grundlage werden wir festhalten. In Ueberelnstimmung mit dem ganzen deutschen Volk ist die Retchsregierung von unserem wohl- begründeten Anspruch auf die sofortige Befrei- ung der R h e i n - und S a a r g e b i e t e über- zeugt. Wir müssen jedoch feststellen, daß die Be- satzungsmächte aus der politischen Entwicklung der letzten Jahre die gegebenen Schlußfolgern«- gen noch immer nicht gezogen haben. Nur noch i'/i Jahre trennen uns von dem für die Rau- mung der zweiten Zone vorgesehenen letzten Bertrag siermtn. Kommt es wirklich da-
daß die Räumungsfrage einfach dem Zettablauf überlassen bleibe, so wäre damit eine
treu. Dies zeigte sich auch in dem Wortlaut seiner Regierungserklärung: ein 33 Seiten langes Manuskript, eine 33 Seiten lange Detaillierung und schließlich auch ein 33 Seiten langes Kompromiß, das in sich alles vereinigt, was gesagt werden konnte, ohne irgendwo, wo es gerade ankommt, besonderen Anstoß zu erregen.
Sein außenpolitisches Programm wird das ganze deutsche Volk von Westarp bi- Breitscheid und sogar Höllein billigen. Und wir selbst haben uns für die schleunige Rhein» u. Saar- Räumung an dieser Stelle so nachhaltig und unablässig eingesetzt, daß wir über diese nationalen Selbstverständlichkeiten weiter kein Wort zu verlieren brauchen. Sehr erfreulich ist besonders die Warnung anPolensAdresse, das jetzt mit allen Mitteln versucht, den französischen Widerstand gegen die Räumung zu versteifen, bezw. von Deutschland als Aequivalent neue Garantieen des Besitzstandes im Osten zu verlangen. Erfreulich ist auch der weit hörbare Abrüstungs-Appell, der dem Ausland klar machen wird, daß die deutschen Anstrengungen, den Völkerbund endlich zu einer kräftigen Initiative in der Abrüstungsfrage zu bringen, von nun an mit noch größerer Energie verfolgt werden.
Die Fragen der Innenpolitik berührte der neue Kompromißkanzler vielfach nur sehr tastend und vorsichtig. Wenige Worte nur waren dem Reichsschulgesetz gewidmet und zwar nur Worte, die keinerlei Stellungnahme zu diesem kritischsten Problem erkennen ließen. So wurde die um» fehdetste Angelegenheit des Panzerkreuzers mit keiner Silbe erwähnt. So erklärt die neue Reichsregierung lediglich, daß die Frage der Besettt- gung der Lod esst rafe bei der Aussprache über die Strafrechtsreform zu entscheiden sei, wobei sie es unterließ, mitzuteilen, in welcher Richtung sie die Entscheidung gefällt sehen will. So begnügt sie sich mit der Feststellung, daß sie die vom Reichsrat beschlossene Jnitiativvorlage über den Verfassungstag unverzüglich vorlegen will. Diese deutlich fühlbaren Lücken bezeugen immerhin, daß zu positwen Richtlinien die 33 Seiten lange Kompromiß noch nicht ganz gereicht hat. Im übrigen hat man natürlich Müller in i {einen schäumenden Parteiwein manches Tröpf- 1 ein Wasser gießen müssen, was im Hinblick auf 1 eine fpätere festere Regierungsbindung nur als 1 Gewinn gebucht werden tarnt. So will er z. B. die Fagen der Wehrmacht nicht mehr unter Parteigesichtspunkten behandelt wissen. Das ist ein gutes Wort. Wenn es so gemeint ist, wie wir es verstehen wollen, so soll es bleiben stahn. Das
Die neue Regierung nimmt sich viel vor.
Der erste Eindruck von Müllers gestrigem Einstunden-Programm ist die Erkenntnis, daß unsere neue Reichsregierung ihre Lebensfähigkeit so ungefähr auf einige Jahre »beschränkt". Ist doch das Aufgabensoll dieser wohl längsten Regierungserklärung der letzten Jahre so ungemein groß, das Arbeitsprogramm so ungemein reichhaltig und detailliert, daß man für die Bewältigung dieses Pflichienkomplees eine dreist is vierjährige ernsthafte Arbeitstätig- keit wohl als Mindestmaß anzusetzen Hai. Hermann Müller sieht demnach die parlamentarische Grundlage seines neuen Kabinetts nicht nur über die Zeit der kommenden Abstimmung über das Vertrauens- oder Mißtrauensvotum hinaus, sondern auch für einige Jahre als gesichert an. Das ist immerhin ein Optimismus, der die einen erstaunen und die andern erfreuen wird, zumal wenn man sich in die Erinnerung zurückruft, unter welch schweren Wehen die Kabinettsgeburt zustande kam. Müller hat sich bisher stets bemüht, sachlich an allen Wiederaufbau-Problemen mitzuarbeiten. Er ist also kein Fanatiker der Idee, kein »Trommler", schließlich auch fein „Leisetreter", vielmehr ein durchaus klarer Kopf, tüchtiger Arbeiter und gesinnungs-
Der letzte AN GHocyw-Komvdie.
Moskau, 4. Juli. Nachdem die «wgekiagten Ingenieure im Schachtyprozetz das letzte Wort zu ihrer Verteidigung erhalte« halte«, zog sich bas Gericht gestern abend Mr Beratung zurück.
Moskau fleht Gespenster
Verschärfte Diktatur wegen befürchteter Kriegsgefahr.
Auf fange Gicht.
Müllers Programm vor dem Reichstag.
Die gestrige Reichstagssttzung, in der Reichskanzler Müller fei« neues Kabinett mit einer programmatische« RegiernngserklSrnng eittiiibrte, mar kurz und verlief ebne gröbere Störaage«. Saal «nb Tribüne« wäre« wie immer an grobe« Tage« dicht besetzt. Reben dem Rrichskansler «abmen alle RegiernnaSmit- slieber mit Ausnahme des beurlaubten Autzeu- ministers am Regiernngstische Platz, lieber die Ausnahme des Programms bei be« Parteien und sein Inhalt, der kei«esweg «nr ans ei« „Ueberaangokabittetf abgestimmt ist. wirb «as berichtet:
Die Kommunisten empfingen den Reichskanzler mit einigen höhnischen Zurufen. Ein von ihnen gezeigtes Stück Seife sollte andeuten, daß die neue Regierung das Volk einseifen werde. Bei der Erwähnung der zahlreichen gesetzgeberischen Aufgaben kamen von der äußersten Linke« und der äußersten Rechten mehr oder weniger witzige Zwischenrufe wie z. B. bet der geplanten Erweiterung der Unfallversicherung möge ma« auch die neue Regierung mitversichern. Abg, Torgler (Komm.) erhielt schließlich einen Ordn n u n g s r u f. Andererseits gab es aber bei vielen Stellen der Regierungserklärung auch lebhafte Beifallskundgebungen und am Schluß der einstündigen Rede wurde der Beifall der Mehrheit nicht durch Gegenkundgebungen gestört. Die große Aussprache wurde auf Mittwoch 12 Uhr vertagt. Als erster Redner wird Abg. Dr. Breitscheid (Soz.) sprechen, dem dann Graf Westarp (Dntl.) folgt. Für das Zen- trum dürfte Abg. Dr. Stegerwald, für die De- mokraten Abg. Dr. Haas sprechen. Die Pro- grammdebatte soll am Donnerstag abend erledigt sein. Dann wird eine Panse bis zum nächsten Dienstag eintieten. In der nächsten Woche will der Reichstag die dringlichen Vorlagen tote Amnestie, Verfassungstag, Lohnsteuersenkung erledigen und bann in die Sommerferien gehen.
Hamburg, 4. Juli. (Privattelegramm.) Die Blätter stellen fett, daß die Regierungserklärung nur wenig Angriffsflächen biete. Freilich sei gerade bas Wichtigste nur angedeutet, wo man gern Details gehört hätte. Die bürgerlichen Mitglieder der Regierung müßten sich dafür ein« setzen, daß die Schaffung und Erhaltung einer leistungsfähigen deutfchen Wirtschaft das Haupt- erfordernis für den Weg zur Befreiung Deutschland sei. Deutlich erkennbar sei der Wille der Sozialdemokraten, mit den anderen beteiligten Parteien auf dem Boden einer
fruchtbringenden gemeinsamen Arbeit zu treten. Ein Rechtsblatt urteilt: Das Programm sei nicht für vier Jahre, fandern für 40 Jahre berechnet. Es enthalte viele Illusionen. Man müsse befürchten, daß ein Kabinett bei Prüfungen die Regierung angetreten habe, aber Prüfungen weniger für Köpfe, als für das deutsche Volk.
bedeutsame Gelegenhett versäumt, die Politik der Verständigung in die Tat umzu- setzen, obwohl alle Voraussetzungen dafür gegeben wären. Für uns handelt es sich vor allem varum, endlich diese noch auS der Kriegszeit da- gehende Schranke niederzulegen, die der Begründung eines wirklich vertrauensvollen Verhältnis- ses zwischen den Völkern im Wege steht. Wir er- warten auf das b e st t m m t e st e, daß dieser Ge- stchtSpunkt in gleichem Maße nunmehr auch von den fremden Regierungen gewürdigt wird. Wir erwarten auch, daß bet ihnen ieder von anderer «eite unternommene Versuch, den Sachverhalt durch das u«berechtigte Hineinziehen an- derer Probleme zu verwirren, vergeblich bleibe« wird. Das Räumungsproblem ist einfach und slar. Es bedarf nur des guten Willens, um eS ä« lösen. Die Erklärung bekennt sich dann zur loyalen Mitarbeit im Völkerbund und be- tont: Die E n t w a f f n u « g Deutschlands ist biS zum letzten Ende durchgeführt und kein Staat hat so viel Mr die allgemeine Sicherheit getan wie Deutschttnd. Das beweisen die abgeschloffe- nen Locarno- und Schiedsverträge bis zur Ei«, willigung in den jüngsten Kriegsverbotspakt. Deshalb muffen wir jetzt mit Nachdruck verlangen, daß jetzt endlich mit der Durchführung der
allgemeinen Abrüstung ernst gemacht und daß der sehnlichste Wunsch der Völker, di« durch den furchtbaren Krieg gegangen sind, erfüllt wird. Die Welt mutz sich darüber klar sein, daß es auf die Dauer ein unmöglicher Zu-
An langlebiges Ferien-Kabinett
Ein gemeinsamer Boden für ben Wiederaufbau.
Vorgebirge von Spitzbergen durch einen nor- difchen Kutter, zusammen mit der engli - scheu Jacht „Albion" gerettet wurde, haben sich bisher nicht bestätigt und werden schon jetzt als falsch bezeichnet.
Die Stieger sind ohnmächtig.
Rom, 4. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) Die schwedischen Flugzeuge vermochten gestern wegen Nebels nicht die Schiffbrüchigen zu erreichen. Bon dem russischen Flieger Babuschkin ist immer noch keine Nachricht eingetrofsen. Die Nachforschungen nach Amundsen werden mit größtem Eifer fortgesetzt.