Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kaffeler Abendzeitung
18. Ia^rironq
Sonntag, 1. Juli 1928.
Einzelpreis: Sonntag» 20 Pfennig
Nummer 154.
Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.
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Severing will vier Äahre regieren.
Wie
Er will zweiundzwanzig Todesurteile
MoSkauS Staatsanwalt läßt aber unser« Ingenieure fast ungeschoren.
Offensive aus Berlin einsetzt und Oester.
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dem
dem
Duldung in Sprache. Schule und als Staats
jetzt kaum zu der Hoffnung, daß dieser Geist ein
Berlin, 30. Juni. Nach der gestrigen ersten Sitzung des neuen Kabinetts ist zu erwarten, daß heute und in den folgenden Tagen das Kabinett sich weiter mit dem RegicrungSprogramm beschäftigen wird. Einem Blatt zufolge hat das Kabinett beraten, ob es ein Vertrauensvotum ordern oder sich mit der Ablehnung von Mitz- rauensanträgen zufrieden geben soll. Man kann annehmen, daß der neue Reichskanzler die Annahme eines Bertrauensantrags als die Bor- auSsetzung für Regierungstätigkeit betrachtet.
Plan auch zu gleichzeitiger Offensive gegen Ostpreußen entworfen. Di« Fölge solcher Zwei, teilung der russischen Heeresmacht war, daß ihr« Kraft dann weder für den fekdzugentscheidenden Südstoß inS Herz der Habsburgermonarchie,
Stresemann schulölos.
Das Zentrum ist ihm wegen Wirth böse.
Berlin, 30. Juni. Die nationalliberale Korrespondenz schreibt: Die Behauptungen von links, Dr. Strrsemann habe gegen dir Schaf- ung des Postens eines Vizekanzlers beim ReichsprLstdenten Einspruch erhoben, treffen nicht zu. Herr Dr. Stresemann hat sich in einem Telephongespräch beiläufig geäußert, daß seiner Anstcht nach der Posten eines Vizekanzlers über- flüssig sei. Diese Ansicht, die gar keine Spitze gegen das Zentrum oder einen seiner Kandidaten enthält, w'rd bekanntlich ovn allen Kennern der Verhältniffe geteilt.
* * *
Berlin, 30: Juni. (Eigener Informationsdienst.) Wie über die gestrige Kabinettssitzung verlautet, soll die Amnestie frage noch vor den Sommerferien verabschiedet werden. Die
Sur Nosenzelt
Bunte Bilder aus Politik und Leben.
der Conradschen Nordoffensive angesetzl wurden Deren Katastrophe, konzentrisch von Ost-.« und gleichzeitig von Norden mit doppelter lieber* macht und Umfassung eingeleitet, schien der russischen Heeresleitung todsicher. Da geschah etwas Unvorhergesehenes. Die Regierung Bi* Viani sendete aus Paris ein dringliches Telegramm umS andere nach der Newa. Ihr Tenor lautete immer verzweifelter: „Deutsche Armeen in ungestümen Angriff auf Paris Sofort
russische Offensive über Ostpreußen
in Richtung Berlin, um indirekt deutschen An* griff auf Paris äbzulenken“ Aus die wieder* holte Erklärung der Zarenregierung, das bedeute doch Störung des russischen Hauptpla.ies — zuerst Vernichtung Oesterreichs und dann erst Offensive gegen Berlin —, kam eine verstärkte Flui verzweifelter Depeschen aus Paris: »Krieg für Frankreich verloren, wenn nicht sofort ruf*
Berlin, 30. Juni. (Funktelegramm.) Auf dem Gründungstag der „Republikanische Presse“ führte nach Begrützungsworten des Vorsitzenden Ministerialdirektor Spie ter, ber neue Reichsminister Severing nach einer längeren Einleitung aus: Man sollte den Irrungen und Wirrungen bei der Regierungsbildung keine allzu große Bedeutung in der nächsten Zeit beilegen, denn wir müssen die gemeinsame Kampffront behalten. Besondere Schwierigkeiten verhinderten, schon heute übet Reichsreform, Demokratisierung der Verwaltung usw. zu reden. Aber er könne seinen Freunden versprechen, daß er aus seinem Ministerium ein
aktives Verfaffungsminifterium
machen wolle. lLebhafter Beifall.) Dr. Spieker hat davon gesprochen, daß er der neuen Regierung ein ebenso langes Leben wünsche wie der Vereinigung Republikanische Presse. Ich verzeichne diesen Wunsch mit Genugtuung und glaube im Sinne aller Mitglieder der Reichsregierung sprechen zu können, wenn ich hinzufüge, daß es unsere beste Absicht ist, recht lange mit dieser Regierung am Leben zu bleiben (lebhafter Beifall). Man hat diese Regierung schon ein getten'abinetf genannt.
Unrer allen diskreten Gütern eines Miiuär- staates wird der Mobilisterungsplan am sorg* amsten geschützt. Das ist begre.n '.5 von seiner Geheimhaltung bis zum ernsten Zeitpunkt der Durchführung die Wohlfahrt des Reiches wie das Schicksal Hunderttausender Menschenleben ab. Ein rasfimerteS System von Abschließungsmaßnahmen wird erdacht, die kostbaren Akten von profanem Blick und Griff zu bergen: sie ruhen in Betongewölben h-nter Panzertüren mir Geheimschlöffern, deren Tri* plexsperre nur kommissionell zur Eröffnung ge* langt, in Wertheimkassen usw. Trotzdem 'werden die Mobilisierungsakien, deren bedeutungsvollster eben der Aufmarschplan ist, in ' allen Mrlitärstaaten gelegentlich immer wieder einer fremden Macht verraten. Und zwar nur teilweise, wie im Falle des österreichischen Hauptmanns Redl kuz: vor Kriegsausbruch an Rußland. Oder soq,^z"-»r Gänze, wie im Falle — Swanlew^ -*'» Denn so unglaublich es klingen maxtziHßlgM russischen Militäranacvee in Wien geli>,..9 hat. Unerhörte: wenige 5?'o* nate nach der Affäre Redl und ungeachtet nun vielfach gesteigerter Vorsichtsmaßregeln, den ae- änderten Aufmarschplan in seine Hände zü bekommen! Wie der unvergleichliche Spionagechef mit seinen Helfershelfern durch Beton und. Stahlpanzer zu diesem Heiligtum gelangen konnte, blieb unerfindlich. Tatsache aber ist: daß der k. u k.
Aufmarschplan zu Ostern 1914
— also kurz vor Kriegsbeginn — in Wien von russischen Agenten unter Mithilfe des Mil'.iär- attachees Oberst Swankewitsch gestohlen, während der Feiertage nach Petersburg gebracht, dort im russischen Generalstab photographiert und dann unbemerkt wieher an seinen wohlgesicherten Wiener G e h e i m o r t zurückgelegt wurde! Hier hatte man nicht das geringste gemerkt — wie der russische Militärattache« in regelmäßigen Meldungen nach Petersburg mit berechtigter Genugtuung betonen konnte. Dort wieder hütete man den aus solche Weise erhaltenen Inhalt des k. n k. Aufmarsch* planes begreiflicherweise als kostbarstes Geheimnis — nur dem für alles Militärische ganz besonders wißbegierigen Frankreich wurde in sorgsam ausgeklügelter Chiffernschrift darüber Mitteilung gemacht. Als der Großmächtekricg ausbrach, hatte das russisssche Oberkommando seine Anordnungen naturgemäß der genauen Kenntnis der k. u. k. Aufmarschplanes entsprechend angeordnet. Wußte man ja. die Offensive der österreichischen Houptarmeen würde zwischen Bug und Weichsel nach Norden erfolgen: weshalb, dem k. u. k. Armeeoberkommando ganz unerwartet die überlegenen Massen b.r Heeresgruppe Iwanow von Osten her aus Lemberg zum zerschmetternden Stoß gegen die Flanke
den Deutschen als wertlos erwiesen hätte» n»v die Erzählung Baschkins von dem Regenmantel und dem Hut nur ein Märchen sei. Für den Deutschen Otto verlangt« er eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahr, da unzweifelhaft Beweise dafür beständen, daß er im Auftrag der Sabotagrorganisation einen Brief nach Rußland mitgebrächt haben, dessen Inhalt er gekannt habe. Otto habe der Sabotageorganisation als Helfershelfer a-dient. Für den angeklagten Badstieber wurde bedingte Frei- laffung empfohlen Allgemein hatte man mit weniger Todesurteilen gerechnet und war erstaunt. daß Krylenko in anderen Fällen über* ■'Hübent> w'lde Uneile beantragt.
Es ist mir lieb, wenn das alte Einerlei des Tages auch mit spöttischen Bemerkungen gewürzt wird. Man soll sich doch auch gesagt sein lassen, daß man eine kurze Ferienpause auch lange ausdehnen kann. Wir haben die Absicht
vier Jahre Ferien zu machen,
ohne Regierungskrisen, Programmentwürse und Richtlinienberatung, um in diesem Vorgehen vier Jahre praktische Arb it zum Aufbau der Republik zu leisten. (Beifall.) Die Spötter irren sich. Wir sind nicht ein Ministerium auf Abbruch, aber man kann die Konzession machen, es ei« Ministerium auf Umfall
zu nennen; in einigen Monaten wollen wir diese Regierung kr tiger Arbeiten unterziehen und sind in der feste« Ueberzeugung, mit diesem Tragbalken wird es möglich fein, vier Jahre lang :n der Tat praktische Arbeit zum sozialen und zum demokratischen Ausbau der Republik zu leisten. Wenn es dahin kommt, daß wir eine entente cordiale schließen zwischen den Vertretern der öffentlichen Meinung und den Vertretern der deutschen Republik, dann mutz eS gelingen, dann werden wir in vier Jahren, also am 29. Juni 1932, Erfolge der Republik buchen können. (Stürmischer Beifall.)
Nicht ohne Vertrauensvotum
Müller will sein Kabinett sichern.
Gerissene Spione.
Oesterreichs Anfmarschplan verrate« wurde Die iüngfte Stnottaeeaffäre bei tu Setlin j. 3t. euMlIasten bäniftben Hauptmann? Lembourn gibt «ns Gelegenheit, auf die leuiationeUe Entwendung des öjterreichitchen Auimarichptans durch einen Ruktenivion hinzuweiten, her uns ichon zu Anfang den Weltkrieg hätte kalten könne«. wenn nicht ... Paris die Rnffenheere umgelenkt hätte. Ein auswärtiges Blatt berichtet darüber:
Bier Fahre Linksregieruug?
Severing traut dem neuen Kabinett viel zu.— Er will als Innenminister die Republik aufbauen.
Moskau, 30. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Im weiteren Verkauf feiner Anklagerede im Schachthprozetz beantragte Staatsanwalt Kry- lenko die Todesstrafe auch gegen den Ingenieur Kusma wegen aktiver Beteiligung an der Sabotage, nachdem er bereits 21 Todesurteile gefordert hatte. * *
Nur in einem Falle befürwortet« Krylenko Haftentlassung, und zwar bei d«m beut* scheu Angeklagten Maier, während er für die übrigen angeklagten Deutsche« teilweise niedrige Gefängnisstrafen beantragte. Die Anklage gegen Maier und Wegner ließ er fallen, da siw BafchkinS Beschuldigung gegen die bei-
bürget verlangt, wie sie für die polnischen Min neuen polnischen Kabinetts und die Verande- derheiten bei uns oberstes AnstandSgesetz ist tungen, die eingetreten sind, berechtigen aber biS Wir find durchaus für eine offene Tür auch nach jetzt kaum zu der Hoffnung, daß dieser Geist etn Polen, aber die Atmosphäre für die bevorstehen- anderer sein wird alS bisher. -r.
Sozialdemokraten bestehen darauf, daß die sogenannten Fememörder vonder Amnestie ausgenommen werden und rechnen damit, daß der neue Justizminister Koch-Weser ihre Aus- sassung teilt. Dr. Curtius und die Volkspartei sind aber gerade entgegengesetzter Auffassung. Es dürste schwer halten, in wenigen Tagen hier eine Verständigung zu erzielen. Auch auf st e u e r p o 1 iti sch e m Gebiete mutz umgehend eine Klärung durch Minister Hilferding fiattfin* den, da ohne sie die geplanten Gesetzentwürfe nicht bis zum Herbst vorbereitet werden können. Di« Panzerkreuzerfrage soll im Wege der Exekutive erledigt werden. Seht schwierig ist die Frage des Nationalfeiertags, deren Erledigung nur im Reichstagsplenum erfolgen kann, da eine Einigung sonst nicht möglich ist.
Rriegsverbot am 14. Juli?
PariS-London arbeiten zu schwerfällig. —
London, 30. Juni. Wie verlautet, soll der Kelloggpakl am J. Juli, dem amerikanischen Un- abhängigkcitstage unterzeichnet werden. Die eruopäische Politik arbeite jedoch zu lane.^rm. Die Bedenken, namentlich aus Paris, öd; ofdem hinsichtlich der. Möglichkeit eines ruf t f ü) • putnischen, oder russisch-rumänischen Kon fliktes machten es fedoch unwahrscheinlich, daß dieses Datum e-neehalten werden könne. Immerhin sei zu hoffen, daß ein Einverständnis noch vor dem 14. Juli, dem französischen Ra - tionntfeiertag erzielt werden könne,
reich als quantitö negligeable betrachtet Wirb“. Nack langem, leidenschaftlichem Streit zwischen Chef des Generalstabes Janufchkiewnfch.
_____ Kriegsminister Duchomlinow und dem Großfürsten Nikolas Nikolajewitsch einerseits, dem französischen Botschafter in Petersburg Paeologue andererseits — wobei letzterer wiederholt den Seewurf „Wortbruch und Verrat am Alliierten“ anbeutete — ward in Eile der
Will die strahlende Himmelsscheibe nun doch noch mit späten Sonnenglutblicken den purpur» famtnen, blaßrosa und mattgoldenen Glanz und Duft der Sommer-Rosenköniginnen «ntsachen; ' will laues, zärtliches Südwind fächeln erftarrre, verhärmte, unerlöste Seelen und Gemüter hinüber tragen an lichtglühende, wunschlos« Glücksgestade? Bis tu die Fenster quillt jetzt würzig-weicher Heuschwadengeruch herein, hülle« dich milde Balsamhänb« in Traum und Vergessen. Hinter nwnbtoergntterten Lauben- j Hecken überfällt dich in jähem Entzücken ein su. ßet Akaziengeruch, girrendes Vogellocken, ein schwärmerischer Saitenklang und satt u. schwer geht die schwerelose Slbenbluft von den strömenden Wellen reifenden Brotkorns. Hinter entlörpcrten, violettrot verglühenden Märchen- kuliffen der Habichtswald- und Söreberge aber rollen die Züge mit blassen Sonnenfuchern wunberprächiigen Ferienparabiefen zu, ober durchstreifen taufenb beschwingte Wanversüße ewig jung und schöne Heimatgefilde.
Wir Heimgekehrten ober noch sehnsüchtig zum Ferienlanb hinverlangenden Werktagsarbeiter aber drehen, vom verjüngenden Bad, von frischen Park-, Wasser- und Höhenwegbrisen erquickt, vom Boot-, Rasen- und weißen Sport gestählt, wir unverdrossen Schasfenssröhlicken drehen das Zeit- und Schicksalsrad munter und emsig weiter, soweit wir zu Amt und Pflicht bestellt sind und die Kräfte reichen und schlagen täglich im bunten Bilderbuch des Weltgeschehens eine neue glück- und leiddurchwirkte, beschaulich-leuchtende oder schreckensschwarze Seite um. Eisige Todesluft schlägt uns bedrückend aus unzugänglichen Nordpolregionen entgegen, wo noch immer Nobiles unerlöste Begleiter zugleich mit dem beim zweiten Rettungsversuch festgefahrenen Schwebenflieger mit schneeblinden Augen den vernebelten ober sonnenlohenben Himmel nach ben nächsten Rettern absuchen. Unb wo wahrscheinlich über den verschollenen „Italia“- Gruppen und vielleicht, vielleicht auch über Amunbsen, Norwegens gefeiertem Heldensohn, sich krachend die Eisschollen schließen, wenn er und seine Begleiter nicht in Hunger, Elend und fressendem Frost verzweifelt sich gegen die To- desschauer wehren. Den grausam-schweigenden Aktis-Einöden gegenüber scheint sich auf ber anderen Erdball-Hemisphäre im Fernen Osten über Chinas zerstampften, blutbespritzten Fluren endlich das große Friedenslicht entzünden zu wollen. Derweil sich um die Gestalt des so jäh verblichenen großen Widersachers im Norden bereits Legenden zu spinnen beginnen und sein Leib in Staub zerfällt, fachen von der jungen Hauptstadt Nanking her die neuen Machthaber klug und gefchickt und ganz nach eutopätfcben Mustern ans den ausgefogenen, aber noch uner- schöpften Wirtschaftsschätzen und -Quellen des Riefenreichs einen neuen Staatsbau zu errichten. Befreiung von innerem und äußerem Druck aus eigener Kraft ist die Losung. Fort mit den drückenden Zoll- und Steuerschrauben der fremden Eindringlinge? Fort mit den entwürdigenden Herren- und Wirtschaftsvorrechten der schmarotzenben weißen Bedrücker! Hinaus mit der demütigenden Besatzungsfron der weißen und gelben Blutsauger, die Chinas Städte- und Safenperlen umschlossen halten und die HandelSkanäle und Lebensadern unterbinden! Hinter der wuchtigen Offensiv« des Vierhundett* Millionenvolks aber, daS sich endlich zur Ab* schüttelung ber BruderkriegSsesseln und Ver- sklavunasnöte aufrafft, reckt sich riesengroß das Fanal eineS neuen WeltbrandeS, wenn die zum Rationalbewutztsein erwachten Völker des Reichs der Mitte nach Jahren vielleicht Abrechnung mit Japan halten und Amerika-Moskau in den Zweikampf hineingezerrt werden.
Chinas Schicksal ist in manchen Lebens,ragen ein Menetekel und Fingerzeig auch für bte deutschen Volks- und Wählermassen, denn der Befreiungskampf und das Einigungswerk vollzieht sich bei uns nur auf höherer Stufe, wobei die schwersten Gefahren scheinbar aus dem Osten drohen, wo der Ostlocarno-Urheber Ptlsuds- fi soeben das Staatsruder, wenn auch nicht den Kommandostab über die ihm todergebene Armee aus ber Hand gab. Sein Außenminister hat bekanntlich noch jungst in Paris und London dafür geworben, daß in KelloggsKriegsverbot möglichst noch die Garantie der polnischen Westgrenzen hineingeschmuggelt wurde. Ganz besonders scharf aber müssen wir dem neuen Kultusminister S v i t a l s k i auf bie Finger sehen. der den Minderheiten schon im letzten polnischen Wahlkampf so hart zusetzt« unb sie letzt noch fester in die Fast bekommen hat. Dir alle wissen, wie man die deutsche Minderheit im Schlachtzizenreich bespitzelt und chiianieri
unb der brutsche Vertreter tm Parlament ha oen Handelskonferenzen wird bestimm! durch den noch jüngst für seine Schutzbefohlenen die gleich nationalpolitischen Geist, mit dem sie geführt Duldung in Sprache, Schule und als Staats werden. Die personelle Zusammensetzung des