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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Nummer 143.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Dienstag, IS. Juni 1928.

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

18. Jahrgang

Deutschland ehrt seine besten Söhne.

Deutschlands Siol,. Llnsttk Bremenfliegkr schon da!

Willkommengrutz für die Bremenflreger. ,, , * . , ,, , . ,'

Ueberraschende Ankunft m der Wesermündung. Im Kreuzfeuer der Press« - Alle

Im Kreuzfeuer der Press« - Alle

Schiffe grüßen.

Bremerhafen. 18. Juni. (Privattelegramm.) Ueberraschenv früh hat der im Galaschmuck der Flaggen prangende RiesenSampferColumbus" Anker geworfen. Etwa elf mal so groß wie der schmucke weiße Bäderdampfer, der jetzt mit Pressevertretern anlegt, ist der schwarze Ozean- ricse. Großmächtig ragt er aus dem Wasser. Vom Deck klingt Musik herüber.Die Wacht am Rhein". Dicht gedrängt stechen die aus den Ver­einigten Staaten kommenden Passagiere an der Reeling. Sie winken und jubeln. DieBremen­lieger" sind noch nicht zu sehen. Ein schmaler Laufsteg stellt die Verbindungsbrücke her. In einer Reihe gehen die Journalisten an Bord des Columbus". Für wenige Minuten zeigen sich die Lzeanüberquerer auf der Kommandobrücke. Hochrufe brausen auf. Im gleichen Moment knattern sechs Sportstugzeuge einer Sportschule über die Reede Ein siebtes stürzte gestern bet Bremen ab. Die Maschine kam vollkommen zu Bruch, der Flieger erlitt nur leichte Ver­letzungen.

Telefon das am besten geeignete Verbindungs- mittel.

Das Telefon ist doch eine segensreiche Erfin­dung!" äußerte einmal ein neuer Minister mit sichtlicher Freude darüber, daß die ersten un- 1 bequemen Hemmungen schon überstanoen wa- ; ren. Der Staatssekretär mag dasselbe gedacht haben. Jedenfalls kann man aus diese Weise = erst einmal seinen Antrittsbesuch anmelde i.

. der verabredeten Stunde stellt dann der Staats- sekretär die gesamte höhere Beamtenschasl des , Ministeriums dem neuen Gebieter vor. Wenn er dem Minister politisch oder gesellschaftlich nahesteht, har er ihn zu diesem feierlichen Ein- sührungsakte schon mit seinem Minister­auto abgeholt. Viele Staatssekretäre erwarten allerdings mit bedeurend kühlerer Temperatur die Anmeldung des neuen Ministers in ihrem Büro. Alle aber heben in ihrer Ansprache die besondere

Eignung des neuen Ministers für seinen Posten hervor und wissen mit diplo­matischer Geschicklichkeit auch besondere Leistungen des neuen Ministers vorzutra­gen. Meist versucht dieser dann in einer Pro­grammrede das Vertrauen der Beamtem.'aft durch ausdrucksvolle rhetorische Bekundung feu nes guten Willens zu strenger Sachlichkeit zu gewinnen. Danach läßt er sich die Referenten vorstellen. Vjelfacb sind die Herren Geheimräte dabei streng nach der Rangordnung ausgestellt; die Angestellten usw. sind heute nur noch durch den Bürooireklor vertreten. Ein Minister schnitt einmal die etwas lanqgeratene Vorstellung der großen Zahl der Referenten mit der munteren Aufforderung ab:Aber nun wollen wir doch an die Arbeit gehen!" Es gibt auch gleich et­was sehr Wichtiges zu tun. Dem Minister wird die Geschäftsverteilung und die Geschäftslage erklärt. Er hei nun Gelegenheit, zu bestimmen welche Arbeitsgebiete er bevorzugt behandelt sehen will und wc^e Aufaaben seines Ministe­riums er persönlich auf das genaueste verfolgen will. Für die einschlägigen Mienstücke muß dann geschäftsordnungsmäßig der

grüne Farbstift, das grüne Kreuz

auf den Akten, geführt werden. Der Staats­sekretär hat die Hand auf dem Rotstift. Der Ministerialdirektor beherrscht den Blaustisc, die Referenten sind aus den einfachen Bleistift an­gewiesen, nur der Prcssereferenl kann sich in einigen Ministerien mit Braunittsten austoben. Durch die Uebernahme des Grünstistes ha: der neue ""-imster eigentlich seine sachliche A:- heit schon offiziell ausgenommen. Nicht so leicht gestalte! sich bäufig die Uebernahme der Minifferd'ghnttng. Wenn auch nicht alle Reichs­minister sich mit der Frage abzuplagen brauchen Wie bekomme ick meine Herrn Amtsvorgänger aus der Ministerwohnung heraus?" so ist doch

Auch wir in Deulsch-and haben stets unsere großen Wegbahner im Ueberseeverkehr würdig zu empfangen gewußt. Als am 1. August 1916 das erste Handels-Unterseeboot der Welt,11= Deutschland", unter der Führung von Kapitän König in der Höhe von Helgoland aus den Flu­ten auftauchte, wurde es vom Salut aller Schiffe begrüßt. Kapitän König selbst schildert diesen Empfang in folgenden Worten:Auf der Höhe von Helgoland bis zur Autzenweser hatte uns die deutsche Marine empfangen, auf der Fahrt die Weser aufwärts und in Bremen empfing uns ein ganzes Volk." Von allen Ehrungen, die Kö­nig damals empfing, sei hier nur das Ehren- Doktorat der Universität Halle erwähnt. Seine Tat war ja auch in jeder Einsicht eine schier un­glaubliche Leistung und eröffnete in jeder Weise neue Perspektiven für die Zukunft. Gan; ähnliches gilt von Dr. E ck e n e r, dem Führer von Z. R. 3, das als erstes Luftschiff den Ozean überquerte, und die Strecke Friedrichshafen- Newvork in drei Tagen zurücklegte. Deutschlands Ansehen war durch diese ungeheure technische Lei­stung in aller Welt gewaltig gestiegen und als Eckener am 23. November 1924 auf dem Lloyd- DampferKolumbus", dem gleichen Schiff, das jetzt die Bremen-Flieger in die Heimat zurück­bringt, sich dem Lande näherte, kannte die Be-

Winkrn! Sudeln!

Immer noch lachen und winken die Lusthel­den, wenden sich nach rechts und links, ganz wie die Phowgraphen befehlen. Ah- Knickerbocker'

was die Drei jetzt anfangen.

Schriftstellerei, Erholung und neue Triumphe.

Hamburg, 18. Juni. Wie v Hünfeld in Cherbourg einem ©Mitbürger Pressevertreter mitteilte, will er sich vor allem wieder seiner schriftstellerischen Neigung widmen. Köhl will nach den grasten Empfangsfeierlich ketten znhanse in Berlin nach dem Rechten sehen und sich dann erst einmal gründliche Ruhe gönnen Mit Fizmanrire wollen Köhl und v. Hünefeld Anfang Juki nach Irland und Lon ton ff egen. .

geisterung keine Grenzen. Schon vor dem Anlegen wurde der kühne Luftschiffahrer durch eine staatliche Abordnung, die auf einem Ten­der dem Schiffe entgegengefahren war, begrüßt und der Einzug in Bremerhaven und Bremen übertraf noch den Empfang Eckeners in New- York. Dort hatte man ihm zu Ehren geflaggt und gab für ihn Salut ab, der sonst nur Kriegs­schiffen und offiziellen Vertretern fremder Mächte dargebracht wird. Inzwischen haben die Amerikaner diesen Empfang des deutschen Lust­schiffers noch weit übertroffen durch die Auf­nahme L i n d b e r g h s be. der Rückkehr von sei- Kriegsschiffe holten ihn und dann streute der Broadway einen Regen von Blumen und Pa­pier und große Truppenabteilungen marschierten in Parade an ihm vorbei.

UnsereBremen"-Flieger sind ja ähnlich fei­erlich in Amerika empfangen worden, an allen Orten, die sie besuchten. Nunmehr kehren sie zu­rück und sicher wird die Aufnahme in der Hei­mat jene Begrüßung in Amerika noch weit über­treffen. Weit über die offiziellen staatlichen und anderen Behörden hinaus wird das ganze Vock durch die begeisterte Aufnahme den Fliegern sei­nen Dank aussprechen für diese große Tat und die aufrichtige Bewunderung einer solchen Lei­stung. Sie haben nicht nur Leib und Leben an das ungeheure Wagnis gesetzt, denen die Verwe­gensten schon in Scharen zum Opfer gefallen wa­ren, sie haben nicht nur die erste Luftbrücke übit den Ozean nach Westen geschlagen, die vielleicht schon in Jahr und Tag genau so sicher und zu­versichtlich betreten werden kann, wie die zu Schiff, sie haben vor allem mit seurigen Lettern in Riesenschrist wieder den NamenDeutschland" über den ganzen Globus geschrieben, vor dem sich wieder Millionen Häupter entblößten und dem allein die großen Entdeckertaten im Reiche des Geistes, der Technik un* Kultur Vorbehalten zu sein scheinen.

Die Flieger gedachten Dann it. a. ..uch in ehren­den Worten ihrer uugiuck'ichcn Vorgänger Nungesser und Coli.

Morgen, Morgen ruft v on Hünefeld, bet auch heute das unentbehrliche Monokel im Auge trägt. Er hat den rotköpfigen jungen Ameri­ka-Reporter erkannt, welcher im vergangenen Spätsommer vergeblich zum Ozeanflug star­tete. Ununterbrochen fahren kleine, weiße, bis zur gesetzlichen Belastungsgrenze mit Menschen vollgepfropfte Ver^niigungsd 'mvfer um den Co­lumbus herum. Winken! Jubeln . . ,

In schweigender Ehrfurcht.

Empfangsfieber im großen Salon. Die ersten Grüße in der alten Heimat. Jubel an der Kaiserschleuse.

Große Halle des Columbus unerhörter Prunk. Mer geschmackvoll ist alles. Viele Ame­rikaner, Damen in geschmackvollsten Reiseklei­dern! Die Tische werden allmählich besetzt. Ein delikates Frühstück wird gereicht Zigarren! Fitzmaurice tritt in t>en Salon, hinter ihm die Kino-Kurbler. Unermüdlich schreibt er, schreibt Autogramme. Der Sender wird aufgebaut. An allen Tffchen schreiben die Reporter. Jeder fragt: Wann kommen wir an Land. Von hier aus fatm niemand telefonieren. Radio-Tele­gramme gehen ab. Köhl, von Hünefeld und Fiecmanriee betreten die Halle! Alles erhebt sich!

Schweigend ehrt man die Helden des Tages! Llohddirektor Stimm in g spricht, bann folgt Staatsrat Dr. Duckwitz-Bremen, darauf der Konsul der Vereinigten Staaten, dann der eng­lische Konsul. Schlicht antwortet Köhl, überbringt die Grüße der Deutschamerikaner. Viel Herzlichkeit spricht aus seinen Worten. Die Rurbier und Knipser sind emsig am Werk. Die Ozeanflieger treten ab unter den Hochrufen der ' Menge. Gegen 12 Uhr passiert derColumbus" die Kaiserschleuse. Zehntmtsende stillen grüßNd di« Hasenanlagen. Aus Flugzeugen werden Blumensträuße an Deck geworfen. Am Lan- dungssteg drängen sich die Journalisten.

Ueberraschend schnell sind unsere Bremenhel- ben in der Vaterstadt ihres Flugzeuges einge­troffen, wo des Jubels in diesen Tagen kein Ende sein wird. Jedes Kind vorn Feuerland bis fast zum Nordpol weiß heute, daß sie als Erste den Atlantischen Ozean in ost-westlicher Richtung ohne Unterbrechung überquerten. Deutschland kann stolz sein auf diese Leistung und die Aner­kennung einer solchen Tat wird sich ausdrücken in dem beispielwsen Empfang, der die Unsterb­lichen überall in Deutschland, wohin sie kommen werden, erwartet. Es ist ja auch ein denkwürdi­ges Ereignis, das es zu feiern gilt, vergleichbar nur mit Taten weniger Anderer, die gleich den Bremen-Fliegern den Ozean überwanden und auch eine damals ungekannte Aufnahme nach ihrer Rückkehr erhielten. Der erste Ueberquerer des atlantischen OzeansKolumbus", wurde, als er nach einer äußerst gefahrvollen Rückreise auf derSanta Maria" im März 1493 in Lissabon landete, beispiellos empfangen. Der König von Portugal selbst kam auf das Schiff des Genuesen und bezeigte ihm so die größte Hochachtung. Als bann Kolumbus wieder in seinem Ausgangsha­fen Palos spanischen Boden betrat, erwartete chn ber Enthusiasmus der gesamten Bevölkerung. Sein Zug durch Spanien nach Barcelona, das damals Sitz der Regierung war, glich dem Ein­zug eines großen Triumphators.

Bremerhaven, 18. Juni. (Privattelegramm., DampferColumbus" mit den Ozeanfliegern an Bord ist bereits fünf Stunden vor der program. mäßig festgesetzten Zeit in der Wesermündung eingelaufen und ist, die günstigen Flutverhält niffe ausnutzend, sofort ström auf gelaufen. Gegen 5 Uhr morgens hat das Schiff auf Reede festgemacht. Fünfzig Pressevertreter, darunter etwa zehn Amerikaner, welche über Nacht an Bord des DampfersLützow" übernachtet hatten, haben sich an Bord des DampfersColumbus" begeben. Alle Schiffe haben über die Toppen geflaggt.

* * *

Flieger werden sie umkreisen.

Ganz Bremen auf den Beinen.

Bremerhaven, 18. Juni. lPrivattelgramm.) In Bremerhaven-Wefermünde weisen die Stra­ßen und Häuser reichen Maggenschmuck auf und unaufhörlich pilgert die Menschenmenge zum serhaven, wo gegen elf Uhr derColumbus" mit den Bremenfliegern eintrifft. Auf dem Flug- latz sind Fliegergeschwader und Einzel- flieger von München, Berlin, Hamburg, Lüne­burg und Bremen gelandet, die zusammen mit heute vormittag noch eintreffenden Flugzeugen den Fliegern eine Huldigung darbringen werden. Tie Flughalle und der Flugvlatz erwie­sen sich als zu klein, sodaß mehrere Flugzeuge unter freiem Himmel aufgestellt werden mußten. Berliner Reaierungsvertreter sind be­reits eingetroffen, während das Großflugzeug Hermann Köhl" in Bremen eine Zwischenlan-

Einmal Minister fM

Der Gebieter des Grünstifts.

Minister werben ist nicht ich«« ... Das Tel« »6on als Blitzableiter. Männer, die alle Mi» nifterien dnrchgemacht baben. Das Recht anf den grünen, roten »der blanen Farbstift.

In Deutschland gibt es zur Zett etwa 10 Reichskanzler und über 250 Reichs- und Staats- Minister, von denen weit über 200 allerdings schon die Ministerpension beziehen. Zuwr'len gelangen aus diesem Kreise immer wieder Männer zum Ministerportefeuille, von denen die niemals verlegenen Spötter erklär-n, daß siebeinahe schon jedes Ministerium" durchge­macht haben. Neulinge sollen aber schon Angst­träume erlebt haben, weil sie als fnschgeb:ckene Minister nicht wußten, w>e man n ein.VIin:« stentnn überhaupt hineinkornmt. Da tst es schon betnahe eine menschensreundl,be Handlung, die vtelen Zeitgenossen zugute kommen kann, wenn man erzählt, wie sich bte

Uebernahme e neS Ministeriums vollzieht. Von den vielen Ministern a. D. in faft jeder Partei kann man erfahren, daß man sich zunächst mit dem Staatssekretär in Verbin­dung setzen muß; denn der ist ja der M '.Ni­ster-Platzhalter. Staatssekretär haben immer die unangenehme Eigenschaft n'cht nur erfolgreiche und nicht nur gewandte Leamte zu sein, sondern auch eine eigene parteipolitische Meinung zu haben. Die Kräfteverschiebung bein- parlamentarischen System bringt «* mit sich', daß diese politisch« Meinung nicht selten von der desChefs " stark abweicht. Der neue Minister kann sich ja heute nicht gleich wieder einen neuen Staatsfekretär halten; denn Staatssekre­täre kosten einen Haufen Geld, wenn man sie kalt stellt. Man muß als Minister mit ihnen auszukommen verstehen, auch wenn sie eine sehr anders geartete politische Auffassung verrieten. Zwischen Feuer und Wasser in solchem Falle ist zunächst das

Jeder will sie sehen.

Sturm der Photographen und Presse.

Am Bord herrscht der EindruckPracht und Luxus". Lloyd-Generaldirektor Stimming, macht die Honneurs. Weiterhinaus zwischen den Oberdecks, da auf der Kommandobrücke Köhl und von Hünefeld! Ein Schwarm von dreißig Kino-Operateuren um sie herum, eben- soviele Photographen dahinter!

Drehen! Kurbeln!

Bitte lächeln, Herr Baron, bitte nicht zu ernst Herr Hauptmann! Kinder wartet doch bis Fitz- maurice auch da ist, ruft abwehrend von Hüne. felb. Aha, da kommt er! Im tadellos sitzen­dem Kaki Rock, in hohen braunen Reitstiefeln erscheint lächelnd der tapfere Ire. Erneutes Kurbeln. Hünefeld erscheint:Morgen, Mor­gen Herr Richter! Die Hand können wir uns nicht schütteln: die Filmleute weichen nicht. Niemand kann durch.Raus aus der Schuß­linie"Mensch gehen Sie doch weg", berlinert einer. 6 Wasserflugzeuge freifen über dem Schiff eine Bremer Maschine, am Steuer die hansea­tische Flagge. Vorbei! Sie verschwinden im grauen Dunst. Aus der Reede leuchtet hell die Sonne.

Die ersten Wieöersehkns-Gzenen

Ange in Auge mit den Lufthelden. Freuden stunden auf derKolumbus".

(Von unserem Bremer Sond erberichterstatter H. Richter.

düng machte und erst heute früh ankommt. Regen wechselt hier mit Sonnmschein ab.

An fremden Lüsten.

Ehrende Empfänge in England-Frankreich.

London, 18. Juni. Die Sremenflieger Köhl, v. Hünefeld und Fitzmanriee wurden heute in Southampton an Bord desColombus" vom Bürgermeister und anderen Persönlichkeiten herzlich begrüßt. Die Flieger drückten ihre Freude darüber aus, wieder in Europa zu sein, obwohl sie herrliche Stunden in Amerika ver­lebt hätten. Major Fitzmaurice fährt nach Bre­men mit. v. Hünefeld äußerte sich, daß die Ber­gung derBremen" nicht vor Juli unternom­men werden könne. Hauptmann Köhl will später mit Fitzmaurice eine Reise nach Irland unternehmen. Es spielten sich stürmische Be- grüßungs- und Abschiedsszenen ab.

Cherbourg, 18. Juli. Nach der Begrüßungs­feier für die Bremenflieger durch deutsche 8ot- schaftsvertreter, bei der Fran Köhl und.Frau Fitzmarice Blumen überreicht wurden, rühmte v. Hünefeld besonders diejenigen, die ihnen auf Greenly Island behilflich gewesen find. Die Frage nach Der Möglichkeit eines ständigen re­gelmäßigen

TranSozcanflugdienstcS wurde unbedingt bejaht