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Meier Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Ssrmtag, 17. Juni WA8,

Nummer 142.

18. Jahrgang

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Die Regierungsbildung über dem Berg?

basts in

polflug getroffen haben Wirt, geht eS dann nach Spitzbergen.

so oder so das höchste Vertrauen den ungedul- tieferen in Weltanschanungen hinabreichenden digen Wählern in raschem Zuge zu vergelten Gegensätze noch kaum berührt, geschweige sie auf

Gewissenhaftigkeit der Parieigewaltigen, um «eidliche» Machtwort sprechen, daS ihm ja die die ersten Hindernisse etwas rascher und gründ« Verfassung in die Hand drückt und das bisher

noch niemals seine Wirkung verfehlt hat. F. K

kicher au» dem Wege zu räumen, zumal man die

Berlin in -er Sackgasse.

Aber die Große Koalition bleibt Regierungsziel. Heß-Hirtsiefer als Hilfstruppen für Preußen. Stresemann gibt den Ausschlag.

Berlin, 16. Juni. (Funktelegramm.) Bei den heutigen interfraktionellen Besprechungen im Reichstag werden den Blättern zufolge die For­derungen der Sozialdemokraten und der ande­re» für die Regierungsbildung in Frage kom­menden Fraktionen über Vas soziale, wirtschaft­liche und das Finanzgebiet erörtert werden, die noch eine

große Anzahl von Meinungsverschiedenheiten

sucht. Vielleicht genügt der öffentliche Appell an die Einsicht, Verantwortungsfreudigkeit und

BolkSpartei ihre Entschlüsse über die Umbil­dung des preußische« Kabinetts mitteilen. Die gestrige Unterredung Dr. Strese-

einen gemeinsamen Namen gebracht hat. Oder muß erst der ReichSprästdent wieder sein unver»

Ein Kabinett erst nSchste Wache.

Stresemann lenkt die BolkSpartei. Scho« beim sachliche ' Programm der Große« Koalition.

Noch keinen Wen zu Nobile.

Zwei Walfischfäuger arbeiten fich vorwärts. Der Rebel läßt die Flieger nicht durch.

au» Marseille, nicht behaupten. Durch ihre SGvester Marie Julie, die den ältesten Bruder Napoleons des Ersten, Joseph, der eine Zeit­lang König von Spanien war, geheiratet hatte, war sie mit dem großen Kaiser verwandt. Er hatte fle bei Josefs Hochzeit kennen u. lieben ge­lernt, sich aber wegen der Unsicherheit der Lage zu einer Heirat nicht entschließen können. Desi­deria schloß dann eine Vernunftheirat mit dem Marschall Bernadotte, hat aber Napo­leon bis ans Ende ihrer Tage geliebt. Sie ging auch erst nach Schweden, als ihre Söhne schrn in Fttrstenqeschlechter geheiratet hatten. Der jetzt regierende König Gustav der . Fünfte hat als Gattin, wie schon erwähnt ist, eine badische Prinzessin gewählt, die niemals popultzr wurde. Das Gegenteil galt für

wenn das Gis bricht.

®te Unglücklichen treiben immer weiter n6.

Oslo, 16. Juni. Nobiles letzter Funkspruch wertet, daß er und seine Begleiter fürchten müs­sen, durch daS Aufbrecken de» Eise» vollkom­men vom Lande abgeschnitten zu werden. Sie werden durch den Sturm immer weiter nach Nordosten getrieben. Major Maddalena ist nach Spitzbergen gestartet. Er hatte mit ungünstige: Witterung zu kämpfen.

Ikorbpofiug QttnunMetrt mit einem Franzosen

Paris, 16. Juni. Der französische Flieger Guilbaud wird mit seinem für den Transozean­flug bestimmten Flugzeug heute «ach Bergen fliege«, wo Amundsen an Bort gehen soll. Bon Bergen aus, wo Anmndsen alle Borbereitungen für die Ausrüstung des Flugzeuges zum Nort-

umfchließen, sodaß die Verhandlungen sicher einige Zeit in Anspruch nehmen dürften. In der Frage der Erweiterung der Regierungs- Preußen sind der preußische Zentrums- ührer, Abg. Dr. Hetz und der Wohlfahrts- nrinister Dr. Hirtsiefer telegraphisch nach Berlin zurückberufen worden, um an diese« Ver­handlungen teilzunehmen. Die Führer der Wei­marer Koalition werden sobald als möglich der

Stollen bittet alles zur Rettung auf.

Amsterdam, 16. Juni. (Funkspruch.) Der zweite italienische Robile-Retter Major Panzo ist nach einer Notlandung in Mainz aus einem Wasserflugzeug hier angekommen. Zur Be- satzung gehört noch Leutnant Crofio Mechaniker Zacrhettr, der sei-eerzeit den Flieger be Pinedo aus seinem Weltfluge begleitete und ein Funker. Die Italiener beabsichtigen, wie daS erste, von Major Maddalena geführte Flugzeug heute früh nach Norwegen weiter zu fliegen.

Schon beginnt das Ausland wieder mit Fingern auf die unselige deutsche Eigenbrödelei, den engstirnigen Berliner Parteihader zu zei­gen, bei dem sich so glänzende Geschäfte machen lassen. Schon allzulange ruht nach wochenlanger Regierungspause jeder vorwärtstreibendc Schwung und Unternehmungsgeist in den großen öffentlichen Angelegenheiten. Und auch das Wirtschaftsbarometer wird durch die eisigen Ber­liner Nordwinde nicht gerade günstig beeinflußt. Nirgends ein Aufstieg oder ein Ausblick auf mor­genhellere, glückswärmere Horizonte, Kohlen- Arbeits- und Absatzkrisen drücken auf das ausge­sogene Wirtschaftsmark, drohende Stillegungen, Preisverteuerungen, stockende Handelsverträge lassen die Wirtschaftskurve langsam aber unauf­haltsam sinken. Mzulange währt auch schon die Nacht außenpolitischer Verdammnis, Ohnmacht und Tatenlosigkeit. Allzulange schon säumte Stresemanns krankheitsermattete Hand, endlich wieder einmal ein Fenster in den stickigen Blei- kammern der Räumungs- und Dawesfron auf- zufwtzen, zum Einlaß eines frischen Luftzuges, den man anscheinend einer Linksregierung genau so hartnäckig und mitleidlos verwehren will wie ihren verhaßten Antipoden. Wie könnte sich sonst der polnische Großkophta Zaleski an­maßen, direkt unter den Augen und der still­schweigenden Duldung Briands in die feingefä­delten Maschen des Lovarnovertrags mit grober Faust hineinzufahren, indem er vor aller Welt feierlich Polens Anrecht auf ein O st l o c a r n o proklamiert, noch bevor Frankreichs Drohnen am Rhein den Rücken wenden? Zwar sucht noch heute früh ein Adjutant ZaleskiS bei der Rück­reise durch Essen nach Warschau seinen Herrn und Meister vor dem Hagel deutscher und nicht nur deutscher, leider nur allzuberechtigter Pressevorwürfe zu decken, indem er gnädigst ge­wundene Erläutteungen zu Aaleskis Pariser und Brüsseler Entgleisungen in deutsche Preffe- spatten ttopfen läßt. Aber nur zu deutlich lugt hinter der Potemkinfaffade leerer Friedensbeteu­erungen das Wolfsgesicht des Landräubers im Osten hervor, der st chdurch den finnlosenKor- Tibor" baS Sprungbrett nach Ost- und Westpreu- ßen für ewige Zetten fichern will, wozu ihm Poincares Rheinarmee Helfersdienste leisten soll.

Jedenfalls wird e» hohe Zeit, daß in den verwaisten Minifierzimmern der Wilhelmstratze allmählich neues Beben einkehrt und daß man

manns mit führenden Bolksparteilcrn ergab volle Uebereinstimmung über den weiteten Weg.

Polen halt die Räumung auf.

Klopft England nicht Zaleski den Mund?

London, 16. Juni. Eine Zeitschrift äußert sich zu den Ansprüchen Autzenministers Zaleski t« Paris, daß das Rheinland nicht ohne die polnische Zustimmung geräumt werden könne und daß Polen sür die Räumung für fich Ga­rantien verlange (Ostlocarno!), daß Polens Po­litik offenkundig diejenige der französischen Re- gierung sei. Dadurch ergebe sich eine sehr ernste Lage. Die französisch-polnische Theo­rie fei, daß Großbritannien, Frankreich und Belgien, das Rheinland alsM a n d a t a r - Mächte aller Alliierten Mächte be­setzt halten müßten und ohne die Zustimmung der elfteren Mächte ihre Truppen nicht zurück­ziehen dürften: mit anderen Worten, Großbri­tannien sei nach Zalestts Ansicht verpflichtet, solange in Wiesbaden zu bleiben, als Polen dies im Interesse seiner Sicherheit für notwendig halte. England müsse seine Haltung hierzu so­fort im Unterhaus bekannt geben.

Wer sich entschuldigt...

Polen will fich reinwaschen und klagt sich selbst am schwersten an. Was hat die Rhein-Räu- mung mit Garantien im Osten zu schaffen! Zaleski will sein Ostlocarno durchbrücken.

Essen, 16. Juni. Bei der Durchreise des pol­nischen Außenministers Zaleski durch bas Ruhr­gebiet erfuhr ein deutscher Pressevertreter von einem seiner maßgebenden Begleiter: Zaleski hat in Paris betont, baß bie polnische Außen­politik durch bie Wohnung ber Garantien der Friedensverträge, bie Polens territoriale In­tegrität und Sicherheit verbürgen, bestimmt ist. Ein Verzicht auf diese kostbaren Pfänder ohne entsprechende vollwertige Gegenleistungen könne Polen nicht gleichgültig sein. Selbstverständlich sei Polen an der Räumung des besetzten Ge­bietes als Kontrahent des BersaAer Vertra­ges in sehr erheblichem Maße beteiligt (!) Kei­nesfalls sei aber die polnische Regierung grund­sätzlich gegen eine vorzeitige Rheinlandräumung bet entsprechenden vollwertigen Gegenlei­stungen (!) (Was soviel heißt wie: Verbürgung des polnischen Landraubes im Osten vor der Rheinrückgabe. D. Red.) Polen habe zur bessere« Verständigung jetzt Knoll zum Berliner Ge­sandten ermannt, der im kaiserlichen Deutsch­land einen hohe« Berwaltungsposte« in Posen bekleidete.

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Es wird Seit.

Die Regierung läßt lange auf fich warten.

Wir find ja im neuen Deutschland mit poli­tischen Köpfen nicht gerade gesegnet und haben uns an die Kinderkrankheiten des Parlamenta­rismus nachgerade gewöhnt. Man mußte nach allen in punkto Regierungsbildung erlittenen Komödien und Versager-Rekorden auch diesmal auf unvorhergesehene Widerstände, Komplikatio neu und Ueberraschungen gefaßt sein. Allerdings wollte es den unbefangenen, gutgläubigen uno eingeweihten Beobachter bedeuten, daß die Kar­ten für den Regierungsflat eigentlich niemals so gewinnstcher und überzeugend gemischt waren, wie bei dieser Verteilung, die nach der Lösung der Großen Koalition geradezu schrie. Und hatte man nicht seit dem Abend des 20. Mai, an dem bereits dieses Ziel der Volksmeinung wie ein geflügelter Wegweiser aus der Wahlretorte sprang, hatte man nicht in diesen vier müßig, apachisch und saumselig verschluderten Wochen Zeit und Gelegenheit im Uebermaß, die wider­streitenden Interessen der Rechts- und Linkswäh- lerkreise an- und auszugleichen?

Mußte man seitens der Volkspartei aus­gerechnet im letzten, entscheidenden Moment wie einen versteckten Trumpf und Coup die Preutzen- frage als chinesische Mauer in das Handelsge- schäst hineinschleudern? War es andererseits von der Preutzenklique ein ehrliches und faires Spiel, die gutwilligen Partner im Reich durch einen voreiligen, verdächtig-vorwitzigen Zugriff auf die Betriebszentrale in Preußen vor vollen­dete Tatsachen zu stellen? Hatte man außerdem nicht von allen Seiten und an allen Ecken markt­schreierisch schon seit Jahr und Tag die sich auf­drängende, die zeitgemäße Verschmelzung einer verbreiterten volkstümlicheren Regierungsfamilie gerade in Preußen als Allheilmittel und Versöh­nungstrank auch für die Wähler im Reich aus­posaunt? Aber wenn nun schon verschuldet oder nicht durch eine eigen- und kurzsichtige Gelegen­heitspolitik und Konjunkturtaktik die Lage von vornherein so heillos verfahren war, so hätte man in achttägiger mühseliger Durchbruch-Offen­sive die Kräfte doch nuB» endlich messen und einen Waffenstillstand erzwingen können, der dem großen, heiß ersehnten Burg- und Parieifrieden, der unaufschiebbaren, fruchtbaren Regierungs­arbeit die Wege bahnt.

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Oslo, 15. Juni. (Funkdienst.) Die beide« Walfischfäuger Braganza und Hobby find nach dem Nordkap unterwegs. Sie Hoffen, fich bis dahin einen Weg durch das Eis zu bahnen und wenigstens den Durchgang von Bevery zu erreichen. Larsen und Holm find zu Erkun- dungSflügen aufgestiegen, da daS Welter fich besserte. Beim Nordkap schnitt ihnen aber eine dicke Nebelwnlke ben Weg ab und sie mußten beide zu dem Schifte zurückkehren.

Singsbay, 16. Juni. (Durch Funkspruch.) Die Hobbyerpeditio« mit ben Hunden befindet fich jetzt im Innern der Wählenderg-Bay Rort- ostland. Die Flieger wolle« versuchen, die drei Mitglieder der Italia-Expedition zu finden, die Nobile verlassen haben, um zur Nordküste des NorbostlandeS zu gelangen.

Sin guter König.

Dem Schwebenherrscher verdanken wir viel. Zum 70. Geburtstag König Gustavs.

Schweben» König «ar ber eneige errrvoäische Monarch, ber int Kriege derrtschsreuublich «« und war ohne leben Hintergedanken wie j. B.

König, ber Paris ärgern wollte.

Sei» nnbeHefbliAet Gerechtigkettsßn« bat biete Würdig»ng tttnt beut. 70. ttzebnrtsiag verdient.

Das Blut des Monarchen ist zu drei Viertel deutsch. Seine Mutter war eine nassauische Prinzessin, seine Großmutter eine Prin­zessin von Leuchtenberg, die Tochter von Eugen Beauharnais, dem Sttefsohne Napoleons, aus seiner Ehe mit einer bayerischen Prinzessin. Dazu kam, daß er seit 1881 mit der Prinzessin Vicwria von Baden, einer Enkelin Wil- helmsdes Ersten, verheiratet ist. Freilich lebt die Königin wegen eines Lungenlei­dens seit über zwanzig Jahren nur in den Sommermonaten in Schweden, während fie die übrige Zeit in Eapri, an der Riviera und auf der Mainau, der lieblichen Bodenseeinsel, die ihrem Bruder, dem Grotzherzog von Baden, ge­hört, weilt. An der Riviera pflegt der König die Königin zu treffen, denn auch er weilt in jedem Jahre einige Winterwochen an der blauen Küste, um im Tennistraining zu blei­ben. Ist er doch trotz seines Alters einer der besten und

paffionietteften Tennisspieler Europas.

Wie König Eduard der Siebente ist König Gu­stav von Schweden mehr als ein Spottmann- König. Wenn ihm auch die Politische Genialität seines verstorbenen englischen Kollegen fehlt, so ist er doch von einer bemerkenswerten polittschen Geschicklichkeit, vor allem auf dem in Schweden nicht ganz einfachen Gebiete der inneren Politik. Auch in den nichttnonarchischen Teilen der Be­völkerung ist er außerordentlich beliebt, und nur hieraus erklärt es sich, daß der sozialdemokrati- sche Ministerpräsident Branting trotz der turbulenten Zeiten des Weltkrieges niemals den Versuch gemacht hat, die Republik in Schweden auszurufen. Er stand im Gegenteil in den besten Beziehungen zum König, dem er immer wieder versicherte, daß der erste Präsi­dent der Republik Schwede« nur der Kö­nig sein könne. Beteuerungen, die dann frei­lich von diesem mit dem Bonmot abgeschnitten wurden: .Was würde ein Arzt sagen, wenn man ihm plötzlich vorschlüge, Viehdoktor zu Werben?" Aber nicht nur der König, auch seine ganze Familie ist in Schweden außerordentlich beliebt, ein erstaunliches Moment, wenn man bedenkt, daß in den Ader« dieser Dynastie, die bekanntlich von dem Marschall Napoleons des Ersten Bernadotte abstammt,

keinerlei schwedisches Blut fließt.

Nur die jetzt regierende Königin, eine Tochter des Grotzherzogs Friedrich von Baden, hat, freilich sehr verdünnt, etwas von dem Blut der alten schwedischen Königsdynastie Wasa. Ihr 1809 entthronter Großvater irrte später als Oberst Gustafton in Europa umher, bis er 1837 als Schweizer Bürger in St. Gallen starb. Die nun wett über hundert Jahre andauernde Po­pularität der Bernadottes in Schweden beruht vor allem auf dem Umstand, daß sie dem Lan­de kluge und tüchtige Könige gegeben haben, und sich immer und in allen Lagen als Schwe­den gefühlt und benommen haben. Schon der Start deS Marschalls Bernadotte in Schweden war ein außerordentlich geschickter Der 1810 vom schwedischen Reichstag Erwählte fing sofort an, wüste Strecken z» Mttbieien, Straßen und Kanäle zu bauen, Flüsse schiffbar zu machen. Auch brachte er es durch geschickte, die Bevölkerung nicht allzu sehr belastende Steu­erpolitik fertig, die Schürten zu tilgen und sogar Ueberschüsse zu erzielen. Er ist wohl der po­pulärste aller schwedischen Könige gewesen. Das Gleiche kann man von seiner Gemahlin Desi­deria, der

Tochter beS Seidenhänblers Clary

Berlin, 16. Juni. (Eig. Informationsdienst.) Die an ber Nenbirtung ber Regierung beteilig­en Parteiführer versuchen z. Zt. bie sachlichen wirtschaftlichen Grundlagen auszuarbetteu und )ie Große Koalition sicher zu stellen. Es wirb nicht angenommen, daß eine Lösung «och hci>te erzielt wird. Gleichwohl glaubt man, daß die ächlichcn SchwiergLketten ber Regierungsbil­dung

in der Hauptsache Lherw»bett.

sind. Unter Stresemanns Einfluß scheint cs der BolkSpartei gelungen zu fein, ihre Forde­rungen über bie Beteiligung an der preußischen Regierung wenigstens grundsätzlich burchzubrük- ke«. Es wirb erwartet, daß bie Vorstände ber an ber Regierung beteiligten Fraktionen, ber Beteiligung der Volkspartei an der Preußenre- gierung

zu gegebener Zeit zustimmen werden. Ein Beschluß dieser Art wirb jeboch nicht vor Montag ober Dienstag erwartet. Die enbgültigc Entscheidung über bie Neubildung ber Rcichsregierung wäre somit spätestens Mittwoch zu erwarten. Man sieht die Annahme einer Kompromitzformel voraus, bie umso leich­ter sein soll, falls die Volkspartei mit ihren sach­lichen Forderungen zurücktritt.