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Kasseler Neueste Nachrichten

Aeffische Abendzeitung

Kaffeler Abendzeitung

18. Jahrgang

Sonnabend, 16. Juni 1928

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

Nummer 141. Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Die Riiflelei Weutftcn Nachrichten erscheinen wdchentlich sechsmal nachmmaa». Der Abounementsprei» beträgt fttr den Monat 3.90 X bei freier Zustellung ros Haus in der Gelchättsilelle abgeüo'i i.~ X. Durch die Po» monatlich 9.20 X ausschließlich Suiten nn«»atbübr fternlorecher 951 und 952 i*fli ani>erlonai etngefinbte BettrSae kann die Redaktion eine Verantwortung oder Seroabt te keinem iiialle öbernehmen Rückzahlung des Be^ugSaeldeS oder dlnforücke wegen envaiaer nicht ordnungsmäßiger Lieferung ist anSaeichloüen Postscheckkonto Frankfurt a M Rnmme, «8RH Eintelnummer 10 A «onntagSnummer 20 A

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Stimmt ©trefemann die Volkspartei um?

Von Dr. Paul Rohrbach.

ten erft nach der Plenarfitzung zusammen. Bon

auch zwischen Zen. man eine entscheidende Wendung in möglicherweise das der Frage der Regierungsbildung. An dieser ttlungsaltion Sitzung werden hervorragende Persönlichkeiten

trum und BolkSpartei, da

Zentrum die Vermittlung

Stabile geht vor

den Militärbehörden hingerichtet, nachdem diese den politische« Gegnern des Bürgermeisters telegraphische Weisungen erhalten hatten, die stammende Fälschung war. Der Offizier

des Erschießungskommandos und andere Ver­

dächtige find verhaftet worden.

Fall ist.

Mailand 15. Juni. General Nobile hat dem Kommandanten der Gitta di Milano mitgeteilt, er fühle fich sicherer, vermutlich wegen der ener­gischen Organisation des Rettungsdienstes oder wegen der «usstcht, bald eine Insel zu erreichen In der Hinsicht wäre die InselKarl der 12. besonders geeignet. Wenn Nobile u. seine Be­gleiter diese Insel erreichen, so wären fie gerettet und könnten ruhig abwarten bis man ihnen Hilfe bringt.

Mexiko, 15. Juni. Der Bürgermeister und acht städtische Beamte von Huatla wurden von

jetzt, daß keine derartigen Weisungen ergan­gen waren und daß das Telegramm eine von

angeblich vom Kriegsamt und vom Präsi­denten Calles stammte«. Es zeigt fich

Europas Herz.

Die Derben wissen, was fie an uns haben.

Paris, 15. Juni. Major Guilband, der mit seinem Wasserflugzeug für einen LranS- ozeanflug berettgehalten wurde, wird fich Umundsen für seine HilfSexpeditton für Gene­

ral Nobile zur Verfügung stelle«. Guilbaud wird sich am Sonnabend nach Bergen begeben.

Weiche Gruppe finden fie zuerst t

Oslo, 15. Juni. (Funrtelegramm.) Der Forscher der Arktts, Gunnar Jsachsen hiett es für möglich, daß die HUfSerpedilione« die Land­gruppe der Italia erreichen. Nobile treibt auf Packeis nach südwestlicher Richtung. Die dritte Gruppe dürfte durch das schwimmende Eis in südlicher Rickiung zum offene« Meere getrieben werde«. Die Kälte ist augenblnllich

nicht störend.

OSlo, 15. Juni. (Funkdienst.) Die Gruppe Nobile hat di« Insel Fahn überholt und befin­det fich 15 Kilometer östlich der Karl der 1L- Jusel. Sie hat Flinte« verlangt, da Eisbären in ihre Nähe gekommen find.

Stellet Nobile sich selbst?

Wenn er die InselKarl der 12." erreicht. - Nobiles Zuverficht wächst.

und unmittelbaren Gefühlen. Die Serben ha­ben uns im Weltkrieg gegenübergestanden. Aber gerade aus der Okkupationszeit hat sich in ganz Serbien ein Gefühl der Achtung für Deutsch­land, für die deutsche Truppe und die von ihr bewährte Ordnung und Disziplin erhalten, und es ist keinerlei Haß gegen Deutschland zu­rückgeblieben. Ein zweites Kapitel sind die deut­schen Reparationslieferungen. Gerade die hohe Qualität der gelieferten deutschen Maschinen usw machte es schwierig, Ausbesserungen und Erneuerungen vorzunehmen, wo keine entspre­chenden technischen Vorrichtungen dazu bestan­den. Indes, mag das auch hier und da zu be­klagen gewesen sein, trotzdem sind die deut­schen Lieferungen auf Reparationskonto ein stark werbender Faktor für Deutschland in Jugoslavien gewesen und sind es auch heute noch immer.

wird sich vor allen Dinge« darum handeln, ttar- zustellen, welche wichtigen Beschlüsse die Volks- Partei am Donnerstag abend gefaßt hat. In­zwischen dürften interne Besprechungen der BolkSpartei ftattfinden, auf Grund der gestrigen Aussprache zwischen

der dauernden Spannung mit

re, einen Staat wie Deutschland zum unmittel­

baren Nachbarn zu haben, so kann doch ruhig . .. ..........----

gesagt werden, daß dies nicht das einzige Motiv \ zwischen beiden Parteien übernehmen wird. 6» ist, sich Deutschland zu nähern. Die Südslaven --------------*-----*

sind ein Volk mit noch unverbrauchten, starken

Das Zentrum baut Brücken.

Bringt es BolkSpartei und Sozialdemokratie zusammen? Stresemann-Müller-Brau« am grünen Tisch. Alles dreht sich noch immer um Preußen. Müller wendet fich an die andere«.

Werden öoooo Metallarbeiter ausgespern?

Hagen, 15. Juni. Falls es der Schlichtungs- behörde nicht gelingt, den Lohnkamps in der Lüdenscheider Metallindustrie zu beende«, muß damit gerechnet werden, daß die gesamte sud westfälische Eisen, und Metallindustrie zur Un- terstützung des Lüdenscheider Kanipfes die Ge­samtaussperrung beschlief«« wird. In Be- tracht kommen ca. 60000 Metallarbeiter.

Dr. Stresemann, Müller-Franken und Braun.

Stresemanns Absichten find noch ungeklärt. In volksparteilichen Steifen weist man darauf hin, daß Dr. Stresemann nach wie vor nicht daran denkt, in eine Regierung einzutreten, wenn feine Partei außerhalb der Regierung bleibt. Jedenfalls fetzt man z. Zt. die Verhand­lungen zur

Bildung der Großen Koalition fort.

Die BolkSpartei wünscht vor allem Zusicherun­gen, die ihren Regierungseintritt in Preußen sicher stellen. Trotzdem Vies von der Sozialdemo­kratie abgelehnt worden ist, liegt seitens des Z e n t r u m s die Möglichkeit vor, der Deutschen BolkSpartei durch Abgabe entsprechender Zusiche- rungen den Eintritt in die Reichsregierung zu ermöglichen. Allerdings müßte auch die BolkS- partei die Regierungsbildung in

Preußen bis zum Herbst zurückstellen.

Allerdings wünscht das Zentrum nicht, seine weitgehende Einigung mit der Sozialdemokratie in Frage zu stellen, oder fie durch Irgendwelche Meinungsverschiedenheiten mit der Deutschen BolkSpartei trüben zu lassen. Verhandlungen der Sozialdemokratie mit den übrtgen Pariere«, insbesondere dem Deutschen Bauernbund und der WirtschaftSparlei werden gleichfaWs er­wartet.

*

Liederlegt fich« die Dolksponetr

Berlin, 15. Juni. (Funktelegramm.) Die Fraktionen mit Ausnahme des Zentrums tre-

Der deutsche Anteil am Handelsverkehr Ju- goslaviens ist im Steigen. Auch das wunderbar schöne Küstenlaud Dalmatien wird mehr und mehr von deutschen Reisenden ausgesucht, und wer immer aus Deutschland dorthin kommt, hat das Gefühl, als Gastund als Deutscher willkommen zu sein. Auf Einladung der deutschen Akademie in München haben nun kürzlich zwölf jugoslavische Persönlichkeiten ganz Deutschland bereist u. zum Schluß den Wunsch ausgesprochen, auf dem Rückwege einen Kranz im Hause Goethes und Schillers nieder­zulegen. Die Turbinen des Walchenseekraft­werks und ein Rundflug mit Fahrzeugen der Deutschen Lufthansa über München stehen am Anfang ihrer Reise; das Stadion in Frankfurt, die Pressa in Köln und das Schmettern der Stahlwerkshämmer im Industriegebiet in der Mitte; das Weimarer Haus am Frauenplan, die Sirtinische Madonna und die Oper in Dresden am Ende. Diesem Besuch in Deutschland soll tm Herbst des Jahres ein Gegenbesuch deutscher Prosessoren und wirtschaftli­cher Autoritäten in Jugosavien folgen. Die Deutsche Akademie in München betrachtet ihrer Bestimmung gemäß die Pflege der Kulturfüh­lung zwischen Deutschland und dem Auslande als eine ihrer leitenden Ausgaben. Dazu gehört es, nichtdeutschen Böllern den Beweis für die hohe Befähigung der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kräfte vor Augen zu füh­ren, die Deutschland chnen für ihre Entwicklung und ihren Aufbau zur Verfügung stellen kann. Ganz besonders gilt das für die durch den Krieg neu entstandenen oder vergrößerten Staa­ten im europäischen Südosten und Nordiosten. Beide Gebiete unseres Erdteiles sind stark mn- gewandelt, und unter diesen neu aufgekommenen staatlich-nationalen Faktoren ist der bedeutend­ste ohne Frage das Jugoslaventum.

Es gehört zur inneren Logll der Dinge, daß die zukunftsreichen dieser nationalen Nachkriegsgebilde dazu getrieben werden, an ihrer friedlichen Festigung zu arbeiten, ihre na­türlichen Hilfsquellen zu entwickeln, ihre Wis­senschaft, ihre Technik, ihre Industrie, ihren Handel in die Hände zu bringen. Dieselbe na­türliche Logik weist sie daraus bin, Unterstüt­zung für diese Zwecke dort zu suchen, wo die höchste Leistungsfähigkeit, die höchste Fähigkeit der Anpassung an gegebene Bedürfnisse und die höchste Erfahrung in der praktischen Vermitt­lung eigenen Könnens und Wissens an andere fich vereinen. Diese Stelle ist DeutsA land und Deutschland liegt nicht lenfettS des Ozeans oder exzentrisch am Rande Europas sondern es liegt mitten in dem Erteil, der durch den Krieg große politische und wirtschaft­lich Veränderungen erlebt hat. Durch Meeres- ftraßen, Wasserwege und Eisenbahnen ist es sowohl mit dem Südosten als auch mit dem Nordosten Europas verbunden, und wirtschaft­lich wie wissenschaftlich ist die Vermittlungs­sprache der meisten unter den neuen Staate" durch Geschichte und Gewöhnung das Deutsche. Von Sofia und Belgrad bis Reval und Hel- singfors versteht jeder Gelehrte, jeder Großin­dustrielle, jeder höhere Beamte leder bedeu­tende Geschäftsmann ebenso gut deutsch wie es in Agram, Budapest, Prag oder Warschau der

Wiederholt hat unS Jugoslavien seiner Sym­pathien versichert. Wenn man sich auch sagen muß, daß man auf jugoslavischer Seite wegen allen froh-

Berlin, 15. Juni. (Durch Funkspruch.) Heute i....... ., --------

wird zwischen-Volkspartei und Sozialdemokratie der Sitzung der Deutschen BolkSpartei erwartet weiter verhandelt, eventuell auch zwischen Zen- """ --1 013s"

Maffenvergistungen in der Kaserne.

Verdorbenes Fleisch »der ungesundes Wasser.

Warschau. 15. Juni. (Eigene Drahtmeldung.i 1 neS Fleisch oder ungesundes Wasser In der polnischen Gamlsonpadt Blale-PoldaSzi zurückzuführen sind. Auch unter der Bevölle- sind dreihundert Soldaten unter schweren Ver ! rang find mehrere Krankheitsfälle ausgetreten. giftungSerschelnunge« erkrantt. Man nimmt Die Krankheit äußer- sich in heftigen Kopf-und an, daß die Krankheitsfälle auf verd »rbeMitgenschmerzen usw

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Das Volk mutz -runter leiden Sie bringen keine Regierung zustande. (Siner beschuldigt den andern. Preußen alS Zankapfel.

Berlin, 15. Juni. Zu den gestrigen erfolglosen Regierungsverhandlungen schreibt ein Sozia­listenblatt, daß die Bollspartei der Bildung einer Regierung im Reiche große Schwierig­keiten zu machen versuche, was die sozialdemo­kratische Reichstagssrattion befremde. Die So­zialdemokratie denke nicht daran, eine Diktatur der Sieger im Wahlkampfe aufzurichten, noch weniger aber würde eine Dittatur der Richtfie- ger ertragen werden können, was wiederholt und unterstrichen werden muß. Stresemanns Organ schreibt, man müsse abwarten, ob ein Versuch gemacht wird, die preußische Regierung und die preußische Koalition zu einem Elnlen- ten zu veranlassen. Nach Sage der Dinge ist es aussichtslos, die Verhandlungen fortzusetzeu, wenn nicht in diesem Sinne von preußischer Seite etwas geschieht.

Neun Unschuldige... erschaffen

Schauriger als im Kino. Was nur in Mexiko passieren lann.

triinebmen, die fich bisher noch nicht aktiv an den Verhandlungen beteiligen konnten. Da alle Koalittovspartelen bereit find, der BollSpartei terminvtSßlge Sicherungen für eine Erweiterung der RegierungSbasiS auch in Preu­ßen zu geben, so h?fft man, daß diese ihren ge­strigen Beschluß cinür reberptfifunfl un­tergeben wird.

Unter dem Beifall der Mehrheit beantragte der Zentrumsabgeordnete v. Guerard die Wie­derwahl deS Präsidenten Löbe durch Zuruf. Dem wurde von den Kommunisten und den Nationalsozialisten widersprochen. Die Zettel­wahl ergab die Wiederwahl des Präsidenten Löbe mit 318 Stimmen, wahrend 46 Stimmen auf Thälmann (Komm.) und 12 auf Dr. Frick, (Rat.-Soz.) gefallen waren. Die Deutschnatio­nalen halten 10 unbeschriebene Zettel abgege­ben. Löbe bat dann um Unterstützung der Par­teien bei seiner Aufgabe als die er die Wah­rung der Würde des Parlaments, die Förde­rung seiner Arbeiten unh die Unparteilichkeit nach allen Seiten des Hauses bezeichnete. Der Reichstag werde das Wahlsystem überprüfen und die Geschäftsordnung rationeller gestalten müssen. Der Präsident drückte unter großem Beifall die Hoffnung aus, daß in der kommen­den Tagungsperiode durch die Begrenzung der ReparationSsmnme und die

Kürzung der Räumungsfrift die Grundlage geschaffen werden möge für Er­füllung der Wünsche des Volkes, damit umso wirksamer die Polick der Völlerversöhnung fortgesetzt werden könne. Bel der Wahl des 1. Vizepräsidenten erklärte Abg. Dlttmann (Soz), seine Partei würde jetzt auch nicht als Konse­quenz für Löbe für den deutschnationalen VizePrUidenten Gräf stimmen. Tatsächlich wurde in der Stichwahl der von ihm vorgeschla- gene

Zentrumsabgeordnete Esser mit 248 Stimmen gewählt gegen 148 Stimmen für Graes. Bel der Wähl des zweiten Vizeprä­sidenten wiederholte fich das Spiel. Hier wuroe der ursprünglich als dritter Vizepräsident vor-

Vreußen hält fich.

54 Stimmen Mehrheit für Staun.

Die alte Weimarer Prenßeuregiernng fiirt «st starker Mehrheit wieder not lauf tg im vaiteL wenn man auch noch nicht übersteht. wie sich / ihr Verhältnis mr BolkSpartei aettatten wird, die ia bekanntlich iiir die Große, Koalition im Reich waleich den Preis des Mitze?ietenS in Preußen fordert. Die gestrtge« Abstimmungen verliefen wie folgt:

Vor der Abstimmung über den Mißtrauens­antrag (Komm.) ließen die Deutschnationalen und Wirtschaftspartei erklären, daß sie dem An­träge zustimmen würden, ohne sich die Begrün­dung, die aufArbeiterfeindlichkeit" lautete, zu eigen zu machen. Das Mißtrauensvotum wur­de dann mit 222 Stimmen der Regierungspar- leien gegen 168 Stimmen der Kommunisten, Deutschnationalen, Wirtschastspartei, Deutschen Frattion und Nationalsozialisten, also mit einer Mehrhei t von 54 Stimmen für die Staatsregierung abgelehnt. Die Vollspartei hatte fich der Stimme enthalten. Die Regie­rungsparteien spendeten Beifall. Die Deutsch- nationalen riefen zur Vollsparlel hinüber:Die neue Regierungspartei!* Kube (Nat.-Soz.) schrie:Von roten Ketten macht Euch frei ..." Es herrschte ein

ziemlicher Tumult.

Präsiden. Bartels erflärte den deutschnattona­len Mißtr^uensantrag damit für erledigt. Auch der MißtravLnsanttag (Dtl.) gegen Kultus­minister Belker, weil er nicht scharf genug gegen das religionssernoliche AustrtotttornJnß rers Kurz in Neumarkt vorgegangen sei, wurde mit 228 gegen 153 Stimmen abgelehnt; die

Deutsche Bollspartei hatte mit ja gestimmt; sie stimmte auch mit für den zweiten Teil des Antrags, der ausdrücklich dem Kul­tusminister daS Mißtrauen ausspricht, aber gleichfalls abgelehnt wurde. Bei den Abstimmungen über den Becker-Antrag hatten die Kommunisten durch Nichtbeteili­gung zu einer großen Mehrheit für den Mi­nister verhalfen. Pieck hatte die Begründung des deutschnationalen Antrags alselende Heu­chelei" bezeichnet, wofür er einen Ordnungs­ruf erhielt. Dies war zugleich daS

letzte Auftreten Piecks im Landtag. Jetzt wird dieser Abgeordnete nur noch sein Reichstagsmandat wahrnehmen. Dann wurden die kommunistischen Bergarbeiter- Anträge an den Handelsausschutz verwiesen. Abgelehnt wurde der Antrag, daß die Polizei aus dem Streik-Gebiet am Rhein zurückgezogen werde. Dann vertagte sich das Haus auf 10. Juli.

* * *

Es kam alles anders.

Kuriose Präsidentenwahl im Reichstag.

Di« gestrigen Präsidentenwahlen tm Reichstag brachten allerlei Ueberralchungen. Da die Kommunisten gegen den Reichstagsorästdenten tüten Gegenkandidaten ausstellten, fiel ihr drit­ter Vizepräsident durch. Auch die Deutschnatio­nalen stimmten nicht etwa für den Vertreter der stärksten Partei.