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Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Sonnabend, 9. Juni 1928

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

Nummer 135

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

18. Jahrgang

Fran kreich stellt Schubert Fallen.

der

Epoche Chinas

die auf eine Verbindung mit der31 a I i o" schließen kaffen. Die S. O. S.-Rufe wurden am heutigen Freitag früh 2,20 Uhr noch viel deut­licher gehört. DaS Reichstelegraphenamt ist benachrichtigt und wird nunmehr Versuche an­stellen.

stand zu beseitigen, werden es die von Nanking tatsächlich unabhängigen Machthaber im Norden kaum wagen, eine Politik einzuschlagen, bei der nach außen hin die Zweifel fortdauern, wer die chinesische Regierung ist und wo sie sitzt. Nicht zu vergeffe« ist auch, daß wer Peking hat, über den Hafen von Tientsin, den zweitgrößten von China, und über die dortigen Zolleinnah­men verfügt. Auch aus diesem Grunde wird jeder von den Beteiligten nach der tatsächlichen Vormacht im Norden streben.

den schwachen Signalen will der Radio-Telegra­phist nur das WortFranzeSco" verstanden ha­ben. AuchHobby" habe ständig Signale gehört. Um gegenseitige Störung zu verhindern hat man in einer Hütte im Norden von Kingsbay eine Kurzwellenstation errichtet.

Wellreko'rvffug eines Tschechen.

Prag, 8. Juni. Der Flieger Bicherek ist mit einem Leichtflugzeug, das mit eine« Wal- termotor von sechzig Pferdekräften ausgerüstet war, volle zwanzig Stunden in der Lust gewe-

Hagen, 8. Juni. Ein hiesiger Beamter hörte heute nacht auf einer kurzen Welle S. O. S.- Rufe, die deutlich vernehmbar waren. Er ver­anlaßte daraus einen Beamten vom Telegraphen­amt den Funkspruch abzunehmen. Dieser stellte Worte in verschiedenen Sprachen fest,

sollte. Nominell war die zum Schattsn gewor­dene Pekinger Zenttalregierung immer noch China, und in ihrem Namen amtierte auch der Vertreter Chinas beim Völkerbund. Jedem Chinesen liegt daran, daß die sogenannten un­gleichen Verträge, die V o r r e ch t e der Fremden in China, die Unfreiheit Chinas in Be­zug auf seine Zollpolitik usw. beseitigt werden. Dagegen wurde bisher eingewendet, man sei be­reit, darüber zu verhandeln, aber man habe keinen Verhandlungspartner! Um diesen Zu-

verpslichtungrn und verlangten u. a. Maßnah­men zur Verhinderung ähnlicher Fälle für die Zukunft. Paul Boncour-Paris teilte diesen Verdacht der Kleinen Entente und fügte hinzu: Voraussetzung für die allgemeine Abrüstung sei die Möglichkeit des allgemeinen Jnvestigations- rechtes des Völkerbundes, das die Garantie für die internationale Sicherheit sei. Man müffe für etwaige spätere Fälle wirksamere Methoden fin­den. Der Rat habe seine Hilfsmittel noch nicht erschöpft.

Kingsbay, 8. Juni. Die Italiener zeigen sich jetzt viel hoffnungsvoller, seitdem die Gitta di Milano auf Anrufe an daS Luftschiff am Don­nerstag mittag plötzlich schwache radiotelegra­phische Signale gehört habe, die von den Ueberlebenden der Italia herrühren sollen. Von

* * *

St. Gotthar- ungeklärt.

Weil Italien dahinter steht. Tiefer Unwille der Kleinen Entente. Paris für verschärfte Schnüfselmekhoden.

Schneller übers Meer

Dampfer gegen Flugzeug. Die Ozean­riesen find unrentabel. Kleinere Blitz­dampfer haben Zukunft. Ausbootung durch... Flugzeuge. Konkurrenz mit der Luft.

Schubert steht seinen Mann.

Frankreichs Machenschaften durchkreuzt.

Genf, ,8. Juni. Staatssekretär v. Schubert betont, die Feststellungen die hie und da an den Vorfall von St. Gotthard geknüpft worden find sind zu weitgehend. Ich glaube, wenn man fich genau Rechenschaft gibt von dem, was der Rat in diesem Falle veranlaßt hat und was er in etwaigen ähnlichen Fällen vcranlaffen kann, wer­den diese Befürchtungen von selbst verschwinden. Ich sehe keine Möglichkeit, wie der Rat etwa für die Mitglieder des Völkerbundes noch weiter- gehende konkrete Verpflichtungen auf diesem Ge­biete festlegen könnte. Die Völkerbundstagung und die Friedensvrrträge würden für alle der­artigen weitergrhenden Berpstichtungen keine Basis geben. Frankreichs Forderung auf ein wirksames Jnvestigationsrecht ist entgegenzuhal­ten, daß daS Jnvestigationsverfahren ja geregelt ist und daß diese Regeln in Kraft find. In die­ser Hinsicht irgendwelche gegenteiligen Forderun­gen aus dem isolierten Fall St. Gotthard zu zie­hen, scheine nicht die Ansicht von Paul-Boncour zu sein. Jedenfalls kann ans dem Vorfall von St. Gotthard kein Moment hcrgcleitet werden, das als eine Behinderung des endlichen Beginns der allgemeinen Abrüstung bewertet werden kann

yatsen vertretenen Wiederaufbaumatznahmen einschlietzlich der Einberufung eines nationalen Volkskonvents angekündigt. Die Südchfnescn hoffen, daß dieses Manifest eine neue der äußeren wie inneren Entwicklung rinleiten wird.

Hagen hört GOG-Nufe.

Ob sie von der Italia stammen? DaS ReichStelegraphenamt forscht nach.

geschehen.

Ein starker Grund ist auf jeden Fall vorhan­den. um wenigsten? formell Nordchtna mit der Mitte und dem Süden in einen Staat zusam- menzufaffen und unter eine Regierung zu stellen. Dieser Grund ist die Rücksicht auf Europa und die internationale Politik. Bisher haben die europäischen Mächte und ebenso Ame­rika. nicht gewußt, oder wenigsten- öfters den Anlaß benutzt, nicht zu wiffen, wer die offizielle chinesische Regierung war und mit Wem über die vielerlei schwebenden Fragen verhandelt werden

Die Qzeanflüge haben jetzt alles Interesse auf sich gezogen. Im Anschluß an die Leistun­gen der Amerikaner und der deutsch-irischen Bremenbesatzung, hat man nicht beachtet, daß inzwischen sich auch in der Transozeanschiffahrt grundlegende Veränderungen angebahnt haben. Denn während man kurz vor dem Kriege allent­halben stets größere Schiffe baute und es der Stolz der einzelnen Nationen und Reedereien war, die anderen durch Größe und luxuriöse Ausstattung ihrer Schiffe zu übertrumpfen, ist man infolge der Erfahrungen der letzten Jahre zur Ansicht gelangt, daß ein Fortschreiten auf diesem Wege unrentabel und deswegen unrat­sam ist. Abgesehen davon, daß infolge der öko­nomischen und politischen Entwicklungen in der Nachkriegszeit vor allem wirkte sich natürlich die Beschränkung der Einwanderung in Nord­amerika aus die Zahl der Ozeanriesen abge­nommen hat, brachten die letzten zehn Jahre einen nicht unbeträchtlichen Zuwachs in der Weltgesamttonnage. Denn gerade dadurch, daß man Deutschland fast die gesamte Handelsflotte nahm, wurde durch die für Deutschland notwen­dig gewordenen Neubauten ein riesiger Uebct- schutz in dem zur Verfügung stehenden Schiffs­raum hervorgerufen. Dadurch entstand ein Ratenkampf in einer derartigen Schärfe, wie man ihn selbst in den kritischsten Epochen der Vorkriegszeit nicht annähernd gekannt hatte. Aber während man damals sozusagen nach vorne und oben auswich, stets größere komfor­tablere, luxuriösere Schiffe baute, geht heule die Tendenz dahin, gerade umgekehrt kleine Schiffe

mit äußerster Geschwindigkeit

und raffiniertester Einrichtung auf die Linie zu bringen. Die großen Ozeanriesen haben sich als sehr unrentabel erwiesen, da sie selbst auf der Nordamerika-Fahrt nur ganz selten so weit be­setzt waren, daß die Einnahmen die Ausgaben produktiv decken konnten. Besonders im Winter kosteten diese Dampfer den Reedereien ungeheure Summen. Inzwischen ist es ja aber auch gelun­gen, durch die Fortschritte der modernen Schiffsbautechnik und die Verbesserung der Ma­schinen und Sicherheitsvorrichtungen einen eni- sprechenden Komfort auf kleineren Fahrzeugen bieten zu können. So werden heute fast aus­schließlich nur noch Schiffe in Bau gegeben, die in einer Größe etwa den Fahrzeugen von vor : zwanzig Jahren gleichen. Typisch für diese Ent­wicklung ist der Plan der amerikanischen Staats- ; Unten, mit Dampfern von 1620 000 Tonnen eine neue Expreßroute zwischen Newyork und Cherbourg zu schaffen. Diese Dampfer sollen den gesamten

Ozean in vier Tagen überqueren. Außerdem sollen sie mit mehreren Flugzeugen ausgerüstet werden, die einen hal­ben Tag nach der Abfahrt des Schiffes den Ha­fen verlassen und bereits einen halben Tag vor der Ankunft wieder im Bestimmungsland die Passagiere landen sollen. Dadurch würde also die Ozeanreise auf drei Tage verkürzt. Es versteht sich, daß diese Schiffe natürlich mit allem Komfort ausgerüstet werden sollen, und gerade durch diese Verbindung von Schnelligkeit und Bequemlichkeit hoffen die großen Reedereien der kommenden Entwicklung der Transozeanlust­schiffahrt etwas Gleichwertiges entgegensetzen zu können. Andererseits versuchen ja aber auch bekanntlich die Reedereien von sich aus diese neuen Verkehrswege von vornherein in eigenen Betrieb zu bekommen. Neben diesen Expreßver­bindungen geht man aber bekanntlich heute mehr , und mehr dazu über, bedeutend langsamere Schiffe zu bauen, die neben einer großen Anzahl 1 von Passagieren noch Raum für große Mengen von Expreß- und Edelfracht haben. Dadurch 1 wird es möglich, für das weniger zahlungs- : fähige Reisepublikum Schiffe zur Verfügung zu stellen, die trotz niederer Preise doch mit allem modernen Komfort und allen neuesten Sicher- . heitsmitteln ausgestattet sind. So sieht man also, wie gerade die Entwicklung des Flugzeu- . ges neues Leben in die Transozeanschiffahrt ge- , bracht hat und die deutschen Reeder wirken auch t auf diesem Gebiete vorbildlich.

Genf, 8. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Die Frage der eventuellen Erweiterung der Befugnisse deS Ratsprästdenten wurde dahin ent- chieden, daß nicht der RatSprästdent, sondern >er Generalsekretär deS Völkerbundes in Streit« ällen die betreffenden Regierungen aus Grund deS heute gefaßten Entschluffes zur Erleichterung der Prüfung beS Tatbestandes um entspre­chende Maßnahmen ersuchen soll. Die Vertreter der Kleinen Entente geben ihrer tiefen Ent­täuschung über die Ergebnislosigkeit der Unter« üchung und insbesondere über die Unaufgeklärt« seit des tatsächlichen Empfängers der Waffen­endung von St. Gotthard Ausdruck und übten die gleiche Kritik des DreierauSschusses mit dem offenen Verdacht, daß die Waffensendung im Zuge einer ganzen Reihe von Waffensendungen begangen sei. Sie hätten, wenn sie RatSmitglie- der wären, dem Bericht nicht zugestimmt. Sie erinnerten an die dem Völkerbund obliegende Ueberwachung der Einhaltung der AbrüstungS-

Lhina lebt wieder auf.

Ein Auferstehungsmanifest des Südens.

London, 8. Juni. Nach Berichten aus Schanghai wird der Politische Zentralrat bei südchinefischen Regierung in einem Manifest u. a. forbern: Die Aufhebung aller unbilligen Verträge und bett Abschluß neuer Verträge. Ferner wirb bie Durchführung aller von Sun«

Besugniffe beS Ratspräflbenten, wobei letzten EndeS eine Verschärfung beS Jnvestigations- versahrenS unb an ein besonderes Exekutivrecht des Ratspräflbenten gebacht worben war, ist heute ein Maximum des überhaupt Erreichba­ren erzielt worden. Aus der Bölkerbunds- ätzung und den Friedensverträgen find »eiter, letzende Verpflichtungen, wie Staatssekretär v. Schubert wiederholt hervorhob, nicht abzuleiten Damit ist allen Bestrebungen Frankreichs zur Schaffung einer einseitigen Völker bundsexeku­tive ein

energischer Riegel vorgeschoben.

Srankreich hat sich nur Vorbehalten, auf diese rage zurückzukommen. Es wird jedoch im Rat immer Staaten geben, bie fich für eine ge­nerelle oder einseitig anzuwendende Exekutive des Ratsprästdenten nicht gewinnen lassen. Je- denfalls ist es dem deutschen Vertreter gelun­gen, nachzuweisen, daß fich aus dem Vorfall von St. Gotthard kein Moment herleiten läßt, das alS Behinderung des endlicher: Beg--4S der allgemeinen Abrüstung vorgebracht werden kann.

Vereitelte Umtriebe in Genf.

Frankreich wollte in Stresemanns Abwesenheit '~ä Schnüffelsystem wieder aufrichten. Eine abgeschlagene Völkerbunds-Offensive - Kein Grund zum Abrüsten.

Berlin, 8. Juni. (Sonderdien^ auS Genf.) Rach den scharfen Auseinandersetzungen über die im Zusammenhang mit der St Gotthard- affäre entstandenen Forderungen Frankreichs und der Kleinen Entente nach Erweiterung

Melde! fich bieStalin"?

Ganz schwache Signale auS der Eisregion. Zwei Schiffe haben sie gehört.

Durchdacht zumAcht

China unter einem Komando?

Von Dr. Paul Rohrbach.

Die Ereignisse in China überstürzen sich. Die Japaner haben darauf verzichtet, den Vormarsch der Nationalarmee auf Peking zu verhindern, \ weil sie einsahen, daß die von Süden aus- i gehende Bewegung innerlich zu stark geworden, war, um mit Gewalt zurückgehalten zu werden. , Sie haben sich aber dafür bezahlen lassen, in- j dem sie in Schantung eine feste und umfassende ( Position eingenommen haben und, im Besitz die- i ses starken Pfandes, das Weitere abwarten kön- 1 nen. Peking ist geräumt und Tschangtsolin ist 1 nach den einen Nachrichten tot, nach den anderen nur um ein Haar dem Tod ober der Gefangen­nahme entgangen. Die Brückensprengung, die seinen Zug bei der Einfahrt nach Mukden zum < Entgleisen brachte, wird nicht von irgendwelchen anonymen Banden vorgenommen worden sein, und man kann von ihr sagen, daß, wenn sie den : gewünschten Erfolg gehabt, niemand zu­friedener damit sein wird, als Japan. Die , Japaner haben jetzt große Absichten aus dem Festlande. Sie stehen mit einer Armee in Schan- tung, und sie sind darauf vorbereitet, in. der Mandschurei das Erbe Tschangtso- ; lins anzutreten. Nichts ist ihnen bequemer, als . das Verschwinden dieses erfahrenen Soldaten und gefchickten Politikers.

Die gelben Verwandten im Fernen Osten sind sich aus zwei Gründen bitterseind. Erstens weiß der Chinese, daß Japan seit Jahrzehnten alle Anstrengungen macht, China auszubeuten und zu unterwerfen und jede selbständige chine- sifche Politik zu verhindern. Zweitens treten die Japaner in China, wo sie Gelegenheit dazu ha­ben, brutal und mit dem Gefühl unendlicher Ueberlegenheit auf. Es ist merkwürdig, wie wenig der japanische Charakter in Ostasien sich fähig zeigt, schmiegsame Formen anzuwenden. Ob Korea, ob Formosa, ob China: das japa­nische Regiment ist gewaltsam und nimmt keine Rücksicht auf die Gefühle der Schwächeren. Daher ist auch Korea dauernd in Gährung und wird nut durch die japanischen Garnisonen nie­dergehalten. Japans Festsetzung in Schantung uttd Japans Absichten auf die Mandschurei sind zunächst zwei feste Punkte filr die Betrachtung der Lage in Ostasien. Die nächste Frage ist, wie sich die drei Machthaber, die vereint Peking genom­men hctben, des Weiteren mit einander einrich­ten werden. Nomineller Oeberbefehlshaber ist Tschiangkaischek, der zugleich die südliche Regierung in Nanking vertritt. Es sind aber nicht seine Truppen gewesen, die das Meiste für die Einnahme getan haben, sondern das waren die Truppen Fengjuhsiangs, der unter dem Namen deschristlichen" Generals geht. Feng hat sich immer unabhängig von einerRe­gierung" gehalten und hat sich Niemandem unterstellt; er hat vielmehr eine Art von Gesandten in Nanking. Er gehört zu dem Typus jener chinesischen Militärbefehlshaber, die ihr Feldlager und was sie von dort aus be­herrschen können, für ihr Reich halten und vor allen Dingen nach Macht und Besitz streben. Von seinem Chriftentum er soll Methodist fein wird erzählt, es diene ihm dazu, j-de Handluna. bie er begeht, vor sich mit dem Satze zu rechtfertigen, er könne nicht unrecht tun, da ja die göttliche Wahrheit ihn berate. Sein- Soldaten sind gut diszipliniert und er duldet nickt (ober duldete wenigstens früher nicht), daß Plünderungen und Gewalttaten vorkamcn. Der Dritte im Bunde ist d e n H s i-s ch a n. der Be. Herrscher der Provinz Sckanst, die eine natürli­che Bergfestung, größer als ganz Süddeutsch, land mit etwa 15 Millionen Einwohnern, süd­westlich von Peknig bildet. Diesen beiden Mi- litärgewalttgen gegenüber bat aber Nanking die Macht bei nationalen Idee, den größten Teil der Gebildeten u bie Jugend für sich, namenr- lich die Stundenten, die in China als Attttaw- ren einen unverhältnismäßig großen Einfluß ausüben Wenn daher, wie gemeldet wird, in Peking ein Direktorium oder ein Regie- runasausschuß aus Verttetern aller drei Macht­haber gebildet wird, so wird es voraussichtlich im Namen der Nakionalregierung in Nanking