Einzelbild herunterladen
 

sonntag, 3. Juni 1928

Kasseler Neueste Nachrichten

18. Jahrgang. Nr. 130.

er selber

Stiftungen

S wie sie das Elsaß quälen, ifflpltpß HIIC KMpl

I Unschuldige Autonomisten unter Verdacht. I rlVWVV UUV

sie gern die ihr dargebntene Hand.

Von Fleiß und Faulheit.

2*i«& n OEreinsleben.

Der Bölkisch-Ratronale Block

Noch immer ValKanfieber

Faschistensturm auf den Serbendanipser.

Reichslandhund und Enkel des berühmten gleichnamigen Historikers, in den Wallotbau. Die neun Männer der Vollspartei sind Gras Sioll- berg-Wernigerode, der bisher nur im Preußi­schen Landtag saß, und Staatssekretär Schmid, der im Ruhrgebiet den früheren Reichskanzler Dr Lut he r ausgestochen har. Früher war das Abstechen seine Force. Als Dezenten im Kriegsernährungsamt hat er im_Sriege das große Schweinemorden veranlaßt. Sein

SpitznameSchweine-Schmid" zeugt immer noch davon. Seit einigen Jahren ist die Vollspartei Refugium des modern gesinnten deutschen Adels, der sich ganz rechts nicht mehr zurecht finden, geworden. So ist erst kürzlich der politsche Berater des deutschen Kronprinzen im Kriege, der frühere Rügener Landrat Frei­herr von Maltzahn, zur Volkspratei übergetre­ten. Neben Graf Kanitz stehen von Kardorfs und Graf Stolberg, und als Debütant komm, jetzt dazu Herr von Gilsa, der frühere Adjutant und Einwickler Noskes, der wie so viele Gene­ralstäbler in der rheinisch-westfälischen Industrie

wenn man sie in ihrer vollen Bedeutung erfassen und die rechte Nutzanwendung fürs Leben dar­aus ziehen soll. Denn das Leben, der geheim­nisvolle, ewig schöpferische Geist des Lebens hat die Worte geprägt mit dem Zwecke, damrt dem Leben zu dienen. Wir aber gebrauchen die Worte wie abgegriffene Münzen, darauf das Btld des Kaisers, der sie geprägt hat, nicht mehr kenntlich ist Darum haben wir Grund genug, den Ur- wert und Ursinn der Worte herauszustellen, um ihn mit Wissen und Willen in die Tat umzusetzen.

Fleiß! Wie oft gebrauchen wir das Wort in Schule und Haus, ohne uns seines Ursprungs bewußt zu fein.

Woher kommt denn Fleiß? Zweifellos von fließen. Der Fluß ist das treffendste Bild einer ständigen, gleichmäßigen Bewegung. Was der Fluß unbewußt, kraft eines ihm selbst unbekann­ten Naturgesetzes tut, das soll der Mensch mit Wissen und Willen tun, sonst ergeht es ihm tote einem Wasserlauf, der versumpft und versandet, wenn er seine Bewegung, fein Fließen und Strö­men einstellt. Wir alle wissen: Stehend Wasser stinkt. Und der üble Geruch eines solchen Sump­fes kommt davon, weil das nicht mehr bewegte

Venedig, 2. Juni. Gestern versuchten zwei­hundert ehibentcn auf den im Hafen lieg-noen südflavischen DampferKosova" einzudringen. Truppen und Vie Zollwache stellten sich entgegen.

ihn schließlich verderben und verzehren.

Denn einem Menschen, der sich nicht mehr rühren mag, geht es wie der Pflugschar, dte tm Regen steht. Sie wird vom Rost gefressen.

Goethe hat das wundersame Wahrwort ge­prägt: .Das Leben ist des Lebens Zweck". Hin­ter dem Leben aber steht Gott als der Geist des Lebens. Das Leben aber würde stillestehen und eines Tages zu Ende sein, wenn es Gott nicht alheit in Fluß erhielte als allweiser Weltenlen­ker Daraus erhellt: Gott selbst arbeitet Nie- manb~ift so fleißig wie Gott. Und so ergibt sich die Lehre für uns: chm nach unseren menschlichen Kräften nachzueifern mit stillem, stetem Fleiß als seine Ebenbilder. Wir wollen Ströme sein,

Komödie.

Mit dieser genial erfaßten Balkantype des albanestschen Winkelblatt-Schwadroneurs uno Konjunktttrjägers, dte er in oft übersteigerter Karikatur mit erschütternder Komik auf modern bizarr-groteske Linien herausspielte, riß der stark verwandlungsfähige junge Künstler nicht nur Fäden, Tempo und Nerv der zeitweise etwas versandenden Diawge und Dramatik an sich, sondern er holte sich (sogar auf offener Szene) mit der geist- und phantastevoll beschwingten Simplizisflmusfigur auch den Lorbeer des Abends und stellte sich unter die fähigsten Ge­stalter der Slaatstheaterbühne. Ans Johannes T r a l o w s behutsamen, glücklichen Händen perlte diese Alt-Wiener Heiterethei ernst-fröhlich zwischen den von Maschineriedirektor Wachs- muth erstellten Geheimrats- und Salonzim­mern dahins letzteres etwas zu kühl und grabt« tätisch zum unbändigen Gefallen der Parguetts und Ränge, wenn der Schutz Grazie, Molligkeit und Schelmerei auch in stärkerer Dosts und leuch­tenderem Kolorit hätte verabreicht werden kön­nen. In den bunttoirren Völkerreigen Alt-

Moskau, 2 Juni. Die Vernehmung des ein­zigen Belastungszeugen für die deutschen In­genieure im Schachty-Prozetz, Baschkin, machte einen denkbar ungünstigen Eindruck. Nach der Ausstellung von Kruppmaschinen, so sagt er aus» trat bald eine Havarie ein, ohne allerdings ein Unglück zu verursachen. Baschkin behauptet, ihm fei die Absicht der Sabotage auf den vorhande­nen Unzulänglichkeiten sofort erkennbar gewesen Der Angeklagte spricht bann von seinem älteren Bruder, der bei der A. E. G. tätig und aus Rußland ausgewandert war. Juspelt. Geßler ha­be ihm 1926 von feinem Bruder Nachrichten ge bracht und dabei offen von Gruppierungen int Auslande und beabsichtigter Schädigungsarbeit gesprochen. Die. Montage der Maschinen sei überhastet worden, und es habe sich gezeigt, daß Maschinenteile fehlten. Gleichzeitig sei der In-

Sett geraumer Zeit wurde in der Lausitz im- feit einem Vierteljahr untersucht, um die «ti­met und immer wieder die Bevölkerung durch geschuldigten einwandfrei Überführen zu kön nächttiche Brände, denen wiederhott ganze neu. Ws Hauptbrandstafter sind die beiden

keine Sümpfe. .

Das weiß und will das Wörtletn Fleiß.

Paris, 2. Juni. Bor dem Straßburger Ge­richt beginnt heute der Spionageprozeß gegen die in der «utonomiftenaffäre freigesprochenen Kohler und Baumann. Der in Freiburg! (BMtzgau) lebende Baron Ley soll im eon MMeia^Verfahren ab geurteilt werden. WWWUen versucht haben, sich militärische Do­kumente und die Atobilisterung betreffende Ak­tenstücke zu verschaffen. Verhandelt wird unter Ausschluß der Oefsemlichkeit.

*

2D e Bomcate das Snotz föfcert

Paris, 2. Juni. Es ist noch nicht bestimmt, ob der elsässische Abg. Oberkirch das ihm von Poincare angebotene Unterstaatssekretariat im Arbeitsmiuisterium annehmen wird. In Straßburg wird heute über den Vorschlag Poin- eares entschieden.

Wasser fault.

Fleiß und Faulheit sind beide vom Bilde des Wassers genommen: Fließendes Wasser bleibt frisch und rein, stehendes Wasser wird faul und stinkig undversumpft" wie ein Mensch der sich nicht mehr sinnvoll und zielbewußt regen mag. Tas ist Sinn und Bedeutung des Wortes Fleiß, wie es auch Schiller in seinem Liede von der Glocke schon dichterisch darstellt:

Wenn gute Reden sie begleiten,

Dann f l i e ß t die Arbeit munter fort."

Die Fruchte des Fleißes sind uns allen be­kannt:Sich regen bringt Segen." Die Fol- Sen der Faulheit zeigen sich uns am besten tote­er im Bilde des nicht mehr fließenden Wassers, neble Dünste, die Fieber, Krankheit und Tob aussenden. Im Sumpfe Hausen unheimliche

hielt dieser Tage seine erste Mitgliederversamm­lung nach den Wahlen ab. Zahnarzt Dr. Kreis gab einen Rückblick auf die Wahlschlacht und feierte das Ergebnis als einen großen Erfolg, da sich dieser Bewegung trotz mannigfacher Geg­ner mehrere hunderttausend Kämpfer eingereiht hätten. Pfarrer Ziegler zeigte in einem Vortrag die Ausgaben der Bewegung für die Zukunft. Deren letzter Sinn fei, eine Erweckungsbewe- gung zu echtem frommen Geist zu sein. Alle ihre Glieder seien Herolde und Ruser im Streite um die schlafende deutsche Volksseele. Nach den i mit starkem Beifall aufgenommenen Worten von Pfarrer Ziegler bekundeten die bisher im Block bereinigten Organisationen auch für die Zukunst ihre volle tatkräftige Mitarbeit. Nach weiterer | SBebanSMuitg von organisatorischen Fragen

ihrer Freude über die spontanen Solida- ritätsklärungen der Belgrader und Slgtatnet Studentenschaft Ausdruck. Jin Be­wußtsein des gemeinsam zu führenden ! pfts in Freiheit und Menschenrechte cii

Leinen aus Irland.

Ein Lustspiel im Staatstheater.

Wo sollte ein von der müden, lächelnden Grazie einer erlöschenden, tobgezeichneten Zei- lenwenbe umstrahltes Lustspiel anders beheima­tet fein als im Walzer-, lieber-, liebesverzauber­ten Wien! Und Stefan Kamare knüpft char­mantes Liebesgirren, verfchlungene Herzens- nöte und heitere Lebensmotive aus dem bunten Tonau-Völkergemisch zu einem reizvollen, höchst dekorativen Szenenmosaik zusammen, in dessen vier Akten freilich das Bühnenblut streckenweise noch recht dünn und träge schleicht.

Sehr zart und lieblich erblühen aus einem klotzigen Handelsgeschäft (irische Leinwand soll in Oesterreichs Fabriken veredelt und nach Süd­amerika ausgeführt werden) die Rosen und... Dornen heimlichen Liebeswerbens. Armes lie­bens- und bemitleidenswertes Oesterreich! Im ganzen Handelsministerium sitzt nur e i n Mann von Charakter und Rückgrat, ein echt germani­scher Dick- und Trotzkopf, der sich fein strenges Nein" abiiugt, auch wenn er eine geliebte Kom-

Glaubt die Well diesem offenbaren Lügenmärchen? Aus der Lust gegriffene Phan­tasien eines Moskauspitzels.

untergekommen ist.

* * *

Zwei ungekrönte Fürsten.

Von Eberts Sohn zu Kahl.

Von neuen Leuten der S. P. D. sehen wir im neuen Reichstag den Magdeburger Ober­bürgermeister B e i m s, der fretlidj schon der Nationalversammlung und dem ersten Reichstag angehörte, den letzten aber Überschlagen hat, um einmal ungestört als Stadtoberhaupt tätig zu sein. Er ist kürzlich fünfundsechzig geworden und wird sich wohl demnächst auf das Altenteil des Reuhstagsmitgliebes zurückziehen. Mit Heine und Noske gehört er zu den äußersten rechten Flügelmännern der Partei. Auch der rote (besonders in der Haarfarbe) Heil­mann, der wie Adenauer den Titel eines ungekrönten Königs von Preußen führt, kommt jetzt zum erstenmal in den Reichstag. Ein ande­rer ungekrönter Herrscher, der dort einzieht, ist der alle Pens, seit der Revolution

heimlicher Herzog von Anhalt.

Freilich saß er schon vor der StaatsumwÄlzung zwölf Jahre ny allen Reichstag. Er hat wie Beims die Mitte sechzig überschritten. Und nun die zweite Generation, Fritz Ebert, der älteste Sohn des ersten Reichspräsidenten, dem er bis auf die kleinsten Falten um die Augen - herum ähnlich sicht. Er ist Wohl einer der jüngsten unter den Reichsboten. Kahl der Achtzigjährige und Fritz Ebert junior, der Dreißigjährige. Ein halbes Jahrhundert liegt dazwischen. Werden sie sich an einen Tisch setzen, der von rechts und der von links? Schon m einigen Tagen werden wir es wissen.

merzienratstochterhand damit zurückstötzt, und als seine echt wienerisch umfallenden höchsten Vorgesetzten längst für die Einfuhr-Genehmigung breitgeschlagen find. Aber gerade diese unbestech­liche Ätanneswürde reifet bas eigenwillig ' sich sträubende Mädchenherz ganz zu sich hinüber. Dem Entfliehenden springt sie in den Zug nach Kairo nach; in Prag schon drehen sie um.

Dem reichlich nüchternen und lebensfremden Doktor und Hofsekretär gab Karl Ebhardt sym­pathisch-menschliche Züge. Sein Goldfisch Lilly (Herta Ulrici) wuchs erst im letzten Akt aus einem entückend - schäkernden, exzentrischen Hauskätzchen zum leidenschaftlich begehrenden Weibe auf. Der Anflug von Wiener Schmelz und Charme hatte bei ihrem und noch mehr bei ihrer Schwester (Eva Hofmann) Getändel doch stark nordisches Gepräge. Den etwas schematisch gezeichneten Heiratspapa stellte Uhlig auf feste, solide Beine. Karl Randt's attenschener Baron liefe an Wellgetoandtheit und Kourtoisie nichts vermissen und spielte mit Karl Heinz Jaffes

Schlesinger aus Slutori eine Komödie in der

Sie Feuerwehr als Brandstifter.

Ein Stück aus dem Tollhaus in der Lausitz.-Massenbrände bei Nacht.Bon Hausbesitzern angefHftet.

Schicksal.

Watte-verpackt, prangten im Schaufenster erste Erdbeeren. In Holzkästchen. 75 Pfennig das Stück.

Sie blieben unbegehrt, well unbezahlbar.

Wir sind eben zu schade für diese Welt!* meinten die Erdbeeren, und verfaulte».

Oesterreichs fügte sich mit meist glänzendem Ge­schick noch ein Dutzend gut getroffener Emzel- Idftungen, von denen noch 6erooigebobenieten: Pickerts etwas zu trottliger, aber delikat um- rissener Ministerialsekretar, Tralows tve" nördlich angehauchter überlegener Sektionschef, Marbecks gut beobachteter Advokat, Schra­ders kolerisch-aufbrausender Tschechenkoller und andere. 1R1

Er schwärzt unsere Ingenieure an.

nur schwer und nur gegen größere Prüm geschloffen werden.

deutlich sind sie von Grundstückseigentümern, die sich in den Besitz der Versicherungssummen etzen wollten, regelrecht engagiert worden Aus den gleichen Motiven heraus wur­den auch sogen. Gekälligkeitsbrände angelegt.

Zwölf Ferrerwehrsünöer.

Der Hauptmann an der Spitze.

Bautzen, 2. Juni. Die Brandstifter-Um­triebe in den Ortsfeuerwehren wurden schon

Der Schwächere beugt sich.

Aber das serbische Volk will nicht kapitulieren

Belgrad, 2. Juni. Das BeKruntwerden des Inhalts der südflavischen AntnTrt-Notesafn Ita­lien. die in entgegenkommenden Tone gefoulten ist, foat eiue wahre Bestürzung in Belgrad her- norgerufen. Da man darin eine völlige Kapitu lation vor Italien erblickt. Die Note erklär! sich bereit, die Schuldigen streng zu bestrafen u. di: den Italienern zugefügten Schäden guzumachen Die Behörden würden mit größter Strenge die Wiederholung italienfeindlicher Kundgebungen verhindern.

Gehöfte zum Opfer fielen, beunruhigt. Trotz hoher Belohnungen blieben alle Bemü­hungen ergebnislos, bis jetzt die überraschende Verhaftung von 12 Personen Aufklä­rung brachte. Fast alle waren Mitglieder von OrtSseuerweforen und gestanden be­reits 21 von 36 Brandstiftungen ein. Verschie-

ständnisse ____ _________.

weitere bedürfen noch der Ausklärung. In ben I beginn! das .

Bezirken konnten zuletzt Feuerversicherunge- Assessoren Kußmann-Caspari

- - ihnen ebenso tote dem LandgertchtsratP eltze

Ivorgeworsen, daß sie amtliches Aktenmateiral aus der Untersuchung im Falle Barmat an die Presse leiteten, was dann die Basis starker Pres- Ifean griffe gegen die preußische Staatsregie tung lund mehrere prominente Politiker der Wetma- rer Koalition bildete. Eine wesentliche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Berbin- Iduna Kußmanns mit dem Hauptmann a D- Knoll, der durch fein Korrespondenz-Büro das

I Material lancierte. Auch eine Ehebruchs!-, nklr- spektor Wegner zur Kontrolle der elektrischen!^ swie der Plauener Strefemannprozeß spielt Anlagen gekommen. Wegner habe nicht rus-Ihinein.

fisch sprechen und deshalb wenig helfen können. $ßje tue Reichswehr befördert. Laut Mini- Er habe die notwendigen Ersatzteile als $rad)h I fterberfügung dürfen Stabsgefreite ebenso wie gut mitgebracht und sei länger als einen Monat I rbergefreite und Gefreite nach zwölfjähriger geblieben. Wegner habe von dem Bruder Bafch- Dienstzeit am Tage des Ausscheidens aus dem Uns diesem die Mitteilung überbracht, daß eine Heeresdienst zu Unteroffizieren befördert Wirtschafisschädigung beabsichtigt sei, auch in werden

dem Bergwerk Wlaffowka gleichzeitig will Basch- ffi{( bie Heilsarmee für Frauen sorgt. Die kin Direktiven von seinem Ches erhalten haben, Leiterin der Heilsarmee, Kommandeurin Eva der ihm gesagt habe:Meier wird näheres mit- Booth, kann durch eine Geldspende von zwei bringen." Meier habe sich denn auch durch den Millionen Mark nunmehr zur Errichtung eines Dolmetscher nicht verständlich machen können. Hospitals in Newyork schreiten, das vierhundert (Dabei hat sich der Dolmetscher für Meier ans- berufstätigen Frauen und Mädchen das Heim gesprochen, D. Red.) Meier habe die Direktiven ersetzen soll

dazu gegeben, wie die Maschine zerstört werden $ie Heilsarmee als Blindenlehrer. In «inne Meier habe Baschkin gefragt, wer bet Jrrmaika (Westindien) gibt es 1700 Blinde, von diesen Schädigungen mithel;en könnte. Seiten nur wenige lesen gelernt Wen. Die I Heilsarmee hat nun Schulklassen eingerichtet, anftalteten die Studenten auf dem Marktplatz um diese Aermsten zu unterrichten. Kürzlich eine Kundgebung I konnten die Zöglinge bereits öffentlich vorlesen.

Bos Zentrum nmiert noch ein Mandat ------------- :

Der jüngste Giftgas-Alarm»

Auch Magdeburgs Stahlflaschen werden versenkt.

Magdeburg, 2. Juni. Aus eine Anzeige hin, stellte die Polizei fest, daß auf einem Grundstück der Sacharinfabrik A.-G. vorm. Fahlberg Lrst tu Co. kleinere MeiMn vmi Phosgen lagerten. Es handelt sich um^Reffbe stände, tue tn Stahlflaschen untergebracht sind und bei der .Herstellung chemischer Produkte Verwendung ftst- den sollten. Ein Ausströmen des Giftgases ist nach sachverständigem Urteil ausge­schlossen. Trotzdem wurden die Flaschen poft- zeilich beschlagnahmt und auf dem Wasserwege abtransportiert, um dann vernichtet zu werden.

Ansgestreckte Bruderhände.

Südtiroler- und Balkan Unterdrückte gegen Rom.

Innsbruck, 2 Juni. Eine starke Studenten- $cifammlung in der Innsbrucker Universität er­klärte einstimmig, daß sie auf dem Grenzposten des Deutschtums, unbeachtet aller diplomati­sche« Einflüsse, den Kampf für Südtirol sortsetzen werde. Die Versammlung gab

Die privat-AInsiklehrer.

Dritter Tage des Kasseler Fortbildungskursus.

Anschließend an die Vorträge von Pros. Char­lotte Pfeffer überRhythmik und Jmprovisa- tion" und von Professor Mersmann überForm­lehre" sprach Herr Musikdirektor Hallwachs über .Gesangsmethoden in alter und neuer Zeit". Es war ein historischer Rückblick, ausgehend von der alt-italienischen Gesangskunst über unsere Alt­meister Nehrlich, Friedrich Schmitt, Hey und Stockhausen bis zur Gegenwart. Hallwachs ver­trat den Standpunkt, daß tticht mit dem Kehl­kopfspiegel das Geheimnis der Stimme bezw. deren Entwicklung zum Kunstgesangs-Jnstru- ment ergründet werden kann, sondern day nur immer dasGehör" dem Instrument die richtige Form geben könne. Vorgenannte vier Altmeister nahm er zum Gegenstand interessanter Vergleiche für den Aufbau ihrer Theorie. Seine interessan­ten Ausführungen verdichtete er zum Schluß zu der sehr richtigen Erkenntnis: daß es sogenannte .alleingültige" Methoden mit schablonisierenden Vorschriften garnicht geben könne, bedingt durch dieVerschiedenartigkeit" jeder einzelnen Stimme, die eben eineindividuelle" Behand­lung notwendig machte.

fchen-Landtag noch ein Mandat verliert, weil in Schleswig-Holstein eine Verbind ungserklä- rung auf die Sonderliste Zentrumspartei-Nie- bersachsen abgegeben worden war. Achttausend Zentrumsstimmen tonnten der Lanbesliste also nicht angerechnet werden und daraufhin erhielt das Zentrum ein Mandat weniger.

Das erste Aatheder - Fraulein.

___________ Vom Assessor zum Universttätsproseffor.

Baruther Einmal-- Klinke und Jaeüell Berlin, 2. Juni. Von der Universität Rostock ermittelt worden. Sie wollten sich persönliche Fräulein Dr. juris Else Koffka, Tochter wirtt-K-rstliche Vorteile verschaffen» z. T. auch eines Berliner Landgerichtsdirektors, ein Lehr- Freunden und Bekannten gefällig sein. Die 12 auf trag für Strafrecht erteilt worden. Frau ^genommenen gehören fast ohne Aubna'"- lein Dr. Koffka, die drei Jahre Assiftemtn an selbst den Ortsfeuerwehren an. Der - -erwehr- der Universität Berlin wa^ hat erst vorgestern Hauptmann Gude ans Rathe hat eine 'hr «ffefforenexamen gemacht. Ste ist dte erste befonders aktiveRMe gespielt. RMt «r hm ^^^'^«^^Le^ranf ag

Brandlegungen ar------'et, sondern I ° v ______Z

Ä" «. 40« Politik un6 Wirtschaft

über 15 Brandst >ungen vor. 15 Die letzten Barmat-Nachwehen. Demnächst '' ' 3 Disziplinarverfahren (jenen die

- - - Es wird

- - Tiere, Kröten, Schlangen und anderes Gewürm,

fönnntnnänPuflnffn das M im fließenden Wasser nicht halten kann,

XvVlIlllUMVM» villllt Ile in dem sich die lieben Fischlem des Lebens

Von Fleiß und Faulheit. freuen. Ein fauler,versumpfter" Mensch, ist

Man muß den Worten auf den Grund gehen eine Brutstätte von allerlei eklen Lastern, dte