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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hesstsche Abendzeitung

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Nummer 123.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Freitag, 28. Mai 1928.

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

18. Jahrgang

Große Koalition noch fern - Rücktritt Wer.

Varls bremst.

Auch die LinkSregierung wird sich wundern. (Von unserem Pariser Berichterstatter.)

Eine Stunde lang über dem Nordpol.

DieSfalia" schon wieder ans dem Wege «ach Spitzbergen.

Teures Negieren.

Wieviel kosten uns die Parlamente? Ha heften bezahlt bet Reichstag. Die höchsten

München, 24. Mai. Bei einer schwere« Ha

noch in Blüte standen, find kahl wie im Muter.

vernichteten in acht Gemeindebezirken alles, was

der Frost verletzten Tage zu vernichten übrig Klaffen hatte. Die Obübäume, die zum Teil

entdeckt. Als argwöhnische Angestellte die von zwei Kunden zurückgelaffenen Handkoffer öffne­ten, fanden sie darin eine Höllenmaschine mit brennender Zündschnur. Die Schnur konnte noch rechtzeitig gelöscht werden. Es handelt sich also auch bei dem oben gemeldeten Bombenan- schlag auf das italienische Konsulat um das Werk von Antifaschisten.

Oslo, 24. Mai. (Funktelegramm). DieItalia" hat heute nacht de« Nordpol überflogen.

Oslo, 24. Mai. (Durch Funkspruch). DieItalia" flog über dem Nordpol zwischen 1 und 2 Ahr morgens eine Stunde lang. DaS Luftschiff befindet fich auf dem Rückflug nach Spitzbergen.

den Element« zurückzudrängen, praktisch gespro­chen, die Sozialdemokratie von einer Uebertrei- buitfl programmatischer und personeller Forde­rungen zurückzuhalten, zu denen fle zweifellos durch ihr« überragend« zahlenmäßige Stärke Anreiz echält und in der Volkspartei bte

Sicht sind in dieser Beziehung nicht am Platze. Der Leiter der deutschen auswärtigen Politik ist in der Lage eine« Geschäftsmannes, der große Verpflichtungen und ziemlich unnachaie- bige Gläubiger hat, während man ihm selbst nur kleine und, was das bedenflichste ist, l e i ch t widerrufbare Kredite einräuntt.

Sehr geschickt hat eS Stresemann verstanden, sich auf diese schwankenden mündlichen Wechsel politisch-diplomatischen Kredit im Inland und Ausland zu beschaffen. Die Franzosen bewun- dern das ganz ehrlich. Sie sehen es auch gern, daß Herr Stresemann seinen Kredit verstärkt. Das kann ihnen ja nur nützlich fein, denn er erwirbt so die Mittel zu ihrer Befriedigung. Daß ein anderer in dem schwierigen Geschäft so gewandt operieren könnte wie Stresemann, glauben die Franzosen nicht. Von dieser Svmpathie. die man für den reellen Schuldner hat. zu einer positiven Entlastung dieses Schuld­ner ist noch ein weiter Weg. Auch eine ganz verständigungsbereite französische Regierung wird ihn nur bedächtig gehen. Wie bedächttg, das steht man an der Behandlung des Kellogg- paktes Aber wenn auch der Optimismus auf kurze Sicht auSgeschloffen ist. so wäre er doch ein Unrecht, dem Opiimismusauslange S i ch t zu entsagen. Die unzerstörbare Hoffnung

Strömung Scholz zum Schweigen zu Dringen, welche die nachbarliche Fühlung mit den Deutschnalionalen nur sehr ungern einer

Paris, den 22. Mai.

Im Weltausstellungsjahr 1900 herrschte in Paris die freundlichste Stimmung gegenüber den Deutschen. Als politischer Neuling war ich deshalb nicht wenig überrascht, als ein bürger­lich und national gesinnter Franzose in einer Versammlung die Worte sprach:Herr Bebel ist in erster Reihe national, er läßt die Interes­sen seines Valerlandes. den Interessen seiner Partei vorangehen, während unsere Sozialisten «s umgekehrt machen.- Kur; vorher hatte ich nämlich in einer politischen Versammlung in Berlin folgendes aus dem Munde eines natio­nal gesinnten deutschen Bürgers vernommen: Iaurös ist in erster Linie Franzose. Zuerst kommt immer bei ihm Frankreich, dann die übrige Welt, aber bei unseren Sozialisten ist es genau umgekehrt: erst die ganze Welt, zuletzt Deutschland!" Die gleichen Redensarten hat man hüben und drüben wieder einmal vor, bei und nach den Wahlen gesprochen. In Deutschland sagte man:Die französischen Wah­len sind vor allem durch nationale, nicht durch Partetinteresien diktiert. Sie liefern eine Kam­mer, mit der Poincarö eine nationale Politik machen kann, während man bei uns..." kommt ein vielsagender Augenaufschlag. Und als Mon­tag mittag die Ergebnisie der deutschen Wahl­schlacht bekannt wurden, sagte mir ein französi­scher Journalist im Kaffeehaus:Das ist ein Erfolg für Stresemanns Politik. Er kann jetzt mit Ihren Sozialisten Zusammenarbeiten und unserem Briand harte Nüsse zu knacken geben, während unsere Leute nur daran denken, ihre Parteiinteressen wahrzunehmen."

In der Tat ruft der Erfolg von Strese­manns auswärtiger Politik, der daS für den Ausländer am leichtesten erkennbare Merkmal dieser Wahlen ist, auch bei verständigungsge- sinnten Franzosen schon einige Unruh« hervor von den anderen garnicht zu reden. Man hatte so ausgezeichnete Argumente in der Hand, um die praktischen Konsequenzen von Locarno und Thoiry immer noch ein bißchen h i n- auszuschieben Man konnte auf den star- ken Einfluß der Deutschnationalen hindeuten, rednerische Entgleisungen in gefährliche Drohun­gen umwandeln, man fand immer wieder ein nettes Motiv für Rheinbesetzung und man konnte vor allem alle deutschen An­regungen mit dem Hinweis ablehnen:Rach den Wahlen! Wir wissen ja noch nicht, was sie geben werden.* Heute weiß man, was sie ge­geben haben; viel brauchbare Vorwände sind da­hingefallen und die diplomatische Stellung der Deutschen ist verstärkt. Das ist selbst dem Friedensminister* Briand nicht ganz ange­nehm. Wir können nnS darauf gefaßt machen, daß in der nattonalistischen französischen Presse bald wieder die AnschuldigungDeutschlands Friedensattacke" und die Klage auftaucht: Frankreich hat den Krieg gewonnen, aber Deutschland gewinnt den Frieden!* (Ebenso wie man ja auch bie Hamburger Giftgaskata- strophe wieder gegen uns auszuschlachten ver­sucht. D. Red.) Man darf hoffen, daß daS Re­sultat der deutschen Wahlen StresemannS schwere außenpolitische Aufgabe bis zu einem gewissen Grade erleichtert Mzu großer Optt- mismus und namentlich OpttmismuS auf kurze

Berlin, 24. Mai. (Eigener Informations­dienst.) Ob daS Kabinett bis zur Neubildung die Geschäfte weiterführt, oder ob es seinen Rücktritt erst vor dem zusammengetretenen Reichstag erklärt, ist an sich belanglos. Jeden­falls werden schon in der Woche nach Pfingsten die Verhandlungen zwischen den Parteien be­ginnen, sodaß bei Zusammentritt des Reichs­tags in der zweiten Juniwoche bereits eine Klä­rung eingetreten sein dürfte. Der Reichspräsi­dent ist, auch wenn er den Kanzler und dieser die Minister ernennt, praktisch schon bet der Bil­dung des Kabinetts an die Ratschläge nud Vor-? schlage gebunden, welche ihm die Parteiführer in Ansehung der Beständigkeit und Tragfähigkeit einer neuen Regierungskombination machen werden. Außerdem weiß man, daß Hindenburg großen Wert darauf legt, eine Reichsregierung neben sich zu haben, die sich auf eine

große Mehrheit des Reichstages stützt, eine längere Dauer und eine durch parla­mentarische Zwischenfälle wenig gestörte Arbeit gewährleistet. Darum richten sich natürlich zu­erst alle Bemühungen auf bie immer wieder ge­scheiterte Zusammenarbeit der bürgerlichen Mitte mit der Sozialdemokratie. Die Große Koalition ist schon seit Jahren etwas wie eine Jdealforderung des deutschen Volkes ge­worden; man erinnert sich daran, wie schon vor Jahren ein namhafter Wihrer bei deutschen In­dustrie Dr. Silber berg sie als die notwen­dige Voraussetzung eines ungestörten und furchtbaren Aufbaus und als die einzig« Mög­lichkeit empfohlen hat, dieses Werk ohne ver­nichtende Juteressenkämpf« zwischen Arbeiter­schaft und Unternehmertum fortzusetzen und zu vollenden. Der Ruf ist damals ungehört ver­hallt, weil Sozialdemokratie und Volkspartei ihr« spezifischen Standpunkt« nicht zu- rückstellen vermochten. Auch jetzt wird es, darüber kann kein Zweifel bestehen, sehr schwer sein, in beiden Parteien die auSeinanderstreben-

auf «in« Ordnung bet Verhältnisse, in bet ner auf beiden Ufern des Rheins aus. Die Frankreich und Deutschland einmal alle Rech- Wahlen haben das ihrige getan um diesem nmtgen beglichen und ihre Schuldbücher ver- Zeitpunkt einen kleinen Schritt näberzukommeu YE werden, macht ja auch die eigent- - und das ist unter den heuttgen Verhältnissen lrche innere Stark« bet StaatSmän- schon viel.

Wenn bie Höllenmaschine Platzt.

Ein furchtbarer Racheakt von Antifaschisten. Die zweite Bombe im Handkoffer gelöscht.

Die Parteien fühlen vor.

Soll die Große Koalition wieder scheitern? Wie Volk und Reichsprästdent denken. Deutsche Volkspartei und Sozialdemokraten an einem Tisch. Die Weimarer Koalition im Hintergrund.

Großen Koalition zum Opfer bringt. Diese alten Gegensätze bestehen in unverminderter Stärke auch heute noch, und daraus erklärt es sich, daß die Parteiorgane nur äußerst vorsichtig und taktisch vorfühlend an die Frage der Regie­rungsbildung Herangehen. Man muß deshalb, ohne den Unglückspropheten spielen zu wollen, immerhin mit der

Möglichkeit eines Scheiterns der Großen Koalition rechnen, wie man über­haupt schon jetzt in den geschlagenen RechtSkrei- sen dem neuen Reichstag eine kurze Lebensdauer prophezeite. Trotzdem wäre ein neuer Appell ans Volk unsinnig, ehe nicht alle Möglichkei­ten ausgeschöpst sind. Und gerade der Ausblick auf die Weimarer Koalition könnte die sHialition immerhin beschleunigen.

TTas Kabinett bleibt im Amt.

Rücktritt erst Mitte Juni.

Berlin, 24. Mai. Dast Reichskabinett be­schloß heute unter Vorsitz des Reichskanzlers unter voller Zustimmung des Reichs­präsidenten, zurzeit von einer Demission abzusehen und in Aussicht zu nehmen, am Tage vor dem Zusammentritt des Reichs- tags de»? Herrn Reichspräsidenten die De- Mission zu unterbreiten.

Poiirearö am Ziel.

Die Stabilifierung steht dicht bevor.

Paris, 24. Mai. Ministerpräsident PoinearS hat auf seinem Landsitz bie Regierungserklärung vorbereitet und die Finanzlage geprüft. Die ge- festliche Stabilisierung des Franken ist nur noch eine Frage der Zeit. Ein Blatt teilt mit: Poin- cart werde die Beschlüsse nur in vollem Einver­ständnis mit der Kammer treffen und wahr­scheinlich die Stabilisierung endlich abschlietzen. Diese werde jedoch nicht eine Teuerung oder eine Regelung der alliierten Schulden oder sogar eine Revision des DaweSplanS zur Folge haben.

Buenos Aires, 24. Mai. (Funktelegramm.) Im Paßbüro des italienischen Konsulats in Buenos Aires explodierte eine Bombe, wodurch 10 Personen getötet und 20 verletzt wurden.

Newyork, 24. Mai. (Durch Funkspruch.) In Buenos -...res wurd. ,n einer Apotheke, die einem Faschistenführer gehört, eine zweite Bombe

Diäten in Livve. Waldeck bat das billigste Parlament. Drei Millionen geben jährlich branf. Andre Staaten bewilligen noch mehr, haben aber nicht a Mjebn Parlamente ...

Parlamente kosten Geld. Abgesehen von der Unterhaltung bet Gebäude und der Räumlich­keiten, von Heizung, Beleuchtung, Drucklosten Gehälter für Beamte, sind da nicht die Diäten für die Abgeordneten. Da ist es nun interessant, festzustellen, in welchem bet zwanzig deutschen Parlamente das Entgelt für die Abgeordneten am günstigsten ist. Zweifellos ist dies im Reichstag der Fall; hier erhalten die Abgeord­neten ein monatliches Entgelt von 619 Mark; im Preußischen Landtag nicht viel weniger, nämlich 618,75 Mark. Dann folgt Sachsen, das den am Parlamentssitz wohnenden Wgeordne- leit 495 Mark monatliches Entgelt bezahlt, den auswärtigen 557 Mark. Die entsprechenden Zahlen für Württemberg sind 300 bzw. 450 Mk. für Oldenburg 245 bzw. 555 Mark. Sehr nie­drig dagegen sind die Diäten der hessischen Ab- geordneten. Sie erhalten monatlich 100 bzw. 200 Mark. Andere Länder bezahlen Tagesgcl- der, so Lippe 19,50 Mark, Baden 8 bzw. 12 Mk. Rechnet man die Diäten aus den Tag um, so findet man, daß neben den Reichstagsabgeord- neten und den Abgeordneten des Preußischen Landtages (je 20,60 Mark) bie

lippischen Abgeordnetendiäten am größten sind (19,50 Mark); bann folgen Sachsen (18,60 Mark), Oldenburg (18,50 Mark), Mecklenburg- Strelitz (18,00 Mark), Württemberg (15,00 Mk.), Baden (12,00 Mark). Sehr niedrig sind dagegen die Diäten in Mecklenburg-Schwerin (4,50 Mk.) und Braunschweig (4,00 Mark). Was kostet nun ein Arbeitstag in den einzelnen Parlamenten? Dieteuersten" Parlamente sind natürlich die mit großem Abgeordnetenzahlen; das sind der Reichstag und der Preußische Landtag. Bei den 493 Abgeordneten, die der vergangene Reichstag zählte, machte dies pro Tag 10156 M. für Diäten; der Pteußistsche Landtag mit seinen 450 Abgeordneten kostet 9270 Mark. In weitem Abstand folgen dann die übrigen Parlamente. Dar

billigste" ist die LandeSvertretung von Waldeck, die mit ihren 17 Abgeordneten für einen Ar- beitStag 170 Mark Abgeordnetendiäten erfordert Rechnet man die Diäten sämtlicher Volksvertre­tungen in Deutschland zusammen, so ergibt bei der gegenwärtigen Abgeordnetenzahl ein Ar­beitstag in sämtlichen deutschen Parlamenten eine Diätenausgabe von rund 32 009 Mark, macht im Monat rund eine Million und bei etwa dreimonatiger Tätigkeit im Jahre jährlich einen

Aufwand von drei Millionen Mark.

Wie ist nun die Abfindung der Abgeordneten der ausländischen Parlamente? Außer in Deutschland, erhalten die Abgeordneten monat­liche Diäten in Oesterreich, nämlich 360 Mark, in Litauen (378 Mark), in Rußland (490 Mark) In Ungarn erhalten sie neben montlichen Diä­ten in Höhe von 472 Mark eine jährliche Ent­schädigung von 1460 Mark. Tagesgelder gibt cs in Schweden (36 Mark), in der Schweiz (24 M.) und in Jugoslavien (22 Mark). Einige Staa­ten zahlen jährliche Diäten. So die Vereinigten Staaten, und zwar 42000 Mark, Holland 8400 Mark, Norwegen 7800 Mark, Belgien 7000 Mk., Japan nur 1500 Mark. Von allen Staaten zahlen also die Vereinigten Staaten

bei weitem die höchsten Diäten, bte auch bann noch die aller anderen Staaten überragen, wenn man berücksichtigt, daß der Dollar im Inland nur die halbe Kaufkraft hat wie im Ausland. Rechnet man die Diäten der einzelnen Staaten auf den Monat um und ord­net nach der Höhe, so ergibt sich die nachstehende Reihenfolge. ES bezahlen monatlich: die Ver­einigten Staaten 3500 Mark, Schweden 1080, die Schweiz 720, Holland 700. Südflavien 660, Norwegen 65o, Deutschland 619, Ungarn 594, Belgien583, Rußland 490, Litauen 378, Oester- reich 360, Japan 125 Mark. Deutschland steht also hinsichtlich der Abfindung seiner Abgeord­neten ungefähr in der Mitte. Bei Schweden, bei der Schweiz und bei Südflawien muß man berücksichtigen, daß hier nur Tagesdiäten, also nur die Tage bezahlt werden, an denen das Parlament tagt. Gering dagegen sind die Diä­ten in Litauen und Oesterreich: beschämend klein ist die Abfindung der japanischen Abgeordneten denen man im Monat nur 125 Mark (250 Yen)

Gin grausamer Mai.

Zum Frost auch noch Hagelfchlossen. Die Obsternte im Chiemgau vernichtet. Schwere Saat, und Gartenschäden.

gelwetterkatastrophe im Chiemgau fielen die Die Aeste wurden samt den Blüten abgeschla- Hagelkörner in der Größe von Taubeneiern unb gen. Die Getreidesaaten find dem Erdboden "'* 1 '**' -i- gleichgemacht. Die Aecker müssen aufs Neue nm-

gepflügt werden. Auch der Schaden in ben Gär­ten ist groß.