Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
rotten
toftWcffonto
Nummer 111.
Einzelpreis: WochenlagS 10 Pfennig.
Freitag, 11. Mai 1928
Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.
18. Jahrgang
®efd)äft8an«t»en frtt mm-3etle 10 A. anSmärtiae
<8tfd>afi#ainetaea Är* mw.'Jfil» 10 A ftumilttnjnwtflen die mm-Seile 1t! A fl.uVu8 ®areI iaS PD,rt 6 auswärtige kleine finwiaen Sie mm. '"eklgmev die Uiii>.,-teilr «8 A Onenaebüdi 25 A «bei Anstellung F i’ » KecknungSveiraae lnnerdalb 5 lagen wblbiir Mit die 'Jltibneteit aller önrtb i^ernlvrecker antgeaedenen stnzetaen sowie fBt «uinadmedate» und t’läB« fjnn n,»t aaraottertrotrden ftfli Nn,eigen mit besonders schwierigem Satz 10V Vrvteni rioNcklaa Druckerei: Scklackikosstr 2S'3(i AeschliOSstelle: Sölnilckestr 8
illackrichken erscheinen wachen,I ch «eckomal nackmiriao« uaIA^sn?nmxtnt^tfl!:.B.cru:äal iür be» Monat 2.20 Jt b-i freier Zu"tell"a
*n bcr. G-schdslSstelle abgeholt 2.— Ji. Durch die Post monatlich 2.20 Jr
3u»ell,tna»«e»übr cherniore-dei t»51 und Unz Hüt unoerlang, »sn?'nhäat «’"« ’K«‘>n>n»onBnp oder Äemäbi in
ke nem »alle Nbeenedmrn cklück,adlun, de» «e,ug»aeldes oder «nsvrücke e noaiaei nicht ordnnnaomSK-ger Vitimine »ft ausaeichlossen - Poftscheu,»»,, ->r,n.furi » M 'flnmmn «No S-n,elnummer 1(1 4 SonntaaSnnmmer 2>> 4
Stvei Völker beglückwünschen Stresemann
sodaß einr Annäherun
das Ziel der nationalen Sehnsucht
Fehlens von Erzvorkommen und der
inder-
Strrsemann zum Geburtstagsgruß.
Hl,de 'm Wadikampf.
Wiesbaden, 10. Mai. Mehrere Rationalsozia-
stellt nichts anderes dar, als eincnneuen Ber- '-V- Reich heut«, wenn Stresemann 1923. als M einem Zusammenstoß gegeben hat, wobei ein wundert a£MaW' bewundernd und b-. such, wenigstens einen Teil dieses Programms £«Ie verzagten, nicht seinen Optimismus Rationalsozialist erhebliche Verletzungen erhielt. ^sührtt! dahi
zu verwischen. Soweit man di« Lag« bisher behalten hatte? ____ «S *.2 SÄ" KSUfö!8.* »®“8L2cn
übersehen kann, wendet sich gan, China cinmii« * * * w _ Reickst'aa aewlnnt"^ m "Ochsten
itg gegen die japanischen Bestrebungen und «s (heftcttßtcb B3I* tH tlttC WrtS dSk FkÜhliNg bklNgt. Panei ^enn p-rak ^ernft /rf f
scheint nicht ausqesckloflen, daß diese japanische wqiCTCCK? <?<Ut ZU UNS. y ( y . e f wird sich von
Schnee, Wirbelsturm, Erdbeben.
We sie Stresemanns Geburtstag feiern.
Berlin, 10. Mai. I« Berlin uud Umgebung
hübscheste und eleganteste aller Reichsminister überall zu sehen, wo etwas los war, immer charmant, die Cour machend, bewundernd und be-
W. ..... . . ... . .. )cn soll,
der litauisch-polnische So„flitt und die Waffen-
Tiefere Gründe.
Warum Japan China überfällt.
leder parlamentarischen Tätigkeit zurückzichen um sich von nun an ganz den wichtigen Aufgaben zu widmen, die seiner in Genf harren. So w,rd denn die demokratische Partei in Zukunft nur noch einen Vertreter des deutschen Adels im deutschen Reichstag haben, nämlich den Freiherrn von Richthofen. Auch die Zentrumsfraktton wird, da die Kandidatur des Fürsten Löwenstein nicht durchgegangen ist, nur einen Adligen im Reichstag haben ,nämlich ihren langjährigen rzraktionsführer von G u s r a r d, in dem Ein-
Fort mit -em Krieg!
Italien sagt zu — Aber Washington-London gegen eine Juristcnkonferenz.
«oyre durchaus nicht günstig waren. Nun besitzt die so nahe gelegene Provinz Schantung prächtige Kohlenlager und E r z - b-erg werke. Was lag also näher, als sic'
Hoch hinaus.
Blaues Blut im neuen Reichstag.
5ldG. I« der Zulammeniebuna des neuen deutsche« Reichstags werden wesentliche Beton- dernngen kaum eintreten. Einige gan, alte Bonzen kommen nicht wieder, ebenso einige Unsere Herren, die im Gegensatz zu den Partei- vorständen, die Re in das Parlament geschickt batten, ,n sehr nach rechts »bet links gern licht sind. Unser eingeweibter Mitarbeiter läßt Rck darüber wie folgt vernetzmen.
Dem Grafen Schulenburg brachte seine letzte freimütige Rede zum Heercsetat die seidene Schnur. Vor allem wird bei den Deutschnationalen der alte eingesessene und der neueste Beam- ten-Briefadel vertreten sein. Neben den pom- merschen und märkischen Gutsbesitzern von Dewitz und Keudell ,dem derzeitigen Reichsinnenminister, und dem in Thüringen begüterten Baron Goldacker, wird auch Herr von Dryandcr wieder in den Reichstag einztehen, dessen Vater erst 1913 als Oberhofprediger Wilhelms n. no- bilitiert wurde. Neueren Datums ist auch der Adel des zum Erstaunen vieler wieder ausgestellten Gesandten von Kemnitz, des Verfassers der berüchtigten Mexiko-Depesche unseligen Angedenkens, und der des Herrn von L i n d e i n e r, des Organisators und Hauptgcschäftsführers der Deutschnationalen. Ihn wollte der rechte Flügel dieser Partei durchaus zum deutschen Gesandten in Belgrad ernannt wiflen, nicht etwa wegen feiner Parteiverdienste, sondern um ihn, der vielen zu weit links steht
kalt zu stellen.
Dem w sisfsilifchen Madel gehört der frühere Regierungspräsident in Münster, ."ras M e r v e l v i
!aber ein kluger politischer Gegner und als sol- cher Willkommen. Ein Demokratenorgan schreibt: Der beste Glückwunsch sei, daß er im kommenden Jahrfünft seine innenpolitische Stellung zur Republik und Demokratie ebenso klären und festigen möge, wie er seine außenpolitischen Ideen geklärt und entschieden vertreten habe. Graf CroudenHove-Calergi nennt i Deutschlands Erneuerung daS erste große Werk Stresemanns, daS zweite sei die Ar-1
regelrechten Krieg um Schantung zu kämpfen, ist mehr als fraglich, nachdem die übrigen Großmächte sicher nicht ruhig einem solchen Beginnen zuseycn würden. DaS unruhig gewordene Weiß« Haus hat sich nur müssen durch Japans Botschafter von Japans »fried- liehen" Absichten überzeugen lasten und auch
an, einer der wenigen Katholiken ,die deutschna- tional sind, dem ostpreußischen Uradel Graf Eulenburg. Beide stehen in sicherer Stelle, ebenso der dem baltischen Uradel entstammende Breslauer Professor Freiherr von F r e y t a g h - Lori n g h o v e n, der Zusammen mit seinem Fachkollegen, dem Staatsrechtslehrer Professor Helfritz, das entfant terriblc für den preußischen Kultusminister Dr. Becker ist. Dagegen ist die Familie der ebenfalls wiederaufgestellten Reichstagsabgeordneten Frau von Sperber eine erft 1869 nobilitierte ostpreußische Großgrundbesitzersfamilie. Frau von Sperber wird wieder als e i n z i g e F r a u in der kommenden deutsch, nationalen Reichstagsfraktion sitzen. Gras Westarp aber, der Häuptling der Partei, ist der Nachkomme eines anhaltischen Prinzen aus seiner Ehe mit Caroline Westarp, der Tochter eines preußischen Oberamtsrates in Brieg. Neu in den Wallotbau zieht der tapfere Held Deutschost- afrikas, General vonLetlow-Vorbeck, ein. Er entstammt einer Familie des pommerschen Uradels. Zur Volkspartei werden außer den alten Adligen zwei neue Agrarier treten und zwar der märkische von Holtzendorff und der ostpreu- ßische Graf Kanitz-Podangen. Die bisherigen sind von Kardorff, Gatte der in der Reichs- Hauptstadt durch ihren politischen Salon so be- kannten Frau Katharina von Kardorff-Oheimb, von Raumer und Freiherr von Rheinbaben. Herr von Raumer hat zwar keine berühmte Frau aber eine berühmte Schwiegermutter. Er ist nämlich der Schwiegersohn der 1925 verstorbenen bekannten Schriftstellerin Elisabeth von Heyking, deren Erstlingswerk »Briefe, die ihn nicht erreichten" sie wie Byron plötzlich über Nacht berühmt machte. Eine literarisch angehauchte Frau har auch Baron Rheinbaben, dessen Gattin ab und zu reizende lyrische Gedichte veröffentlicht. Zum Grafen Stolberg im Landtag kommt also Graf Kanitz-Podangen im Reichstag Graf Gerhard oder wie ihn seine Freunde nennen, G e r t i ft u • st t tz, ist freilich kein Neuling im parlamentan- schen Leben. Er zählte 1923 als Landwirtschafts. Minister erst achtunddreißig Jahre und war bis zu seinem Ausscheiden 1926 nicht nur der Benjamin des Reichskabtnetts, sondern auch der
voll Erbitterung zusehen, wie gerade diese Großmächte sich dann das in Form von Mandaten nahmen, was die japanischen Truppen erkämpft hatte. Sie rastete aber nicht, und nach zwei Jahrzehnten war es ihr gelungen, Ruß-, land und Deutschland zurück zu drängen. Als sie 1914 Tsingtau berannten, setzten sie sich wieder in Schantung fest unter dem Borwand, China gegen Deutschland zu schützen. In China selbst merkte man aber bald, nachdem Japan fcn?e£e$otto^tnt S ch i?d?'?g h^^^Abei für den ^ropäischen FriedenH' Str^ ^Wiesbaden, 10. Mai. Mehrere Rationalsozia- ^avan beouemte sieb erft Mir Räumuna aia mann8 Wirken, fo schreibt fein eigenes Organ, ^fan wurden beim Verteilen von Wahlzetteln sich die G?o ßmäch t e ^e inmTf ^t ßr t ber Geschichte an, die ihn vielgc^ «on etwa 50 bis 60 R-ichsbannerleuttn mit Nichtsdestoweniger hielt es mit bewunderuitgs- EEr und wohlwollender behandeln wird als cul£®^ ttUf ble Deutsche Republik empfan- toerter Zähigkeit an seinem chinesischen Pro- seiner deutschen Zeitgenossen. Die Deutsche 8««- Fs so« nun von bis letzt unbekannter Seite gramm fest, und die jetzt unternommene Aktion! ^?8emeine Zenung fragt, wo wär« das Deut-I^t: Ruf ,^Pfui." gefallen fein, der den Anlaß
, ES ist alles schon dagewesen, auch was sich letzt in China abspielt. Verschiedene Ausschreitungen werden dazu benützt, eine Auseinandersetzung großen Stils herbeizuführen. So verständlich es ist, daß ein Volk den Schutz seiner Angehörigen in einem fremden Lande verbürgt und Exzesse ahndet, so wär« es aber
Wien, 10. Mai. Des heutigen 50. Geburts- 1 -------------.... „„„
tag« Dr. Stresemanns gedenken die Blätter in f“nI gestern Plötzlich das Thermometer auf drei her^icher Weise. Sie würdigen seine hohe Be- ®rQb Celsius. Während des ganzen Tages deutung für Deutschland, Europa und die ganze *-*■—- —- - —
Welt. Etn Blatt schreibt: Ganz Oesterreich ist
gingen leichte Schnee- und Regenfälle nieder.
«6* * ifs äk-äsi ft»
wann, der sein Volk aus tiefstem Jammer und! herab stürzende Mauerwerk fiel auf die tiefer aus vollkommener Knecktfckaft herausgehoben gelegenen Häuser Drei Einwohner fon- h°t- W.r in Oesterreich fühlen die gleich« Zu-Iden dabei Ln Tod 5 ’
Genf, 10. Mai. Das Programm für die Ratstagung am 4. Juni umfaßt insgesamt 34 Punkte, darunter regelmäßige Berichte der Kommissionen usw. Von politischer Bedeutung sind diesmal r“““1#! UKÖ aynuei, |d war« es aoer I verhältnismäßig wenig Fragen, u. a. liegt das doch unbegreiflich, wenn dieses Land so etwas Haager Schiedsgerichrsurteil über O b « r s ch l e - S*'1“” Krieg tnijenierte oöne doch andere sie ns Schulen vor, das für den deutschen GArnde zu, haben. In Tflnansu hatte die Standpunkt günstig ausgefallen ist. Die Fragen fiapan'^*e Wttertaneu rein politischer Natur hoben den Rm schon ^d^thre Hauser,i"stort. Japan, ha!! früher beschästiat, nämlich der rumänisch-
keine Möglichkeit habe, die Juteressen seiner Burger in Schantung zu wahren. In Wirklichkeit aber liegen dem Vorgehen der japanischen Regierung viel tiefer gehende Motive zu Grunde.
London, 10. Mai. Einem Washingtoner Korrespondenten zufolge bietet Mussolini in seiner Antwort auf den Kriegsächtungspakt ftel- logs feine herzliche Mitarbeit zur Erreichung biefer Vereinbarung an. ES wird angeregt, daß
landes ihrer Heimat der Lebensunterhalt nur ein juristischer Sachverständiger der Vereinigten schwer abWirotzen ist, so kann man cs ver- Staaten an einer eventuellen Juristen-ftonse- stehen, daß Japan ein vitales Interesse daran renz teilnehmen sollte, da diese sonst zwecklos hat, Siedlungsland für seine zur Auswande- mmwm
runa genötigten Bewohner in nächster Nähe «... m v
zu beschaffen. Dazu kommt noch, daß JapanI?" ^J'/keebund wird nicht schweigen dür-Iverficht in das Wirken des deutschen Staats- infolge der Sterilität seines Bodens gezwun-1 kommt auch hier ein Kompro- mannes. Wir in Oesterreich hoffen, es werde
gen war, sich vou der agrarischen auf die in- zustande, eine Lotung wird es aber nicht ihn auch gelingen, auch hier die !
scheint picht ausgeschlossen, daß diese japanische Intervention die Einigung der sich bekämpfenden Chinesen beschleunigt. Ob es bann Japan noch darauf ankommen läßt, in einen
sendung von St. Gotthard. Vermutlich werden die
wichtigsten Punkte vertagt
werden müssen, da heute schon mit ziemlicher Sicherheit feststeht, daß B r i a n d auf der Jüni- tagung n i ch t e r f ch c i n l. Man rechnet in Genf ebenfeils allgemein damit, daß auch Au<-n- minister Stresemann, weil die Regierungsbildung bis zum 4. Juni noch nickt erfolgt sein dürfte, und auch der englische Außenminister Chamberlain der Tagung fern bleiben werden. Dte Vertagung des rumänisch-ungarischen Optantenstreites ist bestimmt zu erwarten.
der Erfüllung anzunähern, und die Bande zwi- wertiakeit her nn ö'nnh» "fpffi'ft' I . .. ischen uns und dem Reiche noch fester und inni-
Kohle durchaus ^nich^günstw^^varem^Nmr "be-1 Deutschland hellte?
?Vitiiit Strcfctiinnnä Toitit niiÄ her trifnrrtHffi ......... S------“--3 G-b-E.--,/-,. ?Ä®SS“S
I Die Berliner Presse würdigt z. T. ausführ- große Tat Stresemanns ist nicht bloß, daß et
dieser Provinz Sckäntuna z'u'bcmäckHn m» “J? die sechsjährige Arbeit des heute 50 Jahre die Verständigung durch. Locarno fördert, auch
damit der iavanttcken^ndnstr^^^ °Iten Außenministers Dr. Stresemann jenach Imchtbloß, daß er das Vertrauen der frem-
«runblaqe zu geben Bereits 1894 hatte E- der politischen Einstellung. (Siebe auch den Ar- de« Staatsmänner gewann, sondern daß durch
Pan in einem Krieg mit China versttchi sick aus ^-Spalte in der gestrigen Ausgabe der deutsch« Geist ,u entscheidender Weise
chinesischem Boden festruseben ES bat ben bct -Kasseler Neuesten Nachrichten". D. Red.) **mgebtIbet werben konnte und ein neues
Krieg mich aewonnen aber bie Jntcrventioi!^r ein Rechtsblatt ist Stresemann keine Europa mit Augen anschen lernt«, bie sich von
Rußlands? ^Deutschlands und FraÄreichs 0ro6* drrsönltchkeit, geschweige denn ein Staats- y^e^Bergangenh^t freizu-
brachte es um die Früchte dieses Sieges mcmn. Set» Wollen int Amte war zweifellos 20 Bismarcks
.. , großer als seine Erfolge. Ein Sozialistenblatt ^°d steht
- M grollend zuruck und mußte hält ihn für feinen Politischen Gegner. Er sei Deutschland wieder groß und mächtig da.
Was die Nachfolger des eiserner, Kanzlers durch die Poliitk der Faust zerstörten, ist wieder aufgerichtet durch die Friedenspolitik Stresemann. Bismarcks Erbe hält ohne Allianzen und ohne schimmernde Wehr die Erbschaft fest, die sein großer Vorfahre hinterließ. Ein Blatt ist als Sonderfestnummer erschienen.
il UH UUT Uie l IV I f.„i ' ev’ V ' * <2----c’ '3 ’’ ---- •••«?*
Isis umz ustellen, Dbtoo^I 0braucht Schantung
Vorbedingungen infolge des und wird daher nicht ruhen, es zu «rrtngen.
Di« Chinesen haben durch bie Zwischenfälle itfn Tsinanfu den Japanern auch wahrlich einen billigen Vorwand geliefert, ein«, große Aktion zu unternehmen und sich mit ansehnlicher Truppenmacht in 'Schantung zu etablieren. Der Drang Japans nach einer Expansion auf dem ostastatischen Festlande beherrscht schon die japanische Seele seit dem Zeitpunkte ,daß Japan seine rasch zunehmende Bevöllerung im eigenen Lande nicht mehr ernähren kann. Wenn man hört, daß etwa fünfzehn Millionen Japaner außerhalb ihres Mutterlandes ihren Broterwerb suchen müssen weil den steilen Hängen des gebirgigen Insel- \
Varis allein starrköpfig.
Scheitert der Ant,kr»egspakt an Poinearö? England suckst zu vermitteln.
wäre, da jedoch Großbritannien nicht länger geneigt zu sein scheint, diese Juristenkonferenz zu begünstigen, so habe dieser Passus der italienischen Antwort die hervorragende Bedeutung eingebüßt, die er anderenfalls gehabt hätte. Auch Kellog wird jetzt feine Ansicht wiederholen, daß die angeregte ftonfcrenz unnötia ist und bleibt.
* * *
Em Opfer der Diktatur.
Ein Arbeiter unter Faschisten 'ugeln.
Paris, 10. Mai. An der italrenisch-sranzS- fischen Grenze wurde ein italienischer Arbeiter von der faschistischen Bürgerwehr erschossen als er versuchte, über die Grenze nach Frankreich zu fliehen. Er war vor kurzem nach Italien zurückgckehrt, von den Faschisten jedoch den Gerichtsbehörden auSgeliefert wordcn. Er hatte sich wegen seiner faschistenfeindli- cken Tätigkeit in Frankreich verantworten sollen und deshalb versucht, nach Frankreich zu entkomme».
E§ dreht sich weniger um nicht mehr und weniger alSumdenBesitzderProvinzi o„ k m Schantung, auf die Japan seit langem ein W- Mai Der diplomatische Kor-
Aug« geworfen hat. Bisher wurden jedesmal «x"**"* £‘ne„aJey<ifleruttg der englischen dies« Absichten vereitelt. Run aber glaubt Ja- -knmwrt auf dm Kellogschen Vorschläge um eine pan anscheinend jste Stuilde gekommen, daß M Woche an, die di« Besprechungen mit es sich endlich in dieser Provinz scstsetzen könne *anS ,nn“’ *»8“, dem gewünschten Ergebnis geführt habe». Kellog habe die französischen Befürchtungen hinreichend zerstreut sodaß eine Annäherung der beiderseitigen Auffassungen möglich fein sollte.
Wir gehen in Genf leer aus.
Kein Außenminister am 4. Juni zu erwarten. — Briand krank, Stresemann noch nicht fertig. — Die Rheinräumung ein Fragezeichen.