Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
ftnjttaentnttfe: ifctnbeimtfdK ®efd>ält»anwtpen frte mm-3eiU 10 A. answärtiae (9efd)äit#anieiflen di« tnm-3eile W A. i>am:ltenanietgen dl« mm»S«iI« lv 4. Klein« flnwiaen and ff a fiel bad 8?ort 5 A. aueroämae klein« fltiMiaen di« mm» Zeile lü 4. Reklamen di« mm-Zeil« 88 J. DtfertgebObr *> A (bei MufteOune 85 4i. SieLnunasbeiräae innerhalb s Tagen uhlbnr *ür die Richribkeii aller dunb idernivreter aufaegebenen Anzeigen foroie für «nfnahmebaten nnb Plätze kann nick» garantiert werden. Mr Anzeigen mit befonfrerS ftbroiengem Latz 10C Prozent aufftblag Druckerei: Tchlackukwtttr 38'30. ®ef*8ft#fteffe: ffölnffibeftr. 6
Nummer 109. Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig. Mittwoch, 9. Mai 1928. Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig. 18. Jahrgang
Di« ff .i fiele« »ItutRen iHadindnen ertaetnen n>6<benthd> «etbamai natbmittag» Der Abonnewentsvreir beträgt für den Monat 2.20 Jt bei freier äufieUung ins Haus, in der Geschäftsstelle abgebolt 2.—t. Durch die Poft monatlich 2.20 Jt aua'chlieüiich ,8ufleüiina#aebübi. Aerniereibei 451 nnb »52 <>ür unoerlangi
e-naefandte Beiträge kann bte Redaktion eine Beraniwortung oder Gewähr in fernem fcafle übernehmen Rückzahlung des BezngsaelheS oder Ansorlicke wegen e'reatgn nicht ordnunasmäb'ger yiefemng t# ansgeitlofien — Postscheckkonto itrinfiun a M Rummet <3811 Gin«inummer 10 A $onntag»nummer 2l> 4
DieGtaatöMsk in Rumänien überstanden?
te. Das ist völlig wahr. Tatsächlich von einem ZeitungSunternehmen be
London, 8. Mai. Laut Pressenotiz beschloß das Kabinett gestern, Prinz Carol von Rumänien zu ersuchen, England zu verlassen. Der
cheit in Kammer und Senat rung Averescu stürzte, aus
Der Sauer steht ans.
Umsturzfieber in Bukarest.
Bukarest, 8. Mai. Wegen deS Andrangs zu einer Rede des Bauernführers Michalake wurde der Berkehr in den Straßen, in der sich
iederBerschleppung der Räumung?
Poincars für Briand. — Bertreter für Genf. — Läßt fich Strefemann darauf ein?
Carol politisch erledigt r
Landen, 8. Mai. (Eigene Drahtmeldung.s Ein Korrespondent in Bukarest meldet, daß nach Ansicht der politischen Kreise der rumänischen Hauptstadt Prinz Carol nach dem Bauernkongretz von Alba Julia alS politisch erledigt anzuschauen sei. Sein Name sei während des Kongresses nie erwähnt worden.
Carole Helfershelfer und Verschworene,
London, 8. Mai. (Eigene DraHtmeldung.) Ein Blatt erklärt zur Herstellung des Carol- manisesteS, von dem zwanzigtausend Exemplare
Wie wird Sngianb fich herauowlndenr
London, 8. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Wie verlautet, wird die englische Note auf die Kelloggschen Vorschläge bis Donnerstag abge- sattdt werden, wobei im Unterlaufe darüber eine Erklärung abgegeben wird.
Sie verstärken die Front.
Japan wirst China nieder. — Grausige Zeugen.
London, 8. Mai. Rach Meldungen aus Tokio hat der japanische Generalstab die Entsendung von weiteren fünfzehntausend Mann nach Dchantung angeordnet. Gleichzeitig hat daS japanische Flugzeugmutterschiff Notoro, das vierzig Flugzeuge aufnehmen kann, Befehl erhalten, nach Tsingtau aufzulaufen. In Tstnanfu wurden die stark verstümmelten Leichen von fünfzig ja- panischen Zivilisten aufgefunden. Eine gemischte japanische Brigade auS der Mandschurei wird heute in Tfinanku erwartet.
stellt worden, dessen Berichterstatter der
Prinz beglettcn sollte.
Tatsächlich fand fich Prinz Carol auch infolge eines sonderbaren Zufalls am Frettag abend aus dem Flugplatz ein. Infolge einer Störung konnten die Flugzeuge aber nicht aufsteigen. Der Abflug wurde auf Sonntag früh 4 Uhr verfcho ben. Inzwischen hatten die Luftfahrtbehörden von dem wahren Grund der beabsichtigten Fahrt Kenntnis erhalten und infolge der amtlicherseits erhobenen Borstellunge» wurde die Starterlaubnis verweigert. Ein Vorrat Druckschriften, vermutlich das Manifest des Prinzen an die Rumänen, wurde aus den Flugzeugen entfernt und nach London gesandt. Ein Blatt spricht von einer organisierten Zeitungs-Sensation. Eine maßgebende Persönlichkeit habe geäußert, dieser Vor- fall sei eine Schandefür den britischen Journalismus.
haben wird!- Intrigiert hat der Prinz im Exil wirklich nicht. Aber Tag für Tag erschienen in dem Landsitz bei Paris, den er damals bewohnte, allerlei geheimnisvolle Gestalten, die wieder in Nacht und Nebel verschwanden. Und mit deren Besuch die Bauernrevolte dieser Tage zweifellos irgendwie zusammenhängt. Austriacus.
* * *
Ungarn war beteiligt.
Anleihe der Stadt Köln in Holland ohne Zustimmung der Beratungsstelle, ist die Reichs- regierung eingeschritten. Preußen hat bereits zu- gefagt, den Kommunen die Aufnahme von indirekten Ausländsanleihen ohne Zustimmung der Beratungsstelle in Zukunft unmöglich zu machen. Die Stellungnahme der übrigen Länder steht noch aus.
gedruckt worden seien, daß sich um die schnelle Herstellung der derzeitige Gastgeber des Prin- zen, der Rumäne JoneScu und zwei Engländer, der Journalist Heathcote und der Hauptmann Le Mesurier besonders bemüht hätten. Rach dem Scheuern des Abflugs aus London habe Heathcote mit einem Begleiter zwölftausend Exemplare deS Aufrufes nach Brüssel geschafft, von wo aus sie im Flugzeug nach Rumänien gehen sollen.
der Klub befindet, lahmgelegt. Michalake sprach von der historischen SonntagS-Taguug von Carlsburg, griff den Regeutschaftsrat scharf an und erklärte, dast die Partei nötigenfalls auch gegen die Wünsche des Re- gentfchaftsrates handeln werde.
Bratianu war schlauer.
Die Bauern umzingelt und abgedrängt. — Die Züge befördern sie nicht. — Das Militär
, unruhig.
Paris, 8. Mai. Ein Bukarester Korrespondent teilt mit, daß die Regierung BratianuS den dro- hendeu Gefahren seitens der Bauernpartei entgangen ist. Durch eine Umzingelung der Bauern und Arbeitermaffen sei jeder Gewaltakt verhütet, durch eine passive Resistenz seitens der Eisen- bahnverwaltung sei die unruhige Bevölkerung in die verschiedensten Richtungen abgedrängt worden. Etwa sechstausend Bergleute warten noch ungeduldig auf ihre Heimbesörderung. Die Soldaten verhatten sich diszipliniert, find aber ebenfalls unruhig.
Wenn er nicht König wird.
Earol hält fich für den Retter Rumäniens. — Er prophezeit ernste Dinge.
Der Vrim als preffeopfer.
England weist Carol aus. — Weil er mit Preffeflugzeugen nach Rumänien fliegen wollte.
der konservattven Mehrheit sich rasch eine liberale Mehrheit entpuppte. Aehnlich wird es werden, wenn einer Regierung Manin die Ausschreibungen neuer Wahlen zufiele, da bekanntermaßen die Methoden, nach denen in Rumänien Neuwahlen vorgenommen werden, eine sichere Gewähr dafür bieten, daß der Regierung der Opposition, die meistens schon vor den Wahlen anS Ruder kommt, eine unzweifelhafte Mehrheit ersteht.
An sich hat ein Regierungswechsel nicht viel zu bedeuten, wenn es den Drahtziehern nicht auf eine völlige Staatsumwälzung an- käme. Denn feit langem besteht kein Zweifel darüber, daß die Bauernpartei nichts anderes beabsichtigt, als den früheren Kronprinzen Carol wieder in seine Rechte einzufetzen. Damit wäre der Regentschaftsrat erledigt und Rumänien hätte wieder einen regelrechten König, was bisher nicht der Fall ist, da der kleine Junge, der jetzt den Titel eines Königs führt, nicht als solcher angesprochen werden kann. Erkronprinz Carol war bekanntlich durch ein Gesetz von der Thronfolge ausgeschlossen worden und hat feit 1926 im Auslände gelebt Es war ihm nicht einmal gestattet worden, zur Beerdigung seines Vaters nach Rumänien zurückzukehren. Inzwischen hat der Exkron. Prinz, der sich seiner Zeit dem Gesetze fügte, feinen eigenen Thronverzicht widerrufen und von Paris aus darauf hingewiesen, daß er »Durch Personen und Mittel", über die er sich 1 im Einzelnen nicht äußern wolle, gezwungen worden sei, auf feine Rechte zu verzichten und »daß er es niemals werde ablehnen können, dem
Der Prinz wollte den Friedensvertrag umstoßen
London, 8. Mai. Zu dem gescheiietten Unternehmen des Prinzen Carol heißt es weiter noch: Es scheint, daß die Legimationen der britischen Journalisten, die mit den Flugzeugen reisen wollten, nicht in Ordnung waren. Die Nachforschungen führten zur Entdeckung der Proklamationen in den Flugzeugen. DaS Außenministerium verbot die Reise und verständigte die rumänische Gesandtschaft. Es fehlt noch faktisches Beweismaterial, daß Prinz Carol etwas mit diesem Plan zu tun hatte, wenn auch möglich ist, daß er seinen Namen dazu hergegeben hat. Es wird in vielen Kreisen als bedeutungsvoll angesehen, daß gewisse mit die-
Prinz wurde hiervon verständigt. Ein Blatt teilt mit, daß Prinz Carol abgeleugnet habe, daß er zwei Flugzeuge zum Flug nach Rumänien ge
waren
Wunsche seines Volkes zu gehorchen und seinem Rufe zu entsprechen, wenn er an ihn gerichtet werde * Zweifellos wurde er durch die Bauernpartei dazu inspiriert deren emsige Propaganda inzwischen ihre Wirkung nicht verfehlt hat. Und so kann man sagen daß heute die Sympathien.der weitesten Kreise des rumänischen Volkes dem verstoßenen und verbannten Thronprätendenten gehören und daß sicher bald der Zeitpunkt kommen wird, wo der jetzige König Michael l. gezwungen wird, vorläufig abzudanken und feinen Platz feinem Vater einzuräumen Da in außenpolitischer Hinsicht durch eine Umwälzung in Rumänien, fei sie nun friedlicher oder blutiger Natur, nicht
Mein Tag kommt.
Gespräch mit dem Kronprinzen im Exil.
Aach mit bet beute morgen oorliegenben AaS- weisaag des rumänische» Kronprion« Carol . aus Eu«sau>, vou wo er aulchciueud durch ein Slug,eng eines Zeitnugsunteruebmeus fe von ungefähr in seinem Land ab- «. aus den Thron gesetzt werden sollte, ist feine Rolle noch nicht ausgefvielt. Aus die kritische Lage in Rumänien geht auch der heutige Leitartikel ein.
So gehetzt und so gejagt wie dieser Prinz Carol von Rumänien ist gewiß noch keiner gewesen. Die Pressephotographen und Meisterinterviewer beider Kontinente hefteten sich an seine Fersen. Den Netzen einer geheimnisvollen Staatspolizei zu entrinnen, war ein Kinderspiel — ausgeschlossen dem Besucher mit dem gezückten Notizbuch und dem gespitzten Bleistift zu entwischen. In der Halle eines großen Pariser Hotels saßen wir einander gegenüber. „Gute Freunde sind am Werk, um eine Versöhnung zwischen meiner Mutter und mir herbeizuführen'', erzählte mir der Prinz. »Sie stellen sich das sehr schön und sehr rührselig vor, so wie der letzte Akt in der Legende vom verlorenen Sohn. Aber es wird nichts daraus werden. Sie haben mich mit ihrem Haß nicht §um Schweigen gebracht und werden mit der Siebe, oder was sie so Liebe nennen, nicht mehr Erfolg haben! Auf die Dauer werden die Herren, die jetzt Rumänien regieren, doch nicht ihre Geschäfte besorgen können, wenn sic von Staatsgeschäften reden! Denn das alles ist ja nur ein Vorwand für sie, sie
einer auSgei
Der Bauer in Front.
Besteigt Carol in Rumänien ben Thron?
Rumänien steht seit Sonntag in einer Art Revolutionskrise. Seit langem fuhrt die Bauernpartei einen zähen Kampf um den Rücktritt der bisherigen Regierung Bratianu. Me Bemühungen ,das Kabinett zu stürzen, waren bisher vergeblich. Der Regentschaftsrat, der wohl wußte, daß mit einer Regierung der Bauern auch die Periode seiner Macht und Herrlichkeit vorüber wäre, unterstützt mit allen Kräften das jetzige Regime. Da aber diese Halsstarrigkeit auch die Bauernpartei unter ih-em tüchtigen Führer Manin nicht mürbe zu machen vermag, sondern im Gegenteil diese mächtige Gruppe noch mehr aufreizt, mutz man damit rechnen, daß die Auseinandersetzung erbittert vor sich geht und schließlich gar noch zu einem Heinen Bürgerkriege führt. In Alba Julia in Carlsburg und in vielen kleinen Städten haben gewaltige Protcstversammlungen stattgefunden, um einen Regierungswechsel zu erzwingen.
Die Kundgebung in Olba Julia muß sehr imposant gewesen sein, denn es sind zweihunderttausend Manifestanten versammelt gewesen, die alle den Eid schwuren, im Kampfe nicht nachzulaffen, bis der Regentschaftsrat ihre Forderung nach dem Rücktritt der Regierung angenommen habe. Man kann nun gespannt darauf sein welche Antwort man in Bukarest aus diese Demonstration hin findet. Tatsächlich sollen denn auch starke Baeurnkolonnen int Anmarsch aus Bukarest sein, wo die Regierung umfassende Sicherheitsvorkehrungen trifft, sodaß die Gefahr einer blutigen Umwälzung in die Nähe gerückt erscheint. Das Kabinett wird also nicht umhin können, die Konsequenzen zu ziehen, indem es zurücktritt oder, wenn es noch Kraft genug besitzt, Neuwahlen ausschreibt. Nichtsdestoweniger dürfte es aber keinem Zweifel unterliegen, daß Neuwahlen eine andere Mehrheit bringen werden als diejenige, die heute am Ruder ist. Wenn aber die Regierung Bratianu schon vor den Wahlen abgesetzt werden sollte, so wird natürlich der Mißerfolg der jetzt herrschenden Partei bei den bann vorgenommenen Wahlen um so größer sein. Man braucht sich nur zu erinnern wie s. Zt., im Juni vorigen Jahres, als Herr Bratianu die mit
London, 8. Mai. Ein französischer Korrespondent bezeichnet die Möglichkeit, daß Briand vielleicht an der nächsten Bölkerbundstagung nicht wird teilnehmen können als eine ernste Schwierigkeit. Man glaubt, daß er auch nach seiner Erholung in Cochcrel feine volle ministerielle Tätigkeit nicht vor drei oder vier Monaten wird aufnehmen können. Es wird erklärt, daß die Ernennung eines interimistischen Außenministers nicht ganz außer Frage steht. In diesem Falle würde Poincare den Poften übernehmen. Als Vertreter für Genf wird Paul Boncour genannt.
richten das Land zugrunde und vergeuden das Vermögen meines Sohnes Michael, in dessen Namen sie .regieren!" Un- möglich, den Ausdruck von Haß und Verachtung wiederzugeben, mit dem der Kronprinz in diesem Zusammenhang den Namen: Bratianu aussprach. Aber Königliche Hoheit haben doch nicht aus politischen Gründen abdiziert", warf der Besucher ein. „Sie hatten doch Ihre persönlichen Motive!" Temperamentvoll mischten sich nun diese persönlichen Motive ins Gespräch. Sie waren schwarzhaarig, gertenschlank und sprühend vor Vitalität. Z ziLambrino war der bürgerliche Name dieser persönlichen Motive. .Ach", sagte die schöne Frau, .ich bin kein Motiv — ich bin nur ein Vorwand gewesen. Wüßte gerne, inwiefern unsere Liebe —" und mit Nachdruck wie- verholte sie zweimal, dreimal — .unsere Liebe dem Staatswohl abträglich fein könnte. Ein Jahr Herrschaft dieses Herrn Finanzministers ist jedenfalls
ärger als ein Menschenalter Liebe, die den Prinzen und mich verbinden." Schars pointiert hat Madame Lambrino von ihrer Liebe gesprochen. Ihre Waffe und ihre Zuversicht war diese Liebe. Und ihr Schmerz — denst ihrem Sohn machte man auch in Frankreich sehr viel Schwierigkeiten. „Wir wollen ihn als Rumänen erziehen," sagte sie. „Aber man will ihm sogar seine Nationalität abstreiten. Man verweigert ihm den Titel, der ihm rechtens gebührt. Und doch ist er eine Königliche Hoheit!" Eine Löwinmutter war sie in diesem Augenblick und keine mondäne Ueber-Pariserin. Prinz Carol aber war in den Minuten, die im Sturme dieser Tage wieder lebendig werden, beinahe ein Prophet. „Ich werde wiederkommen", sagte er. .Sie werden mich rufen, Soldaten und die Bauern! Nicht, als würde ich intrigieren und vom Ausland aus Unfrieden ins Land tragen! Ich habe das gar nicht nötig. Meine Stunde wird schlagen. Sobald die
Korruption sich selbst gerichtet
London, 8. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Einem Pressevertreter gegenüber bestritt Kronprinz Carol die Flugzeug-Aktion. Aus die Frage, warum er jetzt plötzlich einen neuen Versuch zur Thronbesteigung unternehme, erwiderte Carol, er glaube, daß er der eiuzige Mann sei, der das rumänische Volk in Einigkeit zusammenbringen könne. Sein Aufruf stelle eine Aufforderung an das rumänische Volk dar, die sehr ernsten Fragen zu regeln, bevor es zu b l u t i • gen Auseinandersetzungen komme. Seit seinem formalen Thronverzicht habe sich die Lage vollkommen geändert.
falls nidft nach Genf gehen wird. (Bei uns muß sich natürlich sofort der Verdacht regen ,daß Paris auf diese Weise die Frage der Rheinlandräumung abermals verschleppen will chie ja auf in Genf von Strefemann angeschnitten werden sollte. Hoffentlich setzt in Berlin sofort die Gegenoffensive gegen biefe bunflen Machenschaften ein. Die Redaktion.
Die etflßtP sollen nicht allein pumpen.
Berlin, 8. Mai. Wegen der Vorgänge der letzten Zeit, insbefondere der Aufnahme einer
allzu viel ändern wird, ist natürlich das In- bleiben. Denn die Ruhe der anderen wird durch tereffe an der Gestaltung der rumänischen Ver- einen Feuerbrand immer etwas gestört. Der hältnisse im Auslande nicht gar zu groß, im- Trutzschwur, den die rumänischen Bauern ge- merbin aber muß man wünschen, daß auch in schworen haben, sollte der Regierung in Buka Rumänien Ruhe und Frieden erhtüten rest zu denken geben.