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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 107. Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig. Sonntag, 6. Mai 1928. Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig. 18. Jahrgang

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Poincare hinter dem Elsaß-Vrozetz.

Wahl-Vrälublm.

Wohin wir drinnen und draußen steuern.

Kein Dichtermund, kein Malerauge, kein Mu- sikerherz hat je die lichtdurchtränkte Bläue, die überschäumende Glut von goldgelb, knaügrün, purpurrot und schneeweiß auSzuschöpsen, den Stlberregen von Millionen stäubender Blüten- reiche etnzusangen vermocht. Eines Morgens findest du die Gärten, Alleen, Büsche und Wip­fel in lauter weißen und rosa Älütenwolken schwimmen, stehst in Andacht und Entzücken ver­sunken vor dem tropischen Tulpengefunkel ent­blätternder Magnolien, ertrinkst im grünen Flammenmeer wind- und ltchtdurchwühltrr fer­ner Bergwaldwtpfel, die über Nacht zum Greifen nahe an die Stadt herangerückt sind, wirst Plötz­lich von erregenden Duftwellen sich Weitz und lila färbender Fltedersträucher gestreift. Und weißt, datz nun des Jahres, des Leben- höchste Feier­stunden angebrochen sind, daß der Pflug Gottes auch deine Seelenfurchen aufreitzt, daß auch dein Blut, dein Geist, deine ganze Innenwelt sich ver­jüngen, tausendfach Blüten der Liebe, der Schön­heit, de- Glücks treiben muß, wenn du nicht vor dem bescheidensten Butterblümchen tn Scham er­glühen willst. So dämmern wir in den stürzen­den Katarakten des MaienglanzeS dem Watzl- und SchtcksalStag entgegen, der noch nie so un» gewiß und sphinxhaft unS entgegenlächelte.

Statt mitreißender, faszinierender Wahlsym- bole bieten die Herren Makler und Partei-Scho- larchen leider bis jetzt meist olle Kamellen, faule Verdächtigungen, morsche Krücken ober noch schaleres, marktschreierisches Gewäsch an, so­daß viele aufgeweckte und urteilsfähige Köpfe stch angewidert abwenden und ihr eigener Weltbild formen. Welch köstlicher Gewächs deutscher p a r- teipoltttscherTretbhauskulturz. B.. wenn die verschiedenen Parteiblätter kich aus dem französischen Wahlbastard jede- seinen eige­nen Fetisch zurechtbastelle: Für recht- blieb es (diesmal leider fast wahr) ein Rechtsruck, für die KoalitionSparteten etwa ein Wahlsieg der Mitte und für die LtnkSgläubigen ein LtnkSabmarfch, wobei in jeder Rechnung ein Quentchen Wahr­heit stak. Aber die Parteibrille ist leider allzu­sehr dazu angetan ,daS objektive Weltbild im Hohlspiegel der eigenen Propaganda zu verzer­ren, weil stch schließlich durch sophistische Dialek­tik auch alles beweisen oder widerlegen läßt Kein Wunder, daß die allenthalben scharf be­kämpften Splitterparteien doch infolge der allge­meinen PartetkrisiS stark an Boden gewinnen und eine einigermaßen zuverlässige Wahlprog­nose unmöglich machen. Fest steht nur soviel, daß eine weitere Verteuerung der Lebenshaltung durch bereits erhöhte Kohlenpreise und noch in Aussicht stehende aufgeblähte RetchSbahntarife leicht ungewollte und einschneidende Wirkungen zeitigen könnte.umsomehr al- die Grubenbe­triebe auch trotzdem noch zu Entlassungen und Stillegungen schreiten müssen. Dabet sind die Lohnkampfe noch längst nicht abgeschloffen und große Aussperrungen oder auch Streiks wieder bedenklich nahe gerückt.

J Zwar ist daS Gerede von einer, anderen Jn- [ation* vorläufig müßig und ein steigender Han­delsverkehr wird vielleicht einen gewiffen Aus­gleich schaffen. Aber die WirtschaftSkapttäne wer­den beizeiten auf anderen Kurs drehen und nach Neuland ausfpähen müflen, wenn wir aus dem unseligen Zirkel herauSkommen wollen, dem w'r wieder zu verfallen drohen. Und ein neuer Reichsregiment wird sich unsterblichen Lorbeer um die Stirne flechten können, wenn es mit einem auf Deutschland mehr tote umgekehrt an­gewiesenen, stark zur Verständigung drängenden neuen Frankreich PoineartS, der nur den einen oder den anderen Minister auStauschen dürfte, endlich zu einer Säuberung der kriegsverfilzten Rheinfluren kommt und sich mit dem zur Zeit noch allmächtigen Frankdiktawr auf einen mensch­licheren DawesblutzinS einigt. Und hier muß jedenfalls raschere und gründlichere Ar­beit geleistet werden als bisher, gleichviel ob Stresemann ober einem anderen »glücklicheren" Schwerarbeiter die Zentnerlasten von unserem Racken zu wälzen bleiben. Jedenfalls ziehen wir mit einem stärkerenmaralischen Rückhalt an Amerika nach den letzten und vielleicht neu zu erringenden Ozeanflieger - Triumphen in die neuen Genfer Duelle. Doppelte Wachsamkeit tu: gerade jetzt not, wo die Pariser KriegSfanariker durch Amerikas AechtungSpakt stark in die Enge getrieben sind und alles daran setzen werden, um Berlin au8 seiner günstigen Position wieder 'n die Vormundschaft der Siegerfickaten zurückzu- stotzen. An diesem Kreuzweg werden stch so oder so die Geister scheiden müffen, wenn eS den ge­schickten Advokatenkniffen PoincarkS und seines .Busenfreundes Chamberlain nicht doch noch ze-

Japans Gäbel über Ehina.

Eine fliegende Brigade geht ab. Die Großmächte einverstanden. '

Seit und Gew.

Wann schießen wir inS Weltall empor oder ein Stuudenflug über den Ozean?

Siner ««lerer Mitarbeiter besraate eine« bet de«tsche« Pioniere der Slngtechnik «ach feilet

oben

:i wurden

*

itte« An». Möglich-

Mainz, 5. Mai. (Privattelegramm.) Dir nationalsozialistischen Arbeiterparteien von Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden versuchten gestern Abend in Mainz in der Aula der Mäd­chenschule eine Wahlversammlung abzuhalten Als gleich zu Beginn bei Tätlichkeiten mit Kom­munisten ein Arbeiter blutig geschlagen wurde, mutzten die Kriminalbeamten, von denen einer einen Messerstich in den Kopf erhielt, die Polizei alarmieren. Erst alS etwa achtzig Polizeibeamtr erschienen, konnten unter Anwendung von Gum­miknüppeln die streitenden Parteien getrennt

werden. Di« Durchsuchung ergab mehrere

Gummiknüppel, Schlagringe u. anderes mehr.

Ein Russe, fünf Sozialisten und der Kriminal­beamte mutzten ins Krankenhaus überführt wer­den. Rach Räumung der Straßen kam es am an- deren Ende der Stadt noch zu kleineren Zusam­menstößen. Die heimfahrenden Rationalsoziali- sten-Autos wurden auf der Rheinbrücke von einer Anzahl Kommunisten, die die Brücke besetzt hiel­ten, mit einem Bombardement von Pflasterstei­nen empfangen, sodaß die Autos umkehren und einen andren Weg wähle« mutzte«.

3lutgert<ht gegen Btutgericht.

Schanghai. 5. Mai. (Funkdienst.) Der süd- chinesische Außenminister erhob in Tokio dagegen Protest, datz japanische Soldaten, den südchine­sischen Kommissar in Tsinanfu und sein ganze- Personal getötet haben.

Japan schlägt sich glänzen-.

Heldentaten gegen vielfache Uebermacht.

Schanghai, 5. Mai. Infolge der Unterbrechung der Schantung-Eisenbahn waren die japanischen Truppen unter General Fukuda gezwungen .die ganze Nacht hindurch, fünfzig Meilen weit, zu marschieren,um nach Tstnanfu zu gelangen. Die übermüdeten Truppen mutzten darnach sechSund- dreißig Stunden hindurch den Angriffen überle­gener chinesischer Streitkräfte standhalten, die durch ihre Siege über die nordchineflschen Trup­pen angefeuert wurden und die von Hatz gegen die Japaner erfüllt sind. Die Japaner stehen iso­liert in zwei Abteilungen in Tsinanfu Nur durch die geschickteste Verteidigung gelang eS ihnen unter größten Schwierigkeiten den chine­sischen Angriff abzuschlagen. In Tokio herrscht große Besorgnis wegen des Munitionsmangels. Zweitausend Mann rücken in Eilmärschen von Tsingtau «ach Tstnanfu vor.

Wendung in Zusammenhang mit der Anwesen­heit des Ministerpräsidenten Poincare i« Straßburg.

sehr ernsten und hochpolitischen Kon­fl i k 1S st o f f unter den Großmächten, die vor­nehmlich an China und seiner Zukunft in­teressiert sind. Die Vereinigten Staaten Nord­amerikas, die Gegenfüßler der Japaner auf chinesischem Boden, halben die südcKnestsche Re­gierung anerkannt und unterstützt. ES steht außer Frage, daß die Nordamerikaner an dem militärischen Vorgehen der Japaner lebhafter Interesse nehmen und ihm nicht gleichgültig zu- sehen werden, wenn er auch vorläufig den An­schein hat, als wenn Washington Japan- Vor­gehen deckt.

lickgt, Amerika and der Welt ihre eigenen verwäs­serten FriedenStränklein aufzuschwätzen, die btc Schmach von Versailles abermals auf Geschlech­ter hinaus stabilisieren möchten. F. 3,

Wenn wir auch noch in den allerersten An- sängen stehen, so werden die noch ungelösten Aufgaben nur unter dem Gesichtspunkte der praktischen, für die Menschheit dringlichen AuS- toertungSmöglichkeit gelöst werden. Unter der Voraussetzung der ausreichenden Mobilisierung von Geld und Zeit ist der Wiflenschast und der Technik kein Ding unmöglich. Hier hat der vor­urteilslose Forscher und der praktisch« Pi^ ottler allein das Recht zum kühnen Gedanken und zur kühneren Tat. Wenn man ganz nüch- ternan die wichtigsten Fragen herangeht, bi« für einen Vorstoß in die Stratvssphäre und den Flugverkehr von 15000 Metern über der Erd­oberfläche aufwärt- um die ganze Erde, also auch über den Atlantischen Ozean, von besonde­rer Bedeutung werden können ,bann muß auch der erfahrenste Flugtechniker stch in diesen Fra­gen zunächst einmal als Laie bekennen und stch vergegenwärtigen, daß er völliger Neu- land betritt, in dem neben bft folgerichtigen wissenschaftlichen Ueberlegung vor allem das

Experiment da« Ausschlaggebende

Der Wahlterror wird schlimmer.

Wüste Ausschreitungen I« Mainz. Der Gummiknüppel schafft Ordnung. Sommn- nisteubombardement mit Pflastersteinen.

Das Suropaerviertel unter AriMeriefeuer.

London, 5. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Ans Peking verlautet, daß das Schicksal der Fremden in Tstnanfu äußerst ungewiß sei, da die Rieder- laffuna unter dem Artilleriefeuer dZr Südtruppen stehe. Die Konsuln könnten keine Berichte absenden, well die Japaner die militärische drahtlose Ltatw» für sich benutzten. In Tsinanfu befänden sich zahlreiche Engländer, Amerikaner und Deuffche.

Seine ganze Tätigkeit wird aber gemessen an dem sicherlich möglichen und sicherlich auch ei­nes Tages vorhandenen Verkehrsflugzeugen der Stratussphäre, die stch vielleicht zwanzig oder gar fünfzig Kilometer über der Erdoberfläche eicheben und mit Stundengeschwindigkeit über die Weltmeere und Kontinente an bas fernste Ziel gejagt werben können, nur hie Bedeutung der allerersten Versuche Daimlers und Benzens mit ihren ersten Zwei- und Drei-Rädern nebst Petroleummotoren im Verhältnis zum moder- neu Automobil mnewohnen. Raab wird sicher» lich Schwierigkeiten mit der für seine eigent­lichen Zwecke noch unvollkommenen Sauerstoff- maske habe«, aber die Bereitstellung der rich- tigen Apparat« wird gerade durch feine Ersah- rimgen gefördert werden. Der Vorstoß in be­tontere Höhen wird mit erheblichen Vergaser- schwierigkeiten verbunden fein, die man aber gerade auf Grund der Erfahrungen bann mit Leichtigkeit beheben kann. Die Arbeit des Pro­pellers in stark verdünnter Schicht kann man im Laboratorium durch Bewegung von Pro- peller-Mobellcn tn lustverdünnten Räumen genügend ausgiebig studieren und die dabei gemachten Beobachtungen durch das prattisch« Experiment zur praktischen Berwendungsmop- möglichkeit auSgestalten. Vielmehr untergeord­net ist die Frage nach der Einrichtung von Aus- enthaltSräumen für Menschen in so großen Höhen, insbesondere die wichtigste Sorge für die Beschaffung der Atemluft.

Auf diesm Gebiete wird bei der Erprobung von

London, 5. Mai. Die Lage in China, beson. ders di« japanische« Maßnahmen, erregt di« Oeffentlichkeit. Das britische Flugzeug­mutterschiffHermeS" erhielt Befehl, von Hongkong nach dem Schantunghasen Tschifu zu fahre». Aus Tokio wurde eine gemischt« Brigade auS ter mandschurischen Garnison nach Schantung abgesandt. Ferner wurden sechs Flugzeuge dorthi« geschickt. Drei Transport­schiffe wurde« in Kurve bereitgehalten, um, wenu nötig, weiter« Truppe» von Japan abzubrfördern. Es verlaute, daß die Groß­mächte ihre Zustimumng zu der japani­schen Wtion in Tstnanfu gegeben hätten.

* * wenn die Schlacht rveitergeht ... find btt Folge» unübersehbar.

London, 5. Mai. (Ein Blatt berichtet aus Pe­king: Die nationalistischen Streitkräfte in Tsi- nansu wurden zuletzt mit 60000 Mann angegeben. Wenn daher Tschirmkaischek, der persönlich dort sein soll, seine Mannschaften nicht in der Hand habe, so kann eine Tragödie mit Folgen eintte- len, dir zu weitreichend ist, alS daß sie erörtert werden könnte, bevor die Lage vollständig über­sehbar ist.

Di« Gründe des mttffärifchm Zusammen­stoßes zwischen den Japanern und den ©üb* chinesen liegen völlig im Dunkel. Geflissentlich verbreitete die japanische und di« englische Presse Nachrichten, daß das südchinestsche Heer, deren Disziplin bis jetzt doch über allen Zwei­fel erhaben war, mit einem Schlage di« japani­schen Truppen angrifs, die Wohnungen und Warenhäuser der Japaner auäptiinberte und die Japaner außerhalb TsinanfuS tn Scharen nidennetzelte. Diese Meldungen klingen reichlich unwahrscheinlich. Japan brauchte offenbar einen Vorwand für sein militärisches Ein­greisen gegen die chinesischen Truppen, die aus dem Süden siegreich gegen Peking vordrangen und schaffte sich ihn, indem e» mit starken Kräf­ten zu Gunsten seines alten Schützlings Tschang Tjvlm gegen die nationale Bewegung Süd- chinaS eingriff. Während diese Kämpfe um Tsinanfu, die Hauptstadt Schantungs, toben, setzen die siegreichen südchinestschen Truppen Tschtangkaischekz ihren Vromarsch in die Pro­vinz Schantung hinein auf breiter Front fort und drängen die «orbchinestschen Truppe« über ben Gelben Fluß zurück. DaS militärische Vor­gehen der Japaner, daS von der öffentlichen Met- mrng in England begrüßt wird, schasst einen

trieb in die S t r g 1« 8 f t> b ä r e norm« bringe« «ab gab babei bet Stage die bestimmte For«: SSaon erriete« mir bett <8t*ttbe«- fltte über »ex Ciean? Dabei -hm die felgeebe« geradem feefaiwnel blicke i« die Zttknaft ««begrenzet leite« eröffnet:

Sie gehen scharf vor.

Poinears alS Antreiber.

Kolmar, 5. Mai. Im Kalmarer Autono mi- stenprozetz nahm der Sorfitzende ben Borstotz bei Partei gegen ben Generalstaatsanwalt, «üblich bie eigentliche Auflage wegen Komplot­tes bekannt zu geben, zum Anlatz, das weitere Verhör der Angeklagten abznbrechen und sofort mit der Vernehmung ter Zeugen der Staats­anwaltschaft zu beginnen. Die Verteidigung erhob sofort wegen Verletzung der gese^tzlihen Bestimmungen Einspruch. Während der Ge­richtshof über die nrugeschaffene Lage beriet, herrschte in den Borränmen des Gerichts eine ungewöhnliche Erregung. Man bringt diese

Der Lönig in -er Löwengrube

Moskau beherrscht stch. Empfang im Kreml.

London, 5. Mai. (Eig. Drahtbericht.) AuS Moskau wird gemeinet, datz der Empfang des König« von Afghanistan in Moskau normal verlaufen ist. Die Bevölkerung bekundete eine große Zurückhaltung, verhielt sich im ttebrlgen aber korrekt. Der König besuchte Saliui« im Kreml und legte darauf einen Kranz im Mausoleum Lenins nieder. Daran schloß stch eine Empfang durch das diplomatische SorpS. Die Gowjetregierung hat dem König ein pracht­volles Album mit Ansichten von MoSkau und der Königin ein Porzellau-Serviee überreicht.

ist. Die bereits bekannt gewordene Vereinba­rung zwischen dem bekannten Piloten Raab und Fritz v. Opel, der als erster einen Ra­ketenantrieb für einen Transportantrieb wirk­lich ausgeprobt hckt, kann nur so verstanden werden, daß diese radikale Form deS Antriebs zunächst einmal an einem Automobil der Lust, einem Flugzeug ausgeprobt werden soll. Die Luft ist für derartige Experimente ein viel bes- sereS Versuchsfeld alS die Erd«, weil das Flug­zeug nicht an Straßen gebunden ist und weder Grave» noch Baume in seinem eigentlichen Element zu fürchten hat. Der Flieger wird nttt der ersten Raletenbatterie, die bei einem Flug­zeuge in Anwendung kommt, vielleicht in Bruch teilen einer Minute in Höhen von 5000 Metern hinausgeschleutert werden, also außer sich selbst dar Flugzeug einer außergewöhnlichen Festig­keitsprobe aussetzen. Mir scheint ter Amerika- Nische Sturmslug der .Bremen" erwiesen zu ha­ben, daß wir heute bereits Flugzeuge von sehr beachtlicher MderstandSkrast entwickelt haben, und das der Pilot und Flugzeugbauer Raäb ich für einen Versuch ein genügend wider« tandSsähigeS Flugzeug sichern kann. Seine be- onber-^persönliche Eignung für die Aufgabe ali erprobter Höhenflieger ermöglicht ihm ver­mutlich di« Ausdehnung seines Vorstoßes bis auf zehntausend Meter Hohe und vielleicht so- gar darüber hinaus, wobei er wesentliche me­teorologische, aber vor allem auch technisch« Be- obachtungen zu machen hätte, tot« beispielswei­se die Leistung teS

Propellers in dem schon stark verdünnten Luftmeer.