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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Änseteeitmetle: (StnbdmH6e ®tfd>ätt8atudgen M« mtn-SdU 10 4. »nlwärti«« SeWftBamdgeii bi» mm-Seile 10 4. SbumtltenanadM» bi» mm»3eilt 10 2. Sldnt ilMtigen au» Staffel das »ort 6 4. auswärnge Heine Wnaeieen bte mm- Sdle 10 4. Neklamen bte mm-3etle 18 4. CHertgebflbt 95 4 (bd Huftetlana 85 Ji. $Red>nunfl8beträge tnnerbalb 5 tagen eablbar ftttt bte Richngkdt aller durch ^ernlvrecher aufgeaebenen Mnjdgen lottrie fOt Wnfnabmebaten und Pläbe bann nicht garantiert werben, ftöi «njetgen mit besonder» schwierigem Satz IOC «rwent «nktchsag Druckerei: StblaAtbofftr 9*80. Seschäftfltelle: »ölnischellr. 5.

Nummer 105.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Freitag, 4. Mai 1928.

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

18. Jahrgang

Flug zum Nordpol / Wir nach Newyork.

KeudeN-Kolmar.

Ein Reinfall und ei« BerzweiflungSkampf. _

Der StaatSgerichtShof ha: die gesetzlichen Woraussetzungen für das Rotfrontverbot Leu» dellS nicht als gegeben und den Einspruch der sechzehn LLnderregierungen für begründet et» achtet, von KeudellS Vorgehen gegen den Roten Frontkämpferbund mitten m WaMampf war eine hochpolitische Maßnahme. Wäre der Rote Frontkämpferhund vor zwei Jahren verboten worden, dann hätte im ganzen bürgerlichen Lager kein Hahn danach gekräht. Trotz der er» folgten Wlehnung bleibt die Frage bestehen, ob eine Organisation vom Schlage de<> Roten FrontkLmpferbunde« und von der Wb» hängigkert, in der sich dieser Verband von einer auswärtigen Regierung befindet, mit den Staatsinteressen unseres Vaterlandes vereinbart werde» kann. Darüber sind unseres Erachtens in ruhigeren Zeiten gründliche Unter» suchungen erforderlich. DaS Verbot dieser kom­munistischen Kampforganisation im Wahlkampf war aber fraglos eine hochpolitische und wahltaktische Maßnahme eines Parteiministers, die sich am Wahltag zu Gunsten der Kommu­nisten und zu Ungunsten der Sozialdemokraten ausgewirkt hätte. Darüber gibt eS in der gan­zen politischen Welt Deutschlands nur eine Auf­fassung. Durch dieses beabsichtigte oder unbeab­sichtigte Wahlmanöver hat jetzt der Staatsge­richtshof einen dicken Strich gemacht. Das ist im Interesse der Sauberkeit unseres politischen Lebens zu begrüßen. Aber auch im Reichs« jnteressel

Wenn ein Reichrinnenminister, ganz gleich welcher Couleur er auch ist, im Namen deS Reiches eine Verordnung erläßt und mit dieser Verordnung bei 16 SLnderregierungcn auf sol­chen WideHand stößt, daß st» den StaatSge» richtshof gegen ihn ausrufen, dann stimmt hier etwa« nicht. In diesem Falle ha­ben selbst die LLnderreaierungen, die politisch dem gegenwärtigen ReichSinnemmnIster nahe stehen, die bahertsche und die württember- gische Länderregierung, bis zur Stunde von der Durchführung des Verbotes des Roten Front­kämpferbundes abgesehen. Es dient nicht der Einheit und Geschlossenheit deS Reiches und nicht der Konsolidierung der ReichSidee, wenn der Reichsinnenmtnister eS nicht versteht, sich mit den Ländeiregierungen auf dem Wese freundschaftlicher Verhandlungen gütlich zu einigen. Es ist daher im staatspolitischen Inte» resse gelegen, daß die jüngste Keudell-Evisode tunlichst bald ihr Ende findet. Die Entschei­dung des StaatSgerichishofes ist auch mit Rück­sicht auf Preußen doppelt zu begrüßen. Die Preußische Regierung war natürlich burdi daS Verbot des Roten Frontkämvferbundes vornehmlich in Verlegenheit gebracht worden. Es gibt keinen Staatspolitiker in deutsche» Landen, der daS Verhältnis und die Drztehun» flen der RetchSreqierung zur preußisckten Regie­rung, wie sie sich namentlich im letzten Jahre gestaltet haben, nicht tief bedauert. ES ist für einen Fernerstehenden geradezu unbegreif­lich, daß die für Reichsvolittk und die Preu« ßenpolittk verantwortlichen und führenden Köpfe sich nicht über bte Wilhelmstratze hinweg verstänbigen können. An dem guten Willen des Reichskanzlers Er. Marr und sicher auch einiger preußischer Staatsmänner ist nicht zu zweifeln. Umso dringlicher muß gewünscht werden, baß die Hemmnisse und bte Schwierig- keilen fallen, die sich bisher hinter den Kulissen und auf offener Bühne abaespielt haben. Da­für zu sorgen erscheint als eine der vor­nehmsten Aufgaben des gegenwärtigen Wahlkampfes.

* * *

Inzwischen hat Paris im Elsaß zum Todes­stoß gegen die Heimatbewegung auSgeholt.. Frankreich hat bisher stets LohalitätSerklSrung der elsässischen Heimatrechtler als heuchlerische Fassade aufgefaßt wissen wollen. Es sollte schon im vergangenen Jahre an gleicher Stelle in jenem berühmten Prozeß Haegh contra Helsey derNachweis" dafür erbracht werden, daß die Autonomie nichts anderes sei als die Vorberei­tung zur endgültigen Loslösung Elsaß-Lothrin- gens von Frankreich. Die französische Oeffenr- lichkeit hat bisher nie etwas anderes zu hören bekommen. Man hat ihr zwar immer von der Ruchlosigkeit der »Heimaibund'-Forderungen ge­sprochen, nie aber von dentatsächlichenAn- sprüchen, die von immer weiteren Kreisen des .befreiten" Volkes an bu Pariser Adresse gerich­tet wurden. Die Argumente, mit denen die Idee der .nationalen Minderheiten", daS Recht auf bte Muttersprache, die Forderung der Selbstver­waltung zurückgewiesen wurden, sind stets von einer trostlosen Primitivität gewesen. Rur w:

Heute morgen abgeflogen!

DieWie" schon

Seddin, I. Mai. Heute früh um 3,24 Uhr Jab General Nobile das Kommando zum Start der Italia. Das Luftschiff erhob sich sofort vom Erdboden und nahm Kurs dem Meere zu. ES entschwand wenige Minuten später den vltk- ken der Zuschauer.

Seddin, S. Mai. (Prtvattelegramm.) DaS Hilfsschiff Cttta di Milano ist bereits aus Spitz­bergen eingetroffen. Aus dem Flugplatz herrschte fieberhafte Tätigkeit. ES ist eine Zwifchenlan- bung in Badsoe in Norwegen geplant um Benzin und Gas nachzufüllen. Wegen des starken Tem­peraturunterschiedes hatte das Luftschiff Gas verloren sodaß es nachgefüllt werden mußte.

weit übet der Ostsee.

Berlin, 3. Mai (Durch Funkspruch.) Die .Italia" versucht zur Zeit drahtlosen Verkehr mit KarlSlrona aufzunehmen. DaS Schiss gibt um 4,45 Uhr folgende Standortsmeldung.Jta- tta" 90 Kilometer Rordost Stolp.

Berlin, 3. Mai. (Funkdienst.) Um 6,11 Uhr war der Standort der .Italia" 220 Kilo- meter nordöstlich Stolps.

©le fteuern schon über Schweden,

Stockholm, 3. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Das LuftschiffItalia" hat um 545 Uhr Ke Stadt LarlSkrano und um 7L0 Uhr die Stadt Oskarsham in Höhe von 130 bis Zog Meter überflogen.

Sie erste Frau fliegt nach Newyork

Risttc und Frau Dillenz fest entschlossen. Der Start nach Newyork steht bevor.

Rudolstadt, 8. Mai. Wie wir erfahren, sind die Verhandlungen über einen zweiten deut- schen Flug nach Amerika nunmehr zum Ab­schluß gekommen. Die Maschine wird von dem Piloten R i st i e geführt «erden, und als zwei­ter Vilot wird voraussichtlich der Flugzeunfü rer Bader teilnehnwn, der zur Zeit auf per Strecke Rudolstadt-Nürnberg fliegt. Die J«i- tiMive z« diesem neuen Ozeanslug geht bcrau.lt, sich von der Wiener Schauspielerin Frau Dil­lenz aus, die bereits im vorigen Jahr den

Azorenflug mitgemacht hat. «IS Startort ist der Flugplatz RudolstM>t-SaalfelP (Schwarza^ tal) in Aussicht genommen. Die Maschine wird in den nächsten Tagen hier erwartet. Der Flug wird dann zunächst nach Baldonel (Ir­land) führen. Es ist beabsichtigt, nach Möglich­keit von dort Newyork direkt zu erreichen. Ver­treter der Frau Dillenz bestätigen, baß die Ber- h-rudlungcti über diese» Ozeanslua totfäd.iiii; perfekt geworden sind. Rur läßt sich Wege» der Wetterlage über den Start noch nichts sagen.

Alles verspielt.

Bor dem Ende von Monte Carl».

NSKLV.LLK gen die internationalen Spielhöllen die Lei- itnngösühigkeii der immer noch an den Kinder­krankheiten aller Reneinrichtnngen leidenden Genier Organisation Wenigstens ans knltnrel- lern Cucbiet zu erweisen. Da,» gibt »»« nnler Mitarbeiter die folg, spannenden Ansschliisie:

Unter englischen DölkerbundSfreunben ist er zu einet planvollen Bewegung inbesondere ge­gen die Spielhölle des Fürsten von Monaco in Monte Carlo gekommen. England hat zur Ein- leitung einer solchen Bewegung ganz besondere Ursache, weil an der Azurküste, nicht nur in Monte Carlo, sondern auch in den französischen Spielhölle« von Cannes und den anderen herr­lichen Erholungsorten der ganz großen inter­nationalen Gesellschaft, besonders zahlreiche MiMiSder dar englischen Land- und Industrie, Aristokratie alljährlich ruiniert werben und ih­rem Leben unter zuweilen recht tragischen Um­ständen ein Ende machen. Alle neuen, und fast alle finanzschwachen Staaten bis hinaus zum stolzen Frankreich machen aus der Spiekleiden- schäft durch Unterhalt von Spielhöllen oder Konzessionieruna von Spielgesellschaften ein sehr erhöblicheS Geschäft. Der letzte Jahres­umsatz erreichte in den französischen

Rivieraspielhöllen allei« fast 400 Millionen

Franken und eine neue Spiel-Aktien-Gesellschast stellte dem französischen Staat allein einen Stcu- erbeitrag von zwanzig Millionen Franken in Aussicht. Während man Frankreich aber immer­hin anraten kann, seinen Finanzbedarf aus we­niger unsauberen Quellen zu decke«, und dabei auf das kleine Griechenland verweisen dürste,

Ganz Amerika dankt.

Der Fliegerlorbeer gilt auch Deutschland. Wie wir Amerikas Helden ehren. Zwei Parlamente schütteln ihnen die Hände.

Washington, 3. Mai. (Durch Funkspruch.) Die Bremenflleger, vom deutsche« Botschafter und irischen Gesandten geleitet begaben sich gestern mit einer Ehreneskorte zum Grab des unbekannten Soldaten, wo sie Kränze mit den Reichs- und irischen Farben niederleg. ten. Dir stumme Ehrenbezeugung der Bremen, besatzung vor dem toten amerikanischen Kamera­den machte einen tiefen Eindruck. Am Kapitol begrüßte sie eine große Menschenmenge. Im Senat stellte Dizeprastdent DaviS sie den Senato­ren vor, die einzeln an den Fliegern vorbeidefi-

lierten und ihnen die Hand schüttelte«. Dann wurden sie dem

Repräsentantenhaus vorgeftellt, herzlich bewillkommnet

und zu ihrer mutigen Tat unter gewaltigem Bei- fall vor dem Hause und den dichtbesetzten Tribü­nen beglückwünscht. Daraus traten die Abaeord- neten einzeln vor, schüttelte« allen drei Fliegern die Hand, wall bei der großen Zahl der Konqrek Mitglieder geraume Zeit dauerte. Unter Hochru- fen und Beifallsklatschen verließen die Flieger sodann das Unterhaus und begaben sich zur Stadt zurück, wo abends das Festbankett ftattfand.

Der Franzose kennt nur sich.

Glühender Haß gegen die elsässischen Freiheitskämpfer. Auch die Linkspresse bleibt ver- stockt. Sie greifen sogar den Papst an.

BariS, A. Mai. Anläßlich des Kolmarer Pro. zeffes haben sowohl die Rechts, als auch die LinkSblätter für die elfäfstschen Auto, nomisten, die für sie gleichbedeutend mit Lau» deSverräter sind, nur Worte tiefster Verachtung und de, Unverständnisses. Die undamentale Unfähigkeit der Franzosen, sich in die Wesensart eines Landerfremden ein- zufühlen, affenbart sich wieder einmal in typt-

scher Weise. Die Elsässer feien gewöhnliche Auf. begehrer und die Autonomisten im übrigen ver­ärgerte Ehrgeizige (!). Es sei unverftanvlich, warum der Papst die Rebellion der elsässischen Geistlichen gegen die französische Obrigkeit dulde. Da der Vatikan keinen Einfluß auf die Geistlichkeit habe, sei e, überflüssig, dost ?Frankreich einen Vertreter beim Vatikan unter- alte.

nige der von Paris au, inS Land gesandten ho- Heu Beamten, Richter, Schulmänner und Jour­nalisten haben sich von den verzeichneten Bttdern rei machen können und wollen, mit denen eine verlogeneDropaganda rührsamdaS .ge­knechtete Elsaß" alsurfranzösisch" gemalt haben. Diesem Wunschbild entspricht die Wirklichkeit nicht.

Die groteske Unkenntnis der Franzosen von elsästschen Dingen ist schon am ersten Tage deS Prozesse, in Erscheinung getreten in den formel­len Vorwürfen der Staatsanwaltschaft g:gen Angeklagte, die, in einem kulturdeutschen Lande »den Germanismus propagieren" und dieKul­tur von jenseits des Rheins verherrlichen" Dagegen hat der verdächtigte Dr. Ricklin im­mer wteder unterstrichen: Ich bin stets in erster Lime Elsässer gewesen!Wir Elsaß-Lothringer wollen Herren In unserem Lande sein," war die zweite grundsätzliche Feststellung. Die sran- zöstsche Ausfassung wendet sich gegen jede Son- derverwaltuna eine, Teils des Staatsgebietes: Poincarss »Gesetz zum Schutz der Integrität des Staates" wendet sich gegen Liefe Bcstrcbun

8en, da sie der Idee dereinen und unteilbaren iepublik wiedersprechen. Gegen diesen fanati» scheu ZentrÄismus, der unfähig macht, das Eigenleben der Provinzen zu organisieren, ha­ben sich in letzter Zeit bemerkenswerter Weife gerade auch welschfchweizerische Blätter gewandt, die den Elsässer besser verstehen Hier Nässt der tiefste Gegensatz zu Paris. Dezentraklsati- on gegen bürokratischen, verknöcherten Zentra­lismus.RegionaliSmuS" undFöderalismus" gegen den schematisch uniformen Staat deS heutigen Frankrnch. Und überdies die damit sich überschneidende Forderung auf Anerken­nung und Bshandlung Elfaß-Lothringens als eine nationale Minderheit im Rah­men Frankreichs. Hier wird erbittert gekämpft werden, denn Frankreich sieht in dieser Forde­rung ein Bekenntnis gegen die Versaillerend­gültige Lösung der elsaß-lothringischen Frage". ES dürfte der sranzösischen Staatsanwaltschaft nicht leicht werden, vor der Weltöffentlichkeit den Nachweis dafür zu erbringen, daß das Be- keuntuis dernationalen Minderheit" gleichbe- dculend ist mitSeparatismus" und Hochverat

das seine Spielhöllen nun endgültig schließen Wird, trifft man sehr wahrscheinlich bei Polen, das Spielhöllen in Zoppot «tnrichtete, und Lettland, da, die Reste des Reichtums d«r Rigenser an dem herrlichen Strand von Wajo- renhos in dis Staatskassen leitet, und nur mit Mühe die entsetzlichste und peinlichste Form der SPielausbeutung, das B o l k S l o t t o von nach- mittag, bis morgens an beinahe jeder Straßen- ecke, abgeschafft hat, um nur ganz wenige aus der übergroßen Zahl der am Spiel interessierten Länder anzuführen, auf erheblichen Widerstand der finanzschwachen Regierungen. Die Bevöl­kerungen der Spielländer denken allerdings über derartige StaatSeinrichtungen wesentlich anders als die Regierungen, so stark diese auch bemüht sind, über die ganz regelmäßig auftre­tenden entsetzlichen

Spielertragödien den dichtesten Mantel

des Geheimnisse, zu breiten. Man weiß in Lett­land, weshalb sich auf den musterbasten Land- traßen immer wieder Automobtlunfälle ereignen oder weshalb die Menschen dort zufällig aus den Zügen fallen; in Zoppot. weshalb sie auf Rim- merwiederfehen in die weite See htnausschwim- nten; in Palermo, weshalb die Gäste der Villa Jgela von so manchen Segelfahrten nicht zurückkommen, in Funchal auf Madeira, weshalb immer wieder Menschen in Gesell« chaftSanzügen über die Mauer de, Casino, hi die klippenreiche Tiefe stürzen, und man spricht an der ganzen Riviera von den ver­zweifelten Gelbstmordartcn, der in den

Spielsälen täglich und stündlich scheiternde« Existenzen

auS den besten Gesellschaftsschichten aller Länder der Erde. Seltsam, daß sich diese Spielertragö­dien an allen Meeren Europas, an allen Meeren der Erde ereignen, wo die Freude an der Schön­heit der Welt und der Schönheit des Lebens noch Heller ftrahlt al, die Sonne und noch hö­here Wellen an Lebenslust schlägt, al« die sturm» gepeitschte See! Gerade dadurch wirkt in jenen Gegenden der Begriss Spielhölle so überzeu­gend, so zwingend: Man empfindet sie ÄS H öl- len in denParadiesenderErde! Nn« widerstehlich reißen sie ihr Opfer hinab. Nie» manb zieht in ihnen ein, der nicht von der Gier nach dem Selbe gefesselt wird und der ihr bt, zum Ruin unterliegt, wenn in ihm bas Gesübl bei Ekels vor diesem nackten Raubbetrieb nicht so stark wirkt, das die Hand, die nurum rnalzu probieren" in die Brieftasche fährt, dennoch leer wieder herausgezogen wird. Der kleinste Einsatz, der nur au, Spaß" oder zum allerersten und allerletzten Mal" der Roulette geopsert wird, kann schon der erste Schritt zum Selbstmörder­friedhof sein; denn die Bank ist stets stärker als der erfolgreichste Spieler. Maa er auch die Bank sprengen" wie man eS maßlos übertreibend nennt,wenn die millionenschwere Akticngesell» schuft erfahren mutz, daß an einem einzi« gen ihrer Tische in Monte einmal ein Franken­wert von zwanzigtausend auS ihren Händen hinausgcgangen ist. Solche Verluste sind Werbe»