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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 102.

DienStag, 1. Mai 1928

Einzelpreis: Wochentag« 10 Pfennig.

18. Jahrgang

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

Frankreichs Schicksal entschieden

Nur das Elsaß als

auf Heiden Setten.

Im Regierungsbezirk Köln folgendes vereinbart: Jede

ihnen borge- über di« «Se­

len sich Rament

London, 30. April. Laut Pressenotiz verlang» eine englische Note von «egvpten tu Form eine«

der Kommunisten, denen man nicht ber» grssen dürste, daß sie durch einen wahren Lan­desverrat den Autonomisten tm Elsaß zum Siege Verholfen haben. Das Oevre glaubt, aus den Wahlen den Schluß ziehm zu dürfen, daß die Reaktion sowohl von rechts wie auch bon links beseitigt sei. Sonst erblickt man das einzig bedenkliche Moment in dem Ausfall der Wahlen im E l s a ß.

mit Beschlag belegt werden. Ein Blatt spricht lediglich von einer sehr energischen warnenden Rote. Der Premierminister hatte nach einer Ka- binettssttzung eine Audienz bei König Fuad.

Gswarvorauszusehen

Poincare zwischen rechts und links. Freude

2, Sozialisten plus 27, minus 27, Kom in u n i si en plus 5, minus 16, Verlust 11.

Populärer als jemals.

Mausert sich Poincare? Oder ein reines Rechtskabinett.

cari» Namen erfolgt sei. Wähler freuen sich über

Ultimatums, daß das Versammlungs-Gesetz bin­nen vierundzwänzig Stunden zurückgezogen wird. Rahas Pascha will nur zurvcktreten, wenn er dazu gezwungen werde. Falls die Bersamm- sttttqawMPe Vqjp

sich ein Erdrutsch, der den Eisenbahnkörper ver­schüttete, wodurch sich die Züge verspäteten. Eine große Bergwerkanlage wurde abgeschwemmt Unweit Rheinbröhl sprang der Tender des D.- Zugs aus dem «leis, wodurch er und dir nach­folgenden Gepäckwagen ineinander geschoben wurden. Personen sind nicht zu Schaden gekom­men. Eine Hilfsmaschine konnte nicht an die Unfallsteüe herankammen, da die Gleise vollkom­men verschlammt waren.

Machts ebenso!

Köln als Borbild für alle Wahl-Kampshähne. Die Parteien kommen genau so weit.

zerstobene Baumblüten-MSrchen

Wolkenbrüche und Stürme am Rhein Erdrutsch und Ueberschwemmungen Der D-Zug im Schlamm.

Du ftafleln «euetten Wii4rt»t«n eridktnen wddxnttub ic»emal nachmittag» Der Sbonn«m«ar»oret» bcträin fili den ffloiwt l- * b« freier Zustellung ,e 6(1 »eichLtldkeUe absebolt ijti A Dar» die Poft monatli» A JUifilteWfä Snftrn«na»«ebübi. ftemfOTe*« 051 und 9.vj itüi unoerlenei «tna<hn»te BeftrSee kann »i« Retzaktton eine Beranimortang oder tSeroäät in feinem fcafte übernehmen RSckeablnao beb Beiuesgelbeb oder Hnfcrücbe roeeen eimafflet m»t or6nnna»mitiffl«t Vieferune «ft anbaeftfcleflen. Postlckeckkonw itrinffurt o M Nummer «ssn ®fn«Inummn 10 A gomttaelwiimmtr 20 A

Wenn nur das Elsaß nicht märe.

Sonst strahlt Frankreich in Wonne. Aber auch Wermut in Wein. In der Ferne Mnt wert die Revolution.

Paris, 30. April. (Eigene Trahtmeldung.l Zu den Autonomistenwahlen im Elsaß schreiben die Blätter: Eine einzige Wolke steht über dem Ergebnis, nämlich die über Elsaß. Kommunist Huber ist zwar in Straßburg geschlagen wor­den. Man wird aber zwei oder drei Autonomi­sten als gewählt anzusrhen haben. Das ist der einzigeFlecken (!) eines Toges, der so viel Lichtseiten für die aufweist, denen der Kampfge­danke der Einigung und des Vaterlandes am Herzen liegt. Die Autonomisten sind besonders Ür die Augen der Deutschen, Protestler. Dem Kartell der Linken verdanken wir diese schöne Maskerade. Roch einige Wahlen wie diese, und

Köln, 30. April. Im Regierungsbezirk Köln »aben hie Parteien folgendes vereinbart: Jede absichtliche Störung oder Sprengung öffentlicher Versammlungen des WaHlgegners hat zu un­terbleiben. Wir wollen dafür wirken, daß die Abgeordneten Redner und Führer des politi- scheu Gegners nicht persönlich herab- g e setzt oder beschimpft werden. Zeitungsarti­kel, Flugblätter und Plakate sollen frei fein von Belcidigilngen und Verleumdungen. Plakate sollen weder abgerissen noch vorzei- t i g verklebt werden. Pas Beschmutzen der Häu­ser und die Veninstaltunq des Straßenbildes ist zu vermeiden. Die Plakate sind an Anschlag- *n, Bretterwänden und dergl. anzukleben. Fnsbssondere mutz das Ankleben kleiner gummierter Zettel an Fenster und Türen vermieden werden. In den Wahllokalen sollen die Parteien friedlich nebenein­ander arbeiten.

Koblenz, 30. April. Am ganzen Mittelrhein gingen Snontag Abend schwere Gewitter, be­gleitet von wolkenbnichartigem Regen und Hefti gen Stürmen nieder. Die Baumblüte ist fas» vollkommen vernichtet. Die Landstraßen find weithin überschwemmt, die elektrischen Neber landleitungen z. T. zerstört. Auf der rechten Rheinfeite standen die Waffermassen fußhoch in den Straßen, sodaß der Straßenbahnverkehr ein­gestellt werden mußte. Bei Baiherach ereignete

den großen Einfluß, den sie im Leben der Pot- ter einnebmcn bei den Regierungen zur Gel­tung bringen, damit diese Frage der Abrüstung vorwärts gebracht wird. Universitätsprofessor Dibelius änfeertt sich zu dem Thema u a: ftm Reuen Testament findet sich bei aller Em- icht in die Liefe bei süildNchen Verderbens ber Menschheit nirgends die Annahme, daß es bis anS Ende der Tage Kriege geben muffe, eher dar Gegenteil. Auch wenn die Selbstsucht bei Menschheit ungebrochen bliebe, ja selbst, wenn sie noch ansteigen sollte, so kann dennoch ihr .wohlverstaiGeS Interesse- in Verbindung mit dem Geist Jesu Christ», der auch in der südli­chen Menschheit eine Macht ist, einen dauernden allgemeinen Friedenszustand Herbtiführen Aus einem Kampf mutiger Männer ist der Krieg zum blutigen Zerstörungswerk gewaltigster Rn-

Die Stimmzettel fertig.

Die Listen liegen für jeden offen aus.

Berlin, 30. April. Folgende Nummernsolge ist für die Reichstagswahl festgesetzt: 1 =» So, zialdemokratische Partei, 2 = Deutschnationale Volkspartei, 3 --- Zentrum, 4 = Deutsche Volks- Partei, 5 Kommunistische Partei, 6 = Demo­kratische Partei, 7 Brchertsche Volkspanei, 8 = Linke Kommunisten, 9 -- Wirtschaftspartei, 10 = Rational-Sozialisten, 11 Deutsche Bauernpartei, 12 - Völkisch-Rationaler Block, 13 = Deutsch-Hannoversche Partei, 14 Land­bund, 15 = Christlich-nationale Dauern- mb Landvolkpartei, 16 =» Volksrecht-Partei. Die Krei swahlvorschläge, die dem ReichSwM« vorschlag dieser Parteien angeschloffen werden, erhalten die Nummer ihres ReichSwahkvor. schlagS. Mit dieser Nummer und in dieser Reihenfolge werden die Kreiswahlvorschläg« auch auf dem Stimmzettel aufgeführt. Zum Reichstag wählen kann nur, wer in eine Stimm­liste oder Stimmmkartei eingetragen ist oder einen Stimmschein hat. Die Stimmlisten und Stimmkarteien liegen vom Sonntag, den 29. April bis Sonntag, den 6. Mat aus. Unrichtigkeiten der Listen kann jeder Wäh­ler geltend machen, ohne Rücksicht barmt», ob sich der bemängelte Eintrag ober Nichteintrag auf ihn selbst oder dritte Wähler besieht.

Buchrucker enthüllt.

Schwarze Reichswehr und Fememorde.

Berlin, 30. April. Der frühere Major Buch- rüder, bekannt als Führer des Küstriner Pnt- ches hat jetzt in einer umfangreichen Erklärung zwei Thesen unter Beweis gestellt: Die Schwarze Reichswehr war Militär, ihre Angehörigen waren Soldaten. Zu den Fememorden fühlte sich eine Anzahl von Cfii-

stungSindustrien gegen alle MenschheiiSkultui geworden, ein unsagbarer Schrecken für bk ganze Welt. Der Zusammenhang friedlicher Arbeit und gemeinsamen Austausche« wächst und will sich nickl mehr durch den KampfeSeiier Einzelner stören lassen. In großen und klei­nen Staaten, bei den Völkern und Regierenden wächst die Macht de» Friedensgedankens. Jetzt ist Zeit nicht zur Rüstung, sondern zur Abrü- stung. Wer wollte glauben, daß die erzwungene Abrüstung de» einst so wassengewaltigen deut­schen Boltes sich ausrecht erhalten ließe ohm freiwillige Abrüstung aller anderen? Die Christenheit kennt nicht und anerkennt nick» die Versklavung ganzer Völker; sie hat aber nur die Wahl zwischen ernsthafter Entscheidung für echten FriÄen oder erneuten Zerstörungen, de­ren Tragweite niemand zu ermessen vermag.

Paris, 30. April. Die Presse stellt ausnahms­los den abermaligen Sieg PoineareS fest. Die Schlacht sei zum Vorteil Poincarös ausgegangen gegen den revolutionären Extremismus. Das Oeuvre erklärt: Poincarö ist mit sehr großer Mehrheit gewählt worden. Er hat niemals eine so große Popularität gekannt wie jetzt. Maa wird ihm

bestimmt aufs Reue die Kabinettsbildung übertragen. Die extremen Parteien sind geschla­gen. Poincare wird mit den Linksrepubltkanern im Weiten Sinne des Wortes regieren können. Die neue Kammer wird eine Kammer der Rech­ten sein. Die nationale Einigung ist wieder zum nationalen Block geworden. Ein Kommunisten­blatt schreibt: Die Wahlen sind für uns das höchste Perbrechen für die Zukunft. Wir werden noch entschloffener rücksichtsloser gegen die natio­nale Einigung kämpfen.

Man erwartet allgemein, daß die strittige (9c- . sevesvorlage über die öffentlichen Berfammlun-

dleibt, sollen die ägyptischen Zölle! gen auf unbestimmte Zeit vertagt werden wird.

Hitzige Siraßenkraivaile mit Kommunisten.

Paris, 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Gestern abend kam es zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Polizei, die auf Last­autos anrückte. Zwei Polizisten wurden schwer zwei leicht verletzt. Gegen Mitternacht herrschte noch eine gewisse Unruhe.

wie werden uns in einigen Jahren ganz fachte hart am Rande einer herannahenden sozialisti­schen Revolution in allen Industriezentren befin­den. Wenn Poinear« zufrieden ist, dann ist et eben leicht zufrieden zu stellen.

Paris, 30. April. (Eig. Drahtbevicht.) Rach de« Ergebnissen von heute früh (es fehlt nm noch ein Wahlkreis) ist die Verteilung auf die Parteien folgende: Die bisherige Stärke in Klammern Royalisten 15 (15), Republ. dem. Union (Louis Marin) 145 (98), Linksrepublika- ner 106 (80), Unionistisch-Radikale 55 (40), Alt- Radikale 123 (146), Sozialistisch-Republikaner 47 (25), Sozialisten 101 (106), Kommunisten 14 (26), Sozialistisch-Kommunisten 2 (8), Autono- misten 3' (0). Den bedeutendsten Erfolg hat so­mit die Gruppe Mari« (Anhänger Poiiicarss) die unionistisch Radikalen und die Soz.-Rcpubli- kanee erzielt.

zieren, Unteroffizieren und Gemeinen dieser Reservetruppen der Reichswehr durch die Auf­fassung gedrängt, daß Verräter im Interesse des Reiches beteiligt werden müßten. Buch- rüder betont, daß nicht die Zerstörung, sondern die Instandsetzung von Schießgerät Aus« aäbe der Schwarzen Reichswehr gewesen wäre. Nur solche Freiwilligen wären angenommen worden, die sich außer für den Mobilmachung«, fall auch für Ableistung von Hebungen verpflichtete». Aus den freiwilligen Soldaten, die 1922 und 19233 für de» Wehrkreis 33 ange­nommen worden wären, hätten sich die Reserve­truppen deS Wehrkreises zusammengesetzt, die in Reichswehrkasernen lagen, soldatisch be­waffnet, ausgerüstet, bekleidet und der Dif- zipliiiarstrasgewalt unterworfen gewesen seien,

genau wie die Aktiven Reichswehrtruppen.

Eine Batterie sei z. B. von Frankfurt a. Ober quer durch die Provinz, wo sie mehrfach ein* quartiert wurde und am Hellen Tage quer durch Berlin nach dem Döberitzer Laaer marschiert. Aktive Reichswebrtruppen und Rcservetruppen hätten genteinfame Hebungen abgehalten Ein Offizier der Reservetruppen hatte Ronhedtenste in Berlin getan Gefreite und Gemeine der Reservetruppen hätte»

Posten vor dem Reichspräsidenten

Sie bleiben poincare treu.

Auch die Stichwahlen konnten nichts ändern. Auch die Linksparteien haben profitiert.

Sie Qrofre Breitberteiiung

Paris, 30 April. Amtlich wird folgende Gewinn- u. Verlustliste veröffentlicht: Rechts- stehende plus 2, minus 4, Verlust 2, Rechts- republikauer mit Einschluß von drei Regionalisten und den katholischen Demokra­ten pluö 67, minus 26, Gewinn 41, Links republikaner plus 31, minus 21, (gewinn 10, Rechtsradikale plus 29, minus 17, Gewinn 12, Radikale plus 26, minuS 46, Verlust 20. So zilalrepublikaneer plus 15, minus 17, Berlust

Die links gerichteten die Niederlage

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Schreckgespenst. Bernstorff als «brüstungs apostel. Auch die Steche schließt sich an.

(Eigener Informationsdienst.)

Paris, 30. April. Das Gesamtrcsultat der französischen Wahlen hat eine Verschie­bung der zukünftigen französischen Kammer nach rechts gebracht, die aber nicht in dem Umfange ausgefallen ist, wie man befürchtete. Die neue Kammer wird etwa 375 ausgespro­chene Namen der Poineareschen Politik zeigen, denen etwa 255 Linke g.egenüberstehen werden, sodaß unter allen Umständen mit der Fortsetzung de» Innenpolitischen Kurses PolncaröS zu rechnen Ist. Der Stabilisie­rung des französischen Franken steht nun nichts mehr Int Wege. Ob PoincarS daS Ka­binett aus den gleichen Personen wieder bil­den wird, ist mehr als zweifelhaft. Die Ent­scheidung wird aber nicht vor dem 1. Ju­ni, dem Tage des Zusammentritts der neuen Kammer, gefällt werden.

Auffällig ist das Ergebnis der Stimmenzu­nahme für die G r u p p « M a r l n, die mit fünfzehn konservativen Abgeordneten den rech­ten Flügel der Kammer bilden wirb. Ihr steht eine Abschwächung der Kommunisten gegenüber, die ihre Zahl um die Hälfte verrin­gert haben. Die sozialdemokratische Partei Hal ihren Führer Leon Blum verloren. Auch die republikanischen Sozialisten, die Anhänger B rland s und PainleveS haben eine Stimme elngebüßt, die Radikalsozialisten dagegen zwölf. Diese Partei wird sich vermut­lich gleich nach dem Zusammentritt der Kammer in zwei Teile spalten. Der reihte Flügel dürste unter der Leitung Franklin Bouillons zu den Rechtsparteien abfchwenken. Man rechnet, daß sich etwa fünfzig Mann der Radi- kalsoziall sten nach rechts, der Rest nach links schlagen werden.

Auch die Morgenblätter sind noch nicht in der Lage, einstimmig aus die Wahl einzugehe». Auf ber Rechten herrscht ausgesprochen« Freu­de, aber auch di« Linkshlätter sind nicht ganz unzufrieden. Das Oevre muß allerdings zugeben, daß die Wahl aus Potn-

Gin Ultimatum an Aegypten?

Kein« Versammlungsfreiheit für Aegypten Gegen England zu schwach.

Berlin, 30. April. Im Weltbund für Inter­nationale Freundschaftsarbeit der Kirche äußerte sich Graf Bernstorfs Über die Abrüstung u. a.: Tie Äbrüstungskommisston sei kein Tummelplatz einer Pro- oder Anti-Sowjetpolltik. Sein Zusammengehen mit den Ruffen sei lediglich dar­aus zu erklären, daß diese gleichfalls für Ab­rüstung eingetreten seien. Man hätte nur ernst­lich in Einzelberatungen einzutreten brauchen und hätte dann leicht erkennen können, ob der russische Vorschlag ernst gemeint war oder nlch>. Wenn die Februar-Sitzungen zu keinem Ergeb- nis geführt hätten, da hätte ei daran gelegen, daß der W i l l e zur Abrüstung gefehlt hab«. Die Regierungen hätten sich noch nicht verständigt und eine Reihe striuiger Fragen seien noch nicht geklärt. Wgemcine sofortige Abrüstung, wie ste die Russen verlangten, sei nach dem heutigen völkerrechtlichen Stande unmöglich. Es könne sich nur um eine erste Etappe zur Abrüstung han­deln, und um nicht mehr. Die deutsche Forde­rung der Abrüstung sei an diesem Weg der ersten Etappe gebunden: Umfang und Grüße dieser ersten Etappe festzustellen sei Aufgabe der Ab­rüstungskonferenz.

Regierungen, so schloß Graf Bernstorff feine Ausführungen, hängen von bet öffentlichen Meinung ab. Nie wird ble Abrüstung durchge- fiih« werben, wenn die Völker selbst nichi die Abrüstung verlangen. Rur die Völker selbst sind In der Sage, die Forderung der Abrüstung den Regierung abzuringen. DaS erhoffe ich von der heutigen Versammlung, daß die Kirchen

aestanden Der Reichswehr fei die Geheimhal- tung dieser Reservetruppen gelungen. Vergeb- lich habe Xr. Gehler in Abrede gestellt, daß es sich um eine Maßnahme des WehrministeriumS handelte. Erst nach Auslösung der Reserveirup- pen will Buchdrucker erfahren haben, daß Fälle von ungesetzlicher Selb tiustiz bei ihnen vorge­kommen feien. Die Anschauungen über die Be­rechtigung einer Selbstjustiz Hätten sich nament«