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3 Beilage

Meter Neueste Nachrichten

Sonnlaa, 29 April 1928.

Achtzehnter . ahrgana.

Die Hexen tanzen

Rin- und Kunst

3n der aktuellen Jtage der Schulreiorm

Gefährliche Spatzvögel.

geworden.

a. Kaum ist ein ^em Kinde eine volle Mittags- und Abeud- eingearbeitet, so I Mahlzeit. Die Mutter soll in dieser Zeit gelernt eine Hochzeitsem- hetzen, nach den gegebenen Anweisungen bte Speisen selbst zu Sause herzustellen. Sw Weitz nun auch, wieviel sie braucht, wie bte speisen

Mitten in der alten Stadt der Giebelhäuser und malerischen Fachwerkbauten, an der ehe­maligen Hauptverkehrsstraße nach dem Osten, steht das schmucke Haus Obere Fuldagasie 18. Ein Schmuckkästchen, außen und innen, dient es heute nach einer reichen, wechselvollen Geschichte der Zukunft, der jüngsten und kommenden Ge- neration. In diesem Haus begründete " ' Blu- menfeld im Jahre 1904 die sogenannt-Milch­küche«, eine Einrichtung rein Privater Natur, die dazu dienen sollte, den Säuglingen zweckdien­liche Nahrung zu vermitteln und damit der Säuglingssterblichkeit entgegenzuwirken. 24 l Jahre hat diese Einrichtung, zum Segen der

braucht dafür 35 Pfg. am Tag. Die Gerichte sollen preiswert, nahrhaft und schmackhaft zu­gleich sein. Frl. Schmer, die erprobte technische Leiterin der Küche, sorgt dafür, daß die Gerichte nickt nur gekocht, sondern infolge ihrer Schmack­haftigkeit gern gegessen werden.

Nach Beendiguna der Zusatzspeisung werden die Mütter unterwiesen, wie sie eine gleichwer­tige Kost zu Hause weiter führen können Wie bedürftige Kinder auf etne so geregelte Ernäh­rung ansprechen, lehrt das Beispiel der letzten Speisenperiode. Gespeist wurden 63 unterge­wichtige Kinder. Durchschnittliche Zunahme 790 «ramm. Gefördert wurden 62 Kinder. Unver­ändert infolge Krankheit: 1 Kind. Bei normaler Zunahme wäre während der 8 Wochen eine Ge­wichtsförderung von nur 300 Gramm zu erwar­ten gewesen. Die Kinder setzten aber wehr als das 2' <fache an ein Beweis, daß die Mutter

(Sine (Straßenbahn jür Regen und Sonnenschein.

Die Stadt Kopenhagen besitzt eine mit Oberdeck versehene Straßenbahn, die zur Hälfte überdacht und zur andern offen ist.

Seltsame Sitten am Walpurgistag.

In Goethes Walpurgisnacht-Schilderung im Faust ist das phantastische Bild der Hexen, die auf Besen »nd Stöcken, aus Gabeln und Bocken zum Blocksberg hinziehen, unvergeßlich gestaltet I Der Herenglaübe, eins» ein grausiger Alpdruck der Menschheit, der tausend und abertausend Opfer gefordert hat, lebt heut noch in so man­chem Volksbrauch fort und ist noch am Icbcnbtg-I sielt in der zauberhaften Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai, die dem Tag der heili­gen Walpurgis oorangeht. Diese Nacht, in der die dämonischen Geister des Winters und des Unglücks noch einmal vor dem Sieg des Früh­lings ihre verderbliche Macht entfalten, geh! wohl auf ein altheidnisches Frühjahrsfest zuruck, das sich erst unter christlichem Einfluß m das wüste Treiben heidnischer Unholde verwandelte. Erst nach der Walpurgisnacht, wenn die lichten Freuden des ersten Mai den Sieg des Lichtesj und des Frühlings feiern, ist der Bann gebro­chen, den die Heren, die unheimlichen Wald­weiber, auf dem Zuge zu ihrem OPserseste noch

einmal ausübeil. _ I

Unendlich viel Böses traute man den Hexenl zu, die nicht nur durch den »Hexenschuß« den Menschen lähmen, sondern auch durch dasHe-I renwetter« die Saat zerstören, die das Vieh krank machen uitd Wechselbälge statt der neuge­borenen Kinder in die Wiege legen. In derl Walpurgisnacht sind sie besonders mächtig, wenn sie zu ihren Tanzplätzen fahren, die durch die Herenringe«, die in Ringform ausgebrannten Bodenstellen, gekennzeichnet sind. Der bekannte­ste der Hexentanzplätze, aus dem die Unholdinnen imHcrenkessel« aus Pferdefleisch, Aaas, gefot- tenen Kinderherzen und giftigen Kräutern ihr Festmahl bereiten und denHexenfabbath bege­hen ist der Brocken- oder Blocksberg im Harz.

Daneben gibt e« aber auch noch eine ganze Reihe anderer solcherBötberge« in Deutsch­land, wie den Heuberg bei Rothenburg, bte Tauzeicke bei Bischofsheim vor der Rhön, ben] Rmgberg bei Egern am Tegernsee, ben Kanbel- feis im Schwarzwald, den Höehelberg in Des­sen, ben Hörselberg in Thüringen, ben Büchel­berg int Elsaß, ben Schlernkofel in Tirol, ben -..... - -

Pilatus in ber Schweiz usw. Zahlreich sinb bte Kasseler Säuglinge gewirkt, nunmehr hat bte Abwehrmittel, mit Denen sich ber Mensch in Stabt die .Milchkiiche« übernommen und der dieser Nacht des Grauens zu schützen sucht. Haus Fürsorge für den Säugling auch etne erweiterte und Hof werden beschützt, indem man an Türen Fürsorge für das Kleinkind das Kind vom nnd Wänden, am Stall und aus den Dünger- y. bis 5. Lebensjahr ungegliedert.

häufen das Zeichen des Kreitzes oder grüne Anläßlich einer Besichtigung des Neugeschas- Zweige anbringt. Die reinigende Macht des jenen machte der Leiter der stäbiischeit Kletnktn- Feuers wird angerufen und auf Höhen und der-Ernährungs-Fürsorgestelle, Kinderarzt ~x Hügeln flammen die loderndenWalpertfeuer« I e n z i n g die Mitglieder der stadttschen Ge- auf. die Die Flur segnen und die Hexen vertret- sundheitskommission und Vertre er der Presse ben An manchen Orten werden besonders her- mit Zweck unb Ziel bieses neusten Zweiges gerichtete Strohsiguren, bie man als -Here« be- septischer Fürsorge bekannt.

zeichnet, in ben Gluten verbrannt, unb die Ver- Mehrend für die Ernährung des Säuglings nichtung der »Here« verschmilz hier mit bem be qj5utter sachverftändigeit Rat sucht, geht die auch sonst im Frühjahr üblichenVerbrennen Ernährung des Kleinkindes in der Familie hau- des Winters«. " ---------------x *"

Bubenstreiche durchs Telephon.

Die Pariser Polizei führt seit längerer Zeit einen erbitterten Kamps gegen sonderbare Witz- oolbe, die sich des Telephons bedienen, um an­deren Leuten Possen zu spielen und ihnen das Leben zu verbittern. Ganz, besonders werden prominente Persönlichkeiten von der Bosheit ihrer Mitmenschen betroffen. Viele Leute haben ihre Fernsprechanschlüsse in Paris gekündigt, um nicht bei Tag und Rächt solchen Verärge­rungen-. ausgesetzt zu sein und unglaublich groß ist heute die Anzahl ber Geheimanschlüsse.

Einer ber beliebtesten Scherze biefet Spaß­vögel ist Nachfolgender nächtlicher Anruf.Hallo Herr X dort? Verzeihen Sie die Störung, aber ich muß eine sehr wichtige Frage an Sie rich­ten. Wovon haben Sie geträumt ? Weniger harmlose Witzbolde machen z. B. eine Reise des Anschlußteilnehmers zu Nutzen unb lassen bie Gattin nachts an ben Apparat bitten.Gnä­dige Frau, leider muß ich Ihnen mltteilen, daß Ihr Gatte auf seiner Reise einen Unfall erlit­ten hat und sich auf dem Wege in das städtische Krarckenhaus befindet. Als Ort wird gewöhn­lich ein gottverlassenes Nest genannt, das feine telegraphische ober telephonische Verbindung während der Nachtstunden besitzt. Die tiefer­schrockene Gattin verbringt eine schlaflose Nacht und erst am frühen Morgen erfährt sie auf An­ruf, daß sie bas Opfer eines geschmacklosen Scherzes geworben ist.

Unser Bild '

zeigt einen Blick tn bie Kleinkinderküche.-'

verantworten sollte, bezogen sich aus den Kr minalinspektor Tyckwer ton der Ha.Misst um nalpolizct. Tyckwer hatteHempelmann naw Osnabrück bestellt, um bte Hellzeherct in emer Mordsache zu erproben. Hempelmann wußte niebt daß Tyckwer, der mit ihm zuiammen t» Awomobil saß, Kriminalinspektor wm, der es

in Ziel gesetzt hatte, bieH wiehere, au, zudecken. Hempelmann glaubte sich ^cm ncu- aierigen Kötter gegenüber, ber gern Glauben schenken wurbe.^ Die Hellseherei ließ Hempelmann so weit tm baB e,r idit merkte, wie Tyckwer die Rebe auf stw selbst brachte Der Kriminalbeamte mußte nun Lren wie er von Hempelmann als Lump tttu- ! liert würbe, ben H. eines schweren Verbrenn bezichtigte. Tyckwer sollte namltch emem Mör­der der mit ihm bekannt sei, der ^^ase ent­zogen unb über ben Gang bei Untersuchung unterrichtet haben. Ohne es fu merken, befanb sich Hempelmann mit bem verkappten Knut naliften statt in Osnabrück, vor den Toren

Der Kriminalinspektor wollte sich nun aber rächen setzte Hempelmann vor den,Toren Mun- sters an einer Wirtschaft ab unb Mr Mt d-m Auto davon. Völlig erschöpft und »W ® ; tel langte Hempelmann in der Nacht am Haupt Ibahuhos in Münster an. Zwar riet man ihm hier doch zu sägen, wo das Auto geblieben set, das müsse er als Hellseher doch wissen, doch bie Kunst versagte in brem wichtigen Augenblick. Hempelmann rebete sich damit heraus daß seine Aktentasche, in der fein Material, um M »« ben Traneezustanr, zu versetzen, tn bem er nur hell« sehen könnte, ebenfalls im Auto fet Auto yetn oet iiuouiu)Ln öi».|Uiav ... Aktentasche unb der angebliche Kotter am

Mitarbeiten, m3 6« »Uten laufauten »W« Ä»

ner "anderen Stadt verwirklicht wurde, ist Kassel Knmtnaltnspektors Tyckwer. au der großen hunderitägigen Ernährungsaus­stellung in Berlin in der Abteilung Ernährung

Berlin^beteittgtz toorüber^hür ^schon berichteten Ueue Wege des modernen Zeichenunterrichts. Tür an Tür mit der neuen Kleinkitiberfürsorge- p aktuellen Frage der Schulreiorm stelle unb ber Sonberküche für Klelnkinderkost stacht uns ein Zeichenlehrer: Meine Schuler liegt bie städtische Milchküche, bie im Früh °hr abe i(heranla'-t. vom ersten Tage an ihre v Fs durch Schenkung von dem VeremMilch- a^chnungen in Mappen zu sammeln. Dadurch küche« in den Besitz der Stadt überging Sie ht ben Kindern eineifett« em gewisser wird in der bisherigen Weife westergemhrt unb|«tnl nuf ,bre Leistungen geweckt, der tüt bte gibt trinkfertige Milchmischung an gesunde und mit nur förderlich 'em kann, zum andern Heilnahrung an kranke Säuglinge aus, und be-Lhei ro rh auf biete We.se ©elegenbeit geboten, liefert einen Teil ber Kasseler SchulenV°HhBergIeid)e zwischen. Zeichnungen -aderen und milch. Dank der Umsicht ihres Grunbers ünb stören Datum zu ziehen, bie sehr lehrreich Jein Organisators, Kinderarztes Dr, $lumenfelb. (önren- Wir haben das Experiment gemacht, sie vorzüglich ausaestattet mit. modernen Ste-ft^ »ew^ssen Abständenetwa alle Fahre rilisationsapparaten, maschineller Spülvorrrch- giei+e Objekt zeichnen zu lassen, ^ erwies tuna und Kühlraum, sodaß sie trotz ihres fast fW1 in der Tat, daß bte Zeichnung immer voll- 25jährigen Bestehens die Anforderungen des ^^ter die Proportionen immer richtiger wurden. Tages vollauf erfüllt. . Wir führten z. B. auch eine Kinderschar an eine

Sie, die erste Mtlchkuche in Deutschland, x.eßen tie die unter ihnen fahrenden

ist Zeit ihres Bestehens eine der wichtigsten ge- betrachten und stellten ihnen spater d e sundbeitsfürsorgerischen Einrichtungen unserer kutfiabe diese Schiffe zu zeichnen. Man .konnte Stabt gewesen unb hat sich vor allem tn ^^r von Neunjährigen sehen, die tatsächlich Kriegs-und Nachkriegszeit unter den fd)toterlg= emen ^amp er perspektivisch von oben geieljeji sten Verhältnissen der Nlilchwirtschast um Ge- Q^e^net batten- _.. ~.T

siindheit und Leben der Kasseler Säuglinge hoch Unsere Kinder hatten den Chang > Film .verdient gemacht. Sie hat dazu beigetragen, gesehen. Fede Klaffe wurde aufgeiotbert, eine daß die Säuglingssterblichkeit in Kassel trotz berL , g ene zu beschreiben und zu zeichnen. Not der Fahre laufend zurückging u. z. Zt. weit denen Zeichnungen hoben wir in.einem unter dem Reicksdurchsckmitt liegt Ijjudie geianimelt, das ein wertvolles Dokument

An bie inhalt- unb lehrreichen Ausführungen Zeichenkunst darstellt.

Dr. Benzinas schloß sich etne emachende Besteh-1 Sehr nützlich ist es, auch zwischen demZeichen- tigung der gesamten Räume an. x?m ersten luntexr,(j)t una anderen Fächern Verbindungen Stock sind neben den verschiedenen Arbeitsran- Herzunellen. Ich habe meine Schuler z. -ö. men der Bezirksfürsorgerinnen bte Gesch.tfts- ^,«»bn aus Holz machen taffen. Dann galt stelle ber Kleinkitiberfürsorge unb ber »onser« cS ^me Reise um bte Welt- Die Erdkarte uche für Kleinkinderfürsorge, Warte-, Berg- wurde mit Kreide aus den Boden gezeichnet, und timgs-, Wiege- unb Sprechzimmer des Arztes ft^^r versuchte, au, dem kürzesten Stiege eme untergebracht. Alle Raume sind in Hellen, Wchlumseglung auszu,Uhren. So rann der Geo- freundlichen Farben gehalten unb tnadien tn ,ppte.Unterricht anschaulich unb lebendig ibrer blitzsauberen Einrichtung den günstigsten Le|-tQUet weiden. Wir haben auch untere Schuler Eindruck. Ein wahres Schmuckkäsiweu ist die tmst^ Ptauilln Brote uno Slepiel modellieren Erdgeschoß eingerichtete Küche, auf das Vorteil- ft affen, an Hand derer ber Unterricht zum Rechnen bafteste mit allen modernen Errungenschaften I upeigeleitet roi.rbe- Dikfe beiden Beispiele mögen ter Technik eingerichtet. Hinter der Küche liegt l ygmeiien, weicher Stiert gerade bem Zeichenunier- ciu Arbeitsraum. der zur Vorbereitung der zur peizumessen ist uno weiche Rolle er m ber Verarbeitung kommenden Nahrungsmittel j schule ber Zukunit zu ipteien hat. bient. Gerade sind diediensttuenden« Schüle­rinnen mit dem Verlesen von über 90 4s,unb Spinat beschäftigt, ber Mahlzeit für ben nach-s ften Tag Dargereichte Kostproben des ganzen Wochenzettels sanden allgemeine AuetkenNung.

Mit einem Rundgang durch die anschließende Milchküche« fand die Besichtigung ihr Ende.

Kassel marschiert mit dieser Erweiterung der Fürsorge um das Kind« von ber Gebart bis zur Schulentlassung an ber Spitze aller deut­schen Städte und ihre fürsorgerische Tätigkeit wird nicht ohne Einfluß für die Zukunft sein Tos Haus in ber Oberen Fuldagasse aber ist zu einem Lebens- unb Segensguell unserer Kinder L ' ,«WL-

In Paris hat sich nunmehr aus ber Not ge­boren, ein« Abwehrliga gebildet, die auf solche .Spaßvögel« fahndet. Die französischen Ge­richte gehen mit aller Strenge gegen diese Bu­benstreiche vor. Vor kurzem wurde in Paris bie Frau eines sehr bekannten Industriellen zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Ein Mitglied bet Liga ertappte sie dabei, als sie bie Gattin eines Journalisten baburch in Aufregung setzte, baß sie am Apparat erklärte, die Freundin ihres Gatten zu sein und somit den Frieden ber Eh« trüben wollte. M. L, j

Die Gorge um das Kleinkind

Die Kleinkinderernährung als neuestes Feld der städtischen Fürsorge in Kassel.

fiq recht unbekümmert vor sich. Damit aber das , Kleinkind nicht länger ein Stiefkind der Familie 'ft** IlVrt «tim Sidilöcsntllt» und der Fürsorge bleibe, hat das Gesundheits- Der weg JUKI bcr ^tab*t sHaffeI etne besondere Kleinktnder-

Wer hat es in Amerika am leichtesten? ernährungssürsorgestelle geschaffen und ihr eme Der bekannte amerikanische weibliche Film- Zonderküche für Kleinkinderkost angeschlossen flar Collen Moore hatte die Frage ausgeworien, Tas hier zum ersten Male eingeführte Zufam- ivrlch.-r weibliche Berus den Weg zum Storni menwtrken von Beratungsstelle und Sonder- desamr am meisten erleichtere. Nach ihren R.-- ^ hat den Zweck, der Muster praktisch zu cherchen dürften die weiblichen Gastwirisgehil,- -eigen, was ein Kleinkind zum Gedeihen brauch innen die größte Chance besitzen, an einen Tie Mutter eines unentgeltlich oder gegen Ent- tiaenen Herd zu kommen. Die Sünftlerem bat ae(t Jur Speisung zugelassenen Kindes verpflich- sich von bem Besitzer eines ber gißten Gast- sich, dieses 14tägig in bcr Fursorgestelle zu ftätten in dessen Räumen vornehmlich Arbei.er-I Sie wird dabei über bte Hauskost be- vnblikum verkehrt, erzählen lassen, baß er tzch I raten unb erhält barüber einen Kostzettel. Die darüber beklage niemals lange seine weiblichen Zuiatzspeisung bauert gewöhnlich 8 Wochen und Hilfskräfte behalten zu können. Kaum ist ctn|nt6 bem Aiube eine volle Mittags- und Abenb- dtenstbarer Geist ein wenig * wirb besten Tätigkeit burch labung an den Wirt beend».

Der erfahren« Gastronom begründet bufe

Erfahrung mit ben Worten daß taiiachstch bcrh"dnneden und wie sie aussehen fotten. Sie Weg nach den Herzen der Männer durch den -- - m.» (SenAte

Magen führt. Der müde und hungrige Gast erfreut sich in der Mittagspause am Anblick einer hübschen und gewandten Person, die mit einem Läcucln sich nach feinen Wunsch.cn erkun­digt und ihn mit Umsicht betreut. Diese Vor­gänge lösen in der Männerwelt das Empftnden aus, das gerade die servierende Gehilfin der ge­gebene TYP für feine Gattin fei. ~

An zweiter Stelle kommen bte TclesontstiN- nen Die Gelegenheiten, bie ihr Beruf ihnen bietet, Bekanntschaften anzuknüpfen sind ftthl- los Falls biese Damen in ihren Dienstgespra- chen nur ein wenig Höflichkeit aufb.eten, befin­den sie sich bereits auf bem besten Wege zum Standes.imt. Krankenschwestern siehen bm Fernsprechdamen dann nicht nach. ..Zuantcr- lept erwähnt Collen Moore die Manckurdamen. die stets elegant an gezogen durch viele Hand­griffe der Männerwelt ihre Fürsorge beweisen Nickt zu vergessen sind dte Stenotypistinnen Verkäuferinnen und Lehrerinnen. Natürlich be­rücksichtigt dte Filmschausvielerin vornehmlich amerikanische Verhältnisse. In Europa i)t der Weg zum Standesamt für bte angegebenen Be­rufe b ich wohl etwas dornenvoller. M

Dee genarrte Hellseher.

Eine Geschichte aus dem Munsterlanb.

Fn bemselben Augenblick, in bem wieder einmal in den verschiedensten Gegenden des Eriche« ein Hellseher-Rummel unter freund­licher Mitwirkung von allerlei Halbgebildeten und spekulativen Kopsen im trauten Verein loszugehen scheint, interesttert naturgemäß eme Verhandlung vor dem Lchoffengerlcht^in M-m- kter i W in der sich der bekannte westfallzche Hellseher« Heinrich Hempelmann genannt 'Holsen-Hinnest«, wegen Beamtenbeleid.gnng verantworten sollte. Eine grotze^ Meng« Z schauer hasten sich etnceiunden. lamen je doch nicht auf ihre Kosten, denn der ellseyer, der in Ahlde bei Osnabrück residiert, haste es vorgezogen, vor Gericht nicht S» erscheinen, >o daß gegen ihn ein Vorführungshefeyl ertasten toU2ie Beleidigungen, wegen beren sich Hempel­mann vor den Schranken des Schonengerlchtesi»

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