Snnntaq, 29. April 1926.
Kasseler Neueste Nachricht:»
18. Jahrgang. — Rr. 101.
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™| Handel und Verkehr |~|
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derbaren Eindruck macht.
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durch
Erböbung der Kobleuvreile
gedeckt werden.
Flomen 70—80, Schmalz 100—110, frischer Speck 78 Die Fachgruppen ..Messina. 5is 80. geräucherter Sveck 80-10), Weckewerk 80-40, ..Bechlbette Tafelge?äte" ?- LeLerwurst 86—120, Sulperknochen 30—40, Ziegen- ichen Metallroaren-In-uttri« fleisch 56-60. - Kischmarkt: Kulöafische 50-60, HretSerhöbung um LuÄchn Hering« 10—12, grobe Schellfische 40-60, klein« 30 forttger Wirkung eintreten
Berliner Börse vom Sonnabend
17»
Pndlikn« und Arbeiter aus Ungedaukkn b. Fritzlar.
164-
154.75
213- 87$ 158.75
und durch eine Tariferhöhung der Reichsbahn. Die BerbindlichkettScrklärung des Rubrfchiedstvruches, der die Löhne deS Ruhrberabaues um 8 Prozent erhöht, steigert die Selbstkosten für die Tonne Kohle um etwa
---------------- Auch wird
-ug. welcher vom Sonntag
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..losungsrecht) 5's«M.Anl.1899abg.
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VI» Türk. Bad. Elb Anl. 2
»Nordd. Llovd »Alla. Slektr.-Gei. »Beramannlklektro »Berliner Malchin »Bildern» Eilen »Sbarlottenb. Wad »Comcanta Silvano »Conti.Kautschuk »Daimler
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Da» Siern»«» b«*f»ttet die Kurl«, die Term tunokieranaru liu» und trat ra nette oder Ultimo gehandelt werben.
Spanien 20,80. Amsterdam 12.10I4, bas Pfunfi 488,10 eher Brief, de» Dollar 4^1807!^—10, den Yen 47,43.
Das Wlifurn.
Fiir di« unter dieser Rubrik veröffentlicht .SinaenraRS» 46ertnmmt die Schrtttletrana keinerlei Berantwortung, Dringende Slseubabnmü-fch« aus der Gemeinde Ungedanken.
*®elfent Berawert l8»5® »Gel. f.«l. Untern »- »Tb Goldschmidt i(»16
»Rhein. Stahlwerk »Riebeck Montan »RüttaeÄ» werke »Salzseiturth Kali »Schl. Elektr. Lu. B »Schuckert »Schultb.-Patzend. »Siemen» Hal»k« »Leonhard Tied »Tran»radio ®.® »Verein.Blanzffoff »Ber. Stahlwerke »WekteregelnAlkav kiellltofs-Waldboi »Owvi.Mt»eu
Kaffeier Wochenmarkt.
Amtlich« mittler« Preis« oo« 28. Avril.
Zitronen 5—7, Apfelsinen 7—15, Bananen 40 bi» 80, Aepfel 26-40, Sandbutter 180—200. Süßrahm- butter 200—210, Eier 9—10, Gänseeier 18—20, Enteneier 11—12, Petersilie Päckchen 10—15, Lauch40—60, Unterkoblrabi 10—1’5, Blumenkohl SO—100, Wirsing, kohl 301-35, Weißkraut 16—20. Rotkraut »5—40, Nüßchen 80—100, Spinat 20—30, Rhabarber 20—SO, Da lat 20—30, Salat tAuSland) 80—35, Möhren 15 bi» 20, Brunnenkreffe 5—10, Gurken <Salat)' 60 bis 100, eingem. Bohnen 40, Sellerie 60—80, Schwarz-
Rund um die Wirtschaftswoche.
Umwandlung der bisherigen Jnlandskonjunltur in eine Exporlkonjunktur? — Die voraussichtlichen Folgen einer KohlenpreiSerhöhung — Di« amerikanischen Sonjunkturausstchte».
»Alla. D. SredttanS —.
»Barm. Banks. Ml.
»Berl. »aadelsgel. .
»Comm. u. Privatb »Darmlt. u. Nat.-B
»Deutsch« Bank »Diskonto-Som« »Dresdner Bank
»Hamb. Elektr.
»Sarvener »Höfch Stahlwerk« »PH. Solzmanu »Ille Bergbau »Kali Aschersleben »Rud. Karstadt »Slöckaerwerke »Söln-Neuesien »Sudw.Löwe u.Co »Mannesmann »ManSf. Bergbau »Metallbank »Nationale Auto »Qberschl. Eif.-B »Oberschl. Kok» »Crenft. ut Sovvel »Lstwerke »Phönir Polyphon
Die Eiseutuduftrie
bat bereits im Hinblick auf den KohIenschtebSfpruch aut die Verteuerung ihrer Produktionskosten im Falle einer stärkeren Sohlenvretserhöhung hingewiesen. Die Beschäftigung in der Etsentnduftrie ist im allgemeinen noch gut, nur macht sich der starke Rückgang in den Aufträgen der Reichsetsenbahn bemerkbar. Eine ge- wisie Stütze gibt der Eisenindustrie die sich wieder an- bahneybe Besierung am Eiferi-Ervortmarkt, nachdem dort Um die Mitte des vorigen Monats eine Abschwächung eingesetzt batte. Mn überseeischen Län. oern kamen größere Abschlüsse zustande. Die französischen und die belgischen Eisenwerke halten wieder mehr auf Preise, doch bleiben die Verhältnisse am Eisenausfuhrmarkt schwankend. Der amerikanische Eifenmarkt zeigt neuerfiingS eine gewisse Reaktion. Andererseits gehen die Varenpreissteigerungen in Amerika weiter. Es scheint, daß die spekulative Bewegung von den Börsen auf die Warenmärkte über- greift. Die KönsunkturauSsichten in Amerika sin» undurchsichtig geworden, doch glaubt man, daß der noch immer sehr starke Konsum einen stärkeren Rückschlag verhindern wird.
Wir möchten hiermit dringend die RetchSbahnver» waltuna Sitten, die Züge ab Wab«rn nach Bad Wil» düngen ab Wabern 6.83 Uhr nach Bad Wildungen wwie Zug ab Bad Wildungen 19,23 Ubr nach Wabern für den Haltepunkt Ungedanken auch dies« Züge frei- JuaeSen, da diese Züge sehr passend sind für unsere Arbeiter, um rechtzettsg zur Arbeitsstätte zu gelangen ind abends frühzeitig zurückzukommen. Auch wird dringend gewünfM, den Zug, welcher vom Sonntag zum Montag ab Wabern 0.58 Uhr nach Bad Wtldun- sen verkehrt, für den Haltepunkt Ungedanken auch fretzugeben, damit man an Sonntagen von SassZ wieder Wruck kommen kann. Wir hoffen, daß uns di« Reichsbahnverwaltung in feder Weife «ntgegenkom- men rotrb, da doch auf unserem Haltepunkt immer Verkehr ist.
Bus Der Deimot
Aus Dem Levensmuiet-Sinzelvanvel.
Generalversammlung des Kolonialwaren-, Feinkost, und Lebensmittel-Einzelhandels.
In Frankfurt am Main fand die Generalversammlung des Landesverbandes des Kolonialwaren-, Feinkost- und Lebensmitteleinzelhandels von Hessen-Nassau und Waldeck e. V. unter Lei- lung des 1. Vorsitzenden, Herrn Kaufmaitn Schmelz- Frankfurt a. M. statt. Wie aus dem Jahresbericht hervorging, den Verbandssyndikus Dr. Tripp-Frankfurt a. M. erstattete, konnte ü» Jahre 1927 beobachtet werden, daß der Lebens- mitteletnzelhandel gewaltige Anstrengungen machte,.um der großkapitalistischen Konkurrenz in Gestalt der Warenhäuser, Filialkonzerne, fahrenden Läden und Konsumvereinen zu begegnen. So konnte der Verband im Laufe des vergangenen Jahres, nachdem der Zusammenschluß mit Frankfurt a. M. erfolgt war, sich über die ganze Provinz Hessen-Nassau und angrenzende Gebiete (Darmstadt) ausdehnen und wurde zu einem der bedeutendsten Einzelhandelsverbände Mitteldeutschlands. Der Jahresbericht.erwähnt ausführlich die verbandlichen Arbeiten im Kamps gegen Straßen-, Hausier-, Bahnhofshandel, in der Abwehr gegen unlauteren Wettbewerb, gegen das Zugabeunwesen usw. Ueber die im August ' dieses Jahres stattfindende große „Staffelet Handelsschau" berichtete Herr Zilligen, Kassel (2. Vorsitzender des Landesverbandes) und bekam die Genehmigung der Generalversammlung zu Abhaltung der Ausstellung. Die durch den Reichsverband erwirkte Rückerstattung der bent rnittelständischen Einzelhandel vorenthaltenen Zuckersteuer wurde begrüßt. Lebhafte Klagen wurden gegen die Finanzämter Frankfurts und Kassels erhoben, die sich bei der Schätzung des Einkommens größtenteils nicht an die Richt«, nien des Landesfinanzamtes gehalten haben Entsprechende Schritte sollen getan werden. Im Ortsverband Frankfurt wurden die Herren Schork und Kaiser in den Vorstand wieder- und die Herren Döpfer und Zain neugewählt. Im Landesverband schieden durch Los aus di, Herren Will-Frankfurt a. M., Zilligen und Klipperff Kassel, die sämtlich wiedergewäht wurden. Herr Stemmer-Darmstadt wurde neu stmzugewählt. -x
75 Pfg. Der Schlichter wollte vor allem durch einen öen Gewerkschaften weit entgegenkommenden Schiedsspruch Den angedrohten Arbeitskamvf verhindern. Er bedachte nicht, was dann kommen würde. Das Ausmaß der KohlenpreiSerhöhung will das Kohlenfonöt- kat erst bei Berdandlungen mit dem Reichswirtschaftsministerium festsetzen. Es ist anzunehmen, daß man sich dabei Mäßigung auferlegen wird, weil eine stärkere KohlenpreiSerhöhung nur die englische Kohlenkonkurrenz stärken würde. Die Zechenbesitzer erklären, daß «an veraltete Anlagen werde stillegen mässen und daß in diesem Zusammenhänge etwa 50 000 Arbeiter entlassen werden würden. Man wirb sich auch »u einem Teile aus den von der englischen Kohle bestrittenen Gebieten zurückziehen müssen, was auf eine Einschränkung deS Berluftexvortes, aber auch aus eine Produktionseinschränkung hinausläuft. Hält sich die KohlenpreiSerhöhung in mäßigen Grenzen, so wird die allgemeine Erhöhung der Produktionskosten und damit ein Sinken des Reallohnes nur unbedeutend und somit tragbar sein. Die von manchen Zechenbe- sstzern ventilierle Idee, den Berlustervort zur Bekämpfung der englischen Kohle, der dem deutschen Kohlengewerbe und damit der Gesamtwirtschaft grobe Verluste gebracht hat, unverändert aufrechtzuerhalteu. um bei kommenden internationalen Kohlenverhand- lungen eine möglichst Hobe Ervortauote zu erhalten, wird hoffentlich fallen gelassen werden. Diese internationale Kohlenverständigung ist bisher eine völlige Illusion die mit der Verschleuderung deutscher Koh- lenschätze an das Ausland zu teuer bezahlt wurdeI
* Treysa, 28. April. (Maßnahmen siegen Neberfchwemmungen.) Aus Anlaß der vielen Ueberschwemmungen des Wierabaches in der Nähe von Wiera fand eine Besichtigung an Ort und Stelle durch Beamte des Landeskulturamtes Kassel im Beisein des Landrats von Steinrück statt, um festzustellen, wie künftighin die Ueberschwemmungen vermieden werden können. Die Kosten zur Regulierung wurden auf etwa 50 000 Mark veranschlagt. •$.
* Kirchhain, 28. April. (Der Storch ist da). Ans dem Schornstein des Spengler Seibert'schen Wohnhauses am Markt hat sich ein Storchenpaar sein Rest gebaut, nachdem das seitherige Storchennest auf dem Schornstein der Schule infolge Umbaues zerstört worden war. Auch in dem Nachbardorfe Kleinseelheim hat ein Storchen- paar mit dem Bau des Nestes auf dem Sckwrn- stein deS Wohnhauses von Gutsbesitzer Karl Bopp begonnen.
• Marburg, 28. April. (Hessens Junglehrer.) in Marburg.) Am 2. und S. Juni findet hier der 6. Hessische Junglehrertag statt. -x.
* Barlissen (Str. Münden), 28. April. (Unfall. Beim Rübenfahren fiel der schon bejahrte Landwirt Hille von hier vom Wagen uno wuroe überfahren. Er hat dabei so schwere Verletzun- gen davon getragen, daß er auf ärztliche Ver- anlassung mittels Auto tn die Göttinger Klmtk überführt wurde, wo er hoffnungslos darnic. derliegt »0
* Marburg, 28. April. (Jngendfahrertagung.) Der Jugendausschutz des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine veranstaltet am 28. und 29. April in Marburg eine Führertagung. ES soll versucht werden, Wege zu zeigen, wie in den Gebirgs- und Wandervereinen lebensfähige Jugendgruppen gegründet werden können und wie die Arbeit der Jugendgruppen erfolgreich gestaltet werden kann. -x.
» Hersfeld, 28. April. (Beschlüsse deS Kreistages.) Der letzte Kreistag hat den Voranschlag für die Landwegeunterhaltung für 1928 mit 170 000 Mark angenommen und beschlossen, den Prozentsatz der Umlagen auf die Gemeinden von 46 auf 37 herabzusetzen, sodaß die Endsumme des Aufkommens sich von 269 000 auf 254 000 ermäßigt. Die Differenz soll durch zu erwartende Mehrüberweisungen der Reichs- und Körperschaftssteuern und Mehrerträge der Grundsteuern
Ueberflüffig.
.Haben Sie ritte Kamelhaorbürste?» fragt der Fremde beim Dorfkaufmann. .Rein, ment Herr, die führen wir nicht,» erwidert dieser .Es wäre auch ganz überflüssig, denn bei uns hält niemand Kamele.»
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88.21
76.75
70.-
188,- 85L5
14450
208- 18725
Staffel, Mittelgasse können sich in oder um Kassel wohnende ehern. 5. Dragoner in die Teil« nehmerliftt eintragen. Der Verein ehem. Staate Dragoner Kassel wird an den Tagen deS 5. «■ 6. Mat vormittags 8 Uhr 89 Min. die Züge nach Hofgeismar benutzen. $•
• Melsungen, 28. April. (Unter dem Rote« Kreuz.) Zu einem UmerhaltungSabend hatte der hiesige Vaterländische Frauenveretn dem Roten Kreuz seine Mitglieder geladen Vorsitzende Frau I. Braun sprach herzliche Begrüßungsworte und dankte den Behörden für ihre Unterstützung. Herzlich begrüßt wurden auch die Vorsitzende deS BezirksverbandeS, Fran Geheimrat Harnier auS Kassel und die Vertreterinnen des neu gegründeten Vereins in Beiseförth. Dann folgten Darbietungen der vrrschie- densten Art. Mädchen und Knaben der Kleinkinderschule führten Reigen auf, der Männerge- f au aber rin »Liedertafel» bot ernste und heitere Gesänge, eine Spinnstube in althessischer Tracht und ein Tiroler Tanz und ein FrühlingSreigen erfreuten die Zuschauer sehr. Aber als Glanzpunkt muffte man 2 Szenen aus dem »Waifeit- schmied» ansehen, in denen Frau Dr. Reinhards Frl. Gerhard und Herr Steinbach vorzüglich fangen und spielten. Eine Verlosung mit prächtigen Gewinnen -darunter viele schöne Handarbeiten von der Jugendgruppe deS Vereins — erregte große Freude. -r
• Bad Wildungen, 28. April. (Guter Besuch des Bades.) Unser Bad hat bereits einen ziemlich starken Kurbetrieb. Der erste sonnige Tag lockte alle hier weilenden Kurgäste in den Kurpark, der mit dem beginnenden Grün einen wuw
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• Widdershausen a. d. Werra, 28. April. (Unglücksfall.) Zwei hiesige Einwohner, die damit beschäftigt waren, Kies aus der Werra zu baggern, hatten eine gefährliche Situation zu überstehen. Als der volle Kahn zwecks Entladung zur Entladestelle gebracht werden sollte, begann daS Baggerschiff infolge der starken Sc» lastung zu sinken und verschwand bald in den Fluten. Die beiden Insassen waren dem Ertrinken nahe, da sie biS zum Hals im Wasser steckten. Es gelang ihnen schließlich, sich an Land zu retten. -x
Humoristische Ecke.
V 8frohere 3ul. Berger Tiekd 8irl.-Aarl»r. 3nb Ehern. Senden Dffch. 91t!. Telegr Deutsche Sabel Dffch«. Wollmaren Disch. Eisenbaudei Selb Pav.o. ReUft Sackeibal ©ammerfen o Eo
wurzeln 40—50, Meerrettich 1. Sorte 50, 2. Sorte M bl» 46. Rettiche 25-40, Radieschen 15—20. Rote Rüben 10—15, Zwiebeln 20—25. Tomaten 70—90. Kartoffeln 6—7, Kartoffeln it. 25—30, Sauerkraut 15 bis 17, Birnenmus 25—30, Zwetscheumus 80—35, Schwand süß 80, sauer 70, Kochkäse 60—70, Käse« matte SB—40, Dörrobst 30—35, Hühner 100—120, Hähne 100—120. Tauben 70—100, Puten 100. Grusel Stück 150—200. Ziegenlämmer 45—55. — Fleisch- vretse: Rindfleisch 80—100, Rouladen 120—130. RinbSleber 90—100, Nierensett 40—45, Rindertalg 45 bis 50, Gefrierfleisch 65—80, Hammelfleisch 90—120. Kalbfleisch 90—100. Kalbsleber 130—140, Schweinefleisch 70—80, Kotelett 90—110, Bratwurst 100—110,
Die Vorstellung eines KoninnkturverlanfeS nach dem bekannten Schema, wonach die Phase der Hoch- konjuntlur von einer Krisis mit nachfolgender Depression aögelöst wird .gerät immer mehr ins Wanken" — dieser Passus im letzten Wirtschaftsbericht der Deutschen Bank gibt in wenigen Worten dte Auffassung wieder, die von den maßgebendsten Wirffchafrs- führern augenblicklich vertreten wird. Es galt bis- yer in 6er Wissenichaft wie tn der Praxis als seft- lietzend. daß auf eine Hochkonjunktur ein Rückschlag folgen müsse, wie auf den Sommer der Winter, wie auf Sonnenschein Regen. Diese ZokluS-Theorie »er Konjunkturentwicklung ist in Jahrzehnten wissen- ichastlich ausgebaut worden. Sie gewann an Ansehen, weil in der Vorkriegszeit die Tatsachen für sie zu sprechen schienen. Die Nachkriegszeit, die in der Wirtschaft tiefgehende Umwälzungen gebracht hat, durchlöcherte auch diese Theorie. Es gewinnt immer mehr den Anschein, als ob der Konjunkturverlaus sich nicht so schnell abspielt wie früher. Zwar scheint das Maximum der wirtschaftlichen Aktivität der Jn- lanöskonjunktur überschritten zu sein, auch ist der Beschäftigungsgrad in manchen Industrien nicht unerheblich mrucktzegangen, aber die früheren Prognosen. daß auf diese inländische Hochkonjunktur ein scharfer Rückschlag folgen müsse, werden immer mehr ank- gegeben.
Die bisherige Julandskonjnmktur schickt sich a— sich in «ine Ervortkoujuuktur nmzuwandeln.
Die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Fabrikate aus dem Weltmarkt hat sich ungeachtet der Abwehrbestrebungen der Konkurrenzländer gegen die deutschen Waren verstärkt. Das Nachlassen bet inländischen Nachfrage hat eben zwangssitäßia zu einer besseren Pflege der Ausfuhr geführt. Im März hat die Ser» timvarenauSsuhr mit 761 Millionen weiter beträchtlich zugenommen. Der Gesamtexport tiberfchritt den Stand von 1 Milliarde Mark, während der Monatsdurchschnitt des Jahre» 1927 sich auf 852 Millionen Mark gestellt hatte. Bemerkenswert ist, daß besonders die Aut-tuhr von Terttlfabrikaten zugenommen hat. Trotzdem neigt der Ärbettsmarkt in der Textil- inbuftrie zu weiterer Verschlechterung, während tm übrigen ein neuer Rückgang der Arbeitslosenziffer zu verzeichnen ist, der freilich immer noch einen saison- mäßigen Charakter trägt. Der Ervortkonjunktur drohen nun freilich gewisse Gefahren: die Gefahr einer allgemeinen Verteuerung der Produktionskosten
52.16
5435
286- 166 75 168.75 192- 188.15
86.80 18775 6-1- 128 80 110.75
207.- 13450
58- 13175 178.50 230.56
140- 27850 18425
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401.- 68 —
12850 174.50
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202 50 «8.50
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Mix u. ®enesi 165.-
Mot-ftabr. Deutz --
Nordd. Wollkämm. «425
Oesi. Siem-Sch.-W 1480
Pöge Elektr. 118.40
Rbein.-Wekff.Elektr 18»-
Vi. Türk. Aul. 1908 18.10
4°l. Ung. Gold-R. 25.60
Bank s. Brauind. 189.75
Deitert. Kredit 8725
Reichsbank 287.-
Baltimore n. Ohio — .—
Gan. io. B.^-Sch.) «8.50
Elektt. Hochbahn ——
Schantungbabn 8.90
8er. Elbschiff. Seeuroulatoren 16». —
Adlerwerke 95 —
«schaffbg.Zellftoff 207.- AüäSbg.-Nb. Match — Basalt 8050
162.75 173 75 146.25 1S8L0 295.- 188- 25675 12850 147- 258 - 15475 123.-
ire- 112.50 106.75 13260 817.- 101.25 441- 29L50 165.50 16775 156- 108.75 310.50 211- 20050 16853 31450
7860 17725 .68-
17- 204.50 ®6-
4625
Berlin, 26. Avril. (Funkdienst.) Effektenfriih->bis 40. Seelachs 30—36, Goldbarsch 40—50, Rotzunverkehr: Durch den etwas schwankenden Verlauf derI gen 50—90, Schollen 40—45, Flußhecht HO—130, Frankfurter Abendbörfe ist beute vormittag noch nicht! eteinbutt 100—120, Kabeljau 80—10, Kaulbarsch 25. viel los, die Grundstimmung lag aber weiter. ______
freundlich. Das Ausland scheint weiter fnr| deutsche Werte interessiert zu fein. Au Kursen hört, ** Die Deutsche Bank sammelt fir schlechte Zeiten,
man Siemens 315, Farben 275. Am Devisenmarkt I Tie Generalversammlung der Deutschen Bank, Ber- nennt man Paris 124,02, Mailand 92,60 eher Bries, ,lin, genehmigte einstimmig die Jabresbilanz sowie - .. . ----- - - die Verteilung von 19 Prozent Dividende. Gegen,
über den Ausführungen des Vertreters des Deutschen Baukbeamten-Vereins, der sich gegen weiteren Angestelltenabbau und für Erhöhung der Bezüge aus- sprach, betonte Direktor Wassermann, daß eine Bank mit derartig großen Außenständen, wie sie die Deutsche Bank aufzuweisen hätte, stille Reserven ansam- meln müßte, dte nicht» anderes als eine Versiche- rungsvramie für schlechte Zeiten darstellten.
. *» Leichte Belebung am Banbolzmarkt. Im Zu- mmmen6ana mit der langsam wieder einsetzenden Bautätigkeit ist auch der Abruf von den Holzplätzen ein etwas lebhafterer geworden. Allerdings steht der .Bedarf, in keinem Verhältnis zu dem ^Überangebot au» allen Teilen Deutschlands. In- solgedessen isi es den Schneidemühlen nur in den sel- Usten Fallen möglich, auf ihre Kosten ,n kommen. Die Schwierigkeit tm Holzgewerbe wird noch dadurch verstärkt, daß in der Tischlerei die Lage nach wie vor L.«k..""^nstige ist. da die breiten Massen des kaui- traitiBen Publikums feblen. Nur Küchenmöbel fin= . ? etwas größeren Absatz, auch die Sperrplatten» Industrie hat ausreichend zu tun, da es tnfolae fier Mmieria N. Material aus Holen
_ ** A. G. Möncheberger Gewerkschaft, Kassel. Der bat sich im abgelaufenen Ge- i*aft«tabr fühlbar gehoben und ist auch im neuen 3abr zufriedenstellend. Die Verwaltung schlägt eine Dividende uon 4 Pro^nt vor. '
Preiserhöhungen in der Metallwareu-Judnsirie.
Di- 0»-'°--,. und NickeIwaren"° und
"eT"r n •” Reichsbund der Deut- e” beschlossen, eine forii6«*S§irt$ngm«taÄ1uI1Sff«.$rDi<r,t m“ l°-
Rh.-Wefff Sorgst.
3. D. Riede, 41.15
L-achsenwerk ,85 —
Sarotti 184.50
v. Scheideroandel 82.25 Zchl Zink u. Berab
schief. Tertil 62 —
Hugo Schneider 184.-
Schnben n. Salzer 828 —
Stöhr n. Eo, 239.75
»tolberger Zink 179 -
Tel-pbon Berliner 81.75 Thür. Gasae'ellsch ‘5875 »Ber Schub
Bornei» 85 50
Bogel Telegr. 102 50
Boigt u. Haeffner 185 -
R. Wolff 54 50
Elektrolut , vm 75
Tendenz f renn bild.
Äir»Damer Festtage
Die große Schau des heimifcheu Gewerbes.
Die Errichtung sowie Einteilung der drei großen Ausstellungshallen auf dem für die Gewerbeschau vorgesehenen Gelände hat große Fort- schritte gemacht. Es steht fest, daß am 6. Mai die Halle von den Ausstelle»n bezogen werden können. In der Allee A. t erden in der Hauptsache Erzeugnisse der Handwerker ausgestellt, die Halle Ä bringt die Historische Abteilung, die Arbeiten der Lehrlingsausstellung und verschiedene andere Abteilungen während in der Halle C tn der Hauptsache moderne Maschinen aller Art zur Aufstellung kommen. Auch diese Halle bringt in bevorzugten Ständen Erzeugnisse kreiseingesessener und auswärtiger Handwerker und Ge- werbetteibende. Die offenen Ausstellungsflächen gruppieren sich um den Platz und die verschiedenen Ausstellungshallrn. Der Glanzpunkt der Ausstellung dürste -11 Himmelfahrt, durch jen großen historischen-ßeweri lichen und Trachten- Festzug geboten werden. Besonders der Kreis Kirchhain ist reich an den verschiedensten Trachten, die in einer solchen Mannigfaltigkeit und Vielseitigkeit Wohl in keinem anderen Kreis Hessens mehr erhalten sind. Erfreulicherweise liegen die Anmeldungen einer großen Zahl Ortschaften des Heimatkreises vor ,sodaß mit einer großen Beteiligung fest gerechnet wird. Den Freunden alter Volkstrachten dürfte hier eine seltene, wohl so rasch oder vielleicht nie wiederkehrende Gelegenheit geboten werden die alten hessischen Volkstrachten zu sehen und zu bewundern. Den dritten Teil des Festzuges bilden dann die Innungen und Zünfte des lireises die restlos ihre Teilnahme zugesagt haben. Wie für den ersten Teil des Festzuges ist auch für den Zug der Zünfte Benutzung einer großen Zahl alter Kostüme und Trachten vorgesehen die das Gesamtbild des Festzuges wesentlich heben. Die verschiedenen für den Festzug vorgesehenen Musikkapellen erscheinen sämtlich in Historischer bezw. alter Tracht. -x.
Deck Mordes anaetlagt!
Bevorstehende Sühne des Marburger Frauen- mordrS.
Gegen den siebzehnjährigen Josef W e i l, der. in der Nacht zum 8. April 1928 in Marburg die 67jährige Elise Krämer nach Verübung eines Sittlichkeitsverbrechens erschlug, hat die StaaiS- anwaltschaft in Marburg die Anflage wegen Mordes und Notzucht erhoben. Verhandlungstermin wird voraussichtlich bereits Anfang Mai stattfinden. »x.
* Hofgeismar, 28. April. (4. Regimentsappell der ehem. 5. Dragoner.) Am 5, 6. und 7. Mai d. I. begehen die ehem. Manteuffel-Dragoner in ihrer alten Garnisonstadt Hofgeismar den '4. Regiments-Appell. Schon am Sonnabend, den 5. Mai, morgens 10 Uhr beginnen für die Teilnehmer interessante, reiterliche Vorsührun- gen. Sonntag, den 6. Mai findet eine Gedächtnisfeier vor der Kasern« und nachmittags ein Festzug zum Turnhagen statt. Auch für Montag, den 7. Mai wird den Teilnehmern Gelegenheit gegeben, sich der Garnisonstadt, den Bürgern und alten Kameraden über einstmals Miterlebtes wieder zu erfreuen. Da sich bereits eine große Anzahl Teilnehmer angemeldet hat. ist es ratsam, sich rechtzeitig um Unterbringung zu bemühen. Anmeldungen nimmt der Verein ehem. Manteuflel-Dragoner in Hofgeismar in Empfang. Im Restaurant „Stadt Stockholm»,
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