Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Die «allein Wcuettcn Ruchrichiro erftbonen eddxntiidi <ed)»mal nacbminag» Sei Hbonnementeorete betragt lüi Öen Monat 1 Jt bei freiet Aufteilung ne H >US in bei «eftbäfteftefle abaebuü I.-«' A Duitb die Poft monatli» 2. X lust'chiteftl'ch Auftrthinasaebütn fternfpretbei 851 anb 952 Hüt unverlangt e'naefinbtf tHetrräge kann bte iHebaffon e'ne jtenininroming ober tSemäbt in fernem Safte übernehmen iKüdtablung beb tBeaugegelbeb ober Änfvrücke wegen rroatgei triebe orbnnngbmflfrget tffefernne 'ft atisgelckloflen Voftftbcdfonw «rinfiur» o M flttmmei flSSti @"nie!nummer in 4 gonntagbnnmmer 'S' 4

Hessische Abendzeitung

flnjetgennretle: Itinbetmtftbe <Seftbäft8an»eigen bte mm-Aelle 10 4. auswärtig« OefLäftsau,eigen bte mm-Aeilt 10 4. ftatniltenanieigcn bie m tu-Aelle 10 Z Slein« Änietgen aus Äaffel baS Won 5 4. auSwärnge kleine tlnieigen bte mm- Zeile 10 4 Reklamen bte mm-Aeile 88 4. Offertgebübt 26 4 (bei Aufteilung 85 4>. Rechnungsbeträge innerhalb 5 tagen iadld.tr Äüt bie Richngkeit aller burch »ernfnretber aufgegebenen Anzeigen foroie für Äufnabmebaten nnb Plätze kann nicht garantiert werben. Sbfit Anzeigen mit befonberb ftbroierigem Latz 100 Prozent Aufschlag Druckerei: Stblatbtbofftt 28'30 SefchäftSftelle: SSlntlcheltr 6

Nummer 97.

Mittwoch, 25. April 1928

18. Jahrgang

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

Unser erster Friedenspatt mit Amerika

? Die Stichwahl muß es bringen

;t bte ftarte Wahlbetet.

192 870 Stimmen gewonnen. Besonders in den industriellen Departements im Elsaß nno Lothringen haben wir unsere Stimmenzahl ge­genüber 1924 um fünfzig Proz. erhöhen können

Sefpenftergrauen und Fnrvhofssttlir.

Athen, 24. April. .(Eigene Drahtmeldung.) Ein Sonderberichterstatter meldet, daß in Ko­rinth 2500 Häuser unbewohnbar geworden sind. Korinth und Sena bieten ein furchtbares Bild. Die Zahl der Opfer wäre noch größer, wenn nicht durch die vorhergehenden Erdstöße die Bevölkerung alarmiert worden wäre. Die Stadt sieht wie ein Friedhof aus, auf den Straßen liegen überall Schutt u. Trüm­mer von den Häusern. Es herrscht eine Toten­stille, und zwischen den Ruinen der Häuser ge­hen einzelne Personen wie Gespenster umher. Alle Bäckereien der Stadt sind zerstört, sodaß die Gefahr einer Hungersnot droht. Aus Athen wurden zwanzigtausend Kilogramm Brot zur ersten Hilfe abgesandt. Die Bevölkerung kampiert unter freiem Himmel.

ligung, daß in Frankreich das politische Jnier- esse des Bürgers und Arbeiters außerordentlich hoch entwickelt ist, auch wenn es nicht künstlich durch große gegensätzliche Fragen und Wahl-

Paris, 24. April. Die Radikalen und Sozia listen werden überall da, wo ihre Kandidaten im Kampf gegen die Rechtsrepublikaner von Louis Marin und die auf dem rechten Flügel des Zentrums stehenden Linksrepublikaner einander Schaden zufügen können, einen gegenteili­gen Verzicht des einen Kandidaten zu Gun ften des zahlenmäßig begünstigten anderen Ka i didaten fast allgemein aussprechen. Kandidacu ren für den zweiten Wahlgang können nur bis Mittwoch angemeldet werden. Es besteht al,o die Möglichkeit, gefährdete Radikale und soziali­stische Führer noch in günstigeren Wahlkreisen in die Stichwahl zu bringen. Ungewiß ist die Haltung der Sozialisten gegenüber den Kom munlsten und umgekehrt. Das Kommunisteii blatt schreibt: Unsere Partei hält ihre Kandida ten in der Stichwahl gegen die Sozialisten aus recht, die eine Einheitsfront abgelehnt haben und die das Bündnis mit der Bourgeoisie der ein heitlichen Aktion des Proletariats vorziehen.

Paris, 24. April. (Eigene Drahtmeldung. Die Radikale Partei des Departements Jsöre be­schloß, ihre im ersten Wahlgang in dir Minder heit versetzten Kandidaten zugunsten der aus fichtsreichsten sozialistischen Kandidaten im zwei ten Wahlgang zurückzuziehen. Aehnliche Vrr zichtleiftungen werden aus anderen Wahlkreise« gemeldet.

Radikale und Sozialisten wollen den Poinraristen noch Boden abringen. Die Kommu­nisten marschieren getrennt.

Paris wird ausgeschattet?

England denkt an einen eigenen Friedenspakt

London, 24. April. Einem diplomatischen Korrespondenten zufolge wird die Hoffnung, den französischen mit dem amerikanischen Standpunki in der Antikriegspaktfrage in Einklang bringen zu können .immer geringer. Es sei jedoch der feste Wille der Minister und besonders des Prc mierministers, daß keine Anstrengung gescheut werden soll, um zu einer Einigung mit Amerika zu kommen. Vielleicht werden so gar England und die Dominions für sich ein Abkommen mit Amerika zustande bringen, wenn Frankreich sich außerstande sehe, Sem Pakt bei­zutreten.

Die britischen Diplomaten seien noch immer ernstlich bemüht, Mittel und Wege zu einem Ausgleich zwischen den amerikanischen und französischen Vorschlägen zu finden. Aber diese Aufgabe erscheine noch schwieriger und hoff­nungsloser als vor einigen Wochen.

Deutschland zeigt -en weg.

Bor Unterzeichnung des Schiedsvertrages.

Washington, 24. April. (Durch Funkspruch.) Rach den Blättern werden Staatssekretär Kel­logg und der deutsche Botschafter von Prittwitz in den nächsten Tagen den Schiedsgerichts- und Vergleichsvertrag unterzeichnen. Der schiedsge­richtliche Teil sei dem mit Italien abgeschlosse­nen Schiedsgerichtsvertrag ähnlich. Der Aus­gleichsvertrag gleiche dem Briandschen Vertrag von 1914.

* * * poincarö triumphiert.

Was sind die Abgeordneten? Auch die Kommunisten fühle» sich stark.

Paris, 24. April.

Nach dem Gesamt-Wahlergebnis verteilen sich die 183 Sitze auf folgende Parteien: Rechts­stehende 13, Rechtsrepublikaner (Marin, Maginvt und Poincaristen) 72, Linksrepublikaner 42, Ra­dikale Linke (Loucheur) 15, Radikale 21, Sozial republikaner (Painleve) 5, Sozialisten 15, zusam­men 183. Nach Berufen gezählt, sind von den 183 Gewählten 51 Advokaten, 38 Grundbesitzer, 14 Industrielle, 12 Aerzte, 11 Professoren u. Leh­rer, 16 Journalisten, je 5 Kaufleute, Landwirte, Richter und Ingenieure, vier Apotheker, fünf Handelsangestellle, drei Offiziere, drei Arbeircr, drei Notare, zwei Geistliche, ein Tierarzt, ein Diplomat; 51 Abgeordnete sind neu gewählt, 132 wieder gewählt. Das Kommunistenorgan er­klärt: Unsere Partei hat im Vergleich zu 1924

Berlin, 24. April. (Durch Funkspruch.) Ein Blatt berichtet Einzelheiten über das Erdbeben in Korinth: Die Stadt hat das Aussehen eines neuen Pompeji. Auch das antike Korinth ist sehr beschädigt. Eine Anzahl antiker Bauten ist zer­stört worden. In der Stadt Korinth und in den Dörfern Lutraktion, Kalamaki und Amazdebris ind etwa achtzig vom Hundert aller Häuser zer- tört. lieber zehntausend Menschen sind obdach­los. Bisher werden aus Korinth allein zwanzig Tote und siebzig Verwundete gemeldet. Der erste Erdstoß dauerte fünf Sekunden und zerstörte das Elektrizitätswerk Korinths, fodaß die ganze Stadt im Dunkeln liegt. Der Bevölkerung be­mächtigte sich eine unbeschreibliche Panik. Auf den ersten Erdstoß folgten etwa zwanzig weniger heftige. Das Erdbeben ist tektonischer Natur.

Bouillon den groben politischen Kern der Kammer bilden werden. Ob das Symtom, das der jijte Wahlgang für einen Ruck nach rechts in Frankreich gibt, wirklich zu einem bestimmen­den Charakter Merkmal wird, hänat al­so ganz von den Stichwahlbündnissen i'Nd den Ergebnissen des nächsten Wahlsonmag ab.

Die Gchwarzdemoen tür vom rar«

Rom, 24. April. (Eigene Drahtmeldung.) Das Ergebnis der französischen Wahlen wird von der italienischen Presse begrüßt, zumal es den Sieg Poincarts bringt. Das Ergebnis sei eine Verurteilung der Politik der Volksver - sührer, die sich um das Linkskartell versammelt hätten.

Danzla sind wir!

Laßt St. Marien nicht untergehn.

Von

Arthur Brausewetter.

Archidiakonus von St. Marien.

Siebet ist bas beettoe Hausa-Jmvel. b«8 au« letilche Danzig, bedroht, diesmal mehr kultu- rell-unrtichaftiich als politisch. Der Riesenbau bet Oberpsarrtirche St. Marien ist in Geiaht, in grober, täglich wachsender. Der Bersall droht ihr. Die Stande ist ernst. Vielleicht dringt der Ras des den Leset« derKasseler Neuesten Nachrichten' «obidekannte« Gottes- ftteiiets and Poeten auch unseren Selfenbe« Samariietberzen and Machthabern ans £6t.

St. Marien aber ist nicht nur eine unver­gleichlich schöne Kirche. St. Marien ist das Denkmal deutscher Kraft und Größe im schwer bedrängten Osten. Seit 1347 besteht dies unver­gleichliche Monument. Kriege, Stürme, Not und Leiden sind über seine Mauern und Türme dahingezogen. Aber immer noch reckt ungebro­chen, ungewandelt, ein getreuer Eckart, der ge­waltige, stumpf trotzige Turm das königliche Haupt in die Lüfte, immer noch schweift, zum Schauen bestellt, sein wachendes Auge in die weiten Lande. Wer aber weiß es im deutschen Vaterlande, daß St. Marien in Danzig die größte Kirche des ganzen Vaterlandes ist? Gewiß, der Kölner Tom ist höher. Mer an ku­bischem Rauminhalt übertrifft er St. Marien nicht. Das tun nur vier Kirchen in der Welt: St. Peter in Rom, St. Paul in London, der Dom von Mailand und der von Sevilla, wäh­rend die Notredamekirche in Paris und die Stephanskirche in Wien von ungefähr gleicher Ausdehnung sind. Wer weiß es im deutschen Vaterlandc, daß St. Marien die größte Schatzkammer besitzt, die von

keiner anderen, nicht einmal St. Peter in Rom übertroffen wird? Daß sie allein 123 Meßge­wänder in den kostbarsten Seiden-, Sammet« und Velourstoffen mit reicher Stickerei ihr eigen nennt? Daß unter ihnen eine ganze Anzahl solcher sich befindet, die bereits aus dem 12. und 13. Jahrhundert stammen und aus Teppichen ge­webt sind, die einst den Thron eines Sul­tans geziert haben? Wer weiß, daß in St. Marien das schönste Werk Hans Memlings: »Das jüngste Gericht", sich befindet, daß dieses Bild bereits von Napoteon als größter Beute­schatz nach Paris verschleppt wurde, daß es dort im Louvre aufgehängt und bewundert wurde, daß nach dem Sinken des Glückssternes des Kor- ären beherzte Dragoner es aus dem Louvre herausholten und daß es später auf ein Machtwort des Königs der beglückten Gemeinde neu geschenkt wurde? Ja, wer weiß das alles im deutschen Vaterlande? Und wer weiß, wie groß die Gefahr ist, die diesem Dokumente deut- cher Kraft und Knnst droht? Danzig aber weiß, es, und Danzig ist an der Arbeit. Ein Verein zur Erhaltung von St Marien ist gegründet. Die führenden Männer aller Kreise leiten ihn, enden ihren Notschrei in die deutschen Lande. Ob man ihn hören wird? Sicher. Denn kein deutscher Mann und keine deutsche Frau werden es dulden oder verantworten wollen, daß ein sol­ches Monument, das nicht Danzig, nicht dem Osten, sondern dem Vaterlande gehört, schmäh­lich zugrunde gebt. Es gibt hier keine Richtun- gen, keine Parteien oder Konfessionen. Es gibt

nur helfende Hände, rettende Herzen.

ren Ergebnis offenbar tm Volke vie^ Anklang gefunden. Außerdem zeigt ' ......

ligung, daß in Frankreich

pcn, die sich um Herriot. Taladter, Briand ind Painleve in der Kammer znsammen- chlicßen, haben Im ersten Wahlgang nur 20 Mandate sich sichern können werden aber in den Stichwahlen aus etwa 150 anwachsen, so­daß sie immer noch mit den zuvor genau ulen Gruppen unter der Führung von Bökanowski, Leyghnes, Le Trocqcr, Loucheur und Franclin

Parolen aufgepeitscht wird.

Unsere auch an dieser Stelle niedergelegte Vor­aussage hat sich also bewahrheitet, daß die Sammlung der verschiedenen Gruppen der bür­gerlichen Mitte unter dem Namen PoinearL, die den Wahlkampf beherrschte, gelingen und daß die neue Kammer eine Mehrheit unter der Führung Poinearss würde bilden können. Dagegen haben sich andere Prophezeiungen, daß sich das Schwer­gewicht dieser neuen PoinearL-Mehrheit stark nach links legen werde, bis jetzt nicht bewahrhei­tet. Poincarö selbst hatte ja dieser Annahme dadurch Rechnung getragen, daß es seinen Re­den im Wahlkampf tm Bezug auf die Außenpo­litik einen stark friedlichen und versöhnungsbe­reiten Charakter gab, weil er selbst annahm, daß der nationalistische Bestandteil des heutigen Ka­binetts unter der Führung des Pensionsmi- nister Marin in den Wahlen zusammenschmelz.-u würde und bei der künftigen Kabinettsbildung ausgeschaltet werden könnte. Diese Annahme scheint sich nicht zu bestätigen, denn es ist den Rechtsrepublikanern der Partei Marin, gelun­gen, bereits im ersten Wahlgang 72 Mandaie endgültig zu besetzen, obwohl sie in der früheren Kammer nur 127 besaßen. Aus jeden Fall dürfte der nationalistische Gewichtsbestandteil der fran­zösischen Politik der alte bleiben. Ob der alte Cato trotz aller Wahl-Zuckerbrötchen dem deut­schen Schächer nicht wieder die Nägel ins Fletsch treiben wird? Oder wird er wenigstens dieses eine Mal Wort halten und gegen die letzten deutschen Zinsgroschen das leuchtende Rheinju­wel herausgeben und uns die Reparations schlinge ein ganz klein wenig von der Grugel lockern?

Eine kleine Ueberraschung ist der verhält­nismäßige Mißerfolg der Sozialisten. Sie waren in der bisherigen Kampier mit 104 Sit­zen vertreten und hatten mit einem Zuwachs von 3050 Mandaten gerechne«. Es ist ihnen jedoch im ersten Wahlgang nur gelungen, 14 Kreise an sich zu bringen, und so dunkel und unbestimmbar auch die Chancen der Stichwah­len sein mögen, so werden sie auch im günstig­sten Falle nicht mit mehr ats 90 Abgeordneten, also mit einer beträchtlichen Schwächung in du neue Kammer zurückkehren. Diese Niederlage, wenn man von einer solchen sprechen will, ist wohl zum Teil dem Kredit und der Zug­kraft des Namens Poincarös zuzuschreiben, der die Sorge des kleinen französischen Rent­ners und Sparers mehr befriedigt als das nur kritische sozialistische Programm, zum an­deren Teil aber der scharfen Konkurrenz, in der die Sozialdemokratie mit dem Kommunis­mus stand und in der sie u. a. einen ihrer namhafteste« Führer Leon Blum geschlagen auf dem Schlachtfeld zurücklassen mußte; er ist tn einem Pariser Arbeiterviertel mit 6000 Stim­men gegen 7500 kommunistische und etwa eb nfe viele rechtsbürgerliche nicht in die Stichwahl gekommen. Die Kommunisten haben zwar einen starken Stimmenzuwachs zu verzeichnen, der sich jedoch in den Stichwahlen nicht auf die Mandate auswirken kann, sodaß sie parlamen­tarisch sogar geschwächt aus der Wahl her- vor"'l'»v dürften

Wie sich die Stärke der republikanischen Mit­te und Linken endgültig gestalten wird, ist noch gänzlich ungewiß, weil dicS durchaus von den Stichwahlabkommen, bezw. davon abbängen wird, ob sich bürgerliche Linke und Sozialisten zur Verbinderung eines enb gültigen Stege? der nationalistischen Rechten zu e:ner Erneuerung des alten Wahlkartells von 1924 ausrafsen wer­den Die Radikalsozialiste» und rcpublikam- schen Sozialisten, also die Parteien und Grup-

Man wird mehr von dieser wichtigen und ent« scheidungsvollen Angelegenheit hören. Für heute genüge dieser kurze Hinweis. Und eine zweite Gefahr droht dem alten Danzig. Neumodischer Geist und neuzeitliche Architektur wollen das Stadtbild den Bedürfnissen und Forderungen des Heute angepaßt, nach ihrer Art verwandeln, «o viel steht fest: Eine Schicksalsstunde hat für bte emst so stolze und schöne Hansestadt Danzig nut diesen gefährlichen und bedenklichen Bcstre« bungen eingesetzt. Werden sie realisiert, so wäre das alte Stadtbild rettungslos ruiniert. Danzig am Scheidewrne- Wir haben genug Feinde und Wideriachcr. Wir fühlen uns Manns genug, mit ihnen fertig zu werden vor unseren Freunden aber kann uns nur Gott schützen! Und eine brit» te Gefahr: Die jetzt gewaltig, ja, in manchen Dingen unerschwinglich gesteigerten Zolle. Trotz aller Schwierigkeiten und Hin­dernisse ist Danzigs Fremdenverkehr bisher im Wachsen gewesen. Erst im Jahre 1927 haben sich rund 86 000 Fremde in Danzig aufgehalten Deutsche, schwedische und englische Dampfer führ­ten die Vergnügungsreisenden herbei und bie Kongresse luden viele Deutsche in unsere Mau« em. Tie Geschäftsreisenden aber wurden immer geringer. Sie werden jetzt wohl ganz aushören Das aber bedeutet für den bereits nteberliegen» bett Danziger Handel und seine Wirtschaft schwere, lattm abwendbare Gefahr. Glucklicher-

Frankreichs erstes Glockenzeichen hat ge­schrillt. Es sind zwar erst ein Drittel der Wahl- stellen besetzt und die Stichwahlen können noch manche Kombination umwersen. Aber die Hauptentscheidung ist gefallen, denn die franzö­sische Hauptstadt blieb ihrer bisherigen poliN- scheu Gesinnung treu und wählte überwiegend rechts. Damit drückte sie dem Gesamtergebnis der Hauptwahlen so recht eigentlich ihren Stem­pel aus, zumal die Rechtsparteien auch im Nor­den und Osten Frankreichs über zahlreiche bom­bensichere Wahlkreise verfügen. Auch erhellt ans dem ersten Ergebnis, daß die eigentliche Linke in der französischen Kammer von den bereits vergebenen 175 Mandaten auf de» ersten An­hieb nur 34 erobern konnte. Die Wahl­periode PoincareS hat schon nach diesem äuße-

Die Rebellen fischen sich Gold.

Ein gelungener KriegS-Handstreich. Der Ricaragna-Held wieder oben auf.

Rewyork, 24. April. (Durch Funksprnch.) Rach sämtliche vorhandenen Gold- und Warenvorräte, Meldungen aus Nicaragua unternahm der kibc sowie zahlreiche Viehbestände. Außerdem nah rale General <=and t uo emenHandstreich gegen men sie fünf Beamte und hundert indianische die Stadt Lubaz. Seine Streitkräfte besetzten Arbeiter fest. Die Amerikaner verfolgen die Auf. dabei zwei G ldbergwer e und erbeuteten ständischen.

Ganze Städte stürzen zusammen.

Korinth: Ein zweites Pompeji. TaS Erdbeben hat furchtbar gehaust. Schon 20 Tote.