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Nr. 95

Acht -antei . ahrqanq.

Kasseler Neueste Nachrichten

5. Beilage

Sonntag, 22. April 1928.

Ein Zukunftsbild.

Wie werden wir uns in Zukunst kleiden?

Daß unsere Kleidung gegenwärtig aus einem Punkt angelangt ist. der einen grundlegenden Umschwung in der Entwicklung ankündigt, wird von vielen Kennern der Geschichte der Mode behauptet. Im letzten Jahrzehnt ist in der Frauenliachi eine Revolution eingetreten, wie sie selten vsrgekommen ist, und ihre Annäherung an Oie männliche Kleidung gibt zu denken. Die Kleidung, die ursprünglich zum Schutz gegen die Sonne, gegen Nässe und Kälte angelegt wurde, Hal sich von dlesem Zweck denkbar weit entfernt und ist besonders bei der Damenwelt schon säst in das Gegenteil umgeschlagen. Die Mode, die früher eine gewisse Stetigkeit aufwies und sich nur in längeren Zeiträumen änderte, überstürzt sich nunmehr in einen immer schnelleren Wech­sel, der dem gesteigerten Tempo unseres ganzen Lebens entspricht.

Aus folcpen Erscheinungen, die eine ganz neue Entwicklung Vorhersagen, entwickelt nun ein englischer Historiker ein Zukunftsbild der Kleidung, das uns überraschend anmutet, aber unser Jnleresse verdtent. ,3n wenigen Jahren", schreibt er,wird die drahtlose Uebermittlung aller Neuheiten es jedem möglich machen, in wenigen Tagen dieselbe Kleidung zu haben, die d r -i-nlesten Kreise anlegen Da aber jede Mode ihren Reiz verliert, wenn sie von allen getragen wird, io wird das Nachjagen nach den Modeneuheilen allmählich sinnlos werden, und damir Dürfte der Mode im heutigen Sinne das Grab gegraben sein. Außerdem aber werden unsere ftfnber weiser fein als ihre Eltern und werden in ihrer Kleidung zu vernünftigen Grundsätzen zurückkehren. Sie werden ihre Tracht nicht unter dem Gesichtspunkt tvählen, um besonders anziehend auszusehen, sondern um recht bequem und gesund gekleidet zu sein.

Die Männer und Frauen der Zukunft wer­den einfache Kleidungsstücke aus künstlich herge« stellten Stoffen tragen, die leicht gewaschen und gereinigt werden können. Kleider werden ein wirklicher Schutz gegen das Wetter sein, und man wird es nicht mehr nötig haben, sich mit so lächerlichen Gegenständen auszurüsten, wie es die Regenschirme sind. Da die Frauen ganz so wie die Männer angezogen sein werden, so fällt der Wunsch weg, aus das andere Geschlecht zu wirken. Wer für feine Toilette drei Minu­ten braucht, wird schon für eitel gelten, und der einzige Nachteil wird der sein, daß der Mann des Morgens vielleicht aus Versehen die Klei­der seiner Frau anziehen wird. Man bedenke, wieviel Zeit, wieviel Geld, wieviel Sorgen und Merger damit gespart werden! Alle unsere Klei- düng wird den heilbringenden ultravioletten Strahlen den Zugang zum Körper gewähren; anstatt Schmutz und Staub auszusaugen, wer- den diese Kleider uns gegen jeden Schmutz und gegen schlechte Lust schützen. Da Glatzen fast allgemein sein werden, so wird sich die Kopfbe­deckung vollständig verändern. Männer und Frauen werden den Kopf den ganzen Tag über schützen gegen Hitze und Kälte, gegen Rässe und Staub, und da man alle unnötigen Zeremonien abschaffen wird brauchen sich die Herren nicht mehr durch Hutabnehmen ihre Glatzen zu er­kälten.

Auf der Wetterwarte.

Aprilwetter wie vor 25 Jahren.

.Der April macht das Wetter tote er will sagt die alte Bolksregel und es gibt kaum eine Wetterregel, die derart sich Jahr für Jahr be­stätigt tote diese. Auch die vergangene Woche bietet wieder ein passendes Beispiel dafür Re- qen. Schnee, Sonnenschein, Gewitter und Ha­gel, all dies wechselte in bunter Folge mitein­ander. Dabei war es stellenweise recht kalt An Orten, wo gerade während der Nacht die Wolkendecke verschwand, konnte infolge der Ausstrahlung die Temperatur unter den Ge­frierpunkt sinken In Süddeutschland war dies nur ganz vereinzelt der Fall, während in Nord­deutschland vielsach 2-3 Grad unter Null. >n Pommern sogar vis zu5 Grad festgestellt wurden. Natürlich hat dieser Frost an der stellenweise doch schon weit vorgeschrittener Vegetation erheblichen Schaden verursacht. Dte Niederschläge waren wohl recht häufig, jedoch meist unerheblich. Besonders bemerkenswert ist ein starker Schneefall am Sonntag und Montag in Schlesien, der große Störungen im Eisen­bahnverkehr hervorries. Allerdings steht diese Naturerscheinung nicht einzigartig da, vielmehr ereignen sich stärkere Schneefälle auch in ande­ren Teilen des Reiches im April recht häufig Es sei hier an den 18. April 1903 erinnert, det in aanz Mittel- und Westeuropa den Anfang eines gewaltigen Schneesturmes brachte, bei sich stellenweise als Katastrophe auswirkte. Ge­rade Schlesien ist auch damals am empfind­lichsten betroffen worden Manche Eisenbahn strecken waren damals mehrere Tage gesperrt die Strecke Schreiberbau-Grünthal vom Sonn, tag bis zum Donnerstag.

' Es fragt sich nun, warum gerade im April diese Erscheinungen diese Stärke annehmen Die Erklärung ist nicht schwer In diesem Mo­nat sind die Temperaturgegensätze unserer Brei­ten am größten. Die nördlichen Meere, msbe- sondere das Eismeer, sind jetzt am kältesten während die Kontinente der südlicheren und auch unserer Breiten sich durch die kräftige

Schurken im Film.

Warum sie so zahm geworden find.

Wenn man heute wieder einmal einen älte­ren Film steht, so fällt einem besonders die Durchführung des bösen Charakters auf. Der Schurke ist em Schurke und nichts als Schurke Er ist ein wahres Monstrum an Gemeinheit, Grausamkeit und Blutgier, und es gab in jenen Tagen handfeste Schauspieler, die einen solchen Bösewicht .hinlegten", daß einem ein Schauver über den Rücken lief Was für fünfte, ölige und blaffe Gesellen sind dagegen die Intriganten und Verbrecher, die wir in den modernen Kino­stücken zu sehen bekommen Mit dem berühmten Adoljche Menjou besonders ist ein Geschlecht Der leisetretenden, heimtückischen Bösewichter in bc * Film eingezogen, die nicht mit Dolchen und Messern, sondern mit Nadelstichen verletzen und ihre Roheit hinter einer eleganten Maske ver­bergen.

In Amerika macht sich jetzt wieder immer lauter der Rus nach dem.alten Schurken" be­merkbar, der dem Rinot)rama eine so angenehme

Gruseligkeit verlieh. Die Regisseure verteidigen sich damit, daß die Zähmung des Filmschurken nicht von ihnen ausgegangen sei, sondern daß die Zensur sie erzwungen habe. In allen Län­dern ha^ man die allzu drastische und genaue Vorführung von Verbrechern und Verbrechen gedämpft, weil man fürchtete, mancher Kinobe­sucher konnte dadurch zur Nachahmung ange- ftachelt werden.

Sogar politische Verwicklungen sind durch diese Verbrechertypen entstanden. So hat sich Mexiko schwer darüber beklagt, daß so viele Bösewichter in den Cowboy-Filmen Mexikaner waren, und im fernen Osten hat man es sehr übel vermerkt, daß der Schurke so häufig als Chinese und Japaner auftrat Wenn aber in jedem Lande der Schurke ein Vertreter des be­treffenden Volkes ist und wenn der Uebeltat die strenge Strafe folgt, dann soSte man nichts Dagegen einwenden, daß die Bösewichter auch wirkliche Bösewichter sind, denn das würde dem Film Wieder mehr Wurzel verleihen.

'Az* nuge Hsfots

SMYRNA VOR£| DEM ERDBEBEN

Türkische Reiseerinnerungen von Josef Blattt.

Die siebenhunderttausend Griechen, die beute zwischen Athen und Piräus fieberhaft am Aus­bau der längsten und modernsten Millionenstadt Europas, Smyrna, arbeiten, ein Werk, das durch das letzte Erdbeben jäh unterbrochen wur­de, bewohnten vor wenigen Jahren in der für den Orient so charakteristischen scharfen Grenzziehung ein ganzes großes Stadtviertel, deffen Brandruinen noch immer öd und abschrek- kend neben den belebten Handelsstraßen stehen. Als halb Smyrna in Flammen stand, kam Die SHilij mit Feuerlöschgeräten angerückt, aber siehe da, trotz eifrig gepumpten kalten Strahles lo­derten die Flammen nur noch höher empor. Kein Wunder, wenn man statt Wasser . . . Petroleum zum Löschen verwendet! Es ist also nicht mehr möglich, nach Denkmälern der Griechenzeit zu forschen Sie sind dem Erdboden gleichgemacht, genau so wie die Bauwerke der antiken Vorfah­ren der Vertriebenen: nur der Tempel des hier verehrten Aeskulap läßt noch traurige Ueberrefte erkennen.

Von der europäischen Kultur, die sich der Jungttirke zu eigen machen will, ist diese Stadt noch weit entfernt. Man ist zwar an der Bahn, die nach Angora führt; Konstantinopel ist nicht allzu fern, aber dazwischen liegt eine Welt, die für sich ohne Hast ihr seit vielen Jahrhunderten gewohntes und vorgeschriebenes Leben weiter­lebt mit lieben Gewohnheiten, die sich alle ans Mohamed zurückführen lassen, als da sind: in elenden, niedrigen Lehmziegelbauten zu woh­nen, im Freien zu kochen und das Gekochte zu verzehren, Trümmer abgebrannter Stadtvier'el wohl in Erwägung ihrer malerischen Wirkung ruhig stehen zu lassen und vor allem leidenschaft­lich gern statt auf unbequemen Stühlen mit übereinandergeschlaaenen Beinen auf dem Bo­den zu hocken. Frauen trennen sich vom lieb­gewonnenen Schleier hier noch schwerer als anderswo. Der Fez ist zwar tatsächlich ver­schwunden ganz Asien trauert um ihn noch aber glänzt in tausend Farben die Pluderhose, der breite Gurt, in dem das Messer steckt, und das gestickte Samtsäckchen, das den Männern die hier Mode machen, so gut steht, daß sich alle Blicke ihnen zuwenden, während die Frau in ihrer grauet; Nonnentracht so schnell wie mög­lich im Innern der winzigen Häuschen, die sich zu Tausenden die Türkenstadt hinaufzlehen, her. schwindet, um dann kotett u. unverschleiert, zum

nur mehr selten vergitterten Fenster heranszu- schauen, hinter dem jeder Fremde pslichtschul- dlgst einen Harem vermutet. Im häuslichen Bezirk ist Die Türkin, Die auf Der Straße das hilsloseste Wesen scheint, ganz Herrin, wenn schon über niemand andern, so doch über sich selbst. In Konstantinopel, dieser gut gelungenen Mischung aus den Allüren zweier Kontinente, gelangt man ja beim Studium der türkischen Frauenfrage augenblicklich dem Zentralpro­blem des internationalen Feuilletons zu we­sentlich anderen Ergebnissen. Die Emanzipation ist erst auf dem Weg. Wenn sie mit der anato« lischen Bahn fährt, bann kann die Stnyrnerin beruhigt fein, bann kommt sie noch lange nicht an.

Zu Schiff schon eher. Der Hafen ist in dieser buntgewürfelten Häuseransammlung, die sich Großstadt nennt und ein Dorf ist, das einzig Moderne. Alle Nationen laufen hier an, aber das nationaltürkische, liederliche Jn-den-Tag-hi- n inleben vermögen sie kaum ernstlich zu stören. Schattenhaft, kauin heachtet, gleiten die Ozean­riesen vorüber. Für den Export der berühmte­sten, keineswegs mühelos gewonnenen Erzeug­nisse des Landes, Teppiche und Feigen, sind sie gut; Der Import zweifelhafter westlicher Zivi- ltsatlonsware ist unbedeutend. Wie ja auch das Auto, das vereinzelt auch diese feste Burg zu erobern beginnt, die gute, in Ehren grau ge­wordene Droschke nicht zu verdrängen vermochte und o seliger Rest technisch noch nicht auf der Höhe befindlicher Zeiten! noch immer die Pferdebahn die langen Karstratzen auf und nieder fahrt. Jedes dieser braven, behäbig trabenden, zuweilen stehenbleibenden, vor den Reservewa­gen des zwanzigsten Jahrhunderts gespannten Tierchen verdient die Verehrung in einem Hei­ligtum. Ich hege den Verdacht, daß noch im­mer dieselben Rötzlein, Die bei der Eröffnung Der Bahn vor vierzig Jahren den Dienst versa­hen, Verwendung finden. Gepriesen seien die stillen Kräfte der Natur, gepriesen sei Der Drang nach Fortbewegung, gepriesen sei Allah der die Pferdebahn erschaffen hat, aber ver­dammt fei die elektrische Tramway, die Erfin­dung des Teufels, ohne die Stambul längst nicht mehr auskommt. Ueberhaupt Skambul man spricht von dicker Stadt in Smyrna unge­fähr so wie man in Bayern über Berlin spricht. (Schluß folgt.)

W

M M TU-

Sonnenstrahlung schon erheblich erwärmen Es grenzen ko die kalten und die warmen Luftmas-

Türkische Häuser am Strand von Smyrna.

sen unmittelbar aneinander, wodurch sich ein« gewisse Unruhe und die Möglichkeit zu schnellen Temperaturänderungen ergibt. Das eigentliche Aprilwetter tritt aber stets dann ein, wenn em Luftstrom aus nördlicher Gegend bet uns ein« bricht. Sobald diese Lust über das warme Festland kommt, wird sie von unten her sehr stark erwärmt. Uebersteigt die Erwärmung ein gewisses Maß, so wird die unten liegende Lust zu warm und damit zu leicht, sie versucht nach oben zu steigen, im ganzen Luftmeer tritt et« Umkippen ein. Bel diesem Umsturz, der immer ziemlich gewaltsam vor sich geht, strudelt die warme Luft nach oben und bildet die Böen- wolk«, ans der der Niederschlag fällt, hinter der Böenwolke stürzt die kalt« Lust aus der Höhe herab und nimmt den Raum ein, den vorher Die wärmere gehabt hatte. Bei diesem schnellen Absteigen losen sich alle Wolkenteilchen auf und die Luft wird außerordentlich klar und durch­sichtig. Wenn das Umkippen der Luftschichten mit ganz besonderer Energie vor sich geht, so können sich auch Gewitter bilden wie daS In der letzten Woche des östettn beobachtet worden ist. Wenn aber von Süden her in der Höhe war­me und feuchte Luft gegen diesen Polaren Lust­strom vorstößt so kommt es zu einem gewaltigen Ringen, das dann am stärksten wird, wenn un­ten in Bodennähe sich der Zustrom der kalten Luft noch weiter fortsetzt. Dann bleibt unter Umständen der Ort des Ringens dieser Natur- aewalten sehr lange Zeit unverändert sodaß die Niederschläge, die dabei herausfallen immer aus derselben Fläche niedergehen und deshalb die ungewöhnliche Stärke erreichen.

Wenn nun der kalte Luststrom durch einen südlichen oder bester noch südwestlichen ersetzt wird, so tritt eine Aettderung des Wetters ein, indem der schnelle Wechsel zwischen Schauernie­derschlag und Aufklären verschwindet. Es ist deshalb nur die Frage zu entscheiden ob in der nächsten Woche eine Möglichkeit zu einer Aende- rung des Zustromes der Lustmaflen besteht. Das scheint nach dem augenblicklichen Wetter­kartengebiet nicht der Fall zu sein, vielmehr deutet das noch recht kräftige Hochdruckgebiet, das sich z. Zt. über Grönland und dem nörd­lichen Eismeere befindet daraus hin, daß der ihm entströmende kalte Wind noch weiter an­hält, das ausgesprochene Aprilwetter deshalb noch nicht aufhören kann. Da andererseits der Kern eines Tiefdruckgebietes sich nordwärts verlagert, so werden die kalten Luftmassen ge­zwungen, einen größeren Umweg über die Flächen des wärmeren Golfftromes zu machen, sodaß im Ganzen betrachtet die Temperaturen gegenüber der vergangenen Woche ansteigen werden. Immerhin besteht auch weitetchin die Gefahr von schwächeren Nachtfrösten. Dr. N.

Buntes Allerlei.

Sine cvinefiscve Diplomatin.

Fräulein Sume Cheng, eine Chinesin mit Bubikopf, in eleganter europäischer Kleidung, die beständig Zigaretten raucht, ist in einer di­plomatischen Mission in Frankreich eingetroffen und erholt sich von den Anstrengungen der Reis« an der Rcviera. Sie ist von der nationalisti­schen Regierung in Nanking abgesandt worden, um Frankreich und England davon zu überzeu­gen, daß Peking nickt länger China repräsen­tiert, sondern daß die nattonalistische Regie­rung anerkannt werden muß. Die 36jährige Dame die französisch englisch und deutsch spricht und eine reiche Bildung besitzt, blickt auf ein cckenteuerlickes Leben zurück. Sie hat als Mäd­chen in Paris studiert und mit 23 Jahren den juristischen Doktorgrad der Pariser Sorbonne -rworben. Sie kehrt- vor zwei Jahren nach China zurück, spielte in der nationalistischen Be­wegung eine hervorragende Rolle und hat als Chef der Justiz und Polizei zu Schanghai die Enthauptung von mehr als 100 Personen an- geordnet.

Wer toin Lindberod Betraten ?

In einer Mädchenschule zu Columbia tm Staate Missouri wurde 150 jungen Damen die im Unterricht immerhin ungewöhnliche Frage borgelegt, ob sie wohl den populärsten Mann der Vereinigten Staaten, den Flieger Lind- bergh, heiraten wollten. Unter den Antworten befanden sich merkwürdiger Weise nur 29 be« iahende. 63 der Mädchen, die ein« Heirat mit dem Idol der amerikanischen Frauenwelt ab- lehnten, gaben als Grund an, daß sie bereit« in einen andern verliebt seien. 17 erklärten, er wäre ihnen zu beliebt; sie fürchteten, daß ein solcher Mann, der der Oeffentlichkeit angehört keinen guten Ehegatten abgeben würde. 12 bekannten freimütig, er wäre nicht ihrTyp" und sechs äußerten die Befürchtung, er könnt« jeden Augenblick bei seinen wagehalsigen Flü­gen getötet werden.

Aviv ein Beweis.

Der faszistische Gruß, der im Hochheben deS Arms mit ausgestreckter Hand besteht, wobei die Handfläche dem Begrüßten zugewendet wird ist früher nur das Zeichen der Mitglieder der saszistischen Vereinigungen gewesen. Nunmehr aber soll er ganz allgemein in Italien einge­führt werden und den bisher üblichen Hand- schlaq vollständig ersetzen Die Heranwachsende Generation Italiens wird offiziell darin unter­richtet, sich nur dieses Grußes zu bedienen. Der Abgeordnete Ricei der Führer der fas- zistischen Jugendorganisationen, warnt vor dem Händedruck, weil er unhygienisch sei und das gefährlichste Mittel der Uebertragung von An­steckungen aller Art darstelle.

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