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Kasseler Neueste Nachrichten

Kaffe!er Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 92.

Donnerstag, 19* April 1928.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

18. Zahrgau

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

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2öir müssen uns die Freiheit erarbeiten.

Verständigung hilft vorwärts

Heldentode Boelckes übernahm.

die K u l i f s e n l e u ch t: t, die Korruptionser

führern des deutschen Reiches wenigstens ein

Gs schneit und schneit

Aber Tauwetter im Anzug.

Berlin. 18. April. (Funktelegramm.) Bei der heurigen Eröffnung des Industrie- und Han- sclStages forderte Präsident von Mendels­sohn u. a., daß die Wirtschaftsminifter nicht übermäßig viel aus der Wirtschaft heräuszie-

wie wird Aewyork jubeln!

Venezianische Rächt. Parade der Prominenten.

Rewyork, 18. April. Nach dem Empfangs- Programm für die Ozeanflieger werden diese auf dem Flugplatz Mtchelfield von einer «bord- ming der Sladtbehörden begrüßt werden Am nächsten Tage wird im Hafen ein venezi­anisches Fest und zuvor ein großes Defilee ve^nstaltet werden. Es find Empfänge und Feftltchketteu während der ganzen Woche vorgesehen.

fürchtet haben, daß dieBremen" kein Sand mehr erreichen würde. Er sei bereit gewesen, seine beiden Kameraden und fich selbst zu er. > ch i e ß e n, wenn sich die Lage weiterhin ver­schlechtert hätte.

Alle Parteien brauchen Geld. ______________

Demokratie. Korruption in Amerika. Wahl­fondskontrolle in England. Mißstände bei uns.

Wiederaufbau der europäischen Gesamtwirtschaft. Der Minister betonte weiter die Notwendigkeit des Exports und der Landwirtschaftshilfe. Die Landwirtschaft müsse aber einsehen, daß wir mehr als in der Vor­kriegszeit zum Exort gezwungen sind. Der not«

Loudon. 18. April. Rach Meldungen aus Bom-lunddreißig Fabriken mit einer Beleg- bey hat fich der Streik in den dortigen Baum #0* vierzigtausend Mann find st tilge wollspinneteien weiter ausgedehnt. Fünf Ät

Staate herrschen sollen.

Ein Blick in die angelsächsischen Länder be­stätigt sofort diese Auffassung. In den Ver­einigten Staaten spielt der Dollar bei den Wah­len eine entscheidende Rolle. Korruptions­erscheinungen von ungeheueren Ausmaßen beschäftigen nach allen Wahlen die Oeffenilichkeit. Darum wundert sich auch heute niemand darüber, daß sich jetzt noch ein parlamentarischer Unterausschuß mit Finanzie- rungsgeschästen befaßt, in die der bereits ver­storbene Präsident Harding verwickelt gewesen sein soll. Die Rolle des Dollar bei den Wahlen in Zentralamerika und Südamerika ist so allgemein bekannt und anerkannt, daß sich hierüber jedes weitere Wort erübrigt. In Groß­britannien hatte die Finanzierung der Wahl­kämpfe schon vor einem halben Jahrhundert derartige Mißstände hervorgerufen, daß ein eige­nes Gesetz gegen die Wahlkorrup­tion erlassen wurde, das die Summen sest- legte, die ein Kandidat für seine Wahl ausgeben darf. Das Gesetz bestimmte überdies, daß das Mieten von Musikkapellen, der Kauf von Fackeln, das Hissen von Bannern und das Tragen von Parteibändern im Wahlkampf strafbar wäre. Heute darf in England ein Kandidat nicht mehr als fünf Pence für den Wähler im Wahlkampf ausgeben. Das macht nach den Berechnungen Llovd Georges etwa tausend Pfund Ster­ling für eine Grafschaft und achthundert Pfund für eine Stadtgemeinde. Der schlaue Liberalen- sührer gesteht aber ehrlich ein. daß die Partei­funktionäre bei der Kandidatenaufstellung nach solchen Männern Umschau halten, die jährlich zweitausend Pfund Sterling, also rund vierzig­tausend Mark, aus eigener Tasche aufbringen können, um die Wahttreisorganisattonen auf» reibt erhalten zu können.

London, 18. April. (Eigene Trahuneldung) Nach einem drahtlosen Telegramm aus Point d'Amour haben Major Fitzmautire und Baron von Hünefeld bei der Landung auf Greenly Is­land leichtere Verletzungen im Gesicht und an der Hand davonqetraqrn. In der Fln.zr.acht war dieBremen" durch einen außerordentlich hef­tigen Sturm dicht auf das Wasser herabgedrückt worden, so daß die Flieger große Mühe hatten, dem hohen Wellengang auSzuweichen. Kurz vor der Landung war die Lage derartig, daß der Brennstoff fast ganz ausgegangen war, was die Fortsetzung des Fliegens unmöglich machte Rach einem Bericht der Fliegerin Grete Fer­ris. die auf Hundeschlitten von der nächsten Misstonsstation aus die Flieger besucht hat, war der Kompaß des Flugzeuges in Unord- nung geraten Baron von Hünefeld soll au­ßerordentlich mitgenommen worden fein und be-

Eine warnende Wirtschaftsbilanz. Strei t mann verdammt den Krieg gegen Wehrlose. Zuerst Export- und Handelsverträge.

Furchtbare Stunden in der Bremen.

Als die drei schon verzweifelten. Sie wollten sich erschießen. Der Besuch der Fliegerin auf Hundeschlitten.

Staat beherrschen, aber andererseits sei es eine Forderung der jetzigen Verhältnisse, daß die ob- jektivcn iLtsorderntsse Der Vottswiri,eyaft je­dem, der zur Stgatssührung gehört, heute mehr als je voranstehen müssen. Auch für die Wirt­schaft gelte die Aufschrift des Reichstags: »Dem deutschen Volke".

Derartige Erwägunge. spielen bet uns tn deutschen Landen hinter den Kulissen eine nicht unbedeutende Rolle. Nur wenige Parteien sind in der Lage, in der sich Lloyd George befindet, daß er über einen gewaltigen Wahlfonds verfü­gen kann, Den er außerdem noch vortrefflich an­legte. Auch besitzen nicht alle deutschen Parteien so vortreffliche Wahlorgantsationen, wie sie z. B die britischen Konservativen haben, die selbst den Neid Lloyd Georges erregen. Unsere bürgerli­chen Parteien sehen sich durch die Bank vor den Wahlen genötigt, mit dem Klingelbeutel herum zu gehen und bei ihren kapitalkräftigen Parteifreunden um einen Wahlbeitrag zu bitten Das ist so allgemeiner Brauch. Das schlimmste Schmerzenskind sind natürlich die Parteiorgant- sattonen. Ist auch in Wahlkampfzeiten Geld Da. so haben doch alle Parteileitungen ihre liebe Not, Die Parteifunktionäre in den Zwischenzei­ten zu besolden und die Organisationen im Lande aufrecht zu erhalten. Ausnahmen bestäti­gen nur die Regel. Daher ist es nicht verwun­derlich, wenn in den Tagen der Entscheidung, Da die Kandidaten ausgestellt werden, sich die kapi­talkräftigsten Organisationen der Wirtschaft, Die ohnehin mit den Parteileitungen in steter Ver­bindung sind, melden, um die Ausstellung ihrer Interessenvertreter auf den Parteilisten bitten und dafür einen erheblich-1 Beitrag für den Wahlfonds bewilligen. Diese Erscheinung ist di.- deutsche Oeffentlicbkeit heute schon so gewöhnt, daß sie kaum mehr geneigt ist, in ihr etwas Außergewöhnliches zu erblicken.

Hirschberg, 18. April. Im Riesengebirge find weitere Schneefälle niedergegangen. Die Schnee­decke ist ungefähr einen halben Meter hoch. In­folge der starken Verwehungen liegt aber der Schnee sehr unregelmäßig. Auch im Tal gab es wieder Schnee, doch herrscht nun Tauwetter Die Temperatur im Hochgebirge betrug heute

Ader man kann verstehen, wenn reinlichkens di. » l i iturniDiioneer

hebenbe Leutediese Dlutafratifdje Erscheinung scheinungen an den Tag bringt und durch Ge- ^Udemdemokratischen Prinzip dn Freiheit uno setzesvorschriften nach englischem Muster künftige Gleichheit unvereinbar finden. Entwickeln sich Verstöße gegen das ehrliche Spiel der Kräfte ver- Die Finanzierungsgeichaste unserer Parteien jo hütet. Wir hassen, daß sich unter den Partei- toeHer, dann bleibt dem neuen Reichstag nichts führern des deutschen Reiches wenigstens ein ubng, als daß er hier einmal gründlich hinter I Gladstone findet.

wie selten ein preußischer Offizier. Rach feinem 16. Luftiteg erhielt er den Orden Pour le Mc- rite. Trotzdem er erst 1912 als Leutnant im Ulanenregiment in Mielitsch eingetreten war, wurde er bereits 1917 nach feinem dreißigsten Luftsiege zum Oberleutnant befördert und schon wenige Tage später als Belohnung für feinen 39. Luftsieg erhielt er den Rang eines Ritt- meisters, obwohl er noch n icht f ün sun d- Zwanzig Jahre alt war. Am 11. April batte er bereits seinen vierzigsten Gegner abge­schossen. Er war ebenso bedeutend als Führer, wie als Kampfflieger, denn seine Jagdstassel wußte ungewöhnliche Lorbeeren zu erringen. Allem am 13. April schoß sie, durch das Beispiel ihres Führers angefeuert, vierzehn feindliche Flugzeuge ab, von denen drei auf Richthofen entfielen. Der 22. April brachte dieser berühmt gewordenen Fliegerstaffel große Erfolge, denn an Dreiem Tage hatte sie bereits hundert Siege erreicht, wovon 46 von Richthofen errungen tour&en. Bereits drei Tage später hatte er fei­nen fünfzigsten Gegner erledigt. Unermüdlich war er weiter dabei, die große zahlenmäßige Ueberlegenheit des Feindes durch Tapferkeit auszugleichen, und damals fiel das Wort, daß

unserer ganzen Ausfuhr geht nach Europa.

Schon daraus ergibt sich die Gemeinsamkeit des Tie Temperatur Interesses aller europäischen Völker an einem I morgen 6 Grad.

Die letzte Kugel.

Wie derrote Teufel" kämpfte und starb.

Zum zehnjährigen Gedenktag für Richthosen.

Rirbtb-ju»-. - Mit ii ,S.br°» Ritt- Prister. sei» 82. Scatter bringt ihm bett Dod. - «o feine «icke ruht - Sell» die üetnbe dachte» grotz o»» ihm.

Manfred, Freiherr v. Richthofen, Deutsch­lands größter Luftheld, ist am 21. April 1918 nach einem ruhmreichen geben den Tod fürs Vaterland gestorben. Er war lange Zeit der schrecken feiner Feinde, die ihn denroten ^eufel" nannten, weil er fein Flugzeug eines Tages rot angestrichen hatte und schon aus wei­ter Ferne den feindlichen Flugstasfeln ebenso sichtbar war, wie feinen Freunden. Wenn die englischen und französischen Flieger auf die deutschen Linien einen Angriff machten und Richthosens rotes Flugzeug sichtbar wurde, ju­belten unten die deutschen Soldaten: .Hurra, Richthofen-, während die Angreifer es für rieb» tig hielten, einen Bogen zu schlagen, denn er war ein gefährlicher Gegner. Oft machten sich große englische und französische Luftgeschwader auf, eigens zu dem Zwecke, Richthofen ab- zuschießen, aber es gelang ihnen nicht. Statt dessen verlängerte sich fast täglich die Siegesliste des unerschrockenen und ritterlichen Mannes. Im Mai 1915 wurde Richthofen Flieger. Kurze Zett darauf wurde er mit dem berühmten Kampfflieger Boelcke befreundet und kam zu seiner Jagdstaffel, deren Führung er nach dem

Weil England sie aussaugt

. . . machen die Inder keine Baumwolle. Der Streik wächst.

wenn Europa leben will.

Stresemauns Alarmruf.

Alsdann ermahnte Außenminister Dr. Stre- iernenn, die Kämpfe um die Staatsform zurück­stellen angesichts der aktuellen Wirtschaftsnot: Wir sind noch wert entfernt davon, daß wir die Wunden Der Kriegs- und Nachkriegszeit über­wunden hätten. Während andere Erdteile ihre Wirtschaft um 30 bis 40 Prozent über die Bor- lriegszeit gesteigert haben, hat Europa noch nicht einmal Den Stand von 1913 erreicht. Das sollte wie ein Alarmruf wirken auf die europäischen Länder zur wirtfchastlichen Verständigung und Zusammenarbeit (Beifall;) Höher noch als die Freigabe deutschen Eigentums durch Arneritu erscheint mit für die Zukunft der Völker die grundfätzliche Bedeutung des Schrittes. Es geht nicht an, daß, wenn die Staaten kämpfen, die Bürger leiden. Das war ein Verstoß gegen die ungeschriebenen Gesetze der Fairneß im Wett­kampfe der Völker. Ter Streit der Staaten darf nicht den einzelnen Bürger treffen. Daß jetzt das größte Volk der Erde sich von solchen Kriegserscheinungen lossagt, (Antikriegspakt, T. Red.) darin liegt der erfreuliche Beweis dafür, daß die Beflnnung wiederkehrt, daß wir die Welt nicht aufhauen können, wenn wir mit olchen Grundsätzen in allen zivilistischen Völkern

nicht ein für alle Mal aufräumen.

Wir leiden schwer unter den Reparationslasten. 3um Wiederaufbau muß die Wirtschaft wieder von ihren eigenen Ueberscküssen etwas hinein- tecken können ins Unternehmen. Das ist auch die beste Steuer- und Sozialpolitik. Dreiviertel

er allein ein Armeekorps wert fei. Trotzdem glaubte die Heeresleitung nach iyuem sechzigsten Siege, daß er nunmehr genug als Kampfflieger geleistet habe und komman- Dierle ihn nach einem kurzen Erholungsurlaub ju den Friedensverhandlungen in Brest-Li- tote ft ab Aber es litt ihn nicht bei dieser ruhigen Beschäftigung, an der er keinen Gefallen fand, denn er fühlte sich nur in Kampf und Ge- fahr wohl. Im Mär, 1918 nahm er feine- wett als Flieger wieder auf, und bald merk- ttn die Feinde, daß derrote Teufel' wieder ihr Gegner sei. Fast täglich wußten Generalstabs- berlchte von den Siegen Richthosens zu berich­ten, der am 26. März 1918 seinen siebzigsten Gegner erledigte und am 20. April seinen acht- zigsten. Am nächsten Tage wollte der kühne Held die Engländer über ihrer eigenen Front angrei­fen. Er machte sich mit seiner Jagdstaffel Somnk?»,?'« Flugzeugen zu dem großen Kampfe auf, den die englischen Flieger annah- !nen- Es kam zu einer furchtbaren Luftschlacht, jn der Richthofen seinen 81. Gegner ab.

^^ Augenblicke fpSterreichte thn selbst sein Schicksal, denn er wurde von einer feindlichen Kugel getroffen

bcrem §lurze seines Flugzeuges den H^enwd Er wurde am nächsten Tage auf ^em FriedHofe von BertangleS beige- setzt und seine Feinde, denen er während seines Lebens die größte Bewunderung einqeslößt hat- te, ehrten ihn auch noch nach feinem Tode, denn ber Kranz, den sie ihm auf das Grab legten trug die Aufschrift:Dem Rittmeister v. Nichts Hofen, dem tapferen und würdigen Feinde" ^^rCia^l trf|ee Beisetzung sand am 20. No- bember 1925 auf dem In vali denki rch. bofe in Berlin in Anwesenheit des Reichs- pra,ldenten statt. Richthofen war ebenso be- beutenb als Menich wie als Solbat, denn bas Kriegshandwerk war ihm nicht Selbstzweck son- dem eine harte und unerbittliche Pflicht, di« ihq

wendige Schutz des Jnlandsmarktes muß immer in Zusammenhang stehen mit ber Erhaltung unserer Exportmöglichkeit, die durch Handelsver­träge gesichert sein muß.

Dr. Stresemann fährt fort: Wir dürfen nicht in den Fehler der Vorkriegszett verfallen, daß wir die psychologische Wirkung solcher intet- nationaler Kundgebungen, wie Die Weltwirt- schaftskonferenz unterschätzen. Trotz aller Hemm­nisse, die uns entgegenstehen, müssen wir mit Vertrauen und mit einem gewissen Optimismus das Bertragswerk fortsetzen, das uns zur in­ternationalen Verständigung süh- reu soll. Ohne diesen Optimismus hätte fich Deutschland nach dem beispiellosen Zufamm-n- brnch nicht wieder aufrichten können. Schließlich muß man zunächst an seine Zukunft glau­ben um sie erreichen zit können. Ein bewußtes internationales Zusammenwirken ist die beste nationale Arbeit zur Wiederherstellung des Ein­flusses, den wir in der Weltwirtschaft wieder erreichen wollen. Die größte Schwierigkeit bie­tet die internationalen Zollschranken. n ,/ ,

Wenn wir die schweren Reparationsrästen wie selten ein orr8auf^u rbutfr-

abtragen wollen, dann Darf man nicht in anderen f 11 4 ---

Ländern eine Wirtschaftspolitik führen, die uns durch Zollerhöhungen der Möglichkeit be- raubt, die Produktion dieser vermehrten Ar­beit abzusetzen. Wir erstreben auf dieser Grund läge eine Verständigung. Wir fordern alle zur Akitarbeit an diesem Verständigungswerk aus um eine Lösung zu erreichen, die uns durch Opfer zur Freiheit und eine bessere Zukunst für unsere Nachkommen bringt.

Ein Notschrei Stresemanns hat kürzlich be­rechtigtes Aufsehen erregt. Als Außenminister uno Parteiführer mußte ihm natürlich viel daran liegen, fähige Köpfe und führende Per­sönlichkeiten aus allen Schichten unseres Volkes

rung des Wahlkampfes, daß er >ich zu der sen­sationellen Anregung verstieg. Daß bas Reichs- f adel in steigendem Maße Den Wahlkamp der Parteien finanzieren sollte. In der Oeffentlichkeit fand er mit dieser Anregung nur wenig Gegenliebe. Mau hiett das Problem für unzeitgemäß. Sämtliche bürgerlichen Sprach­organe gingen mit bewundernswerter Behen­digkeit über diesen originellen Einfall Dr. Stresemanns zur Tagesordnung über. Nur die Linkspresse erläuterte noch einige Tage lang den Vorschlag des Volksparteiführers, aber selbst die kommunistischen Sprachorgane hielten es nicht für angezeigt, das Problem der Wahlkosten und die Auffüllung Der Wahlkassen einer öffentlichen Erörterung zu unterziehen. Dennoch ist diese Frage von höchster politischer Bedeutung. Hat man. doch nicht mit Unrecht gemeint, daß sie ent­scheidet, ob Plutokratte oder - Demokratie im