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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

18. Jahrgang

Freitag, 13. April 1928

Nummer 87

Einzelpreis: Sonntag» 20 Pfennig.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Untere Flieger schon über dem Ozean

ein Roma«.

Höre« mir f6» selb« t nnb fei« letztes bi

kostbare Fracht Meisterwerk:

Vari« wird stolz sein.

(Eigener Informationsdienst.)

erdrückt worden, und

Voi

Polizei hundert Kommunisten verhaftet, die

hörten. In dieser wurden zahlreiche komm»-Ivo« der Universität verwiesen.

London, 12. April. (Eigene Drahtmeldung.) Die beiden französische« Welt-Flieger Costes und Lebrix find gestern Abend in Carachi (Indien) eingetroffen. Die beiden Flieger erwarten, daß fie bei einigem Glück am Freitag in Paris ein-

rückgelegt. DieS entspricht einer Stunde«- geschwindigkeit von etwa 120 Kilometer.

Die »Bremen" ist seeseft.

Rewyork, 12. April. (Funkspruch.) Oberst Fitzmaurire hat kurz vor dem Abflug zu einem Preffevertreter seine Freude darüber geäußert, daß es ihm vergönnt sei, an dem Amerikafluo teilzunehmen. Die Bremen sei seiner Ansicht nach das beste Flugzeug, das die Technik für den Flug über den atlantischen Ozean her­zustellen vermochte.

So handelt ein Deutscher!

' Luckner bleibt uuS treu.

Respekt vor der Feindesflagge.

Bremen, 12. April. Aus einem kaufmänni­schen Begrüßungsabend dementierte Gras Luck­ner nochmals die Pressenachr if)1 n, wonach er angeblich amerikanischerBürger werde« wollte. Allerdings sei er Ehrenbürger von San Francisco ge ordtn. Auch habe er sich nicht in großer finanzieller Not befunden Wir Warrn zwar arm, aber wir haben «nS stets bemüht, nie ärmlich zu erscheinen. Luckner schilderte dann die über«: S herzliche Begrüßung durch die Rew- yorker Bevölkerung und erzählte, wie er vor­nehmlich vor Schulkindern, Studenten und in KlubS gesprochen habe. Erst nach intb nach sei e» ihm gelungiti,

sich durchzusetzen und sich zu behaupten.

AIS er die maßgebenden Persönlichkeiten der amerikanische« Presse gewonnen hatte, sei sein Arbeiten sür daS Deutschtum minder schwierig geworden. Graf Luckner sprach von Amerika und den Amerikanern mit großem Respekt und schil­derte in schlichter Form, wie er an den früheren amerikanischen Befitzer seines KaperkreuzerS Seeadler", die amerikanische Flagge, die er im Schifi gefunden, zurückgrgeben habe. Luck­ner prägte dabei das mit großem Beifall auf- genommene Wort:Wie soll ein Ehrenmann den Respekt vor der Flagge des Gegners verliere«". Die Anwesenden brachten dem Grafen lebhafte Ovationen.

Sine Labung Herzen,

Was «NS Graf Luckner mitbrtngt.

Gral Luckner, bet «eltbek»«»te> «mb hi Kastel SiterS gehörte Held desSeeteufels" ist »en feixet ,wau,iguro«atige« Weltreife auf bet Baterlaub" nach Breme» zurückgekedrt. Seine Seemauusabeuteuer leien sich spannender als

Wo Moskau überall wühlt

Maffenverhastunge« in Havanna. Eine aufgeflogene Geheimschul

Nur ein Versuchsballon.

Der Aegypterkönig will Amerika besuchen.

London, 12. April. Die Ankündigung in ame rilanischen Zeitungen, wonach König Fuad von Aegypten beabsichtige, den Bereinigten Staaten einen Besuch abznstatten, ist als Versuchsballon anzusehen. AlS Zeitpunkt sür den Betuch käme der Herbst oder der Frühling nächsten Jahres in Frage. Ter ägyptische Gesandte hat jedoch die Angelegenheit gegenüber Staatssekretär Kel- lognochnichtzur Sprache gebracht.

Schon weil über drm offenen Meer

Rewyork, 12. April. (Durch Funkspruch.) Den letzten Nachrichten zufolge passierte die Bremen" heute früh um 7 Uhr 5 Minuten die Galawy-Bucht an der Westküste Irlands in nordwestlicher Richtung fliegend. DieBreme«" befindet sich nunmehr über dem offenen Ozean.

vivtztich Aufstieg zum Weltflug.

Neapel, 12. April. (Eigene Drahtmeldung.) Im Flughafen von Neapel ist der englische Flieger H. C. Macdonalid gelandet, der einen Flug um die Writ zu unternehmen beabsichtigt. Er tst unverhofft und ohne Wissen seiner Gat- tin gestartet. Er flog nach Sizilien weiter.

London, 12. April. Zum Amerikastart der Bremen" hatten sich trotz der frühen Morgen­stunde auf dem Flugplatz Baldoncll heute meh­rere hundert Personen eingesunden, die bei der Abfahrt deS Flugzeuges In stürmischen Jubel ausbrachen. Präsident CoSgreve und saft alle hohen irischen Beamte« waren persönlich erschienen. Das Wetter ist ausgezeichnet und man glaubt allgemein, daß alle Bedingungen zugunsten der Flieger sprechen. Hauptmann Köhl und der irische Minister Fitzmaurice waren vor der Abfahrt zur Beichte gegangen.

* * *

Ganz Amerika fiebert.

Ernste Besorgnisse. Aber dann der Jubel!

Rewyork, 12. April. Die Nachricht von dem Abflug derBreme«" hat hier und in ganz Amerika großes Auffehen erregt. Die Zeitun- gen veröffentlichen schon jetzt nach dem Eintref­fen der Nachricht Extrablätter, sodaß das Wagnis der deutschen Flieger schon heute früh in kürzester Zeit in allen Stadtteilen bekannt war. Die Hoffnungen auf daS Ge­lingen des kühnen Unternehmens find in Anbe­tracht der wenig günstigen Wettermeldun­gen vom Atlantischen Ozean jedoch gemischt mit ernsten Besorgnissen. Trotzdem werden schon jetzt seitens der hiesigen Behörden Maß­nahmen erwogen, um ben deutschen Fliegern einen gebührenden Empfang zu bereite«.

MN 120 Kilometer Geschwindigkeit.

Rewyork, 12. April. In Havanna hat die i mstische Broschüre«, sowie Korrespondenzen be- 'schlagnahmt, bie beweisen, daß die Organisation , .mit MoSkau in Verbindung steht, einer geheimen kommunistischen Schule ange-1 Außerdem wurden einundzwanzig Studenten

Berlin, 12. April. (Funkdienst.) DaS Flug­zeug Bremen hat um 6 Uhr 5 Mi«, deutscher »eit die irische Küste verlasse« und hat mithin die Strecke Baldonell bis zur Küste, die 175 Ki- ,----------

lemeter beträgt, in einer Stunde 27 Min. zu-1 treffen werden.

Bremen, 12. April. Der gestrige Empfang deS Grafen Luckner gestaltete sich überaus herz­lich. In allen Unterweserstädten, die Passiert wurden, jubelten zahllose Zuschauer dem Gra­sen zu. Unter den Klängen deS Deutschland- liebes machte dieVaterland" am Kai bei Hafens fest, an dem sich eine unübersehbare Menschenmenge eingefunden hatte. Aus dem Achterdeck hielten Gouverneur a. D. Dr. Schulz-Ewerth, und im Auftrage deS bremi­schen Senats Staatsrat Dr. Duckwitz Begrü­ßungsansprachen. In seinen Dankesworte« erwiderte Graf Luckner u. a.r Ich habe nicht gewußt, wie schwer ich ringen mußte und wie schwer e8 mir werden würde, bie Freund­schaft der Amerikaner zu gewinnen. Der Krieg ist vorüber, jetzt gilt eS, bie Freundschaft, zu Pflegen. Ich bin mit einer kostbare« Ladung von Amerika zurückgekehrt, denn ich bringe die Herzen aller Amerikaner mit. Das ist die La­dung» bie ich in Deutschland löschen will.

Snfichlutz StresernannS in Bayern z« kandidieren, schon als ein Vorzeichen einer solchen Entwick­lung ansehen, die in liberalen Kreisen gewiß nicht gewünscht wird, mit der man aber doch rechnen mutz. Der Liberalismus und die Demo- krafie find in den letzten Jahren gerade in Bayern von der Uebermacht der Bayerischen

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Sie WaWgimle gehen hoch

Spitzenkanditen und Blitzlichter in allen Lagern

Kommen fie glücklich hinüber?

Irland jubelt unseren Fliegern «ach. Ei« letztes Gebet.

Berlin, 12. April.

Die Parteien treffen ihre letzten Vorbereitun­gen, um mit Wahlaufrufen und mit rednerischer Bearbeitung der einzelnen Wahlkreise in den eigentlichen Wahlkamps einzutreten, für den noch reichlich fünf Wochen Zeit bleiben. An erster Stelle der Zentrumsliste steht wie bisher der Name des Reichskanzlers Dr. Marx und um die volle Einigkeit und Geschlossenheit der beiden Zentrumsflügel zu betonen, die man in mühe­vollen Verhandlungen von vierzehn Tagen durch­gesetzt hat, an zweiter Stelle der von Dr. Wirth, den das Zentrum noch vor kurzem als verlorenen Sohn auS seinen Reihen verbannen wollte. Dagegen hat man offenbar die Kandida­tur deS Fürsten Löwenstein, deS Präsidenten der Katholikentage, der den äußersten rechten Adels­flügel des Zentrums repräsenfiert, fallen lassen Ob aber daS mühsam hergestellte Gleichgewicht auch nach de« Wahlen halten wird? Im süd­deutschen Zentrum hat jedenfalls wegen deS Scheiterns des Schulgesetzes eine starke anfi­liberale und anfidemokrattsche (Stimmung Platz gegriffen, die sich bei späteren Koalitionsver­handlungen mit der Lircken sehr störend bemerk­bar machen könnte. Schließlich werden aber auch hierüber die Wahlen selbst enfichciden, aus denen auch das Zentrum seinen künftigen Kurs abzulesen genötigt sein wird. Immerhin dürfte ein stärkeres Abbiegen deS Zentrum« von der Linie Wirth-Marx zu einem stärkeren Zusam­menschluß der in der Volkspartei und der Demo­kratischen Partei organisierten Kräfte deS Bür­gertums führen, die in kulturpolitischen Fragen die Idee deS Liberalismus gegen die SeisteSge- bundenheit deS Zentrums verteidigen. Vielleicht kann man den

Das kann nm» Luckner.

Vom Abenteurer zum Diplomaten. Wie ihn Amerika schätzt.

Graf Luckner wollte bekanntlich auf feinet Biermastschoaer-Nacht .Vaterland" die hervor­ragendsten Zeugnisse deutscher Technik den Völ­kern, die Deutschland «och mtt Abneigung ge« genüberstanden, vorführen. Jrn August 1926 waren die Vorbereitungen nach Uederwindung der Geldschwieri^eilen und jahrelangen Vor­trägen endlich so weit durchgeführi, daß die Ausreise vor sich gehen konnte. Der Komman­dant des Schiffes war Kapitän Lol »au, der 25 Jahre früher Steuermann auf demselben Schiff war, auf dem Graf Luckner als Ma­trose tätig war. Außer einem Emden-Offizier hatten sich noch einige hervorragende Forscher und Künstler bereit erklärt, den kühnen See­mann aus seiner Weltreise zu begleiten. Keiner war so geeignet, den deutschen Namen in fer­nen Erdteilen wieder zu Ehren zu bringen wie der Held vom »Seeteufel*, der durch ferne küh­nen Fahrten während des Krieger bei allen Völkern einen ehrenvollen Namen errungen hatte und fo volkstümlich geworden wat wie nicht viel Deutsche neben ihm. Man kannte überall seine Vergangenheit, man wußte, daß er im Alter von

14 Jahre« seinen Eltern durchgebrannt war, da sein Vater ihn in eine Kadettenschule geben wollte. Er wollte aber auf das Meer hinaus, das ihm in seiner Freiheit und feinen ferne« Zielen ungeheuer anzog. Nach den man­nigfachen Schicksalen als Tellerwäscher im Ho­tel Royal, als Leuchtturmwächter in Wetz-

Sie fliegen doch!

Wird das gigantische Wagnis gelingen?

Run sind sie doch nach Rewyork abgeflogen, allen Warnungen, aller Wetterunbill zum Trotz. Fürwahr, eine wahrhaft heroische Leistung der kühnen Piloten Hauptmann Köhl, von Hünefeld und des irischen Lustchefs, wenn ... sie gelin­gen sollte. Es wäre allerdings nach dem heu­tigen Stande der Technik kaum mehr als ein glücklicher Zufall, wenn sie Neufund­lands oder gar die Küsten der Reuen Welt er­reichen sollten. Und es ist fast ein tollküh­nes Wagnis, wenn eine Maschine eine Strecke von mehreren tausend Kilometern Über­fliegt mit der Gewißheit, daß der geringste Mo- tordesekt, die kleinste Unzuverlässigkeit an Ben­zintank oder der Oelzuführung, die unter nor­malen Verhältnissen zu einer bedeutungslosen Notlandung zwingen würden, hier den s t ch e r n Tod bedeuten. Die bisher mißlungenen Flüge haben unzweifelhaft erwiesen, daß unser Flug­zeugmaterial bis jetzt noch nicht zu einem zuverlässigen Flug über so weite Strecken reif ist. Man könnte also einen Ozeanflug nur so durchführen, daß «um ihn in natürliche und künstlich geschaffenen Etappen einteilt, die eine Notlandung ermöglichen. Dafür find aber ganz besondere Flugboote notwendig, die Not- la «düngen und Zwischenlandun­gen auf dem Meere zulassen. Von all dem ist bei dem neuen deutschen Ozeanflug nicht die Rede. Hauptmann Köhl fliegt wieder mit dem- selben Junkersapparat D 11167, der .Bremen', mit dem er im vorigen Jahre zusammen mit der .Europa" seinen Versuch unternommen hat. Es ist ein ei« einmotoriges Flugzeug. Auf allen größeren Strecken und vor allem auf den Nachtslugstrecken fliegen beispielsweise bei dem bestorganisierten Flugverkehrsunternehmen der Welt, bei der deutschen Lufthansa doch stets nur mehrmotorige Maschinen, die in der Lage sind, bei dem Defekt einer Motor« ihren Flug auch mit den anderen Motoren fortzusetzen. Me .Bremen" ist auch nur ein Landflugzeug und darum für den Flug über den Ozean schlecht geeignet. Im vorigen Jahre kamen fie bei ihrem Versuch bekanntlich nur bis Irland und alle Vorversuche hatten gezeigt, daß sie nur unter großen Schwierigkeiten die notwendigen Brennstoffmengen aufnehmen konnte und daß sie mit dieser Brennstoffmenge sehr schlecht manövrierfähig war. Auch daran ist heute nichts geändert. Die einzige Neuerung, die Hauptmann Köhl getroffen hat, ist die Einschmierung feiner Maschine mit Paraffin und Fett, um der Gefahr einer Vereisung der Maschine vorzubeugen. Man nimmt nämlich an, daß Ka- pitän Hinchcliff solcher Vereisung, die die Ma- schine außerordenllich stakr belastet, zum Opfer gefallen ist.

Der Flug auf Leben und Tod erfolgt also unter den denkbar ungünstigsten Auspizien, wes­halb auch die Deutsche Lufthansa, die Haupt­mann Köhl mehrfach zu bewegen suchte, bon fei­nem Unternehmen Abstand zu nehmen, bte Be­ziehungen zu ihrem ehemaligen Angestellten ge- löst hat Dagegen hat der Rorddeufiche Lloyd bekanntlich im vorigen Jahre fchon großer Iw- ieresse an den Ozeanflügen gezeigt. Er sieht in ihnen eine schwere Gefahr für seine Schiff- fahrtSunternehmungen und will deshalb diese Konkurrenz rechtzeitig in die Hand bekommen. AuS btefem Grunde wirb hinter den Kulissen beute schon ein heftiger Kampf zwischen den Schiffahrtsgesellschaften «nb der Deufichen Luft­hansa gekämpft- Der Norddeutsche Lloyd durfte auch den Flug seines Pressechefs von Hunefeld finanziert haben und also auch die Verantwor­tung für die Folgen übernehmen. Sollte die freilich sehr viel sorgfältiger und umfassender vorbereitete deutsche Luftattacke auf den Ozean gelingen, dann wird wohl Lindbergh's und seiner Nachfolger Ruhm in den Schatten gestellt sein und der deutsche Name in einem Glanz er­strahlen, wie nie zuvor. «-

Di» Raffelet «eeette» Nachrichten ettoetne» mdchemlich fetWrnal «uchmmag«. Der «b»n»eme»t8orei6 beträgt füt »en Monat J. X bet freier Sutten«»« ins Haus, tu der «eftbätrsttelle aboeboü 1.80 X Durch die Pott moeatltd) 2. X ausfchlietzli» Snttel!ung8aebübt. fternfvretder 851 nnb 952. fttti unverlangt etngefanbte Betttiae kann die Redaktion eine Bervntwortnna oder ®erofftet in keinem Falle ttbemebmen. Rttchiablung deS 8e,n«S«ldes oder Anlvrüche roeeen etwaiger wicht ot4nnngs«Stziaer Lieferung ist ausgeichloffen. P-ttt-beckkonro Frankfurt «. M Nummer 6880. ®n»elmmrmei tu A SonutagSmrmmer 20 A.

in der Hitlerbewegung sind auch die letzten Reste des ehemals einflußreichen und nach der Reichs­einheit orientierten bayerischen Liberalismus in der nationalistischen Atmosphäre deS Landes aufgegangen. In Bayern gibt es z. B. schon lange keine demokratische Zeitung mehr und bte liberalen Blätter sind ganz deutschnational ein­gestellt. Jedenfalls versucht jetzt die liberale Leitung eine

Rückeroberung deS Süden«, um Ihn nicht ganz de« Reichsideen zu entftem- den. Die von den Deutschnationalen abgespalte­nen Deufich-Konservativen wollen ihre Stimmen den Völkischen geben, die die schärfste u Gegner der Beteiligung der Deutschnationalen an der Regierung, chreS Eintretens für die Außenpolitik SttesemannS und ihrer Mitwir­kung a« der Erneuerung de« Republik-Schutzge- setzes waren. Gerade im Wahlkreis Berlin- Potsdam steht jedoch an der Spitze der deutsch- nafionalen Partei Graf Westarp, der selbst der konservativen Gruppe angehört, aber doch als Führer der Partei für die von dem Wahlauftus heftig angegriffene Politik in erster Linie ver- antworfiich ist. Dieses interessante Symptom deutete ein Rechtsblatt selbst dahin, daß die Deutschnationalen nach den Wahlen wieder in ihre alte OppoflfionSstellung einrücken wollen.