Ä Jahrgang. — Wt. 71
fteffelet Neueste Nachrtchf«»
Cemtiwfl, I. April 1929
In dem Buch von Levy-Lenz steht noch eint- ; Wissenswerte. Wenn aber nichts weiter darin
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beachten Sie unsere Sonder - Ausstellung Obere Königstra&e 30
KASSEL
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In der Sache de? Lustmordes an dem Primaner Daube (Gladbeck), den wir in obigem Bild zeigen, hat der mit der Untersuchung beauftragte Amtsrichter Mayer einen Haftbefehl gegen den vermeintlichen Mörder Husmann erlassen Husmann harte zunächst eine Beschwerde wegen dieses Haftbefehls eingereicht, jedoch auf Anraten seines Verteidigers wieder zurückgezogen, um den Lauf der Untersuchung nicht zu verzögern. Husmann betont nach wie vor seine Unschuld. Seine bisherigen Vernehmungen und die Nachforschungen der Kriminalpolizei haben neues belastendes Material nicht ergeben Im Industriegebiet ist man erstaunt über den schleppenden Verlauf der chemischen Untersuchung. Man bezeichnet es als unerhört, daß bis zum heutigen Tage noch nicht das Ergebnis der Untersuchung der an der Hand des Ermordeten gefundenen Haare bekannt gegeben worden ist.
stünde, als die Enthüllung dieses grenzenlosen Irrtums, dann war das Buch schon wert, geschrieben zu werden.
Sröfites tfpexialfiaiis fflt Metten-, JAngfings- und Mnaben-Mfeidun^.
Jünglings- und Knaben -Kleidung
ebenfalls sehr preis würdig.
Rätselhafter Mord.
Der vermeintliche Mörder deS Primaners Daube verhaftet.
Die aufgeklarte gtmi.
Bon Schwitzbädern, Wasser und Fett.
Der Doktor Levy-Lenz, zu dem die Berliner Damen strömen, die jung und schön bleiben wollen, hat ein Buch geschrieben. Es heißt »Die aufgeklärte Frau". In diesem Buch sind nützliche und schädliche Dinge enthalten. Aber daS Schönste steht nach meiner laienhaften Vorstellung auf Seite sechsunddreißig. Da wird gesagt, wie sehr sich die moderne Frau bet ihren Schwitzkuren betrügt. Dr. Levy Lenz kennt eine Dame, die jede Woche dampfen geht. Zwei Stunden hält sie in dieser Hölle aus. Dann wankt sie befriedigt nach Hause und verkündet strahlend: „Ich habe heute wieder anderthalb Pfund abgenommen!" Trotzdem wird sie täglich dicker und runder. Wie geht das zu?
Zugegeben, man nimmt beim Schwitzen anderthalb Pfund ab. Was aber an Gewicht verloren geht, ist kein Fett. Es ist Waffer, meine Gnädige. Und Wasser beherbergen Ihre Gefäße um so mehr, je (verzeihen Sie das harte Wort) korpulenter Sie sind. Was tun Sie aber, wenn Sie derart ausgedörrt nach Hause kommen? Sie trinken. Und im Laufe der nächsten vierundzwanzig Stunden wiegen Sie wieder genau so viel. An Fett haben Sie aber beim Schwitzen nur wenige Gramm verloren. Es ist kaum der Rede wert.
im Kubikzentimeter nur 1/300000 mg Brom oder 1/500000 mg Schwefelwasserstoff oder 1/72000000 mg Rosenöl enthält, noch deutlich den Geruch dieser Stoffe erkennen laßt. Bet solchen beinahe „astronomischen" Zahlen kann man sich ohne Mühe vorftellen, daß der Hund die Leistungsfähigkeit des Menschen ausi diesem Gebiet noch um einiges übertrifft, aber ein grundsätzlicher Unterschied zwischen Mensch und Hund besteht nicht.
Die »weit« Frage beschäftigt sich «U i» letzter Zeit viel erörterten Begriff der „Spu- renreinheit" des Hundes. .Spurenrein' wäre ein Hund, der unter allen Umständen di« Spur richtig findet. Aber nach den im Auftrag der Berliner Kriminalpolizei angestellten Vernuhen von Pros. Moll gibt es keinen ganz, .spurenreinen Hund, sondern auch der beste Spurhund läßt sich durch .Verleitungsspuren" vom rechten Weg ablocken. Der Spurhund folgt einem
25 Jahre Adolf Sandrock.
Am 1. April begeht auch das über die Grenzen Kassels bekannte Zigarren-Spezialgeschai. Adolf Sandrock, Bahnhofstraße 9 und Gieß- bergstraße 25 sein 25jähriges Bestehen. Aus kleinen Anfängen heraus verstand es der Inhaber das Geschäft zu einem erstklafligen feine; Branche zu bringen. Auch im Vereinsleben iß Herr Adolf Sandrock nicht unbekannt. Gründete er doch als Vorstand des Hamburger Zigarrenhändlerverbandes, Ortsgruppe Kastel, die hiesige Einkaufsgenossenschaft der Zigarrenhändler.
25 Jahre Bernhard Bendix.
Am 1. April 1903 gründete der Kaufmann Berhard Bendix mit bescheidensten Mitteln sein Zigarren- und Tabakgeschäst in der Holländischen Straße, verlegte es später an den Pferdemarkt und nach Erwerb eines eigenen Hauses nach Gießbergstraße 17, wo es sich noch heute befindet. Dem rührigen und umsichtigen Geschäftsmann ist es gelungen, sein Geschäft auf eine beachtenswerte Höhe zu bringen und sich einen ausgedehnten Kundenkreis sichern
25 Jahr« Konditorei Rueß.
Am 1. April sind es 25 Jahre, daß die Bäckerei und Konditorei Karl Rueß, Wtlhelms- höher Allee, besteht. Durch unermüdlichen Fleiß und energische Arbeit ist es dem Jubilar und seiner Ehesrau gelungen, in dieser Zeit ihren Betrieb aus kleinem Anfang zu einer
.Mischgeruch', der sich »usmmnensetzt au» de« iJndividualgeruch" der aufzuspürenden Menschen, dem Geruch deS zertretenen Bodens und dem Geruch zufällig vorhandener oder, absichtlich beigebrachter Riechstoffe. Unter günstigen Umständen kann ein guter Spürhund auch noch nach 11 Stunden eine Spur genau verfolgen. Seine Witterung heftet sich nicht ausschließlich an den Geruch der Fußspur, sondern an die ganze, den Menschen umgebende Atmosphäre, die stets mit Riechstoffen überladen ist. Dieser Riechstoff kann unter Umständen aus den Hund eine ganz andere Wirkung ausuben als auf den Menschen. Im ganzen ergibt sich vom kriminalistischen Standpunkt, daß der Hund wohl ein gutes Hilfsmittel der Aufklärung feL aber niemals den Zeugen im Gerichtssaal ersetzen kann, niemals darf ein Richter einen Angeklagten auf Grund der Arbeit eines Hundes verurteilen. Die Arbeit des Kriminalbeamten setzt ein, wenn der Hund seine Arbeit vollendet hat.
modernen und mustergültigen Bäckerei Kaflels zu gestalten Wilhelm Wölker.
Herr Schlostermeister W. Wölker, hier, begeht mit dem heutigen Tage fern 25jat)rtge§ Geschäftsjubiläum. Aus den kleinsten Ansan° gen heraus, hat eS dieser angesehene werkSmeister verstanden, durch rastlosen^leß sein Geschäft immer mehr zu vergrößert^ und ich einen treuen Kundenkreis zu schassen, selbst die schweren Schicksalsschlaae der letzten >;ahr/ waren nicht in der Lage seinen eisernen Wollen und zähe Energie zu brechen.
30 Jahre Uhrmachermeister W. Reich.
Am 1. April kann Uhrmachermeister W. Reich, Jägerstraße, fein 30jähnges Geschasts- jubiläum feiern. Als ein wahrer Meister fe » nes Fachs und guter Kaufmann hat es der Jubilar, der insgesamt 48 Jahre Uhrmacher ist verstanden, sich die Achtung seiner Mitbürger und Wertschätzung der Kollegen zu erringen.
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Angestellten-Jubilaen.
Am 2. April feiert Fräulein Marie Keßler ihr 25iähriges Jubiläum im Hause Bode und Ohldach. Im jugendlichen Aller bei der Firma eingetreten, war sie ein buchtendes Vorbild für alle an Pflichteifer und Arbeitsamkeit beliebt bei Angestellten, Arbeiterinnen und Kun- ven. Ihre wertvolle Arbeitskraft haben ihre Chefs stets anerkannt und sie schon vor Zähren zur Prokuristin der Firma ernannt. — Sem 25jähriges Arbeitsjubiläum feiert am gleichen Tage der Zuschneider Heinrich Moller, Hem- richstraße 2, bei der Firma Feldstein u. Berger Uniformfabrik. Gleichzeitig kann der Jubilar, der Abonnent unferes Blattes ist, fein zwanzigjähriges MiAsjubiläum feiern.
Mieter-Jubiläen.
Frau Witwe Amalie Dönch wohnt heute dreißig Jahre int Hause Pferdemarkt 37 das der Familie Meyer gehört. 'S Dw Witwe des verstorbenen früheren Reg. Ob. sek Minna Rudelmann, begeht am L April d. Js. das seltene fünfzigjährige Mieter-Jubiläum, im Hause Holländische Straße 49 tm 3. Stock. — Am 1. April sind es 25 Jahre, daß Herr Fuhrmann im Hause Lluellhöfe 15 bet Frau Witwe Stipp ich wohnt.
Goldene Hochzeit.
Am 3. April kann das Ehepaar Schreiner- meister Christian Mergel, Monchebergstraße 34, das Fest der goldenen Hochzeit begehen. — Weitere Jubiläen aus der 3. Seite deS iHauptblattS.
Der Hund als Detektiv.
Was Hundenasen leisten.
Der Hund gehört zu den „witternden" Tie- ren, die die Umwelt weniger mit dem Gesichl als mit dem Geruch erkennen. Die Feinheil der 5,undenase ist sprichwörtlich, aber der Hund gibt uns durch seine Witterung etn interessantes „Problem" aus. Zunächst einmal fragen wir uns, ob die Leistungen des Geruchssinnes beim Hunde so groß sind, daß sie mit ähnlichen Leistungen des menschlichen Geruchsinns nicht verglichen werden können, und dann, wie weit diese Leistungen des Hundes reichen.
Was nun die Witterung oes Hunde» im Vergleich zu der des Menschen anbe- trifft, so kann man sagen, daß grundsätzlich die Hundenase nicht mehr leistet als die Nase des Menschen. Auch die Leistungen des menschlichen Geruchsinnes sind ganz außerordentlich groß. So hat man sestgestellt, daß ein Luftstrom, der
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Humoristische Gcke.
Sprachkursus.
Mizzy: „Ich habe jetzt in der neuen Korrespondenz-Schule schon drei Stunden Französisch getobt." _
Sim: „Kannst du dich denn mit einem Franzosen unterhalten?"
Mizzy: „Oh, das wohl nicht. Aber ich kann mich mit jemanden, der auch drei Stunden Französisch gehabt hat, gut verständigen.
Am 2. April feiert Herr Heinrich Knobloch unter« Königstraße 64 da» 25zahrtge Bestehen seines Schuhgeschäftes. Durch Weitblick und unermüdliche Tatkraft und Unterstützung seiner Gemahlin zählt das Geschäft heute zu den angesehensten dieser Branchen am Platze. Herr Knobloch ist eine der anerkanntesten Persönlichkeiten des Schuhhandel» und Führer de» Einzelhandels, der stets das Vertrauen seiner Kollegen genießt. Von der Kaufmann schäft des Einzelhandels, der Herr Knobloch jahrelang als Vorstand angehört, ist er in den EinzelhandelSauSschuß der Industrie- und Handelskammer gewählt worden. Als wohlwollender Berater führt der Jubilar feit Jahren als 2. Vorsitzender die Geschäfte des Reichsverbandes Deutscher Schuhwarenhandler der Bezirksgruppe Mitteldeutschland. Von einer rauschenden Festfeier ist der Zeit entspre- ckend Abstand genommen worden, dafür sind 50 bedürftige Kinder zu Ostern mit neuen Schuhen beschenkt worden.
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25 Jahre Heinrich Knobloch.
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