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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 79.

18. Jahrgang

Sonntag, 1. April 1928

Einzelpreis. Sonntag» 20 Pfennig.

Einzelpreis: Wochentag» 10 Pfennig.

Der Reichstag soeben geschlossen

Cin Scherftein für die Kriegsopfer

An erster Stelle

Gkdtrnschlag vor brr Wahlrede.

Bestialischer Wahlterror in Marien

Eine neue Scheußlichkeit. Bisher 56 Bomben Die Staatslenker werden nerv».

Newyork, 81. März. Im Wahlkampf in Thi-

men. ES wird berichtet, daß die ueberreste eines

feit und verbrannt wurde. Insgesamt find in

Am Sonntag Start nach Newyork?

Anfang Mai zum Nordpol

Rach Ostern fliegen die Italiener zuerst nach Ltoln.

für mich selbst.

F. R.

V

Zweihundert Mark au» der Hindenburgspende für Schwerbedrängte. kinderreiche Kriegerwitwen.

noch zu aufgeweicht.

will er zunächst seinen Flug nach Paris wiederholen u. dann vor dort au»Europa und Amerika überfliegen und ferner eine Ueber- fliegung des Stillen OzeanS unternehmen.

*

Lewins nimmt eine reiche Erbin mit.

Pari», 81. März. (Eigene Drahtmeldung.) Der Bruder von Charles Lewine, Isaak, ist in Pari« angrkonnnen und hat mitgetetl«, daß sein Bruder im Mai einen neuen Ozeanflug unter­nehmen wolle und daß er als Begleiterin Fräu­lein Mabel Boll, eine bekannte amerikani-

Regierungskrisen, durch Rückschläge in der Kon­junktur erspart bleiben. Doch nur, wenn bei den Parteien selbst der eiserne Wille Richtschnur ist, da» Staats- und Gemeinwohl selbst über dem eigenen Parteigewifien steht. Und wenn wir alle mit gepreßten Zähnen und Fäusten bei der Stange bleiben, die erst jetzt wieder der Reichspräsident dem schon vor Wochen auSeinanderaeborstenen und heute endgültig liquidierten Reichstag hingehalten hat: Erst die Arbeit fürs Ganze, dann der Vorteil

ManneS gefunden wurden, der gemartert, erschossen, mit Petroleum üb ergo'

über das arktische Gebiet und dem Nordpol be­stehen. Feder Flug soll eine ungefähre Aus­dehnung von 2 bis 4000 Kilometer haben. Die sechzehnkSpfige Besatzung hat schon an der früheren Expedition teilgenommen, nur der Meteorologe ist Schwede und der Funker Tscheche.

innt erst, wenn Singsbay er« > Flügen

Rom, 31. März. Das Lustschiff ^Italia" wird in der zweiten Sprtlwoche zum Nordpol starten. ES wird auf gradem Wege nach S t o l p fliegen und dort auf gradem Wege nach etwa zwei Wochen ankern. Sobald der KreuzerMailand" die Expeditionsbasis Spitz­bergen erreicht hat, wird dieStalin" nach Kingsbay absliegen und stch in Badso (Nor­wegen) verproviantieren. Die eigentliche Po-

larexpedttion beaii reicht ist und wird in mehrere»

DaS Wetter lockt. Aber der Boden

London, 31. März. (Eigene Drahtmeldung.) Nach einer Mitteilung von dem Flugplatz Bal- donel ist der Start derBremen" um einen wei­teren Tag verschoben worden. Der Boden auf dem Flugplatz ist aufgeweicht, so daß daS Flugzeug nicht auskommen kann. Die Wetterlage hat fich anscheinend günstiger gestal­tet. Der Wind geht von Süd nach Südosten.

Linbberod fliegt wieder nach Varis.

Die Raffel« Reuest« Nachricht« «scheine» wScheMltch lech»«« nach«Ma,». D-r Abonoemeuisvrei» beträgt (fit den Monat 2. X bet frei» Zustellung ins HuuS in bet Seschättettelle abaeboli 1.80 X Durch die Poll monatlt* 2. X ausichltebltch Zulle0una«,ebüdr. Fernsprecher 061 und 959. itzür unverlangt etngefanbte Beiträge kann bte Redaktion eine Verantwortung ob« lSewäbr in keinem iballe übernehmen. Rückzahlung beS »enugSgefbe» ob« Ansprüche wegen etwaig« nicht orbnnngSmästiger Lieferung ist anSgeschlosten. Postscheckkonto Frankfurt a M Nummer 6380. Einzelnummer 10 A SonntagSmtmm« 20 A

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Erst die Arbeit!

Das Erbe des entschlummerten Reichstags.

Ein Reichstag segnet heute zugleich mit einer Regierung das Zeitliche, die nicht die einzige und auch nicht gerade die süßeste Traube am Rebstock der Parlamentskunst gewesen ist. Ein flüchtiges Erinnern nur steigt hinab in jene Dezembertage ' von 1924, als des Volkes Schöpferwille unS den durch den Locarnostreik der Deutschnationalen heraufbeschworenen Wahl- und ParteichaoS eine neue Reichstagswelt ans Licht hob. Und wem ziehen nicht als abschreckendes Beispiel und wie ein finsterer Schlagschatten die Tage jener Son­nenfinsternis durch die Seele, alS nach einem vergeblichen Anlauf des Demokraten Koch zur Großen Koalition auf persönlichen Wunsch des Reichspräsidenten ,nach wochenlangem Umher­irren und Tasten im Nebellabyrinth blinden Parteigeistes und Ehrgeizes, nach dem v ö l l i - gen Versagen der Parlamentsmaschinerie, nach der schweren Vertrauenskrise der besonnenen und tief enttäuschten Volkskreise in die Allmacht des Parteiapparats.. und des gan­zen politischen Betriebes überhaupt: Wer atmete nicht erlöst auf, als damals endlich wenn auch nur eine Art Minderheitsregierung dem Haupte des kleinen aber fähigen und umsichtigenDik­tators" Luther entsprang, der mit einem Stab ausgesuchter und erprobter Fachminister das zerfahrene Parlamentsvölkchen zu glänzenderen Erfolgen zwang, als ein mathematisch ausge­klügelter Mehrheitsgötze.

Man weiß, wie auch dieser kluge und ener­gische Taktiker über einen Zwirnsfaden stolperte und einem KabinettMarx Platz machte, das nicht etwa den von den Besten der Nation heiß ' ersehnten Schritt zur Großen Koalition tat. Man weiß, wie der kometengleich aufflammende Ap­pell des Großindustriellen Silverberg zum Interessenausgleich von Kapital und Arbeit, zur Errichtung einer gemeinsamen Arbeiter- und Ar­beitgeberfront zwecks Wiedergewinnung unserer Weltwirtschaftsgröße jäh ins Vergessen hinab­tauchte. Man weiß, wie auf dem steinigen Bo­den der Engstirnigkeit, Verbissenheit und Welt- fremdhett der Parteidogmen diese zukunftsreichste deutsche Getstessaat verdorrte und einging und wie statt dessen die unsicher und ängstlich ma­növrierende Marxmannschaft von dem Kaper­schiff der brüderlich vereinten äußersten Rechten und Linken aufgebracht wurde und einer Koali­tion weichen mußte, die zum erstenmal den nur nach gegnerischen Blößen ausspähenden RechtS- triariern verantwortlich das Staatssteuer der Re­publik in die Hand drückte. Und doch war es gut, daß man auch das grollend abgekehrte Monarchi- stenliesel der Antirepublikaner endlich mit der neuen Staatsform aussöhnen und seine gehei­men Zauberkünste beweisen lassen wollte.

Freilich, wie cs so geht, ließ sich in der nüch­ternen, harten Alltagspraris von den Himmel, stürmenden Regierungsidealen der Republik, antipoden aur ein karger, lcichtwiegender Rest verwirklichen. Wir haben kein parteimäßiges Interesse daran, den heute etwas abgekämpft und undankbar verabschiedeten Regierungsgrö- ßen ihr Mängel, Unterlassungssünden, uneinge» lösten Versprechen. Mißgriffe und andere Fata- litäten nachzurechnen. Diesen fetten Wahlfang haben sich die schmunzelnden Nutznießer des vor­zeitig abgebautenBürgerblocks* ohnehin nicht entgehen lassen; die PalamentSwände hallen heute noch von ihren billigen Triumph- und Schimpfkanonaden wider, zu denen die Fäuste zuguterletzt auf eckigen Fraktionsschädeln und -Nasen noch den Begleittakt schlugen. Wir haben im Gegenteil schon gestern und müssen heute erneut in gerechter Wahrheitsliebe anerkennen, daß in beiden Volksvertretungen und Regie­rungslagern (rechts im Reich und links in Preu­ßen) das Menschen- und . . Parteimögliche für das Staats- und Allgemeinwohl herausgeschla- gen wurde. Ohne die Dutzende wichtiger Gesetze und Verfügungen nochmal langatmig registrie­ren zu wollen, stellen wir fest, daß tatsächlich na­mentlich der Wirtschaftsaufschwung und der so- ziale Fortschritt im Innern nach bestem Wissen und Gewissen und Maßgabe der verfügbaren Mittel gefördert oder fester verankert wurde lind wenn auch heute die Kriegsopfer, die Ver­drängten, die Rentner, Landwirte, Wohnungs­und Arbeitslosen, die unter dem Steuer- und Lohndruck Seufzenden, wenn heute alle die bis­her Zukurzgekommenen, wenn auch unsere abge­trennten und bedrückten Brüder und Schwe- stern in Ost und Welt, am Mein. an der Weich­sel, in Südtirol finster die Stirn krausen und Verwünschungen murmeln, so werden fie doch freimütig und anstandslos eingestehen, daß auch ein anderes Regiment di« nach ehernen Gesetzen abrollende Schicksalskugel nicht anders hätten lenken, daß auch alle meist sehr leeren HokuS-

Newyork, 31. März. Im Wahlkampf in Ehi- den letzten Monaten 56 Bomben geworfen kago ist es zu neuen Ausschreitungen gekom worden, sodaß dir Polizei um fünfhundert --re»«-t"-' 6 Köpfe verstärkt wurde. Schwer bewaffnete Pa- trouillen durchziehen die Stadt. Die Regie- s- rungskreise bezeichnen die Borfälle in Chikago in als unerhört.

Washington. 31. Mär». (Durch Funkspruch )

Oberst Lindbergh will nunmehr eine Reise «m »ein wani -voll, eine vek die Welt im Flugzeug unternehmen. Und zwar sche Erbin, mitnehmen werde.

Unter Geldadel.

Wie sie zur Freiherrnkrone kamen.

Trotzdem bie Reichsvers allnng alle bestehenden Gebarts- und Stanbesoorrechte aufgehoben und die adligen Namen den bürgerlichen gleichge­stellt bat, ivird ihnen doch vielfach nach eine be­vorzugte Stellung eingeräumt. Man unter- scheidet dabei den Hochadel, der durch Latisuu- dtenbesttz bevorzugt seinen Reichtum durch die Krills der Inflation gerettet bat, den zu« gro­ben Teile verarmten Landadel, den durch die Inflation vermögenslos gewordenen Schwert- unb Beamtenadel und den i« Wirtschaftsleben retch gewordenen Bankadel. Ueber letzteren plaudert unser Mitarbeiter wie felgt:

Wie der Landadel weist auch er schon ausge. storbene Familien aus, so die Freiherren von Delmar die von dem Bankier und HeereSiiefe- rianten Levy abstammcn. Andere Familien ha­ben sich ganz und gar aus dem Geschäftsleben zurückgezogen, landsässig gemacht und in urade- lige Familien gehiratet, so die bayerischen Frei. Herren von Schätzler und von Eichthal, die

früher einmal Seligmann hießen.

Trotzdem zählt die Gruppe des deutschen Bank« adels auch heule noch eine stattliche Anzahl von Familien, deren Angehörige geschäftlich tätig sind. Und es ist kein Zufall, daß eine Reihe von Adelspatenten auf Bankhäuser gefallen ist, die schon seit mehreren Generationen zu den enge« sehensten ihrer Branche gehören. In Preußen jedenfalls wollte man nicht zufälligen spekulati- ven, sondern festgegründeten, soliden Reichtum nobUitieren. So find denn allein drei preußische Adelspatente auf das 1795 von Abraham und Josef Mendelssohn, Söhnen des berühmten Philosophen, gegriindete Bankhaus Mendels­sohn und Co. gefallen. Friedrich der Dritte nobilitierte den Geheimen Kommerzienrat Franz von Mendelssohn, Wilhelm der Zweite aber nahm 1896 den damaligen Geheimen Kammer- zienrat Paul v. Mendelssohn-Bartholdy u eint, ge Jahre später seinen Neffen, den in Potsdam lebenden Otto von Mendelssohn-Bartholdy

in den preußischen Erbadel auf.

Drei preußische Erbadelspatente find auch auf das 1798 gegründete Bankhaus S. Bleichrö. der gefallen. 1872 wurde der Geheime Kom- merzienrat Gerson von Bleichröder, 1907 der jetzige Seniorck-ef, Dr. Paul von Schwabach, kurz vor dem Kriege sein Sozius. Albert von Blaschke, nobtlitiert. Der letztere hat sich übri­gens schon vor mehreren Jahren von den Ge­schäften zurückgezogen und lebt als Land­wirt auf feinem sechstausend Morgen großen Besitz im Osthavelland. Erst sehr viel später, Anfang der fünfziger Jahre, entstand das Bank. Haus F. W. Krause u. Co dessen Gründer, der Geheime Kommerzienrat Friedrich Wilhelm von Krause, sein Vermögen im Weinhan. del verdient hatte. Er wurde 1873 nobili- tiert. Mit dem Aufstieg der Großbanken war e- unausbleiblich, daß auch ihre Leiter nach ande- deren Auszeichnungen, wie hohe Orden und Mitgliedschaft des Herrenhauses mit dem Wört- chenvon" vor ihrem Namen bedacht wurden. Der erste Großbankletter, der eS erhielt, war der Geheime Kommerzienrat Adolph von Han­semann, Seniorckes der Diskontogesellschaft, als Dank Wilhelms des Ersten für die Ueber- nahme der vor dem Konkurs stehenden rumäni­schen Eisenbahnbauten, in deren Gründung Stroußberg eine Reihe dem Kaiser nahestehen­den Persönlichkeiten wie die Herzöge von Rati- bor und Ujesti, sowie den Grafen Lehndorff her- eingezogen hatte. Ein Eisenbahnadel war auch der 1899 Georg von Siemens von der Deutschen Bank verliehene, nämlich die Anerken­nung für die Fertigstellung der anatolischen Ei­senbahnen. Im Jahre 1908 sind dann noch zwei weitere Direktoren der Deutschen Bank in den Preußischen Erbadel ausgenommen worden, der 1923 verstorbene Rudolf von Koch und Artur von Gwinner, jetzt stellvertretender Aufsichts­ratsvorsitzender, dieser Bank. 1917 endlich fiel «in 2. Adelsbrief auf die Diskontogesellschaft. Ihr damals ältester Geschäftsinhaber, Max von Schinckel in Hamburg, jetzt Vorsitzender deS Aufsichtsrats der Gesellschaft, Wurde von Wil­helm dem Zweiten nobilitiert. Andere Groß- banken sind mit preußischen Adelspatenten nicht bedacht worden. Dagegen wurde der langjährige Direktor der Dresdener Bank in Dresden, der vor kurzem verstorbene Generalkonsul von Klem. perer, von Kaiser Franz Joseph mit dem Beina- men von Klemenau geadelt. Die Hamburger, Frankfurter und Kölner Familien, von denen ein Tsil im Bankwesen eine große Rolle spielte, waren früher so stolz auf ihr Patrizierium, daß sie den Gedanken einmal einen Adelslitel auzu. nehmen, strikt von sich wiesen. So gab es vor hundert Jahren in Frankfurt nur zwei adlige BankierSfamilien, die 1808 vom Kaiser

poknSformeln der Kritiker aus den abgezehrtenlunS schwere Erschütterungen durch Lohn, und Rippen deS WirtschaftSkörperS nicht ein"

Berlin, 31. März. (Durch Fuakfpruch.) Ent- prechend den Richtlinien für die Hindenburg- pende werden am 1. April und 2. Oktober je 450000 Mark in Beträgen von durchweg 200 Mark an besonders ausgesucht schwere Fälle aus den Kreisen der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen auSgeschütet. Bei der Ausschüttung werden besonders kinderreiche Kriegerwitwen berücksichtigt.

* * *

Der Bauer als Sorgenkind.

Bei Verteilung der Millionen.

Berlin, 31. März. Im Ausschuß zur Durch- ührung des landwirtschaftlichen Not- Programms legte heute Ernährungsminister Schiele einen Plan für die zeitliche Erledi­gung der Aufgaben des Ausschusses vor an der Hand von Richtlinien über die Verwen­dung der Reichsmiktel und der mit Reichsga­rantien auSaestatieten Darlehen für die Organi­sation und Förderung des Ahfatzes von Schlacht­vieh und Fleisch. Nach längerer Aussprache ver­tagt sich der Ausschuß bis nach der heutigen Plenarsitzung. Inzwischen soll die Meinung des ReichsrateS eingeholt werden.

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Gude gut, alles gut. .

Auch der Panzerkreuzer wird zurückgestellt. _ Berlin, 31. März. Reichsrat und Reichswehr Ministerium haben stch über den Bau des Pan­zerkreuzers dahin geeinigt,daß dieser bis zu den Voraubeiten über den Haushalt für 1929 zurück-

Pfund Fleisch hätten mehr herausschneiden können, um es den grinsenden Shyllock-Gläubi- getn jenseits oder den schuldlos verhärmten Brüderseelen dieSseitS der Grenzpsähle zu bie­ten. Gewiß, daS KriegSschädenschlußgesetz war ein kläglicher Notbehelf, die Bauernmillionen sind ein Tropfen auf den heißen Stein, Rent­ner, Invaliden, Arbeitslose darben weiter. Man wird stch intenstver und großmütiger um ste kümmern müssen. Ob im nächsten Reichstag die Millionen dafür übrig sind? Doch nur, wenn

rigkeiten im Reichsrat nicht mehr zu erwarten. Der Reichsrat stimmte dem Etat zu.

* * *

Es ist vorbei.

Der Reichstag schließt die Pforten.

Berlin, 31. März. Im Reichstag verlas Reichskanzler Dr. Marx kurz nach 12 Uhr, nach einer kurzen Ansprache, in der er die Arbeiten des Reichstags würdigte, die Verordnung deS Reichspräsidenten nach der der Reichstag auf­gelöst wird.

Eine Odmigenszrne im Hrflenparlament

Darmstadt, 31. März. Im hessischen Landtag fragte bei Beratung der Besoldungsordnung Ab­geordneter Dr. Wolf (Bolksrecht), ob die Abge­ordneten Storck (Soz.) und Reiber (Dem.) beide Referenten filier das Besoldungsgesetz, sich in dem Taris g u t p l a z i e r t hätten. Die bei­den Abgeordneten drangen auf Dr. Wolf ein und Storck versetzte ihm zwei Schläge ins Ge­sicht. Die anderen verhinderten weitere Tätlich­keiten.

Delaware (O' w), 31. März. (Durch Funk­spruch.) Senator Frank Willis, der zu den für die republikanische Prästdentschaftskandidatur aufgestellten Persönlichkeiten gehört, ist kurz vor der Eröffnung einer Versammlung von zweitau­send Personen vor der er eine Wahlrede halten . ... . sollte, im Vorraum an einem Gehirnschlag ge-

gestellt wird. Nach dieser Einigung sind Schwie- storben.