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Meler Neueste Nachrichten

Amtliches Organ der Stadt Kaffel 18. Jahrgang

Nummer 72. Amtliches Organ der Stadt Kaffel Sonnabend, 24. März 1928.

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Kasseler Abendzeitung

Die Saar will zu Deutschland zurück.

Korruption im 9tei<h Lenins / 30 MiMonen MrLMNO/Massensterben am gelbenFieber.

Das falsche Komplott

Moskau führt die Well hinters Licht.

Die Entrüstungen und Veruntreuungen über die russischen Brutalitäten an deutschen In­genieuren enthalten nur eine wichtige Andeu­tung, in der gesagt wird, die Zustände in den Donez-Koblengruben seien in technischer Be­ziehung so verwahrlost, daß es nicht entfernt möglich gewesen wäre, die verlangten Leistungen zu schassen. Diese Zustände Waken der russischen Grubenverwaltung aber sehr gut bekannt und iie stehen nicht etwa vereinzelt da, sondern die Verwahrlosung herrscht überall, wo es sich um maschinelle Einrichtungen handelt auch in der übrigen sowjetrussischen Industrie. Es war deutlich zu bemerken, daß die Verhaftung der Deutschen dem Moskauer Außenkommissariat un­angenehm genug kam. Natürlich hat man for­mell die Haltung eingenommen, daß es sich bei der Gefangensetzung um eine innere Angelegen­heit der Sowjetjustiz handle und daß Eiuwir- fnngen gegen diese auS dem Auslande zurückae- wieseN werden müßten. Dahinter aber spielen in Wahrheit andere Dinge. Es ist schon öfters darauf hingewiesen worden, daß für die russische Industrie auf verschiedenen Gebieten der Zeit­punkt sich nähert, wo die überalteten und über- angestrengten Maschinen nicht mehr das Ver­langte leisten können. Normalerweise hättet^ sie schon lange durch neue ersetzt werden müssen. Daru aber war und ist tein Geld vorhanven.

Die Verwaltung der industriellen Betriebe ist überhaupt tue wundeste Stelle der Sowjet-Wirtschast Sie arbeitet mit fortgesetz­ten Zuschüssen aus der Staatskasse; bekäme sie die nicht, so wäre sie nicht einmal imstande, die jetzt von ihr hergestellte Menge meist sehr min­derwertiger Waren zu ihren Pretsen auf den Markt zu bringen, die dovoelt b>.s viermal so hoch sind, als in der russischen Vorkriegszeit. Tie enorme Teuerung, die schlechte Be- iebMfpnfieit und do tu noch die Knavpheit aller Industrieartikel ist bekanntlich auch die Ursache dafür, daß der russische Bauer sein Korn nicht hergeben will, und daß es in diesem Ex- portjabr nicht möglich ist, die .planmäßige" Getreideausfuhr zu erreichen. ES erscheint nun, daß die Meldung von einem angeblichen Kom­plott gegen die Kohlenbergwerke rm Done-ge- biet dazu erfunden worden ist. um den lei- stungsunfähigen Zustand der Betriebe zu verschleier n. Jeder, der mit dem Berg­bau einigermaßen bekannt ist. weiß, daß aus diesem ßlebiet nichts so gefährlich ist, wie ein lanyanhaltender Raubbau, mit Vernachlässi­gung der Betriebseinrichtungen. Schon daß inan die deutschen Ingenieure berief, war ein Zeichen dafür, daß es auf die bisherige Art schlechterdings nicht mehr ging. Natürlich ging es auch mit Hilfe der wenigen deutschen Kräfte nicht, denn dazu hätte eine Erneuerung dcs Förderbetriebs und ein Rcuausbau der Schäch­te und Strecken mit einem Aufwand von vielen Millionen gehört. Was eigentlich in den Gru­ben vor sich gegangen ist, hat man bisher nichi erfahren. Es gibt Gerüch'e, wonach große Zusammenbrüche erfolgt fein sollen und andere wonach die Deutschen nur gesagt haben sollen, so ginge es nicht weiter. Auch die Arbeiter heißt es, hätten sich geweigerr. in den gesahrli- eben Strecken Dienst zu tun. Das .einfachste Mittel, um vorläufig anS dieser Amfare her- auSzukommen, war «s, eine große politische Verschwörung zu behaupten, und dann, um den Eindruck noch zu verstärken, d»e Deutschen gleich mit hineinzuzrehen. Dabei bat man sich auf Seiten der WirrschaitsverwalttiNg um die auswärtige Politik und um die schweben­den Verhandlungen mi: Deutschland einfach nicht gekümmert.

Diese Vorgänge können sich aber alle Tage wiederholen, wo deutsche Kräfte sich noch Sow- fetrußland haben schicken oder locken lassen. Den Russen ist ieder Gedanke an Rücksichtsnahme fremd, es fei denn, daß sie Furcht hätten. Man war harmlos genug, den Russen zuzutrauen, daß sie die Aussichten, die sie Deutschland beim Slbschluß des 300-Millionen-Kredits eröffnet bat­ten, auch -u verwirklichen beabsichtigten. Sie dachten gar nicht daran, sondern von dem Tag an. wo sie den deutschen Kredit bewilligt bekom­men hatten d b wo sie sicher waren, notwendige Einfubraegenstände ohne Barzahlung aus Deutschland zu bekommen, wandten sie sich an Lieferanten anderer Länder mit bem Angebot sofortiger oder kurzfristiger Zahlung für be­stimmte Menaen von Baren, und mit dem Ver­langen, daraufhin Kredit für weitere bedeutend? Bestellungen zu erhalten. Um in» Geschäft zu

kommen, gingen viele ausländische Lieferanten darauf ein, und als Ergebnis hat sich gezeigt, daß nach dem Kreditabkommen die deutsche Ausfuhr nach Rußland sich rückwärts entwickelte tatt vorwärts, während d>e anderer Länder sich vermehrte. Es ist bekannt, daß die russischen Un­terhändler sich kürzlich in Berlin mit allerlei Spiegelfechtereien darum bemühten, einen noch fließe reit Kredit zu bekommen. Glücklicher­weise scheint man entschlossen zu fein, ihnen nichts der Art zu bewilligen, und sicher nach der Erfahrung mit der Behandlung unserer Ingeni­eure noch weniger als vorher.

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ctzoldsiem Härt über Mo lau auf

Berlin, 23. März. (Durch Funkspruch.) Wie verlautet, erstattet Oberingenieur Goldstein heute vormittag der Direktion der A.E.G. Bericht über seine Erlebnisse. Heute nachmittag wird er im Answärtigen « mt empfangen werden.

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Nüssen werden nicht empfangen.

Berlin. 23. März. (Privattelegramm.) Die von einer Anzahl russischer Ingenieure um Be- ichtigungserlaubnis angegangenen deutschen Eisenwerke haben angesichts der Verhaf­tung deutscher Ingenieure in Rußland erklärt, daß sie ihre Zusage zurückzögen und die Russen nicht empfangen wurden.

Schon zu lange getrennt.

Die Saar will endlich wieder deutsch werden.

Saarbrücken, 23. März. Laut Pressenotiz einig trn sich die acht Parteien des Landtag« mit alleiniger Ausnahme der Kommunisten gestern dahin, daß sie für den am Sonntag beginnenden Wahlkampf die Rückkehr des Saarstaates zum dentschen Vaterland als erste Wahlparole auf- tellrn werden. Nach dieser Richtung gebe es nur ein Ziel des Wahlkampfes.

Der <5<®u mann des Zentrums tot

Berlin, 23 März. (Durch Funkspruch.) Der im Wahlkreis Westfalen-Süd gewählte Abg. Schulrat Rheinländer (Ztr.) aus Münster ist heute früh fünf Uhr 62 Jahre alt einem Herzschlag erlegen. Er hatte sich bei Be­ratung des gescheiterten Reichsschulge­setzes hervorgetan.

wie sich Moskau anstrengt.

Heber eine Milliarde für Industrie Aufbau.

Moskau, 23. März. Im Produktions- und Finanzplan für die Industrie werden 1228 Mil­lionen Rubel, d. h. um 16 Prozent mehr als im Vorjahre für den Aufbau der Industrie bereit gestellt. Vorgesehen sind: Erhöhung der Bruttoproduktion um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahre, Vermehrung der Arbeitskräfte um fünf Prozent, Steigerung des Arbeitslohnes nm sieben Prozent und .Herabsetzung der Ge- stehungskosten um sechs Prozent. Die Hütten­industrie, für die ein Zusatzbetrag von 37 Mil­lionen Rubel bereit gestellt wurde, soll stärker entwickelt werden.

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wie die Korruption blüht.

Wo ist das Geld für die Sowjetschiffe?

London, 23. März. Rach Meldungen aus Moskau hat der Sowjetrat gegen de« Schiff- b a u t r u st ein gerichtliches Verfahren einaelei- tet. Dem Trust sind im Jahre 1926 die Mittel zum Bau von fünfundvierzig Schiffe« überwiesen worden. Der Trust ließ jedoch in diesem Jahre nur sechs und im Jahre 1927 nur achtzehn Schiffe bauen.

Ein freudiges Ereignis.

Im September ein Sitz für Spanien-

Paris, 23. März. Dem Beschluß Spaniens, wieder in den Völkerbund einzutreten, bezeichnet ein Blatt ankerst freudig ES bestehe übrigens die Möglichkeit, daß diesem doppelten Ereignis ein drittes folgt, da« Frankreich von ganzem terzen mit Beifall begrüßen würde, nämlich die

uteilung eines halbstündigen Rat- fitze« an Spanien im September.

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Brasilien bleibt -rautzen.

Kein Interesse am Völkerbund

Rio de Janeiro, 23. März. In hiesigen politischen Kreisen glaubt man allgemein, daß

die brasilianische Regierung die Einladung deö Völkerbundes, wieder in den Bund zurückznkeh- ren, ablehnen wird. Daran wird auch Spani­ens Rückkehr in den Völkerbund nichts ändern.

Svomvrnatn Hält nicht viel von Genf.

London, 23. März. (Eigene Drahtmeldung.) Austen Chamberlain erklärte in einer Rede, er habe zuweilen mehr Angst vor den begeisterten Freunden des Völkerbundes als vor dessen ent­schiedenen Gegnern. Der Völkerbund müsse noch einen weiten Weg gehen, ehe er den Krieg verhindern könne. Man dürfe nicht überfehen, daß er jetzt noch nicht einmal imstande ge­wesen sei, in der «brüstungsfrage einen Erfolg zn erzielen.

Wirth ausgebootet.

Läßt das Zentrum ihn ganz fallen?

Berlin, 23. März. Der Beschluß der Badi­schen Zentrumspartei, den früheren Reichskanz­ler Dr. Wirth alS ReichStagskandidaten nicht wieder aufzustellen, hat in parlamentarischen Streifen Erstauiten und Besorgnis erregt. Man hält es für unmöglich, daß ein Mann wie Dr Wirth nicht in den kommenden Reichstag ge­wählt werden werden soll und erörtert zur Zeit Möglichkeiten, Dr. Wirth in einem anderen Wahlkreis auszustellen, oder im Laufe der Reichsliste einen sicheren Platz zu verschaffen. Für die Parteien, die links vom Zentrum sie­ben, würde das Ausscheiden Wirths aus der Volksvertretung die Zusammenarbeit mit die- "er Partei nicht gerade^leichter machen.

Die grotze Revue vei ©Warner.

London, 23. März. (Eigene Drahtmeldung.« Der deutsche Botschafter Sthamee hat gestern einen Empfang abgehalten. Der Premiermini­ster, alle Minister, das diplomatische Korps, süh- rende Politiker, Bankiers und andere Promi­nente waren erschienen.

Sie bauen Lüttich wieder auf.

Roch immer Deutschenfurcht.

Brüssel, 23. März. Das belgische Kabinett bewilligte mit einer knappen Mehrheit einen Kredit von dreißig Millionen Franks zum Wiederaufbau bei Festungswerke von Lüttich. Der Kriegsminister erklärte, die Ost­grenze müsse gegen einen jederzeit mög­lichen deutschen Einfall (!) geschützt werden.

Holland für die Todesstrafe.

Indiens Kommunisten müssen dran glauben.

Haag, 23. März. Die holländische Kammer lehnte einen Antrag (Soz.) auf Abschaffung der Todesstrafe in Holländisch Indien ab. Der An­trag war damit begründet worden, daß zahl­reiche indische Kommunisten im Zusam­menhang mit den kürzlichen Aufständen in Sa­yan und Sumatra zum Tode verurteilt wurden.

wie das gelbe Fieber mäht.

Sechzehn Weiße und viele Schwarze.

Brüssel, 23 März. Rach Meldungen aus belgisch-Kongo sind in Matadi 16 Europäer am gelben Fieber gestorben. Drei Todesfälle sind der Urfadje nach noch zweifelhaft. Dte Zahl der dem Gelben Fieber zum Opfer gefallenen Eingeborenen ist bebrütend höher.

Der Grient wird modern.

Sie machen es dem Afghanen-König nach.

Berlin, 23. März. Rach dem Besuch des Afghanen-KönigS »erden vermutlich in diesem Joche noch andere Orientherrscher einen offiziel­len Besuch an den Regierungssitzen Europa abstatten. So verlautet, daß bereits im Herb König Fuad von Aegypten eine Europareise antritt Der Präsident der türkischen Republik, Mustapha Kemal Pascha, sowie Schah Riza Khan von Persien sollen die gleiche Absicht haben.

elften terunaidtfte Matrosen.

Washington, 23. März (Durch Funkipruch.) Durch eine Benzinerplosion wurden auf einem in Cuba stationierten Torpedoboot zwei Mann der Besatzung getötet, fünf schwer und fünf andere leicht verletzt. Tic Ursache ist noch un­bekannt.

Gold aus Gand.

Roch viele Millionen in deutscher Erde.

Von '

Dr. E. Carthaus.

Wenn wir auch nickt viel oov bett bereits vraktisck betriebenen Berlocken halten, den leit vielen fahren rubenben Goldbergbau in denl- Icken fanden wieder anitnnebmen. so wirb es dock stark interessieren, über unsere« eigenen Violdreicktom zitverlässige Ansscklüsie zu erhalten.

Von Goldwäschen am Rheinstrome berichten bereits zwei römische Schriftsteller. Und von den Kelten stammen auch die unter bem Namen31 c« aenbogenschüsselchen" bekannten, noch aus vorge- chichtlicher Zeit herrührendett kleinen Goldmün­zen, die namentlich im Flußgebiet des Rheins und seiner Nebenflüsse vielfach gefunden wurden und höchst wahrscheinlich aus Rheingold beste- hen. In der Benennung des Ortes Goldscheuer am Oberrhein darf man wohl mit Recht einen Hinweis darauf sehen, daß die Deutschen dort die Goldwäscherei von den Kelten erlernten. Weiter ab von den Ufern des Rheins in der Eifel und am Hohen Venn haben auch die Ro­mer sich mit Goldwäscherei besaßt. Davon zeugen die zahllosen kleinen Hügel, die weithin das Ge­lände bedecken, die sichtlich alte Waschhalden sind, in denen man teilweise noch Spuren von Gold feststellen kann. Eine Urkunde des siebten Jahrhunderts spricht von Goldwäschen im jetzi­gen Mittenweiler, einem Orte in Baden, bei der noch bis zu unseren Tagen wie auch bei Phi­lippsburg hin und wieder Gold aus dem

Sand und Flußkies des Rheines fletoonnen wurde. Goldwäschen im Elsaß er­wähnen gleichfalls alte Dokumente. Münzen aus Rheingold wurden im fünfzehnten Jahrhundert zu Bacharach und Heidelberg geschlagen. Ebenso bestehen die Goldgülden, welche die Bischöfe von Speier damals münzen ließen, wahrscheinlich aus Rheingold, da solches untoeit dieser Stadt bisinsneunzehnteJahrhunbert hin­ein gewonnen lvurde. Nach wissenschaftlichen Feststellungen enthält ein Kubikmeter Rheinsand noch jetzt durchschnittlich 0,0146 Gramm Gold und zwischen Basel und Mannheim müßten nach wissenschaftlichen Berechnungen noch 52 000 Kilo im Werte von etwa 150 Millionen Mark lagern. Das goldführende Gebirge der Eifel und des Hohen Venn gehört dem sogenannten Taunus- quarzit an, und auch int Taunus, selbst ist diese Formation an einzelnen Stellen verhältnismä­ßig reich an dem gelben Edelmetall. Von ande­ren deutschen Gebirgen, in denen Gold gefunden und früher auch gewonnen wurde, sind der Thü- rmger-, der Bäurische- und der Schwarzwald zu nennen, sowie auch der Harz und das Fichtelge­birge. Hier soll demnächst der Versuch gemacht werden, auf moderner Grundlage neuerdings Gold zu gewinnen, und ebenso ist auch noch in neuerer Zeit an der

zur Weser fließenden (Ebbet Gold gewaschen worden. Auch in Riederschlesien wurde noch im dreizehnten Jahrhundert ein ge­radezu großartiger Goldbergbau mit einer Be­legschaft von mindestens viertausend Bergleuten betrieben Wahrhaft riesenhafte Halden bei Schmottseifen unweit Löwenberg weisen noch heute darauf hin, daß dort einmal viele tausend fleißige Hände sich geregt haben müssen, um nach Gold zu suchen. Aus dem deutschen Oesterreich ist vor allem das reiche Goldgebiet unweit des Bades Gastein zu nennen. Die dortigen Gold­gruben brachten noch im sechzehnten Jahrhun­dert Jahreserträge bis w fünf Millionen Gul­den. Sehr stark beteiligt war übrigens das be­kannte Haus Fugger in Augsburg. Ist auch unser deutsches Vaterland niemals ein Dorado, ein Goldland gewesen, tote es Spanien und Un­garn in der Alten, sowie Brasilien und Kalifor­nien in der Netten Welt einmal waren, so kann es doch, tote namentlich die vielen Funde von goldenen Schmuckstücken und Gefäßen au8 vor­geschichtlicher Zeit zeigen auch nicht gerade arm an dem edlen Metall gewesen fein, und die Sage vom Nibelungen- und Harlungengolde ist sicher kein leerer Klang

Gut gegeben.

Wer treibt Abrüstungs-Sabotage? Litwinow» Attacke gegen England.

Genf, 23. März. Nach fünftägiger Abrü­stungsdebatte im Abrüstungsausschuß erwidert« der Sowjetvertreter Litwinow auf die Angriff« Lord Cushenduns: Die brittsche Regierung und die übrigen Regierungen hätten bisher nicht» g e t a n, um die hier gestellte Frage zu lösen. Sie hätten es unmöglich gemacht, daß jetzt die zweit»