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Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

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Amtliches Organ der Stadt Raffel 18. Jahrgang

Nummer 68. Amtliches Organ der Stadt Raffel Dienstag, 2V. März 1928*

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Aegypten öuckt sich nicht.

Ader <8 bleibt unter Englands Szepter.

Der Heimat treu

Vergeßt unser Oberschlesien nicht!

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.R-al-Oar-Angeleg-nheit in Malt« äußern. »er Zwischenfall soll durch einen ans dem Flagg­schiff gegebenen Ball entstanden fein. Admiral Collard fall sich über die Kapelle be­schwert haben, waS vom Flaggkopttän übelge- nommen wurde.

Neun Zote in der brennenden Srube.

Banrouver, 19. März (Funkdienst) Bei einem Feuer in den Bergwerken von Brttisch- Kolumbien in Grangby kamen neun Personen ums Leben, fünf wurden schwer verletzt. Das Feuer brach nachtS auS, und griff rasend schnell um sich.

Hurra für -ia Emden.

Don der Weltreise in Siel zurück.

Verdächtige Variier Wahlrezepte.

GchreSensszenen im brrnnmden Krankenhaus / Das Mutterschiff fährt zum Nordpol ab

Kiel, 19. März.

Heute Vormittag traf der Kreuzer Emden durch den Rordostseekanal kommend, in Kiel-Hol­tenau ein. Das Schiff wurde von einer vieltau- sendköpfigen Menge erwartet und mit einem dreifsachen Hurra begrüßt, das Kommandant und Mannschaft erwiderte. Kapitän Foerster meldete dem Ches der Marincstation den Kreu- zer zurück. An dem Empfang nahm auch der Oberbürgermeister teil.

Dröhnen und Hämmern der Maschinen in Grub-n und Hütten den unermeßlichen Reich­tum unserer Heimat offenbarte, führen noch Hunderttatisende Landsleute einen entsagungs­vollen Kampf um ihr Deutschtum. Rn uns liegt ti, wenn sie sich in diesem Kampf behaupten, wenn sie immer wieder Mut und neue Kraft schöpfen, auch immn kommenden Gefahren und Vergewaltigungen gegenüber. Allerdings der- cinzelt schaffen wir nichts, nur als geschlos. senes Ganzes können wir dem Polen einen Pmhl emgegenhaltrn, an dem er sich den Schädel einrennen muß Oder glaubt jemand rm Ernst, daß Polen zufrieden ist mit dem, waz

Loudon, 19. März.

Der neue hptische Premierminister Mu­stafa Pascha Nahas erklärte einem Preffevertre- e beider Länder ist eine Ber-

teressen der Ausländer, besonders der Englän­der ist nicht unvereinbar mit der Nnabhängig- keft Aegyptens. Aegypten war niemals ein Teil des britischen Reiches, und die Tatsache, daß es auf dem Wege nach Indien liegt, bedeu­tet nicht, daß eS dadurch seiner unabhängigen Stellung beraubt ist. Die Rollen dürfen nicht vertauscht werden, und eS darf nicht gesagt werden, daß Großbritannien der Herr ist, der gibt. Unsere Unabhängigkeit ist unser natürliches Recht. Wir wünschen, mit Großbritannien auf der Grundlage der Gleich­berechtigung und alS Freund mit dem Freunde zu verhandeln. Die beste Bürgschaft für die Interessen Großbritanniens ist eine ver­traute Freundschaft und ein unabhängiges star­kes Aegypten. Es gilt alS wahrscheinlich, daß der Schwiegersohn deS Königs Fuad, früher in Paris, als Gesandter nach London gehen dürfte.

Mussolini ab und nahm so die Warnung der Vergangenheit schweigend zur Kenntnis

Auch der große polnische Diktawr und Chau­vinist Pilsudski hat sich durch die jüngsten Wahlen einen starken Regierungsblock geschaf­fen, der ihn aber vielleicht doch insofern den Minderheiten zugänglicher machen dürste, als et reale Erwägungen und sachliche Ge­sichtspunkte nicht durch einen doktrinären Natio­nalismus überwuchern laff.n will. Er erkennt durchaus die großen Gefahren an, die durch einen tarken Minderheitenblock dem Polentum als olchem erwachsen. Auch er beabsichtigt daher, liefe Minderheiten politisch unschädlich zu machen, wenn et auch dieses Ziel auf einem an­deren Weg zu erreichen sucht. Als kluger Poli­tiker hat er eingesehen, daß ewige Provokatio­nen, ewige Schikanen, Terror und rücksichtslose Unterdrückungsmaßnahmen den Widerstandswil­len der Minderheiten eher stärken alS ihn ab­schwächen. Besonders hier, wo eS sich um Min­derheiten handelt, die zum größten Teil einem gehobenen Kulturkreise angehören, durchweg aber alle sich in Gebietsteilen befinden, die an Länder grenzen, die diesem Widerstand von Na­tur auS reiche Nahrung zuflietzen lassen. Da also Pilsudski eingesehen hat, daß er mit Zwangs­mitteln nicht zum Ziele kommt, so versucht er eS jetzt mit Zuckerbrot. Das Programm des neuen Pilsudski-Blocks will sich bemühen, die scharfen Gegensätze zwischen Minderheiten und dem Polentum abzuschwächen. Dies nicht etwa im Interesse der Minderheiten, sondern nur in der Erwägung, daß durch eine solche Ab­schwächung der Reibungsflächen die nationale Wachsamkeit der Minoritäten eingeschläfert wer den könnte. So wird eS Pilsudski wahrschein-

Ab zum Aor-pol.

Das Mutterschiff schon übermorgen.

Mailand, 19. März. (Eigene Drahtmeldung.) Im Kriegshafen von Spezia fand gestern unter General Nobile die feierliche Verabschiedung deS MutterschiffesStadt Mailand"-der neuen Polarexpedition statt. DaS Schiff wird am Mittwoch nach Spitzbergen aus- fahren. ES hat 160 Mann an Bord, darunter 22 Offiziere, sowie das gefamte Ausrüstnngs- material der neuen Polarexpedition nebst Was­serstoff für daS Luftschiff.

Flucht vor -em Flammentod.

200 Kranke springen aus den Fenstern.

Newyork, 19. März. (Durch Funkspruch.) In Albany sprangen auS den oberen Stockwerken eines brennenden Krankenhauses, das von zwei­hundert Kranken belegt war, zahlreiche abge- schntttene Kranke auS den Fenstern in die auS» gespannten RettungStücher. Andere mür­ben mit Leitern gerettet. Eine Frau befand sich, als der Feuerarlarm erscholl, gerade aus dem Operationstisch. Sie wurde fchleu- nigst mit einem Fahrstuhl auf die Straße und zu einem anderen Krankenhause ge­bracht, wo die Operation unverzüglich zu Ende geführt wurde. Nur eine Pflegerin, die neben das ausgespannte Sprungtuch gefallen wat,

Mit Grauen nstr können wir jener fttrchtbaren Kunde von 1919 gedenken, daß das, was die Mei­len von unS niemals für möglich gehalten hät­ten, nackt« Tatsache werden sollte. Oberschlesien ein Glied des polnischen StaatSkörpers! Man muß eS miterlebt haben, wie in flammenden Kundgebungen daS deutsche oberschlesifche Volk einen einheitlichen Willen kundtat, ein Glied deS Mutterlandes, deS Reiches bleiben zu wol­len, mit dem eS sich seit Jahrhunderten nickt nur durch die Bande deS Blutes, sondern durch tausende von Fäden der Wirtschaft, der Kunst unb Wissenschaft verbunden fühlt. Aufatmen könnten wir, al« unS von den heuchlerischen Verkündern deS SelbstbestimmmtgSrechteS die VolkSabstrmmunq zugeftchert wurde, aufatmen, um aber sogleich den

furchtbarsten Nationalitätenkamps entbrennen zu sehen. In dem Mord und Todschlag, Raub und Plünderung, Diebstahl und Verschleppung zur Tagesordnung gehörten. Wenn wir zurück- denken an die drei polnischen Aufstän- d e wird eS unS «»verständlich bleiben, wie ein gebildeter Volk «Die Franzosen wollen eS doch fein!) sich als Treuhänder Oberschlesten« auf- pielen tonnte, in Wirklichkeit aber die Machen­schaften und Wiihlereien der polnischen Bandi­ten offensichtlich unterstützte. Fürwahr. Frank- reich hat in Oberschlesien seinen Ruhm als rit­terliches Volk zu Grave getragen! Hunderte un­terer Besten haben für ihr treue» Bekenntnis zum deutschen Vaterlande ihr Leben lassen muf­fen, um einem sicheren Schicksal zu entgehen; Tattsende unb Abertausende wurden um ihr Hab unb Gut gebracht und fristen zum Tell noch heute ein menschenunwürdiges D a- sein. Wie ein Lichtstrahl fällt jene Wallfahrt in die Zetten der Knechtschaft, als da Arm und Reich, Jung und Alt. die große Reise antrat, um vor Gott und der Welt den Treuschwur zu leisten:

Wir wollen deutsch fein

und bleiben, wie eS unsere Väter waren! Sind uns an jenem Tage, in jenem Augenblick, in dem wir strahlenden Anges jenes Bekenntnis ablegten, nicht Gedanken aufgestiegen, die da sprachen von Opserfreudigkett. von Dankbarkeit gegen all die Tapferen, die ihr Bestes, ihr Blur für uns im harten Kampf hingegeben haben, Gedanken, die da sprachen von Hilfsbereitschaft denen gegenüber, die ihre Treuebekenntnis um tyr Leber-.sgtück, ttm thr Hab und Gut gebracht hat? Manches arme Mütterlein hat ihren einzigen Sohn, ihre Stütze im Alter hin­gegeben, manche Mutter hat den Ernährer ihrer unmündigen Kinder auf dem Altar des Vater­landes opfern müssen brotlos, hilflos stehen sie da, bald ganz vergessen, und erst sieben volle Jahre sind nach jenem furchtbaren Ringen ins Yonb gegangen! Fürwahr, die tieftraurige Zeit, die nachher über uns hereinbrach, die Sorge um das täglich.» Brot, hat viele ihr Dankesge« fühsvergessen lassen, hat viele vergessen lassen, daß ein feindliches Machtwort einem gro- ßen Teil von uns unser köstliches Gut. untere Heimat entrissen hat. Dort, wo ein treues Mur. terange sich zum ersten Mal über unsere Wiege : beugte, dort, wo wir zum ersten Mole die leuch- t tci.be Sonne sckauten, wo wir die herrlichste Zeit unser« Lebens, die Jugendzeit, verbrach- - ten wo uns dar

Verdächtigungen alS . .. Berständigungspolttik

Paris, 19. Mürz. Kriegsminister Painleve führte in einer Wahlrede u. a. aus: Die künf­tige Generation müsse man vor dem Schrecken des Krieges behüten. Wenn er nicht die lieber- zeugunq hätte, nach feinen Kräften an dem Werk des Friedens mitzuarbeiten, würde er am poli­tischen Leben nicht teilnehmen. Thoiry sei eine Etappe in der Annäherungspolitik. Gei es nicht ber Angelpunkt beS Wiederaufbaues Europas- Frankreich werde nicht auf dem Wege, den es beschritten habe, wieder rückwärts schreiten. Die Vorsichtsmaßnahmen feien nur aus Sorge um die Sicherheit getroffen (!) DaS französische Heer fei eine Macht im Dienste des Friedens, wenn es durch feine Entschlossenheit die Komplotte und schlechten Absichten (!) zur Ohnmacht ver­damme . Ein entwaffnetes Frankreich wäre für Gewisse nicht ein Beispiel, sondern eine Ber- führung. Schließlich sprach Paileve mit Opti- mismuS von ber Tätigkeit und Zukunft des Völkerbundes.

Ein Faschisten-Roman.

Um den einarmigen Mörder Savorelli.

Paris. 19. März. Zur kürzlichen Erschießung deS Italieners Angelo Savorelli äußert sich ein Blatt, daß der Erschossene einen schriftlichen Beweis für eine unehrenhafte Handlung des Professors B e r n i e r i in Händen gehabt haben soll. Professor Bernieri soll sich 4000 Franken, die fürGhini bestimmt gewesen seien, der sich nach Italien begeben sollte, um die mutmaßliche Ermordung seines Bruders zu rächen, angeeig­net haben. Der Italiener Pa van, der ein­armig ist, habe in seiner Rot von den Faschisten unb zwar durch Savorelli, Unterstützungen er­halten. Dies sei Pavan von den Antifaschisten als SJerrrff ausgelegt worden. Er sei daher vor ein anarchistisches Gericht gestellt worden, bei dessen Verhandlung Professor Bernieri den Bor- siß führte. Um das Verbrechen, von den Faschi­sten Geld angenommen zu haben, zu sühnen, sei Pavan befohlen worden, Savorelli unb Sorre- chioli zu erschießen. ______

Offlziersassare auf dem Flaggschiff-Ball

London, 19. März. Der erste Lord der Admi­ralität wird sich benfe im Unterhaus über die

beschränkt bleibt. , ,

Mit diesem trockenen Staatsstreich beschließt Mussolini die systematische Entwicklung, m welcher er Italien von einem demokratischen Staat zu einem faschistischen umzuwandeln übernommen hat. Die frühere (freigewählte) Volksvertretung bleibt zwar der äußeren Form nach erhalten, aber ihr Sinn ist völlig ver­ändert, da von nun an alle Regierungsgewalt in den Händen des von Mussolini abhängigen faschistischen Großrats und einer von diesem, also indirekt ebenfalls von Mussolini ernannten wirtschaftlichen Berufsvertretung liegt. Zugleich aber hat Mussolini durch diese Krönung seines Werkes den ursprünglichen Sinn der faschisti­schen Partei insofern aufgehoben, alS diese cipenthch aufhört zu existieren, da das ganze Land, die ganze Bevölkerung und alle politi­schen und wirtschasttichen Organe von einem Geiste und Manne abhängig sind. Italien und Faschismus sind damit identisch geworden, wenigstens in einer unbestreitbar großartigen Fiktion, von der freilich erst die Entwicklung zeigen wird, ob sie dem Drang des menschlichen Geistes nach individueller Freiheit und nach Variation standhalten wird. Daß ein, wenn auch schwacher Rest des alten demokratischen Italiens noch lebt, hat sein ältester und vor- nehmster Vertreter in dieser denkwürdigen Kammersitzung jum Ausdruck gebracht.- Minister­präsident a. D. Giolitti Hai natürlich mit ünastlicher Schonung und Vorsicht diese Wahl- sarce als einen Schlag ins Gesicht jeden Volks­willens gebrandmarkt, der ein aufrechter Volks- freund niemals seine Zustimmung geben könne. Ter alte Piamontese hat als einziger den Mut gefunden die Stimme einer alten und ehrenvollen Vergangenheit in den Taumel der faschistischen Begeisterung zu werfen, was nicht nur einen harmonischen Abschluß seiner langen politischen Laufbahn, sondern auch eine ernste Warnung an das gegenwärtige Italien be- beutet. Es ist kaum ein Zweifel, daß im Grunde ihres Herzens sehr viele Italiener so denken wie er und mit größter Sorge ber Entwicklung des auf bie zwei Augen Mussolinis gestellten Staatswesens sehen. Dieser Mann bat eine ungeheuere Verantwortung auf sick genommen, bie er wohl in diesem Augenblick SIt haben mag, beim als nach ber Rede ttiS ein willfähriger faschistischer Abgeord­neter aufsprang, um zu antworten, winkte

Auf zwei Augen.

Mussolinis trockener Staatsstreich Pilsudskis Zuckerbrot für Unterdrückte.

Die italienische Kammer, die nach der Mund- toimachung der Opposition und nach einer dik­tatorischen Wahlresorm schon in ihrer letzten Gestalt ein unbedingt gefügiges Werkzeug des Faschismus und seines Führers Mussolini war, hat jetzt auch die Parlamentsreform fast ein­stimmig über sich ergehen lassen. Mit diesem Gesetz tritt Italien auch formell auS der Reihe nicht nur ber parlamentarisch regier­ten Länber, sonbern auch der Länder überhaupt ans, in deren Konstitution der Volksverttetung eine politische und legislative Rolle gegeben ift unb schafft bamit einen neuen Typus eine» mo­dernen Staatswesens, in bem unter ber äuße­ren Form der Monarchie einem einzig uber- ragenden Mann und der von ihm geschaf­fenen Organisation alle Macht zufällt. Der Beseitigung deS Parlaments war vorausge- gangen die Erhebung des faschistischen Groß­rats zu einem Staatsorgan, dessen Mitglie­der von Mussolini selbst ernannt werden. In den Händen dieses Instrumentes des Duce wird von nun an aber auch bie Zu­sammensetzung ber neuen korporativen Kammer liegen. Die Kandidaten werden nämlich samt- lich von den wirtschasttichen. Verbänden der Unternehmer und den Syndikaten der Arbeit- nehmer, die auch ihrerseits faschistisch dnrchor- aanisiert sind, dem Grotzrat vorgeschlagen, und aus dieser Vorschlagsliste wählt der Grotzrat endgültig 400 aus mit bem Recht von sich aus noch einige Kandidaten hinzuzusügen. Dies er- gibt sodann bie eine unb einzige Wahl­liste, über bie durch ein Abzeichen abgestlmmt wird, sodatz sie nur im Block angenommen »er­ben kann. Die Wahl charakterisiert sich also le- dialich als ein Zustimmungsart. Ausstellung einer Gegenliste und Bildung einer Opposition ift völlig unmöglich. Diese so gebildet korpora- tive Kammer wird ähnlich der von dem spani­schen Diktator Primo de Rivera ge­schaffenen .Volksvertretung", ein bloß beraten­des Organ der Regierung fein, ba8 feine be- schließenden Vollmachten hat und dessen Tätig- kelt auf das technische Gebiet ber Gesetzgebung

lich auch versuchen, gewisse Elemente biefer Min­derheiten zu einer positiven Mitarbeit an den Geschäften des Staates heranzuziehen, um sie so womöglich dem Polentum anzunähern. Diese .Milde" PilsudSkis bars jeboch nicht barüber Hinwegtäuschen, daß er nach wie vor eine restlose Polomsterung der völkischen Minoritäten cr- trebt, wenn auch durch etwas sympathischree Mittel, die gleichzeitig auch entschieden klüger unb unter Umständen auch wirksamer sind als das Draufgängertum gewisser Woijewodschafts- behörden.

In -er alten Haut.

Uolben gegen Sterne.

Schwere Sommunistentumulte bei den Griechen.

Rotterdam, 19. März. In Athen sangen beim Umzug etwa tausend Kommunisten die Internationale unb bewarfen die Polizeibeam­ten mit Steinen. Sie wurden schließlich von der Gendarmerie mit Kolbenstößen anS- sinandergetrieben. Zwei Gendarmerie-Offiziere wurden verletzt, einige Kommunisten verhaftet,