Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
Mittwoch, 7. März 1928
Var sieht ihm ähnlich.
PilsudSki im Wahl, und Siegesrausch.
Danzig, 6. März.
Nu» Warschau wird gemeldet; PilsudSki quittierte die StegeSbertchte des Montag mit den Worten: Unsere Zukunft ist das größere Polen, di« Wiederherstellung de» einstigen Groß- polea. Sein« Worte wurden durch Radio verbreitet.
Amtliches Organ der Stadt Kassel 18. Jahrgang
Nummer 57. Amtliches Organ der Stadt Kassel
Btt ßafleln Jieutften Rachrlchlea erlebet nen nMeetlt» «wÄrnttto«».
ex iloonnementaoreie beträgt lür »en IttatMt i.— X bei freiet BtffteOtim ins H.ius tu bei iSefLäflSktellt abaeboit 1L» X Durch bte Po» monothtb X Lue'chlieftlt» Sufteaungbgebübi. fternftwber 951 und 952. ftllr unverlanai »tngefanbte Beitritte kann bte Redaktion eine Berantropnnng oder ®etp3or in keinem iballe übernehmen. Rücktabluntt bei BuattSaelbeS ober J?*®*?
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pilfuhsfi steigt der Wahlsieg zu Kops.
Gttesemann contra Mussolini? / Sammetftandscftuhe für den 6t. Gotthard
Italien steht dahinter.
DaS heiße Gotthard-Eisen. — Wie man sich in Gens au» der Assäre zieht.
Versüßte Investigation.
Gens, 6. März. (Eigener Drahtvericht.) Neber die ungemein schwierige Frage, welche Folge der Rat der Beschwerde der Kleinen Entente wegen deS Zwischenfalles von Szent Gotthard gebe« soll, herrscht tiefes Stillschweigen. In der ablehnenden Haltung Jia- ItenS ist kein wesentlicher Wandel erfolgt» während andererseits kaum noch damit zu rechnen ist, daß Frankreich in dieser Frage den Bogen überspannen wird. Die Spätabendgerüchte, daß ein Kompromiß gesucht werden foB, das unter Verzicht auf die eigentliche Anwendung oes Jn- vestigationSverfahrenS eine Untersuchung von Zollsachverständigen vorsehen würde, die technisch nicht den Charakter einer In- v e st t g a t i o n hätte, wurde weder bestätigt noch zurückgewiesen. Unter dem wachsenden Eindruck, daß um die ganze Sache vielzuviel Lärm geschlagen wurde, fragt man sich auch, ob die Anwendung des JnvestigationSverfah- renS die nötige Mehrheit tm Rat erhalten würde. Auch spricht die plötzliche vollkommene Desinteressierung der Kleinen Entente für eine Kompromißlösung.
19 Deutsche im Sejm.
Ein bändesprechender Wahlerolg.
Warschau, 6. März
Die Deutschen haben in den Wahlen überall große Erfolge errungen. In Pommerellen drei Mandate, in Pofen vier, in Oberschlesien und in Schlesien sechs, überdies noch drei Man- date in dem westlichen Wahlkreis Polens (LodS, Konti« und Wloelawek). Dann wurde noch gewählt ein Deutscher im Landkreise von Lemberg. Hierzu kommen noch wahrschein, lich ein oder zwei deutsche Mandate von der StaatSliste de» Minderheitenblockes, sodaß man die Gesamtzahl der deutschen Abgeordneten auf IS schätzen wird.
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kann nicht earanrte» werben. Rör Anzeigen 6efonberb towierigem ^6 1(» Prozent Antfchlag Drnckerelt E-blachtbosstr. 98'80. GefchSftSstellt: KSlnifchemc. o.
lich der Wahlkampf in äußerster Schärfe. Beide Blocks stritten sich dämm, welcher von beiden die besten Katholiken zu Führem hätte und welcher am besten bte katholische Belange im öf. sentlichen Leben vertreten würde. Der Block der Rechten hat mehr al» die Hälfte seiner Mandate eingebüßt.
Glänzend geschlagen haben sich namentlich die deutschen Minderheiten trotz aller Wahlschikanen. Sie haben gegenüber den letzten Wahlen in Oberschlesien ihren Besitzstand nicht nur erhalten, sondern einige Zehnt au send neu« Stimmen gewonnen. Im Wahlkreis Kattowttz allein vermochten sie rund 24 000 Stimmen neu zu erobern. Dieser Wähler» folg verdient um so größere Anerkennung, al» seit den letzten Wahlen auS der Weiwodschaft Schlesien über zwanztgtausen Wähler answanderten und wettere achttausend Wahlberechtigte Deutsche für Polen optierten. Aber nicht nur in Polen, auch in Posen und in Pommerelen haben die Deutschen gut abge- schnitten. Sie errangen in B r o m be r g zwei, in Gr and enz eines und in Posen-Land vier Mandate. Hier wie in Oberschlesien haben sie neue Mandate gewonnen.
Pilsudski's Regiment hat den Löwenan. t e i l in den Wahlen davongetragen, Wenn auch namentlich im Osten durch skrupellose Wahldemagogie. Immerhin, er hat das Fundament für die Diktatur neu gelegt und kann die anderen Parteien um seine Finger tanzen lassen. Sein schärfster politischer Gegner war der nationalisti. sche Rechtsblock. Entschließt sich PilsudSki auch noch, den Sozialdemokraten dringliche soziale Reformen zu versprechen und den nationalen Minderheitm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, dann Verfügt er im neuen Sejm über eine absolute parlamentarische Mehrheit. In Warsthaidürfte also alles beim Alten bleiben, wa» auf die deutschen Aussichten für einen günstigen Handelsvertrag oder Grenzbertchti» gungen trgendwelcher Art nicht gerade anregend wirken dürft«.
Zwei Diktatoren.
i. Mussolini-Ausfall und Wahlbilanz.
Was sagt unS der frenetische Jubel in der Faschistenkammer nach dem jüngsten Husarenritt Mussolinis gegen Wien und Südtirol? Er sagt uns, daß das. was Mussolini an Drohungen c-usstietz. nicht Wille, Erkenntnis, Politik eines einzelnen Mannes ist, sondern der Wille, die Erkenntnis. die Politik des gesamten faschistischen Italiens. Mit Mussolini als Einzelpersönlich- leit ist man bereits fertig. Man kennt ihn, man kennt seine Reden, seine Taten, man kennt seine Absichten und seine Pläne zusammengeballt aus das Ziel einer restlosen Enlnationalisie- tuns der durch die Frtedensverträge an Italien gekommenen Gebiete Südtirols. An den grobschlächtigen Maulheldenton des entfernt terrible Europas hat sich die Welt ja fast gewöhnt: selbstbewußt, anmaßend, diktatorisch, hemmungslos, ohne diplomatische Färbung, ohne Rücksicht und ohne Kompromißbereitschaft. Aber dieser Erguß ist auch unwahr, unlogisch, aufgebaut auf falschen Voraussetzungen. Mso eine Rede, die man vielleicht begrüßen kann, da sie, selbstver- stündlich unbeabsichtigt, jedem objektiven und vorurteilslosen Kritiker eine Ueberfülle von Momenten in die Hände liefert, deren Unlogik, Falschheit, überhebliche Arroganz mit Leichtigkeit nachzuweisen sind. Und bestehen bleibt an dieser Faschistenkundgebung die Nichtachtung des ganzen Völkerbunds- systems, die unerhörteste Verspottung eines Geistes, der in den Jahren nach der Bendtguna des Weltkriegs eine Wiederannäherung der Völker angeblich ermöglichen soll, als leidenschaftlichster und heftigster Schlag gegen den Frieden Euro- pas, der, wie Tag für Tag in allen Hauptstädten des alten Kontinents versichert wird, nicht be- droht werden darf, verewigt werden soll, al» das Grundprinzig des jeglichen Handeln» einer jeglichen Nation.
Diese Herausforderung be» faschistischen Größenwahns, daß es .ihm nicht etnfiel«, sich durch mehr oder minder unbestimmte mündliche Zusicherungen von Männern gebunden zu fühlen, die vorfaschistische Systeme und Regierungen vertreten haben", verdient an allen sichtbaren Ecken und Fronte« de» Genfer Völ- kerbunds-Palais öfesntlich zur Belehrung Aller ausgehängt zu werden. Denn wa» er besagt, ist die krasseste Selbstentäußerung jede» politischen Anstandes, ist die Schildechebnng der Grundsatzlosigkeit, der VertragSunehrlichkeit zum beherrschenden Prinzip eine» politischen WrSvmmS. r«h der Diktion der faschistischen Italiens braucht sich keine Regierung der Welt mehr an das gebunden zu fühlen, waS die Regierung einer vorhergehenden und ander» gearteten parteiiMßigen Konstellation bindend vertraglich versichert hat. Bei der Uebernahme Südtirols wurden vom König, feinen Ministern und Generälen feierliche Bindungen und Sicherungen inbezug auf Sprache, Religion, Sitte des Volkstums eingegangen Also selbst sein eigener Köniz ist dem Diktator . . . Wurst. Für ihn gibt e» keine Südtiroler Frage, gibt es auch keine Bedrückung oder Vergewaltigung des Südtiroler Volke». Aber Oesterreich weiß, Deutschland weiß, die ganz« Welt weiß: I« Südtirol sind die deutschen Ortsnamen verschwunden, di« Namen der Südtiroler Bauern sind italienistert worden, die Grabinschriften in deutscher Sprache sind übertüncht oder ,ver- wkrlschf, die deutschen Schulen sind geschlossen, die deutsche Sprache darf nicht mehr gelehrt werden, die deutschen Lehrbücher sind ver- brannt, die Priester dürsten keine deutschen Predigten mehr halten. Die» alle» bei einer Bevölkerung, die bis zu fünf und achtzig Prozent kein Wort Italienisch versteht! Mussolini sagt: eS gibt keine Sudtiroler Frage. Nein, aber ein Sudtiroler Elend, eine Mot, die keine Ausmaße lenrtt
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Inzwischen hat der Parteiblock des Marschalls und Diktators von Polen. PilsudSki, da» erste Wahlrennen gewonnen ES gilt schon jetzt al» sicher, daß sein Regierungsblock weit über h u n- dert Mandate erhalten wird. Die Recht»- opposition wird zwei Drittel ihrer Man- date verlieren, während die Minderheiten trotz ihrer schwierigen Lage sich nahezu behauptet haben. Tie Linke hat in ihrer Gesamtheit g e« Wonnen. Die Kommunisten haben es fast auf das Doppelte ihrer bisherigen Sitze gebracht Tie Sozialisten und die radikalen Ba»i- ern sind etwas gestärkt au» den Wahlen hervor- gegangen. Zwischen der geschlagenen Rechten ynb dem Pilsud ski-Block tobte vornehm-
Heute Klärung des Falls.
Genf, 6. März. (Eigene Drahtmeldung.) Die gestrigen Besprechungen haben noch keine Klärung über das St. Gotthard-Verfahren gebracht. Diese Angelegenheit soll am heutigen DienStag vormittag erstmalig geheim behandelt werden. Für die öffentliche Sitzung ist vorgesehen: Ergänzung des Wirtschaftsrates, Errichttmg eines Welt-Lehrfilm-Jnstitut» in Rom, der Bau einer Völkerbundsbibliothek und Entwürfe für das neue Völkerbundsgebäude.
Meder 2500 ausgewerrt.
Berlin 6 Mär; Bet den Bergmmm-Elektri. zitätSwerken wurden heute morgen ca. zweitausendfünfhundert Arbeiter auSgesverrt. Ungefähr di« gleiche Anzahl wird «och »eiter beschäftigt.
Was Mich Werden?
300000 Lehrstellen gesucht!
Ra« einer Rücksprache etil bem Leiter beb Brühten Berliner Bernssarntb kann nnlet Mitarbeiter den na« nnschlüiiigen Eltern der drei» dunderttansend ans der SSnle kommenden Kindern mit folgenden praktischen Winken an die Hand geben.
Kein einsichtiger Vater wird seinem Kind einen ungeliebten Berus aufdrängen; denn er weiß, daß Hunderttausende verbittert und mißmutig durchs Leben gehen, weil man sie entgegen ihren Neigungen und Anlagen auf eine falsche Bahn gedrängt hat. Doch wird er ver- suchen, feinen Sohn oder feine Tochter zu belehren und zu überzeugen, wenn er steht, daß fein Kind einen falschen Weg einschlagen will. Eltern und Lehrer müssen rechtzeitig die besonderen Fähigkeiten der Kinder beobachten, und die Berufsberatungsstellen, _ die sich in jeder größeren Stadt besinden, können sie bei ihrer Entscheidung mit fachmännischem Rat und durch Nachweis von geeigneten Lehrstellen unterstützen. Selbstverständlich spielt die Schulvorbildung bei der Berufswahl eine ausschlaggebende Rolle. Meist wird z. B. der Abiturient studieren wollen: seine Zukunstsaussichten sind dann aber alles andere als günstig, denn Juristen, Aerzte und Nationalökonomen besitzt Deutschland im Uebersluß. Bessere Ans- ttebten haben schon Theologen und Oberlehrer; doch ist zweifellos nicht jeder für diefe Berufe geeignet. Wer sich damit begnügt, aus einer Handelshochschule den Titel eines Diplomkaus- manns zu erwerben, verbessert dadurch seins Aussichten im kaufmännischen Beruf nur unwesentlich, da die Geschäftsleute akademisch gebildeten Kaufleuten etwas mißtrauisch gegen- überstehen. Weit aussichtsreicher sind schon di« Berufe be» .technischen Kaufmanns' und be» Betrledsingen-ieur», die auch junge Leute mit Obersekundareife ergreifen können. Die Ausbildung beginnt mit einer zweijährigen Lehr- zeit in einem Metallbetrieb oder in einer Ma- Ninenbauanftalt, dann folgt der Besuch einer Maschinenbauschule, der fünf Semester umfaßt. Nach bestandener Prüfung kann dann der junge Mann al» Betriebsingenieur in einen Privatbetrieb geben; günstige Aussichten hat er aber auch bet der Reichsbahn, die solche Ingenieure gern in ihrem Werkstättendienft beschäftigt, bei der Reichspost und schließlich bet den Kommunaübehörden, die ihn gern in ihre Wasser- und Elektrizitätswerke einstellen. Die Erfahrungen der letzten Jahre Hai sogar gezeigt, daß man den
BrtriebSlngenieur beet Diplomingenieur vor- zieht,
da man von ihm mehr praktische Erfahrung erwartet. Günstige Aussichten hat auch der Baumeister in den kommunalen Betrieben, dessen AüSbilduna im Gegensatz zu der eines Re« aierungSbamnetster» nur viereinhalb Jahr dauert. Rach einem praktischen Jahr al» Maurer oder Zimmerer muß der .Praktikant" fünf Semester auf einer Baugewerkschule studieren, darauf folgt wieder ein praktische» Jahr, und nach bestandener Prüfung ist eine Ausbildung vollendet. Auch im Vermessungswesen, in dem immer noch Kräfte angefordert werden, können junge Leute auf der Baugewerkschule ausgebildet werden. All diese Berufe stehen nur bett Söhnen einigermaßen bemittelter Eltern offen. Da die fünfjährige Studienzeit viel Geld kostet Besser ist fchon der kaufmännische Lehrling gestellt, der während seiner meist dreijährigen Lehrzeit fchon ein« Vergütung erhält. Gerade in diesem Jahr besteht ei« empfindlicher
Mangel an kaufmännischen Lehrlingen;
denn die meisten Eltern scheuen davor zurück, ihre Söhne einen Beruf ergreife« zu lassen, in dem eS ungefähr 180000 stellungslose Angestellte gibt. Selbstverständlich muß Befähigung für diesen Berns vorhanden sein, und der Lehrling in allen Zweigen eine» kaufmännischen Be- iriebes ausgebildet werden. Am meisten lernt ein junger Mann dort, wo er Einblick in Fabrikation, Lager und Kalkulation erhält. Ein Lehrling, der durch alle Abteilungen einer Textilfabrik gegangen ist, wird wahrscheinlich jederzeit eine Anstellung tm Textilhandel finden Mangel an Lehrlingen besteht auch im Bankge« werbe, denn die großen Abbaumaßnahmen der Banken schrecken besorgte Eltern ab, ihre Söhne in diesem Beruf unterzubringen. Knaben mit Bolksschulbildung haben gute Au» sichten als Handwerker. So wird die bestehende Vauronjunktur sich
günstig für Glafer, Tischler, Stellmacher auSwirken, aber auch Uhrmacher und Hersteller von Meßinstrumenten werden stet» ihr Brot
kale« Bauernparteien verfügten alleinschon über etwa 130 Mandate, hinzu komme noch, daß mindestens drei Viertel der Abgeordneten deS Regierungsblockes ausgesprochen radikal eingestellt seien. Es sei infolgedessen damit zu rechnen, daß radikale Experimente jeglicher Art im neuen Landtage eine sichere Mehrheit finden würden, umsomehr, als der Radikalismus in entscheidenden Fragen auch auf die Unterstützung der nationalen Minderheiten rechnen könne.
Mussolini als Scharfmacher.
Er feuert die Generäle an.
Rom, 6. März.
Bei der Bestattung de» FekdmarfchallS Diaz erinnerte Mussolini die Generäle an die Politik der Heerführung, der Stimmung unter den Truppen alle Sorgfalt zu widmen, da sie für bte Gefchloffenheit des Heeres ausschlaggebend sei. DaS Ansehen eines Landes sei eng verbunden mit bet Schlagser. tigteit feiner HeereSkräfte. Das erforderliche Material werde stets bereit gestellt.
Für Wien erledigt.
Keine Antwort ist auch eine Antwort.
Mailand, 6. März.
Wie auS Wien verlautet, betrachte nach der Rede Mussolinis die österreichische Regierung den jüngsten Zwischenfall über Südtirol als e r- ledigt. Die Zeitungen würden natürlich fort- fahren, davon zu sprechen, aber aller Wahrscheinlichkeit «ach würden weder der Bundeskanzler Dr. Seipel noch andere Minister auf die Angelegenheit noch einmal zurückkommen.
Statt Wien... Berlin?
Wer soll Mussolini antworten.
Berlin, 6. Mär,.
Wie verlautet, dürfte die Abwesenheit Strese- mannS lediglich eine Verzögerung, aber keine« Verzicht auf die Absicht bringen, Mussolini» Südtiroler Rede Im deutschen Reichstag nicht unwidersprochen zu lassen. Von den OP- posttlonSpartelen rechnet man mit einer Unterstützung durch bte Demokraten, während die Stellungahme der Sozialdemokraten noch unbe- kannt ist.
Der etaMDelm lehnt ad.
Berlin. 6. März, Der internationale Front- kämpserverbaud forderte den Stahlhelm auf, sich an der GemischtenKommiffion gurSorbereitung der internationalen Konferenz zu beteiligen. Der Stahlhelm hat darauf geantwortet mit vemHin- weis, dak er an solchen internationalen Sitzungen nicht teilnehmen werde, solange fremde Trupp en auf deutschem Boden stehen, solange daS in Versailles erpreßte Diktat fort- bestehe und das deutsche Volk auf Grund deS Da- weSabkommens Frondienste leisten müsse.
Polen wird radikaler.
Wahlbilanz bet geschlagenen Rechten.
Warschau, 6. März.
Die ReglerungSpreffe betonte die großen erfolge des Regierungsblockes und die ver- nichtende Rieberlage der nationallstifchen Parteien und begrüßt auch, daß die Ukrainer und Weißrussen in fo überaus geringer Zahl in be« neuen Sejm einziehen werden. Für die nationalen Zeitungen Ist das weseMliche Merkmal die i« den Wahlen sich zeigende Radikallste- nntg. Sozialdemokraten und die beide« radl-