Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Die a-iffelti Weutften Nachrichien eritbetnen wSchcnttiL ttldomal naLmmao« Der Äbunnementeprete bttrngi iüi »en Monai 1 4 btt frret Zuttelluno tu* H.ius m der I8tfi6ätt»iielle abaebolt l.-Hi 4 Durch d e Pvkt monatlich 8. 4 auotchltekltch .lufteaunaMebübt. Atrnlprtdxi »51 und 858 Sih unnerlunttt e naektndte Ütlträat kann btt Redaktton eine Beranuvvriun« oder ÄewLbr tu keinem «Valle übernehmen il!ück,adlun« de» Beiugsaeldes oder Anlorticke weaen froiian nicht orbnunflSmätOaet Vieferitng tft au»aeich!oNen. Postscheckkonto itwnffurt a M Nummer <IP»> (Anteln ummer 10 J Lonnw«»nnmmer 90 4

Hessische Abendzeitung

Än,et«eni>rrt1e: iHnbttmttot Seschä>t»an,etp«n die mm-.-ietle W 4 auSwäma« Äetchdktsanietgen d e wm-Nette 10 4. i>amtltenanretgen die mm-Seile 10 4 Ifletn« ünu-aen tut» Raffel da» Won 5 4. audwarnoe klein« «neigen die mm» dctle 10 4. Reklamen die mm-.-ietle 88 4 Cffemebübr 86 4 fbtt Zustellung 85 4t. Rechnungsbeträge innerdalb 5 Tagen rablbar i>üi dte Richtigkeit oller durch iderntorecher ausgeoebenen klnretgen sowie für Äulnabmedaten und Platze kann nicht garantiert werden ftflr Aureigen mit besonder» schwierigem Latz 100 Prozent Ausschlag Druckerei: Lchlachiboillr 98'80 AeschitstSftelle: KSInffckenr S

Nummer 55. Amtliches Organ der Stadt Raffel Sonntag, 4. März 1928. Amtliches Organ der Stadt Raffel 18. Jahrgang

Näumungsöuelle hinter den Kulissen.

Spreu und Weizen.

Eine Geisterschau am Gefallrnentag.

Unvergeßlich die Tage und wären eS hundert Jahre und nicht erst vierzehn, wie der Marsch - tritt endloser feldgrauer Kolonnen, Blumen am Helm und Lauf, ein Sechzigmillionenvolk zur Weißglut »' s Jesch chts von Heroen ver­schmolz, wie vor der himmelanleckenden Stich­flamme, der Riesenexploston eines geballten elektrisch geladenen Volkswillens die Völker der Erde zurückstoben und dann vier Jahre lang alle Schrecken der Hölle gegen die ausgehungerte Festung loslietzen. Bis dann der ausgehöhlte, blutlee«, gram- und notzernagte Volkskörper kraft- und haltlos in heuchlerisch auSgestreckte Friedensarme sank. Und wieder heischt der Gei­sterzug der zwei Millionen Gräbern entstiegenen Kameraden mit stummen Munden heischt dumpf grollend das Heer der noch lebenden zerschosse­nen, entstellten, blicklosen Krüppel Rechenschaft von den im Lichte Atmenden über Wucherztns- und Pfennig ihrer unerhörten Blutopfer. Wie­der stöhnt eS von gepreßten Mütter-, Witwen- und langsam welkenden Brautlippen auf: »Wa­rum, warum gerade wir?* Wieder hadern Tau­sende mit dem sinnlosen Geschehen einer gött­lichen Weltordnung, deren mahlendes Schicksals rad Böse und Gute, Gerechte und Ungerechte Gläubige und Spötter, Könige und Bettler, Helden und Feiglinge wahllos durcheinander schaufelt.

Oder soll es einen und welchen Sinn soll es haben, daß immer Poch brutale Siegerwillkür die schwachen, am für tvarsten gestraften Dulder­völker in den Schuld- und Sträsltngsowck span­nen will. Werden sie wirklich den letzirn schwa­chen Rettungsstrohhalm aus Versailles, die Re- visionsmöglichkett, uns als neue Sicherheits- Handschellen zur Verewigung der wahn­witzigen Ostgrenzen, des Kolonieraubs, der Kon­trolle und Sanktionen um die Glieder schnüren? Werden sie aus der St. Gotthardfarce, wo Un­garn den italienischen Waffenschub dem Völker­bund vor der Nase... verschrottete, werden sie aus diesem gefundenen Fressen für uns ein »harmloses* Nachspürungsgericht zurechtmix- pickeln, an dem wir uns den rheinischen Magen für immer verderben sollen? Mit schwerem Ge­schützen fahren wieder sämtliche Locarnogewal- tigen mitsamt ihren Palladtnen am blauen Gen­fer See auf. Es wird noch ein lustiges, wenn auch aufgeregtes Böllerschießen um die von Un­garn zersägten italienischen Maschinengewehre geben, die uns leicht... die Spürhunde am Rhein von neuem auf den Nacken Hetzen können. Ob Stresemann noch weitere Ueberraschungs- pillen für seine wortbrüchigen Eidgenossen in der Mappe trägt? Man ist sogar in London auf eine scharfe Räumunzsdosis gefaßt. So wird denn auch diesmal wieder hinter Geheim­türen und Kulissenwänden heftiger gerungen werden, als sich unsere Schulweisheit daheim träumen läßt. Was aber steckt letzten Endes hin­ter dem Genfer Kauderwelsch, was ver- oder enthüllt der aufgedeckte Diplomaten - Zauberhut anders als den nackten, einfältigen Egoismus der großen und kleinen Weltbezwinger, die sich pharisäerhaft noch in der Wellbeglückerrolle ge­fallen. Was grinst unS noch aus der haßverzerr­ten Grimasse des englischen Cavell-Hetz- ftlms anders an als die letzten Zuckungen einer Kriegspsychose, die noch mit dem Blut einer patriotischen Märtyrerin die Drachensaat der Kriegserbitterung und Völkerentzweiung säen will, um daraus ein möglichst dickes geschäft­liches Profitchen zu schlagen.

Um so eifriger aber und inbrünstiger wollen wir, und mit dem Gelöbnis wollen wir uns von dem strengen Geistergericht der Gefallenen loskaufen umso gläubiger und großmütiger wollen wir unS selbst zu wahren Aposteln der Weltfriedenside emachen, wie sie jetzt wieder in der Genfer Friedenskirche von uns ausgeläutet wurde. An einer ehrlich entwaffneten »Groß­macht* kommen auch die übrigen auf die Dauer nicht vorbei. So oder jo müssen sich die Böcke von den Schafen, der Spreu vom Weizen schei­den. Und auch der noch tieferen Erkenntnis und Zuversicht wollen wir in der Helden-Weihestunde inne werden: Daß über allem wilden Wahlge- tümmel wie mit Feuer und Blut an dem nacht- dunklen Himmel der Zeit von todwunder Kame­radenhand geschrieben steht:lieber allen Partei- und Klasseninteressen steht das Vaterland für das wir starben, weil es uns Brot, Heimat, Sprache, Glück, Liebe und alles ist.* i*. R.

London, 8. März. Eine diplomatische Be-Igekommen. Er stellte die Vertrauensfrage.

wo

bei die Amnestie abgebehnt wurde.

Schweres Geschütz in Gens?

Vielleicht doch die Räumung? WaS diesmal hinter den Kulissen gespielt wird.

Wiedergewinnung des für seine Erhaltung not­wendigen Bodenraumes über See. Gle'' eilig wolle England sich auf diese W:.se

unrechtmäßige Gebiete von ungeheurem Wert aneignen,

die es zunächst unter den, Vorwand ter seither fallen gelassenen kolonialen Schuldlüge in Man­datsverwaltung u .-Kommen habe. Gegen dieses Vorgehen müßte schärfster Protest erhoben -er­den. Nach weiteren Proteste. namhafter Red­ner wurde folgende Entschließung ar genommen: De- starke Protest aus allen Volksschichten und Parteien gegen 1 e immer! fit*, .ster zu Tage tre­tenden Bestrebungen, unter Verletzung der Völ- kert-undssatzung, deutsche, unter Mandatsvcrwal- tung gestellte Kolonien ihre" Charakters als Mandatsgebiete zu entkleiden und fremden Staa­ten einzuverleiben, soll die Regierung veranlas­sen, im Völkerbund auf die dem Mandatssystem drohenden Gefahren aufmerksam zu machen und zu veranlassen, daß die deutschen Mandats-Ko­lonien den Bestimmungen der Völkerbunds­satzung entsprechend und unter völliger Wah­rung ihres Mandatscharakters verwaltet werden.

VariS stütt sich Madrid warm.

Madrid, 3. März. Ministerpräsident Primo de Rivera teilte heute mit, daß in den abge- schlosse neu spanisch-französischen Verhand­lungen über Tanger Frankreich Beweise von großer Herzlichkeit und Weitsicht gegeben habe, indem es Spanien volles Entgegenkom­men gezeigt habe.

Lgamveriain schon adgedampft.

London, 3. März. (Eigene Drahtmeldung.) Chamberlain wird heute zur Völkerbmidsrats- fltzung nach Genf abreisrn und gedenkt am 11. März zurüüzukehren, um bei der Ankunft des afghanischen Königspaares in London zu sein

Belgrad, 3. März. (Eigene Drahtmeldung.) Außenminister Marinkowitsch ist nach Genf ab­gereist. Die Zeitungen betonen die Wichtigkeit der bevorstehenden Ratstagung für alle Fragen, die die Beziehungen Jugoslavieus mit Italien und Ungarn betreffen.

Auch Voten stellt sich ein.

Warschau, 3. März. Der polnische Außen­minister Z a l e s k i und die polnische Delega­tion sind nach Gens abgereist. Zum Abschied hat­ten sich das diplomatische Korps auf dem Bahn­hof eingefunden.

richterftattung schreibt zum geringfügigen Pro­gramm der Bölkerbundtagung: Bisher war we­der Chamberlain noch Briand von ihren Haupt- bcratern in Genf begleitet. Die gleichzeitige An-

Berlin, 3. März.

In einer stark besuchten Protestkundgebung der kolonialen Verbände gegen die Einverlei­bung früherer deutscher Schutzgebiete in den Kolonialbesitz der Mandatsmr jte wies Gouver­neur z. D. Schnee darauf hin, daß die Verwal­tung der Mandatsgebiete zu treuen Händen des Völkerbundes von den Mandataren zu führen sei. Volle acht Jahre nach dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages bereite England doch noch unter der Hand die tatsächliche

Annexion Deutsch-OstafrikaS

vor, um die Welt vor eine vollendete Tatsache zu stellen. Wenn auch die Möglichkeit einer Fö­deration zu Zoll-Finanz- und Verwaltungszwek- ken vorgesehen sei, so widerspreche dies den kla­ren Vorschriften der Bölkerbundssatzung. Auch bezeuge die ganze Stimmung in Uganda, daß eine Vereinigung l :ser Gebiete mit der engli­schen Farmerkolonie Sengt den Interessen der Eingeborenen durchaus widerspreche. Durch derartige Methoden solle dem deutschen Volke endgültig der Weg al- chnitten werden zur

Hände weg von Ostafeika!

England will sich unsere Kolonien eiuverlei ben. - Geharnischter Protest und EinheitS- u front des ganzen deutschen Volkes.

Wesenheit der permanenten Leiter der drei gro­ßen Auswärtigen Aemter bei der bevorstehen­den Genfer Tagung bedeutet, wie man an- nimmt, wahrscheinlich die Erörterung anderer Fragen als der verzeichneten möglicherweise des Problems der R Heinl andra um u n g Bor den Wahlen wird wohl keine endgültige Abmachung über diesen Punkt zustandekom» men, aber die Grundlagen für eine künf­tige Regelung dieses schwierigen Problems könnten wenigstens teilweise gelegt werden.

Kein Pardon für Aufwiegler.

Ein neuer Kammersieg Poinrarts.

Paris, 3. März.

Nach Annahme der Zollvorlage wandte sich in der Kammer Justizminister Barthou ge» gen den Entwurf einer politischen Amnestie Zum gegebenen Zeitpuntt könne eine Entschlie­ßung in Erwägung gezogen werden, die die Freilassung der Abgeordneten fordert. Painearä habe erklärt, wenn die Amnestie ange­nommen würde, würde eine andere alSsei- n e R e g i e r u n g sie durchführen. Gerade we­gen der verschärften Campagne gegendas Heer sei nicht der Augenblick für eine Amnestie

fnnb. Lankopp bestreitet, daß er andere Leute vabe töten wollen. Er habe nur die Absicht ge- habt, sich selbst daS Leben zu nehmen. Zn diesem Zweck habe er den Browning in der H°nd gehabt und die Schüsse ans ihm seien beim Smgen mit den Beamten l o S g e a a n Sen. Die Einschüsse sitzen alle in der Decke und der Wand. Man untersucht fetzt, ob und inwie­weit Lankopp durch Aufhetzungen in feiner Hei mat Hannover zu dem Attentat gebracht morden fern kann. (Nähere Einzelheiten siehe im Be­richt auf der 1. Beilage. D. Red.)

Berlin, 3. März. (Durch Funkspruch.) Zu dem Attentate des erbitterten Kolonialfarmers Lankopp werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Die Höllenmaschine bestand aus einem Tropenkosser aus Aluminium. In ihm war eine geladene Mauserpistole derart an» gebracht, daß beim Fallenlassen des Koffers der Schuß losging und das im Koffer befindliche Pulver zur Sxplofion bringen follte. Die Explosion des Pulvers trat jedoch nicht ein, da sich das grobkörnige fchwarze Pulver in fünfzehn Paketen »och in der Fabrikpackung be-

ahnfinnsatt eines Tropenfarmers

Di« Höllenmaschine im Aluminium-Koffer. - Das EntschSdigungsarnt oder nur sich selbst?

Greuel des Bürgerkriegs.

Dreihundert Mönche von gell Kommunisten

London, 3. März.

Wie au» Schanghai gemeldet wird, sollen dir Kommunisten Üb." dreihundert Mönche in einem Tempel der Stadt Lei- Yang in Süden der Pro vinz Honan lebendig »erbrannt haben während die Stadt fei vollständig zerstört

lebendig verbrannt? Grausame Foltern.

wurde. Mehrere hundert Ei., ohu wurdet na» grausamer Folterung geltet. Mun schreib diese Taten revolutionären kommunistischen Bauern zu, denen sich emi. Hund", ehemalige Soldaten -ngeschlossen hätten. Eine Strafexpe- dition wird abgeschickt.

Wer war dabei?

Ein Wiedersehen mit der Westfront.

Sm Douoi der Sr«hjabrss»lacht bei Arrak Unser kleines Schirm merbotel. Erinnernnge« aus Schritt und Tritt. Die Frauen «och wie einst. Lebt wobt. Kameraden!

An jene heißen Tage der Arrasschlacht er­innern in dem sauberen Städtchen Douai, das 1917 die deutsche Operationsbasis bildete nur noch zwei große Neubauten auf dem Place varnot. Wahrscheinlich haben die Engländer den deutschen Truppen ein paar Abschiedsgrüße aus ihren Langohren nachgesandt, die sich als Opfer jene beiden Häuser aussuchien. Aber las­sen wir den guten Douaisern den Glauben, daß unsere Feldgrauen die Uebeltäler waren! Be­zahlen müssen Wir ja doch den Schaden. Nach- zulragen scheint man uns die demolierten Häu­ser nicht, denn in mehreren Buchläden hängen Dutzende von Postkarten mit marschierenden deutschen Abteilungen, mit Paraden und einer konzertierenden Regimentskapelle. Alles mit deutschem und französischem Text. Kein Mensch, der daran Anstoß nähme. Sogar deutsche illu­strierte Blätter und Zeitungen sind zu haben. Hier liegt auch das von uns einst sehr geschätzte Hotel, in dem mancher kleine Frontleutnant, der nach harten Grabenwochen oder -Monaten hier seine Zechinen, für dir er vorn nichts kaufen konnte, gegen eine gute Bratenplatte oder eine schöne Flalche Chateau-la-Rose eintauschte. Auch Bölckr, Jmmelmann und "'ichlhofeu haben hier manchen Abend de. Erholung von ihrem schweren Dienst verbracht. Heute noch sind die Tische zu den 15 Frank-Diners dicht besetzt und die Weine so gut Wie damals. Dex Besitzer erzählt mir schmunzelnd einiges über Messieurs les officiers. Die deutschen Dar» lehnskassenscheine haben Wir ihm ja doppelt und dreifachaufgeWertet*. Häufig stößt man noch auf ein paar Weltkriegszeichen rechts neben der Tür: 1. Off. 1 M. Hier War ein Offizier mit seinem Burschen einquartiert. An einem Hause beim Bahnhof ist ein dicker, schwarzer Pfeil zu sehen und dahinter steht:Zur Ortsk. . .*; den Rest des Wortes hat die Zeit hinweggewischt. ES War der

Wegweiser zur Ortskommandantur.

In einer verlorenen Straße hinter der Kirche ist merkwürdigerweise an einer Tür noch eine Kreideschrift in gelb erhalten. Post 3. Batl. steht da. Die Regimentsnummer ist verwischt. Beim Bahnübergang steht noch in riesigen Set­tern mit dickem Pfeil zu lesen:Zum Eisenb. Materialdepot 21. bavr. Res.-Korps*. Nie­mand stören diese Zeichen; auch diese letzten Spuren des Krieges Werben durch die Jahre ausgelöscht. Ein Weißes Gefallenen-Denkmal für die Douaiser steht schlicht und gewaltig an ber Kirche. In der Straße am Kanal, die an Lübeck erinnert, Wohnen wohlsituierte Bür- ger die einst so manchem unserer hohen Stäbe Quartier gegeben haben. Von hier geht's auf'S flache Land hinaus, zur ehemaligen Front. 15 Kilometer bis zum früheren ersten Graben v o r B a h n h o s R o e u x ; der bequemste Weg ist am Kanal entlang, der Treidelweg der Schif­fer, vorbei an den Schrebergärten der Douaifer. Bald tauchen auch die ersten schlampigen Dör- ter auf, m denen sich feit unserem Wegzug nicht das Geringste geändert hat. Die

Frauen stehen immer noch so schmuddelig wie damals in der Tür. Ein paar alte Män­ner Wärmen sich auf niedrigen Strohstühlen vor den Häusern in der Sonne. Der Kanal ist ein- gesäumt von wässerigen Wiesen u. einer unend- lich langen Reihe von typisch Hohen, alten Pap- Vfln Ein paar Fabriken, damals für uns Pferdestalle, sind wieder tn vollem Betrieb. Ei­nige verrostete Pferdeketten an der Wand sind sie letzten Zeugen An der Eisenbahnbrücke über den Kanal bei Corbchem liest man:Er­baut 1916 Pionierbataillon 12*, dann erschreckt einen die noch vostkommen zerstörte Umgebung deS BahnyosS Er felbst ist wieder gut aufge» baut und ebenso sind einige Häuser neu erstan­den. Es mutet eigenartig an; hier eine zer­störte Mauer, daneben ein Neubau! Immer abwechselnd

Neubau, Trümmer, Neubau, Trümmer Dazwischen hohe Unkrautstauden. Neben zwei zerschossenen Speichern eine aufgebaute Kirche, aber alles sieht so verwahrlost aus, so mit Bau- schütt uberfat! Vergebens suche ich die Gräber» meiner Regimentskameraden. Ganz weit weg. w erfahre ich. hat man die Arraskämpser ver- schert' irgendwo auf irgendeinem Sammel-

. Nichts ist übrig geblieben von ihnen, nichts, nicht einmal ihre armseligen Grabkreuzel

*

3n der ehemaligen Kampfzone

dis nach Bitry hinein reichte daS täglich« Geschutzseuer der Engländer. Da, wo ehedem